Kurz gesagt
- Der Mond wirkt auf drei Wegen, als Licht in der Nacht, als Tide am Meer und als Solunar-Fenster um seinen Höchst- und Tiefststand, und nur Licht und Fenster kommen im Süßwasser an.
- Die größte Studie dazu, 341.959 Muskie-Fänge aus 43 Jahren, findet rund 5 Prozent mehr Fänge um Voll- und Neumond, nachts bis 28 Prozent, und am Döllnsee stieg die Hecht-Fangrate um Voll- und Neumond ebenfalls, schwächer als mit Temperatur und Wind.
- Der Fang-Index gibt dem Mond 13 von rund 100 Punkten: 1,0 im Major-Fenster, 0,55 im Minor, 0,12 dazwischen, mal 0,7 bei Halbmond bis 1,0 bei Voll- und Neumond.
- Die Phase allein bewegt den Index um höchstens 4 Punkte, das Fenster zur richtigen Stunde um bis zu 13, die Dämmerung allein um 25.
- Vollmond hilft nachts dem Sichtjäger und bremst den lichtscheuen Aal, und eine klare Vollmondnacht ist vor allem eine kalte Nacht.
Drei Wirkungen, zwei kommen im Süßwasser an
Der Mond tut drei Dinge, die sich messen lassen, und jeder Mondkalender wirft sie in einen Topf. Das erste ist Licht. Eine klare Vollmondnacht hat rund 0,25 Lux, eine Neumondnacht 0,001, das ist der Unterschied zwischen einem Weg, den du ohne Lampe gehst, und einem, auf dem du die Hand vor Augen nicht siehst, und unter Wasser reicht das Licht des vollen Mondes bis auf den Grund einer Flachkante. Das zweite ist die Tide. Der Mond hebt das Meer, an der Nordsee um 2 bis 4 Meter, bei Voll- und Neumond am stärksten, an der Ostsee um Zentimeter, und im See und im Fluss um nichts, was ein Fisch bemerken könnte. Das dritte ist der Lauf. Der Mond steht an jedem Tag einmal im Süden und einmal im Norden, geht einmal auf und einmal unter, und um diese vier Zeiten legt die Solunar-Theorie ihre Fenster.
Im Süßwasser bleiben davon das Licht und die Fenster. Die Phase, ob der Mond voll, neu oder halb ist, wirkt dort nur über diese beiden, als Helligkeit der Nacht und als Verstärker der Fenster. Wer das auseinanderhält, versteht jede Studie und jeden Kalender, und wer es nicht tut, glaubt, der Vollmond ziehe an den Fischen.
| Wirkung | Im See und Fluss | An der Küste | Im Fang-Index |
|---|---|---|---|
| Licht in der Nacht | ja, bis 250-fach heller als bei Neumond | ja | Nachtwert der Tageszeit steigt ab 60 % Beleuchtung um bis zu 25 % |
| Tide | nein, Millimeter | Nordsee 2 bis 4 m, Ostsee Zentimeter | nicht gerechnet, Pegel und Strömung kommen aus den Stationen |
| Solunar-Fenster | ja, aus dem Mondstand je Gewässer | ja | Major 1,0, Minor 0,55, dazwischen 0,12 |
| Phase | nur als Licht und Verstärker | Springtide bei Voll- und Neumond | Verstärker 0,7 bei Halbmond bis 1,0 bei Voll- und Neumond |
Was die Studien gefunden haben, mit Zahlen
Die größte Untersuchung stammt aus Nordamerika. Vinson und Angradi haben 341.959 Fänge des Muskellunge, des amerikanischen Hechtverwandten, aus den Jahren 1970 bis 2013 gegen die Mondphase gelegt und einen Effekt gefunden, der klein und klar ist. Am Tag rund 5 Prozent mehr Fänge um Voll- und Neumond, nachts bis zu 28 Prozent mehr bei Vollmond, stärker im Juli und August, stärker nördlich von 48 Grad Breite, also auf der Höhe von Freiburg und nördlich, und stärker bei Fischen über 102 Zentimetern. Erfahrene und unerfahrene Angler unterschieden sich dabei nicht. Das ist der Satz, der zählt. Der Mond bringt rund 5 Prozent, an hellen Sommernächten ein Viertel mehr, und er tut es bei den großen Fischen.
Die zweite Studie liegt näher. Am Döllnsee in Brandenburg haben Kuparinen, Klefoth und Arlinghaus die Fangraten auf Hecht über Jahre gegen Wetter und Mond gerechnet und dasselbe Muster gefunden, mehr Fänge um Voll- und Neumond und in der Dämmerung, aber schwächer als der Effekt der Wassertemperatur und des Windes, und am stärksten wirkte der Angeldruck, also wie viele Leute am Wasser saßen. Vor der australischen Küste zeigten fünf von acht Turnier-Arten einen Zusammenhang mit der Mondphase, drei keinen, und eine Übersicht über 190 Arbeiten an Thunfischen, Haien und Schwertfischen fand in gut der Hälfte, dass die Fische bei mehr Mondlicht tiefer stehen, was am Meer die Fangraten je nach Art hebt oder senkt. Echt, klein, artabhängig, konzentriert auf Voll- und Neumond, das ist die Bilanz, und sie ist ehrlicher als jeder Kalender.
Woher die Solunarzeiten kommen
John Alden Knight, ein amerikanischer Angler, veröffentlichte 1926 die Beobachtung, dass Fische und Wild um die Zeiten des Mondhöchststands und des Mondtiefststands aktiver seien, und ab 1936 seine Solunar-Tabellen. Ein Major-Fenster liegt um die Kulmination, wenn der Mond im Süden steht, und um den Tiefststand zwölf Stunden später, jeweils rund zwei Stunden lang. Ein Minor-Fenster liegt um Mondaufgang und Monduntergang, rund eine Stunde. Alles, was ein Angel-Mondkalender heute ausgibt, sind diese vier Zeiten je Tag, verstärkt bei Voll- und Neumond, das Ganze auf einen Ort gerechnet.
Der Fang-Index rechnet die Fenster genauso, nur nicht aus einer Tabelle, sondern aus dem echten Mondstand über jedem Gewässer. Nachgeprüft an 349 Mondkulminationen liegen die Fenster im Median eine Minute neben der Kulmination, das Major dauert im Median 124 Minuten, das Minor 103. Die Beiß-Karte auf jeder Gewässerseite zeigt die Fenster des Tages mit Uhrzeit, und das ist der Mondkalender, den du brauchst, weil er das Wetter gleich mitrechnet.
Wie der Fang-Index den Mond rechnet
Der Solunar-Faktor wiegt 13 von rund 100 Punkten, mehr als der Luftdruck mit 10 und die Hälfte der Tageszeit mit 25. Im Major-Fenster steht er auf 1,0, im Minor auf 0,55, dazwischen auf 0,12, und der Wert wird mit einem Verstärker multipliziert, der von 0,7 bei Halbmond bis 1,0 bei Voll- und Neumond läuft. Die Phase allein, ohne Fenster, bewegt den Index deshalb um höchstens 4 Punkte, das Fenster zur richtigen Stunde um bis zu 13. Gemessen an 20.160 Stunden an zwölf Orten trennt der Faktor die Tage mit einem Beitrag von 3,91, nach der Tageszeit mit 6,16 der zweitstärkste, weil er sich innerhalb eines Tages so stark ändert.
Das zweite Mond-Element ist das Licht. Nachts hebt eine Beleuchtung ab 60 Prozent den Tageszeit-Wert von 0,55 um bis zu 25 Prozent, weil der Sichtjäger im Mondlicht jagt wie in der Dämmerung. Der Mond-Check rechnet beides nach. Beleuchtung aus der Wetter-App, Lage zum Mondstand aus der Beiß-Karte, Tag oder Nacht, und heraus kommt, wie viele Punkte der Mond gerade bewegt.
Was gibt der Fang-Index dem Mond heute?
RechnerDer Fang-Index rechnet den Mond an zwei Stellen: als Solunar-Fenster um seinen Höchst- und Tiefststand, verstärkt bei Voll- und Neumond, und nachts als Licht. Der Rechner nimmt die Beleuchtung aus deiner Wetter-App, die Lage zum Mondstand und die Tageszeit und gibt aus, wie viele Punkte von 100 der Mond gerade bewegt.
Mond-Check
Beleuchtung und Mondstand rein, Punkte im Fang-Index raus
- Solunar-Teilwert …
- Punkte im Fang-Index …
- Mondlicht …
Der Solunar-Faktor wiegt 13 von rund 100 Punkten, mehr als der Luftdruck (10) und weniger als die Tageszeit (25). Die Mondphase allein, ohne Fenster, bewegt den Index um höchstens vier Punkte.
Fänge je Mondphase gegen Tage je Mondphase
Jeder Fang im Fangbuch bekommt die Mondphase und die Beleuchtung seines Tages mitgespeichert, und der Block darunter zählt sie in vier Klassen, Neumond, zunehmend, Vollmond, abnehmend. Der Anteil der Tage steht daneben, denn die Klassen sind fast gleich lang, aber nicht ganz, und ohne den Vergleich wäre „mehr Fänge bei Vollmond" nur die Zahl der Vollmondnächte, in denen jemand am Wasser saß. Was der Block zeigt, ist die Handschrift der Angler, nicht die der Fische, denn niemand meldet eine Nacht ohne Fang, und wer an den Mond glaubt, geht bei Vollmond öfter los. Trotzdem ist es die eine Messreihe, die es zu dieser Frage auf Deutsch gibt, und sie wächst mit jedem Fang.
Aus 76 Fängen mit Mondphase im Schnappschuss
verglichen mit 110.922 Revier-Tagen an 1.375 Gewässern, 05/2026 bis 10/2026Anteil der Fänge gegen Anteil der Tage, je Mondphase
- Neumond (bis 15 % beleuchtet) 25,9 % der Tage
- Zunehmend (Halbmond) 20,5 % der Tage
- Vollmond (ab 85 % beleuchtet) 24,7 % der Tage
- Abnehmend (Halbmond) 28,9 % der Tage
Neumond und Vollmond sind die Tage bis 15 und ab 85 Prozent Beleuchtung, je rund dreieinhalb Tage um den Termin, die Halbmonde alles dazwischen. Die Tage kommen aus der Wetter-Historie aller CatchHub-Reviere. Ein Fang-Anteil über dem Tages-Anteil heißt, dass in dieser Phase mehr gemeldet wird, als sie vorkommt. Auch das zeigt, wann Angler fangen, nicht, wann Fische fressen.
Die Fangdaten des ganzen Fangbuchs, nach Monat, Stunde, Art und Revier, stehen darunter. Die Beißuhr darin ist die Uhr, mit der jedes Mondfenster konkurriert.
Aus 86 gemeldeten Fängen
06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026Gemeldete Fänge je Monat
Gemeldete Fänge im Tagesverlauf
Die meisten Meldungen fallen in das Fenster von 16 bis 19 Uhr.
Womit gefangen wurde
Mit welcher Methode
Welche Arten gemeldet werden
Größenverteilung
Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Fänge der Community mit Foto, Revier und Nacht:
Fänge aus der Community
zuletzt gemeldetVollmond, Neumond, Halbmond: was du am Wasser tust
Die klare Vollmondnacht gehört dem Zander und dem Barsch, den Sichtjägern, die im Mondlicht über der Flachkante jagen wie in der Dämmerung. Der Köder läuft flacher und einen Tick schneller als in der dunklen Nacht, und die Stelle ist die Grenze zwischen hell und dunkel, der Schatten eines Stegs, einer Brücke, eines Ufers mit Bäumen. Die Neumondnacht gehört dem Aal und dem Wels, die beide lichtscheu sind und im Dunkeln ans Ufer und ins Flache kommen. Das ist die verlässlichste Mondregel des Süßwassers, und sie ist eine Lichtregel. Bei Vollmond hilft dem Aalangler ein bedeckter Himmel, trübes Wasser oder die Stunde vor dem Mondaufgang.
Bei 100 Prozent Beleuchtung reicht das Licht bis auf den Grund einer Flachkante von einem Meter, und der Zander sieht dort, was er in der Neumondnacht nur spürt. Der Köder darf deshalb flacher und einen Tick schneller laufen, und die Stelle ist die Grenze zwischen Licht und Schatten, nicht die Mitte der Lichtfläche.
Mondlicht auf der Flachkante: die Nacht des Sichtjägers. AI-Bild
Der Halbmond ist in jeder Studie und im Index die schwächste Lage, und das heißt nicht, dass nichts beißt, sondern dass der Mond an diesen Tagen nichts entscheidet. Dann zählen Dämmerung, Wind und der Temperaturtrend der letzten drei Tage, wie an jedem anderen Tag auch, nur ohne die 4 Punkte obendrauf. Und der Vollmond im Winter ist vor allem eine kalte Nacht. Der Mond ist nur bei klarem Himmel voll zu sehen, und bei klarem Himmel strahlt das Wasser seine Wärme ungehindert ab, ein halbes Grad je Nacht. Der zähe Mittag danach gehört zum Hoch, das den Himmel klar macht, nicht zum Mond, der darin steht.
Klare Vollmondnacht
Die Nacht des Sichtjägers. Zander und Barsch jagen im Mondlicht über der Flachkante wie in der Dämmerung, der Aal bleibt unten. Der Fang-Index hebt die Nacht ab 60 Prozent Beleuchtung um bis zu ein Viertel. Zieh dich warm an, klar heißt kalt.
Neumondnacht
Die Nacht des Aals und des Welses. Ohne Licht kommt der Aal ans Ufer und in das flache Wasser, der Karpfen frisst am Rand des Futterplatzes statt in der Mitte. Für den Zander bleibt die Kante mit dem Köder, der sich über den Grund tastet.
Major-Fenster am Tag
Der Mond steht im Süden oder Norden, rund zwei Stunden, und der Index gibt diesem Fenster den vollen Solunar-Wert. Fällt es in die Dämmerung, ist das die stärkste Stunde des Tages. Fällt es in die Mittagshitze, gewinnt die Tageszeit.
Halbmond
Die schwächste Lage in jeder Studie und im Index, der Verstärker steht bei 0,7. Kein Grund, zu Hause zu bleiben, aber ein Grund, den Tag nach Wetter und Dämmerung zu planen und den Mond zu ignorieren.
Vollmond im Winter
Die hellste und kälteste Nacht des Monats. Das Wasser verliert bei klarem Himmel in einer Nacht ein halbes Grad, und der Mittag danach ist zäh. Der Mond ist hier der Bote des Wetters, nicht die Ursache, und der Tag danach gehört dem Ansitz am Warmwassereinlauf.
Springtide an der Küste
Nordsee und Watt: bei Voll- und Neumond ist der Tidenhub am größten, die Strömung am stärksten und die Brandung bringt am meisten Nahrung. Hier ist der Mond kein Randfaktor, sondern der Fahrplan, und die Tidenkalender sind Mondkalender.
Mond je Art: belegt, plausibel, Anglerlatein
Belegt ist der Effekt bei den Hechtartigen, am Muskie mit 341.959 Fängen und am Hecht am Döllnsee, in beiden Fällen um Voll- und Neumond und in beiden Fällen klein. Plausibel und aus dem Licht erklärbar ist er beim Zander und beim Barsch, den Sichtjägern, die in der hellen Nacht länger und flacher jagen, und beim Aal und Wels in die Gegenrichtung, weil beide das Licht meiden. Beim Karpfen gibt es keine Studie, nur Nächte am Wasser, und die sagen, dass der Karpfen in der hellen Nacht den Futterplatz vom Rand her abfrisst und in der dunklen von der Mitte, was eher eine Regel über seine Vorsicht ist als über den Mond. Anglerlatein ist alles, was dem Mond eine Kraft zuschreibt, den Fisch, der bei Vollmond „auf den Mond schaut", den Druck auf die Schwimmblase, die Anziehung, die im See Millimeter beträgt.
Am Meer dreht sich das um. Dort ist der Mond über die Tide der stärkste Taktgeber, den es gibt, für den Dorsch in der Strömung, den Plattfisch im Watt, die Makrele am Kutter, und die 190 Studien an Thunfischen und Haien zeigen, dass die Tiere bei Vollmond tiefer stehen, weil ihre Beute tiefer steht. Wer vom Boot in der Ostsee auf Dorsch fährt, hat davon wenig, wer im Wattenmeer steht, alles.
An der Küste ist der Mond der Fahrplan
An der Nordsee gilt alles oben, und dazu die Tide. Bei Voll- und Neumond stehen Sonne und Mond in einer Linie, der Tidenhub ist am größten, die Strömung in den Prielen am stärksten, und die auflaufende Springflut spült Sandaal, Wattwurm und Garnele in die Rinnen, in denen Plattfisch und Wolfsbarsch warten. Das Brandungsangeln plant nach dem Tidenkalender, und der Tidenkalender ist ein Mondkalender, der einzige, der mehr sagt als der Fang-Index. An der Ostsee mit ihren Zentimetern Hub bleibt vom Mond das Licht, und die Meerforelle an der Küste läuft in der Vollmondnacht flacher als in der dunklen.
An der Nordsee hebt der Mond das Wasser zweimal am Tag um 2 bis 4 Meter, bei Voll- und Neumond am stärksten, und die auflaufende Springflut bringt Sandaal, Wurm und Garnele in die Rinnen. Der Tidenkalender ist ein Mondkalender, und das ist der einzige Ort, an dem der Kalender mehr als der Fang-Index sagt.
Springtide: hier ist der Mond der Fahrplan. AI-Bild
Die drei Mondfehler
Der erste ist der Kalender als Absage, der Angler, der bei Halbmond zu Hause bleibt, während draußen eine Front durchzieht und die Dämmerung auf 8 Grad Wasser trifft. Der zweite ist der Kalender als Zusage, die Vollmondnacht im Januar am See, in der der Mond 4 Punkte bringt und der Frost 30 nimmt. Der dritte ist die Verwechslung von Ursache und Bote, die kalte Vollmondnacht, der zähe Tag nach dem Hoch, das Aufklaren nach der Front, alles Wetter, das der Mond nur sichtbar macht.
Bevor du nach dem Mond planst
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Was nach einem Jahr Fangbuch bleibt
Wer ein Jahr lang jeden Fang mit Uhrzeit meldet, hat am Ende seine eigene Mondstudie, und sie wird aussehen wie die großen. Ein paar Prozent mehr um Voll- und Neumond, die hellen Sommernächte mit dem Zander an der Kante als Ausreißer nach oben, die Aalnächte bei Vollmond als Ausreißer nach unten, und dazwischen ein Jahr, in dem Wetter und Dämmerung die Fänge verteilt haben und der Mond mitgelaufen ist.
Das ist die Antwort auf die Frage im Titel. Der Vollmond bringt etwas, am Tag wenig, nachts mehr, bei den großen Fischen am deutlichsten, und er bringt es als Licht und als Fenster, nicht als Kraft. Wer ihn nutzen will, liest die Beiß-Karte statt den Kalender, legt das Major-Fenster in die Dämmerung und zieht sich in der klaren Nacht warm an.
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Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.
Zum Nachschlagen
11 EinträgeHäufige Fragen
8 FragenBeißen Fische bei Vollmond besser?
Ein wenig, und nachts deutlicher als am Tag. Die größte Studie dazu, 341.959 Muskie-Fänge aus 43 Jahren, fand rund 5 Prozent mehr Fänge um Voll- und Neumond und nachts bis zu 28 Prozent mehr bei Vollmond. Am Döllnsee in Brandenburg stieg die Hecht-Fangrate um Voll- und Neumond ebenfalls, aber Wassertemperatur und Wind wirkten stärker. Der Mond ist ein echter, kleiner Faktor.
Was sind Solunarzeiten?
Die Stunden, in denen der Mond im Süden oder im Norden steht (Major, rund zwei Stunden) und in denen er auf- oder untergeht (Minor, rund eine Stunde). Die Idee stammt von John Alden Knight aus dem Jahr 1926 und liegt jedem Angel-Mondkalender zugrunde. Der Fang-Index rechnet diese Fenster für jedes Gewässer aus dem echten Mondstand, die Beiß-Karte zeigt sie mit Uhrzeit.
Ist ein Angel-Mondkalender sinnvoll?
Als Uhr für die Fenster ja, als Kalender für gute und schlechte Tage kaum. Die Fenster sind messbar, die Phase bewegt im Fang-Index höchstens 4 von 100 Punkten, und ein Tag mit Frontdurchgang in der Dämmerung schlägt jeden Vollmond. Wer einen Kalender will, nimmt die Beiß-Karte, sie rechnet Mond und Wetter zusammen.
Zander angeln bei Vollmond, geht das?
Ja, und oft besser als bei Neumond. Der Zander jagt mit den Augen und nutzt das Mondlicht wie die Dämmerung, er steht in klaren Vollmondnächten über der Flachkante und am Rand der Lichtkegel. Der Köder läuft dann flacher und schneller als in der dunklen Nacht, und der Fang-Index hebt die Nachtstunden ab 60 Prozent Beleuchtung um bis zu ein Viertel.
Beißt der Aal bei Vollmond schlechter?
Ja, das ist die verlässlichste Mondregel des Süßwassers. Der Aal ist lichtscheu und meidet in hellen Nächten das flache Wasser und das Ufer, in dunklen Neumondnächten kommt er dorthin. Bei Vollmond hilft ein bedeckter Himmel, trübes Wasser oder die Stunde vor dem Mondaufgang.
Wie rechnet der Fang-Index den Mond?
Als Solunar-Faktor mit 13 von rund 100 Punkten: 1,0 im Major-Fenster, 0,55 im Minor, 0,12 dazwischen, multipliziert mit 0,7 bei Halbmond bis 1,0 bei Voll- und Neumond. Dazu hebt Mondlicht ab 60 Prozent Beleuchtung den Nachtwert der Tageszeit um bis zu 25 Prozent. Gemessen an 20.160 Stunden trennt der Faktor die Tage fast so gut wie die Tageszeit.
Hat der Mond im Süßwasser eine Tide?
Nein, nicht messbar. Selbst der Bodensee hebt sich durch die Gezeitenkraft nur um wenige Millimeter, das geht in jedem Wind unter. Die Tide wirkt an der Nordsee mit 2 bis 4 Metern Hub und bei Voll- und Neumond am stärksten, an der Ostsee kaum, im See und Fluss gar nicht. Was im Süßwasser ankommt, ist das Licht und das Fenster.
Warum sind Vollmondnächte so kalt?
Weil sie klar sind, nicht weil der Mond kalt macht. Der Mond ist nur bei klarem Himmel voll zu sehen, und bei klarem Himmel strahlt das Wasser nachts seine Wärme ungehindert ab, ein halbes Grad je Nacht im Winter. Die kalte Vollmondnacht ist eine Wetterlage, und der zähe Mittag danach gehört zum Hoch, nicht zum Mond.
Quellen und Stand
6 Quellen-
Vinson, M. R., Angradi, T. R.: Muskie Lunacy: Does the Lunar Cycle Influence Angler Catch of Muskellunge?, PLoS ONE 9(5), 2014 341.959 Fänge 1970 bis 2013, rund 5 Prozent mehr um Voll- und Neumond, nachts bis 28 Prozent, stärker nördlich von 48 Grad und bei Fischen über 102 cm
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Kuparinen, A., Klefoth, T., Arlinghaus, R.: Abiotic and fishing-related correlates of angling catch rates in pike (Esox lucius), Fisheries Research 105, 2010 Döllnsee: höhere Hecht-Fangraten um Voll- und Neumond und in der Dämmerung, stärker wirkten Wassertemperatur, Wind und Angeldruck, Luftdruck ohne Effekt
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Lowry, M., Williams, D., Metti, Y.: Lunar landings, relationship between lunar phase and catch rates for an Australian gamefish-tournament fishery, Fisheries Research 88, 2007 381 Turniertage in neun Jahren, fünf von acht Arten mit Zusammenhang zur Mondphase, drei ohne
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Andrzejaczek, S. et al.: Lunar influences on the behaviour of pelagic fishes, a review, Reviews in Fish Biology and Fisheries, 2024 190 Studien: 51 Prozent zeigen tieferes Stehen bei mehr Mondlicht, Haie bei Vollmond aktiver, viele Arten ohne Zusammenhang
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Fang-Index von CatchHub: Herleitung und Gewichtung der neun Faktoren Solunar-Faktor 13 Punkte, Beitrag 3,91 gemessen an 20.160 Stunden, Mondlicht in der Nacht, Fenster aus dem echten Mondstand
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Kyba, C. C. M. et al.: How bright is moonlight?, Astronomy and Geophysics 58, 2017 Klare Vollmondnacht rund 0,1 bis 0,3 Lux, Neumond um 0,001 Lux, die Spanne des Nachtlichts
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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