Bayern

Voralpensee im Morgenlicht, ein Holzruderboot liegt am Steg über kiesigem Grund, dahinter bewaldete Hänge und die verschneiten Kalkgipfel der Alpen
Bundesland-Übersicht

Angelgewässer in Bayern

Von den Voralpenseen über die Donau bis in den Bayerischen Wald. 411 Gewässer in Bayern mit Fischbestand, Regeln und dem Fang-Index für heute, dazu die Schonzeiten des Landes.

411 Gewässer 70 Fischarten 9 Gewässertypen 24 Schonzeiten

Karte der Angelgewässer

411 Marker in Bayern

Die Karte startet auf Bayern und zeigt jedes erfasste Gewässer als Marker. Tipp einen an, und Name, Ort, Bewertung und Anzahl der Fänge stehen sofort da. Liegen mehrere dicht beieinander, fasst die Karte sie zu einer Zahl zusammen, ein Tipp darauf zoomt hinein.

Angeln in Bayern auf einen Blick

6 Regeln, die das Land selbst setzt

Die Kurzfassung dessen, was weiter unten ausführlich steht. Sie ersetzt keinen Blick in deinen Erlaubnisschein, denn Verein und Pächter dürfen strenger sein als das Land.

Fischereischein

Pflicht, gilt lebenslang

In Bayern stellt ihn die Gemeinde nach bestandener Prüfung auf Lebenszeit aus, am Wasser brauchst du dazu den Nachweis über die Fischereiabgabe und den Erlaubnisschein für das Gewässer.

Fischerprüfung

Pflicht, Antritt ab 12

Vor der Prüfung steht ein Vorbereitungslehrgang von mindestens 30 Stunden, den Fischereischein auf Lebenszeit gibt es dann mit vierzehn.

Kinder

ab 7 in Begleitung

Bis zum 18. Geburtstag geht es nur in verantwortlicher Begleitung einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein, einen eigenen Erlaubnisschein für das Gewässer braucht das Kind trotzdem.

Urlauber und Gäste

nur aus dem Ausland

Wer sich vorübergehend in Deutschland aufhält, ohne hier zu wohnen, bekommt als volljährige Person einen Jahresfischereischein ohne Prüfung für höchstens drei selbst gewählte Monate.

Ruten

zwei Handangeln

Beide zusammen dürfen höchstens sechs Anbissstellen tragen, mit einer einzelnen Rute sind fünf erlaubt, und jede Angel musst du ständig beaufsichtigen.

Nachtangeln

regelt der Verein

Das Land schreibt dazu nichts vor, es gelten die Gewässerordnung des Bewirtschafters und die Fischereiverordnung deines Bezirks.

Angelschein in Bayern

Bayern verlangt die Fischerprüfung, und wer hier wohnt, kommt nicht daran vorbei. Abgelegt wird sie am Computer, 60 Fragen in 60 Minuten aus fünf Sachgebieten, von der Fischkunde bis zum Recht. Davor steht ein Vorbereitungslehrgang von mindestens 30 Stunden, der auch eine praktische Einweisung in Gerät und Umgang mit dem Fisch enthält. Antreten darf, wer zwölf Jahre alt ist.

Den Fischereischein stellt danach die Gemeinde aus, und zwar auf Lebenszeit. Einen Jahresschein für Einheimische kennt das Land nicht. Dazu kommt die Fischereiabgabe, die du entweder für fünf Jahre am Stück oder einmalig für die gesamte Lebenszeit zahlst. Den Nachweis darüber musst du am Wasser genauso dabeihaben wie den Schein selbst.

Eine Ausnahme gibt es für Gäste aus dem Ausland. Wer sich nur vorübergehend in Deutschland aufhält, ohne hier zu wohnen, bekommt als volljährige Person einen Jahresfischereischein ohne Prüfung. Er gilt ein Jahr und ist auf höchstens drei Monate beschränkt, die du selbst festlegst.

Mit dem Schein allein darfst du noch nirgends angeln. Fürs Wasser brauchst du zusätzlich den Erlaubnisschein des Fischereiberechtigten oder Pächters, und der darf auch elektronisch sein. Wer den Bewirtschafter für ein bestimmtes Gewässer sucht, findet ihn unten in der Liste auf der jeweiligen Gewässerseite.

Kinder dürfen früh ans Wasser, aber nie allein

In Bayern darf ein Kind ab sieben Jahren fischen. Den Jugendfischereischein, den es früher dafür brauchte, gibt es seit 2025 nicht mehr, und damit fallen Antrag und Gebühr weg. Was bleibt, ist der Erlaubnisschein für das Gewässer, den das Kind auf seinen eigenen Namen braucht.

Die Bedingung ist die Begleitung. Wer das siebte, aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat, darf nur in verantwortlicher Begleitung einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein fischen. Das gilt in Bayern auch dann noch, wenn die oder der Jugendliche die Prüfung längst bestanden hat.

Der eigene Weg beginnt mit zwölf. Ab diesem Alter darfst du zur Fischerprüfung antreten, den Fischereischein auf Lebenszeit gibt es dann mit vierzehn, und für Jugendliche mit bestandener Prüfung ermäßigt sich die Fischereiabgabe. Zum Ausprobieren gibt es daneben einen kurzen Weg. In Begleitung des Fischereiberechtigten oder Pächters dürfen bis zu drei Personen ohne eigenen Erlaubnisschein fischen.

Was das Land am Wasser vorschreibt

Zwei Handangeln gleichzeitig, mehr nicht, und beide zusammen dürfen höchstens sechs Anbissstellen tragen. Fischst du nur mit einer, sind fünf erlaubt. Genau davon lebt die Hegene auf Renken, die als Kette kleiner Nymphen an einer Rute hängt. Jede Angel muss ständig beaufsichtigt bleiben, und als Reißangel darf sie nicht verwendet werden.

Der lebende Köderfisch ist in Bayern ausdrücklich verboten, ebenso freitreibende Angeln, elektrische Lichtquellen und das Fischen unter Verwendung von Drohnen. In Fischpässen und Fischwegen wird gar nicht gefischt.

Den Setzkescher regelt das Land selbst. Er muss geräumig und knotenfrei sein, und was einmal darin war, darf nicht mehr ins Fanggewässer zurück. Er ist damit ein Behälter für Fische, die du mitnimmst, kein Zwischenlager. Untermaßige Fische und Fische in der Schonzeit gehen dagegen sofort und vorsichtig in dieselbe Gewässerstrecke zurück.

Beim Zurücksetzen gilt in Bayern eine Besonderheit. Wieder aussetzen darfst du einen Fisch nur, wenn es der Hege dient, und nur, wenn seine Art in der Anlage der Verordnung steht. Schwarzmundgrundel, Blaubandbärbling und Sonnenbarsch stehen nicht darin und dürfen deshalb nicht zurück ins Wasser.

Nachtangeln, Bootsangeln und Futterboot regelt das Land dagegen nicht. Was dort gilt, steht in der Gewässerordnung des Bewirtschafters, dazu kommt die Fischereiverordnung deines Bezirks. Bei jedem Gewässer in CatchHub steht, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Schonzeiten und Mindestmaße in Bayern

24 Arten mit eigener Regel

Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Die Schonzeit ist ein Zeitraum, in dem eine Art gar nicht entnommen werden darf, meist rund um die Laichzeit. Das Mindestmaß ist eine Länge, unter der ein Fisch immer zurückgeht, auch außerhalb der Schonzeit.

Schonzeiten und Mindestmaße in Bayern
Art Schonzeit Maß, Mindestmaß in Zentimetern
Hecht 15. Feb. bis 30. Apr. 50 cm
Zander 15. Feb. bis 30. Apr. 50 cm
Karpfen keine Schonzeit 35 cm
Bachforelle 1. Okt. bis 15. März 26 cm
Renken und Felchen 15. Okt. bis 31. Dez. 30 cm
Äsche 1. Jan. bis 30. Apr. 35 cm
Schleie 1. Mai bis 30. Juni 26 cm
Aal Gilt nur im Gebiet von Rhein, Elbe und Weser, nicht an der Donau 1. Okt. bis 31. Dez. 50 cm
Weitere 16 Arten Weniger anzeigen
Huchen Gilt nur im Donaugebiet 15. Feb. bis 30. Juni 90 cm
Seeforelle Gilt im Donau- und im Rheingebiet 1. Okt. bis 15. März 60 cm
Seesaiblinge Gilt nur im Donaugebiet 1. Okt. bis 31. Dez. 30 cm
Regenbogenforelle 15. Dez. bis 15. März 26 cm
Barbe 1. Mai bis 30. Juni 40 cm
Nase 1. März bis 30. Apr. 30 cm
Nerfling, Aland 1. März bis 30. Apr. 30 cm
Schied, Rapfen 1. März bis 30. Apr. 40 cm
Rutte, Quappe, Trüsche keine Schonzeit 40 cm
Hasel 1. März bis 30. Apr. kein Maß
Elritze 1. Mai bis 30. Juni kein Maß
Koppe 1. Feb. bis 30. Apr. kein Maß
Mairenke Gilt nur im Donaugebiet 1. Mai bis 30. Juni kein Maß
Edelkrebs Für Männchen gilt nur das Maß Weibchen 1. Okt. bis 31. Juli 12 cm
Flussbarsch keine Schonzeit kein Maß
Wels keine Schonzeit kein Maß

Quelle: Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Fischereigesetzes, Anlage zu den §§ 11, 14, 22, 27 und 32, Stand 10. April 2025, in Kraft seit 1. Juni 2025.

So wird gemessen, so geht er zurück

Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Körperende einschließlich der zusammengelegten Schwanzflosse oder des Schwanzfächers. Untermaßige Fische und Fische in der Schonzeit löst du sofort vorsichtig vom Haken und setzt sie unverzüglich in dieselbe Gewässerstrecke zurück.

Ganzjährig geschützt, diese Arten gehen immer zurück

Diese Arten haben weder Schonzeit noch Mindestmaß, sie sind das ganze Jahr über tabu. Hängt eine am Haken, geht sie sofort und schonend zurück.

  • Alle Neunaugen
  • Ammersee-Kaulbarsch
  • Ammersee-Kilch
  • Atlantischer Lachs
  • Atlantischer Stör
  • Balkan-Goldsteinbeißer
  • Bitterling
  • Bodensee-Kilch
  • Donau-Kaulbarsch
  • Donau-Steinbeißer
  • Donau-Stromgründling
  • Europäischer Schlammpeitzger
  • Frauennerfling
  • Karausche
  • Maifisch
  • Meerforelle
  • Neunstachliger Stichling
  • Nordseeschnäpel
  • Perlfisch
  • Schneider
  • Schrätzer
  • Steinbeißer
  • Steingressling
  • Sterlet
  • Streber
  • Strömer
  • Ziege
  • Zingel
  • Zobel
  • Zope
  • Steinkrebs
  • Fluss- und Teichmuscheln, darunter die Flussperlmuschel

Ohne Gewähr, und der Verein darf strenger sein

Diese Übersicht gibt den Stand der Landesverordnung wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten und größere Mindestmaße festlegen, und sie tun es oft. Verbindlich ist immer, was in deinem Erlaubnisschein steht. Am Bodensee gilt sie nur eingeschränkt. Für den Obersee samt Überlinger See setzt die Bodenseefischereiverordnung eigene Schonzeiten und Schonmaße, die vorgehen. Felchen sind dort derzeit ganzjährig geschont. In der Fischzucht und Fischhaltung in geschlossenen Gewässern greifen Schonzeit und Schonmaß ebenfalls nicht. Dazu darf jeder der sieben Bezirke für sein Gebiet eigene Fangbeschränkungen festsetzen.

Angelregionen in Bayern

7 Landschaften und was dort steht

Bayern ist beim Angeln kein einheitliches Gebiet. Ein Gebirgsbach im Allgäu verlangt anderes Gerät als die Donau bei Passau, und der Bodensee sogar ein eigenes Papier. Diese Einteilung ist unsere eigene, sie sortiert das Land so, wie man es beim Planen einer Tour sortiert.

Windiger Herbsttag an einem großen Voralpensee, Wellen mit Schaumkronen laufen auf einen breiten Schilfgürtel zu, die Berge dahinter stecken in tiefen Wolken

Oberbayerische Seen

Tiefe Voralpenseen mit Renke, Saibling und Seeforelle

Die Seen zwischen Lech und Inn sind ausgeschürfte Zungenbecken der Eiszeit und entsprechend tief. Der Walchensee fällt über 190 Meter ab, der Chiemsee bleibt mit gut 70 Metern flacher und hat dafür weite Flachwasserzonen im Süden. Geangelt wird viel vom Boot über der Tiefe, klassisch mit der Hegene auf Renken. Am Ufer stehen Barsch und Hecht an den Krautkanten, im Winter kommt die Rutte auf den Kies.

Beste Zeit: Sommer auf Renken über der Tiefe, Herbst auf Hecht

Beliebte Fische in dieser Region
Renke Seesaibling Hecht Barsch Seeforelle
Blick von oben auf einen verzweigten Alpenfluss, milchig türkises Wasser läuft in mehreren Rinnen um helle Kiesbänke mit angeschwemmtem Totholz, ringsum dunkler Fichtenwald

Alpen und Alpenflüsse

Kaltes, schnelles Wasser vom Alpenrand ins Vorland

Isar, Lech und Loisach kommen als Wildflüsse aus den Bergen und schieben Kies vor sich her. Im Sommer trübt Schmelzwasser sie milchig ein, im Winter werden sie glasklar. Gefischt wird auf Sicht, hinter Kiesbänken und in den Gumpen darunter, oft mit der Fliege. Die Isar und ihre Nachbarflüsse tragen dazu einen der letzten deutschen Huchenbestände.

Beste Zeit: Mai bis September, außerhalb der Salmoniden-Schonzeit

Beliebte Fische in dieser Region
Bachforelle Äsche Huchen Nase Barbe
Morgendunst über einem breiten Strom, eine Reihe grober Steinbuhnen zieht vom sandigen Ufer mit Muschelschalen in die Ferne, dahinter die Pfeiler einer Staustufe

Donau von Neu-Ulm bis Passau

Der einzige Strom des Landes, Staustufe an Staustufe

Über weite Strecken ist die bayerische Donau aufgestaut. In den Stauhaltungen steht tiefes, ruhiges Wasser über weichem Grund, an den Wehren bricht die Strömung auf und sammelt Futter. Zwischen Straubing und Vilshofen liegt die letzte lange frei fließende Strecke, mit Kiesbänken, Buhnen und deutlich mehr Zug. Wels und Zander sind die Zielfische, auf den Kiesstrecken kommen Barbe und Nase dazu.

Beste Zeit: Sommernächte auf Wels, Herbst und Winter auf Zander

Beliebte Fische in dieser Region
Wels Zander Barbe Nase Rutte
Grauer Wintermorgen am schnurgeraden Kanal, vorn eine rostige Spundwand mit Pollern, gegenüber eine Steinböschung über bereiftem Gras, im Nebel eine Betonbrücke

Main, Regnitz und Main-Donau-Kanal

Fränkische Wasserstraßen mit Zander, Wels und Karpfen

Der Main ist ab Bamberg Bundeswasserstraße und in Stauhaltungen geteilt. Spundwände, Hafenbecken und die Kanten vor den Schleusen sind die Struktur, an der hier alles hängt. Der Main-Donau-Kanal zieht daneben von Bamberg über die europäische Hauptwasserscheide nach Kelheim, gleichmäßig tief, steinig geböscht und fast ohne Kraut. Wer dort Fisch sucht, sucht Brücken, Häfen und Einmündungen.

Beste Zeit: Herbst und Winter auf Zander, Hochsommer auf Wels

Beliebte Fische in dieser Region
Zander Wels Karpfen Brachse Barbe
Abendsonne über einem gebauten See, eine lange Steinschüttung führt am Damm entlang ins Bild, dahinter frisch belaubte Birken und flache Felder

Fränkisches Seenland

Gebaute Seen zwischen Gunzenhausen und Nürnberg

Diese Seen sind kein Zufall, sondern ein Wasserbauwerk. Sie leiten Wasser aus dem Donaugebiet in das trockene Franken hinüber. Der Große Brombachsee ist der tiefste der Kette und hat klare Kanten und lange Steinschüttungen, der Altmühlsee daneben bleibt flach, warm und krautig. Zander und Wels stehen an den Schüttungen, Hecht und Barsch im Flachen.

Beste Zeit: Frühjahr und Herbst, im Hochsommer nachts

Beliebte Fische in dieser Region
Zander Hecht Barsch Karpfen Wels
Kleiner flacher Karpfenweiher an einem diesigen Sommertag, Seerosen und Wasserlinsen auf grünbraunem Wasser, davor ein bemooster Mönch aus Beton, ringsum dichte Erlen

Aischgrund und Oberpfälzer Seenland

Karpfenweiher seit dem Mittelalter, dazu geflutete Tagebaue

Zwischen Nürnberg und Bamberg liegen die Weiher des Aischgrunds, flach, nährstoffreich und seit Jahrhunderten auf den Karpfen hin bewirtschaftet. Der Aischgründer Karpfen ist deshalb kurz und hochrückig gebaut. Weiter östlich, um Wackersdorf und Schwandorf, haben geflutete Braunkohletagebaue eine zweite Seenkette hinterlassen. Die ist das genaue Gegenteil, tief, klar und mit steilen Kanten dicht am Ufer.

Beste Zeit: Frühsommer bis Herbst, Karpfen ab warmem Wasser

Beliebte Fische in dieser Region
Karpfen Schleie Hecht Zander Barsch
Moorbraunes Wasser läuft über große, moosbewachsene Granitblöcke in einen bernsteinfarbenen Gumpen, dicht darüber steht Fichtenwald

Bayerischer Wald und Ostbayern

Moorbraunes Wasser über Granit, dazu Stauseen im Tal

Regen und Ilz führen weiches, oft moorbraunes Wasser über Granit, im Sommer fällt der Pegel schnell. Die Ilz ist eines der letzten weitgehend naturnahen Flüsschen des Landes und trägt in ihrem Einzugsgebiet noch die ganzjährig geschützte Flussperlmuschel. Am Regen liegen mit Höllenstein und Blaibach zwei Stauseen hintereinander, tief, kühl und steilufrig. Bachforelle und Äsche stehen in der Strömung, im Stau kommen Hecht, Barsch und Rutte dazu.

Beste Zeit: Frühjahr und Herbst, bei Niedrigwasser schwierig

Beliebte Fische in dieser Region
Bachforelle Äsche Hecht Barsch Rutte
CatchHub App

Die Regeln deines Gewässers in der Tasche

Schonzeit vergessen? In der App steht bei jedem Gewässer, was dort gilt, dazu Fang-Index, Wetter und Pegel für heute.

Für iPhone und Android. In vollem Umfang kostenlos.

Was in Bayern schwimmt

10 Arten, die das Land prägen

Fast jede dieser Arten steht in Bayern an einer bestimmten Sorte Wasser, und genau das entscheidet, wohin du fährst. Die Renke findest du nicht am Main und den Huchen nur im Donaugebiet. Welche Arten an einem einzelnen Gewässer gemeldet sind, steht auf dessen Seite.

Bachforelle Salmo trutta fario

Der Leitfisch der bayerischen Bäche. In den Alpen steht sie hinter Steinen im schnellen Zug, im Bayerischen Wald im weichen, moorbraunen Wasser über Granit. Weil viele Strecken schmal und klar sind, entscheidet die Annäherung mehr als der Köder.

Wo im Land
Alpenbäche, Bayerischer Wald, Fichtelgebirge, obere Alpenflüsse
Beste Zeit
April bis September
Im Land
ab 26 cm, Schonzeit 1. Okt. bis 15. März

Renke Coregonus

Der Brotfisch der bayerischen Seen, je nach Gegend Renke, Reinanke oder Felchen genannt. Sie zieht in Schwärmen durchs Freiwasser und folgt dem Plankton in die Tiefe. Gefischt wird mit der Hegene, einer Kette kleiner Nymphen an einer Rute, die das bayerische Recht mit bis zu fünf Anbissstellen je Handangel gerade deckt.

Wo im Land
Chiemsee, Starnberger See, Ammersee, Walchensee
Beste Zeit
Sommer über der Tiefe, im Herbst flacher
Im Land
ab 30 cm, Schonzeit 15. Okt. bis 31. Dez.

Huchen Hucho hucho

Der Lachs der Donau, und Bayern ist sein Kernland in Deutschland. Er steht in tiefen, schnell überströmten Rinnen der großen Alpenflüsse und jagt dort Nasen und Aiteln. Von allen Arten der Verordnung trägt er das größte Schonmaß. Wer ihn gezielt sucht, rechnet in Wochen, nicht in Stunden.

Wo im Land
Isar, Loisach, Ammer, Alz und weitere Donau-Zuflüsse
Beste Zeit
Winter, außerhalb der Schonzeit
Im Land
ab 90 cm, Schonzeit 15. Feb. bis 30. Juni

Seesaibling Salvelinus

Er braucht kaltes, sauerstoffreiches Wasser und findet es in den tiefen Seen am Alpenrand. Im Frühjahr steht er noch flach, mit der Erwärmung zieht er unter die Sprungschicht. Seine Schonzeit gilt nur im Donaugebiet, also praktisch überall dort, wo er in Bayern vorkommt.

Wo im Land
Walchensee, Königssee, Eibsee und andere tiefe Alpenseen
Beste Zeit
Frühjahr und Frühsommer, im Hochsommer tief
Im Land
ab 30 cm, Schonzeit 1. Okt. bis 31. Dez.

Äsche Thymallus thymallus

Ein Anzeiger für gutes Wasser und im Bestand stark zurückgegangen. Sie steht im Schwarm über Kies, immer dort, wo das Wasser gleichmäßig zieht. Ihre Schonzeit liegt in Bayern anders als die der Forellen, sie reicht bis weit in den Frühling.

Wo im Land
Iller, Wertach, Regen, Naab und obere Alpenflüsse
Beste Zeit
Mai bis September
Im Land
ab 35 cm, Schonzeit 1. Jan. bis 30. Apr.

Hecht Esox lucius

In der Altmühl und im Altmühlsee steht er im Kraut und wartet, in den großen Seen an der Kante zum Freiwasser. Nach dem ersten kalten Regen im Herbst zieht er flacher. In den fränkischen Stauseen sucht er die flachen, krautigen Buchten abseits der Steinschüttungen.

Wo im Land
Altmühlsee, Altmühl, Flachzonen der Voralpenseen
Beste Zeit
September bis November
Im Land
ab 50 cm, Schonzeit 15. Feb. bis 30. Apr.

Zander Sander lucioperca

Er braucht Tiefe, hartes Ufer und trübes Wasser, und genau das liefern die fränkischen Wasserstraßen. Im Main-Donau-Kanal steht er an Steinpackungen und Brückenpfeilern, in den Donau-Stauhaltungen in den alten Rinnen. Am Brombachsee sind die Steinschüttungen die erste Adresse.

Wo im Land
Main, Main-Donau-Kanal, Donau-Stauhaltungen, Brombachsee
Beste Zeit
Oktober bis März, in der Dämmerung
Im Land
ab 50 cm, Schonzeit 15. Feb. bis 30. Apr.

Barsch Perca fluviatilis

In den Voralpenseen jagt er im Spätsommer in großen Trupps über der Kante und treibt Jungfische an die Oberfläche. Wo Möwen kreisen, steht er meist darunter. Im Winter zieht er auf die tiefen Rinnen und sammelt sich dort eng.

Wo im Land
Chiemsee, Starnberger See, Fränkisches Seenland, Baggerseen
Beste Zeit
August bis November
Im Land
weder Schonzeit noch Mindestmaß

Karpfen Cyprinus carpio

Im Aischgrund wird er seit dem Mittelalter in flachen Weihern gezogen und ist dort kurz und hochrückig gebaut. In den Baggerseen der Schotterebenen wartet der andere Typ, langgestreckt, vorsichtig und schwer zu überlisten. Beide Welten liegen in Bayern kaum eine Autostunde auseinander.

Wo im Land
Weiher im Aischgrund und in der Oberpfalz, Baggerseen, Stauseen
Beste Zeit
Ab etwa 12 Grad, Frühsommer bis Herbst
Im Land
ab 35 cm

Wels Silurus glanis

In der Donau ist er zu Hause und wird groß, im Main und im Fränkischen Seenland ist er dazugekommen und hat sich festgesetzt. Tagsüber steht er an Hindernissen und in tiefen Löchern, nachts zieht er ins Flache. Warme Nächte nach schwülen Tagen sind seine Zeit.

Wo im Land
Donau, Main, Main-Donau-Kanal, große Stauseen
Beste Zeit
Warme Sommernächte
Im Land
weder Schonzeit noch Mindestmaß

Welche Gewässer es in Bayern gibt

8 Typen und was sie ausmacht

Vom tiefen Alpensee bis zum Karpfenweiher im Aischgrund. Der Typ entscheidet über Gerät, Zielfisch und Tageszeit, deshalb lohnt es sich, ihn vor der Tour zu kennen. In der Gewässersuche kannst du direkt nach diesen Typen filtern.

See

Die Voralpenseen sind Zungenbecken der Eiszeit und entsprechend tief. Walchensee, Königssee und Starnberger See fallen weit über hundert Meter ab, ihr Wasser bleibt auch im Hochsommer kalt. Renke und Seesaibling stehen draußen über der Tiefe, Hecht und Barsch in den wenigen Flachzonen.

Strom

Die Donau ist der einzige Strom des Landes. Von Neu-Ulm bis Passau läuft sie durch eine Kette von Staustufen und nimmt dabei Iller, Lech, Isar, Naab und Inn auf. Oben ist sie ein großer Fluss, unten breit und schwer.

Fluss

Isar, Lech, Iller und Inn kommen aus den Alpen und tragen im Sommer Schmelzwasser, das sie milchig trübt. Main, Regnitz und Naab im Norden sind das Gegenteil, wärmer, langsamer und über weite Strecken staugeregelt. Die Altmühl kriecht so träge durch ihr Tal, dass sie sich streckenweise wie ein See angeln lässt.

Bach

Vom Alpenrand bis in den Frankenwald durchziehen Forellenbäche das Land. In den Alpen sind sie steil, kalt und steinig, im Bayerischen Wald weich und moorbraun. Meist so schmal, dass jeder Schritt am Ufer im Wasser ankommt, deshalb wird gepirscht statt angesessen.

Kanal

Der Main-Donau-Kanal verbindet zwei Flussgebiete und steigt dafür über die europäische Hauptwasserscheide. Für den Angler ist er eine gleichmäßig tiefe Rinne mit steinigen Böschungen. Struktur gibt es fast nur an Brücken, Häfen, Schleusen und Einmündungen, und genau dort steht der Fisch.

Stausee

Im Fränkischen Seenland sind ganze Seen gebaut worden, um Wasser aus dem Donaugebiet nach Norden zu leiten. Im Allgäu staut der Forggensee den Lech und wird jeden Winter fast vollständig abgelassen. Der Pegel wandert hier nicht nur mit dem Wetter, sondern nach Plan, und die Fische wandern mit.

Weiher

Im Aischgrund und in der Oberpfalz liegen Tausende flacher, nährstoffreicher Weiher, viele seit dem Mittelalter auf den Karpfen hin bewirtschaftet. Sie sind selten tiefer als zwei Meter, erwärmen sich früh und stehen voller Kraut. Viele lassen sich ablassen und werden im Herbst abgefischt.

Baggersee

In den Schotterebenen von Isar, Lech, Inn und Donau hat der Kiesabbau eine Kette tiefer, klarer Seen hinterlassen, um München besonders dicht. Steile Kanten fallen nah am Ufer ab, das Wasser ist nährstoffarm und sichtig. Karpfen, Hecht und Zander stehen an der ersten Kante.

Beliebte Angelgewässer in Bayern

nach Followern und Fängen

Diese Reihenfolge macht die Community, nicht die Redaktion. Gewertet wird, wie viele Angler dem Gewässer folgen und wie viele Fänge dort gemeldet sind. Ein Gewässer steigt also, weil Angler hingehen und melden.

Die größten Angelgewässer

nach Fläche und nach Länge

Zwei Listen, weil sich Hektar und Kilometer nicht vergleichen lassen. Links stehen die flächengrößten Stillgewässer, rechts die längsten Flussstrecken. Groß heißt dabei nicht automatisch gut, aber es heißt Platz und meist mehr Struktur, an der sich Fisch sammelt.

Alle Gewässer in Bayern

411 Gewässer, alphabetisch

Hinter jedem Namen steht die Gewässerseite mit Fischbestand, erlaubten Angelmethoden, den Regeln vor Ort, dem Bewirtschafter und dem Fang-Index für heute. Die Zahl rechts sind die gemeldeten Fänge.

25 von 411 Gewässern

1 Abens Fliegenstrecke Mallmersdorf – Neukirchen Train Fluss Regenbogenforelle · Bachforelle · Bachsaibling 4 2 Abens Mündungsbereich Ottilienkapelle – Donau Eining Fluss Aal · Hecht · Karpfen 4 3 Abens Strecke Bad Gögging – Eining Neustadt an der Donau Fluss Aal · Aland · Bachforelle 3 4 Abens Strecke Train – Bad Gögging Biburg Fluss Äsche · Bachforelle · Aal 4 5 Alte Donau bei Niederalteich Niederalteich Altarm Karpfen · Schleie · Brachse 6 Alte Donau bei Weichering Weichering Altarm Aal · Barsch · Brachse 1 7 Alte Donau Kelsbach-Mündung – Kirchturm Marching Marching Altarm Hecht · Karpfen · Rapfen 8 Altisheimer See Altisheim See Forelle 9 Altmühl Gaststrecke Kipfenberg (Zauner-Wasser) Kipfenberg Fluss Hecht · Zander · Karpfen 10 Altmühl Kanalstrecke Kastlhof–Meihern Riedenburg Fluss Brachse · Güster · Rotauge 11 Altmühl Kerner-Wasser (Gaststrecke Dollnstein) Dollnstein Fluss Aal · Barsch · Hecht 12 Altmühl RMD-Kanal & Altwässer, Pillhausen – Kelheim Kelheim Kanal Hecht · Zander · Karpfen 13 Altmühl Stadtwasser Eichstätt (Stadt-/Stark-/Neumeier-Wasser) Eichstätt Fluss Hecht · Zander · Barsch 14 Altmühl Stadtwasser Gunzenhausen Gunzenhausen Fluss Karpfen · Schleie · Graskarpfen 15 Altmühl Strecke Beilngries Beilngries Fluss Hecht · Zander · Karpfen 16 Altmühl Strecke FV Beilngries (600 m) Kipfenberg Fluss Hecht · Karpfen · Schleie 17 Altmühl Strecke Herrieden – Winn Herrieden Fluss Karpfen · Schleie · Brachse 18 Altmühl Strecke Kinding – Unteremmendorf Kinding Fluss Aal · Barbe · Hecht 19 Altmühl Strecke Köttingwörth – Grögling Dietfurt an der Altmühl Fluss Hecht · Zander · Aal 20 Altmühl Strecke Meuchlein–Poppenbach Colmberg Fluss Aal · Barsch · Hecht 21 Altmühl Strecke Muhr am See Muhr am See Fluss Aal · Aland · Bachschmerle 22 Altmühl Strecke Winn/Thann – Ornbau Herrieden Fluss Aal · Barsch · Hecht 23 Altmühl Walder Altmühl Gunzenhausen Fluss Aal · Hecht · Zander 24 Altmühl Wettelsheim – Solnhofen Treuchtlingen Fluss Karpfen · Schleie · Hecht 25 Alz Obere Alz: Pullach – Point Seeon-Seebruck Fluss Barbe · Döbel · Hecht

Häufige Fragen zum Angeln in Bayern

8 Fragen

Die Fragen, die vor dem ersten Angeltag in Bayern am häufigsten gestellt werden. Alles Weitere zum Angelschein allgemein steht auf der Übersicht für Deutschland.

Brauche ich in Bayern einen Angelschein?

Ja, und zwar die Fischerprüfung. Sie läuft in Bayern am Computer, 60 Fragen in 60 Minuten aus fünf Sachgebieten, davor steht ein Vorbereitungslehrgang von mindestens 30 Stunden. Danach stellt die Gemeinde den Fischereischein auf Lebenszeit aus, dazu kommen die Fischereiabgabe und der Erlaubnisschein für das Gewässer.

Ab welchem Alter dürfen Kinder in Bayern angeln?

Ab sieben Jahren. Den Jugendfischereischein gibt es seit 2025 nicht mehr, einen eigenen Fischereischein braucht ein Kind also nicht. Dafür geht es bis zum 18. Geburtstag nur in verantwortlicher Begleitung einer volljährigen Person mit Fischereischein, und das Kind braucht einen eigenen Erlaubnisschein für das Gewässer.

Gibt es in Bayern einen Urlauberfischereischein?

Nur für Gäste aus dem Ausland. Wer sich vorübergehend in Deutschland aufhält, ohne hier zu wohnen, bekommt als volljährige Person einen Jahresfischereischein ohne Prüfung. Er gilt ein Jahr und ist auf höchstens drei selbst gewählte Monate beschränkt. Wer in Deutschland gemeldet ist, kommt an dieser Prüfung nicht vorbei.

Welche Schonzeiten gelten in Bayern?

Sie stehen in der Anlage zur Ausführungsverordnung des Bayerischen Fischereigesetzes. Hecht und Zander sind vom 15. Februar bis 30. April geschont und tragen beide ein Mindestmaß von 50 cm, die Bachforelle ist vom 1. Oktober bis 15. März geschont. Die vollständige Übersicht steht weiter oben auf dieser Seite. Dazu darf jeder der sieben Bezirke für sein Gebiet eigene Fangbeschränkungen festsetzen.

Was bedeuten Donau, Elbe, Rhein und Weser bei den bayerischen Schonzeiten?

Die bayerische Tabelle nennt zu jeder Art das Flussgebiet, in dem ihre Regel gilt. Der weitaus größte Teil des Landes entwässert zur Donau, Franken über den Main zum Rhein, dazu kommen der Nordosten zur Elbe und ein sehr kleiner Anteil zur Weser. Deshalb gilt die Schonzeit des Aals nicht an der Donau, während Huchen und Seesaibling nur dort geschützt sind.

Mit wie vielen Ruten darf ich in Bayern angeln?

Mit zwei Handangeln gleichzeitig. Beide zusammen dürfen höchstens sechs Anbissstellen tragen, eine einzelne Handangel höchstens fünf. Genau das macht die Hegene auf Renken möglich. Der Verein darf die Zahl weiter einschränken, deshalb lohnt der Blick in die Gewässerordnung.

Ist Nachtangeln in Bayern erlaubt?

Das Land regelt das Nachtangeln nicht, entscheidend ist die Gewässerordnung des Vereins oder Pächters. Eine Ausnahme ist der Bodensee, dort ist die Angelfischerei nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt, für Aal und Wels vom Ufer aus bis ein Uhr nachts. Bei jedem Gewässer in CatchHub ist vermerkt, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Wo kann ich in Bayern angeln?

In CatchHub sind 411 Gewässer in Bayern erfasst, von den Voralpenseen über Donau, Main und den Main-Donau-Kanal bis zu den Weihern im Aischgrund und den Bächen im Bayerischen Wald. Zu jedem stehen Fischbestand, Angelmethoden, die Regeln vor Ort und ein täglicher Fang-Index.

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Redaktioneller Stand:

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