Kurz gesagt
- Wasser hat bei 4 Grad seine größte Dichte, im Winter liegt es am Grund, und der Zander steht in dieser wärmsten Schicht, im tiefsten Loch, im Hafen oder an der Fahrrinne.
- Über 8 bis 10 Meter Tiefe wird der Drill zum Problem, weil der Zander seine geschlossene Schwimmblase nicht schnell genug entleert, und ein Fisch aus dieser Tiefe geht nicht mehr zurück.
- Die beste Zeit liegt zwischen 11 und 15 Uhr, die Dämmerung ist im Winter eine schwache Zeit, und die Nacht fällt aus, außer an milden Tagen über 4 Grad.
- Der Köder ist ein schlanker Gummifisch von 12 bis 15 cm ohne Schaufel oder ein toter Köderfisch, geführt mit einer halben Kurbelumdrehung und Pausen bis zu zehn Sekunden.
- Im Fluss zählt der Strömungsdruck mehr als die Tiefe, der Zander steht dort, wo er am wenigsten arbeiten muss, hinter der Buhne, im Hafen, im Kehrwasser.
Wo es im Winter warm ist, und warum das der Grund ist
Die Physik dahinter ist die Dichte des Wassers, die bei 4 Grad am größten ist. Kühlt ein See im Herbst ab, sackt die 4-Grad-Schicht nach unten, und alles darüber ist kälter, bis oben das Eis kommt. Am Grund des tiefsten Lochs liegt darum im Winter das wärmste Wasser des Sees, bis zu 3 Grad wärmer als unter dem Eis, und dort steht der Zander, dicht am Boden, in Trupps, die sich kaum bewegen. Das ist der ganze Grund, warum der Winterzander tief steht. Nicht weil er die Tiefe mag, sondern weil sie das einzige warme Wasser ist.
Im Fluss gibt es diese Schichtung nicht, das Wasser wird durchmischt und ist überall gleich kalt. Dort zählt die Ruhe. Jeder Meter Strömung, den ein Zander im Winter hält, kostet Energie aus einem Stoffwechsel, der auf einem Viertel läuft, und deshalb steht er im Hafen, hinter der Buhne, im Kehrwasser und unterhalb des Brückenpfeilers, an der Stelle mit dem geringsten Strömungsdruck, die nicht die tiefste sein muss. Der Kanal liegt dazwischen, ohne Strömung, aber ohne Loch, und dort sind Spundwandfuß und Fahrrinnenkante die Adresse.
Die Tiefe, die ihn nicht verletzt
Die Tiefe hat eine Grenze, und sie kommt vom Zander selbst. Er ist ein Physoclist, seine Schwimmblase hat keinen Gang zum Darm, Gas kommt nur über das Blut hinein und heraus, und das dauert Stunden. Ein Zander, der im Drill aus 12 Metern in einer Minute nach oben kommt, kann das Gas nicht loswerden. Die Blase dehnt sich, drückt den Magen ins Maul, und der Fisch treibt nach dem Zurücksetzen mit dem Bauch nach oben. Ab 8 bis 10 Metern ist das die Regel, nicht die Ausnahme.
Daraus folgt eine Entscheidung, die vor dem ersten Wurf fällt. Wer im tiefen See auf 10 bis 15 Meter fischt, fischt auf Entnahme, und jeder untermaßige Fisch aus dieser Tiefe ist ein toter Fisch. Wer zurücksetzen will oder muss, bleibt bei 4 bis 8 Metern, drillt langsam mit Pausen und lässt die tiefsten Stellen liegen, auch wenn dort die meisten stehen. Der Fehler, der sich im Winter nicht mehr korrigieren lässt, ist die Tiefe ohne Grenze, der Zander aus 14 Metern, der mit der Blase im Maul oben ankommt und den niemand mehr zurücksetzen kann. Die Tiefenlinien des Gewässers stehen auf seiner Gewässerseite, wo es eine Tiefenkarte gibt, und die 8-Meter-Linie ist die, an der der Winteransitz beginnt und endet.
Wo das Ufer steil abfällt, fällt es unter Wasser meist genauso weiter, und am Fuß dieser Kante liegt das tiefste Wasser des Sees. Vom Steg am flachen Ufer gegenüber ist es ein weiter Wurf dorthin. Wer einen Steg direkt am Steilufer hat, spart ihn sich, dort fällt der Köder senkrecht unter der Rutenspitze ins 4-Grad-Wasser.
Das Steilufer, unter dem das Loch liegt. AI-Bild
Die Standplätze in Fluss, Kanal und See
Die Karten zeigen die Strukturen, an denen der Zander steht, und im Winter zählt davon eine Teilmenge, die mit Tiefe, Ruhe oder Wärme zu tun hat. Im See die Scharkante und die Untiefe, aber am Fuß, nicht auf der Kuppe. Im Fluss die Buhne, aber der Kessel dahinter statt des Kopfes davor, dazu Hafen und Kehrwasser. Im Kanal Spundwand, Fahrrinne und Brücke, wie das ganze Jahr, nur tiefer und näher am Grund. Was nicht mehr zählt, ist die Sommerstelle, die Kante, an der im Oktober alles stand und im Januar nichts, und sie ist der Platz, an dem die meisten Winteransitze verloren gehen.
Wo Zander steht
3 Ansichten-
Scharkante
Die Scharkante ist im Stillwasser sein Leitweg. Er zieht an ihr entlang, statt sich im Freiwasser zu verteilen.
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Untiefe im Freiwasser
Eine Kuppe im tiefen Wasser hält im Sommer Schwarmfisch, und die Zander stehen an ihrem Fuß.
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Freies Wasser
Im Hochsommer löst er sich von der Kante und folgt den Schwarmfischen ins offene Wasser. Dann steht er in mittlerer Tiefe über Grund, den er nie berührt.
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Totholz
Ein versunkener Stamm auf 10 m Tiefe ist kein Versteck, sondern eine Marke im gleichförmigen Grund. Der Zander steht davor und nutzt sie als Anhaltspunkt auf seiner Runde.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Steg.
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Buhnenfeld
Der Buhnenkopf ist die klassische Zanderstelle: harte Strömungskante direkt neben ruhigem, tieferem Wasser.
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Brückenpfeiler
Pfeiler brechen die Strömung und werfen Schatten. Der Zander steht unterhalb in der ruhigen Kante und schaut ins strömende Wasser.
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Prallhang
Die Außenkurve ist tief und hat Hartgrund. Nach Hochwasser stehen die Fische dort dicht am Fuß der Steinpackung.
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Einmündung
Nach Regen drückt der Nebenlauf Trübung und Futter in den Fluss. Diese Trübungskante zieht Zander an wie sonst nichts.
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Kehrwasser
Bei starker Strömung weicht er in die Kehre aus, bleibt aber an ihrer Kante zum Hauptstrom.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Gleithang, Krautfahne.
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Fahrrinne
Der Rand der Fahrrinne ist im Kanal die einzige echte Kante. Genau dort steht der Zander, meist am Fuß der Böschung.
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Kaimauer
Der Zander steht am Fuß derselben Wand, oft in 4 bis 5 m Tiefe. Für ihn zählt der letzte Meter über dem Grund, und der Köder muss senkrecht daran entlang absinken.
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Brückenpfeiler
Schatten und Pfeiler im sonst gleichförmigen Kanal, dazu oft eine Vertiefung: drei Gründe auf einmal.
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Liegeplätze
Boote geben Deckung und sammeln Kleinfisch. Im Hafen die Stelle für die erste und die letzte Stunde des Tages.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Steinpackung, Hafeneinfahrt.
| Gewässer | Winterstelle | Tiefe | Was der Köder tut |
|---|---|---|---|
| See | Fuß der Scharkante, tiefstes Loch, Steg am Steilufer | 4 bis 8 m | senkrecht fallen, liegen, halbe Umdrehung |
| See, milder Tag | Kante selbst, Warmwassereinlauf | 3 bis 6 m | leichter Schaufelschwanz, Spätherbst-Tempo |
| Fluss | Hafen, Buhnenkessel, Kehrwasser, hinter Pfeilern | 3 bis 6 m | mit dem Rest der Strömung, lange Pausen |
| Fluss, Hochwasser | Hafen und Ruhezonen, alles auf einem Fleck | 2 bis 5 m | Köderfisch liegend, Gummi kaum bewegt |
| Kanal | Fuß der Spundwand, Rand der Fahrrinne, Wendebecken | 4 bis 5 m | senkrecht an der Wand, entlang der Kante |
| Überall | Warmwassereinlauf | wo das warme Wasser den Grund erreicht | wie im Herbst |
Der Tag dreht sich um, Mittag statt Dämmerung
Der Zander ist ein Jäger des Schwachlichts, und im Sommer heißt das Dämmerung und Nacht. Im Winter heißt es Mittag. Unter 8 Grad dreht der Fang-Index sein Tagesprofil um und bewertet die Stunden um den Sonnenhöchststand mit 1,0, den Nachmittag danach mit 0,85, beide Dämmerungen nur noch mit 0,4, die Nacht mit 0,2. Das tiefe Wasser, in dem der Zander steht, ist mittags ohnehin dunkel genug für ihn, und was zählt, ist die Wärme des Tages, die bis zum frühen Nachmittag ihr Maximum erreicht. Ein Wintertag auf Zander beginnt um elf und endet um drei, und die Bisse kommen in einem Fenster von oft nur einer Stunde. Der Aufbau um sieben und das Einpacken um elf, kurz bevor es losgeht, ist die Gewohnheit des Sommers, und sie kostet im Winter den ganzen Tag.
Zwei Ausnahmen. Nach mehreren milden Tagen über 6 Grad Wassertemperatur steigt der Zander höher, näher an die Kante, und die Abenddämmerung bekommt einen Teil ihrer alten Bedeutung zurück. Und am Warmwassereinlauf gilt das Sommerprofil, weil das Wasser dort Sommer hat. Beides steht in der Wassertemperatur, und die zeigt die Beiß-Karte nur, wo ein Pegel sie misst, sonst hilft das Thermometer. Die Regel, wie sie zwischen den Profilen schaltet, steht im Ratgeber zu den Beißzeiten.
Köder und Führung in Zahlen
Der Winterköder tut so wenig wie möglich. Die Karten zeigen die vier, die bleiben, und die zwei, die wegfallen.
No-Action-Shad, 12 bis 15 cm
Der Winterköder. Schlank, ohne Schaufel, am leichtesten Kopf, der den Grund noch erreicht, meist 10 bis 14 Gramm im See und 18 bis 21 im Fluss. Er sinkt ruhig, liegt still und wird in der Pause genommen. Naturdekor oder Weiß, weil das Winterwasser klar ist.
Toter Köderfisch, 12 bis 15 cm
Am Ansitz die stärkste Methode des Winters. Rotauge statt Laube, weil es fest bleibt, auf Grund am Fuß der Kante, eine Stunde liegen lassen, der Abzug ist langsam wie ein Hänger. Der Anhieb kommt, sobald der Abzug gleichmäßig wird.
Zocker und Blade, senkrecht
An der Kaimauer und vom Boot über dem Loch. 15 bis 30 Gramm, Hübe von 20 bis 40 Zentimetern, dann liegt er. Für Tage, an denen der Gummi zu langsam sinkt und der Zander unter 8 Metern steht, dann aber die Grenze beachten.
Dropshot, 8 bis 10 cm
Für den Zander, der den Köder ansieht und nicht nimmt, an der Spundwand und vom Steg. Der Gummi steht 30 Zentimeter über dem Grund und zittert auf der Stelle, minutenlang, ohne dass ein Blei ihn stört.
Was im Winter wegfällt
Der Wobbler, weil der Zander nicht mehr ins Flache steigt, der Schaufelschwanz mit viel Druck, weil er im klaren, kalten Wasser verscheucht, und alles, was schnell läuft. Wer damit fängt, hat einen milden Tag über 8 Grad erwischt.
Milder Tag über 6 Grad
Nach drei Tagen Tauwetter steht der Zander wieder höher und näher an der Kante, und die Dämmerung bekommt ihren Anteil zurück. Dann ein leichter Schaufelschwanz und ein Tempo wie im Spätherbst, für einen oder zwei Tage.
Die Führung ist das Faulenzen, nur in Zeitlupe. Der Köder fällt an straffer Schnur auf den Grund, liegt fünf bis zehn Sekunden, wird mit einer halben Kurbelumdrehung 20 bis 30 Zentimeter angehoben, fällt, liegt. Die Rute steht still und zeigt schräg nach oben, damit die Schnur den Aufsetzer meldet. Gebissen wird in der Pause, und es ist kein Tock, sondern ein Gewicht, das plötzlich da ist, wie ein Hänger, der sich bewegt. Der Anhieb kommt bei jedem Gewicht, das nicht der Grund ist. Die zwei Kurbelumdrehungen des Herbstes sind an diesem Fisch schon zu viel, er will die halbe.
Der Kopf ist so leicht, wie es der Grund zulässt. Der Startwert ist die Sommerspanne, die der Rechner für den Köder ausgibt, und im Winter nimmst du davon das untere Ende oder eine Stufe darunter, bei 6 Metern im See also 10 bis 14 Gramm statt 14 bis 18, im Fluss mit Restströmung 18 bis 21. Die Absinkzeit darf im Winter länger sein als die 2 bis 4 Sekunden des Sommers, weil der Biss nicht in der Absinkphase kommt, sondern am liegenden Köder. Der Rechner ist mit dem Winterköder vorbelegt, 14 Zentimeter in 6 Metern ohne Strömung, und gibt das Kopfgewicht und die Absinkzeit aus.
Wie schwer muss dein Jigkopf sein?
RechnerDas Kopfgewicht entscheidet, wie schnell der Köder fällt und wie lange er zwischen zwei Sprüngen in der Schwebe bleibt. Es richtet sich nach der Größe des Köders und der Strömung, kaum nach der Tiefe.
Jigkopf-Rechner
Tiefe, Strömung und Ködergröße rein, Kopfgewicht raus
- Kopfgewicht …
- Absinkzeit auf Grund …
- Passende Hakengröße …
Die Werte sind ein Startpunkt, kein Messergebnis. Schnurstärke, Wind und Rutenwinkel verschieben das Absinken deutlich, und am Wasser entscheidet der Grundkontakt, nicht die Zahl.
Bei Frost friert Geflecht in den Ringen fest, und ein Tropfen Silikonspray auf Schnur und Ringe vor dem ersten Wurf hält das eine Stunde fern. Das Vorfach wird dünner, 0,28 bis 0,32 Fluorocarbon, weil das Winterwasser klar ist und der Zander Zeit hat, den Köder anzusehen. Und die Rutenspitze bleibt weicher als im Herbst, damit der zaghafte Winterbiss nicht ausschlitzt.
Der Zander steht am Fuß der Wand in 4 bis 5 Metern, mit dem Bauch am Grund, und der Köder muss an ihm vorbei nach unten, nicht über ihn hinweg. Die Rute zeigt nach unten, der Köder sinkt an gespannter Schnur, liegt, wird angehoben, liegt wieder. Nach dem Frachter, der den Grund aufgewühlt hat, kommen die Bisse.
Senkrecht an der Wand, einen Meter davor. AI-Bild
Der Winter am Fluss, vom Hochwasser bis zum ersten klaren Tag
Der Winterfluss hat zwei Zustände, und beide verschieben den Zander. Führt er Hochwasser, schiebt die Strömung jeden Zander dorthin, wo sie ihn nicht erreicht, in den Hafen, hinter die Buhne, in die Einmündung des Nebenlaufs, und dort drängt sich dann alles auf engem Raum, dicht, träge und im trüben Wasser blind. Ein Köderfisch, der in dieser Lage im Hafen liegt, hat mehr Zander in Reichweite als in jeder anderen Woche des Jahres, und ein Gummi, der dort langsam am Grund kriecht, ebenso. Der Köder ist dann eine Nummer größer und dunkler, weil die Sicht unter einem halben Meter liegt und der Zander mit der Seitenlinie sucht.
Fällt der Pegel und klart das Wasser, kommt der Tag, den erfahrene Winterangler abwarten. Die Fische in den Ruhezonen sind hungrig, die Sicht ist zurück, und die Strömung ist noch schwach genug, dass sie ihre Plätze nicht verlassen. Der erste klare Tag nach dem Hochwasser ist der beste Zandertag des Winters, und sein Fenster liegt wie immer zwischen elf und drei. Wo ein Pegel gekoppelt ist, stehen er und seine Tendenz auf der Gewässerseite, und der Fang-Index rechnet den Verlauf mit, leicht steigendes Wasser als beste Lage, den ersten fallenden Tag knapp dahinter.
Der Ansitz mit Köderfisch: die Stunde, die zählt
Am Ansitz schlägt der tote Köderfisch im Winter jeden Gummi, weil er eine Stunde still liegt und riecht, und weil der Zander im Winter nimmt, was vor ihm liegt, statt zu verfolgen. Das Rotauge von 12 bis 15 cm liegt an der Zandermontage mit Laufblei am Fuß der Kante oder im Hafen, der Bügel ist offen, und der Abzug beginnt so zögerlich, dass er sich zuerst wie Wind an der Schnur anfühlt. Der Anhieb kommt, sobald der Abzug gleichmäßig wird, und das dauert im kalten Wasser etwas länger als im Sommer.
Eine Stunde je Stelle, dann die nächste. Ein Winterzander frisst alle zwei bis drei Tage, und der Köder fängt nur den Fisch, der gerade dran ist. Wer nach der ersten Stunde ohne Abzug 200 Meter weiter das nächste Loch fischt, hat am Ende des Tages drei Stellen gesehen statt eine, und das ist im Winter der Unterschied zwischen einem Fisch und keinem. Alles zur Methode, vom Köderfisch bis zum zweiten Abzug, steht im Ratgeber Zander mit Köderfisch.
Schonzeit: der Winter endet früher als der Kalender
Die Zander-Schonzeit beginnt je nach Land zwischen Januar und April und deckt die Laichzeit im Frühjahr, und in Berlin beginnt sie schon im Januar. Frist und Maß deines Landes stehen für heute in der Tabelle, eine strengere Gewässerordnung geht vor.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
16 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 35 und 50 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg Im Main 1. Februar bis 30. April, Mindestmaß 50 cm | 1. Apr. bis 15. Mai | 45 cm |
| Bayern | 15. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 50 cm |
| Berlin Die Schonzeit gilt, soweit mit der Handangel nachgestellt wird. Zusammen mit Aal höchstens drei Fische an einem Fangtag | 1. Jan. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Brandenburg Gilt für die Handangel. Für Geräte der Erwerbsfischerei legt der Hegeplan vier zusammenhängende Wochen fest | 1. Apr. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Bremen | 1. Feb. bis 15. Mai heute frei | 40 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens zwei Fische am Tag | 1. Feb. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Hessen Kein Höchstmaß, nach oben offen | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern An der Küste Schonzeit 23. April bis 22. Mai und höchstens drei am Tag, im Stettiner Haff, im Peenestrom und in der Darßer Boddenkette 40 cm | keine Schonzeit | 45 cm |
| Niedersachsen | 15. März bis 30. Apr. heute frei | 35 cm |
| Nordrhein-Westfalen | 1. Apr. bis 31. Mai heute frei | 40 cm |
| Rheinland-Pfalz In der Lahn 1. April bis 31. Mai | 15. März bis 15. Mai | 45 cm |
| Saarland | 15. Feb. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Sachsen | 1. Feb. bis 31. Mai heute frei | 50 cm |
| Sachsen-Anhalt | 15. Feb. bis 31. Mai heute frei | 50 cm |
| Schleswig-Holstein | 15. März bis 15. Mai heute frei | 45 cm |
| Thüringen | 1. Apr. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Wer im Februar fischt, prüft vorher die Tabelle, und wer einen Zander aus 10 Metern holt, prüft sie doppelt, weil er ihn nicht mehr zurücksetzen kann. Alles andere, was vor dem Wintertag geprüft gehört, steht in der Liste.
Vor dem Wintertag auf Zander
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Was das Fangbuch über Winterzander sagt
Dieser Block zählt nur die Zander, die von Dezember bis Februar gemeldet wurden. Er zeigt die Stunden, in denen sie kamen, die Köder und die Reviere, und er bleibt leer, bis genug Wintermeldungen zusammenkommen. Jeder gemeldete Winterzander trägt seine Wassertemperatur, und in einem Jahr steht hier, ob die Mittagsregel an deinem Gewässer stimmt.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Die Winterzander mit Foto, jeder mit Revier und Uhrzeit:
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenWas an diesen Meldungen auffallen wird, ist die Größe. Ein Winterzander ist meist größer als die Zander des Sommers, weil im kalten Wasser die großen fressen, während die kleinen stehen, und er ist oft der einzige Biss des Tages, was ihn nicht kleiner macht. Hinter jedem dieser Fische stehen drei Entscheidungen, die vor dem Wasser gefallen sind, die Wassertemperatur, die sagt, ob heute Winterregeln gelten, das Loch, der Hafen oder die Wand mit dem warmen oder ruhigen Wasser, und die Stunde, elf bis drei und keine andere. Die Beiß-Karte deines Gewässers hat die dritte und, wo ein Pegel misst, die erste, die Tiefenkarte die zweite.
Zum Nachschlagen
10 EinträgeHäufige Fragen
8 FragenWo stehen Zander im Winter?
In der wärmsten Schicht, und das ist im Winter der Grund. Wasser hat bei 4 Grad seine größte Dichte und sinkt, darüber wird es kälter. Im See steht der Zander im tiefsten Loch und am Fuß der Scharkante, im Fluss im Hafen, hinter der Buhne und im Kehrwasser, wo der Strömungsdruck am kleinsten ist, im Kanal an der Fahrrinne und am Fuß der Spundwand. Warmwassereinläufe schlagen alles.
Wie tief sollte ich im Winter auf Zander angeln?
4 bis 8 Meter, in tiefen Seen bis 10, nicht darüber. Der Zander hat eine geschlossene Schwimmblase und braucht Stunden für den Druckausgleich. Ein Fisch, der im Drill aus mehr als 10 Metern kommt, hat die Blase im Maul und geht nicht mehr zurück. Wer tiefer fischt, fischt auf Entnahme, und wer untermaßige Fische erwartet, lässt die Stelle.
Wann beißen Zander im Winter?
Mittags und am frühen Nachmittag, zwischen 11 und 15 Uhr, sobald der Tag dem Wasser seine paar Zehntel Wärme gegeben hat. Im Kaltwasser-Profil des Fang-Index stehen diese Stunden auf 1,0, beide Dämmerungen auf 0,4 und die Nacht auf 0,2. An milden Tagen über 4 Grad zieht der Zander nach Einbruch der Dunkelheit noch einmal kurz an die Kante.
Welcher Köder für Zander im Winter?
Ein schlanker Gummifisch ohne Schaufel, 12 bis 15 cm, am leichtesten Kopf, der den Grund erreicht, in Naturdekor oder Weiß. Oder ein toter Köderfisch am Ansitz, Rotauge, 12 bis 15 cm. Für tiefe Stellen der Zocker senkrecht. Der Wobbler fällt weg, weil der Zander nicht mehr ins Flache steigt.
Wie führe ich den Gummifisch im Winter?
Eine halbe Kurbelumdrehung, dann liegt der Köder fünf bis zehn Sekunden, dann wieder eine halbe. Die Rute steht still, der Biss kommt in der Pause und fühlt sich an wie ein Hänger. Wer den Aufsetzer nicht spürt, nimmt einen schwereren Kopf, aber nur so viel, dass der Köder gerade noch ankommt.
Zander im Winter im Kanal, wo genau?
Am Fuß der Spundwand in 4 bis 5 Metern, am Rand der Fahrrinne, im Wendebecken und hinter Brückenpfeilern. Der Köder läuft senkrecht an der Wand hinunter und bleibt einen Meter davor liegen, oder er wird am Rand der Rinne gefaulenzt, immer entlang der Kante, nie quer über die Mitte.
Gilt im Winter schon die Zander-Schonzeit?
In einigen Ländern ja. Die Frist beginnt je nach Land zwischen Januar und April und deckt die Laichzeit im Frühjahr, Berlin schont schon ab Januar. Die Tabelle im Text zeigt Frist und Maß deines Landes für heute, die Gewässerordnung darf strenger sein, und der Erlaubnisschein gilt am Wasser.
Zander im Winter mit Köderfisch, wie lange liegen lassen?
Eine Stunde, dann neu werfen oder die Stelle wechseln. Im Winter frisst der Zander alle zwei bis drei Tage, und ein Köder fängt nur den Fisch, der gerade dran ist. Der Abzug ist langsam und kurz, der Anhieb kommt, sobald er gleichmäßig wird, das dauert im kalten Wasser etwas länger als im Sommer.
Quellen und Stand
4 Quellen-
Fang-Index von CatchHub: Herleitung und Gewichtung der neun Faktoren Kaltwasser-Profil (Mittag 1,0, Dämmerung 0,4, Nacht 0,2), Tor der Wassertemperatur, Übergang zwischen 8 und 12 Grad
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Zander: Steckbrief, Standplätze und Schonzeiten, Angel-Guide von CatchHub Standplatz-Karten und die Schonzeit-Tabelle je Land, die auch dieser Ratgeber zeigt
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Luchiari, A. C. et al.: Light intensity preference of juvenile pikeperch Sander lucioperca, Aquaculture Research 37, 2006 Der Zander als Schwachlichtjäger, im Winter deshalb tagsüber im tiefen Wasser aktiv
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Schonzeiten und Mindestmaße der 16 Bundesländer, aus den Landesfischereiverordnungen Zander-Fristen je Land, eine beginnt im Januar, sechs im Februar
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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