Angler von hinten am verschneiten Ufer eines Sees, fahle Wintersonne über dem Nebel, Schilf und Bäume mit Raureif, die Rute zeigt über das dunkle, glatte Wasser AI
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Angeln im Winter: welche Fische beißen, wo und wann

Im Winter angelt fast niemand, und die, die es tun, fangen oft die größten Fische des Jahres. Beides hat denselben Grund. Unter 8 Grad Wassertemperatur läuft der Stoffwechsel der Fische auf einem Viertel, sie fressen selten, kurz und an wenigen Stellen, und wer diese Stellen und Stunden kennt, hat sie für sich allein. Hier steht, was der Winter unter Wasser ändert, welche Arten noch beißen, warum der Mittag die Dämmerung schlägt, wo die Fische stehen und welcher Ratgeber dieser Serie für welchen Fisch weiterführt.

Kaltwasser ab unter 8 Grad, Übergang bis 12
Beste Zeit Mittag bis früher Nachmittag
Winterfische Zander, Hecht, Barsch, Quappe
Tor im Fang-Index 0,45 bis 0,62 unter 8 Grad

Kurz gesagt

  • Unter 8 Grad Wassertemperatur fressen Fische kurz, selten und langsam, der Fang-Index dämpft den ganzen Tag über sein Tor auf 0,45 bis 0,62.
  • Der Tag dreht sich um, die beste Zeit liegt zwei bis drei Stunden um den Sonnenhöchststand und am frühen Nachmittag, die Nacht fällt aus.
  • Zander, Hecht, Barsch und Quappe sind die Winterfische, Karpfen und Forelle gehen mit Einschränkung, Aal, Wels und Schleie fallen aus.
  • Die Fische stehen dort, wo das Wasser am wärmsten und ruhigsten ist, in Löchern, Häfen, Kanälen, an Warmwassereinläufen und im Windschatten.
  • Der Köder ist klein oder still, die Führung um ein Vielfaches langsamer als im Sommer, und ein Fisch am Tag ist ein guter Tag.

Was der Winter unter Wasser ändert

Fische sind wechselwarm, und ihr Stoffwechsel folgt der Temperatur des Wassers. Zwischen 18 und 3 Grad fällt er auf etwa ein Viertel, das ist die Regel, die den ganzen Winter erklärt. Ein Zander, der im Sommer jeden Tag frisst, frisst im Januar alle zwei bis drei Tage, kurz und wenig. Er verfolgt keinen Köder mehr, er nimmt, was vor ihm liegt, und er bewegt sich nur, wenn es sich lohnt. Alles, was im Winter anders ist, Tageszeit, Stelle, Köder, Tempo, folgt aus diesem einen Viertel.

Der Fang-Index rechnet das als Tor. Über der ganzen Tagesrechnung liegt ein Faktor zwischen 0,45 und 1,0, der allein an der Wassertemperatur hängt, mit 1,0 zwischen 14 und 22 Grad, 0,62 zwischen 4 und 8 und 0,45 unter 2 Grad. Ein perfekter Januartag mit Wolken, Wind und Druckabfall liest sich deshalb als 50, wo derselbe Tag im Juni 90 hätte. Das ist keine Absage an den Winter, sondern seine Skala. Und innerhalb dieser Skala gibt es Tage, an denen es läuft, und Stunden, die alles entscheiden.

4 °C hat das dichteste Wasser, es liegt im Winter am Grund und ist die wärmste Schicht des Sees
0,45 Tor des Fang-Index unter 2 Grad Wassertemperatur, ein halber Sommertag im besten Fall
11 bis 15 Uhr das Fenster des Wintertages, der Index bewertet Mittag und frühen Nachmittag unter 8 Grad mit 1,0, die Dämmerung nur mit 0,4

Die Fische, die noch fressen

Nicht jede Art geht in den Winter gleich. Die Räuber, die auf kaltes Wasser gebaut sind, fressen weiter, die Friedfische des warmen Sommers stellen fast ab. Die Karten ordnen die sechs Arten ein, um die es im Winter geht, und jede führt auf ihren Ratgeber, wo es ihn schon gibt.

Zander

Der Winterfisch Nummer eins, und der Fisch der großen Exemplare. Steht tief in Löchern, Häfen und an der Fahrrinne, frisst mittags, nimmt große, langsame Köder und toten Köderfisch. Eigener Ratgeber in dieser Serie.

Mittag tief Köderfisch

Hecht

Frisst den ganzen Winter, weil er ein Kaltwasserjäger ist, und steht flacher als der Zander, am Rand der Krautreste und an Einläufen. Großer Köderfisch, große Gummis, langsam. In vielen Ländern beginnt im Februar die Schonzeit.

Köderfisch flach Schonzeit ab Februar

Barsch

Steht im Winter in dichten Schwärmen an der tiefsten Stelle und frisst in kurzen Fenstern. Wer einen findet, fängt zehn. Kleine Gummis am leichten Kopf, Dropshot, senkrecht vom Steg oder vom Boot.

Schwarm Dropshot tiefste Stelle

Quappe

Der einzige Fisch, der mitten im Winter laicht und dann am aktivsten ist. Nachts, auf Grund, mit Tauwurm oder Fischfetzen, an Flüssen und tiefen Seen. In vier Ländern ganzjährig geschützt, in weiteren im Winter geschont, das Land entscheidet.

Nacht Grund Recht prüfen

Karpfen

Frisst auch bei 4 Grad, aber selten und wenig. Einzelner Köder statt Futterplatz, kleine Boilies oder Mais, an der sonnenbeschienenen Flachwasserkante am Nachmittag. Eigener Ratgeber in dieser Serie.

wenig Futter Nachmittag flach

Forelle

Der Forellensee läuft im Winter am besten, denn erst jetzt ist das Wasser kalt genug. Im Bach und Fluss ist die Bachforelle bis ins Frühjahr geschont. Kleine Spoons, Teig, langsam, mittags.

Forellensee Spoon Bachforelle geschont

Ganz ausgefallen sind Aal, Wels und Schleie, die sich unter 8 Grad eingraben oder in Höhlen stehen und bis zum Frühjahr kaum fressen. Rotauge und Döbel beißen an milden Wintertagen, vor allem im Fluss, und sind für den Ansitz mit der Stippe oder dem Feeder der Fisch der Wahl, wenn Räuber nicht wollen. Der Barsch ist der Fisch des Winters, den fast niemand gezielt fischt, und der im Schwarm an der tiefsten Stelle die Stückzahl bringt.

Der Tag dreht sich um

Über 12 Grad ist die Dämmerung die beste Zeit. Unter 8 Grad ist sie nach der Nacht die schwächste, und dazwischen wird überblendet. Das Kaltwasser-Profil des Fang-Index bewertet den Mittag und den frühen Nachmittag mit 1,0, den Vormittag mit 0,6, die Dämmerungen mit 0,4 und die Nacht mit 0,2. Der Grund ist die Wärme. Ein flaches Wasser gewinnt an einem sonnigen Wintertag bis zum frühen Nachmittag ein halbes bis ein Grad, und ein Fisch, dessen Stoffwechsel auf einem Viertel läuft, spürt jedes Zehntel. Die Nacht kühlt alles zurück auf den Grundzustand, und der Fisch steht still.

Angler von hinten auf einem verschneiten Steg an einem Wintersee, tiefstehende Mittagssonne im Nebel über dem glatten Wasser

Die Sonne steht kaum höher als im Sommer um acht Uhr abends, und genau das macht die Stunde. Das flache Wasser hat seit dem Morgen ein halbes Grad gewonnen, die Fische sind vom Grund einen Meter hochgezogen, und wer jetzt den Köder liegen hat, bekommt den einen Biss, den dieser Tag bringt.

Halb eins, die beste Stunde des Wintertages. AI-Bild

Daraus folgt der Tagesplan, und er ist das Gegenteil des Sommers. Aufbau um elf, Köder im Wasser um halb zwölf, die Stunden bis drei durchfischen, und wer um vier noch am Wasser steht, hat das Fenster hinter sich. Die einzige Ausnahme ist die Quappe, die als Winterlaicher nachts frisst, und der Zander an milden Nächten über 4 Grad, der dann noch einmal kurz an die Kante zieht. Der Rechner gibt für die Wassertemperatur, die dein Wasser gerade hat, die Stunden aus, die der Index heute am höchsten bewertet, vorbelegt mit 4 Grad im Winter.

Wann beißt es heute an deinem Wasser?

Rechner

Der Fang-Index kennt zwei Tagesprofile, und die Wassertemperatur entscheidet, welches gilt. Der Rechner nimmt sie, die Jahreszeit und die Art des Gewässers und gibt die Stunden aus, die der Index heute am höchsten bewertet, dazu das Tor, das sagt, wie viel der ganze Tag taugt.

Beißfenster-Rechner

Wassertemperatur rein, die besten Stunden raus

Jahreszeit
Bestimmt Sonnenauf- und -untergang
Gewässer
Salmonidenwasser hat sein eigenes Profil
  • Beste Stunden heute …
  • Tagesprofil des Fang-Index …
  • Tor der Wassertemperatur …

Die Uhrzeiten gelten für die Mitte Deutschlands zur Mitte der Jahreszeit. Am Rand einer Saison oder im Norden verschieben sie sich um bis zu einer Stunde, die Beiß-Karte deines Gewässers rechnet mit den echten Sonnenzeiten des Tages.

Wo die Fische stehen: warm, tief, ruhig

Wasser ist bei 4 Grad am schwersten. Kühlt ein See im Winter ab, sinkt das 4-Grad-Wasser auf den Grund, und darüber liegt kälteres, bis oben das Eis kommt. Der Grund des tiefsten Lochs ist deshalb im Winter die wärmste Stelle des Sees, und dort steht der Fisch, Zander, Barsch und Brassen in dichten Trupps, der Hecht am Rand davon. Im Fluss gibt es die Schichtung nicht, dort zählt die Ruhe. Jeder Meter, den ein Fisch gegen die Strömung hält, kostet Energie, die er nicht hat, und deshalb steht er in Häfen, Kehrwassern, tiefen Buhnenkesseln und hinter Brückenpfeilern, an der Stelle mit dem geringsten Strömungsdruck, nicht an der tiefsten.

Kleiner Binnenhafen im Winter, Eiszapfen an der rostigen Spundwand, dunkles ruhiges Wasser zwischen vertäuten Booten, Schnee auf Pollern und Tauen

Hier steht im Januar mehr Fisch als auf einem Kilometer Fluss. Die Spundwand nimmt die Strömung, die Boote den Wind, und das Wasser liegt still und einen Tick wärmer als draußen. Der Köder sinkt an der Wand entlang bis auf den Grund und bleibt dort liegen, drei Meter neben dem Bug.

Der Hafen: tief, ruhig, einen Tick wärmer. AI-Bild

Dazu kommen drei Sonderfälle, die im Winter alles schlagen. Warmwassereinläufe von Kraftwerken und Kläranlagen, wo das Wasser bis zu 5 Grad wärmer ist und der Fisch des halben Flusses steht. Der Windschatten am Steilufer oder hinter der Spundwand, wo die Oberfläche ruhig bleibt und sich einen Tick erwärmt. Und die Südseite jeder Struktur, die die Sonne am Mittag trifft, das flache Plateau, die Steinpackung, der Steg, wo das Wasser die Wärme des Tages speichert. Die Standplatz-Karten je Art zeigen diese Strukturen im Steckbrief jeder Fischart, und wo die Gewässerseite eine Tiefenkarte hat, zeigt sie das Loch.

Gewässer Winterstelle Warum Wer steht dort
See tiefstes Loch, Fuß der Scharkante 4-Grad-Wasser liegt am Grund Zander, Barsch, Brassen
See Flachwasser auf der Südseite, mittags Sonne wärmt das Wasser um ein halbes Grad Karpfen, Hecht, Rotfeder
Fluss Hafen, Kehrwasser, Buhnenkessel geringster Strömungsdruck Zander, Barsch, Rotauge
Fluss Warmwassereinlauf bis 5 Grad wärmer fast alles, dicht
Kanal Fahrrinne, Fuß der Spundwand, Wendebecken Tiefe und Ruhe Zander, Barsch
Bach tiefer Gumpen unter dem Wehr einziges Winterquartier Forelle, Äsche, beide oft geschont

Spinnfischen, Ansitz und Fluss: drei Winter, drei Regeln

Spinnfischen im Winter ist Faulenzen in Zeitlupe. Der Köder liegt nach jedem Sprung fünf bis zehn Sekunden, die Rute steht still, und die halbe Kurbelumdrehung ist die ganze Bewegung. Gefischt werden zehn Stellen an einem Tag, jede 20 Würfe, und die Stellen sind die Löcher, nicht die Kanten. Wer den Aufsetzer im Winter nicht mehr spürt, hat einen zu leichten Kopf, denn die Absinkphase, in der im Sommer der Biss kommt, ist im Winter fast ohne Bedeutung. Der Biss kommt in der Pause, am liegenden Köder, und er fühlt sich an wie ein Hänger.

Der Ansitz im Winter ist eine Sache von drei Stunden und einer Rute, die richtig liegt. Der Köderfisch oder der einzelne Friedfischköder liegt am Fuß der Kante oder im Loch, die Schnur ist gerade so straff, dass ein Zupfer ankommt, und der Angler hockt windgeschützt, die tiefe Sonne im Rücken. Zwei Ruten, eine im Tiefen, eine auf dem sonnigen Plateau, decken die beiden Möglichkeiten des Tages ab. Nach drei Stunden ohne Biss ist der Tag nicht verloren, sondern die Stelle, und die nächste liegt 200 Meter weiter im nächsten Loch.

Das Winterangeln am Fluss hat seine eigene Regel, und sie heißt Strömungsdruck. Ein Fluss, der im Winter Hochwasser führt, drückt jeden Fisch in die Ruhezonen, in den Hafen, hinter die Buhne, ins Kehrwasser, und dort steht dann alles auf einem Fleck. Fällt der Pegel nach dem Hochwasser, ist der erste klare Tag der beste des Winters, weil die Fische in den Ruhezonen hungrig sind und das Wasser Sicht bekommt. Wo ein Pegel gekoppelt ist, steht er auf der Gewässerseite deines Flusses, mit der Tendenz der letzten Tage.

Köder und Führung: klein, still, langsam

Im Winter fängt der Köder, der am wenigsten tut. Für Räuber ist das der schlanke Gummifisch ohne Schaufel am leichtesten Kopf, der noch den Grund erreicht, geführt mit einer halben Kurbelumdrehung und Pausen von fünf bis zehn Sekunden, in denen er liegt. Oder der tote Köderfisch, der eine Stunde still liegt und riecht. Für Friedfische ein einzelner Köder ohne Futterplatz, ein paar Körner Mais, ein kleiner Boilie, zwei Maden, denn ein Karpfen, der alle drei Tage frisst, findet einen Futterplatz nicht leer, sondern überflüssig.

Das Tempo ist die Stellschraube, die im Winter am häufigsten falsch steht. Wer die Sommerführung mit zwei Umdrehungen und drei Sekunden Pause fischt, zieht an jedem Winterfisch vorbei, ohne es zu merken. Die Regel lautet halb so schnell wie zu langsam, und dann noch einmal die Hälfte. Der Zander-Ratgeber trägt Standtiefe und Ködergröße nach Jahreszeit als Tabellen, und die unterste Zeile ist jeweils der Winter.

Was das Fangbuch über den Winter sagt

Dieser Block zählt nur die Fänge der Monate Dezember bis Februar, über alle Arten. Er zeigt, welche Arten in der Community im Winter wirklich gemeldet werden, zu welcher Stunde und mit welchem Köder, und an welchen Revieren. Er bleibt leer, bis genug Wintermeldungen zusammenkommen, und füllt sich mit jedem Winter.

Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung

Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.

Die Wintermeldungen mit Foto, jede mit Revier und Datum:

Noch kein Fang mit Foto gemeldet

Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.

Fänge eintragen

Recht: der Winter ist die Zeit der Schonzeiten

Der Winter endet für zwei Arten früher, als der Kalender sagt. Die Hecht-Schonzeit beginnt in den meisten Bundesländern im Februar, in Berlin bereits im Januar, und deckt die Laichzeit bis ins Frühjahr, und wer in der zweiten Februarhälfte noch mit dem großen Köderfisch am Wasser steht, ist in fast allen Ländern zu spät. Die Bachforelle ist im Bach und Fluss von Herbst bis Frühjahr geschont, die Quappe in vier Ländern ganzjährig und in vier weiteren genau im Winter. Die Fristen je Land rechnet die Tabelle auf der Seite jeder Art für heute, und der Hecht ist der Fisch, bei dem der Blick darauf im Winter Pflicht ist.

Dazu kommt das Eis. Ob du in Deutschland vom Eis angeln darfst, entscheidet keine Landesverordnung, sondern die Gewässerordnung und die Gemeinde, die das Betreten der Eisfläche meist verbietet, und wo es erlaubt ist, gelten Regeln zur Eisdicke. Der Eintrag zum Eisangeln trägt die Rechtslage und die Auskühlungs-Rechnung.

Woran ein Wintertag scheitert

Fast jeder leere Wintertag geht auf eine von fünf Ursachen zurück, und jede davon hat auf dieser Seite schon ihr Kapitel. Die Tabelle stellt Symptom, Ursache und Abhilfe nebeneinander.

Was passiert Was dahintersteckt Was hilft
Du stehst im Januar an der Krautkante, an der im Juli der Hecht stand, und fischst leeres Wasser die Sommerstelle, der Hecht steht 3 Meter tiefer am Rand des Lochs eine Stelle mit Tiefe, Ruhe oder Wärme aus der Tabelle oben
Aufbau um sieben, vier tote Stunden, und eingepackt wird, wenn es losgeht die Dämmerung, unter 8 Grad nur noch 0,4 wert Köder im Wasser um halb zwölf, durchfischen bis drei
Richtige Stelle, richtiger Köder, trotzdem kein Biss das Tempo, die Sommerführung an einem Fisch, der einen liegenden Köder will die halbe Kurbelumdrehung mit Pausen von fünf bis zehn Sekunden
Der Karpfen ist satt, bevor der Haken kommt der Futterplatz, der im Winter niemanden anlockt ein einzelner Köder ohne Futterplatz
Nach zwei Stunden ohne Biss ist der Angler weg der eine Biss des Tages kommt um halb zwei sitzen bleiben, bis das Fenster um drei zu ist

Vor dem Wintertag am Wasser

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Wohin die Serie führt

Dieser Text ist der Einstieg, die Handlungsfragen tragen die Ratgeber je Art. Zander im Winter beantwortet die Frage nach der Tiefe, dem Loch und der Führung am Kanal. Hecht im Winter die nach dem Köderfisch, den großen Gummis und dem Beginn der Schonzeit. Karpfen im Winter die nach der Futtermenge und den zwei Stunden, die zählen. Barsch, Forelle und Quappe folgen.

Was alle sechs verbindet, ist die Wassertemperatur, und die steht auf der Beiß-Karte, wo ein Pegel sie misst, sonst am Thermometer. Wer sie liest, weiß, ob heute Sommer- oder Winterregeln gelten, und der Fang-Index sagt ihm, welche Stunde des Tages er nicht verpassen darf.

Zum Nachschlagen

10 Einträge

Häufige Fragen

8 Fragen
Welche Fische beißen im Winter?

Zander, Hecht, Barsch und Quappe fressen den ganzen Winter, Karpfen und Forelle mit Einschränkungen, Rotauge und Döbel an milden Tagen. Aal, Wels und Schleie stellen das Fressen unter 8 Grad praktisch ein. Die Reihenfolge im Fangbuch ändert sich mit jedem Winter, der Block im Text zeigt sie für Dezember bis Februar.

Wann beißen Fische im Winter am besten?

Mittags und am frühen Nachmittag, in den zwei bis drei Stunden um den Sonnenhöchststand und danach, wenn das Wasser seine wärmsten Zehntelgrade hat. Der Fang-Index bewertet dieses Fenster unter 8 Grad Wassertemperatur mit 1,0, die Dämmerung nur mit 0,4 und die Nacht mit 0,2. Wer morgens um sieben am Wasser steht, ist zu früh.

Wo stehen die Fische im Winter?

Dort, wo das Wasser am wärmsten und ruhigsten ist. Im See in den tiefsten Löchern, weil 4 Grad das schwerste Wasser ist und am Grund liegt. Im Fluss in Häfen, Kehrwassern und tiefen Buhnenkesseln mit wenig Strömungsdruck. Im Kanal an der Fahrrinne und im Windschatten von Spundwänden. Überall an Warmwassereinläufen, wo es sie gibt.

Welche Köder im Winter?

Kleine oder stille. Für Räuber der schlanke Gummifisch ohne Aktion am leichten Kopf, der lange am Grund liegt, oder der tote Köderfisch. Für Friedfische ein einzelner Köder statt Futterplatz, Mais, kleine Boilies, Maden. Die Führung ist drei- bis fünfmal langsamer als im Sommer, mit Pausen bis zu zehn Sekunden.

Ab welcher Wassertemperatur lohnt sich Angeln nicht mehr?

Es lohnt sich immer, nur anders. Unter 2 Grad steht das Tor des Fang-Index auf 0,45, ein guter Tag liest sich dann als 50 statt 90. Zander und Quappe fressen auch bei 1 Grad, der Karpfen kaum noch. Die Frage ist nur, wann und wo, und die Antwort ist mittags an der tiefsten Stelle.

Warum ist der Winter die Zeit der großen Fische?

Weil große Fische im kalten Wasser weiter fressen, während kleine aufhören, und weil sie an wenigen, vorhersehbaren Stellen stehen. Ein Winterzander ist im Schnitt größer als ein Sommerzander, und der Angeldruck ist ein Bruchteil des Sommers. Wer im Januar einen Biss hat, hat selten einen kleinen Fisch.

Darf ich im Winter auf Hecht angeln?

Bis zum Beginn der Schonzeit, und die beginnt in den meisten Ländern im Februar, in Berlin im Januar, und läuft bis ins Frühjahr. Der Dezember ist fast überall frei, die zweite Februarhälfte fast nirgends. Die Tabelle auf der Hechtseite rechnet die Frist deines Landes für heute, der Erlaubnisschein gilt am Wasser.

Was ändert sich beim Gerät im Winter?

Wenig, außer der Schnur. Geflecht nimmt Wasser auf und friert in den Ringen, Silikonspray oder Monofil hilft. Das Vorfach wird dünner, weil das Wasser klarer ist, der Jigkopf leichter, weil der Fisch keine Absinkphase will, sondern einen Köder, der liegt. Und die Rutenspitze bleibt weich, damit ein zaghafter Biss nicht ausschlitzt.

René Seidel

Geschrieben von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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