Hamburg

Rostige Spundwand mit zwei Pollern und einem Tau am Hamburger Hafenbecken, an der Wand die dunkle Tidemarke, dahinter über dem trüben Elbwasser die Containerbrücken und Hafenkräne im Dunst
Bundesland-Übersicht

Angelgewässer in Hamburg

Vom Hafenbecken über die Tide-Elbe und die Alsterkanäle bis in die Elbarme der Vierlande. 29 Gewässer in Hamburg mit Fischbestand, Regeln und dem Fang-Index für heute, dazu die Schonzeiten des Landes.

29 Gewässer 34 Fischarten 5 Gewässertypen 11 Schonzeiten

Karte der Angelgewässer

29 Marker in Hamburg

Die Karte startet auf Hamburg und zeigt jedes erfasste Gewässer als Marker. Tipp einen an, und Name, Ort, Bewertung und Anzahl der Fänge stehen sofort da. Liegen mehrere dicht beieinander, fasst die Karte sie zu einer Zahl zusammen, ein Tipp darauf zoomt hinein.

Angeln in Hamburg auf einen Blick

6 Regeln, die das Land selbst setzt

Die Kurzfassung dessen, was weiter unten ausführlich steht. Sie ersetzt keinen Blick in deinen Erlaubnisschein, denn Verein und Pächter dürfen strenger sein als das Land.

Fischereischein

Pflicht plus Fischereiabgabe

Er gilt auf Lebenszeit, die Abgabe steckt als Nachweis darin, und beim Angeln musst du ihn im Original dabeihaben. Ob zusätzlich ein Erlaubnisschein nötig ist, hängt am Gewässer.

Fischerprüfung

ab 12 Jahren

Sie heißt hier Angelprüfung und hat seit 2020 einen praktischen Teil, den Fischereischein danach gibt es frühestens mit zwölf. Wer in Hamburg wohnt, kann ihr nicht ausweichen, indem er sie in einem anderen Bundesland ablegt.

Kinder

unter 15 nur begleitet

Ohne eigenen Schein ist eine einzige Handangel erlaubt, und nur unter Aufsicht einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein. Wer die Angelprüfung besteht, fischt ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr selbst verantwortlich.

Urlauber und Gäste

kein Urlauberschein

Prüfungsfreie Papiere erkennt Hamburg nicht an, ein Schein aus einem anderen Bundesland gilt nur nach gleichwertiger Prüfung. Gäste aus dem Ausland bekommen mit der Berechtigung ihres Heimatlandes einen bis zum Jahresende befristeten Schein.

Ruten

zwei Handangeln

Je Rute höchstens zwei Anbissstellen, beide musst du aus unmittelbarer Nähe bedienen und keine darf unbeaufsichtigt ausliegen. Schleppangeln ist Anglern in Hamburg verboten.

Nachtangeln

regelt der Bewirtschafter

Im Landesrecht steht dazu nichts. Ob du nachts ans Wasser darfst, steht wie Anfüttern, Zelten und Futterboot in der Gewässerordnung des Bewirtschafters.

Angelschein in Hamburg

Hamburg verlangt die Angelprüfung, so heißt hier die Fischerprüfung. Wer sie bestanden hat, bekommt den Fischereischein auf Lebenszeit, frühestens mit zwölf Jahren. Geprüft werden Fischarten, Biologie und Hege, Fanggeräte, der Umgang mit dem gefangenen Fisch samt Betäuben und Töten, dazu Gewässerkunde sowie Fischerei-, Tier- und Naturschutzrecht. Seit 2020 gehört ein praktischer Teil dazu, und abgenommen wird die Prüfung nicht von der Behörde selbst, sondern von einer beliehenen Stelle.

Fischereischeine aus anderen Bundesländern gelten hier, aber nur unter zwei Bedingungen. Deine Hauptwohnung darf nicht in Hamburg liegen, und für den Schein muss eine gleichwertige Prüfung nötig gewesen sein. Prüfungsfreie Papiere erkennt Hamburg ausdrücklich nicht an, ein Urlauber- oder Touristenfischereischein aus Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern hilft also nicht weiter. Und wer in Hamburg wohnt, kann der Prüfung nicht ausweichen, indem er sie in einem anderen Bundesland ablegt.

Die Fischereiabgabe wird in Hamburg immer fällig, auch mit einem Schein aus einem anderen Bundesland. Sie steckt als Nachweis fest im Fischereischein, und den musst du beim Angeln im Original dabeihaben. Gäste aus dem Ausland, die eine Fischereiberechtigung ihres Heimatlandes vorlegen, bekommen einen bis zum Jahresende befristeten Hamburger Schein. Abgabe, Prüfung und Bootsangelkarte laufen zentral über das Angelzentrum in Entenwerder.

Ob du zusätzlich einen Erlaubnisschein brauchst, hängt am Gewässer. In den Freien Gewässern reichen Fischereischein und Abgabe. Das sind die öffentlichen Gewässer, deren Fischereirecht nicht verpachtet ist. Große Teile des Elbufers oberhalb der Hafengrenze und die Gewässer der Vierlande sind dagegen verpachtet, dort brauchst du das Papier des Bewirtschafters. Wer das für eine bestimmte Strecke sucht, findet den Bewirtschafter unten in der Liste auf der jeweiligen Gewässerseite.

Kinder brauchen hier keinen eigenen Schein

Hamburg kennt keinen Jugendfischereischein, sondern eine schlichte Altersgrenze. Wer das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf ohne eigenen Fischereischein angeln. Erlaubt ist dann eine einzige Handangel, und nur unter Aufsicht einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein.

Wer früher selbst verantwortlich sein will, legt die Angelprüfung ab. Den eigenen Fischereischein gibt es ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr, das Lichtbild darin wird mit 18 erneuert. Am Gewässer braucht das Kind zusätzlich einen Erlaubnisschein auf seinen Namen, überall dort, wo der Bewirtschafter einen verlangt.

Dieselbe Ausnahme gilt für Menschen, die wegen einer Behinderung keine Prüfung ablegen können. Mit Genehmigung der Behörde dürfen sie in Begleitung einer volljährigen Person mit Fischereischein mit einer Handangel fischen. Bei geführten Touren zugelassener Angel-Guides und bei Veranstaltungen von Ausbildungsvereinen dürfen außerdem bis zu drei Gäste ohne eigenen Schein mitangeln. Dafür müssen drei Dinge zusammenkommen: eine Ausbilderin oder ein Ausbilder ist vor Ort, eine Person mit Schein betreut die Gäste unmittelbar, und das Gewässer gehört dem Veranstalter oder ist von ihm gepachtet und liegt in Hamburg.

Was das Land am Wasser vorschreibt

Zwei Handangeln mit höchstens zwei Anbissstellen je Rute, mehr nicht. Beide müssen aus unmittelbarer Nähe bedient werden und dürfen nie unbeaufsichtigt ausliegen. Das Schleppangeln ist Anglern in Hamburg verboten, das Reißen von Fischen ebenfalls. Eine Senke bis zu einem Quadratmeter darfst du zum Köderfischfang einsetzen, von Januar bis Ende März allerdings gar nicht, und Senkreusen sind ganz untersagt.

Beim Umgang mit dem Fisch geht das Land weiter als die meisten. Ein Kescher mit gummiertem Netz und eine Abhakmatte sind Pflicht, dazu Maßband, Fischtöter und Messer. Der Kescher muss zur Stelle passen, an einer Kaimauer reicht das kurze Modell vom See nicht. Das Hältern lebender Fische ist verboten, ein Setzkescher fällt damit weg. Die beiden Ausnahmen im Gesetz betreffen die Hamenfischerei und Hegemaßnahmen, für Angler gilt keine davon. Lebende Köderfische sind verboten, Wettfischen ist es auch, und wer an einer fischereilichen Veranstaltung teilnimmt, muss vorher schriftlich versichern, dass er aus vernünftigem Grund angelt. Die eigene Verzehrabsicht ist der Regelfall dafür.

Zwei Regeln übersieht man leicht. Während der Zanderschonzeit sind Kunstköder jeder Art, tote Köderfische und Fischfetzen gesperrt, damit niemand unter dem Vorwand des Barschangelns auf Zander fischt. Ausgenommen sind nur der strömende Bereich des Elbe-Hauptstroms, die Bille oberhalb des Bergedorfer Hallenbades, die Alster oberhalb der Ohlsdorfer Schleuse und generell das Fliegenfischen. In Hafenbecken, Kanälen und innerhalb der Buhnenfelder greift das Verbot also. Und rund um Fischwege ist auf 50 Metern in beide Richtungen jede Art des Fischfangs untersagt.

Eine Reihe von Gewässern ist ganzjährig dicht. Dazu gehören die Kleine Alster und ein Stück der Binnenalster am Jungfernstieg, der Stadtparksee, der Eppendorfer Mühlenteich, die obere Dove-Elbe, die obere Gose-Elbe, das Mühlenberger Loch und die geschützten Bereiche des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer. Als Laich- und Aufwuchsgebiet gesperrt sind zusätzlich viele kleine Läufe wie Wandse, Rahlau, Berner Au, Schleemer Bach, Flottbek und Wedeler Au sowie sämtliche Alsterzuflüsse oberhalb der Winterhuder Brücke.

Wo die Stadtgrenze liegt, endet auch das Hamburger Recht, und das ist hier wichtiger als in einem Flächenland. Alster und Bille kommen beide aus Schleswig-Holstein, oberhalb der Landesgrenze gilt die dortige Binnenfischereiverordnung mit anderen Maßen und Zeiten. An der Elbe hört Hamburg flussaufwärts vor dem Wehr bei Geesthacht auf und flussabwärts hinter Tinsdal und Cranz, die Exklave Neuwerk in der Mündung ausgenommen. Nachtangeln, Anfüttern, Zelten und Futterboot regelt das Land dagegen nicht, das steht in der Gewässerordnung des Bewirtschafters. Bootsangeln ist in vielen Hamburger Gewässern erlaubt, im Hafengebiet, auf Teilen des Elbstroms und auf Dove- und Gose-Elbe brauchst du dafür eine eigene Lizenz. Bei jedem Gewässer in CatchHub findest du unten in der Liste, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Schonzeiten und Mindestmaße in Hamburg

11 Arten mit eigener Regel

Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Die Schonzeit ist ein Zeitraum, in dem eine Art gar nicht entnommen werden darf, meist rund um die Laichzeit. Das Mindestmaß ist eine Länge, unter der ein Fisch immer zurückgeht, auch außerhalb der Schonzeit.

Schonzeiten und Mindestmaße in Hamburg
Art Schonzeit Maß, Mindestmaß in Zentimetern
Zander Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens zwei Fische am Tag 1. Feb. bis 31. Mai 45 cm
Hecht Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens zwei Fische am Tag 1. Feb. bis 31. Mai 45 cm
Aal Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens drei Fische am Tag keine Schonzeit 45 cm
Flussbarsch Entnahmefenster bis 35 cm, keine Tagesbegrenzung keine Schonzeit 10 cm
Karpfen Einzige Art ohne Obermaß, keine Tagesbegrenzung keine Schonzeit 35 cm
Schleie Entnahmefenster bis 45 cm, keine Tagesbegrenzung keine Schonzeit 25 cm
Rapfen Entnahmefenster bis 70 cm, höchstens ein Fisch am Tag keine Schonzeit 50 cm
Meerforelle Entnahmefenster bis 65 cm, höchstens zwei Fische am Tag 15. Okt. bis 15. Feb. 40 cm
Weitere 3 Arten Weniger anzeigen
Bachforelle Entnahmefenster bis 40 cm, keine Tagesbegrenzung 15. Okt. bis 15. Feb. 20 cm
Quappe Entnahmefenster bis 50 cm, höchstens drei Fische am Tag keine Schonzeit 30 cm
Äsche 1. Jan. bis 15. Mai kein Maß

Quelle: Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes, Anlagen 1 und 2, Stand 1. Februar 2022.

So wird gemessen, so geht er zurück

Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Hamburg arbeitet mit einem Entnahmefenster statt eines reinen Mindestmaßes, und das ändert die Rechnung. Ein Fisch darf nur mit, wenn er zwischen dem unteren und dem oberen Maß liegt. Was darunter oder darüber liegt, löst du sofort vorsichtig vom Haken und setzt es zurück.

Ganzjährig geschützt, auf diese Arten wird nicht gezielt geangelt

Diese Arten haben weder Schonzeit noch Mindestmaß, sie sind das ganze Jahr über tabu. Hängt eine am Haken, geht sie sofort und schonend zurück.

  • Bachneunauge
  • Flussneunauge
  • Meerneunauge
  • Stör
  • Lachs
  • Maifisch
  • Finte
  • Nordseeschnäpel
  • Ostseeschnäpel
  • Zährte
  • Hasel
  • Elritze
  • Moderlieschen
  • Bitterling
  • Schlammpeitzger
  • Steinbeißer
  • Schmerle
  • Stromgründling
  • Groppe
  • Neunstachliger Stichling

Ohne Gewähr, und der Verein darf strenger sein

Diese Übersicht gibt den Stand der Landesverordnung wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten und größere Mindestmaße festlegen, und sie tun es oft. Verbindlich ist immer, was in deinem Erlaubnisschein steht. Drei Einschränkungen stehen in der Verordnung selbst. Die Tageshöchstmengen gelten nur in den Freien Gewässern, für einzelne Gewässer kann die Behörde auf Antrag des Fischereirechtsinhabers eine Ausnahme vom Entnahmefenster erteilen, und die Schonzeit der Forellen gilt nicht in gewerblichen Fischzuchtbetrieben.

Angelregionen in Hamburg

5 Landschaften und was dort steht

Hamburg ist auf engem Raum kein einheitliches Revier. Ein Buhnenfeld der Tide-Elbe verlangt anderes Gerät als eine Kaimauer in der HafenCity, und die verkrauteten Elbarme der Vierlande sind noch einmal eine eigene Welt. Diese Einteilung ist unsere eigene, sie sortiert die Stadt so, wie man sie beim Planen einer Tour sortiert.

Bei Niedrigwasser liegen die Buhnensteine mit dunkler Tidemarke frei, dazwischen Schlickpfützen und geripptes Sandwatt, dahinter kahle Weiden und ein flacher Deich unter grauem Himmel

Tide-Elbe

Zweimal am Tag läuft der Strom in beide Richtungen

Zwischen dem Wehr bei Geesthacht und dem Hafen arbeitet die Elbe im Takt der Gezeiten. Bei Flut steht das Wasser meterhoch über den Buhnenfeldern, wenige Stunden später liegen dieselben Steine trocken. Angeln heißt hier, zuerst den Tidenkalender zu lesen und die Stelle danach zu wählen. Bei Altengamme hebt sich die Strömung zeitweise fast auf, weil das ablaufende Wasser gegen die auflaufende Flut drückt, und genau dann sind Räuber und Friedfische unterwegs.

Beste Zeit: Ganzjährig, Zander im Herbst und Winter, Stint im Spätwinter

Beliebte Fische in dieser Region
Zander Barsch Rapfen Wels Brassen
Hafenbecken zur blauen Stunde, vorn ein Poller mit aufgeschossenem Tau auf nassem Kopfsteinpflaster, links die Spundwand mit Bewuchsstreifen über der Wasserlinie, dahinter ein Ponton und beleuchtete Backsteinspeicher

Hafen und HafenCity

Spundwand, Hafenbecken und Laternenlicht statt Schilfkante

Das Einzugsgebiet des Hafens ist Freies Gewässer, hier reichen Fischereischein und Fischereiabgabe ohne Erlaubnisschein. Geangelt wird an Kaimauern, Pontons und Beckeneinfahrten, meist mit dem Rucksack und leichtem Gummi. Der Wasserstand wandert mit der Tide, deshalb brauchst du an der Mauer einen langen Spundwandkescher und keinen kurzen vom See. Gefährdete Bereiche des Schiffsverkehrs sind ausgenommen, und ein Hafen bleibt zuerst Betriebsgelände.

Beste Zeit: August bis November auf Barsch, Winter auf Zander

Beliebte Fische in dieser Region
Barsch Zander Aland Brassen Aal
Weite Wasserfläche eines Stadtsees an einem bedeckten Sommermittag, im Vordergrund ein Holzsteg an der Schilfkante und eine Liegewiese, am gegenüberliegenden Ufer die Türme der Innenstadt

Alster

Das nasse Herz der Stadt, unterhalb der Ohlsdorfer Schleuse offen

Die Außenalster misst rund 164 Hektar, ist dabei aber nirgends tiefer als etwa 4,5 Meter. Ein Flachwasser mitten in der Innenstadt also, ergänzt um die Kanäle und Fleete, die von ihr abgehen. Brassen machen den Hauptteil der Fänge aus, unter Stegen und Brücken lauern Barsch und Hecht. Gesperrt sind ganzjährig die Kleine Alster, ein Stück der Binnenalster am Jungfernstieg und sämtliche Alsterzuflüsse oberhalb der Winterhuder Brücke.

Beste Zeit: Mai bis Oktober auf Friedfisch, Herbst auf Hecht

Beliebte Fische in dieser Region
Brassen Hecht Barsch Aal Karpfen
Direkt zum Gewässer
Gestauter Flusslauf an einem Herbstnachmittag, links Spundwand mit Ringen und eine Backsteinmauer unter dem Uferweg, geradeaus eine Ziegelbogenbrücke, auf dem dunklen Wasser treibt Laub

Bille und Schleusengraben

Der zweite Fluss der Stadt, Zanderrevier bis nach Bergedorf

Die Bille kommt aus Schleswig-Holstein und mündet bei Rothenburgsort in die Elbe. Ihr Hamburger Lauf ist seit Jahrhunderten gestaut, in Bergedorf hält ein Wehr den Serrahn auf Stand, und weiter westlich zieht der begradigte Schleusengraben zur Dove-Elbe. Das ergibt ruhiges, tiefes Wasser mit harten Kanten, Schleusen und Brückenpfeilern. Zander ist der Zielfisch Nummer eins, daneben laufen Aal und Karpfen, und im Sommer jagt der Rapfen an der Oberfläche.

Beste Zeit: Oktober bis März auf Zander, Sommernächte auf Aal

Beliebte Fische in dieser Region
Zander Aal Karpfen Rapfen Barsch
Spiegelglatter Altarm im Marschland bei Sonnenaufgang, Seerosenfelder zwischen Schilfhalmen, am anderen Ufer Kopfweiden und ein Gewächshaus im Dunst

Vier- und Marschlande

Abgetrennte Elbarme, Seerosenfelder und zwei große Seen

Die Dove-Elbe wurde schon im 15. Jahrhundert mit einem Deich vom Hauptstrom abgeschnitten, die kleinere Gose-Elbe läuft an der Regattastrecke mit ihr zusammen. Beide sind flach, stark verkrautet und im Sommer von Teichrosen bedeckt, also das genaue Gegenteil der Elbe ein paar Kilometer weiter. Oberflächenköder über den Krautfeldern sind hier die Methode auf Hecht, dazu kommen Schleie, Karpfen und Barsch. Am Hohendeicher See und am Eichbaumsee schwimmen die schwersten Karpfen und Hechte der Stadt.

Beste Zeit: Mai und Juni auf Schleie, September bis November auf Hecht

Beliebte Fische in dieser Region
Hecht Schleie Karpfen Barsch Zander
CatchHub App

Die Regeln deines Gewässers in der Tasche

Schonzeit vergessen? In der App steht bei jedem Gewässer, was dort gilt, dazu Fang-Index, Wetter und Pegel für heute.

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Was in Hamburg schwimmt

10 Arten, die das Land prägen

Fast jede dieser Arten steht in Hamburg an einer bestimmten Sorte Wasser, und genau das entscheidet, wohin du fährst. Den Zander suchst du an der Strömungskante der Elbe, die Schleie im Seerosenfeld der Dove-Elbe. Welche Arten an einem einzelnen Gewässer gemeldet sind, steht auf dessen Seite.

Zander Sander lucioperca

Der Fisch, für den die meisten hier ans Wasser gehen. Er steht an den Kanten der Fahrrinne, an Spundwänden und in den Hafenbecken und folgt dem Stint. Wenn die Tide kentert, sammelt sich das Futter, und genau dann fällt die kurze Beißphase. Mitnehmen darfst du ihn nur zwischen 45 und 75 Zentimetern.

Wo im Land
Tide-Elbe, Hafenbecken, Bille und Schleusengraben
Beste Zeit
Oktober bis Januar, in der Dämmerung
Im Land
ab 45 cm, Schonzeit 1. Feb. bis 31. Mai

Hecht Esox lucius

In der Tide-Elbe ist er selten geworden, weil seine Laichplätze bei Ebbe trockenfallen. Dafür steht er in den abgetrennten Elbarmen der Vierlande über Kraut und Seerosen, und dort wird er richtig groß. Über den Krautfeldern lohnt der Oberflächenköder. Ein Fisch über 75 Zentimeter geht in Hamburg zurück, egal wie lange du auf ihn gewartet hast.

Wo im Land
Dove-Elbe, Gose-Elbe, Außenalster, Hohendeicher See
Beste Zeit
September bis Januar
Im Land
ab 45 cm, Schonzeit 1. Feb. bis 31. Mai

Barsch Perca fluviatilis

Der Fisch für die Stunde nach Feierabend, weil er in der ganzen Stadt an harten Kanten steht. Unter Pontons, an Brückenpfeilern und entlang der Spundwände jagen die Trupps. In Hamburg trägt sogar er ein Obermaß, über 35 Zentimeter geht er zurück.

Wo im Land
Kaimauern im Hafen, Alsterkanäle, Bille
Beste Zeit
August bis November
Im Land
ab 10 cm

Aal Anguilla anguilla

Der Traditionsfisch der Elbfischerei, bis heute begehrt und im Bestand trotzdem stark zurückgegangen. Nachts zieht er ins Flache und an die Steinpackungen. Das Hamburger Aal-Taxi bringt abwandernde Tiere an den Hindernissen des Stroms vorbei, damit sie den Weg in die Sargassosee überhaupt antreten können.

Wo im Land
Elbe, Bille, Alster und die Gräben der Marschlande
Beste Zeit
Warme Sommernächte
Im Land
ab 45 cm

Rapfen Aspius aspius

Ein Friedfisch, der jagt wie ein Räuber. Er treibt Jungfische an die Oberfläche und schlägt dort mit einem hörbaren Klatschen zu, oft mitten am Tag. Am Elbstrand bei Övelgönne bekommt man das im Sommer aus nächster Nähe zu sehen.

Wo im Land
Elbe an der Strömungskante, Alster, Bille
Beste Zeit
Mai bis September, bei Sonne und Wärme
Im Land
ab 50 cm

Stint Osmerus eperlanus

Der kleine Wanderfisch, an dem in der Elbe vieles hängt. Im Spätwinter zieht er in großen Schwärmen aus der Nordsee flussauf zum Laichen, und Zander und Barsch ziehen mit. Die heiße Phase dauert oft nur wenige Tage, dann steht das halbe Ufer voll.

Wo im Land
Tide-Elbe, Ufer und Buhnen bei Altengamme
Beste Zeit
Februar bis April, ab etwa 6 Grad Wassertemperatur

Wels Silurus glanis

Er kommt in der Elbe seit einigen Jahren deutlich stärker auf und wird schwer. Meist landet er als Beifang beim Aal- oder Zanderangeln am Haken. Tagsüber steht er an Hindernissen und in tiefen Löchern, nachts zieht er ins Flache.

Wo im Land
Tide-Elbe, tiefe Rinnen und Hindernisse
Beste Zeit
Warme Sommernächte

Brassen Abramis brama

Die schiere Masse im Hamburger Wasser, zu Hause in fast jedem Gewässer der Stadt. An der Außenalster macht er den Hauptteil der Fänge aus, gefangen mit Made, Wurm oder Mais an Pose und Grundblei. Wo ein Schwarm gründelt, steigen Blasen auf.

Wo im Land
Außenalster, Alsterkanäle, Bille, Hafenbecken
Beste Zeit
Mai bis Oktober, früh und spät

Karpfen Cyprinus carpio

Die beiden großen Seen der Vierlande sind die klassische Adresse, dort schwimmen die schwersten Fische der Stadt. In der Dove-Elbe zieht er zwischen den Seerosenfeldern, in der Alster steht er unter den Stegen. Er ist die einzige Art im Entnahmefenster ohne Obermaß.

Wo im Land
Eichbaumsee, Hohendeicher See, Dove-Elbe, Außenalster
Beste Zeit
Ab etwa 12 Grad, Frühsommer bis Herbst
Im Land
ab 35 cm

Schleie Tinca tinca

Die flachen, krautigen Elbarme der Vierlande sind ihr Revier. Sie steht mitten im Kraut und verrät sich durch aufsteigende Bläschen, lange bevor sich am Bissanzeiger etwas tut. Auch für sie gilt in Hamburg ein Obermaß.

Wo im Land
Dove-Elbe, Gose-Elbe, verkrautete Gräben der Marschlande
Beste Zeit
Mai und Juni, früh am Morgen
Im Land
ab 25 cm

Welche Gewässer es in Hamburg gibt

8 Typen und was sie ausmacht

Vom größten deutschen Seehafen bis zum Fleet hinter dem Kontorhaus, dazwischen ein Strom mit Gezeiten und zwei Flüsse, die aus Schleswig-Holstein hereinkommen. Der Typ entscheidet über Gerät, Zielfisch und Tageszeit, deshalb lohnt es sich, ihn vor der Tour zu kennen. In der Gewässersuche kannst du direkt nach diesen Typen filtern.

Strom

Die Elbe zerlegt sich im Stadtgebiet in Norderelbe und Süderelbe und trägt auf ganzer Länge die Tide. Zweimal am Tag wandert der Pegel um mehrere Meter, Buhnenfelder fallen trocken und laufen wieder voll. Fischereirechtlich gilt sie hier trotzdem als Binnengewässer.

Hafen

Kilometerweit Kaimauer, dazu Hafenbecken, Fleethäfen und Pontons. Das Einzugsgebiet des Hamburger Hafens ist Freies Gewässer, dort brauchst du keinen Erlaubnisschein. Gefährdete Bereiche des Schiffsverkehrs bleiben ausgenommen, und an der Mauer geht es nur mit langem Kescher.

Kanal

Hamburg hat mehr Brücken als jede andere europäische Stadt, und darunter liegen die Fleete und Kanäle. Osterbek, Goldbek und Isebek ziehen als ruhige Rinnen durch die Wohnviertel, der Schleusengraben verbindet Bille und Dove-Elbe. Kaum Strömung, viel Schatten und harte Kanten.

Fluss

Alster und Bille sind die beiden großen Nebenflüsse, und beide entspringen in Schleswig-Holstein. In der Stadt sind sie gestaut, begradigt und von Wehren getaktet, oben bei Ohlsdorf und Bergedorf noch schmal, weiter unten breit und tief.

Altarm

Dove-Elbe und Gose-Elbe sind alte Elbarme, die man vor Jahrhunderten abgedeicht hat, um das Fahrwasser zum Hafen zu vertiefen. Ohne Strömung, flach und im Sommer von Teichrosen zugewachsen. Der Lebensraum für Hecht und Schleie direkt neben dem Strom.

See

Die Außenalster ist der größte, aber auch der flachste. Dazu kommen die künstlich angelegten Seen der Vierlande, Hohendeicher See und Eichbaumsee, mit deutlich mehr Tiefe. Der Stadtparksee und der Eppendorfer Mühlenteich sind dagegen ganzjährig gesperrt.

Bach

Wandse, Rahlau, Berner Au, Flottbek und Wedeler Au laufen durch die Wohngebiete am Stadtrand. Schmal, verwachsen und für die Fischbrut wichtig. Genau deshalb sperrt die Verordnung viele dieser Läufe als Laich- und Aufwuchsgebiet ganzjährig.

Küste

Hamburg reicht bis in die Elbmündung, denn Neuwerk und Scharhörn gehören zur Stadt. Rundherum liegt der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer mit Prielen, Sänden und zwei Gezeiten am Tag. Die geschützten Bereiche sperrt die Fischereiverordnung ausdrücklich für den Fischfang.

Beliebte Angelgewässer in Hamburg

nach Followern und Fängen

Diese Reihenfolge macht die Community, nicht die Redaktion. Gewertet wird, wie viele Angler dem Gewässer folgen und wie viele Fänge dort gemeldet sind. Ein Gewässer steigt also, weil Angler hingehen und melden.

Die größten Angelgewässer

nach Fläche und nach Länge

Zwei Listen, weil sich Hektar und Kilometer nicht vergleichen lassen. Links stehen die flächengrößten Stillgewässer, rechts die längsten Flussstrecken. Groß heißt dabei nicht automatisch gut, aber es heißt Platz und meist mehr Struktur, an der sich Fisch sammelt.

Alle Gewässer in Hamburg

29 Gewässer, alphabetisch

Hinter jedem Namen steht die Gewässerseite mit Fischbestand, erlaubten Angelmethoden, den Regeln vor Ort, dem Bewirtschafter und dem Fang-Index für heute. Die Zahl rechts sind die gemeldeten Fänge.

25 von 29 Gewässern

1 Allermöher See Hamburg-Neuallermöhe See Hecht · Zander · Barsch 2 Allhorndiek Hamburg-Volksdorf Teich Hecht · Flussbarsch · Rotauge 3 Alter Teich Kleiner Bramfelder See Hamburg-Bramfeld Teich Rotauge · Rotfeder · Brasse 4 Alte Süderelbe Hamburg-Finkenwerder Altarm Hecht · Zander · Barsch 1 5 Außenalster See Aal · Flussbarsch · Hecht 6 Boberger See Hamburg-Lohbrügge Baggersee Aal · Hecht · Zander 7 Brauereiteiche Hamburg-Bergedorf Teich Aal · Karpfen · Schleie 8 Dove-Elbe Hamburg-Bergedorf Altarm Hecht · Zander · Barsch 3 9 Eichbaumsee Allermöhe Baggersee Hecht · Zander · Barsch 1 10 Eichbergsee Boltwischen Hamburg-Rahlstedt See Aal · Barsch · Brachse 11 Elbe Tideelbe Hamburg (Geesthacht – Wedel) Fluss Zander · Hecht · Barsch 2 12 Farmsener Teich Hamburg-Farmsen-Berne Teich Karpfen · Schleie · Brassen 13 Gose-Elbe Vier- und Marschlande Kirchwerder Altarm Zander · Hecht · Barsch 1 14 Grootsee Hamburg-Niendorf See 15 Großer Fischteich Klövensteen Hamburg-Rissen Teich Brachse · Rotauge · Flussbarsch 16 Helmuth-Schack-See Hamburg-Osdorf See Aal · Barsch · Brassen 17 Hohendeicher See Oortkatensee Ochsenwerder Baggersee Hecht · Zander · Barsch 1 18 Hower See Hamburg-Kirchwerder Baggersee Aal · Barsch · Hecht 19 Hummelsee Hamburg-Hummelsbüttel See Karpfen · Schleie · Zander 20 Jenfelder Moor mit Jessenteich Hamburg-Jenfeld Teich Karpfen · Schleie · Hecht 21 Kaniasee Hamburg-Osdorf See 22 Mühlenteich Bergstedt Hamburg-Bergstedt Teich Hecht · Karpfen · Barsch 23 Neuländer See Hamburg-Neuland Baggersee Hecht · Barsch · Aal 24 Öjendorfer See Hamburg-Billstedt See Aal · Bitterling · Flussbarsch 25 Rodenbeker Teich Hamburg-Bergstedt Teich Aal · Karpfen · Schleie

Häufige Fragen zum Angeln in Hamburg

8 Fragen

Die Fragen, die vor dem ersten Angeltag in Hamburg am häufigsten gestellt werden. Alles Weitere zum Angelschein allgemein steht auf der Übersicht für Deutschland.

Brauche ich in Hamburg einen Angelschein?

Ja. Hamburg verlangt die Angelprüfung, danach stellt die Behörde den Fischereischein auf Lebenszeit aus. Dazu kommt die Fischereiabgabe, die hier jede Anglerin und jeder Angler zahlt. Ob du zusätzlich einen Erlaubnisschein brauchst, hängt am Gewässer.

Gilt mein Fischereischein aus einem anderen Bundesland in Hamburg?

Ja, wenn deine Hauptwohnung nicht in Hamburg liegt und für den Schein eine gleichwertige Prüfung nötig war. Prüfungsfreie Papiere erkennt Hamburg nicht an, ein Urlauber- oder Touristenfischereischein aus Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern reicht also nicht. Die Hamburger Fischereiabgabe wird trotzdem fällig.

Darf ich im Hamburger Hafen angeln?

Ja. Das Einzugsgebiet des Hafens gehört zu den Freien Gewässern, dort reichen Fischereischein und Fischereiabgabe ohne Erlaubnisschein. Dasselbe gilt für die Unterläufe von Alster und Bille. Gefährdete Bereiche des Schiffsverkehrs sind ausgenommen, und weil Pachtverhältnisse wechseln, lohnt vorher der Blick auf die jeweilige Gewässerseite.

Was bedeutet das Entnahmefenster in Hamburg?

Neben dem Mindestmaß gilt für die wichtigsten Arten auch ein Obermaß. Ein Fisch darf nur mit, wenn seine Länge dazwischen liegt. Bei Hecht, Zander und Aal sind das 45 bis 75 Zentimeter, beim Barsch 10 bis 35 Zentimeter. Größere Fische gehen genauso zurück wie zu kleine, weil sie für den Nachwuchs am wichtigsten sind.

Wie viele Fische darf ich in Hamburg am Tag mitnehmen?

In den Freien Gewässern gilt eine Tageshöchstfangmenge. Von Hecht, Zander und Meerforelle sind es zwei Fische, von Aal und Quappe drei, vom Rapfen einer. Ist die Zahl erreicht, wird auf diese Art nicht weiter gezielt geangelt. Für Barsch, Schleie, Bachforelle und Karpfen nennt die Verordnung keine Begrenzung.

Ab welchem Alter dürfen Kinder in Hamburg angeln?

Wer das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf ohne eigenen Fischereischein angeln, mit einer einzigen Handangel und unter Aufsicht einer volljährigen Person mit gültigem Schein. Einen eigenen Fischereischein gibt es nach bestandener Angelprüfung ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr.

Darf ich in Hamburg während der Zanderschonzeit mit Gummifisch angeln?

Nur an wenigen Stellen. Während der Schonzeit von Hecht und Zander sind Kunstköder, tote Köderfische und Fischfetzen gesperrt. Ausgenommen sind der strömende Bereich des Elbe-Hauptstroms, die Bille oberhalb des Bergedorfer Hallenbades, die Alster oberhalb der Ohlsdorfer Schleuse und das Fliegenfischen. In Hafenbecken, Kanälen und Buhnenfeldern gilt das Verbot.

Wo kann ich in Hamburg angeln?

In CatchHub sind 29 Gewässer in Hamburg erfasst, von der Tide-Elbe und den Hafenbecken über Alster, Bille und die Kanäle bis zu Dove-Elbe, Gose-Elbe und den Seen der Vierlande. Zu jedem stehen Fischbestand, Angelmethoden, die Regeln vor Ort und ein täglicher Fang-Index.

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Redaktioneller Stand:

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