Kurz gesagt
- Am Rhein gibt es nicht die eine Karte, sondern vier Wege, die Lose der Vereine am Hochrhein und Oberrhein, den Schein der Landgesellschaft am hessischen Ufer, die Landesstrecken der SGD und die Verbandsstrecke in Rheinland-Pfalz und den Generalschein der Rheinfischereigenossenschaft für den ganzen Strom in Nordrhein-Westfalen.
- Die Karte gilt für das Ufer, an dem du stehst, gegenüber kann ein anderes Land mit anderer Erlaubnis liegen, und Häfen, Altarme und Baggerseen hinter dem Deich gehören nie zum Strom dazu.
- Zander, Barbe, Rapfen und Wels sind die vier Fische, für die der Rhein steht, dazu Döbel, Nase, Aal und Brassen, und seit gut 15 Jahren die Grundel, die an jedem Grund zuerst beißt.
- Die Stellen heißen Buhnenkopf, Buhnenkessel, Steinpackung, Hafeneinfahrt und Altarmmündung, und welche davon heute trägt, sagt der Pegel, nicht der Kalender.
- Steigt das Wasser, rücken die Fische in den Strömungsschatten und ans Ufer, fällt es, ziehen sie in die Rinnen, und beides steht morgens auf der Pegelseite des Reviers.
Vier Länder, vier Wege zur Karte
Der Rhein ist in Deutschland kein Gewässer, sondern vier. Von der Konstanzer Rheinbrücke, an der die Kilometrierung mit null beginnt, bis zur niederländischen Grenze hinter Emmerich bei Kilometer 865 wechselt der Strom das Land, das Ufer und den Bewirtschafter, und mit jedem Wechsel die Karte. Am Hochrhein und am Oberrhein in Baden-Württemberg ist das Fischereirecht in Lose geteilt, die Vereine gepachtet haben, und die Gastkarte kommt vom Verein. In Rheinland-Pfalz gehört das Recht dem Land, verwaltet von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd für die Pfalz und Rheinhessen und der SGD Nord zwischen Kaub und Boppard, dazu die Strecke des Landesfischereiverbands um Koblenz. In Hessen gibt die Landgesellschaft den Schein für das rechte Ufer zwischen Lampertheim und Lorchhausen aus. Und in Nordrhein-Westfalen gilt ein einziger Generalschein der Rheinfischereigenossenschaft für den ganzen Strom von Bad Honnef bis Emmerich.
| Land | Strecke | Wer die Karte ausgibt | Was dazugehört |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Hochrhein ab Konstanz, Oberrhein bis Mannheim, nur das rechte Ufer, gegenüber Schweiz, Frankreich und ab Lauterbourg die Pfalz | Vereine je Los, Pachtgemeinschaften, der Landesverband am Bruhrain | das Los, oft nur mit Kilometergrenzen an den Tafeln |
| Rheinland-Pfalz | linkes Ufer ab der französischen Grenze bis Bingen, beide Ufer im Mittelrhein bis zur NRW-Grenze | SGD Süd, SGD Nord, Landesfischereiverband um Koblenz | die Landesstrecke, Altarme und Häfen nicht |
| Hessen | rechtes Ufer Lampertheim bis Lorchhausen | Hessische Landgesellschaft | die Landesstrecke, Schutzzonen ausgenommen |
| Nordrhein-Westfalen | beide Ufer Bad Honnef bis Emmerich | Rheinfischereigenossenschaft, Generalschein | der Strom selbst, keine Häfen, Altarme, Baggerseen |
Die Karte gilt für das Ufer, auf dem du stehst. Zwischen Worms und Bingen liegt links Rheinland-Pfalz und rechts Hessen, am Mittelrhein quert die Grenze zu Nordrhein-Westfalen den Strom schräg, weshalb die Verbandsstrecke links bei Kilometer 642 und rechts bei 639 endet. Was hinter der Uferlinie liegt, gehört nie dazu, der Hafen, der Altrhein, der Baggersee hinter dem Deich haben eigene Bewirtschafter und eigene Karten. Wer die Karten im Detail sucht, findet sie im Ratgeber zur Angelkarte für den Rhein, und was eine Angelkarte überhaupt ist, im Ratgeber zur Angelkarte.
Noch zu wenige Angelkarten im Bestand
Die Karten der Reviere werden mit jeder Recherche ergänzt. Sobald genug davon vorliegen, stehen hier die Kartenarten, was sie typischerweise kosten und wer sie ausgibt.
Ein Strom, vier Gesichter
Der Rhein wechselt auf seinen 865 Kilometern bis zur niederländischen Grenze viermal den Charakter, und wer ihn befischt, sollte wissen, an welchem der vier er steht.
| Abschnitt | Kilometer | Wo | Charakter |
|---|---|---|---|
| Hochrhein | 0 bis 170 | Konstanz bis Basel | Staustufen und Fließstrecken, klares Wasser, Barbe, Äsche, Döbel, Hecht in den Stauen |
| Oberrhein | 170 bis 529 | Basel bis Bingen | ausgebaut, Buhnenfelder, Altrheinarme, Restrhein mit Kies, Wels und Zander |
| Mittelrhein | 529 bis 655 | Bingen bis Bonn | enges Schiefertal, kurze Buhnen, starke Strömung, Tiefe vor dem Ufer |
| Niederrhein | 655 bis 865 | Bonn bis Emmerich | breit, weite Buhnenfelder, Stadtstrecken mit Steinpackung, Zander, Barbe, Rapfen |
Am Hochrhein ist der Strom ein Fluss mit Stauen, oberhalb der Kraftwerke Laufenburg, Rheinfelden und Eglisau steht ruhiges Wasser für den Ansitz, unterhalb zieht es, und die Lose folgen den Kraftwerken. Der Oberrhein ist der Rhein der Buhnen und Altarme, mit dem Restrhein zwischen Märkt und Breisach, wo neben dem Kanal ein Kiesfluss geblieben ist. Am Mittelrhein schnürt sich der Strom an der Loreley auf 113 Meter zusammen und fällt auf bis zu 25 Meter ab, das ist Zander- und Welswasser, aber mit der stärksten Strömung des ganzen Laufs. Der Niederrhein ist breit und langsam, zwischen Godorf und Leverkusen und wieder ab Uerdingen bis Orsoy liegen die klassischen Buhnenfelder, dazwischen Köln und Düsseldorf mit ihren Steinpackungen, und ab Wesel die weiten Felder bis zur Grenze.
Zwischen Bingen und Koblenz drückt sich der Rhein durch den Schiefer, und die Fahrrinne liegt dicht am Ufer. Zander und Wels haben hier Tiefe direkt vor den Füßen, dafür ist es die Strecke mit dem stärksten Zug und den kürzesten Buhnen. Der Köder liegt hier nur mit schwerem Blei, und am ganzen Rhein in Rheinland-Pfalz gilt eine Frühjahrsschonzeit, in der Spinner, Blinker und Gummi ruhen und nur die künstliche Fliege bleibt.
Am Mittelrhein bleibt dem Strom kaum Platz, und die Tiefe steht direkt vor dem Ufer. AI-Bild
Die Fische, und warum die Grundel zuerst beißt
Der Rhein ist wieder ein Fischfluss. Nach dem Brand von Basel, der den Strom Mitte der 80er auf Hunderte Kilometer leerte, sind über 60 Arten zurück, und für den Angler zählen vier davon zuerst. Der Zander besetzt jede Kante zwischen der Pfalz und der niederländischen Grenze und ist der Grund, warum die meisten an den Rhein kommen. Die Barbe ist der Fisch der Steinpackungen und Kiesbänke, im Sommer in Schwärmen, und im Rhein wird sie über 70 Zentimeter lang. Der Rapfen raubt im Sommer sichtbar oben vor den Buhnenköpfen, und den Wels hat der warme Oberrhein zum Heimfisch gemacht, mit Längen über 2 Meter.
Dazu kommen die Nase, die an der Strömungskante frisst, der Döbel im Kessel, der Aal an der Steinpackung in der Nacht, Brassen, Güster, Rotauge und Karpfen im ruhigen Wasser, und der Hecht, der den Strom meidet und in den Altarmen und an deren Mündungen steht. Lachs, Meerforelle und Maifisch ziehen wieder durch den Rhein, Lachs und Maifisch sind in allen vier Ländern ganzjährig geschont, die Meerforelle in dreien davon, und ein gefangener Lachs geht sofort zurück.
Und dann ist da die Schwarzmundgrundel, seit gut 15 Jahren im Rhein und heute an jedem steinigen Grund der häufigste Fisch. Sie nimmt jeden Naturköder, der am Grund liegt, in Sekunden, und sie hat das Angeln am Rhein verändert. Wer auf Barbe oder Aal fischt, fischt mit großem Köder, großem Haken und über der Grundel, oder er nimmt sie als das, was sie ist, den besten Köderfisch des Stroms für Zander und Wels, tot und aus dem Rhein selbst. Was sonst im Strom schwimmt, hat der Ratgeber zu den Fischen im Rhein.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Wo die Fische stehen: die Stellen des Stroms lesen
Der Rhein ist über weite Strecken ein Buhnenfluss, und die Buhne ist die Grammatik, die du lesen musst. Die Steinzunge bricht den Strom, am Kopf entsteht die Kante zwischen ziehendem und stehendem Wasser, dahinter dreht der Kessel, und an der Uferseite läuft das Wasser zurück. Jede dieser Zonen hat ihre Fische, und der Pegel entscheidet, welche davon heute da ist.
Buhnenkopf: die Kante
Am Kopf der Steinzunge bricht der Hauptstrom und dreht in den Kessel zurück. Die Linie zwischen ziehendem und stehendem Wasser ist die Kante, und an ihr stehen Zander, Rapfen und Barsch. Der Gummifisch fällt an der Kante entlang, der Rapfen nimmt den Blinker im ziehenden Wasser knapp vor dem Kopf.
Buhnenkessel: das ruhige Wasser
Zwischen zwei Buhnen dreht eine Kehrströmung, die Futter sammelt und den Weißfisch hält. Brassen, Rotauge, Güster und Karpfen stehen hier, im Sommer auch der Döbel, und die Pose läuft mit der Kehre. Bei hohem Pegel ist der Kessel die einzige fischbare Stelle, bei niedrigem liegt er oft trocken.
Steinpackung: die Barbenstrecke
Die Stadtstrecken von Köln, Düsseldorf, Mainz und Mannheim haben keine Buhnen, sondern Steinpackungen, hinter denen der Grund steinig bleibt. Das ist die Strecke der Barbe, die zwischen den Steinen frisst, und des Aals und Welses in der Nacht. Der Köder liegt am Fuß der Packung, nicht in ihr.
Hafeneinfahrt: Tiefe und Temperatur
Wo ein Hafen in den Strom mündet, liegen Tiefe, ruhiges Wasser und ein Temperaturunterschied nebeneinander. Zander und Wels stehen an der Einfahrt, im Winter im Hafen selbst. Häfen gehören fast nie zur Rheinkarte, der Wurf vom Strom aus in die Einfahrt schon.
Altarmmündung: der Hecht
Der Rhein selbst ist kein Hechtfluss, seine Altarme sind es. An der Mündung eines Altrheins in den Strom trifft stehendes auf ziehendes Wasser, und dort steht der Hecht im Kraut. Der Altarm hat meist seine eigene Karte, die Mündung gehört noch zum Strom.
Bei ruhigem Wasser ist die Kante vom Ufer aus zu sehen. Der Hauptstrom zieht glatt an den Buhnenköpfen vorbei, im Kessel dahinter dreht das Wasser langsam zurück, und die Linie dazwischen kräuselt sich. Dort fällt der Gummifisch, dort steht der Rapfen, und dort liegt bei fallendem Wasser der Zander. Der Kessel selbst gehört dem Weißfisch.
Drei Buhnen, drei Kessel, drei Kanten. Die Fische stehen an der Linie. AI-Bild
Die Standplatz-Karten des Strom-Eintrags zeigen dieselben Stellen als Draufsicht, die umströmte und die überströmte Buhne, die Steinpackung und die Hafeneinfahrt, mit der Bewertung je Struktur.
Wo der Fisch an diesem Gewässertyp steht
1 Ansicht-
Buhnenfeld
Der Kopf ist die tiefste Stelle des Feldes, weil die turbulente Strömung dort auskolkt. Die Kante von dort zur Streichlinie ist die erste Adresse, nicht die Mitte des Feldes.
-
Kehrwasser
Solange die Buhne umströmt wird, dreht im Feld ein Wirbel um die senkrechte Achse. Er sammelt Treibgut und legt Feinsediment ab. Steigt der Pegel über den Buhnenrücken, ist dieser Vorteil weg.
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Einmündung
Ein Nebenfluss bringt andere Temperatur, andere Trübung und Nahrung mit. An einem ansonsten gleichförmig ausgebauten Strom ist das eine der wenigen echten Abweichungen.
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Totholz
Im Buhnenfeld bleibt liegen, was der Strom anliefert. Ein eingetriebener Stamm ist dort die einzige Struktur, die nicht aus Stein besteht.
-
Brückenpfeiler
Pfeiler teilen die Strömung und kolken an ihrem Fuß aus. Sie wirken wie eine Buhne mitten im Strom, nur von beiden Seiten umströmt.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Gleithang, Krautfahne, Prallhang.
Der Pegel entscheidet, nicht der Kalender
Am Rhein steht die Frage nach dem Wetter an zweiter Stelle, zuerst kommt der Pegel. Der Strom schwankt in einer Woche um Meter, und mit ihm wandern die Fische. Steigt das Wasser, überströmt es die Buhnen, der Hauptstrom drückt bis ans Ufer, und die Fische rücken in jeden Strömungsschatten, hinter Steinpackungen, in die Kessel, an die Mündungen der Altarme, dicht ans Ufer und in den Hafen. Fällt es, laufen die Kessel leer, die Buhnenköpfe werden begehbar, und die Fische ziehen in die Rinnen und an die Kanten, wo das Wasser noch Tiefe hat. Die beste Zanderzeit des Jahres ist der fallende Pegel im Herbst, die beste Weißfischzeit der leicht steigende im Sommer, und das Hochwasser im Frühjahr gehört den Kesseln.
Jede Stelle am Rhein hat ihren Pegel, bei dem sie trägt, und zwischen zwei Wochenenden liegen oft 2 Meter. Der Buhnenkopf ist begehbar, solange das Wasser unter seiner Krone bleibt, der Kessel fischbar, solange er Wasser hat, und die Steinpackung wird zum Ufer, sobald der Strom die Buhnen überströmt. Wer den Stand des Vortags kennt, weiß, ob die Fische kommen oder gehen.
Die Latte am Ufer ist die Zahl, die morgens die Stelle bestimmt. AI-Bild
Jedes Rhein-Revier im Bestand ist mit einem Pegel der Wasserstraßenverwaltung gekoppelt, von Konstanz über Rheinweiler, Breisach, Maxau, Speyer, Worms und Mainz bis Kaub, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Wesel und Emmerich, und die Seite des Reviers zeigt den Stand und die Tendenz. Maxau ist die Zahl für den Oberrhein, Kaub die für den Mittelrhein und die Schifffahrt, Köln die für den Niederrhein, und die Tendenz sagt mehr als der Stand. Ein fallender Pegel nach einer Welle ist der beste Tag am Rhein, ein steigender nach Regen im Süden der schlechteste, und beides steht abends fest für den nächsten Morgen.
Beste Saison
Der Rhein hat zwei Hochzeiten. Im Sommer tragen Barbe, Nase, Döbel und Rapfen an den Buhnen, und die Welsnächte beginnen, sobald das Wasser über 18 Grad hat. Im Herbst dreht der Zander auf, an den Kanten bei fallendem Pegel bis in den Dezember. Im Frühjahr liegen Hochwasser und Schonzeiten übereinander, dann bleibt der Weißfisch im ruhigen Buhnenkessel.
Das Blei für das Buhnenfeld
Wer am Rhein mit Naturköder fischt, fischt am Grund, und das Blei muss liegen, wo es hingeworfen wurde. Im Kessel reicht ein leichtes, an der Kante und in der Strömung dahinter nicht, und die meisten Fehlwürfe am Rhein sind kein Fehlwurf, sondern ein Blei, das abtreibt und die Montage über die Steine zieht. Der Rechner nimmt Wurfweite und Strömung und gibt das Gewicht, die Bleiform und das Wurfgewicht der Rute aus, vorbelegt mit 40 Metern in starker Strömung, dem Buhnenkopf am Oberrhein. Für den Feederkorb gilt dieselbe Rechnung mit der Feedermontage, fürs Jiggen der Jigkopf aus dem Zander-Ratgeber.
Wie schwer muss dein Blei sein?
RechnerZu leicht wandert das Blei ab und zieht die Montage aus der Stelle, die du gerade angefüttert hast. Zu schwer kostet dich jeden vorsichtigen Biss. Dazwischen liegt ein schmaler Bereich, und er hängt an zwei Dingen.
Blei-Rechner
Wurfweite und Strömung rein, Bleigewicht raus
- Bleigewicht …
- Passende Bleiform …
- Wurfgewicht der Rute …
Die Werte gelten für ein Blei ohne Futterkorb. Ein gefüllter Korb wiegt im Wurf deutlich mehr als seine Aufschrift, und in der Strömung entscheidet die Form mehr als das Gewicht: ein Krallenblei hält bei 80 g, wo eine Kugel bei 120 g noch rollt.
Die Rute dazu hat 3 Meter und mehr, damit die Schnur über der Steinpackung steht statt in ihr, und das Wurfgewicht, das der Rechner nennt, ist die untere Grenze. Am Rhein ist eine zu schwere Rute selten das Problem, eine zu leichte immer.
Das Recht am Strom, was in allen vier Ländern gilt
Vier Länder, vier Fischereigesetze, und doch ein paar Regeln, die am ganzen Rhein gleich sind. Der lebende Köderfisch ist überall verboten, und in Nordrhein-Westfalen darfst du ihn nicht einmal mitführen, tote Köderfische nur aus dem Rhein selbst oder einem Gewässer, das mit ihm verbunden ist. Lachs und Maifisch sind überall ganzjährig geschont, die Meerforelle außer in Hessen, wo sie mit der Bachforelle eine Frist und ein Maß trägt. Die Rutenzahl schreibt Baden-Württemberg mit zwei vor, in Nordrhein-Westfalen sagt der Generalschein am Rhein eine Fliegen- oder Spinnrute oder zwei sonstige Handangeln, in Hessen und Rheinland-Pfalz steht die Zahl auf der Karte. Unter dem Generalschein gilt eine Fangbegrenzung von 3 Fischen je Tag und Art für Aal, Forelle, Hecht, Karpfen und Zander, und der Kunstköder bleibt dort erlaubt, während Hecht und Zander geschont sind, was in anderen Ländern nicht selbstverständlich ist. Die Fristen selbst, Schonzeiten und Maße je Land, stehen auf den Landesseiten und in den Schonzeiten-Tabellen, mit Stand und Quelle, und nicht hier.
Die Schifffahrt ist der andere Teil des Rechts. Der Rhein ist die meistbefahrene Wasserstraße Europas, die Fahrrinne ist für die Schiffe da, und ein Schubverband zieht mit seinem Sog erst das Wasser aus dem Kessel und schiebt es dann als Welle zurück. Wer auf dem Buhnenkopf steht, steht bei jedem Schiff einen Schritt zurück, und wer vom Boot fischt, bleibt aus der Fahrrinne und aus den Hafeneinfahrten.
Die vier Fehler am Rhein
Der erste ist die falsche Karte, die für das andere Ufer, den Hafen oder den Altarm gilt, und er kostet mehr als das Angeln. Der zweite ist das Blei, das zu leicht ist und abtreibt, bis es in den Steinen hängt. Der dritte ist der Naturköder am Grund ohne Plan gegen die Grundel, der nach 30 Sekunden leer ist. Und der vierte ist der Kalender statt des Pegels, der Angler, der an seinem freien Samstag kommt, ohne zu wissen, dass das Wasser seit drei Tagen steigt und die Fische längst am Ufer stehen.
Vor dem ersten Wurf am Rhein
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Was das Fangbuch über den Rhein sagt
Die Fänge des Fangbuchs an den Rhein-Revieren des Bestands, mit Foto und Stelle, jeder ein Beleg dafür, welche Buhne an welchem Pegel getragen hat:
Strom aus der Community
zuletzt gemeldetDer Strom, der jeden Tag ein anderer ist
Der Rhein belohnt den, der ihn liest, und bestraft den, der ihn wie einen See behandelt. Die Karte für das eigene Ufer, das Blei für die Strömung, die Kante statt der Mitte und der Pegel statt des Kalenders, das sind die vier Dinge, die einen Rheinangler von einem Angler am Rhein unterscheiden. Wer sie hat, findet an 865 Kilometern eine Stelle, die heute trägt, und wer den Zander sucht, geht weiter zum Zander angeln am Rhein, wo Jigkopf, Tageszeit und Monat stehen.
Passende Gewässer in der App
6 GewässerRhein
Nordstrecke Breisach – Jechtingen
Breisach am Rhein, Baden-Württemberg
Rhein
Strecke Daxlanden km 356,5–359,8
Karlsruhe, Baden-Württemberg
Rhein
Verbandsgewässer Bruhrain (LFV BW)
Philippsburg, Baden-Württemberg
Rhein
Landesstrecke Pfalz linksrheinisch – SGD Süd
Speyer, Rheinland-Pfalz
Rhein
Generalschein NRW (Rheinfischereigenossenschaft)
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Rhein
Staatliches Rheinlos 39 Ottenheim (km 268,1 bis 274,4)
Schwanau, Baden-Württemberg
Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.
Zum Nachschlagen
14 EinträgeHäufige Fragen
7 FragenWelche Angelkarte brauche ich für den Rhein?
Die des Abschnitts und des Ufers, an dem du stehst. In Nordrhein-Westfalen ist das der Generalschein der Rheinfischereigenossenschaft für den ganzen Strom, in Hessen der Erlaubnisschein der Hessischen Landgesellschaft für das rechte Ufer zwischen Lampertheim und Lorchhausen, in Rheinland-Pfalz die Karte der SGD Süd oder Nord für die Landesstrecken und die des Landesfischereiverbands zwischen Spay und Remagen, in Baden-Württemberg die Gastkarte des Vereins, der das Los gepachtet hat. Der Fischereischein ist überall Voraussetzung.
Gibt es die Rheinkarte online?
Den Generalschein in Nordrhein-Westfalen und die Landesstrecken in Rheinland-Pfalz gibt es online, den hessischen Schein über die Landgesellschaft, die Vereinslose am Hochrhein und Oberrhein meist nur beim Verein oder im Angelladen vor Ort. Welche Karte ein Revier ausgibt und wo, steht auf seiner Seite im Bestand.
Welche Fische gibt es im Rhein?
Zander, Barbe, Rapfen und Wels sind die Leitfische, dazu Döbel, Nase, Aal, Brassen, Rotauge, Güster, Karpfen und Barsch, der Hecht in den Altarmen, Lachs, Meerforelle und Maifisch als Wanderfische, Lachs und Maifisch überall ganzjährig geschont, und die Schwarzmundgrundel, die seit gut 15 Jahren jeden Naturköder am Grund zuerst findet.
Wo stehen die Zander am Rhein?
Am Buhnenkopf, wo die Kante zum Hauptstrom liegt, an Hafeneinfahrten und an den tiefen Kanten der Steinpackungen, in der Dämmerung und nachts flacher als am Tag. Bei fallendem Pegel im Herbst am besten, bei steigendem im Strömungsschatten dicht am Ufer. Den Rest, Jigkopf, Tageszeit und Monat, hat der Zander-Ratgeber für den Rhein.
Was sagt mir der Pegel?
Zwei Dinge, den Standplatz der Fische und deinen eigenen. Steigt der Pegel, laufen die Buhnen über, der Fisch rückt in den Schatten und ans Ufer, und die Kessel werden zur einzigen Stelle. Fällt er, liegen die Kessel trocken, der Fisch zieht in die Rinnen, und die Buhnenköpfe sind begehbar. Jedes Revier im Bestand zeigt seinen Pegel, Maxau für den Oberrhein, Kaub für den Mittelrhein, Köln für den Niederrhein.
Darf ich am Rhein nachts angeln?
Keines der vier Länder verbietet es, in Nordrhein-Westfalen erlaubt der Generalschein die Nacht ohne Einschränkung, in Hessen und Rheinland-Pfalz entscheidet die Karte, in Baden-Württemberg der Verein des Loses. Aal und Wels sind Nachtfische, und die Welsnächte am Oberrhein sind der Grund, warum viele überhaupt an den Strom kommen.
Wie viele Ruten darf ich am Rhein fischen?
In Baden-Württemberg zwei mit je höchstens drei Haken, in Nordrhein-Westfalen am Rhein eine Fliegenrute oder eine Spinnrute oder zwei sonstige Handangeln, in Hessen und Rheinland-Pfalz die Zahl, die auf deiner Karte steht. Der lebende Köderfisch ist in allen vier Ländern verboten.
Quellen und Stand
8 Quellen-
Pegelonline, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes Die Rheinpegel von Konstanz bis Emmerich, mit denen die Reviere des Bestands gekoppelt sind
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Rheinfischereigenossenschaft in Nordrhein-Westfalen: Ausübungsbestimmungen Generalschein, Rutenregel, Fangbegrenzung, Kunstköder in der Schonzeit
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Hessische Landgesellschaft: Fischerei am Rhein Erlaubnisschein für die hessische Landesstrecke, Lampertheim bis Lorchhausen
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Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Rheinland-Pfalz: Fischerei Landesstrecken Pfalz und Rheinhessen, linksrheinisch
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Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz Verbandsstrecke Spay bis Remagen, beide Ufer
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Internationale Kommission zum Schutz des Rheins: Der Rhein Länge, Abschnitte, Kilometrierung, Wanderfische
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Angeln in Nordrhein-Westfalen: was das Land am Wasser vorschreibt, CatchHub Rutenregel am Rhein, Köderfisch, Setzkescher
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Angeln in Baden-Württemberg: was das Land am Wasser vorschreibt, CatchHub Zwei Ruten, Nachtangeln beim Verein, Wels am Oberrhein
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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