Saarland

Betonwehr mit angrenzender Schleusenkammer quer über einem kanalisierten Fluss, darunter eine weiße Überfallkante im ruhigen Wasser. An beiden Hängen herbstlich gefärbter Buchenwald, am linken Ufer eine grobe Steinschüttung mit schmalem Uferweg darüber.
Bundesland-Übersicht

Angelgewässer in Saarland

Von den Stauhaltungen der Saar über Blies und Prims bis in die Hochwaldbäche. 79 Gewässer im Saarland mit Fischbestand, Regeln und dem Fang-Index für heute, dazu die Schonzeiten des Landes.

79 Gewässer 49 Fischarten 8 Gewässertypen 9 Schonzeiten

Karte der Angelgewässer

79 Marker in Saarland

Die Karte startet auf Saarland und zeigt jedes erfasste Gewässer als Marker. Tipp einen an, und Name, Ort, Bewertung und Anzahl der Fänge stehen sofort da. Liegen mehrere dicht beieinander, fasst die Karte sie zu einer Zahl zusammen, ein Tipp darauf zoomt hinein.

Angeln in Saarland auf einen Blick

6 Regeln, die das Land selbst setzt

Die Kurzfassung dessen, was weiter unten ausführlich steht. Sie ersetzt keinen Blick in deinen Erlaubnisschein, denn Verein und Pächter dürfen strenger sein als das Land.

Fischereischein

Pflicht mit Prüfung

Prüfungen und Scheine aus anderen Bundesländern gelten hier ohne Weiteres, aus dem Ausland erkennt das Saarland sie ausdrücklich nicht an.

Fischerprüfung

nur mit Vereinspraktikum

Zugelassen wirst du erst mit dem Vorbereitungslehrgang des Fischereiverbandes Saar und einem Vereinspraktikum, frühestens ab dem vollendeten 13. Lebensjahr.

Kinder

bis 16 in Begleitung

Der Jugendfischereischein gilt nur unter Aufsicht einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein, den eigenen Schein gibt es mit bestandener Prüfung ab 14.

Urlauber und Gäste

kein Urlauberschein

Ohne Prüfung bekommt einen Schein nur, wer volljährig ist und sich bloß vorübergehend in Deutschland aufhält, ohne einen Wohnsitz zu begründen. Er gilt ein Jahr, aber nur für höchstens drei Monate, die du vorher selbst festlegst.

Ruten

zwei Ruten

Mehr erlaubt das Land nicht, und der tote Köderfisch am Haken muss aus genau dem Gewässer stammen, in dem du angelst.

Nachtangeln

verboten

Das Verbot gilt an allen offenen Gewässern und an geschlossenen ab 5 Hektar, nur der Fischereiverband Saar kann es im begründeten Ausnahmefall aufheben.

Angelschein im Saarland

Das Saarland verlangt die Fischerprüfung. Einen Urlauber- oder Touristenfischereischein wie an der Küste gibt es nicht, und wer hier wohnt, kommt an der Prüfung nicht vorbei. Die Verordnung kennt fünf enge Befreiungsgründe, und der praktisch wichtigste ist dieser: wer volljährig ist und sich bloß vorübergehend in Deutschland aufhält, ohne einen Wohnsitz zu begründen, bekommt einen Fischereischein ohne Prüfung. Der gilt dann ein Jahr, aber nur für höchstens drei Monate, die du vorher selbst festlegst und die im Schein vermerkt werden.

Der Weg zur Prüfung ist zweigeteilt, und das ist die Besonderheit des Landes. Neben dem Vorbereitungslehrgang des Fischereiverbandes Saar musst du ein Vereinspraktikum nachweisen, dessen Mindestinhalte die Fischereibehörde festlegt. Ohne dieses Praktikum wirst du gar nicht erst zugelassen. Geprüft wird schriftlich mit 60 Fragen in zwei Stunden, bestanden hat, wer mindestens 45 davon richtig beantwortet. Zugelassen wird frühestens, wer das 13. Lebensjahr vollendet hat, bei Minderjährigen zusätzlich nur mit Einverständnis der Eltern.

Den Fischereischein stellt danach die Ortspolizeibehörde aus, wahlweise für ein Kalenderjahr oder gleich für fünf. Zusammen mit der Gebühr wird die Fischereiabgabe des Landes erhoben. Prüfungen und Fischereischeine aus anderen Bundesländern gelten hier ohne Weiteres. Prüfungen und Scheine aus dem Ausland dagegen nicht, die erkennt das Saarland ausdrücklich nicht an.

Damit darfst du noch nirgends angeln. Der Fischereischein sagt nur, dass du es gelernt hast. Fürs Wasser brauchst du zusätzlich den Erlaubnisschein des Vereins oder Pächters, der die Strecke bewirtschaftet. Wer den für ein bestimmtes Gewässer sucht, findet den Bewirtschafter unten in der Liste auf der jeweiligen Gewässerseite.

Kinder angeln hier nur in Begleitung

Wer das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, bekommt im Saarland nur den Jugendfischereischein. Der berechtigt ausschließlich zum Angeln unter Aufsicht einer volljährigen Person, die selbst einen gültigen Fischereischein besitzt. Eine Prüfung braucht das Kind dafür nicht, und eine feste Altersgrenze nach unten nennt das Gesetz nicht. Wie früh es losgeht, klärst du mit der ausstellenden Stelle.

Den vollen Fischereischein gibt es früher, wenn die Prüfung sitzt. Zugelassen wird man ab dem vollendeten 13. Lebensjahr, den eigenen Schein bekommt man dann ab 14. Bis dahin bleibt es beim Jugendfischereischein und bei der Begleitung.

Auch mit Jugendfischereischein braucht das Kind einen eigenen, auf seinen Namen ausgestellten Erlaubnisschein für das Gewässer, und die Fischereiabgabe fällt ebenfalls an, wenn auch in eigener Höhe. Was die Begleitperson übernehmen muss und was das Kind selbst machen darf, legen Verein und Gewässerordnung im Einzelnen fest. Frag dort nach, bevor ihr losfahrt.

Was das Land am Wasser vorschreibt

Die auffälligste Regel des Landes ist das Nachtangelverbot. Das Saarland verbietet den Fischfang bei Nacht, von November bis März zwischen 19 und 7 Uhr, von April bis Oktober zwischen 23 und 5 Uhr. Das gilt an allen offenen Gewässern und an geschlossenen ab 5 Hektar, also auch am Bostalsee. Nur der Fischereiverband Saar kann das Verbot im begründeten Ausnahmefall aufheben, bei Bedarf mit Auflagen. Wer nachts ansitzen will, klärt das vorher und nicht am Wasser.

Zwei Ruten gleichzeitig, mehr nicht. Der lebende Köderfisch ist verboten, ebenso jedes andere lebende Wirbeltier am Haken. Beim toten Köderfisch geht das Saarland weiter als die meisten Länder. Er muss aus genau dem Gewässer stammen, in dem du angelst. Der Köderfisch aus dem Laden oder aus der Tiefkühltruhe ist damit raus. Geschützte Arten und Fische mit Mindestmaß oder Schonzeit dürfen ohnehin nicht als Köder dienen.

Gefärbte Maden, gefärbtes Anfütterungsmaterial und Zuckmückenlarven sind unzulässig. Catch and Release steht ausdrücklich im Verordnungstext, das Angeln mit der Handangel, das von vornherein auf das Zurücksetzen ausgerichtet ist, ist verboten. Umgekehrt gilt für gefangene Fische invasiver Arten, für die weder Schonmaß noch Schonzeit festgesetzt sind, eine Anlandepflicht. Nach einer Besatzmaßnahme ist die eingesetzte Art zwei Wochen lang tabu.

Beim Setzkescher ist das Land genau. Erlaubt ist nur ein knotenfreier Kescher aus Textil, mindestens 3,50 Meter lang, mit Ringen von mindestens einem halben Meter Durchmesser, auf ganzer Länge gegen das Zusammenfallen gesichert und weitgehend parallel zur Wasseroberfläche ausgelegt. Gehältert wird nur, was in die Küche oder in den Umbesatz geht, und die Menge ist begrenzt. Zurücksetzen darfst du daraus nicht, und bei Wellenschlag ist der Setzkescher ganz tabu.

Boot, Futterboot, Angelschirm und Zelten regelt das Saarland dagegen nicht. Was dort gilt, steht in der Gewässerordnung des Bewirtschafters, und die darf strenger sein als das Land. Am Bostalsee etwa liegen die Mindestmaße für Hecht, Zander und Schleie über denen der Verordnung, und von Januar bis Mitte Februar ruht das Angeln dort ganz. Ein gemeinsames Fischen, also jedes Vereins- oder Verbandsfischen, braucht vorher die Zustimmung des Fischereiverbandes Saar. Bei jedem Gewässer in CatchHub steht, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Schonzeiten und Mindestmaße in Saarland

9 Arten mit eigener Regel

Zwei verschiedene Dinge, die oft verwechselt werden. Die Schonzeit ist ein Zeitraum, in dem eine Art gar nicht entnommen werden darf, meist rund um die Laichzeit. Das Mindestmaß ist eine Länge, unter der ein Fisch immer zurückgeht, auch außerhalb der Schonzeit.

Schonzeiten und Mindestmaße in Saarland
Art Schonzeit Maß, Mindestmaß in Zentimetern
Hecht 15. Feb. bis 31. Mai 50 cm
Zander 15. Feb. bis 31. Mai 45 cm
Aal keine Schonzeit 50 cm
Bachforelle 1. Okt. bis 31. März 25 cm
Äsche 1. März bis 30. Apr. 30 cm
Barbe 15. März bis 15. Juni 40 cm
Karpfen keine Schonzeit 35 cm
Schleie keine Schonzeit 25 cm
Weitere 1 Arten Weniger anzeigen
Nase 15. März bis 15. Juni 35 cm

Quelle: Landesfischereiordnung Saarland, §§ 2, 4 und 5, Stand 5. Februar 2020.

So wird gemessen, so geht er zurück

Gemessen wird von der Kopfspitze bis zum Ende des längsten Teils der Schwanzflosse. Untermaßige Fische und Fische in der Schonzeit löst du sofort vorsichtig vom Haken und setzt sie unverzüglich zurück. Zwei Dinge kommen dazu, die in keiner Zeile stehen. Nach einer Besatzmaßnahme ist die eingesetzte Art zwei Wochen lang gesperrt, und Fische invasiver Arten ohne Schonmaß und Schonzeit musst du anlanden statt zurückzusetzen.

Ganzjährig geschützt, diese Arten gehen immer zurück

Diese Arten haben weder Schonzeit noch Mindestmaß, sie sind das ganze Jahr über tabu. Hängt eine am Haken, geht sie sofort und schonend zurück.

  • Lachs
  • Meerforelle
  • Maifisch
  • Stör
  • Quappe
  • Groppe
  • Schneider
  • Elritze
  • Moderlieschen
  • Bitterling
  • Schlammpeitzger
  • Steinbeißer
  • Bachschmerle
  • Dreistacheliger Stichling
  • Bach-, Fluss- und Meerneunauge
  • Europäischer Flusskrebs
  • Steinkrebs
  • Flussperlmuschel
  • Große und Kleine Flussmuschel
  • Große und Kleine Teichmuschel
  • Malermuschel

Ohne Gewähr, und der Verein darf strenger sein

Diese Übersicht gibt den Stand der Landesverordnung wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten und größere Mindestmaße festlegen, und sie tun es oft. Verbindlich ist immer, was in deinem Erlaubnisschein steht. An der Mosel bei Perl gilt diese Tabelle nicht. Der Fluss steht dort unter gemeinsamer deutsch-luxemburgischer Hoheit. Es greift die Grenzfischereiverordnung mit eigenen Mindestmaßen, eigenen Schonzeiten und einem eigenen Fischereierlaubnisschein.

Angelregionen in Saarland

5 Landschaften und was dort steht

Das Saarland ist klein, beim Angeln aber alles andere als einheitlich. Ein Hochwaldbach verlangt anderes Gerät als eine Saar-Stauhaltung, und an der Mosel bei Perl brauchst du ein eigenes Papier. Diese Einteilung ist unsere eigene, sie sortiert das Land so, wie man es beim Planen einer Tour sortiert.

Kanalisierter Fluss im Winter, rechts eine rostige Spundwand und eine Betonkante mit eisernen Pollern, dahinter ein raureifweißer Grasstreifen mit Kiesweg, im Dunst flussab eine Werkshalle und eine Stahlbrücke

Saar von Saarbrücken bis zur Saarschleife

Staustufe für Staustufe quer durchs Land

Ab Saarbrücken flussabwärts ist die Saar Bundeswasserstraße und in Stauhaltungen zerlegt. Sechs Staustufen überwinden bis zur Mündung 55 Meter Höhe, vier Wasserkraftwerke stehen dabei im Land. Zwischen den Wehren steht das Wasser tief und gleichmäßig zwischen Spundwänden, Zander und Wels halten sich an den Kanten davor. Brassen und Rotauge sind hier die häufigsten Fische überhaupt. Bei Mettlach dreht der Fluss in der Saarschleife fast um sich selbst, dort wird das Ufer wieder steil und felsig.

Beste Zeit: Herbst und Winter auf Zander, Sommer auf Wels

Beliebte Fische in dieser Region
Zander Wels Brassen Aal Barbe
Kleiner Fluss in einer weiten Schlinge durch gemähte Sommerwiesen, innen eine helle Kiesbank, außen ein unterspültes Steilufer mit Kopfweiden, dahinter weidende Rinder und ein bewaldeter Höhenzug

Blies und Bliesgau

Der größte Zufluss der Saar, unten breit und langsam

Die Blies ist der größte Zufluss der Saar und wechselt auf ihrem Weg mehrfach den Charakter. Oben bei Neunkirchen läuft sie schmal und schnell, unten im Bliesgau zieht sie in weiten Schlingen durch Wiesen und über Muschelkalk. Barbe, Nase und Döbel gründeln über den Kiesbänken, im tiefen Kolk dahinter steht der Hecht. Gemündet wird erst jenseits der Grenze bei Saargemünd, das letzte deutsche Stück ist entsprechend ruhig.

Beste Zeit: Mai bis Oktober, am besten bei fallendem Wasser

Beliebte Fische in dieser Region
Barbe Döbel Nase Bachforelle Hecht
Schmaler Waldbach aus geringer Höhe, klares Wasser läuft über graue Schieferplatten und bemooste Blöcke, links freigespülte Wurzeln im Laub, quer darüber ein bemooster Stamm unter frischem Buchengrün

Hochwald mit Prims, Wadrill und Löster

Kalte Kiesbäche im Norden, das Salmonidenrevier des Landes

Prims, Wadrill und Löster kommen aus dem Schwarzwälder Hochwald und laufen klar und kalt über Kies. Die Bäche sind schmal und beschattet, jeder Tritt am Ufer ist unten zu sehen, entsprechend vorsichtig läuft man sie an. Zwischen Wadern und der Primsmündung bei Dillingen führt die Fischereibehörde die Äsche als Leitfischart, auch wenn ihr Bestand trotz besserer Wasserqualität nicht zulegt. Die Bachforelle steht hinter Steinen und unter Wurzeln und hat hier ihre lange Winterschonzeit.

Beste Zeit: April bis September, außerhalb der Forellenschonzeit

Beliebte Fische in dieser Region
Bachforelle Äsche Döbel Barbe
Weite ruhige Stauseefläche unter tief stehender Sonne hinter dünnen Wolken, vorne eine flache Bucht mit Kies, trockenem Schilf und abgesunkener Wasserlinie, rechts ein begrünter Damm

Bostalsee und Losheimer Stausee

Die beiden großen Stillgewässer des Landes

Mit rund 120 Hektar ist der Bostalsee im Sankt Wendeler Land der größte Freizeitsee der Region, der Losheimer Stausee ist deutlich kleiner. Beide sind aufgestaute Bachtäler, haben also eine alte Rinne in der Mitte und flache Buchten an den Rändern. An dieser Kante stehen Hecht und Zander, im Flachen ziehen Karpfen und Schleie. Am Bostalsee gilt eine Winterpause bis Mitte Februar, dazu größere Mindestmaße als im Landesrecht und eine begrenzte Tagesfangmenge.

Beste Zeit: Frühsommer auf Karpfen und Schleie, Herbst auf Hecht

Beliebte Fische in dieser Region
Hecht Zander Karpfen Schleie Barsch
Breiter ruhiger Fluss unter einem flachen Weinberghang mit kahlen Rebzeilen, rechts am Fuß des Hangs ein Winzerdorf mit Kirchturm, vorne eine helle Kiesbank mit Kalksteinplatten und trockenem Gras

Saargau, Nied und die Mosel bei Perl

Der äußerste Westen, mit einem Stück Grenzgewässer

Die Nied kommt aus Lothringen, läuft rund 17 Kilometer durch das Land und mündet bei Rehlingen-Siersburg in die Saar. Ihr Tal ist FFH-Gebiet, das Wasser ruhig und der Grund kiesig, Barbe, Nase und Döbel gehören zum festen Bild. Weiter nördlich, bei Perl, berührt das Saarland auf rund 10 Kilometern die Mosel. Dort gilt nicht das saarländische Fischereirecht, sondern der deutsch-luxemburgische Grenzgewässervertrag mit eigener Schonzeit und einem eigenen Erlaubnisschein aus Perl.

Beste Zeit: Mai bis Oktober, an der Mosel ab Mitte Juni

Beliebte Fische in dieser Region
Barbe Nase Döbel Zander Wels
CatchHub App

Die Regeln deines Gewässers in der Tasche

Schonzeit vergessen? In der App steht bei jedem Gewässer, was dort gilt, dazu Fang-Index, Wetter und Pegel für heute.

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Was in Saarland schwimmt

10 Arten, die das Land prägen

Fast jede dieser Arten steht im Saarland an einer bestimmten Sorte Wasser, und genau das entscheidet, wohin du fährst. Die Äsche findest du an der Prims, den Zander vor den Staustufen der Saar. Welche Arten an einem einzelnen Gewässer gemeldet sind, steht auf dessen Seite.

Zander Sander lucioperca

Der Fisch, für den die meisten an die Saar fahren. In den Stauhaltungen findet er alles, was er braucht, nämlich tiefe Rinnen, harte Spundwände und trübes Wasser. Vor jedem Wehr sammelt sich Futterfisch, und genau dort steht er. Seine Schonzeit reicht hier bis Ende Mai und damit länger als in vielen anderen Bundesländern.

Wo im Land
Saar-Stauhaltungen, Bostalsee, Losheimer Stausee
Beste Zeit
Juni bis Januar, in der Dämmerung
Im Land
ab 45 cm, Schonzeit 15. Feb. bis 31. Mai

Aal Anguilla anguilla

An der Saar gehört er fest dazu, auch wenn der Bestand europaweit am Boden ist. Das Land fischt ihn seit Jahren gezielt zu seinem Schutz. Blankaale werden vor den Wasserkraftwerken mit Reusen gefangen und an den Rhein gebracht, damit sie die Turbinen nicht passieren müssen. Eine Schonzeit gibt ihm die Verordnung nicht, ein Mindestmaß schon, und es gehört zu den höchsten der Tabelle.

Wo im Land
Saar unterhalb der Staustufen, Bostalsee, alte Bergbauweiher
Beste Zeit
Sommer, in der Dämmerung vor der Nachtsperre
Im Land
ab 50 cm

Barbe Barbus barbus

Ein Fisch der Strömung. Sie gründelt über Kies und steht in der Rinne dahinter, dicht am Grund und meist dicht beieinander. Blies und Nied sind dafür die klassischen Adressen im Land. Ihre Schonzeit fällt hier mit der der Nase zusammen und dauert bis weit in den Juni.

Wo im Land
Blies, Nied und die untere Prims
Beste Zeit
Juni bis Oktober, bei steigendem Wasser
Im Land
ab 40 cm, Schonzeit 15. März bis 15. Juni

Bachforelle Salmo trutta fario

Der Leitfisch der Hochwaldbäche. Sie steht hinter Steinen und unter Wurzeln, in Wasser, das auch im Hochsommer kühl bleibt. Die Bäche sind schmal und klar, Angeln heißt hier pirschen. Ihre Schonzeit ist die längste im Land und sperrt das halbe Jahr.

Wo im Land
Wadrill, Löster, obere Prims, Oberläufe im Bliesgau
Beste Zeit
April bis September
Im Land
ab 25 cm, Schonzeit 1. Okt. bis 31. März

Äsche Thymallus thymallus

Auf dieser Strecke führt die Fischereibehörde sie als Leitfischart, und trotzdem kommt der Bestand nicht in Gang. Als Gründe nennt das Land Kormoranfraß, Querbauwerke als Wanderhindernis und schlechte Laichplätze. Sie steht im offenen Zug über Kies, nicht im Deckungsschatten. Ihre Schonzeit liegt anders als die der Forelle im Frühjahr.

Wo im Land
Prims zwischen Wadern und der Mündung bei Dillingen
Beste Zeit
Mai bis September
Im Land
ab 30 cm, Schonzeit 1. März bis 30. Apr.

Hecht Esox lucius

In den Stauseen steht er an der Kante der alten Bachrinne, an der Saar in den strömungsarmen Buchten neben den Hafeneinfahrten. Am Bostalsee verlangt der Bewirtschafter ein deutlich größeres Mindestmaß als das Land, das ist zulässig und keine Ausnahme.

Wo im Land
Bostalsee, Losheimer Stausee, ruhige Buchten der Saar
Beste Zeit
Juni bis Oktober
Im Land
ab 50 cm, Schonzeit 15. Feb. bis 31. Mai

Karpfen Cyprinus carpio

Die Weiher, die der Steinkohlebergbau hinterlassen hat, sind seine besten Adressen im Land. Viele sind nährstoffreich, flach und im Sommer schnell warm, und der Fisch wächst dort ordentlich ab. Eine Schonzeit hat er im Saarland nicht, ein Mindestmaß schon.

Wo im Land
Absinkweiher im Saarkohlenwald, Dorfweiher, Bostalsee
Beste Zeit
Ab etwa 12 Grad, Frühsommer bis Herbst
Im Land
ab 35 cm

Wels Silurus glanis

Er ist in vielen saarländischen Gewässern angekommen und wird groß. Tagsüber liegt er an Hindernissen und in tiefen Löchern, in der Dämmerung zieht er ins Flache. Die Landesfischereiordnung kennt ihn gar nicht, sie gibt ihm weder Schonzeit noch Mindestmaß. Der Bewirtschafter dagegen oft schon, am Bostalsee gilt für ihn sogar eine Entnahmepflicht.

Wo im Land
Saar, Bostalsee, größere Weiher
Beste Zeit
Warme Sommertage nach einem Gewitter

Nase Chondrostoma nasus

Ein Schwarmfisch, der Algen von Steinen raspelt und dafür flache, schnell überströmte Kiesbänke braucht. In der Nied gehört sie zum festen Bild, andernorts ist sie durch verbaute Laichplätze selten geworden. Ihre Schonzeit läuft parallel zu der der Barbe.

Wo im Land
Nied, Blies und Prims
Beste Zeit
Spätsommer und Herbst
Im Land
ab 35 cm, Schonzeit 15. März bis 15. Juni

Schleie Tinca tinca

Der Fisch für die erste Stunde nach Sonnenaufgang. Sie steht im Kraut und verrät sich durch aufsteigende Bläschen, lange bevor der Bissanzeiger etwas sagt. Eine Schonzeit gibt ihr das Land nicht, an einzelnen Gewässern setzt der Bewirtschafter aber ein größeres Mindestmaß an.

Wo im Land
Losheimer Stausee, Bostalsee, verkrautete Weiher
Beste Zeit
Mai und Juni, früh am Morgen
Im Land
ab 25 cm

Welche Gewässer es in Saarland gibt

6 Typen und was sie ausmacht

Von der kanalisierten Saar bis zum Absinkweiher, den der Steinkohlebergbau hinterlassen hat. Der Typ entscheidet über Gerät, Zielfisch und Tageszeit, deshalb lohnt es sich, ihn vor der Tour zu kennen. In der Gewässersuche kannst du direkt nach diesen Typen filtern.

Fluss

Die Saar trägt das Land. Ab Saarbrücken ist sie Bundeswasserstraße und in Stauhaltungen zerlegt, tief, gleichmäßig und zwischen Spundwänden. Blies, Prims, Nied, Ill und Theel sind das Gegenstück, sie fließen frei über Kies und wechseln auf wenigen Kilometern den Charakter.

Bach

Der Schwarzwälder Hochwald im Norden und die Täler des Bliesgaus sind voll davon. Wadrill, Löster und die namenlosen Zuläufe dazwischen sind schmal, kalt und beschattet. Angeln heißt hier pirschen, nicht ansitzen.

Stausee

Der Bostalsee im Sankt Wendeler Land und der Stausee bei Losheim sind die beiden großen Stillgewässer. Beide sind aufgestaute Bachtäler, also mit einer alten Rinne in der Mitte und flachen Buchten an den Rändern. An dieser Kante spielt sich das meiste ab.

Talsperre

Die Talsperre bei Nonnweiler staut die Prims und ist die größte Trinkwassertalsperre des Landes. Genau deshalb ist sie kein Angelgewässer, die Schutzgebietsverordnung lässt dort weder Angeln noch Wassersport zu. Wer den großen blauen Fleck auf der Karte ansteuern will, spart sich die Fahrt.

Weiher

Der Steinkohlebergbau hat dem Land eine eigene Sorte Wasser hinterlassen. Absinkweiher, in denen früher das Waschwasser der Gruben klarte, und Weiher in Bergsenkungsgebieten, wo der Boden nachgab und sich Wasser sammelte. Sie sind meist flach, nährstoffreich und liegen mitten im Wald.

Teich

Vereins- und Forellenteiche liegen in den Seitentälern, oft als Kette hintereinander. Rechtlich sind sie geschlossene Gewässer, und nur dort darf im Saarland überhaupt Regenbogenforelle, Bachsaibling oder Zuchtkarpfen eingesetzt werden. In Bach und Fluss ist das nicht erlaubt.

Beliebte Angelgewässer in Saarland

nach Followern und Fängen

Diese Reihenfolge macht die Community, nicht die Redaktion. Gewertet wird, wie viele Angler dem Gewässer folgen und wie viele Fänge dort gemeldet sind. Ein Gewässer steigt also, weil Angler hingehen und melden.

Die größten Angelgewässer

nach Fläche und nach Länge

Zwei Listen, weil sich Hektar und Kilometer nicht vergleichen lassen. Links stehen die flächengrößten Stillgewässer, rechts die längsten Flussstrecken. Groß heißt dabei nicht automatisch gut, aber es heißt Platz und meist mehr Struktur, an der sich Fisch sammelt.

Alle Gewässer in Saarland

79 Gewässer, alphabetisch

Hinter jedem Namen steht die Gewässerseite mit Fischbestand, erlaubten Angelmethoden, den Regeln vor Ort, dem Bewirtschafter und dem Fang-Index für heute. Die Zahl rechts sind die gemeldeten Fänge.

25 von 79 Gewässern

1 Absinkweiher Netzbachtal bei Fischbach Quierschied Weiher Hecht · Zander · Karpfen 2 Alte Saar Saarlouis Saarlouis Altarm Hecht · Zander · Flussbarsch 3 Angelpark Remmesweiler Remmesweiler (St. Wendel) Teich Regenbogenforelle · Lachsforelle · Saibling 4 Biehlersweiher Furpach Neunkirchen Weiher Karpfen · Schleie · Flussbarsch 5 Binsenthalweiher Neunkirchen-Heinitz Weiher Karpfen · Schleie · Hecht 6 Blies Strecke Auersmacher – Saarmündung Kleinblittersdorf Fluss Bachforelle · Äsche · Barbe 7 Blies Strecke Blickweiler – Mimbach Blieskastel Fluss Rotauge · Rotfeder · Brasse 8 Blies Strecke Bliesmühle – Marschelbach Blieskastel-Breitfurt Fluss Bachforelle · Regenbogenforelle · Hecht 9 Blies Strecke Kohlhof – Niederbexbach Neunkirchen Fluss Aal · Bachforelle · Karpfen 10 Blies Strecke Litzelbach – Grenze Frankreich Gersheim-Reinheim Fluss Bachforelle · Äsche · Barbe 11 Blies Strecke Spitzbunker – Wellesweiler Neunkirchen Fluss Barsch · Döbel · Bachforelle 12 Blies Strecke Urigsmühle – Auersmacher Kleinblittersdorf Fluss Bachforelle · Regenbogenforelle · Barbe 13 Bostalsee Nohfelden Stausee Hecht · Zander · Wels 14 Brückweiher Jägersburg Homburg Weiher Aal · Barsch · Brachsen 15 Burbacher Waldweiher Saarbrücken-Burbach Weiher Aal · Barsch · Brassen 16 Drahtzugweiher Saarbrücken Weiher Karpfen · Schleie · Zander 17 Eberbachtalweiher ASV Wehrden Völklingen-Geislautern Weiher Karpfen · Schleie · Brassen 18 Eschbachweiher Rehlingen-Siersburg-Oberesch Weiher Hecht · Forelle · Weißfische 19 Fischzucht Borger Wadrill Wadern Teich Regenbogenforelle · Goldforelle · Lachsforelle 20 Forellenhof Niedersalbach Heusweiler Teich Regenbogenforelle · Lachsforelle · Bachforelle 21 Forellenparadies Ottweiler Ottweiler Weiher Regenbogenforelle · Lachsforelle · Goldforelle 22 Forellenweiher Besch Perl Teich Aal · Brasse · Flussbarsch 23 Geisheck-Weiher Neunkirchen-Heinitz Weiher Hecht · Zander · Flussbarsch 24 Glashütter Weiher St. Ingbert-Rohrbach Weiher Karpfen · Schleie · Brassen 25 Griesweiher Hassel St. Ingbert Weiher Aal · Hecht · Karpfen

Häufige Fragen zum Angeln in Saarland

8 Fragen

Die Fragen, die vor dem ersten Angeltag in Saarland am häufigsten gestellt werden. Alles Weitere zum Angelschein allgemein steht auf der Übersicht für Deutschland.

Brauche ich im Saarland einen Angelschein?

Ja, und zwar über die Fischerprüfung. Das Saarland kennt keinen Urlauberfischereischein. Vor der Prüfung stehen ein Vorbereitungslehrgang des Fischereiverbandes Saar und ein Vereinspraktikum, ohne das du gar nicht zugelassen wirst. Den Fischereischein stellt danach die Ortspolizeibehörde aus, dazu kommen die Fischereiabgabe und der Erlaubnisschein für das konkrete Gewässer.

Ist Nachtangeln im Saarland erlaubt?

Nein. Die Landesfischereiordnung verbietet den Fischfang bei Nacht, von November bis März zwischen 19 und 7 Uhr, von April bis Oktober zwischen 23 und 5 Uhr. Das Verbot gilt an allen offenen Gewässern und an geschlossenen ab 5 Hektar. Nur der Fischereiverband Saar kann es im begründeten Einzelfall aufheben, bei Bedarf mit Auflagen.

Welche Schonzeiten gelten im Saarland?

Die Landesfischereiordnung setzt für neun Arten ein Mindestmaß und für sechs davon zusätzlich eine Schonzeit, darunter Hecht ab 50 cm und Zander ab 45 cm, beide mit Schonzeit vom 15. Februar bis 31. Mai. Die vollständige Übersicht steht weiter oben auf dieser Seite. Verein und Gewässerordnung dürfen strenger sein, nie lockerer.

Ab welchem Alter dürfen Kinder im Saarland angeln?

Unter 16 gibt es nur den Jugendfischereischein, und der erlaubt das Angeln ausschließlich unter Aufsicht einer volljährigen Person mit gültigem Fischereischein. Eine Prüfung braucht das Kind dafür nicht, eine feste Untergrenze nennt das Gesetz nicht. Zur Fischerprüfung zugelassen wird man ab dem vollendeten 13. Lebensjahr, den eigenen Fischereischein gibt es damit ab 14.

Ist Catch and Release im Saarland verboten?

Ja, und zwar ausdrücklich. Die Landesfischereiordnung untersagt das Fischen mit der Handangel, das von vornherein auf das Zurücksetzen der Fische ausgerichtet ist. Untermaßige Fische und Fische in der Schonzeit setzt du trotzdem sofort zurück, das ist Pflicht. Umgekehrt musst du Fische invasiver Arten ohne Schonmaß und Schonzeit anlanden.

Darf ich im Saarland gekaufte Köderfische benutzen?

Nein. Lebende Köderfische sind verboten, und tote müssen aus genau dem Gewässer stammen, in dem du angelst. Der Köderfisch aus dem Laden oder aus der Tiefkühltruhe scheidet damit aus. Geschützte Arten und Fische mit Mindestmaß oder Schonzeit dürfen ohnehin nicht als Köder dienen.

Gelten die Landesregeln auch an der Mosel bei Perl?

Nein. Die Mosel steht dort unter gemeinsamer deutsch-luxemburgischer Hoheit, das Saarland hat daran rund 10 Kilometer Anteil. Es gilt der Grenzgewässervertrag mit eigenen Mindestmaßen, eigenen Schonzeiten und einer jährlichen Vollsperre vom 1. März bis 14. Juni. Ans Wasser kommst du dort mit dem Fischereierlaubnisschein für die Grenzgewässer, den im Saarland die Gemeindeverwaltung Perl ausgibt.

Wo kann ich im Saarland angeln?

In CatchHub sind 79 Gewässer im Saarland erfasst, von den Stauhaltungen der Saar über Blies, Prims und Nied bis zum Bostalsee, den Hochwaldbächen und den Weihern im alten Bergbaurevier. Zu jedem stehen Fischbestand, Angelmethoden, die Regeln vor Ort und ein täglicher Fang-Index.

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Redaktioneller Stand:

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