Kurz gesagt
- Die Gesamtartenliste Deutschlands führt 122 Süßwasserfische und Neunaugen, davon werden 90 heimische Arten in der Roten Liste bewertet, dazu kommen 105 etablierte Fischarten in Nord- und Ostsee. Beangelt werden rund 40 Arten.
- Vier Blicke bestimmen fast jede Art: die Zahl der Rückenflossen, Barteln am Maul, eine Fettflosse und die Stellung des Mauls. Zwei Rückenflossen mit Stacheln sind Barsch oder Zander, eine Fettflosse ist ein Lachsfisch, vier Barteln sind Karpfen oder Barbe.
- Die Verwechslungen, die zählen, hängen an einem einzigen Merkmal. Rotauge und Rotfeder unterscheidet der Ansatz der Rückenflosse, Döbel und Aland der Rand der Afterflosse, Meerforelle und Lachs der Schwanzstiel, Aal und Neunauge das Maul.
- Schonzeit und Mindestmaß sind Landesrecht. Das Mindestmaß des Hechts reicht von 40 bis 60 cm, und dieselbe Art kann in einem Bundesland geschont und im Nachbarland frei sein. Jede Artseite zeigt alle 16 Länder in einer Tabelle.
- 52 Prozent der bewerteten Süßwasserfische gelten als bestandsgefährdet oder ausgestorben. Neunaugen sind besonders geschützt, Dorsch und Aal sind im Salzwasser für Angler gesperrt, Regenbogenforelle, Bachsaibling und Zwergwels stammen aus Nordamerika.
Wie viele Fischarten es in Deutschland gibt
Die Gesamtartenliste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands führt 122 Arten. 90 davon sind heimisch und werden in der Roten Liste bewertet, 21 hat der Mensch eingeschleppt oder eingeführt, vom Zwergwels über die Regenbogenforelle bis zur Schwarzmundgrundel, die seit 2008 den Rhein und die Kanäle besiedelt. Dazu kommen 105 etablierte Fischarten in den deutschen Teilen von Nord- und Ostsee. Zusammen sind das mehr als 200 Arten, und auf gut 40 davon wird geangelt.
Diese Übersicht führt genau diese Angelfische, sortiert nach vier Familien, die jeder Angler kennt, auch wenn die Systematik sie anders zieht. Raubfische fressen Fisch und tragen Zähne, zwei Rückenflossen oder einen Entenschnabel. Friedfische sind die Karpfenartigen mit einer Rückenflosse und ohne Zähne im Maul. Lachsartige tragen die Fettflosse. Meeresfische kommen aus Nord- und Ostsee, wo anderes Recht gilt. Innerhalb der Familie steht bei jeder Art das eine Merkmal, an dem du sie festmachst, und die Gewässer, in denen du sie triffst.
Die kleinste Flosse sagt am meisten
Die Fettflosse sitzt zwischen Rückenflosse und Schwanz, ist kaum fingernagelgroß und hat keine Strahlen. Du erkennst sie am besten, wenn du den Fisch mit dem Rücken gegen das Licht hältst, dann steht sie als weicher Lappen ab. Wer sie findet, hat einen Lachsfisch in der Hand und kann sich Barteln, Stacheln und Schuppenzählen sparen.
Sie ist auch der Grund, warum der Stint in dieser Familie steht, obwohl er kein Salmonide ist. Und sie fehlt jedem Weißfisch, jedem Barsch und jedem Hecht. Ein silberner Fisch aus dem See mit Fettflosse ist deshalb eine Renke, ohne Fettflosse ein Rotauge, und das Maul entscheidet den Rest.
Fettflosse gefunden, Familie bestimmt. Der Rest ist die Frage nach Punkten und Maul. AI-Bild
46 Arten haben eine eigene Seite mit Steckbrief, Bestimmungshilfe, Standplatz-Karten und der Schonzeit-Tabelle aller 16 Bundesländer, vom Hecht bis zur Schwarzmundgrundel und vom Hering bis zum Stör der Anlagen. Zwergwels und Kliesche stehen als Chips unter ihrer Familie, weil eine Liste der Fischarten Deutschlands ohne sie eine Lücke hätte, und mit ihnen steht das Neunauge im Fisch-Finder, weil dort die Verwechslung mit ihm die eigentliche Frage ist.
Raubfische Hecht, Barschartige, Welse, Aal und Quappe
Fressen Fisch und tragen dafür ein Maul mit Zähnen oder einen Rachen, der einen Weißfisch im Ganzen nimmt. Zu erkennen an zwei Rückenflossen (Barsch und Zander), am Entenschnabel (Hecht), an Barteln und nackter Haut (Wels) oder am Flossensaum des Aals. Der Rapfen gehört hierher, obwohl er ein Karpfenfisch ohne Zähne ist, weil er lebt wie ein Räuber.
Dazu in dieser Familie GroppeBreiter Kopf, riesige Brustflossen ZwergwelsAcht Barteln, Fettflosse
Friedfische Karpfenartige und Störe
Eine einzige Rückenflosse, keine Zähne im Maul, die Schuppen groß und silbrig bis golden. Die Familie mit den meisten Verwechslungen, weil Rotauge und Rotfeder, Brassen und Güster, Döbel und Aland sich nur an einem Merkmal unterscheiden. Barteln tragen darin nur Karpfen, Barbe, Schleie und der Stör, der als Anlagenfisch mit denselben Ködern gefangen wird.
Dazu in dieser Familie SchneiderSeitenlinie wie eine Naht
Lachsartige mit Fettflosse
Die kleine, strahlenlose Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse verrät die Familie auf einen Blick. Forellen, Saiblinge, Renken, Äsche, Huchen und Lachs brauchen kaltes, sauerstoffreiches Wasser, und der Stint trägt die Fettflosse als einziger Nicht-Salmonide dieser Liste.
Meeresfische Nord- und Ostsee
Vom Ufer und vom Boot in Nord- und Ostsee, dazu in Bodden und Flussmündungen. Dorschartige mit drei Rückenflossen, Plattfische mit beiden Augen auf einer Seite, die Schwarmfische Hering und Makrele, der Wolfsbarsch und die Sommergäste Hornhecht und Meeräsche. Hier gelten Küstenrecht und EU-Fangregeln, und der Dorsch ist in der Ostsee für Angler gesperrt.
Dazu in dieser Familie KliescheBogen in der Seitenlinie
Welcher Fisch ist das? Heimische Fische bestimmen
Einen Fisch bestimmst du nicht an der Farbe. Die wechselt mit Gewässer, Alter und Laichzeit, und derselbe Barsch ist im Baggersee blass und im Moorsee fast schwarz. Bestimmt wird an dem, was sich nicht ändert, und das sind Flossen, Maul und Barteln. Wie viele Rückenflossen hat er, und sitzt darin eine kleine strahlenlose Fettflosse? Zeigt das Maul nach oben, nach vorn oder nach unten, und trägt es Barteln? Liegt der Fisch platt, oder ist er rund wie eine Schlange?
Der Finder unten fasst das in zwei Fragen. Erst das Merkmal, das dir am Fisch zuerst auffällt, dann das Gewässer, in dem du ihn gefangen hast, und darunter stehen die Arten, die dafür infrage kommen, mit dem Merkmal, an dem du sie festmachst, dem Doppelgänger, den du ausschließen musst, und der Schonzeit-Lage für heute. Über der Liste steht jeweils die Verwechslung, die bei dieser Kombination am häufigsten passiert.
Der Fisch-Finder
Merkmal und GewässerSag, was dir am Fisch zuerst auffällt und wo du ihn gefangen hast. Darunter stehen die Arten, die infrage kommen, mit dem Merkmal, an dem du sie festmachst, ihrem Doppelgänger und der Schonzeit-Lage für heute.
Bachforelle oder Regenbogenforelle? Bei der Bachforelle sitzen die roten Punkte in hellen Ringen und die Schwanzflosse bleibt fast frei, die Regenbogenforelle trägt schwarze Tupfen bis in die Schwanzflosse und ein rosa Band.
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BachforelleAm wahrscheinlichsten
Rote und schwarze Punkte, die roten mit hellem Hof, die Schwanzflosse fast ohne Punkte, eine Fettflosse, das Maul reicht bis hinter das Auge.
-
RegenbogenforelleAm wahrscheinlichsten
Ein rosa bis rotes Band vom Kiemendeckel bis zum Schwanz, kleine schwarze Tupfen über den ganzen Körper und bis in die Schwanzflosse, keine roten Punkte, eine Fettflosse.
-
ÄscheAm wahrscheinlichsten
Eine sehr hohe, lange Rückenflosse mit Reihen dunkler Flecken, das Maul klein und unterständig, große Schuppen, Fettflosse, ein Geruch nach Thymian.
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MeerforelleAuch möglich
Silbern mit vielen schwarzen Punkten auch unter der Seitenlinie, der Schwanzstiel dick und der Schwanzflossenrand gerade, das Maul reicht bis hinter das Auge, Fettflosse.
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HuchenAuch möglich
Langgestreckt und rund, Rücken und Flanken kupferrot bis braun mit kleinen x-förmigen schwarzen Punkten, keine roten Punkte, breiter Kopf, Fettflosse, aus dem Donaugebiet.
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BachsaiblingAuch möglich
Helle Wurmlinien auf dem olivgrünen Rücken, helle und rote Punkte mit blauem Hof, die Flossen mit weißer und schwarzer Vorderkante, Fettflosse.
Barteln zählen, dann die Lippe prüfen
Barteln sind Fühlfäden, mit denen der Fisch am Grund tastet und schmeckt. Ihre Zahl ist bei jeder Art fest und im Kescher in Sekunden gezählt. Vier an der Oberlippe trägt die Barbe, vier im Maulwinkel und an der Lippe der Karpfen, zwei kurze die Schleie, sechs der Wels, eine am Kinn Quappe und Dorsch.
Fehlen Barteln bei einem Fisch, der aussieht wie eine Barbe, dreh ihn um. Eine scharfe, verhornte Kante an der Unterlippe und eine schwarze Bauchhaut machen die Nase, und die ist in vielen Ländern geschont, während die Barbe daneben frei ist.
Vier Barteln, Maul nach unten, spindelrund. Die Barbe. Ohne Barteln wäre es die Nase. AI-Bild
Die Verwechslungen, die etwas kosten
Die meisten Verwechslungen sind folgenlos. Ob ein Weißfisch im Köderfischeimer ein Rotauge oder eine Rotfeder ist, interessiert die Verordnung selten. Ein Dutzend Paare ist anders. Dort hängt an der Art eine Schonzeit, die der Doppelgänger nicht hat, ein Mindestmaß, das um 20 cm auseinanderliegt, oder ein Schutzstatus, der jeden Fang zurück ins Wasser schickt. Wer einen Lachs für eine Meerforelle hält oder ein Neunauge für einen Aal, hat ein Problem, das mit einem Blick auf den Schwanzstiel oder das Maul zu vermeiden war.
Die Karten unten zeigen je Paar beide Umrisse, das eine Merkmal, das am Wasser reicht, und den Grund, warum die Frage über den Namen hinausgeht. Bei jedem Paar gilt: erst das Merkmal prüfen, dann die Tabelle des Landes öffnen.
Die Paare, die verwechselt werden
17 Paare-
- Was sie trennt
- Der Hecht hat eine Rückenflosse, und die sitzt ganz hinten über der Afterflosse. Der Zander hat zwei, die vordere mit harten Stacheln, und dazu vier lange Fangzähne, wo der Hecht hunderte kleine trägt.
- Warum es zählt
- Beide haben in jedem Bundesland eigene Schonzeit und eigenes Maß, und die Fristen liegen oft Wochen auseinander.
-
- Was sie trennt
- Rote Punkte, jeder in einem hellen Ring, und eine fast ungefleckte Schwanzflosse machen die Bachforelle. Die Regenbogenforelle hat keine roten Punkte, dafür schwarze Tupfen bis in die Schwanzflosse und ein rosa Band längs der Seite.
- Warum es zählt
- Die Bachforelle ist im Winter in fast allen Ländern geschont, die Regenbogenforelle in vielen gar nicht.
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Bachsaibling
- Was sie trennt
- Die Bachforelle hat dunkle Punkte auf hellem Grund, der Bachsaibling helle Punkte auf dunklem Grund, dazu Wurmlinien auf dem Rücken und weiße Vorderkanten an den unteren Flossen.
- Warum es zählt
- Der Bachsaibling ist ein Besatzfisch aus Nordamerika, und einige Länder führen ihn mit eigener Frist oder ohne jede Regel.
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Lachs
- Was sie trennt
- Greif den Schwanzstiel. Beim Lachs ist er so dünn, dass du ihn festhalten kannst, und die Schwanzflosse ist eingekerbt. Die Meerforelle hat einen dicken Stiel, einen geraden Schwanzflossenrand und Punkte auch unter der Seitenlinie.
- Warum es zählt
- Der Lachs ist in vielen Ländern ganzjährig geschont, eine Meerforelle darfst du außerhalb ihrer Schonzeit mitnehmen.
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Rotfeder
- Was sie trennt
- Die Rückenflosse des Rotauges setzt genau über den Bauchflossen an, die der Rotfeder ein gutes Stück weiter hinten. Dazu hat das Rotauge einen roten Fleck im Auge, die Rotfeder ein gelbes Auge und ein Maul, das nach oben zeigt.
- Warum es zählt
- Für beide gilt in einigen Ländern ein Maß, in den meisten keins. Wer Köderfische hältert, muss die Art trotzdem kennen.
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Güster
- Was sie trennt
- Der Güster hat ein Auge, das so groß ist wie seine Schnauze lang, rötliche Ansätze an Brust- und Bauchflossen und größere Schuppen. Der Brassen ist schleimig, kleinschuppig und hat durchweg graue Flossen.
- Warum es zählt
- Ein Güster über 30 cm ist selten, ein Brassen fängt dort erst an. Wer einen kapitalen Güster meldet, hat meist einen kleinen Brassen.
-
Aland
- Was sie trennt
- Die Afterflosse entscheidet. Der Döbel trägt sie mit einem nach außen gebogenen Rand, beim Aland biegt sich der Rand nach innen. Dazu hat der Döbel große Schuppen mit dunklem Netzrand, der Aland kleine ohne.
- Warum es zählt
- Der Aland ist in mehreren Ländern geschont und trägt ein Maß, der Döbel fast nirgends.
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- Was sie trennt
- Die Barbe trägt vier Barteln an der Oberlippe, die Nase keine. Dafür hat die Nase eine scharfe, verhornte Unterlippe und eine schwarze Bauchhaut, die der Barbe fehlt.
- Warum es zählt
- Die Nase ist gefährdet und in vielen Ländern lange geschont. Die Barbe ist außerhalb ihrer Laichzeit fast überall frei.
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Neunauge
- Was sie trennt
- Der Aal hat einen Kiefer mit Zähnen, Brustflossen und einen Kiemenspalt je Seite. Das Neunauge hat einen runden Saugmund ohne Kiefer, keine Brustflossen und sieben Kiemenlöcher in einer Reihe.
- Warum es zählt
- Alle drei Neunaugen sind nach Naturschutzrecht besonders geschützt. Ein Fang geht sofort und ohne Foto zurück.
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- Was sie trennt
- Streich von hinten nach vorn über die Oberseite. Die Flunder ist rau an der Seitenlinie und an den Flossenansätzen, die Scholle glatt und trägt klare orangerote Punkte.
- Warum es zählt
- Beide haben an der Küste eigene Maße, und die Flunder ist in einigen Ländern im Frühjahr geschont, die Scholle nicht.
-
Karausche
- Was sie trennt
- Der Karpfen trägt vier Barteln, die Karausche keine. Dazu ist die Karausche gedrungener, goldbraun, und der Rand ihrer langen Rückenflosse wölbt sich nach außen.
- Warum es zählt
- Die Karausche ist stark gefährdet und in mehreren Ländern geschont. Der Karpfen ist es in den meisten nicht.
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Wittling
- Was sie trennt
- Der Dorsch hat eine deutliche Bartel am Kinn, eine gebogene helle Seitenlinie und einen marmorierten Rücken. Der Wittling ist silbrig, seine Bartel winzig oder fehlend, und am Ansatz der Brustflosse sitzt ein schwarzer Fleck.
- Warum es zählt
- Der Dorsch ist in der Ostsee für Angler ganzjährig gesperrt. Der Wittling darf mitgenommen werden.
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KarauscheGiebel
- Was sie trennt
- Die Karausche ist goldbraun, und der Rand ihrer Rückenflosse wölbt sich nach außen. Der Giebel ist silbergrau, sein Flossenrand gerade oder leicht eingebuchtet, und sein Bauchfell ist schwarz statt hell.
- Warum es zählt
- Die Karausche ist stark gefährdet und in vier Ländern ganzjährig geschützt. Der Giebel ist fast überall häufig und nirgends geschont.
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Sonnenbarsch
- Was sie trennt
- Der Barsch trägt dunkle Querbinden und zwei getrennte Rückenflossen. Der Sonnenbarsch ist rund wie ein Teller, bunt gefleckt, seine Rückenflosse hat keine Lücke, und am Kiemendeckel sitzt ein schwarzer Ohrfleck mit rotem Rand.
- Warum es zählt
- Der Sonnenbarsch steht auf der EU-Liste invasiver Arten und wird nicht zurückgesetzt. Der Barsch hat in mehreren Ländern Maß und Schonzeit.
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GroppeSchwarzmundgrundel
- Was sie trennt
- Dreh den Fisch um. Bei der Grundel sind die Bauchflossen zu einer runden Saugscheibe verwachsen, bei der Groppe stehen sie getrennt. Dazu trägt die Schwarzmundgrundel einen schwarzen Fleck hinten an der ersten Rückenflosse, die Groppe riesige fächerförmige Brustflossen.
- Warum es zählt
- Die Groppe ist nach der FFH-Richtlinie geschützt und geht sofort zurück. Die Schwarzmundgrundel ist eingewandert und darf in vielen Revieren nicht zurückgesetzt werden.
-
- Was sie trennt
- Silberblank mit wenigen schwarzen, oft x-förmigen Flecken ist die Meerforelle, bräunlich mit roten Punkten in hellen Ringen die Bachforelle. Ein großer, silberner Forellenfisch, der im Herbst den Fluss heraufzieht, ist fast immer eine Meerforelle.
- Warum es zählt
- Die Meerforelle ist in vielen Flüssen ganzjährig geschont, weil sie dort nur zum Laichen steht. Die Bachforelle ist außerhalb ihrer Winterschonzeit frei.
-
UkeleiSchneider
- Was sie trennt
- Beim Schneider ist die Seitenlinie oben und unten von einer Reihe dunkler Punkte eingefasst, wie eine Naht. Die Ukelei ist schlanker, ihr Maul zeigt nach oben, und die Seitenlinie läuft ohne Punkte.
- Warum es zählt
- Beim Köderfischfang landen beide im selben Senknetz. Der Schneider ist in vielen Ländern ganzjährig geschont, die Ukelei ist der gängigste Köderfisch.
17 Paare, bei denen der Irrtum eine Schonzeit, ein Maß oder eine geschützte Art kostet. Jede Artseite zeigt ihre Doppelgänger noch einmal in der Bestimmungshilfe, mit Zeichnung und nummerierten Merkmalen.
Rau oder glatt entscheidet am Strand
Die drei Plattfische der Küste liegen auf demselben Sand und sehen im Eimer gleich aus. Neben der Hand hilft die Seite. Scholle und Kliesche tragen die Augen fast immer rechts, bei der Flunder liegt jeder dritte Fisch andersherum. Leg ihn mit der Augenseite nach oben und der Bauchkante zu dir, dann zeigt der Kopf eines rechtsäugigen Fisches nach rechts. Zeigt er nach links, hast du sehr wahrscheinlich eine Flunder.
Die Flunder ist außerdem die einzige, die weit ins Süßwasser aufsteigt. Ein Plattfisch aus der Elbe bei Hamburg oder aus der Weser oberhalb von Bremen ist praktisch immer eine Flunder, und dort gilt für sie das Binnenrecht des Landes.
Höcker an der Seitenlinie, oft linksäugig, und bis weit in die Flüsse. Die Flunder. AI-Bild
Wo heute welche Schonzeit gilt
Fischereirecht ist Landesrecht, und bei kaum etwas zeigt sich das so deutlich wie bei den Schonzeiten. Dieselbe Art ist in einem Bundesland vom Februar bis zum April geschont, im Nachbarland vom Januar bis zum Mai, und im dritten gar nicht. Wer die Regel seines Landes kennt und 30 km weiter fährt, liegt zuverlässig falsch. Die Tabelle unten dreht die Frage deshalb um. Nicht „wann hat der Hecht Schonzeit", sondern „wo hat er heute welche".
Die Zeilen sind so sortiert, dass die Arten mit den meisten laufenden Schonzeiten oben stehen, und ein Tipp auf eine Zeile zeigt, welches Land gerade welchen Stand hat. Was du hier siehst, ist die Rechnung aus den 16 Landesverordnungen für den heutigen Tag, und die Fristen selbst, mit Fundstelle und Stand, stehen auf jeder Artseite.
Schonzeit und Mindestmaß, die Lage heute
Stand 11.10.2026Ein Kästchen ist ein Bundesland, alphabetisch von Baden-Württemberg bis Thüringen. Die Zahl daneben zählt die Länder, in denen die Schonzeit heute läuft, das Mindestmaß ist die Spanne über alle Länder mit Maß. Tipp auf eine Zeile, dann stehen die 16 Länder mit ihrem Stand darunter.
- Schonzeit läuft
- frei
- Sonderregel
- nicht geführt
-
Stör13 von 14 Mindestmaß 100 cm
-
Lachs12 von 16 Mindestmaß 50 bis 60 cm
-
Groppe12 von 13
-
Schneider12 von 12
-
10 von 16
Mindestmaß 25 bis 60 cm
-
9 von 16
Mindestmaß 20 bis 30 cm
-
5 von 13
Mindestmaß 25 bis 40 cm
-
4 von 16
Mindestmaß 30 bis 40 cm
-
4 von 8
Mindestmaß 25 bis 60 cm
-
Karausche4 von 6 Mindestmaß 15 cm
-
3 von 14
Mindestmaß 35 bis 50 cm
-
Bachsaibling3 von 3 Mindestmaß 25 cm
-
Aland2 von 9 Mindestmaß 20 bis 30 cm
-
2 von 6
Mindestmaß 25 bis 26 cm
-
2 von 4
Mindestmaß 25 cm
-
2 von 4
Mindestmaß 25 bis 30 cm
-
1 von 16
Mindestmaß 35 bis 50 cm
-
1 von 12
Mindestmaß 35 bis 50 cm
-
1 von 3
-
Ukelei1 von 2
-
0 von 16
Mindestmaß 40 bis 60 cm
-
0 von 16
Mindestmaß 35 bis 50 cm
-
0 von 16
Mindestmaß 30 bis 35 cm
-
0 von 14
Mindestmaß 35 bis 45 cm
-
0 von 14
Mindestmaß 25 bis 26 cm
-
0 von 7
Mindestmaß 50 bis 75 cm
-
0 von 6
Mindestmaß 10 bis 17 cm
-
Rotfeder0 von 5 Mindestmaß 15 bis 20 cm
-
0 von 3
Mindestmaß 20 bis 30 cm
-
0 von 2
Mindestmaß 35 cm
-
Güster0 von 2 Mindestmaß 15 cm
-
0 von 2
Mindestmaß 70 bis 90 cm
-
0 von 2
Mindestmaß 30 cm
-
0 von 2
Mindestmaß 15 cm
-
0 von 1
-
Giebel0 von 1
-
Kaulbarsch0 von 1
-
Kliesche0 von 1 Mindestmaß 25 cm
-
0 von 1
Mindestmaß 25 cm
Gerechnet aus den Schonzeit-Tabellen der 16 Landesseiten, jede mit Fundstelle und Stand, neu an jedem Tag. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsauskunft: Vereine und Gewässerordnungen dürfen strenger sein, und verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers. Die Fristen und Maße je Land stehen auf jeder Artseite.
Fischarten im Jahreslauf
Jede Art hat ihre Wochen. Die Meerforelle steht im März dicht unter Land, der Hornhecht kommt im Mai, der Aal frisst in den warmen Nächten des Sommers, der Hecht holt sich im Oktober seine Reserven, und die Quappe laicht, wenn alle anderen im Winterlager stehen. Wer weiß, welche Art gerade vorn liegt, sucht das richtige Wasser und nicht den richtigen Köder.
Wo die Schonzeit herkommt
Die Schonzeit einer Art liegt um ihre Laichzeit, und die Laichzeit hängt an der Wassertemperatur. Der Hecht zieht ab 6 Grad in überflutete Wiesen und Schilfränder, der Zander laicht bei 12 bis 15 Grad auf hartem Grund, der Karpfen erst über 18 Grad im Kraut. Die Bachforelle laicht im Winter, deshalb liegt ihre Schonzeit dort, wo alle anderen Arten Saison haben.
Weil die Temperatur im Flachland Wochen vor dem Alpenvorland erreicht wird, setzen die Länder die Fristen verschieden. Das ist kein Streit um den Fisch, sondern die Wärme des Wassers, und es ist der Grund, warum eine Schonzeit-Tabelle 16 Zeilen braucht.
Flach, warm, überflutet. Der Hecht laicht zuerst, und darum beginnt seine Schonzeit zuerst. AI-Bild
Die vier Karten unten nennen je Jahreszeit die Arten, die dann vorn liegen, mit dem Grund. Sie sagen nicht, dass eine andere Art dann nicht beißt, sie sagen, welche Artseite du gerade öffnen solltest.
Frühjahr März bis Mai, Wasser 4 bis 15 Grad, steigend
Die Laichzüge sortieren die Arten. Wer im Frühjahr fängt, sucht das flache, sonnige Wasser und die Arten, die dort zuerst in Bewegung kommen.
- Rotauge zieht in Schwärmen ins Flache, die erste Art mit Betrieb
- Meerforelle März und April dicht unter Land, bevor das Wasser warm wird
- Hornhecht kommt im Mai pünktlich an die Ostseeküste
- Schleie ab Mai im Morgengrauen an der Krautkante
- Barsch nach dem Laichen im Mai hungrig im Flachen
- Döbel steht ab April unter den ersten Insekten am Uferbaum
Sommer Juni bis August, Wasser 18 bis 25 Grad
Warmes Wasser, kurze Nächte. Vorn liegen die Arten, die Wärme mögen oder nachts fressen, und die Strömungsfische, die im Fluss Sauerstoff finden.
- Aal warme Nächte von Juni bis August, über weichem Grund
- Wels die kürzesten Nächte des Jahres, tief und warm
- Barbe steht jetzt im schnellen, sauerstoffreichen Wasser
- Rapfen raubt an der Oberfläche der großen Flüsse
- Karpfen frisst nach dem Laichen bis in den Herbst
- Brassen Schwärme über dem Schlamm, nachts am Feeder
Herbst September bis November, Wasser 18 bis 6 Grad, fallend
Die Fressphase vor dem Winter. Die Räuber holen sich Reserven, die Salmoniden ziehen, und an der Küste beginnt die stärkste Zeit des Jahres.
- Hecht frisst sich ab September Reserven an, die Wochen mit den größten
- Zander Oktober bis Dezember in der Dämmerung an der Kante
- Barsch Schwärme im Oktober über der Tiefe, mit dem Echolot zu finden
- Meerforelle ab Oktober zurück in Ufernähe
- Äsche Saison bis in den Dezember, das Wasser klar und kalt
- Flunder August bis Dezember die Hauptsaison der Brandung
Winter Dezember bis Februar, Wasser unter 6 Grad
Kaltes Wasser, wenig Bewegung. Vorn liegen die Arten, die Kälte gewohnt sind, und die, die im Winter laichen oder im Winterlager dicht beieinander stehen.
- Quappe laicht im Winter und frisst nachts, der Fisch der kalten Monate
- Zander tief im Winterlager, langsam an der Kante geführt
- Döbel nimmt auch bei 3 Grad noch einen Köder
- Rotauge dichte Schwärme im Hafen und im Kanal
- Barsch unter dem Eis und an der tiefsten Stelle
- Hecht klares Winterwasser, langsam geführt
Alle Angelfische auf fünf Skalen
Fünf Eigenschaften sagen mehr über eine Art, als ihr Steckbrief auf den ersten Blick verrät, weil sie erst im Vergleich lesbar werden. Wie groß sie wird, entscheidet über Gerät und Erwartung. Was sie von Strömung hält, entscheidet über das Gewässer. Wo im Wasser sie steht, über die Montage. Wann sie frisst, über die Uhrzeit. Und wie warm ihr Wasser sein darf, über den Monat.
Der Vergleich unten stellt alle Angelfische dieses Registers auf diese fünf Achsen. Er kürt keinen Sieger. Ein Aal, der nur nachts und am Grund frisst, ist kein schlechterer Fisch als ein Rapfen, der mittags an der Oberfläche raubt, er verlangt nur einen anderen Abend.
Alle Angelfische im Vergleich
50 Arten, 5 SkalenKeine Zeile ist besser als die andere, sie leben verschieden. Die Punkte sagen, wie groß eine Art wird, was sie von Strömung hält, wo im Wasser sie steht, wann sie frisst und wie warm ihr Wasser sein darf.
-
Hecht Raubfische
Lauerjäger an Kraut und Kante
- Größe kapital
- Strömung verträgt
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kühl
-
Zander Raubfische
Jäger der trüben Tiefe
- Größe kapital
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser kühl
-
Barsch Raubfische
Schwarmjäger an jeder Struktur
- Größe mittel
- Strömung verträgt
- Standort grundnah
- Beißzeit Tag
- Wasser kühl
-
Wels Raubfische
Nachtjäger der warmen Tiefe
- Größe kapital
- Strömung verträgt
- Standort Grund
- Beißzeit Nachtfisch
- Wasser warm
-
Aal Raubfische
Nachtwanderer über weichem Grund
- Größe kapital
- Strömung verträgt
- Standort Grund
- Beißzeit Nachtfisch
- Wasser mild
-
Rapfen Raubfische
Oberflächenjäger der großen Flüsse
- Größe groß
- Strömung sucht
- Standort oben
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Quappe Raubfische
Winterjäger am Grund
- Größe kapital
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Nachtfisch
- Wasser kalt
-
Kaulbarsch Raubfische
Kleiner Grundfisch der trüben Seen
- Größe klein
- Strömung verträgt
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser kühl
-
Sonnenbarsch Raubfische
Bunter Räuber der warmen Teiche
- Größe mittel
- Strömung meidet
- Standort grundnah
- Beißzeit Tag
- Wasser warm
-
Schwarzmundgrundel Raubfische
Der Beifang des Westens
- Größe klein
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Groppe Raubfische
Geschützter Grundfisch klarer Bäche
- Größe klein
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser kalt
-
Zwergwels Raubfische
Massenfisch warmer Teiche
- Größe mittel
- Strömung meidet
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser warm
-
Karpfen Friedfische
Gründler der warmen Stillgewässer
- Größe kapital
- Strömung meidet
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser warm
-
Schleie Friedfische
Krautfisch der Morgenstunden
- Größe groß
- Strömung meidet
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser warm
-
Brassen Friedfische
Schwarmfisch am Schlammgrund
- Größe groß
- Strömung verträgt
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser mild
-
Rotauge Friedfische
Schwarmfisch in fast jedem Wasser
- Größe mittel
- Strömung verträgt
- Standort grundnah
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Döbel Friedfische
Allesfresser unter den Uferbäumen
- Größe mittel
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Nase Friedfische
Algenweider der Kiesstrecken
- Größe mittel
- Strömung braucht
- Standort Grund
- Beißzeit Tag
- Wasser kühl
-
Barbe Friedfische
Kraftfisch über dem Kies
- Größe groß
- Strömung braucht
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser mild
-
Rotfeder Friedfische
Krautfisch dicht unter der Oberfläche
- Größe mittel
- Strömung meidet
- Standort oben
- Beißzeit Tag
- Wasser warm
-
Güster Friedfische
Kleiner Schwarmfisch am Grund
- Größe mittel
- Strömung verträgt
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser mild
-
Aland Friedfische
Schwarmfisch der großen Flüsse
- Größe groß
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Karausche Friedfische
Überlebenskünstler im Kleingewässer
- Größe mittel
- Strömung meidet
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser warm
-
Graskarpfen Friedfische
Pflanzenfresser mit Kraft
- Größe kapital
- Strömung verträgt
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser warm
-
Giebel Friedfische
Die Karausche, die überall ist
- Größe mittel
- Strömung verträgt
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser warm
-
Ukelei Friedfische
Schwarmfisch dicht unter der Oberfläche
- Größe klein
- Strömung verträgt
- Standort oben
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Schneider Friedfische
Geschützter Schwarmfisch klarer Flüsse
- Größe klein
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser kühl
-
Stör Friedfische
Grundfisch der Anlagen
- Größe kapital
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser mild
-
Bachforelle Lachsartige
Standfisch der kalten Bäche
- Größe groß
- Strömung braucht
- Standort grundnah
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Regenbogenforelle Lachsartige
Besatzfisch der Angelteiche
- Größe groß
- Strömung sucht
- Standort grundnah
- Beißzeit Tag
- Wasser kühl
-
Seeforelle Lachsartige
Räuber im Freiwasser der Alpenseen
- Größe groß
- Strömung verträgt
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Meerforelle Lachsartige
Wanderfisch zwischen Ostsee und Bach
- Größe kapital
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Seesaibling Lachsartige
Eiszeitrelikt der kalten Tiefe
- Größe groß
- Strömung meidet
- Standort Grund
- Beißzeit Tag
- Wasser kalt
-
Renke Lachsartige
Planktonfresser im Freiwasser
- Größe mittel
- Strömung meidet
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser kalt
-
Äsche Lachsartige
Fahnenträger der Kiesstrecken
- Größe mittel
- Strömung braucht
- Standort grundnah
- Beißzeit Tag
- Wasser kalt
-
Huchen Lachsartige
Der Lachs der Donau
- Größe kapital
- Strömung braucht
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Stint Lachsartige
Schwarmfisch der Flussmündungen
- Größe klein
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Bachsaibling Lachsartige
Besatzfisch der kältesten Bäche
- Größe mittel
- Strömung braucht
- Standort grundnah
- Beißzeit Tag
- Wasser kalt
-
Lachs Lachsartige
Wanderfisch, der zurückkehrt
- Größe kapital
- Strömung braucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Dorsch Meeresfische
Grundfisch der Ostsee, für Angler gesperrt
- Größe kapital
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Hornhecht Meeresfische
Oberflächenjäger des Frühsommers
- Größe groß
- Strömung sucht
- Standort oben
- Beißzeit Tag
- Wasser kühl
-
Meeräsche Meeresfische
Aufwuchsfresser der Hafenbecken
- Größe groß
- Strömung verträgt
- Standort oben
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Hering Meeresfische
Der Schwarmfisch des Frühjahrs
- Größe mittel
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kühl
-
Makrele Meeresfische
Dauerschwimmer im Freiwasser
- Größe mittel
- Strömung braucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser mild
-
Wolfsbarsch Meeresfische
Jäger in Brandung und Priel
- Größe groß
- Strömung braucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser mild
-
Flunder Meeresfische
Plattfisch der Mündungen und Häfen
- Größe mittel
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Nacht
- Wasser kühl
-
Scholle Meeresfische
Plattfisch des Sandgrunds
- Größe groß
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Kliesche Meeresfische
Kleinster der drei Plattfische
- Größe mittel
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
-
Köhler Meeresfische
Schwarmjäger im Freiwasser
- Größe kapital
- Strömung sucht
- Standort Mitte
- Beißzeit Tag
- Wasser kalt
-
Wittling Meeresfische
Häufiger Beifang der Brandung
- Größe groß
- Strömung sucht
- Standort Grund
- Beißzeit Dämmerung
- Wasser kalt
Die Stufen ordnen die Art ein, nicht den Fisch vor dir. Ein einzelner Hecht kann mittags im Freiwasser rauben, und dazu sagt jede Artseite mehr. Die Größenstufe kommt aus der Maximallänge des Steckbriefs.
Was das Fangbuch zeigt
Alles bis hierher ist Einordnung aus der Literatur. Was folgt, ist Zählung. Jeder Fang im CatchHub-Fangbuch trägt seine Art, seinen Monat und sein Revier, und jedes Revier in der Gewässerdatenbank führt die Arten, die dort vorkommen. Daraus lässt sich ablesen, welche Arten tatsächlich gemeldet werden, in welchen Monaten jede davon am häufigsten kommt und in wie vielen Revieren sie steht. Die Zahlen wachsen mit jeder Meldung und werden täglich neu gerechnet.
Aus 86 gemeldeten Fängen
86 mit Artangabe · 06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026Die meistgemeldeten Arten
In wie vielen Revieren die Art geführt wird
Die Monate, in denen die Art am häufigsten gemeldet wird
- Spiegelkarpfen17 Fänge August 41,2 % September 35,3 % Juni 17,6 %
Gezählt werden alle Fänge im CatchHub-Fangbuch, unabhängig von ihrer Sichtbarkeit und ohne Namen. Die Anteile der meistgemeldeten Arten beziehen sich auf alle gemeldeten Fänge, die Monate je Art auf ihre eigenen Fänge; eine Art bekommt ihre Zeile ab 10 davon. Die Reviere kommen aus der Gewässerdatenbank, ein Revier zählt für jede Art, die es führt.
Geschützt, gefährdet, eingewandert
Von den 90 bewerteten heimischen Süßwasserfischen und Neunaugen gelten 52 Prozent als bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben, 9 Arten sind verschwunden, 11 vom Aussterben bedroht. Die Roten Listen sehen die Gründe in der Gewässerverschmutzung, der Begradigung der Flüsse und den Querbauwerken, die Wanderfischen den Weg zum Laichplatz nehmen. Für das Angeln heißt das zweierlei. Manche Arten sind so selten, dass die Länder sie ganzjährig schonen, Lachs, Huchen und Nase in vielen Verordnungen, und manche sind gar keine Fische im Sinne des Fischereirechts mehr.
Die Neunaugen sind nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, alle heimischen Arten. Sie sehen aus wie kleine Aale, aber statt eines Kiefers tragen sie einen Saugmund, hinter dem Auge sitzen sieben Kiemenlöcher wie eine Perlenreihe, und Brustflossen fehlen. Ein Neunauge am Haken geht sofort und ohne Foto zurück, unabhängig von jeder Fischereiverordnung. Dasselbe gilt für den Dorsch in der Ostsee und den Aal im gesamten Salzwasser, die die EU seit Jahren für die Freizeitfischerei sperrt. Der Aal steht in der Roten Liste der Meeresfische als stark gefährdet.
Am anderen Ende stehen die Eingewanderten. Die Regenbogenforelle kommt aus Nordamerika und ist heute der meistgefangene Salmonide Deutschlands, der Bachsaibling aus derselben Gegend besetzt kalte Bäche, der Zwergwels füllt warme Teiche, und die Schwarzmundgrundel aus dem Schwarzen Meer hat Rhein, Main und die Kanäle erobert. Für keine davon gibt es eine bundesweit einheitliche Regel. Einige Länder führen die Regenbogenforelle mit eigener Frist, viele gar nicht, und wer sie zurücksetzt, handelt in manchem Land gegen die Hegepflicht. Die Tabelle des Landes sagt es.
Bevor der Fisch in den Eimer geht
Alles auf dieser Seite läuft auf einen Moment hinaus. Der Fisch liegt im Kescher, und du musst entscheiden, ob er mitkommt. Die Liste unten nennt die acht Fragen, die du dafür nacheinander beantwortest, in der Reihenfolge, in der die Antworten aufeinander aufbauen. Wer sie einmal durchgeht, braucht am Wasser dafür keine Minute.
Bevor der Fisch in den Eimer geht
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Häufige Fragen zu Fischarten
12 FragenWie viele Fischarten gibt es in Deutschland?
Die Gesamtartenliste führt 122 Süßwasserfische und Neunaugen, davon 90 heimische Arten, die die Rote Liste bewertet, und 21 eingeschleppte. In Nord- und Ostsee kommen 105 etablierte Meeresfische dazu. Beangelt werden rund 40 Arten, und die meisten Angler begegnen im Laufe ihres Lebens vielleicht 20 davon.
Welcher Fisch ist der häufigste in Deutschland?
Das Rotauge, auch Plötze genannt. Es lebt in fast jedem stehenden und langsam fließenden Gewässer, vom Dorfteich bis zum Bodden, und stellt in vielen Seen die Masse des Bestands. Unter den Raubfischen ist es der Barsch, der in fast jedem Gewässer mit Struktur vorkommt.
Woran erkenne ich einen Raubfisch?
An Zähnen, an zwei Rückenflossen oder an einem großen, weit gespaltenen Maul. Hecht und Zander tragen sichtbare Fangzähne, Barsch und Zander zwei Rückenflossen mit Stacheln, der Wels Barteln und ein Maul so breit wie der Kopf. Der Rapfen ist die Ausnahme, ein Karpfenfisch ohne Zähne, der trotzdem raubt. Ein Friedfisch hat eine Rückenflosse und ein kleines, zahnloses Maul.
Welche Fische haben eine Fettflosse?
Alle Lachsfische, also Bachforelle, Regenbogenforelle, Seeforelle, Meerforelle, Lachs, Huchen, Seesaibling, Bachsaibling, Äsche und die Renken, dazu der Stint und der eingeführte Zwergwels. Die Fettflosse sitzt zwischen Rückenflosse und Schwanz, ist klein und hat keine Flossenstrahlen. Kein Weißfisch, kein Barsch und kein Hecht trägt sie.
Was ist der Unterschied zwischen Rotauge und Rotfeder?
Der Ansatz der Rückenflosse. Zieh eine gedachte Linie vom Bauchflossenansatz senkrecht nach oben. Beim Rotauge trifft sie den Anfang der Rückenflosse, bei der Rotfeder liegt dieser Anfang deutlich weiter hinten. Das Rotauge zeigt außerdem einen roten Fleck in der Iris und ein endständiges Maul, die Rotfeder ein gelbes Auge, ein nach oben gerichtetes Maul und kräftig rote Flossen.
Wie unterscheide ich Meerforelle und Lachs?
Am Schwanzstiel und am Maul. Der Lachs lässt sich am Schwanzstiel greifen, weil er so schlank ist, seine Schwanzflosse ist eingekerbt, und sein Maul endet am hinteren Augenrand. Bei der Meerforelle reicht das Maul bis hinter das Auge, der Schwanzstiel ist dick, der Rand der Schwanzflosse gerade, und die schwarzen Punkte sitzen auch unterhalb der Seitenlinie. Für den Lachs gilt in vielen Ländern eine ganzjährige Schonzeit.
Welche Fische sind in Deutschland geschützt?
Nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt sind unter anderem alle heimischen Neunaugen, dazu Kleinfische wie Bitterling, Schlammpeitzger und Steinbeißer. Sie dürfen nicht gefangen werden, ein Beifang geht sofort zurück. Daneben schonen die Länder gefährdete Arten ganzjährig, häufig Lachs, Huchen, Nase und Karausche, und die EU sperrt Dorsch in der Ostsee und Aal im Salzwasser für Angler.
Welcher Fisch wird in Deutschland am größten?
Der Wels. Er erreicht in warmen Flüssen und Stauseen über 2,5 m und über 100 kg, und Fische über 2 m werden aus Rhein, Main und den großen Stauseen inzwischen jedes Jahr gemeldet. Dahinter folgen Hecht, Huchen und Lachs mit etwa 1,5 m und Zander, Karpfen und Meerforelle mit rund 1,2 m.
Was ist der Unterschied zwischen Friedfisch und Raubfisch?
Die Nahrung, und daraus folgt das Maul. Friedfische fressen Würmer, Larven, Pflanzen und Kleintiere, ihr Maul ist klein und zahnlos, gekaut wird mit Schlundzähnen im Rachen. Raubfische fressen andere Fische und tragen dafür Fangzähne oder ein Maul, das einen Weißfisch im Ganzen nimmt. Die Grenze ist unscharf, ein großer Döbel raubt, und ein junger Hecht frisst Larven.
Welche Fischarten haben keine Schonzeit?
Das hängt am Bundesland. Für Barsch, Rotauge, Brassen und Döbel führen die meisten Länder weder Schonzeit noch Mindestmaß, für Karpfen und Schleie oft nur ein Maß. Hecht und Zander sind dagegen in fast allen Ländern geschont. Weil dieselbe Art in einem Land frei und im Nachbarland geschont sein kann, zeigt die Tabelle hier die Lage für heute und jede Artseite die Frist je Land.
Wie messe ich einen Fisch für das Mindestmaß?
Von der Maulspitze bis zum Ende der Schwanzflosse, bei geschlossenem Maul und zusammengelegter Schwanzflosse, den Fisch flach auf dem Maßband. Nicht bis zur Gabel der Schwanzflosse und nicht bis zur Schwanzwurzel. Bei einem Plattfisch gilt dieselbe Länge, bei einem Aal die gestreckte Länge.
Welche Fische wandern zwischen Meer und Fluss?
Lachs, Meerforelle, Fluss- und Meerneunauge, Stint und Flunder steigen zum Laichen oder zum Fressen aus dem Meer in die Flüsse auf. Der Aal macht es umgekehrt, er wächst im Süßwasser und laicht im Atlantik. Für Wanderfische gelten an der Küste und im Binnenland oft zwei verschiedene Regelwerke, und Querbauwerke sind der Hauptgrund, warum mehrere von ihnen gefährdet sind.
Quellen und Stand
8 Quellen-
Rote Liste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands 2023 Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz. 111 etablierte Arten, 21 davon eingeschleppt, 52 Prozent der bewerteten Arten bestandsgefährdet oder ausgestorben. Abgerufen am 12.09.2026
-
Freyhof et al. (2023): Rote Liste und Gesamtartenliste der sich im Süßwasser reproduzierenden Fische und Neunaugen Deutschlands Naturschutz und Biologische Vielfalt 170 (6). 122 Arten in der Gesamtartenliste, 90 bewertet, 9 ausgestorben oder verschollen, 38 bestandsgefährdet, 11 vom Aussterben bedroht. Abgerufen am 12.09.2026
-
Rote Liste der Meeresfische: Hundshai in deutschen Meeresgewässern vom Aussterben bedroht Bundesamt für Naturschutz, Pressemitteilung vom 11.06.2025. 105 bewertete Arten, 23,8 Prozent ausgestorben, bestandsgefährdet oder extrem selten, der Aal stark gefährdet. Abgerufen am 12.09.2026
-
Bundesartenschutzverordnung, Anlage 1: besonders geschützte Arten Alle heimischen Neunaugen (Petromyzontidae) sowie Bitterling, Schlammpeitzger und Steinbeißer als besonders geschützte Arten. Abgerufen am 12.09.2026
-
Verordnung (EU) 2025/2454 über die Fangmöglichkeiten in der Ostsee 2026 Rat der Europäischen Union. Sperre der Freizeitfischerei auf Dorsch in der Ostsee und auf Aal in Meeres- und Brackgewässern. Die Fangmöglichkeiten werden jährlich neu beschlossen. Abgerufen am 12.09.2026
-
Fischbestände online: Bestandsdaten der Nord- und Ostsee Thünen-Institut für Seefischerei. Bestandslage von Dorsch, Scholle, Flunder und Hering je Seegebiet. Abgerufen am 12.09.2026
-
Bundesamt für Naturschutz: Artenportraits der FFH-Fische und Neunaugen Bach-, Fluss- und Meerneunauge, Lachs, Huchen und weitere Arten der Anhänge II und V der FFH-Richtlinie mit Merkmalen und Verbreitung. Abgerufen am 12.09.2026
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CatchHub: Angelgewässer in Deutschland je Bundesland Die Schonzeit-Lage dieser Seite wird aus den Schonzeit-Tabellen der 16 Landesseiten gerechnet, jede mit Fundstelle und Stand, die Fangdaten aus dem Fangbuch gezählt.
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Sieh nach, welche Arten bei dir gemeldet werden
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