Kurz gesagt
- Der Zander (Sander lucioperca) gehört zu den Echten Barschen, nicht zu den Hechten. Er trägt zwei getrennte Rückenflossen und vier lange Fangzähne.
- Seine Regeln streuen stärker als bei jeder anderen häufigen Art. Das Mindestmaß liegt zwischen 35 und 50 cm, Hessen und das Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern kennen gar keine Schonzeit.
- Eine spiegelnde Schicht hinter der Netzhaut, das Tapetum lucidum, macht ihn im Trüben sehend. Er meidet helles Licht, ist aber nicht nachtaktiv.
- Das Männchen bewacht das Gelege und fächelt ihm Sauerstoff zu. Wird es im Frühjahr entnommen, geht die Brut in der Regel verloren.
- Für 60 cm braucht er sechs bis sieben Jahre, in der Unterelbe weniger, im kalten Bergsee mehr.
Ein Fisch mit Glasauge, und was es wirklich kann
Hinter der Netzhaut eines Zanders liegt eine spiegelnde Schicht aus Guanin-Kristallen, das Tapetum lucidum. Licht, das die Sinneszellen beim ersten Durchgang verfehlt, wird von ihr zurückgeworfen und trifft sie ein zweites Mal. Der Fisch nutzt damit jede Photonenmenge doppelt, und im Schein einer Kopflampe leuchten seine Augen deshalb wie die einer Katze.
Die Schicht, die sein Auge zum Glasauge macht
Der milchige Schimmer im Auge ist keine Trübung, sondern eine spiegelnde Schicht hinter der Netzhaut. Sie wirft Licht zurück, das die Sinneszellen beim ersten Durchgang verfehlt haben, und der Fisch nutzt jede Photonenmenge damit zweimal.
Im Schein einer Kopflampe leuchtet dieses Auge wie das einer Katze. Daher der Name Glasauge, und daher auch der Vorteil, den ein Zander im trüben Wasser gegenüber seiner Beute hat.
Das Tapetum lucidum wirft Licht auf die Sinneszellen zurück. AI-Bild
Zander erkennen
5 MerkmaleFünf Merkmale, und das auffälligste sitzt im Kopf: das Auge. Es macht den Zander zu dem Fisch, der bei Licht abtaucht und im Trüben jagt.
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Glasauge mit Spiegelschicht
Eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut verstärkt schwaches Licht. Deshalb steht er bei Sonne tief und wird bei Trübung aktiv.
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Hundszähne im Maul
Zwischen den kleinen Zähnen stehen vier lange Fangzähne. Sie halten Beute fest, die für den schmalen Schlund gerade noch passt.
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Erste Rückenflosse: stachelig
Harte Strahlen, getrennt von der zweiten Flosse. Zusammen mit dem gestreckten Körper ist das der Unterschied zum Barsch.
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Zweite, weiche Rückenflosse
Deutlich abgesetzt und weichstrahlig. Beide Flossen tragen dunkle Punktreihen, die beim Barsch fehlen.
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Schlanker Körper, blasse Binden
Acht bis zwölf schwache Querbinden auf grau-grünem Grund, keine roten Flossen. Ein Zander wirkt lang, ein Barsch hoch.
Nicht verwechseln mit
2 ArtenVerwechselt wird diese Art vor allem mit den folgenden. Unter jedem Umriss steht, woran der Unterschied hängt.
Steckbrief Zander
- Wissenschaftlicher Name
- Sander lucioperca
- Familie
- Echte Barsche (Percidae) Verwandt mit dem Flussbarsch, nicht mit dem Hecht
- Maximale Länge
- etwa 120 cm Fische über 90 cm sind in Deutschland selten und meist Weibchen
- Maximales Gewicht
- über 15 kg
- Laichzeit
- März bis Juni Beginnt bei 12 bis 15 Grad Wassertemperatur
- Brutpflege
- ja, durch das Männchen Es bewacht und befächelt das Gelege, bis die Brut schlüpft
Alle 11 Angaben
- Nahrung
- schlanke Schwarmfische Das enge Maul begrenzt die Beutegröße stärker als beim Hecht
- Lebensraum
- trübe, tiefe Gewässer Ströme, Kanäle, Talsperren und große Seen, bis ins Brackwasser
- Geschlechtsreife
- mit 3 bis 5 Jahren Bei etwa 35 bis 45 cm, weshalb ein Maß von 50 cm mindestens einen Laichgang sichert
- Alter
- bis etwa 20 Jahre Ein 80er Fisch ist meist 8 bis 12 Jahre alt
- Hauptsaison
- Mai bis Juli und Oktober bis Dezember
Die zwei getrennten Rückenflossen ordnen ihn zugleich ein. Der Zander ist ein Barsch, kein Verwandter des Hechts, und teilt mit dem Flussbarsch den Bauplan und die stachelige vordere Flosse. Was ihn von seinem kleinen Verwandten unterscheidet, sind die vier langen Fangzähne, die auch bei geschlossenem Maul zu ahnen sind.
Wo er steht, wenn das Wasser trüb wird
Ein Zander braucht Kanten, aber andere als der Hecht. Statt im Kraut zu lauern, patrouilliert er an Strukturen, die eine Höhenstufe bilden, und dreht dort seine Runden. Die Karten unten zeigen, wo diese Stufen im Gewässer liegen.
Wehr, Kante, Dämmerung
Ein Wehr macht drei Dinge auf einmal: es reichert Sauerstoff an, es spült Futter nach unten, und es schafft eine harte Kante zwischen Weißwasser und ruhiger Strecke.
Der Zander steht selten im Weißwasser selbst, sondern am Übergang dahinter, wo die Strömung abreißt. Die letzte Stunde vor Dunkelheit ist dort die beste Zeit des Tages.
Unterhalb eines Wehrs treffen Strömung, Sauerstoff und Futter zusammen. AI-Bild
Wo Zander steht
3 Ansichten-
Scharkante
Die Scharkante ist im Stillwasser sein Leitweg. Er zieht an ihr entlang, statt sich im Freiwasser zu verteilen.
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Untiefe im Freiwasser
Eine Kuppe im tiefen Wasser hält im Sommer Schwarmfisch, und die Zander stehen an ihrem Fuß.
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Freies Wasser
Im Hochsommer löst er sich von der Kante und folgt den Schwarmfischen ins offene Wasser. Dann steht er in mittlerer Tiefe über Grund, den er nie berührt.
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Totholz
Ein versunkener Stamm auf 10 m Tiefe ist kein Versteck, sondern eine Marke im gleichförmigen Grund. Der Zander steht davor und nutzt sie als Anhaltspunkt auf seiner Runde.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Steg.
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Buhnenfeld
Der Buhnenkopf ist die klassische Zanderstelle: harte Strömungskante direkt neben ruhigem, tieferem Wasser.
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Brückenpfeiler
Pfeiler brechen die Strömung und werfen Schatten. Der Zander steht unterhalb in der ruhigen Kante und schaut ins strömende Wasser.
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Prallhang
Die Außenkurve ist tief und hat Hartgrund. Nach Hochwasser stehen die Fische dort dicht am Fuß der Steinpackung.
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Einmündung
Nach Regen drückt der Nebenlauf Trübung und Futter in den Fluss. Diese Trübungskante zieht Zander an wie sonst nichts.
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Kehrwasser
Bei starker Strömung weicht er in die Kehre aus, bleibt aber an ihrer Kante zum Hauptstrom.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Gleithang, Krautfahne.
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Fahrrinne
Der Rand der Fahrrinne ist im Kanal die einzige echte Kante. Genau dort steht der Zander, meist am Fuß der Böschung.
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Kaimauer
Der Zander steht am Fuß derselben Wand, oft in 4 bis 5 m Tiefe. Für ihn zählt der letzte Meter über dem Grund, und der Köder muss senkrecht daran entlang absinken.
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Brückenpfeiler
Schatten und Pfeiler im sonst gleichförmigen Kanal, dazu oft eine Vertiefung: drei Gründe auf einmal.
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Liegeplätze
Boote geben Deckung und sammeln Kleinfisch. Im Hafen die Stelle für die erste und die letzte Stunde des Tages.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Steinpackung, Hafeneinfahrt.
Über das Jahr verschiebt sich die Tiefe, nicht die Art der Stelle. Im Frühjahr zieht er flach zum Laichen, im Sommer verteilt er sich und jagt im Freiwasser hinter Schwärmen her, im Herbst sammelt er sich an den Kanten, und im Winter steht er tief und träge in der Rinne. Wer die Struktur einmal kennt, muss nur noch die Tiefe anpassen.
Lichtscheu statt nachtaktiv
Aus dem lichtstarken Auge wird häufig der falsche Schluss gezogen, ein Zander beiße nur bei Dunkelheit. Richtig ist etwas anderes. Er meidet helles Licht, weil ihm die Anpassung an Helligkeit fehlt, und er sucht die Wasserschicht auf, in der er besser sieht als seine Beute.
Wo dieser Vorteil liegt, hängt am Gewässer und nicht an der Uhrzeit. In einem trüben Strom nach Regen jagt er am helllichten Mittag, weil die Sichtweite ohnehin bei wenigen Zentimetern liegt. In einer klaren Talsperre steht er tags tief und kommt erst in der Dämmerung hoch. Wer die Helligkeit am Standplatz liest statt die Uhr, findet ihn zuverlässiger.
Schonzeit und Mindestmaß, Land für Land
Fischereirecht ist Landesrecht, und beim Zander laufen die Angaben weiter auseinander als bei jeder anderen häufigen Art. Zwei Länder verzichten im Binnenland ganz auf eine Schonzeit, andere schonen fünf Monate am Stück. Die folgende Tabelle stammt aus den Landesverordnungen, mit dem Stand, den das jeweilige Land selbst angibt.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
16 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 35 und 50 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg Im Main 1. Februar bis 30. April, Mindestmaß 50 cm | 1. Apr. bis 15. Mai | 45 cm |
| Bayern | 15. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 50 cm |
| Berlin Die Schonzeit gilt, soweit mit der Handangel nachgestellt wird. Zusammen mit Aal höchstens drei Fische an einem Fangtag | 1. Jan. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Brandenburg Gilt für die Handangel. Für Geräte der Erwerbsfischerei legt der Hegeplan vier zusammenhängende Wochen fest | 1. Apr. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Bremen | 1. Feb. bis 15. Mai heute frei | 40 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens zwei Fische am Tag | 1. Feb. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Hessen Kein Höchstmaß, nach oben offen | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern An der Küste Schonzeit 23. April bis 22. Mai und höchstens drei am Tag, im Stettiner Haff, im Peenestrom und in der Darßer Boddenkette 40 cm | keine Schonzeit | 45 cm |
| Niedersachsen | 15. März bis 30. Apr. heute frei | 35 cm |
| Nordrhein-Westfalen | 1. Apr. bis 31. Mai heute frei | 40 cm |
| Rheinland-Pfalz In der Lahn 1. April bis 31. Mai | 15. März bis 15. Mai | 45 cm |
| Saarland | 15. Feb. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Sachsen | 1. Feb. bis 31. Mai heute frei | 50 cm |
| Sachsen-Anhalt | 15. Feb. bis 31. Mai heute frei | 50 cm |
| Schleswig-Holstein | 15. März bis 15. Mai heute frei | 45 cm |
| Thüringen | 1. Apr. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Der Erlaubnisschein schlägt diese Tabelle immer. Er darf ein höheres Mindestmaß, ein Entnahmefenster oder eine begrenzte Stückzahl festlegen, und gerade bei Zandern tun das viele Vereine.
Laichzeit im Frühjahr, der Nestwächter und sein Problem
Der Zander gehört zu den wenigen heimischen Arten mit echter Brutpflege. Das Männchen räumt eine flache Grube auf festem Grund frei, das Weibchen legt dort ab, und danach bleibt das Männchen. Es verteidigt das Gelege gegen alles, was sich nähert, und fächelt mit den Brustflossen frisches Wasser darüber, damit die Eier Sauerstoff bekommen.
Die Grube, die er bewacht
Diese helle Stelle ist keine Laune der Strömung. Das Männchen hat sie freigeräumt, und nach dem Ablaichen bleibt es davor stehen und fächelt mit den Brustflossen frisches Wasser über die Eier.
Ein Fisch in dieser Lage verteidigt alles, was sich nähert, und beißt deshalb auch auf einen Köder. Wird er entnommen, stirbt das Gelege in der Regel ab. Ein Zander, der im April flach über hartem Grund steht, bleibt besser im Wasser.
Freigefächelter Kies inmitten dunklen Sediments: hier liegt das Gelege. AI-Bild
Daraus entsteht ein Konflikt, über den zu selten gesprochen wird. Ein bewachender Fisch attackiert alles in Nestnähe, also auch einen Köder, und ist damit überdurchschnittlich leicht zu fangen. Wird er entnommen, stirbt in der Regel das ganze Gelege ab, weil niemand mehr Sauerstoff heranfächelt und Räuber freie Bahn haben. Viele Vereine sind im Frühjahr deshalb strenger als das Landesrecht, und ein Fisch, der im April flach über hartem Grund steht, bleibt besser im Wasser.
Wie schwer ist ein Zander von 80 cm?
Bei Zandern liegen zwischen einem schlanken Flussfisch und einem gemästeten Seefisch derselben Länge leicht 20 Prozent Gewicht. Die Werte hier sind der Mittelweg, den Rest verrät der Bauch.
Länge, Gewicht und Mindestmaß
RichtwerteZander: Gewicht nach Länge
Mindestmaß, wo es eins gibt
Alle übrigen Bundesländer führen für diese Art kein Mindestmaß. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann trotzdem eins nennen, und er gilt zusätzlich.
Richtwert aus einer Längen-Gewichts-Beziehung, nicht gewogen. Ein Fisch aus einem mageren Fluss liegt darunter, einer vor der Laichzeit darüber. Sobald genug Fänge mit Gewicht gemeldet sind, rechnet diese Kurve mit den echten Fischen.
Wie alt ist ein Zander von 60 cm?
Zander legen im ersten Sommer in warmen, nahrungsreichen Gewässern 15 cm und mehr zu, in kalten Talsperren nur die Hälfte. Ein 60er ist im Schnitt sechs bis sieben Jahre alt, in der Unterelbe vielleicht fünf, im Bergsee neun.
Wachstum: Alter und Länge
bis 100 cm- 1 Jahr 12 bis 20 cm
- 2 Jahre 25 bis 35 cm
- 3 Jahre 35 bis 45 cm
- 4 Jahre 45 bis 55 cm
- 6 Jahre 55 bis 68 cm
- 8 Jahre 65 bis 78 cm
- 10 Jahre 72 bis 85 cm
- 15 Jahre 85 bis 100 cm
Das Wachstum flacht nach dem zehnten Jahr deutlich ab. Die Fische über 90 cm sind alt und selten und tragen als Laichfische den Bestand, was für das Zurücksetzen spricht, wo es die Regeln erlauben.
Was die Meldungen über die Zandersaison sagen
Was unten steht, haben Angler selbst eingetragen, Meldung für Meldung. Es ist die Antwort auf eine schmale Frage, nämlich in welchen Monaten und zu welchen Stunden wirklich etwas gelandet wurde, kein Bestandsmaß und keine Prognose.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Bei einer Art mit so unterschiedlichen Schonzeiten verzerrt das Recht die Kurve zusätzlich. In den Monaten, in denen die halbe Republik schont, wird weniger gemeldet, ohne dass die Fische deshalb weniger beißen würden.
So sehen die gemeldeten Fische aus, Revier und Datum stehen an jeder Kachel.
Zander aus der Community
zuletzt gemeldetVom Haken zurück ins Wasser
Der Zander ist im Drill unempfindlicher, als sein Ruf sagt, und nach der Landung empfindlicher. Der Unterschied liegt an zwei Stellen, und beide haben mit dem Ort zu tun, an dem er gehakt wurde.
Einen Zander schonend zurücksetzen
0 von 6Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Der Druckausgleich ist dabei der Punkt, den die meisten unterschätzen. Ein Fisch aus 10 m Tiefe hat eine Schwimmblase, die sich auf dem Weg nach oben ausdehnt, und er kann diesen Druck nicht schnell genug abgeben. Wer tief angelt und zurücksetzen will, drillt langsamer, als er müsste, und behält den Fisch nach dem Abhaken so lange im Wasser, bis er von selbst abtaucht.
Ein Fisch, der vielerorts erst durch Besatz kam
Der Zander stammt aus dem Osten Europas und war in Deutschland ursprünglich nur im Einzugsgebiet von Donau, Oder und Elbe zu Hause. In den Rhein, die Weser und viele westdeutsche Seen kam er im 19. Jahrhundert durch gezielten Besatz, weil er als Speisefisch geschätzt war und trübe, nährstoffreiche Gewässer besiedelt, in denen der Hecht schlechter zurechtkommt.
Diese Herkunft erklärt einiges an seiner heutigen Verbreitung. Er profitiert von ausgebauten Flüssen, gestauten Strecken und trübem Wasser, also genau von den Veränderungen, die anderen Arten geschadet haben. Wer wissen will, ob im eigenen Revier überhaupt Zander stehen, findet die gemeldeten Arten auf der jeweiligen Gewässerseite, statt sich auf eine Landkarte aus dem Lehrbuch zu verlassen.
Häufige Fragen zur Fischart Zander
10 FragenWann hat der Zander Schonzeit?
Das hängt vom Bundesland ab und streut stärker als bei jeder anderen Art. Berlin schont vom 1. Januar bis 31. Mai, Niedersachsen vom 15. März bis 30. April, und Hessen sowie Mecklenburg-Vorpommern kennen im Binnenland gar keine. Die vollständige Tabelle steht oben auf dieser Seite.
Wie groß muss ein Zander sein, damit ich ihn mitnehmen darf?
Das Mindestmaß liegt zwischen 35 und 50 cm. Niedersachsen ist mit 35 cm am niedrigsten, Bayern, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verlangen 50 cm. Dein Erlaubnisschein darf strenger sein, und viele Vereine sind es auch.
Sind Zander nachtaktiv?
Nicht im engeren Sinn. Zander meiden helles Licht, sie brauchen aber keine Dunkelheit. In einem trüben Fluss jagen sie auch mittags, in einem klaren See dagegen fast nur in der Dämmerung. Es kommt auf die Helligkeit am Standplatz an, nicht auf die Uhrzeit.
Warum leuchten Zanderaugen im Licht?
Hinter der Netzhaut liegt eine spiegelnde Schicht, das Tapetum lucidum. Sie wirft einfallendes Licht auf die Sinneszellen zurück, die es dadurch zweimal nutzen. Im Lampenlicht sieht das aus wie ein Aufleuchten, und daher kommt der Name Glasauge.
Bewacht der Zander seine Eier?
Ja, und das unterscheidet ihn von den meisten heimischen Arten. Das Männchen legt eine flache Laichgrube an, verteidigt sie und fächelt frisches Wasser über das Gelege, bis die Brut schlüpft. Fällt es aus, geht das Gelege in der Regel verloren.
Ist der Zander in Deutschland heimisch?
Nur in Teilen. Ursprünglich stammt er aus dem Einzugsgebiet von Donau, Oder und Elbe. In den Rhein und viele westdeutsche Gewässer kam er erst im 19. Jahrhundert durch gezielten Besatz und hat sich von dort ausgebreitet.
Wie groß wird ein Zander?
Bis etwa 120 cm und über 15 kg. Fische über 90 cm sind in Deutschland selten und meist Weibchen, ein 80er ist meist 8 bis 12 Jahre alt.
Warum fühlen sich die Schuppen des Zanders so rau an?
Weil er Kammschuppen trägt. Ihr freier Rand ist mit winzigen Zähnchen besetzt, deshalb fühlt sich die Flanke vom Schwanz zum Kopf gestrichen wie Sandpapier an. Der Hecht hat glatte Rundschuppen, das ist beim Griff in der Dunkelheit ein sicheres Merkmal.
Woran erkenne ich einen Zander sicher?
An zwei getrennten Rückenflossen, von denen die vordere stachelig ist, und an den vier langen Fangzähnen im Maul. Ein Flussbarsch hat keine Fangzähne, ein Hecht keine geteilte Rückenflosse. Die dunklen Querbinden verblassen bei größeren Fischen.
Was droht, wenn ich einen Zander in der Schonzeit entnehme?
Eine Ordnungswidrigkeit nach dem Landesfischereigesetz, in schweren Fällen mit Bußgeldern bis in den fünfstelligen Bereich und dem Entzug des Fischereischeins. Weil die Fristen zwischen den Ländern so weit auseinanderliegen, passiert der Verstoß oft aus Unwissenheit an einem fremden Gewässer. Die Tabelle oben schützt davor.
Quellen und Stand
1 Quelle-
Rote Liste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 09.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Zander gerade gemeldet wird
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