Nordrhein-Westfalen

Schnurgerader Schifffahrtskanal im Herbstdunst, am linken Ufer eine rostige Stahlspundwand, rechts ein grob gepflasterter Treidelweg mit Pollern, in der Ferne eine Stahlfachwerkbrücke und die Silhouette eines Förderturms mit Industrieschornstein
Bundesland-Übersicht

Angelgewässer in Nordrhein-Westfalen

Vom Rhein über die Kanäle des Ruhrgebiets bis in die Talsperren des Sauerlands. 88 Gewässer in Nordrhein-Westfalen mit Fischbestand, Regeln und dem Fang-Index für heute, dazu die Schonzeiten des Landes.

88 Gewässer 53 Fischarten 10 Gewässertypen 12 Schonzeiten

Karte der Angelgewässer

88 Marker in Nordrhein-Westfalen

Die Karte startet auf Nordrhein-Westfalen und zeigt jedes erfasste Gewässer als Marker. Tipp einen an, und Name, Ort, Bewertung und Anzahl der Fänge stehen sofort da. Liegen mehrere dicht beieinander, fasst die Karte sie zu einer Zahl zusammen, ein Tipp darauf zoomt hinein.

Angeln in Nordrhein-Westfalen auf einen Blick

6 Regeln, die das Land selbst setzt

Die Kurzfassung dessen, was weiter unten ausführlich steht. Sie ersetzt keinen Blick in deinen Erlaubnisschein, denn Verein und Pächter dürfen strenger sein als das Land.

Fischereischein

Pflicht, gilt lebenslang

Er wird auf Lebenszeit erteilt und liegt digital im Fischereiregister des Landes, gültig ist er aber nur mit bezahlter Fischereiabgabe.

Fischerprüfung

Pflicht, ab 12 Jahren

Ohne bestandene Prüfung wird der Fischereischein nicht erteilt, ablegen kannst du sie seit dem 1. Juli 2026 schon mit zwölf statt erst mit 14.

Kinder

ab 10 in Begleitung

Von zehn bis 15 Jahren geht es ohne eigenen Fischereischein, solange eine Person mit gültigem Schein dabei ist und das Kind einen Erlaubnisschein auf seinen Namen hat. Allein ans Wasser darf, wer mit zwölf den eigenen Schein gemacht hat.

Urlauber und Gäste

gibt es nicht

Einen Touristen- oder Urlauberfischereischein wie an der Küste kennt Nordrhein-Westfalen nicht. Ohne Prüfung bekommt nur einen Jahresfischereischein, wer gar nicht oder noch kein Jahr in Deutschland gemeldet ist und die nötigen Kenntnisse nachweist.

Ruten

regelt der Erlaubnisschein

Weder Gesetz noch Verordnung nennen eine Obergrenze, am Rhein zum Beispiel sind entweder eine Fliegenrute oder eine Spinnrute oder zwei sonstige Handangeln zugelassen.

Nachtangeln

regelt die Gewässerordnung

Das Land schreibt dazu nichts vor, es steht in der Gewässerordnung deiner Strecke. Künstliches Licht beim Fischfang ist in Nordrhein-Westfalen aber verboten.

Angelschein in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen verlangt die Fischerprüfung. Einen Touristen- oder Urlauberfischereischein wie an der Küste gibt es hier nicht. Nur wer gar nicht oder noch kein Jahr in Deutschland gemeldet ist, kann ohne Prüfung einen Jahresfischereischein bekommen, und auch dafür muss er die nötigen Kenntnisse nachweisen.

Zum 1. Juli 2026 hat das Land sein Fischereirecht umgebaut, und für dich ändert sich damit einiges. Der Fischereischein wird jetzt auf Lebenszeit erteilt und liegt digital in einem zentralen Fischereiregister. Zuständig ist nicht mehr allein die Gemeinde, sondern das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung, beantragen kannst du online oder weiterhin bei deiner Wohnsitzgemeinde. Die Fischereiabgabe wird davon getrennt gezahlt, für ein Kalenderjahr oder für fünf am Stück. Ohne den Nachweis darüber ist der Schein nicht gültig, also gehört er mit ans Wasser.

Damit darfst du noch nirgends angeln. Der Fischereischein sagt nur, dass du es gelernt hast. Fürs Wasser brauchst du zusätzlich den Erlaubnisschein des Vereins, Pächters oder der Genossenschaft, die die Strecke bewirtschaftet. Er darf inzwischen auch elektronisch ausgestellt werden, du zeigst ihn dann auf dem Handy vor. Wer den Bewirtschafter für ein bestimmtes Gewässer sucht, findet ihn unten in der Liste auf der jeweiligen Gewässerseite.

Kinder und Jugendliche am Wasser

Den Jugendfischereischein gibt es in Nordrhein-Westfalen nicht mehr, er ist mit der Reform vom 1. Juli 2026 entfallen. An seine Stelle ist eine einfachere Regel getreten. Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 15 Jahren dürfen ganz ohne Fischereischein angeln, solange eine Person mit gültigem Fischereischein dabei ist.

Zwei Dinge gehören trotzdem dazu. Das Kind braucht einen eigenen, auf seinen Namen ausgestellten Erlaubnisschein für das Gewässer, und die Begleitperson muss das Alter des Kindes bei einer Kontrolle sofort nachweisen können, zum Beispiel mit dem Schülerausweis.

Wer den Schein selbst haben will, kann die Fischerprüfung früher ablegen als bisher. Das Mindestalter für den eigenen Fischereischein liegt seit der Reform bei zwölf Jahren, vorher waren es 14. Ab dann geht es auch allein ans Wasser.

Was das Land am Wasser vorschreibt

Eine Rutenzahl schreibt Nordrhein-Westfalen nicht vor. Weder Gesetz noch Verordnung nennen eine Obergrenze, das regelt allein dein Erlaubnisschein, und die Bewirtschafter tun es auch. Am Rhein etwa ist entweder eine Fliegenrute oder eine Spinnrute oder es sind zwei sonstige Handangeln zugelassen, mehr nicht.

Beim Köderfisch ist das Land dagegen sehr deutlich. Lebende Köderfische darfst du weder verwenden noch überhaupt mitführen. Und tote Köderfische dürfen nur in dem Gewässer eingesetzt werden, aus dem sie stammen, oder in einem, das damit in Verbindung steht. Der Eimer vom letzten Ansitz am anderen See ist damit tabu. Beim Fischfang verboten sind außerdem künstliches Licht und alle verletzenden Geräte außer dem Angelhaken, gemeint sind damit Gaff und Reißmontage. Wettfischen ist im Gesetz eigens definiert und untersagt.

Zwei Meldepflichten solltest du kennen. Lachs und Meerforelle sind ganzjährig geschützt, ein Fang muss innerhalb von sieben Tagen mit Angabe des Fundortes an die untere Fischereibehörde gehen. Und einen Fisch, der untermaßig oder in der Schonzeit an den Haken geht, setzt du sofort vorsichtig zurück. Ist er nicht mehr zu retten, verlangt die Verordnung, ihn zu töten und zu vergraben, verwertet werden darf er nicht. Schreibt die Gewässerordnung eine andere Beseitigung vor, gilt die.

Nachtangeln, Setzkescher, Boot und Futterboot regelt das Land dagegen nicht. Was dort gilt, steht in der Gewässerordnung des Bewirtschafters, und die kann von Strecke zu Strecke verschieden sein. Bei jedem Gewässer in CatchHub steht, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Schonzeiten und Mindestmaße in Nordrhein-Westfalen

12 Arten mit eigener Regel

Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Die Schonzeit ist ein Zeitraum, in dem eine Art gar nicht entnommen werden darf, meist rund um die Laichzeit. Das Mindestmaß ist eine Länge, unter der ein Fisch immer zurückgeht, auch außerhalb der Schonzeit.

Schonzeiten und Mindestmaße in Nordrhein-Westfalen
Art Schonzeit Maß, Mindestmaß in Zentimetern
Hecht 15. Feb. bis 30. Apr. 45 cm
Zander 1. Apr. bis 31. Mai 40 cm
Aal Die Schonzeit gilt nur im Rheinhauptstrom ohne seine Nebengewässer 1. Okt. bis 1. März 50 cm
Karpfen keine Schonzeit 35 cm
Schleie keine Schonzeit 25 cm
Barbe 15. Mai bis 15. Juni 35 cm
Bachforelle 20. Okt. bis 15. März 25 cm
Äsche In Abschnitten, die das Land zum Schutz der heimischen Bestände festlegt, ist sie ganzjährig geschont 1. März bis 30. Apr. 30 cm
Weitere 4 Arten Weniger anzeigen
Seeforelle 20. Okt. bis 15. März 50 cm
Seesaibling 20. Okt. bis 15. März 30 cm
Nase 1. März bis 30. Apr. 30 cm
Aland keine Schonzeit 25 cm

Quelle: Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen, §§ 1 bis 3, Stand 3. Juli 2026.

So wird gemessen, so geht er zurück

Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende des längsten Teils der Schwanzflosse. Untermaßige Fische und Fische in der Schonzeit löst du sofort vorsichtig vom Haken und setzt sie unverzüglich zurück. Ist ein Fisch nicht mehr zu retten, verlangt die Verordnung, ihn zu töten und zu vergraben, sofern am Gewässer nichts anderes vorgeschrieben ist. Verwerten darfst du ihn nicht.

Ganzjährig geschützt, diese Arten gehen immer zurück

Diese Arten haben weder Schonzeit noch Mindestmaß, sie sind das ganze Jahr über tabu. Hängt eine am Haken, geht sie sofort und schonend zurück.

  • Stör
  • Lachs
  • Meerforelle
  • Maifisch
  • Finte
  • Nordseeschnäpel
  • Quappe
  • Schneider
  • Moderlieschen
  • Elritze
  • Schmerle
  • Bitterling
  • Schlammpeitzger
  • Steinbeißer
  • Groppe
  • Zwergstichling
  • Alle Neunaugen
  • Edelkrebs
  • Steinkrebs
  • Flussperlmuschel, Bachmuschel und alle Teich-, Fluss- und Malermuscheln

Ohne Gewähr, und der Verein darf strenger sein

Diese Übersicht gibt den Stand der Landesverordnung wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten und größere Mindestmaße festlegen, und sie tun es oft. Verbindlich ist immer, was in deinem Erlaubnisschein steht. Auf Privatgewässern gilt diese Tabelle nicht. Das sind abgesperrte stehende Gewässer in Privateigentum, die zum Haus- und Hofbereich gehören oder nicht größer als 0,5 Hektar sind. Dort greifen nur wenige Vorschriften des Landesfischereigesetzes, und die Schonzeiten gehören nicht dazu.

Angelregionen in Nordrhein-Westfalen

7 Landschaften und was dort steht

Nordrhein-Westfalen ist beim Angeln kein einheitliches Gebiet. Ein Kanal im Ruhrgebiet verlangt anderes Gerät als eine Sauerland-Talsperre, und am Rhein brauchst du für viele Strecken ein eigenes Papier. Diese Einteilung ist unsere eigene, sie sortiert das Land so, wie man es beim Planen einer Tour sortiert.

Breiter Rhein bei diesigem Sommerlicht, im Vordergrund eine Sandbank mit Treibholz und Muschelschalen, zwei Steinbuhnen aus dunklem Basalt ragen ins trübe Wasser, dahinter ein flacher grüner Deich

Niederrhein

Buhnenfelder, Altarme und die Kiesseen hinter dem Deich

Zwischen Bonn und Emmerich läuft der Rhein breit und schwer, und die Buhnen teilen das Ufer in eine lange Kette ruhiger Kessel. Im Kessel sammelt sich Futter, am Buhnenkopf reißt die Kante ab, und genau dort jagt der Rapfen. Hinter dem Deich liegen Altarme und ausgekieste Seen, die bei Hochwasser Anschluss an den Strom bekommen. Der Wellenschlag der Berufsschifffahrt gehört dazu, feines Gerät hält dem nicht stand.

Beste Zeit: Frühjahr bis Herbst, am besten bei fallendem Pegel

Beliebte Fische in dieser Region
Rapfen Zander Wels Barbe Aal
Schnurgerader Kanal an einem klaren Wintertag, beide Ufer tragen eine schräge Böschung aus grauen Wasserbausteinen, vorne ein Poller auf der Betonkante, gegenüber kahle Kopfbäume, Schrebergärten und Backsteinhäuser

Kanäle des Ruhrgebiets

Kilometerweit gerade, gleichmäßig tief und mitten in der Stadt

Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal ziehen quer durchs Revier und sind für viele Angler im Land die Strecke vor der Haustür. Das Profil wiederholt sich kilometerweit, Böschungssteine fallen schräg ab und gehen unten in eine flache Sohle über. Spannend wird es dort, wo dieses Muster bricht, an den Spundwänden der Liegestellen, an Hafeneinfahrten, unter Brückenpfeilern und an den Mündungen der Zuläufe. Fischereirechtlich zählen Schifffahrtskanäle hier übrigens als stehende Gewässer.

Beste Zeit: Ganzjährig, im Winter auf Zander an der Spundwand

Beliebte Fische in dieser Region
Zander Barsch Brassen Aal Wels
Flacher Stausee im Morgennebel, im Uferwasser stehen dichte Wasserpflanzen und gelbe Schwertlilien, rechts ein Uferweg mit Bank, gegenüber ein Bootshaus mit leerem Steg unter bewaldeten Hängen

Ruhr und ihre Stauseen

Eine Kette flacher Seen quer durchs Ruhrgebiet

Auf ihren letzten Kilometern ist die Ruhr zu einer Kette von Stauseen aufgeweitet, vom Hengsteysee bei Hagen bis zum Kettwiger See in Essen. Anders als die Talsperren im Sauerland sind diese Seen flach und werden ständig durchströmt, in den Buchten wächst Kraut bis knapp unter die Oberfläche. Ruderer, Segler und Fahrgastschiffe teilen sich dasselbe Wasser, geangelt wird deshalb früh und spät. Oberhalb der Stauhaltungen fließt die Ruhr wieder über Kies, und dort steht neben der Barbe auch die Äsche.

Beste Zeit: Frühjahr und Herbst, morgens vor dem Wassersport

Beliebte Fische in dieser Region
Hecht Zander Barsch Brassen Karpfen
Talsperre bei niedrigem Wasserstand unter grauem Himmel, ein breiter Streifen aus Schlamm, Steinen und alten Baumstümpfen liegt trocken, links ein Waldweg, in der Ferne die Staumauer zwischen dunklen Fichtenhängen

Talsperren im Sauerland

Tiefes, kaltes Wasser zwischen bewaldeten Hängen

Bigge, Möhne, Sorpe und Henne stauen die Täler des Sauerlands und werden am Damm bis über 40 Meter tief. Der Pegel schwankt im Jahreslauf stark, im Spätwinter liegen ganze Uferstreifen trocken, im Frühsommer stehen Büsche im Wasser. Die Maräne zieht in Schwärmen durchs Freiwasser, und wo sie steht, sind Hecht, Zander und kapitaler Barsch nicht weit. Die großen Sperren bewirtschaftet der Ruhrverband, die Erlaubnisscheine kommen von dort und nicht von einzelnen Vereinen.

Beste Zeit: Mai bis Oktober, im Sommer über der Sprungschicht

Beliebte Fische in dieser Region
Barsch Hecht Zander Große Maräne Aal
Klarer Kiesfluss im Herbst, flaches Wasser läuft über helle Kiesbänke und bricht in der Mitte weiß über eine Rausche, rechts grober Blockwurf am Ufer, ringsum buntes Laub im Tal

Bergisches Land, Sieg und Agger

Kiesgrund, Strömung und die Rückkehr des Lachses

Sieg, Agger und Bröl laufen über Kies und Blockwurf, so flach und klar, dass man jede Rinne von der Böschung aus liest. Hier läuft das Wanderfischprogramm des Landes, im Herbst steigen Lachse aus dem Rhein in die Sieg auf und werden an der Kontrollstation in Buisdorf gezählt. Für dich heißt das Rücksicht, denn Lachs und Meerforelle sind im Land ganzjährig geschützt und ein Fang muss binnen sieben Tagen der unteren Fischereibehörde gemeldet werden. Weiter oben in den Höhen stauen Wupper-, Bever- und Aggertalsperre tiefes, klares Standwasser auf.

Beste Zeit: April bis Oktober, an den Talsperren auch im Winter

Beliebte Fische in dieser Region
Bachforelle Äsche Barbe Döbel Hecht
Sandiger Tieflandfluss nach Regen, am unterspülten Ufer hängt ein dichtes Wurzelgeflecht ins trübe Wasser, davor liegt ein umgestürzter Stamm, gegenüber eine Sandbank, Kopfweiden und eine Weide mit Rindern

Münsterland und Lippe

Sandige Tieflandflüsse in einer weiten Parklandschaft

Lippe und Ems führen Sandgrund, ruhige Strömung und Ufer voller Wurzeln und Totholz. An der Lippe sind über Jahre Deiche zurückverlegt und Ufer aufgebrochen worden, dadurch liegen heute flache Kiesbänke und Nebenrinnen im Fluss, in denen der Nachwuchs aufwächst. Die Stever und ihre Zuläufe übersieht man leicht, sie tragen aber ordentliche Hechte. Wer hier ansitzt, sucht die Außenkurve mit ausgespültem Ufer, nicht das gerade Stück dazwischen.

Beste Zeit: Mai bis Oktober, nach Regen an der trüben Kante

Beliebte Fische in dieser Region
Hecht Barbe Aland Brassen Aal
Breiter Fluss im Abendlicht, von einer Wiese oberhalb des Ufers gesehen, lange helle Kiesbänke teilen die Strömung, rechts ein steiler bewaldeter Hang, links Mähwiesen und ein Kirchturm

Weserbergland und Ostwestfalen

Wo die Weser bei Minden durch Westfalen zieht

Bei Minden und Porta Westfalica fließt die Weser breit und gleichmäßig durchs Land, mit kräftigen Barben über den Kiesbänken. Am Wasserstraßenkreuz führt der Mittellandkanal in einer Brücke über den Fluss hinweg, unten Strömung, oben stehendes Wasser, und beides lässt sich befischen. Werre und Diemel bringen kühleres Wasser aus dem Bergland dazu und sind deutlich kleiner und schneller. Weiter südlich staut die Aabach-Talsperre Trinkwasser, entsprechend genau schaust du dort in die Gewässerordnung.

Beste Zeit: Juni bis Oktober, bei leicht steigendem Wasser

Beliebte Fische in dieser Region
Barbe Aland Rapfen Zander Döbel
CatchHub App

Die Regeln deines Gewässers in der Tasche

Schonzeit vergessen? In der App steht bei jedem Gewässer, was dort gilt, dazu Fang-Index, Wetter und Pegel für heute.

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Was in Nordrhein-Westfalen schwimmt

10 Arten, die das Land prägen

Fast jede dieser Arten steht in Nordrhein-Westfalen an einer bestimmten Sorte Wasser, und genau das entscheidet, wohin du fährst. Die Äsche steht in der Sieg, die Große Maräne in den tiefen Talsperren des Sauerlands. Welche Arten an einem einzelnen Gewässer gemeldet sind, steht auf dessen Seite.

Zander Sander lucioperca

Der meistgesuchte Raubfisch des Landes. Im Kanal steht er an den Spundwänden der Liegestellen und an den Hafeneinfahrten, im Rhein in den tiefen Löchern hinter den Buhnen. Trübes Wasser nach Regen ist seine beste Zeit.

Wo im Land
Kanäle des Ruhrgebiets, Rhein, Ruhr-Stauseen
Beste Zeit
Oktober bis März, in der Dämmerung
Im Land
ab 40 cm, Schonzeit 1. Apr. bis 31. Mai

Hecht Esox lucius

In den flachen Buchten der Ruhr-Stauseen steht er im Kraut, in den Talsperren folgt er dem Maränenschwarm ins Freiwasser. Nach dem Absenken der Sperren im Spätwinter sammelt er sich vor den Vorbecken.

Wo im Land
Ruhr-Stauseen, Sauerland-Talsperren, Baggerseen am Niederrhein
Beste Zeit
September bis November
Im Land
ab 45 cm, Schonzeit 15. Feb. bis 30. Apr.

Rapfen Leuciscus aspius

Der Fisch der Strömungskante. Er jagt sichtbar an der Oberfläche, oft genau dort, wo das ruhige Kesselwasser auf die Hauptströmung trifft. Das Land nennt für ihn weder Schonzeit noch Mindestmaß, der Erlaubnisschein am Rhein aber schon.

Wo im Land
Rhein, an den Buhnenköpfen zwischen Bonn und Emmerich
Beste Zeit
Mai bis September, bei Sonne über Mittag

Wels Silurus glanis

Am Niederrhein ist er längst kein Ausnahmefisch mehr und wird richtig groß. Tagsüber liegt er an Hindernissen und in tiefen Kolken, nachts zieht er ins Flache. Auch die Kanäle tragen inzwischen einen ordentlichen Bestand.

Wo im Land
Rhein, Kanäle, große Baggerseen am Niederrhein
Beste Zeit
Warme Sommernächte

Aal Anguilla anguilla

Ein Fisch mit eigener Rechtslage im Land. Seine Schonzeit gilt nur im Rheinhauptstrom, das Mindestmaß dagegen überall. Wer auf ihn ansitzt, sucht Steinpackungen, Wurzeln und die Kante zur Fahrrinne.

Wo im Land
Rhein, Kanalnetz, Ruhr-Stauseen
Beste Zeit
Warme Nächte von Mai bis September
Im Land
ab 50 cm, Schonzeit 1. Okt. bis 1. März

Barbe Barbus barbus

Sie gründelt über Kies und steht in der Rinne dahinter. Sieg und Agger sind die klassischen Adressen, an der Weser bei Minden steht sie über den flachen Bänken. Nach Regen zieht sie in die trübe Kante.

Wo im Land
Sieg, Agger, Ruhr, Lippe und Weser
Beste Zeit
Mai bis Oktober, bei steigendem Wasser
Im Land
ab 35 cm, Schonzeit 15. Mai bis 15. Juni

Äsche Thymallus thymallus

Ein Anzeiger für gutes Wasser, und im Bestand deutlich zurückgegangen. Sie steht in gleichmäßiger Strömung über Kies. Das Land schützt sie doppelt, mit einer Schonzeit im Frühjahr und zusätzlich ganzjährig in eigens festgelegten Abschnitten.

Wo im Land
Obere Ruhr, Lenne, Agger und Sieg
Beste Zeit
Mai bis September
Im Land
ab 30 cm, Schonzeit 1. März bis 30. Apr.

Große Maräne Coregonus maraena

Der Fisch, der die großen Sauerland-Sperren prägt. Sie zieht in Schwärmen durchs Freiwasser und folgt dem Plankton in die Tiefe. An ruhigen Sommerabenden steigt sie dicht unter Land auf und nimmt Insekten von der Oberfläche.

Wo im Land
Möhnesee und Biggesee, im Freiwasser über der Tiefe
Beste Zeit
Sommer und Herbst, früh und spät an der Oberfläche

Bachforelle Salmo trutta fario

Der Leitfisch der Mittelgebirgsbäche im Land. Sie steht hinter Steinen, unter Wurzeltellern und in der Rinne am Prallhang. Angeln heißt hier pirschen, ein Schatten am Ufer reicht schon, um die Stelle abzubrennen.

Wo im Land
Sauerländer und bergische Bäche, Eifelbäche an der Rur
Beste Zeit
Mitte März bis Oktober
Im Land
ab 25 cm, Schonzeit 20. Okt. bis 15. März

Karpfen Cyprinus carpio

In den klaren Kiesseen am Niederrhein wird er vorsichtig und schwer, im Kanal patrouilliert er die Böschungssteine ab. Weil die Kanalufer durchgehend begehbar sind, lohnt es sich, ihn erst zu suchen und dann anzufüttern.

Wo im Land
Baggerseen am Niederrhein, Kanäle, Vereinsgewässer im Münsterland
Beste Zeit
Ab etwa 12 Grad, Frühsommer bis Herbst
Im Land
ab 35 cm

Welche Gewässer es in Nordrhein-Westfalen gibt

8 Typen und was sie ausmacht

Vom schnurgeraden Kanal mit Spundwand bis zur Talsperre, deren Spiegel im Sommer um Meter fällt. Der Typ entscheidet über Gerät, Zielfisch und Tageszeit, deshalb lohnt es sich, ihn vor der Tour zu kennen. In der Gewässersuche kannst du direkt nach diesen Typen filtern.

Kanal

Kein anderes Bundesland hat so viele. Rhein-Herne-, Wesel-Datteln-, Datteln-Hamm- und Dortmund-Ems-Kanal durchziehen das Revier, im Osten kommt der Mittellandkanal dazu. Gleichmäßige Tiefe, Böschungssteine, Spundwände, und im Fischereirecht gelten sie als stehende Gewässer.

Strom

Der Rhein zieht von Bonn bis Emmerich durchs Land und ist auf ganzer Länge Bundeswasserstraße. Buhnen gliedern beide Ufer und schaffen die Struktur, an der hier alles hängt. Für den Hauptstrom gibt es einen einzigen Erlaubnisschein, der von Ufer zu Ufer und von Kilometer zu Kilometer gilt.

Talsperre

Im Sauerland und in der Eifel stauen Sperren die Täler, von der Bigge über die Möhne bis zur Rurtalsperre. Tiefes, kühles Wasser, ein Pegel, der übers Jahr um viele Meter fällt und steigt, und überstautes Astwerk an den alten Talrändern.

Stausee

Die Ruhr ist auf ihren letzten Kilometern zu einer Kette flacher Seen aufgeweitet. Baldeney, Kemnade, Hengstey und Harkort sind selten tiefer als ein paar Meter, werden ständig durchströmt und liegen mitten in der Stadt.

Fluss

Ruhr, Lippe, Sieg, Wupper, Erft, Ems und Rur. Die Spanne ist groß, vom schnellen Kiesfluss im Bergischen bis zum sandigen Tieflandfluss im Münsterland. Viele davon sind in den letzten Jahren renaturiert worden und haben wieder Kiesbänke und Nebenrinnen.

Bach

Sauerland, Bergisches Land und Eifel sind voll davon. Schmal, kalt und oft nur wenige Meter breit, mit Bachforelle und Groppe als Bewohnern. In vielen dieser Bäche wächst auch der Nachwuchs der Lachse auf, die im Herbst aus dem Rhein aufsteigen.

Baggersee

Der Kiesabbau am Niederrhein hat eine ganze Kette tiefer, klarer Seen hinterlassen. Steile Kanten dicht am Ufer, nährstoffarmes Wasser und entsprechend vorsichtige Fische. Einige davon sind so groß, dass sie heute als Freizeitseen genutzt werden.

Altarm

In den Rheinauen liegen die abgeschnittenen Schlingen des alten Flusslaufs, am bekanntesten auf der Bislicher Insel bei Xanten. Kaum Strömung, viel Totholz, und bei Hochwasser bekommen sie kurzzeitig wieder Anschluss an den Strom.

Beliebte Angelgewässer in Nordrhein-Westfalen

nach Followern und Fängen

Diese Reihenfolge macht die Community, nicht die Redaktion. Gewertet wird, wie viele Angler dem Gewässer folgen und wie viele Fänge dort gemeldet sind. Ein Gewässer steigt also, weil Angler hingehen und melden.

Die größten Angelgewässer

nach Fläche und nach Länge

Zwei Listen, weil sich Hektar und Kilometer nicht vergleichen lassen. Links stehen die flächengrößten Stillgewässer, rechts die längsten Flussstrecken. Groß heißt dabei nicht automatisch gut, aber es heißt Platz und meist mehr Struktur, an der sich Fisch sammelt.

Alle Gewässer in Nordrhein-Westfalen

88 Gewässer, alphabetisch

Hinter jedem Namen steht die Gewässerseite mit Fischbestand, erlaubten Angelmethoden, den Regeln vor Ort, dem Bewirtschafter und dem Fang-Index für heute. Die Zahl rechts sind die gemeldeten Fänge.

25 von 88 Gewässern

1 Agger Looper Stau & Aggerstrecke Loope Engelskirchen-Loope Stausee Hecht · Zander · Barsch 2 2 Agger Strecke Bachermühle – Siegmündung Lohmar Fluss Bachforelle · Regenbogenforelle · Äsche 3 3 Agger Strecke Hammermühle – Cyriax-Brücke Overath Fluss Aal · Äsche · Bachforelle 4 4 Baldeneysee Essen Stausee Aal · Hecht · Zander 5 Bröl Hauptlauf (Bröleck–Eckes-Granini) Ruppichteroth Fluss Aal · Äsche · Bachforelle 6 Bröl Homburger Bröl (Müllerhof–Bröleck) Much Fluss Bachforelle · Regenbogenforelle · Äsche 1 7 Burgweiher Metternich Weilerswist Weiher 4,7 11 1 8 Dhünn Untere Dhünn Leverkusen Fluss Bachforelle · Äsche · Aal 9 Ems Gaststrecke ASV Greven (rechtes Ufer) Greven Fluss Aal · Barbe · Nase 10 Ems NRW-Strecke Rheine (km 34,1–51,882) Rheine Fluss Hecht · Zander · Barsch 11 Ems Stadtstrecke Rietberg Rietberg Fluss Aal · Äsche · Bachforelle 12 Ems Strecke ASV Telgte Telgte Fluss Hecht · Zander · Aal 13 Ems Strecke bei Gimbte Greven Fluss Aal · Barbe · Barsch 14 Ems Strecke Hembergen – Bockholts Fähre Emsdetten Fluss Hecht · Zander · Barbe 15 Ems Strecke Neumühle bis Warendorf-Einen Warendorf Fluss Aal · Aland · Barbe 16 Ems Strecke Rheda – Harsewinkel Rheda-Wiedenbrück Fluss Aal · Aland · Brachse 17 Ems Strecke Wiedenbrück Rheda-Wiedenbrück Fluss Aal · Aland · Barsch 18 Erft Los 10a – Kläranlage Bergheim bis Paffendorf Bergheim-Paffendorf Fluss Barbe · Döbel · Aland 19 Erft Los 10b – Wehr Paffendorf bis Kastanienallee Bergheim-Paffendorf Fluss Karpfen · Hecht · Zander 20 Erft Los 14 – Blerichen bis Finkelbach-Mündung Bedburg-Blerichen Fluss Aal · Bachschmerle · Barbe 21 Erft Los 17 – Broich Richtung Frimmersdorf Bedburg Fluss Brachse · Karpfen · Wels 22 Erft Los 18, Frimmersdorf – Wehr Gustorf Grevenbroich Fluss Zander · Hecht · Wels 23 Erft Los 19 – bis Erftbrücke Frimmersdorf Frimmersdorf Fluss Zander · Wels · Hecht 24 Erft Los 28: Grundstück Lange – Gerberei Aretz Wevelinghoven Fluss Aal · Barbe · Barsch 25 Erft Los 2 – A61 bis Gymnich-Brüggen Erftstadt Fluss Döbel · Bachforelle · Aal

Häufige Fragen zum Angeln in Nordrhein-Westfalen

8 Fragen

Die Fragen, die vor dem ersten Angeltag in Nordrhein-Westfalen am häufigsten gestellt werden. Alles Weitere zum Angelschein allgemein steht auf der Übersicht für Deutschland.

Brauche ich in Nordrhein-Westfalen einen Angelschein?

Ja, und zwar die Fischerprüfung. Nordrhein-Westfalen kennt keinen Touristen- oder Urlauberfischereischein. Seit dem 1. Juli 2026 wird der Fischereischein auf Lebenszeit erteilt, liegt digital im Fischereiregister des Landes und ist nur gültig, solange die Fischereiabgabe bezahlt ist. Fürs Wasser brauchst du zusätzlich den Erlaubnisschein des Bewirtschafters.

Ab welchem Alter dürfen Kinder in Nordrhein-Westfalen angeln?

Zwischen zehn und 15 Jahren ganz ohne Fischereischein, solange eine Person mit gültigem Schein dabei ist. Der Jugendfischereischein ist zum 1. Juli 2026 entfallen. Das Kind braucht aber einen eigenen Erlaubnisschein für das Gewässer, und die Begleitperson muss sein Alter bei einer Kontrolle nachweisen können. Einen eigenen Fischereischein gibt es ab zwölf Jahren.

Welche Schonzeiten gelten in Nordrhein-Westfalen?

Die Landesfischereiverordnung nennt zwölf Arten mit Schonzeit oder Mindestmaß, darunter Hecht ab 45 cm mit Schonzeit vom 15. Februar bis 30. April und Zander ab 40 cm mit Schonzeit vom 1. April bis 31. Mai. Für Barsch, Wels, Rapfen und Regenbogenforelle nennt das Land weder das eine noch das andere. Die vollständige Übersicht steht weiter oben auf dieser Seite, und Verein oder Genossenschaft dürfen strenger sein.

Brauche ich für den Rhein in Nordrhein-Westfalen eine eigene Angelkarte?

Ja, für den Rheinhauptstrom gibt die Rheinfischereigenossenschaft die Erlaubnisscheine aus. Ein Generalschein für das Kalenderjahr oder ein Dreitagesschein deckt beide Ufer auf der gesamten Strecke im Land ab. Nicht dabei sind die Nebengewässer, also Häfen, Altarme, Baggerseen hinter der Uferlinie und alle einmündenden Fließgewässer. Beim Kauf musst du einen gültigen deutschen Fischereischein vorlegen.

Gilt die Schonzeit für Aal in ganz Nordrhein-Westfalen?

Nein. Die Verordnung setzt die Aal-Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März ausdrücklich nur für den Rheinhauptstrom fest, seine Nebengewässer sind ausgenommen. Das Mindestmaß von 50 cm gilt dagegen im ganzen Land. Der Bewirtschafter darf für seine Strecke eine eigene Schonzeit festlegen, und an vielen Gewässern tut er das auch.

Mit wie vielen Ruten darf ich in Nordrhein-Westfalen angeln?

Das Land schreibt keine Zahl vor. Weder Landesfischereigesetz noch Verordnung nennen eine Obergrenze, entscheidend ist allein dein Erlaubnisschein. Am Rhein zum Beispiel ist entweder eine Fliegenrute oder eine Spinnrute oder es sind zwei sonstige Handangeln zugelassen. An Kanälen und Vereinsgewässern steht die Zahl in der Gewässerordnung.

Ist Nachtangeln in Nordrhein-Westfalen erlaubt?

Das Land regelt das Nachtangeln nicht, es entscheidet der Bewirtschafter. Am Rhein ist es nach den Bestimmungen der Rheinfischereigenossenschaft ganzjährig ohne Einschränkung möglich, an Vereinsgewässern kann es dagegen komplett gesperrt sein. Beachte dabei, dass künstliches Licht beim Fischfang in Nordrhein-Westfalen verboten ist. Bei jedem Gewässer in CatchHub ist vermerkt, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Wo kann ich in Nordrhein-Westfalen angeln?

In CatchHub sind 88 Gewässer in Nordrhein-Westfalen erfasst, vom Rhein und den Kanälen des Ruhrgebiets über Ruhr, Lippe und Weser bis zu den Talsperren des Sauerlands und den Baggerseen am Niederrhein. Zu jedem stehen Fischbestand, Angelmethoden, die Regeln vor Ort und ein täglicher Fang-Index.

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Redaktioneller Stand:

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