Kurz gesagt
- Faulenzen heißt, den Gummifisch mit 2 zügigen Kurbelumdrehungen vom Grund zu heben, während die Rute in etwa 10-Uhr-Stellung stillsteht, und ihn an gespannter Schnur zurückfallen zu lassen.
- Der Unterschied zum Jiggen ist der Schnurbogen. Weil die Rute nicht hochgeht, entsteht keine lose Schnur, und der Kontakt zum Köder bleibt über die ganze Absinkphase, in der die Bisse kommen.
- Die Rolle bestimmt den Sprung. 2 Umdrehungen einer 2500er mit 73 cm Einzug heben anders an als 2 Umdrehungen einer 3000er mit 93 cm, und im Winter reicht eine halbe.
- Die Methode stammt von Jörg Strehlow, der sie ab 2001 in seiner Hamburger Angelschule entwickelte, mit einem Impuls des Niederländers Henk Simonsz. Im Mai 2003 liefen die ersten Seminare dazu.
- Dass sie nur für Anfänger und kleine Zander tauge, war die erste Einschätzung, und Strehlow selbst schreibt, dass sie sich kurz darauf in Luft auflöste.
Die Rute steht, die Rolle führt
Faulenzen ist die Führung des Gummifischs über die Rolle. Die Rute steht in etwa 10-Uhr-Stellung und bewegt sich nicht. 2 zügige Umdrehungen der Kurbel heben den Köder vom Grund, dann fällt er an gespannter Schnur zurück, und kurz vor dem Aufsetzer kommt der Biss. Das ist die ganze Methode, und der Name sagt, was der Angler dabei scheinbar tut.
Was er wirklich tut, ist schwerer, als es aussieht. Die Umdrehungen müssen schnell sein, sonst hebt der Köder nicht ab, sondern rutscht über den Grund. Und sie müssen zur Jahreszeit passen. Im Winter reicht eine halbe Umdrehung, im Sommer dürfen es 3 oder 4 sein, und wer stur seine Zahl kurbelt, fischt einen Tag lang dieselbe Frage.
Steckbrief Faulenzen
- Was es ist
- Führung des Gummifischs über die Rolle Die Rute steht still, die Kurbel hebt
- Zielfische
- Zander, Barsch, Hecht Für den Zander entwickelt, an der Elbe bei Hamburg
- Die Bewegung
- 2 zügige Umdrehungen, dann fallen lassen Winter eine halbe, Sommer bis 4, und variieren
- Rechtliches
- Kunstköder-Sperren im Frühjahr in 5 Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Sachsen und die großen Flüsse in Rheinland-Pfalz
- Der Biss
- Tock, entspannte Schnur oder ausbleibender Aufsetzer Fast immer kurz vor dem Grund, sofort anschlagen
- Absinkzeit
- 1 bis 3 Sekunden Der Kopf ist so gewählt, dass der Köder in dieser Zeit unten ist
Alle 12 Angaben
- Rute
- 2,70 bis 3,00 m, 30 bis 60 g Hart im Blank, empfindlich in der Spitze
- Schnur
- Geflecht 0,11 bis 0,15 mm in Gelb oder Weiß Die Schnur ist der Bissanzeiger, dazu die Polbrille
- Vorfach
- 1 bis 1,5 m Fluorocarbon 0,40 mm Bei Hecht im Gewässer Stahl oder dickeres Fluorocarbon
- Rolle
- 2500 bis 4000 Der Schnureinzug steht auf der Packung
- Köder
- Gummifisch 10 bis 12 cm, Kopf 10 bis 15 g Im Strom bis 30 g, No-Action-Shads laufen ruhig
- Saison
- ganzjährig, im kalten Wasser überlegen Für beißfaule Fische und nach Wetterumschwüngen
Warum das kein vereinfachtes Jiggen ist
Manche Quellen nennen das Faulenzen eine Variante des Jiggens für Einsteiger. Die Bewegung des Köders ist ähnlich, der Unterschied liegt in der Schnur.
Beim Jiggen hebt ein Rutenschlag den Köder. Danach muss die Rute wieder nach unten, und dabei entsteht lose Schnur, die die Rolle erst einholen muss, bevor der Köder an gespannter Schnur fällt. Zwei Dinge gleichzeitig, und in der Sekunde dazwischen überträgt die Schnur nichts.
Beim Faulenzen entsteht diese lose Schnur gar nicht erst. Die Rute steht, die Rolle holt ein, was der Köder an Weg macht, und der Kontakt zur Rutenspitze bleibt über die ganze Absinkphase erhalten. Genau in dieser Phase kommen die Bisse, und beim Zander kommen sie fast alle in den letzten Zentimetern über dem Grund. Das ist der belegbare Vorteil, und er ist der Grund, warum die Methode im kalten Wasser und bei beißfaulen Fischen dem Jiggen überlegen ist.
Die Rolle bestimmt den Sprung
Wenn die Rolle den Köder hebt, bestimmt die Rolle, wie weit er springt. Und Rollen sind verschieden. Eine 2500er mit einer Übersetzung von 5,0 zu 1 zieht je Umdrehung 73 cm Schnur ein, dasselbe Modell mit hoher Übersetzung 88 cm, eine 3000er mit 6,2 zu 1 rund 93 cm.
Der Einzug steht auf der Packung
Beim Faulenzen hebt die Rolle den Köder, und wie weit, sagt der Schnureinzug je Umdrehung. Eine 2500er mit 5,0 zu 1 holt 73 cm, eine 3000er mit hoher Übersetzung 93 cm.
Wer den Wert seiner Rolle kennt, weiß, was 2 Umdrehungen bedeuten. Wer ihn nicht kennt, fischt mit jeder Rolle einen anderen Sprung und nennt ihn denselben.
Zwei Umdrehungen sind zwischen 146 und 186 cm Schnur, je nach Rolle. AI-Bild
| Rolle | Übersetzung | Schnureinzug je Umdrehung | 2 Umdrehungen |
|---|---|---|---|
| 2500 | 5,0 zu 1 | 73 cm | 146 cm |
| 2500 mit hoher Übersetzung | 6,0 zu 1 | 88 cm | 176 cm |
| 3000 | 5,3 zu 1 | 80 cm | 160 cm |
| 3000 mit hoher Übersetzung | 6,2 zu 1 | 93 cm | 186 cm |
2 Umdrehungen sind also keine Zahl, sondern eine Spanne von 40 cm, je nachdem, welche Rolle du in der Hand hast. Wer den Schnureinzug kennt, weiß, was er kurbelt. Wie viel davon nach oben geht, hängt am Winkel der Schnur.
Wie weit springt dein Köder je Umdrehung?
RechnerBeim Faulenzen macht die Rolle den Sprung, und Rollen sind verschieden. Der Schnureinzug je Umdrehung steht auf der Packung, und mit ihm lässt sich ausrechnen, wie lang und wie hoch der Köder bei deinen 2 Umdrehungen wirklich springt.
Sprung-Rechner
Schnureinzug, Umdrehungen und Winkel rein, Sprung raus
- Sprunglänge …
- Sprunghöhe …
- Für einen halben Meter Höhe …
Gerechnet wird mit einer geraden Schnur, die den Köder um die eingeholte Länge entlang ihrer Richtung bewegt. Der Widerstand des Köders und der Durchhang machen den echten Sprung kürzer und flacher.
Der Kopf und die Absinkzeit
Der Jigkopf ist so gewählt, dass der Köder in 1 bis 3 Sekunden wieder am Grund ist. Im flachen Stillwasser sind das 7 bis 10 g, im Strom 25 g und mehr. Fällt er schneller, ist die Absinkphase weg, in der der Zander nimmt. Spürst du den Aufsetzer nie, fehlt Gewicht, und dieser Fehler kommt öfter vor als der zu schwere Kopf.
Das passende Gewicht für deinen Köder liefert der Rechner beim Gummifisch, der mit der Sinkrate arbeitet. Hier geht es um den Sprung, nicht um das Fallen.
Die Montage im Detail
5 BauteileDieselbe Zeichnung wie beim Jiggen, mit einem Unterschied, der alles ändert. Die Rute ist im Bild, weil sie sich nicht bewegt.
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Die Rute steht still
In etwa 10-Uhr-Stellung, bei Wind mit der Spitze zum Wasser. Sie bewegt sich während der ganzen Führung nicht, und genau deshalb entsteht keine lose Schnur.
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Die Schnur bleibt gespannt, auch im Fallen
Die Rolle holt ein, was der Köder an Weg macht, und mehr nicht. Ein Zander, der den fallenden Köder nimmt, zieht sofort an der Rutenspitze.
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Der Sprung ist flach
2 Umdrehungen heben den Köder 30 bis 60 cm an, je nach Rolle und Schnurwinkel. Flacher und weniger zackig als beim Jiggen, und im Winter mit einer halben Umdrehung nur ein Hüpfer.
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Kurz vor dem Aufsetzer kommt der Biss
Fast alle Bisse kommen in der Absinkphase, die meisten in den letzten Zentimetern über dem Grund. Bleibt der Aufsetzer aus, hat ein Fisch den Köder.
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Der Kopf fällt in 1 bis 3 Sekunden
10 bis 15 g im Stillwasser, bis 30 g im Strom. Fällt er schneller, ist die Absinkphase weg, in der der Zander nimmt.
Woran du den Biss erkennst
Der Biss beim Faulenzen ist ein trockenes Tock, das wie ein kleiner Stromschlag in die Rute fährt. Sofort anschlagen, und der Anhieb kann nicht zu kräftig sein, das Zandermaul ist hart.
Die Schnur ist der Bissanzeiger
Die leisen Bisse siehst du, bevor du sie spürst. Eine Schnur, die sich plötzlich entspannt, ein Aufsetzer, der ausbleibt, ein Zucken an der Stelle, an der sie ins Wasser geht.
Deshalb ist die Schnur gelb, weiß oder pink, deshalb sitzt die Polbrille auf der Nase, und deshalb liegt der Zeigefinger an der Schnur, während der Köder fällt.
Gelb auf dunklem Wasser, und jede Bewegung ist zu sehen. AI-Bild
Die leiseren Bisse sind die, die den Unterschied machen. Eine Schnur, die sich plötzlich entspannt, weil der Fisch mit dem Köder auf dich zu schwimmt. Ein Aufsetzer, der ausbleibt, weil der Köder den Grund nicht erreicht hat. Beides siehst du eher, als du es spürst, und deshalb ist die Schnur gelb, weiß oder pink, und deshalb sitzt die Polbrille auf der Nase. Der Zeigefinger an der Schnur ist der dritte Sinn.
Zwei Umdrehungen, fallen lassen
Die Grundform. Zügig kurbeln, an gespannter Schnur fallen lassen, Aufsetzer abwarten, weiter. Nach einer Stunde zählst du nicht mehr.
Eine halbe Umdrehung, lange Pause
Im kalten Wasser hebt eine halbe Umdrehung den Köder gerade so vom Grund, und er fällt nach einem Moment zurück. Der Zander muss sich kaum bewegen.
Drei bis vier Umdrehungen
Für jagende Fische im warmen Wasser. Der Köder steigt weit und schräg auf, und die Absinkphase wird länger.
Der Rhythmuswechsel
Eine, dann 3, dann 2 Umdrehungen. Wer stur seine Zahl kurbelt, fischt einen Tag lang dieselbe Frage. Variieren ist beim Faulenzen wichtiger als der Köderwechsel.
Jiggen als zweite Führung
Steht die Schnur steil und sind die Fische aktiv, hebt der Rutenschlag den Köder höher und zackiger. Beide Führungen liefern den Biss im Fallen.
Gerät: hart im Blank, fein in der Spitze
Die Rute misst 2,70 bis 3,00 m mit 30 bis 60 g Wurfgewicht, hart im Blank, damit der Anhieb ankommt, und empfindlich in der Spitze, damit der Aufsetzer zu sehen ist. Dazu eine Rolle zwischen 2500 und 4000, deren Schnureinzug du von der Packung kennst. Das Geflecht hat 0,11 bis 0,15 mm und eine Farbe, die auf dem Wasser zu sehen ist. Davor sitzt 1 bis 1,5 m Fluorocarbon mit rund 0,40 mm, bei Hecht im Gewässer Stahl oder dickeres Fluorocarbon.
Ein Köder, der ruhig läuft
Der Erfinder fischt No-Action-Shads, also Gummifische ohne Schaufelschwanz. Der flache Sprung über die Rolle braucht keinen Köder, der von selbst wackelt, und ein ruhiger Köder wird im kalten Wasser öfter genommen.
10 bis 12 cm an 10 bis 15 g im Stillwasser, im Strom bis 30 g, und der Kopf so gewählt, dass der Köder in 1 bis 3 Sekunden wieder am Grund ist.
Kein Schaufelschwanz, der flache Sprung darf ruhig sein. AI-Bild
Der Köder ist ein Gummifisch von 10 bis 12 cm an 10 bis 15 g, im Strom bis 30 g. Der Erfinder fischt No-Action-Shads, also Köder ohne Schaufelschwanz, weil der flache Sprung ruhig laufen darf.
Woher die Methode kommt
Die Faulenzermethode hat einen Erfinder, und er ist nicht der, der oft genannt wird. Jörg Strehlow machte sich 2001 mit einer Angelschule in Hamburg selbstständig und entwickelte die Führung an der Elbe. Den Impuls gab der niederländische Angler Henk Simonsz, dessen Formel Strehlow zitiert, ablassen bis auf den Grund, anheben, festhalten.
Im Mai 2003 liefen die ersten Praxisseminare, ab August 2003 griff die Fachpresse den Trend auf, und im Sommer 2004 war er ein Titelthema. Die erste Einschätzung war, die Methode tauge nur wegen der Stinte im Hamburger Raum, nur für Anfänger und nur für kleine Zander. Strehlow schreibt, dass sich alle drei Annahmen kurz darauf in Luft auflösten, nicht zuletzt wegen der großen Hechte, die als Beifang kamen.
Die Frühjahrssperre gilt auch für den Gummifisch
Wer faulenzt, fischt mit Kunstköder, und der ist in mehreren Ländern in der Raubfischschonzeit untersagt. In Berlin gilt das für jeden Kunstköder ab 2 cm Länge, in Bremen für die gesamte Spinnfischerei, in Hamburg in der Schonzeit von Hecht und Zander bis auf wenige Strecken, in Sachsen für jeden raubfischtauglichen Köder und in Rheinland-Pfalz im Frühjahr an Rhein, Mosel und den anderen großen Flüssen. Die Termine dazu stehen in der Länderübersicht, und die Gewässerordnung darf darüber hinausgehen.
Wo gefaulenzt wird
Die Methode kommt von der Elbe, und dort und im Kanal ist sie zu Hause. Am See funktioniert sie an der Kante und über dem Schwarm.
Wo du beim Faulenzen fischst
3 Ansichten-
Scharkante
Die Scharkante hinunter, mit einer Umdrehung je Schritt. Der Köder fällt jedes Mal tiefer, und die Schnur bleibt dabei gespannt.
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Untiefe im Freiwasser
Über die Erhebung hinweg und an der Flanke hinab. Barsch oben, Zander am Fuß.
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Steg
Von der Stegspitze steht die Schnur steiler als vom Ufer, und schon eine Umdrehung hebt den Köder deutlich.
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Freies Wasser
Über tiefem Wasser ohne Struktur trägt die Methode nur, wenn das Echolot einen Schwarm zeigt, dann mit langen Absinkphasen.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld.
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Buhnenfeld
Der Kessel hinter dem Buhnenkopf, quer angeworfen und mit 2 Umdrehungen die Kante hinab. Der Platz, an dem die Methode entstanden ist.
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Prallhang
Tiefe direkt am Ufer, kurze Distanz, steile Schnur. Hier hebt jede Umdrehung den Köder höher, und eine reicht oft.
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Brückenpfeiler
Von der Uferseite an den Pfeiler, wo die Strömung eine Rinne gräbt, und die Rinne der Länge nach abgefaulenzt.
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Kehrwasser
Hinter dem Hindernis fällt der Köder senkrecht statt abzutreiben, und der leichteste Kopf des Tages reicht.
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Einmündung
Die Kante zwischen klarem und trübem Wasser, entlang statt quer befischt. Nach Regen die erste Adresse.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Gleithang, Krautfahne.
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Kaimauer
Vom ersten Meter an tief, die Schnur steht steil, und der Köder läuft parallel zur Wand. Das Stadtwasser, auf dem die Methode groß wurde.
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Fahrrinne
Die Kante der Fahrrinne ist die Winteradresse des Zanders, und im Winter ist Faulenzen dem Jiggen überlegen.
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Steinpackung
Entlang der Kante am Fuß der Packung, nicht über die Steine. Barsch in den Spalten, Zander an der Kante.
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Hafeneinfahrt
Der Übergang vom stehenden zum bewegten Wasser, oft mit einer Rinne, und abends die Lichtkante dazu.
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Liegeplätze
Unter den Booten bleibt es dunkel, und ein flach springender Köder stört dort weniger als ein hoher.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Brückenpfeiler.
Von der Rute bis zum Anhieb
Die Reihenfolge beginnt vor dem Wasser, mit einer Zahl auf der Packung der Rolle.
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Den Schnureinzug der Rolle nachsehen
Er steht auf der Packung oder beim Hersteller, meist 70 bis 95 cm je Umdrehung. Ohne diese Zahl weißt du nicht, wie weit dein Köder bei 2 Umdrehungen wirklich springt.
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Den Köder an gespannter Schnur zum Grund lassen
Bügel schließen, sobald er aufkommt, und die Sekunden bis zum Aufsetzer zählen. 1 bis 3 sind richtig, sonst stimmt der Kopf nicht.
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Die Rute in 10-Uhr-Stellung bringen und dort lassen
Bei Wind die Spitze zum Wasser neigen. Von jetzt an bewegt sich die Rute nicht mehr, höchstens einmal für einen Sprung von 5 cm.
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2 zügige Umdrehungen
Schnell, nicht kräftig. Zu langsam gekurbelt hebt der Köder nicht ab, sondern rutscht über den Grund. Im Winter reicht eine halbe Umdrehung, im Sommer dürfen es 3 oder 4 sein.
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Fallen lassen und die Schnur beobachten
Sie bleibt gespannt, weil die Rute stillsteht. Zeigefinger an die Schnur, Blick auf die Stelle, an der sie ins Wasser geht.
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Jeden Tock sofort anschlagen
Und jede Schnur, die sich plötzlich entspannt, und jeden Aufsetzer, der ausbleibt. Der Anhieb kann nicht zu kräftig sein, das Zandermaul ist hart.
-
Die Umdrehungen variieren, bevor du den Köder wechselst
Eine, dann 3, dann wieder 2. Beim Faulenzen ist der Wechsel im Rhythmus wichtiger als der Wechsel des Köders.
Was vor dem ersten Wurf stimmt
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Was über die Methode falsch erzählt wird
„Faulenzen ist etwas für Anfänger und kleine Zander." Das war die Einschätzung von 2003, und der Erfinder selbst hat sie widerlegt. Die Methode ist im kalten Wasser die stärkere der beiden Gummifisch-Führungen, und die größten Fische kommen dort, wo der Köder am ruhigsten läuft.
„Die Rute darf sich überhaupt nicht bewegen." Sie steht, das ist der Kern. Ein Sprung von 5 cm mit der Spitze ist erlaubt, bei Wind wird sie zum Wasser geneigt. Was nicht passiert, ist der Schlag nach oben, und der Grund dafür ist die Schnur, nicht die Rute.
Wo Faulenzen gemeldet wird
An welchen Revieren die Methode eingetragen wird und in welchen Monaten sie am häufigsten vorkommt, steht in den Fangmeldungen.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Faulenzen aus der Community
zuletzt gemeldetHäufige Fragen zur Angeltechnik Faulenzen
10 FragenWas ist Faulenzen beim Angeln?
Die Führung eines Gummifischs am Jigkopf über die Rolle. Die Rute steht in etwa 10-Uhr-Stellung still, 2 zügige Kurbelumdrehungen heben den Köder vom Grund, und er fällt an gespannter Schnur zurück. Der Biss kommt im Fallen, meist kurz vor dem Grund.
Was ist der Unterschied zwischen Faulenzen und Jiggen?
Beim Jiggen hebt der Rutenschlag den Köder, danach muss die Rolle die lose Schnur einholen. Beim Faulenzen steht die Rute still und die Rolle hebt, deshalb entsteht keine lose Schnur und der Kontakt bleibt über die ganze Absinkphase. Der Sprung ist flacher und weniger zackig.
Wie viele Kurbelumdrehungen beim Faulenzen?
In der Regel 2 bis 3, zügig ausgeführt. Im Winter reicht eine halbe, im Sommer dürfen es 3 oder 4 sein. Wichtiger als die Zahl ist, sie zu variieren, und zu wissen, wie viel Schnur deine Rolle je Umdrehung einzieht.
Wie weit springt der Köder bei 2 Umdrehungen?
Das hängt an der Rolle. Eine 2500er mit 73 cm Einzug holt bei 2 Umdrehungen 146 cm Schnur, eine 3000er mit hoher Übersetzung und 93 cm rund 186 cm. Wie viel davon nach oben geht, bestimmt der Winkel der Schnur, der Rechner auf dieser Seite zeigt es.
Woran erkenne ich den Biss beim Faulenzen?
An einem trockenen Tock, das wie ein kleiner Stromschlag in die Rute fährt, an einer Schnur, die sich plötzlich entspannt, oder an einem Aufsetzer, der ausbleibt. Alle drei sofort anschlagen, und der Anhieb darf kräftig sein.
Welche Schnur zum Faulenzen?
Geflecht mit 0,11 bis 0,15 mm in Gelb, Weiß oder Pink, weil die Schnur der Bissanzeiger ist und mit der Polbrille beobachtet wird. Davor 1 bis 1,5 m Fluorocarbon mit rund 0,40 mm, bei Hecht im Gewässer Stahl oder dickeres Fluorocarbon.
Wer hat die Faulenzermethode erfunden?
Jörg Strehlow, ab 2001 mit seiner Angelschule in Hamburg. Den Impuls gab der niederländische Angler Henk Simonsz mit der Formel „ablassen, anheben, festhalten". Im Mai 2003 liefen die ersten Seminare, ab August 2003 griff die Fachpresse die Methode auf.
Ist Faulenzen nur etwas für Anfänger?
Nein. Das war die erste Einschätzung nach 2003, und Strehlow selbst schreibt, sie habe sich kurz darauf in Luft aufgelöst. Die Methode fängt große Zander und als Beifang große Hechte, und im kalten Wasser ist sie dem Jiggen überlegen.
Darf sich die Rute beim Faulenzen gar nicht bewegen?
Sie steht still, das ist der Kern. Ein leichter Sprung von 5 cm mit der Spitze ist erlaubt, und bei Wind wird die Spitze zum Wasser geneigt, damit die Schnur nicht im Bogen liegt. Was nicht passiert, ist der Schlag nach oben.
Darf ich im Frühjahr faulenzen?
Nicht überall. Berlin, Bremen, Hamburg und Sachsen sperren Kunstköder in der Raubfischschonzeit, Rheinland-Pfalz an den großen Flüssen. Die Fristen stehen in den Länderübersichten, und die Gewässerordnung kann darüber hinausgehen.
Quellen und Stand
2 Quellen-
Landesfischereiordnung Berlin, Raubfischsperre Kunstköder über 2 cm in der Raubfischschonzeit gesperrt, abgerufen am 11.09.2026
-
Durchführungsverordnung zum Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetz, § 8 Kunstköder während der Hecht- und Zanderschonzeit gesperrt, abgerufen am 11.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Faulenzen gerade funktioniert
CatchHub zeigt dir je Gewässer, mit welcher Methode dort gefangen wird, dazu den Fang-Index für heute und die Regeln vor Ort. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.