Unterwasseraufnahme in klarem, flachem Seewasser: ein Schwarm Rotaugen zieht über hellen Kies, dahinter steht ein Hecht reglos zwischen Krautfahnen im Gegenlicht AI
Angel-Guide

Fischarten in Deutschland

Rund 40 Arten landen bei uns am Haken, und die meisten haben einen Doppelgänger. Woran du jede Art in der Hand erkennst, welche Verwechslung Geld oder eine geschützte Art kostet, und wo sie heute geschont ist.

46 Arten mit Steckbrief 16 Länder Schonzeit-Lage heute 17 Paare zum Auseinanderhalten
René Seidel René Seidel Aktualisiert 12.09.2026

Kurz gesagt

  • Die Gesamtartenliste Deutschlands führt 122 Süßwasserfische und Neunaugen, davon werden 90 heimische Arten in der Roten Liste bewertet, dazu kommen 105 etablierte Fischarten in Nord- und Ostsee. Beangelt werden rund 40 Arten.
  • Vier Blicke bestimmen fast jede Art: die Zahl der Rückenflossen, Barteln am Maul, eine Fettflosse und die Stellung des Mauls. Zwei Rückenflossen mit Stacheln sind Barsch oder Zander, eine Fettflosse ist ein Lachsfisch, vier Barteln sind Karpfen oder Barbe.
  • Die Verwechslungen, die zählen, hängen an einem einzigen Merkmal. Rotauge und Rotfeder unterscheidet der Ansatz der Rückenflosse, Döbel und Aland der Rand der Afterflosse, Meerforelle und Lachs der Schwanzstiel, Aal und Neunauge das Maul.
  • Schonzeit und Mindestmaß sind Landesrecht. Das Mindestmaß des Hechts reicht von 40 bis 60 cm, und dieselbe Art kann in einem Bundesland geschont und im Nachbarland frei sein. Jede Artseite zeigt alle 16 Länder in einer Tabelle.
  • 52 Prozent der bewerteten Süßwasserfische gelten als bestandsgefährdet oder ausgestorben. Neunaugen sind besonders geschützt, Dorsch und Aal sind im Salzwasser für Angler gesperrt, Regenbogenforelle, Bachsaibling und Zwergwels stammen aus Nordamerika.

Wie viele Fischarten es in Deutschland gibt

Die Gesamtartenliste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands führt 122 Arten. 90 davon sind heimisch und werden in der Roten Liste bewertet, 21 hat der Mensch eingeschleppt oder eingeführt, vom Zwergwels über die Regenbogenforelle bis zur Schwarzmundgrundel, die seit 2008 den Rhein und die Kanäle besiedelt. Dazu kommen 105 etablierte Fischarten in den deutschen Teilen von Nord- und Ostsee. Zusammen sind das mehr als 200 Arten, und auf gut 40 davon wird geangelt.

Diese Übersicht führt genau diese Angelfische, sortiert nach vier Familien, die jeder Angler kennt, auch wenn die Systematik sie anders zieht. Raubfische fressen Fisch und tragen Zähne, zwei Rückenflossen oder einen Entenschnabel. Friedfische sind die Karpfenartigen mit einer Rückenflosse und ohne Zähne im Maul. Lachsartige tragen die Fettflosse. Meeresfische kommen aus Nord- und Ostsee, wo anderes Recht gilt. Innerhalb der Familie steht bei jeder Art das eine Merkmal, an dem du sie festmachst, und die Gewässer, in denen du sie triffst.

Nahaufnahme einer Bachforelle im flachen, klaren Bachwasser über Kies, der Blick liegt auf dem Rücken mit der kleinen Fettflosse vor der Schwanzflosse und den roten Punkten mit hellem Hof

Die kleinste Flosse sagt am meisten

Die Fettflosse sitzt zwischen Rückenflosse und Schwanz, ist kaum fingernagelgroß und hat keine Strahlen. Du erkennst sie am besten, wenn du den Fisch mit dem Rücken gegen das Licht hältst, dann steht sie als weicher Lappen ab. Wer sie findet, hat einen Lachsfisch in der Hand und kann sich Barteln, Stacheln und Schuppenzählen sparen.

Sie ist auch der Grund, warum der Stint in dieser Familie steht, obwohl er kein Salmonide ist. Und sie fehlt jedem Weißfisch, jedem Barsch und jedem Hecht. Ein silberner Fisch aus dem See mit Fettflosse ist deshalb eine Renke, ohne Fettflosse ein Rotauge, und das Maul entscheidet den Rest.

Fettflosse gefunden, Familie bestimmt. Der Rest ist die Frage nach Punkten und Maul. AI-Bild

46 Arten haben eine eigene Seite mit Steckbrief, Bestimmungshilfe, Standplatz-Karten und der Schonzeit-Tabelle aller 16 Bundesländer, vom Hecht bis zur Schwarzmundgrundel und vom Hering bis zum Stör der Anlagen. Zwergwels und Kliesche stehen als Chips unter ihrer Familie, weil eine Liste der Fischarten Deutschlands ohne sie eine Lücke hätte, und mit ihnen steht das Neunauge im Fisch-Finder, weil dort die Verwechslung mit ihm die eigentliche Frage ist.

Raubfische Hecht, Barschartige, Welse, Aal und Quappe

Fressen Fisch und tragen dafür ein Maul mit Zähnen oder einen Rachen, der einen Weißfisch im Ganzen nimmt. Zu erkennen an zwei Rückenflossen (Barsch und Zander), am Entenschnabel (Hecht), an Barteln und nackter Haut (Wels) oder am Flossensaum des Aals. Der Rapfen gehört hierher, obwohl er ein Karpfenfisch ohne Zähne ist, weil er lebt wie ein Räuber.

Hecht Entenschnabel-Maul, Rückenflosse ganz hinten. Steht am Kraut und an der Kante, in fast jedem Stillwasser. Entenschnabel-Maul SeeWeiherAltarmFluss Zander Zwei Rückenflossen, glasiges Auge, vier Fangzähne. Trübes Wasser, harter Grund, Dämmerung. Glasauge und Fangzähne KanalStauseeStromTalsperre Barsch Schwarze Querstreifen, rote Flossen, stachelige Rückenflosse. Überall, wo Struktur ist. Querstreifen, rote Flossen SeeBaggerseeKanalFluss Wels Riesiges Maul, sechs Barteln, nackte Haut, Afterflosse bis zum Schwanz. Der größte Fisch im Binnenland. Sechs Barteln, nackte Haut StromStauseeBaggerseeKanal Aal Schlangenförmig, keine Bauchflossen, Rücken-, Schwanz- und Afterflosse ein Saum. Nachts über weichem Grund. Ein Flossensaum FlussSeeKanalKüste Rapfen Ein Karpfenfisch, der raubt. Großes Maul ohne Zähne, der Unterkiefer greift über. Jagt an der Oberfläche. Raubmaul ohne Zähne StromFlussKanalStausee Quappe Der einzige Dorschfisch im Süßwasser. Eine Kinnbartel, marmoriert, laicht im Winter. Eine Kinnbartel FlussBachSeeStrom
Kaulbarsch Klein, gefleckt, Rückenflossen verwachsen, Schleimgruben am Kopf. Beifang am Grund. Verwachsene Rückenflossen SeeFlussKanalBodden
Sonnenbarsch Scheibenrund, bunt, Ohrfleck am Kiemendeckel, Rückenflosse ohne Lücke. Aus Nordamerika, auf der EU-Liste invasiver Arten. Ohrfleck, scheibenrund TeichWeiherBaggerseeAltarm
Schwarzmundgrundel Gedrungen, hohe Augen, Bauchflossen als Saugscheibe, schwarzer Fleck hinten an der ersten Rückenflosse. Seit 2008 im Rhein. Saugscheibe, Fleck an der Rückenflosse StromKanalFlussHafen

Dazu in dieser Familie GroppeBreiter Kopf, riesige Brustflossen ZwergwelsAcht Barteln, Fettflosse

Friedfische Karpfenartige und Störe

Eine einzige Rückenflosse, keine Zähne im Maul, die Schuppen groß und silbrig bis golden. Die Familie mit den meisten Verwechslungen, weil Rotauge und Rotfeder, Brassen und Güster, Döbel und Aland sich nur an einem Merkmal unterscheiden. Barteln tragen darin nur Karpfen, Barbe, Schleie und der Stör, der als Anlagenfisch mit denselben Ködern gefangen wird.

Karpfen Vier Barteln, hochrückig, lange Rückenflosse mit gesägtem Stachel. Warm und nährstoffreich. Vier Barteln, lange Rückenflosse TeichWeiherSeeBaggersee Schleie Olivgrün, winzige Schuppen, rotes Auge, zwei kurze Barteln. Krautig, flach, im Morgengrauen. Rotes Auge, zwei Barteln WeiherTeichSeeAltarm Brassen Hochrückig, seitlich flach, vorstülpbares Maul, dicke Schleimschicht. Der häufigste große Fisch vieler Seen. Vorstülpbares Maul SeeFlussKanalStausee Rotauge Rotes Auge, Rückenflosse über den Bauchflossen, rötliche Flossen. Der häufigste Fisch Deutschlands. Rotes Auge SeeFlussKanalWeiher Döbel Großer Kopf, weites Maul, große Schuppen mit dunklem Netzrand. Der Allesfresser der Flüsse. Große Schuppen, Netzmuster FlussBachStromKanal Nase Maul unten mit scharfer Hornkante, Bauchhaut schwarz. Weidet Algen vom Kies, in vielen Ländern lang geschont. Hornkante am Maul FlussBachStrom Barbe Vier Barteln, unterständiges Maul, spindelförmig. Kies und Strömung, sonst nichts. Vier Barteln, Kiesfisch FlussStromBach
Rotfeder Gelbes Auge, Rückenflosse deutlich hinter den Bauchflossen, Maul nach oben. Steht im Kraut dicht unter der Oberfläche. Rückenflosse weit hinten WeiherAltarmSeeTeich
Güster Wie ein kleiner Brassen, aber mit großem Auge, rötlichen Flossenansätzen und größeren Schuppen. Großes Auge, rote Flossenansätze SeeFlussKanalAltarm
Aland Kleine Schuppen, Afterflosse nach innen gewölbt, rötliche Bauchflossen. Der Döbel-Doppelgänger der Unterläufe. Afterflosse nach innen gewölbt StromFlussKanalSee
Karausche Goldbraun, gedrungen, keine Barteln, Rückenflossenrand nach außen gewölbt. Stark gefährdet, in mehreren Ländern geschont. Ohne Barteln, gewölbte Rückenflosse WeiherTeichAltarmTümpel
Graskarpfen Walzenförmig, breiter Kopf, kurze Rückenflosse, keine Barteln. Pflanzenfresser aus China, jeder Fisch ist Besatz. Kurze Rückenflosse, walzenförmig BaggerseeTeichWeiherKanal
Giebel Silbrig, Rückenflossenrand gerade, keine Barteln. Die Schwester der Karausche, vermehrt sich oft ganz ohne Männchen. Silbrig, gerader Flossenrand TeichWeiherAltarmKanal
Ukelei Sehr schlank, Maul nach oben, lange Afterflosse, Schuppen fallen bei Berührung ab. Der Köderfisch der Oberfläche. Oberständiges Maul, lange Afterflosse FlussSeeKanalStrom
Stör Spitze Schnauze, vier Barteln, Knochenplatten statt Schuppen. In Anlagen Sibirischer Stör und Sterlet, der heimische Stör ist geschützt. Knochenplatten, Barteln vor dem Maul TeichBaggerseeWeiher

Dazu in dieser Familie SchneiderSeitenlinie wie eine Naht

Lachsartige mit Fettflosse

Die kleine, strahlenlose Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse verrät die Familie auf einen Blick. Forellen, Saiblinge, Renken, Äsche, Huchen und Lachs brauchen kaltes, sauerstoffreiches Wasser, und der Stint trägt die Fettflosse als einziger Nicht-Salmonide dieser Liste.

Bachforelle Rote Punkte mit hellem Hof, Schwanzflosse ohne Punkte, Fettflosse. Kaltes, schnelles, klares Wasser. Rote Punkte mit Hof BachFlussSee Regenbogenforelle Rosa Band längs der Seite, schwarze Tupfen bis in die Schwanzflosse. Aus Nordamerika, der meistbesetzte Salmonide. Rosa Band, getupfter Schwanz TeichFlussBachSee Seeforelle Silbern mit schwarzen, oft x-förmigen Flecken, Fettflosse, groß. Die Bachforelle, die im See zum Räuber wurde. Silber mit x-Flecken SeeTalsperreFluss Meerforelle Silbern, schwarze Punkte bis unter die Seitenlinie, kräftiger Schwanzstiel. Vom Strand aus, im Frühjahr und Herbst. Kräftiger Schwanzstiel KüsteFlussBach Seesaibling Helle Punkte auf dunklem Grund, weiße Flossensäume, in der Laichzeit roter Bauch. Kaltes Tiefenwasser der Alpenseen. Helle Punkte, weiße Säume SeeTalsperre Renke Silbern, kleines Maul ohne Zähne, große Schuppen, Fettflosse. Freiwasser tiefer, kalter Seen. Kleines Maul, Fettflosse SeeTalsperre Äsche Riesige, fahnenartige Rückenflosse, kleines Maul, Fettflosse. Klare, schnelle Flüsse mit Kiesgrund. Fahnen-Rückenflosse FlussBach Huchen Kupferrot bis braun, kleine x-förmige Punkte, sehr groß, nur im Donaugebiet. Streng geregelt. Kupferrot, nur Donau FlussStrom Stint Klein, durchscheinend, Fettflosse, Zähne und Gurkengeruch. Zieht im Spätwinter die Flüsse hoch. Riecht nach Gurke StromKüsteSee
Bachsaibling Wurmlinien auf dem Rücken, helle und rote Punkte, weiße Flossensäume. Aus Nordamerika, besetzt in kalten Bächen. Wurmlinien auf dem Rücken BachTeichSee
Lachs Dünner Schwanzstiel, eingekerbte Schwanzflosse, kaum Punkte unter der Seitenlinie. In vielen Ländern ganzjährig geschont. Dünner Schwanzstiel StromFlussKüste

Meeresfische Nord- und Ostsee

Vom Ufer und vom Boot in Nord- und Ostsee, dazu in Bodden und Flussmündungen. Dorschartige mit drei Rückenflossen, Plattfische mit beiden Augen auf einer Seite, die Schwarmfische Hering und Makrele, der Wolfsbarsch und die Sommergäste Hornhecht und Meeräsche. Hier gelten Küstenrecht und EU-Fangregeln, und der Dorsch ist in der Ostsee für Angler gesperrt.

Dorsch Drei Rückenflossen, eine Kinnbartel, helle Seitenlinie, marmoriert. In der Ostsee für Angler gesperrt. Drei Rückenflossen, Kinnbartel OstseeNordseeKüste Hornhecht Langer, dünner Schnabel aus beiden Kiefern, grüne Gräten, silbern. Im Mai an der Ostseeküste. Schnabel, grüne Gräten KüsteOstseeBodden Meeräsche Zwei getrennte Rückenflossen, dicke Oberlippe, silbern mit Längsstreifen. Weidet in Häfen und Buchten. Dicke Oberlippe HafenKüsteNordseeOstsee
Hering Seitlich flach, eine kurze Rückenflosse in der Mitte, Maul nach oben, lose Schuppen. Im Frühjahr in Schwärmen vor der Küste. Eine Rückenflosse mittig, Maul nach oben OstseeNordseeBoddenHafen
Makrele Spindelförmig, wellige Streifen auf dem Rücken, zwei weit getrennte Rückenflossen, Flösselchen vor dem Schwanz. Sommergast der Nordsee. Rückenstreifen, Flösselchen NordseeKüsteHafen
Wolfsbarsch Gestreckt, silbern, zwei getrennte Rückenflossen, Fleck am Kiemendeckel. Der Räuber der Nordsee, mit EU-Regeln für Angler. Zwei Rückenflossen, Kiemendeckel-Fleck NordseeKüsteHafen
Flunder Rau wie Sandpapier an Seitenlinie und Flossenansätzen, geht ins Süßwasser. Der Plattfisch der Flussmündungen. Raue Knochenhöcker KüsteHafenStromNordsee Scholle Glatte Haut, klare rote Punkte, kleine Knochenhöcker nur hinter den Augen. Sandgrund, rechtsäugig. Rote Punkte, glatt NordseeOstseeKüste
Köhler Gerade, helle Seitenlinie, keine Bartel, der Unterkiefer steht vor. Der Seelachs vom Kutter. Gerade helle Seitenlinie Nordsee
Wittling Schlank, silbern, schwarzer Fleck am Brustflossenansatz, kaum Bartel. Beifang beim Plattfischangeln. Schwarzer Fleck an der Brustflosse NordseeOstseeKüste

Dazu in dieser Familie KliescheBogen in der Seitenlinie

Welcher Fisch ist das? Heimische Fische bestimmen

Einen Fisch bestimmst du nicht an der Farbe. Die wechselt mit Gewässer, Alter und Laichzeit, und derselbe Barsch ist im Baggersee blass und im Moorsee fast schwarz. Bestimmt wird an dem, was sich nicht ändert, und das sind Flossen, Maul und Barteln. Wie viele Rückenflossen hat er, und sitzt darin eine kleine strahlenlose Fettflosse? Zeigt das Maul nach oben, nach vorn oder nach unten, und trägt es Barteln? Liegt der Fisch platt, oder ist er rund wie eine Schlange?

Der Finder unten fasst das in zwei Fragen. Erst das Merkmal, das dir am Fisch zuerst auffällt, dann das Gewässer, in dem du ihn gefangen hast, und darunter stehen die Arten, die dafür infrage kommen, mit dem Merkmal, an dem du sie festmachst, dem Doppelgänger, den du ausschließen musst, und der Schonzeit-Lage für heute. Über der Liste steht jeweils die Verwechslung, die bei dieser Kombination am häufigsten passiert.

Der Fisch-Finder

Merkmal und Gewässer

Sag, was dir am Fisch zuerst auffällt und wo du ihn gefangen hast. Darunter stehen die Arten, die infrage kommen, mit dem Merkmal, an dem du sie festmachst, ihrem Doppelgänger und der Schonzeit-Lage für heute.

Was fällt am Fisch zuerst auf?
Wo hast du ihn gefangen?

Bachforelle oder Regenbogenforelle? Bei der Bachforelle sitzen die roten Punkte in hellen Ringen und die Schwanzflosse bleibt fast frei, die Regenbogenforelle trägt schwarze Tupfen bis in die Schwanzflosse und ein rosa Band.

  • Bachforelle

    Rote und schwarze Punkte, die roten mit hellem Hof, die Schwanzflosse fast ohne Punkte, eine Fettflosse, das Maul reicht bis hinter das Auge.

    Nicht zu verwechseln mit: Regenbogenforelle (rosa Band, Tupfen bis in die Schwanzflosse)

    Schonzeit heute in 9 von 16 Ländern mit Regel, 2 mit Sonderregel, Mindestmaß 20 bis 30 cm.

    Am wahrscheinlichsten
  • Regenbogenforelle

    Ein rosa bis rotes Band vom Kiemendeckel bis zum Schwanz, kleine schwarze Tupfen über den ganzen Körper und bis in die Schwanzflosse, keine roten Punkte, eine Fettflosse.

    Nicht zu verwechseln mit: Bachforelle (rote Punkte mit Hof, Schwanzflosse ohne Tupfen)

    Schonzeit heute in 2 von 6 Ländern mit Regel, 1 mit Sonderregel, Mindestmaß 25 bis 26 cm.

    Am wahrscheinlichsten
  • Äsche

    Eine sehr hohe, lange Rückenflosse mit Reihen dunkler Flecken, das Maul klein und unterständig, große Schuppen, Fettflosse, ein Geruch nach Thymian.

    Nicht zu verwechseln mit: Bachforelle (kleine Rückenflosse, rote Punkte)

    Heute nirgends geschont, 16 Länder mit Regel, 1 mit Sonderregel, Mindestmaß 30 bis 35 cm.

    Am wahrscheinlichsten
  • Meerforelle

    Silbern mit vielen schwarzen Punkten auch unter der Seitenlinie, der Schwanzstiel dick und der Schwanzflossenrand gerade, das Maul reicht bis hinter das Auge, Fettflosse.

    Nicht zu verwechseln mit: Lachs (dünner Schwanzstiel, eingekerbte Schwanzflosse, kaum Punkte unter der Seitenlinie) und Bachforelle (bräunlich, rote Punkte in hellen Ringen)

    Schonzeit heute in 10 von 16 Ländern mit Regel, 4 mit Sonderregel, Mindestmaß 25 bis 60 cm.

    Auch möglich
  • Huchen

    Langgestreckt und rund, Rücken und Flanken kupferrot bis braun mit kleinen x-förmigen schwarzen Punkten, keine roten Punkte, breiter Kopf, Fettflosse, aus dem Donaugebiet.

    Nicht zu verwechseln mit: Bachforelle (rote Punkte, kleiner)

    Heute nirgends geschont, 2 Länder mit Regel, 2 mit Sonderregel, Mindestmaß 70 bis 90 cm.

    Auch möglich
  • Bachsaibling

    Helle Wurmlinien auf dem olivgrünen Rücken, helle und rote Punkte mit blauem Hof, die Flossen mit weißer und schwarzer Vorderkante, Fettflosse.

    Nicht zu verwechseln mit: Bachforelle (dunkle Punkte auf hellem Grund, keine Wurmlinien)

    Schonzeit heute in 3 von 3 Ländern mit Regel, Mindestmaß 25 cm.

    Auch möglich
Kopf einer Barbe von schräg vorn über hellem Flusskies, das unterständige Maul mit den vier fleischigen Barteln an der Oberlippe deutlich sichtbar, Wasser klar und flach

Barteln zählen, dann die Lippe prüfen

Barteln sind Fühlfäden, mit denen der Fisch am Grund tastet und schmeckt. Ihre Zahl ist bei jeder Art fest und im Kescher in Sekunden gezählt. Vier an der Oberlippe trägt die Barbe, vier im Maulwinkel und an der Lippe der Karpfen, zwei kurze die Schleie, sechs der Wels, eine am Kinn Quappe und Dorsch.

Fehlen Barteln bei einem Fisch, der aussieht wie eine Barbe, dreh ihn um. Eine scharfe, verhornte Kante an der Unterlippe und eine schwarze Bauchhaut machen die Nase, und die ist in vielen Ländern geschont, während die Barbe daneben frei ist.

Vier Barteln, Maul nach unten, spindelrund. Die Barbe. Ohne Barteln wäre es die Nase. AI-Bild

Die Verwechslungen, die etwas kosten

Die meisten Verwechslungen sind folgenlos. Ob ein Weißfisch im Köderfischeimer ein Rotauge oder eine Rotfeder ist, interessiert die Verordnung selten. Ein Dutzend Paare ist anders. Dort hängt an der Art eine Schonzeit, die der Doppelgänger nicht hat, ein Mindestmaß, das um 20 cm auseinanderliegt, oder ein Schutzstatus, der jeden Fang zurück ins Wasser schickt. Wer einen Lachs für eine Meerforelle hält oder ein Neunauge für einen Aal, hat ein Problem, das mit einem Blick auf den Schwanzstiel oder das Maul zu vermeiden war.

Die Karten unten zeigen je Paar beide Umrisse, das eine Merkmal, das am Wasser reicht, und den Grund, warum die Frage über den Namen hinausgeht. Bei jedem Paar gilt: erst das Merkmal prüfen, dann die Tabelle des Landes öffnen.

Die Paare, die verwechselt werden

17 Paare
  • Was sie trennt
    Der Hecht hat eine Rückenflosse, und die sitzt ganz hinten über der Afterflosse. Der Zander hat zwei, die vordere mit harten Stacheln, und dazu vier lange Fangzähne, wo der Hecht hunderte kleine trägt.
    Warum es zählt
    Beide haben in jedem Bundesland eigene Schonzeit und eigenes Maß, und die Fristen liegen oft Wochen auseinander.
  • Was sie trennt
    Rote Punkte, jeder in einem hellen Ring, und eine fast ungefleckte Schwanzflosse machen die Bachforelle. Die Regenbogenforelle hat keine roten Punkte, dafür schwarze Tupfen bis in die Schwanzflosse und ein rosa Band längs der Seite.
    Warum es zählt
    Die Bachforelle ist im Winter in fast allen Ländern geschont, die Regenbogenforelle in vielen gar nicht.
  • Bachsaibling
    Was sie trennt
    Die Bachforelle hat dunkle Punkte auf hellem Grund, der Bachsaibling helle Punkte auf dunklem Grund, dazu Wurmlinien auf dem Rücken und weiße Vorderkanten an den unteren Flossen.
    Warum es zählt
    Der Bachsaibling ist ein Besatzfisch aus Nordamerika, und einige Länder führen ihn mit eigener Frist oder ohne jede Regel.
  • Lachs
    Was sie trennt
    Greif den Schwanzstiel. Beim Lachs ist er so dünn, dass du ihn festhalten kannst, und die Schwanzflosse ist eingekerbt. Die Meerforelle hat einen dicken Stiel, einen geraden Schwanzflossenrand und Punkte auch unter der Seitenlinie.
    Warum es zählt
    Der Lachs ist in vielen Ländern ganzjährig geschont, eine Meerforelle darfst du außerhalb ihrer Schonzeit mitnehmen.
  • Rotfeder
    Was sie trennt
    Die Rückenflosse des Rotauges setzt genau über den Bauchflossen an, die der Rotfeder ein gutes Stück weiter hinten. Dazu hat das Rotauge einen roten Fleck im Auge, die Rotfeder ein gelbes Auge und ein Maul, das nach oben zeigt.
    Warum es zählt
    Für beide gilt in einigen Ländern ein Maß, in den meisten keins. Wer Köderfische hältert, muss die Art trotzdem kennen.
  • Güster
    Was sie trennt
    Der Güster hat ein Auge, das so groß ist wie seine Schnauze lang, rötliche Ansätze an Brust- und Bauchflossen und größere Schuppen. Der Brassen ist schleimig, kleinschuppig und hat durchweg graue Flossen.
    Warum es zählt
    Ein Güster über 30 cm ist selten, ein Brassen fängt dort erst an. Wer einen kapitalen Güster meldet, hat meist einen kleinen Brassen.
  • Aland
    Was sie trennt
    Die Afterflosse entscheidet. Der Döbel trägt sie mit einem nach außen gebogenen Rand, beim Aland biegt sich der Rand nach innen. Dazu hat der Döbel große Schuppen mit dunklem Netzrand, der Aland kleine ohne.
    Warum es zählt
    Der Aland ist in mehreren Ländern geschont und trägt ein Maß, der Döbel fast nirgends.
  • Was sie trennt
    Die Barbe trägt vier Barteln an der Oberlippe, die Nase keine. Dafür hat die Nase eine scharfe, verhornte Unterlippe und eine schwarze Bauchhaut, die der Barbe fehlt.
    Warum es zählt
    Die Nase ist gefährdet und in vielen Ländern lange geschont. Die Barbe ist außerhalb ihrer Laichzeit fast überall frei.
  • Aal
    Neunauge
    Was sie trennt
    Der Aal hat einen Kiefer mit Zähnen, Brustflossen und einen Kiemenspalt je Seite. Das Neunauge hat einen runden Saugmund ohne Kiefer, keine Brustflossen und sieben Kiemenlöcher in einer Reihe.
    Warum es zählt
    Alle drei Neunaugen sind nach Naturschutzrecht besonders geschützt. Ein Fang geht sofort und ohne Foto zurück.
  • Was sie trennt
    Streich von hinten nach vorn über die Oberseite. Die Flunder ist rau an der Seitenlinie und an den Flossenansätzen, die Scholle glatt und trägt klare orangerote Punkte.
    Warum es zählt
    Beide haben an der Küste eigene Maße, und die Flunder ist in einigen Ländern im Frühjahr geschont, die Scholle nicht.
  • Karausche
    Was sie trennt
    Der Karpfen trägt vier Barteln, die Karausche keine. Dazu ist die Karausche gedrungener, goldbraun, und der Rand ihrer langen Rückenflosse wölbt sich nach außen.
    Warum es zählt
    Die Karausche ist stark gefährdet und in mehreren Ländern geschont. Der Karpfen ist es in den meisten nicht.
  • Wittling
    Was sie trennt
    Der Dorsch hat eine deutliche Bartel am Kinn, eine gebogene helle Seitenlinie und einen marmorierten Rücken. Der Wittling ist silbrig, seine Bartel winzig oder fehlend, und am Ansatz der Brustflosse sitzt ein schwarzer Fleck.
    Warum es zählt
    Der Dorsch ist in der Ostsee für Angler ganzjährig gesperrt. Der Wittling darf mitgenommen werden.
  • Karausche
    Giebel
    Was sie trennt
    Die Karausche ist goldbraun, und der Rand ihrer Rückenflosse wölbt sich nach außen. Der Giebel ist silbergrau, sein Flossenrand gerade oder leicht eingebuchtet, und sein Bauchfell ist schwarz statt hell.
    Warum es zählt
    Die Karausche ist stark gefährdet und in vier Ländern ganzjährig geschützt. Der Giebel ist fast überall häufig und nirgends geschont.
  • Sonnenbarsch
    Was sie trennt
    Der Barsch trägt dunkle Querbinden und zwei getrennte Rückenflossen. Der Sonnenbarsch ist rund wie ein Teller, bunt gefleckt, seine Rückenflosse hat keine Lücke, und am Kiemendeckel sitzt ein schwarzer Ohrfleck mit rotem Rand.
    Warum es zählt
    Der Sonnenbarsch steht auf der EU-Liste invasiver Arten und wird nicht zurückgesetzt. Der Barsch hat in mehreren Ländern Maß und Schonzeit.
  • Groppe
    Schwarzmundgrundel
    Was sie trennt
    Dreh den Fisch um. Bei der Grundel sind die Bauchflossen zu einer runden Saugscheibe verwachsen, bei der Groppe stehen sie getrennt. Dazu trägt die Schwarzmundgrundel einen schwarzen Fleck hinten an der ersten Rückenflosse, die Groppe riesige fächerförmige Brustflossen.
    Warum es zählt
    Die Groppe ist nach der FFH-Richtlinie geschützt und geht sofort zurück. Die Schwarzmundgrundel ist eingewandert und darf in vielen Revieren nicht zurückgesetzt werden.
  • Was sie trennt
    Silberblank mit wenigen schwarzen, oft x-förmigen Flecken ist die Meerforelle, bräunlich mit roten Punkten in hellen Ringen die Bachforelle. Ein großer, silberner Forellenfisch, der im Herbst den Fluss heraufzieht, ist fast immer eine Meerforelle.
    Warum es zählt
    Die Meerforelle ist in vielen Flüssen ganzjährig geschont, weil sie dort nur zum Laichen steht. Die Bachforelle ist außerhalb ihrer Winterschonzeit frei.
  • Ukelei
    Schneider
    Was sie trennt
    Beim Schneider ist die Seitenlinie oben und unten von einer Reihe dunkler Punkte eingefasst, wie eine Naht. Die Ukelei ist schlanker, ihr Maul zeigt nach oben, und die Seitenlinie läuft ohne Punkte.
    Warum es zählt
    Beim Köderfischfang landen beide im selben Senknetz. Der Schneider ist in vielen Ländern ganzjährig geschont, die Ukelei ist der gängigste Köderfisch.

17 Paare, bei denen der Irrtum eine Schonzeit, ein Maß oder eine geschützte Art kostet. Jede Artseite zeigt ihre Doppelgänger noch einmal in der Bestimmungshilfe, mit Zeichnung und nummerierten Merkmalen.

Eine Flunder liegt halb im hellen Sand eines flachen Ostseestrands eingegraben, beide Augen auf der Oberseite, entlang der Seitenlinie eine Reihe rauer Knochenhöcker

Rau oder glatt entscheidet am Strand

Die drei Plattfische der Küste liegen auf demselben Sand und sehen im Eimer gleich aus. Neben der Hand hilft die Seite. Scholle und Kliesche tragen die Augen fast immer rechts, bei der Flunder liegt jeder dritte Fisch andersherum. Leg ihn mit der Augenseite nach oben und der Bauchkante zu dir, dann zeigt der Kopf eines rechtsäugigen Fisches nach rechts. Zeigt er nach links, hast du sehr wahrscheinlich eine Flunder.

Die Flunder ist außerdem die einzige, die weit ins Süßwasser aufsteigt. Ein Plattfisch aus der Elbe bei Hamburg oder aus der Weser oberhalb von Bremen ist praktisch immer eine Flunder, und dort gilt für sie das Binnenrecht des Landes.

Höcker an der Seitenlinie, oft linksäugig, und bis weit in die Flüsse. Die Flunder. AI-Bild

Wo heute welche Schonzeit gilt

Fischereirecht ist Landesrecht, und bei kaum etwas zeigt sich das so deutlich wie bei den Schonzeiten. Dieselbe Art ist in einem Bundesland vom Februar bis zum April geschont, im Nachbarland vom Januar bis zum Mai, und im dritten gar nicht. Wer die Regel seines Landes kennt und 30 km weiter fährt, liegt zuverlässig falsch. Die Tabelle unten dreht die Frage deshalb um. Nicht „wann hat der Hecht Schonzeit", sondern „wo hat er heute welche".

Die Zeilen sind so sortiert, dass die Arten mit den meisten laufenden Schonzeiten oben stehen, und ein Tipp auf eine Zeile zeigt, welches Land gerade welchen Stand hat. Was du hier siehst, ist die Rechnung aus den 16 Landesverordnungen für den heutigen Tag, und die Fristen selbst, mit Fundstelle und Stand, stehen auf jeder Artseite.

Fischarten im Jahreslauf

Jede Art hat ihre Wochen. Die Meerforelle steht im März dicht unter Land, der Hornhecht kommt im Mai, der Aal frisst in den warmen Nächten des Sommers, der Hecht holt sich im Oktober seine Reserven, und die Quappe laicht, wenn alle anderen im Winterlager stehen. Wer weiß, welche Art gerade vorn liegt, sucht das richtige Wasser und nicht den richtigen Köder.

Überflutete Uferwiese eines Sees im zeitigen Frühjahr, zwischen den Grashalmen im knietiefen, klaren Wasser stehen zwei Hechte dicht beieinander, das Licht flach und golden

Wo die Schonzeit herkommt

Die Schonzeit einer Art liegt um ihre Laichzeit, und die Laichzeit hängt an der Wassertemperatur. Der Hecht zieht ab 6 Grad in überflutete Wiesen und Schilfränder, der Zander laicht bei 12 bis 15 Grad auf hartem Grund, der Karpfen erst über 18 Grad im Kraut. Die Bachforelle laicht im Winter, deshalb liegt ihre Schonzeit dort, wo alle anderen Arten Saison haben.

Weil die Temperatur im Flachland Wochen vor dem Alpenvorland erreicht wird, setzen die Länder die Fristen verschieden. Das ist kein Streit um den Fisch, sondern die Wärme des Wassers, und es ist der Grund, warum eine Schonzeit-Tabelle 16 Zeilen braucht.

Flach, warm, überflutet. Der Hecht laicht zuerst, und darum beginnt seine Schonzeit zuerst. AI-Bild

Die vier Karten unten nennen je Jahreszeit die Arten, die dann vorn liegen, mit dem Grund. Sie sagen nicht, dass eine andere Art dann nicht beißt, sie sagen, welche Artseite du gerade öffnen solltest.

Frühjahr März bis Mai, Wasser 4 bis 15 Grad, steigend

Die Laichzüge sortieren die Arten. Wer im Frühjahr fängt, sucht das flache, sonnige Wasser und die Arten, die dort zuerst in Bewegung kommen.

  • Rotauge zieht in Schwärmen ins Flache, die erste Art mit Betrieb
  • Meerforelle März und April dicht unter Land, bevor das Wasser warm wird
  • Hornhecht kommt im Mai pünktlich an die Ostseeküste
  • Schleie ab Mai im Morgengrauen an der Krautkante
  • Barsch nach dem Laichen im Mai hungrig im Flachen
  • Döbel steht ab April unter den ersten Insekten am Uferbaum

Sommer Juni bis August, Wasser 18 bis 25 Grad

Warmes Wasser, kurze Nächte. Vorn liegen die Arten, die Wärme mögen oder nachts fressen, und die Strömungsfische, die im Fluss Sauerstoff finden.

  • Aal warme Nächte von Juni bis August, über weichem Grund
  • Wels die kürzesten Nächte des Jahres, tief und warm
  • Barbe steht jetzt im schnellen, sauerstoffreichen Wasser
  • Rapfen raubt an der Oberfläche der großen Flüsse
  • Karpfen frisst nach dem Laichen bis in den Herbst
  • Brassen Schwärme über dem Schlamm, nachts am Feeder

Herbst September bis November, Wasser 18 bis 6 Grad, fallend

Die Fressphase vor dem Winter. Die Räuber holen sich Reserven, die Salmoniden ziehen, und an der Küste beginnt die stärkste Zeit des Jahres.

  • Hecht frisst sich ab September Reserven an, die Wochen mit den größten
  • Zander Oktober bis Dezember in der Dämmerung an der Kante
  • Barsch Schwärme im Oktober über der Tiefe, mit dem Echolot zu finden
  • Meerforelle ab Oktober zurück in Ufernähe
  • Äsche Saison bis in den Dezember, das Wasser klar und kalt
  • Flunder August bis Dezember die Hauptsaison der Brandung

Winter Dezember bis Februar, Wasser unter 6 Grad

Kaltes Wasser, wenig Bewegung. Vorn liegen die Arten, die Kälte gewohnt sind, und die, die im Winter laichen oder im Winterlager dicht beieinander stehen.

  • Quappe laicht im Winter und frisst nachts, der Fisch der kalten Monate
  • Zander tief im Winterlager, langsam an der Kante geführt
  • Döbel nimmt auch bei 3 Grad noch einen Köder
  • Rotauge dichte Schwärme im Hafen und im Kanal
  • Barsch unter dem Eis und an der tiefsten Stelle
  • Hecht klares Winterwasser, langsam geführt

Alle Angelfische auf fünf Skalen

Fünf Eigenschaften sagen mehr über eine Art, als ihr Steckbrief auf den ersten Blick verrät, weil sie erst im Vergleich lesbar werden. Wie groß sie wird, entscheidet über Gerät und Erwartung. Was sie von Strömung hält, entscheidet über das Gewässer. Wo im Wasser sie steht, über die Montage. Wann sie frisst, über die Uhrzeit. Und wie warm ihr Wasser sein darf, über den Monat.

Der Vergleich unten stellt alle Angelfische dieses Registers auf diese fünf Achsen. Er kürt keinen Sieger. Ein Aal, der nur nachts und am Grund frisst, ist kein schlechterer Fisch als ein Rapfen, der mittags an der Oberfläche raubt, er verlangt nur einen anderen Abend.

Was das Fangbuch zeigt

Alles bis hierher ist Einordnung aus der Literatur. Was folgt, ist Zählung. Jeder Fang im CatchHub-Fangbuch trägt seine Art, seinen Monat und sein Revier, und jedes Revier in der Gewässerdatenbank führt die Arten, die dort vorkommen. Daraus lässt sich ablesen, welche Arten tatsächlich gemeldet werden, in welchen Monaten jede davon am häufigsten kommt und in wie vielen Revieren sie steht. Die Zahlen wachsen mit jeder Meldung und werden täglich neu gerechnet.

Aus 86 gemeldeten Fängen

86 mit Artangabe · 06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026

Die meistgemeldeten Arten

In wie vielen Revieren die Art geführt wird

Die Monate, in denen die Art am häufigsten gemeldet wird

  • Spiegelkarpfen17 Fänge August 41,2 % September 35,3 % Juni 17,6 %

Gezählt werden alle Fänge im CatchHub-Fangbuch, unabhängig von ihrer Sichtbarkeit und ohne Namen. Die Anteile der meistgemeldeten Arten beziehen sich auf alle gemeldeten Fänge, die Monate je Art auf ihre eigenen Fänge; eine Art bekommt ihre Zeile ab 10 davon. Die Reviere kommen aus der Gewässerdatenbank, ein Revier zählt für jede Art, die es führt.

Geschützt, gefährdet, eingewandert

Von den 90 bewerteten heimischen Süßwasserfischen und Neunaugen gelten 52 Prozent als bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben, 9 Arten sind verschwunden, 11 vom Aussterben bedroht. Die Roten Listen sehen die Gründe in der Gewässerverschmutzung, der Begradigung der Flüsse und den Querbauwerken, die Wanderfischen den Weg zum Laichplatz nehmen. Für das Angeln heißt das zweierlei. Manche Arten sind so selten, dass die Länder sie ganzjährig schonen, Lachs, Huchen und Nase in vielen Verordnungen, und manche sind gar keine Fische im Sinne des Fischereirechts mehr.

Die Neunaugen sind nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, alle heimischen Arten. Sie sehen aus wie kleine Aale, aber statt eines Kiefers tragen sie einen Saugmund, hinter dem Auge sitzen sieben Kiemenlöcher wie eine Perlenreihe, und Brustflossen fehlen. Ein Neunauge am Haken geht sofort und ohne Foto zurück, unabhängig von jeder Fischereiverordnung. Dasselbe gilt für den Dorsch in der Ostsee und den Aal im gesamten Salzwasser, die die EU seit Jahren für die Freizeitfischerei sperrt. Der Aal steht in der Roten Liste der Meeresfische als stark gefährdet.

Am anderen Ende stehen die Eingewanderten. Die Regenbogenforelle kommt aus Nordamerika und ist heute der meistgefangene Salmonide Deutschlands, der Bachsaibling aus derselben Gegend besetzt kalte Bäche, der Zwergwels füllt warme Teiche, und die Schwarzmundgrundel aus dem Schwarzen Meer hat Rhein, Main und die Kanäle erobert. Für keine davon gibt es eine bundesweit einheitliche Regel. Einige Länder führen die Regenbogenforelle mit eigener Frist, viele gar nicht, und wer sie zurücksetzt, handelt in manchem Land gegen die Hegepflicht. Die Tabelle des Landes sagt es.

Bevor der Fisch in den Eimer geht

Alles auf dieser Seite läuft auf einen Moment hinaus. Der Fisch liegt im Kescher, und du musst entscheiden, ob er mitkommt. Die Liste unten nennt die acht Fragen, die du dafür nacheinander beantwortest, in der Reihenfolge, in der die Antworten aufeinander aufbauen. Wer sie einmal durchgeht, braucht am Wasser dafür keine Minute.

Bevor der Fisch in den Eimer geht

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Häufige Fragen zu Fischarten

12 Fragen
Wie viele Fischarten gibt es in Deutschland?

Die Gesamtartenliste führt 122 Süßwasserfische und Neunaugen, davon 90 heimische Arten, die die Rote Liste bewertet, und 21 eingeschleppte. In Nord- und Ostsee kommen 105 etablierte Meeresfische dazu. Beangelt werden rund 40 Arten, und die meisten Angler begegnen im Laufe ihres Lebens vielleicht 20 davon.

Welcher Fisch ist der häufigste in Deutschland?

Das Rotauge, auch Plötze genannt. Es lebt in fast jedem stehenden und langsam fließenden Gewässer, vom Dorfteich bis zum Bodden, und stellt in vielen Seen die Masse des Bestands. Unter den Raubfischen ist es der Barsch, der in fast jedem Gewässer mit Struktur vorkommt.

Woran erkenne ich einen Raubfisch?

An Zähnen, an zwei Rückenflossen oder an einem großen, weit gespaltenen Maul. Hecht und Zander tragen sichtbare Fangzähne, Barsch und Zander zwei Rückenflossen mit Stacheln, der Wels Barteln und ein Maul so breit wie der Kopf. Der Rapfen ist die Ausnahme, ein Karpfenfisch ohne Zähne, der trotzdem raubt. Ein Friedfisch hat eine Rückenflosse und ein kleines, zahnloses Maul.

Welche Fische haben eine Fettflosse?

Alle Lachsfische, also Bachforelle, Regenbogenforelle, Seeforelle, Meerforelle, Lachs, Huchen, Seesaibling, Bachsaibling, Äsche und die Renken, dazu der Stint und der eingeführte Zwergwels. Die Fettflosse sitzt zwischen Rückenflosse und Schwanz, ist klein und hat keine Flossenstrahlen. Kein Weißfisch, kein Barsch und kein Hecht trägt sie.

Was ist der Unterschied zwischen Rotauge und Rotfeder?

Der Ansatz der Rückenflosse. Zieh eine gedachte Linie vom Bauchflossenansatz senkrecht nach oben. Beim Rotauge trifft sie den Anfang der Rückenflosse, bei der Rotfeder liegt dieser Anfang deutlich weiter hinten. Das Rotauge zeigt außerdem einen roten Fleck in der Iris und ein endständiges Maul, die Rotfeder ein gelbes Auge, ein nach oben gerichtetes Maul und kräftig rote Flossen.

Wie unterscheide ich Meerforelle und Lachs?

Am Schwanzstiel und am Maul. Der Lachs lässt sich am Schwanzstiel greifen, weil er so schlank ist, seine Schwanzflosse ist eingekerbt, und sein Maul endet am hinteren Augenrand. Bei der Meerforelle reicht das Maul bis hinter das Auge, der Schwanzstiel ist dick, der Rand der Schwanzflosse gerade, und die schwarzen Punkte sitzen auch unterhalb der Seitenlinie. Für den Lachs gilt in vielen Ländern eine ganzjährige Schonzeit.

Welche Fische sind in Deutschland geschützt?

Nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt sind unter anderem alle heimischen Neunaugen, dazu Kleinfische wie Bitterling, Schlammpeitzger und Steinbeißer. Sie dürfen nicht gefangen werden, ein Beifang geht sofort zurück. Daneben schonen die Länder gefährdete Arten ganzjährig, häufig Lachs, Huchen, Nase und Karausche, und die EU sperrt Dorsch in der Ostsee und Aal im Salzwasser für Angler.

Welcher Fisch wird in Deutschland am größten?

Der Wels. Er erreicht in warmen Flüssen und Stauseen über 2,5 m und über 100 kg, und Fische über 2 m werden aus Rhein, Main und den großen Stauseen inzwischen jedes Jahr gemeldet. Dahinter folgen Hecht, Huchen und Lachs mit etwa 1,5 m und Zander, Karpfen und Meerforelle mit rund 1,2 m.

Was ist der Unterschied zwischen Friedfisch und Raubfisch?

Die Nahrung, und daraus folgt das Maul. Friedfische fressen Würmer, Larven, Pflanzen und Kleintiere, ihr Maul ist klein und zahnlos, gekaut wird mit Schlundzähnen im Rachen. Raubfische fressen andere Fische und tragen dafür Fangzähne oder ein Maul, das einen Weißfisch im Ganzen nimmt. Die Grenze ist unscharf, ein großer Döbel raubt, und ein junger Hecht frisst Larven.

Welche Fischarten haben keine Schonzeit?

Das hängt am Bundesland. Für Barsch, Rotauge, Brassen und Döbel führen die meisten Länder weder Schonzeit noch Mindestmaß, für Karpfen und Schleie oft nur ein Maß. Hecht und Zander sind dagegen in fast allen Ländern geschont. Weil dieselbe Art in einem Land frei und im Nachbarland geschont sein kann, zeigt die Tabelle hier die Lage für heute und jede Artseite die Frist je Land.

Wie messe ich einen Fisch für das Mindestmaß?

Von der Maulspitze bis zum Ende der Schwanzflosse, bei geschlossenem Maul und zusammengelegter Schwanzflosse, den Fisch flach auf dem Maßband. Nicht bis zur Gabel der Schwanzflosse und nicht bis zur Schwanzwurzel. Bei einem Plattfisch gilt dieselbe Länge, bei einem Aal die gestreckte Länge.

Welche Fische wandern zwischen Meer und Fluss?

Lachs, Meerforelle, Fluss- und Meerneunauge, Stint und Flunder steigen zum Laichen oder zum Fressen aus dem Meer in die Flüsse auf. Der Aal macht es umgekehrt, er wächst im Süßwasser und laicht im Atlantik. Für Wanderfische gelten an der Küste und im Binnenland oft zwei verschiedene Regelwerke, und Querbauwerke sind der Hauptgrund, warum mehrere von ihnen gefährdet sind.

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René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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