Kurz gesagt
- Vertikalangeln, auch Vertikalfischen genannt, heißt, einen Gummifisch am Jigkopf senkrecht unter dem Boot zu führen, während das Boot treibt oder steht. Das Echolot zeigt Grund, Fisch und Köder in derselben Achse.
- Die Drift bleibt zwischen 0,2 und 0,8 km/h. In diesem Fenster steht eine 0,13er Schnur mit 20 g in 8 m Tiefe innerhalb von 20 Grad senkrecht, bei 1,5 km/h schon bei über 40 Grad.
- Der Widerstand an der Schnur wächst mit dem Quadrat der Drift, das Blei hält nur linear dagegen. Doppelte Drift verlangt vierfaches Gewicht, deshalb wird gebremst statt gebleit.
- Tiefes Wasser braucht mehr Blei, weil mehr Schnur im Strom steht, nicht weil der Köder sonst nicht nach unten käme. Eine dünnere Schnur bringt darum mehr als ein schwererer Kopf.
- Ein Vertikalangel-Verbot gibt es nicht. Live-Sonar ist dagegen an immer mehr Gewässern untersagt, und ob der Elektromotor bremsen darf, steht auf der Erlaubniskarte.
Senkrecht ist keine Beschreibung, sondern die Bedingung
Beim Jiggen wirfst du und lässt den Köder über den Grund wandern. Beim Drop-Shot hängt das Blei unter dem Köder. Beim Schleppen fährt das Boot. Beim Vertikalangeln steht der Köder senkrecht unter dir, und alles, was die Technik ausmacht, folgt aus dieser einen Bedingung. Der Angler sucht den Fisch auf dem Bildschirm und schickt den Köder hin, statt mit dem Köder nach dem Fisch zu suchen.
Sobald die Schnur schräg steht, ist die Bedingung verletzt. Dann siehst du den Köder nicht mehr auf dem Echolot, spürst den Grund nicht mehr und der Biss kommt nicht mehr an. Deshalb ist die erste Frage dieser Seite nicht, welches Blei, sondern wie schnell das Boot treibt.
Steckbrief Vertikalangeln
- Was es ist
- Köder senkrecht unter dem treibenden Boot Geworfen wird nichts, das Echolot zeigt Fisch und Köder zugleich
- Zielfische
- Zander, Barsch, Hecht, Wels Zander im Winter in strömungsberuhigten Tiefen ist der Kernfall
- Drift
- 0,2 bis 0,8 km/h Darüber steht die Schnur schräg, dann bremsen statt bleien
- Rechtliches
- kein Verbot, aber Live-Sonar vielerorts untersagt Chiemsee, Ruhrtalsperren im Sommer, Verbandsgewässer in Schleswig-Holstein
- Boot
- Driftsack oder Elektromotor zum Bremsen Am Chiemsee nur Muskelkraft, an der Müritz Driftanker-Pflicht unter 7 m
- Gewässer
- tiefe Flüsse, Kanäle, Talsperren Vom Ufer aus nicht möglich
Alle 13 Angaben
- Rute
- kurz und straff, 14 bis 28 g Die Spitze knapp über dem Wasser
- Schnur
- Geflecht 0,12 bis 0,15 mm Dünner heißt weniger Schrägstand, nicht nur mehr Gefühl
- Jigkopf
- 20 bis 30 g, bei Wind bis 50 g Tiefe mal 2 bis 3 in Gramm gilt nur bei Windstille
- Köder
- Gummifisch 12 bis 15 cm Ab Oktober bis 23 cm
- Führung
- 10 bis 30 cm anheben, 5 bis 10 s halten Der Biss kommt in der Schwebe
- Tiefe
- 3 bis 7 m Unter 10 °C Wasser tiefer als 6 m, im Sommer auch bis 2 m
- Saison
- Herbst und Winter Die Fische stehen dann konzentriert und träge
Die Drift entscheidet, nicht das Blei
Die Fachpresse nennt 0,2 bis 0,8 km/h als Fenster, in dem Vertikalangeln funktioniert. Das lässt sich nachrechnen, und die Rechnung erklärt, warum die Grenze so scharf ist.
Bremsen ist billiger als Bleien
Ein Driftsack ist ein Trichter aus Stoff, der sich im Wasser öffnet und das Boot bremst. Er kostet nichts an Rückmeldung, während jedes Gramm mehr am Kopf die Absinkphase verkürzt.
An Müritz und Plauer See ist er unter 7 m Rumpflänge vorgeschrieben, mit mindestens 60 cm Öffnung an 1,5 m Leine. Anderswo ist er einfach das Werkzeug, das die Schnur senkrecht hält.
Der Sack zieht offen, und das Boot verliert die Hälfte seiner Drift. AI-Bild
Nicht der Köder stellt die Schnur schräg, sondern die Schnur selbst. Sie steht über die ganze Wassersäule im driftenden Wasser und wird quer angeströmt. Dieser Widerstand wächst mit dem Quadrat der Drift, das Blei hält nur linear dagegen. Für eine 0,13er Schnur mit 20 g in 8 m Tiefe ergibt das:
| Drift | Winkel der Schnur zur Senkrechten |
|---|---|
| 0,2 km/h | rund 2 Grad |
| 0,5 km/h | rund 9 Grad |
| 0,8 km/h | rund 18 Grad |
| 1,5 km/h | rund 43 Grad |
Das publizierte Fenster ist exakt der Bereich, in dem die Schnur innerhalb von 20 Grad senkrecht bleibt. Um bei 1,5 km/h dieselben 18 Grad zu halten wie bei 0,8 km/h, bräuchte es statt 20 g rund 70 g, und das fischt kein Zander mehr an. Deshalb ist Bremsen immer billiger als Bleien. Ein Driftsack oder der Elektromotor am Bug holen mehr als jede Bleizugabe.
Steht deine Schnur wirklich senkrecht?
RechnerNicht der Köder stellt die Schnur schräg, sondern die Schnur selbst: sie steht über die ganze Wassersäule im driftenden Wasser und wird quer angeströmt. Der Widerstand wächst mit dem Quadrat der Drift, das Blei hält nur linear dagegen.
Drift-Rechner
Drift, Tiefe und Kopfgewicht rein, Winkel raus
- Winkel der Schnur zur Senkrechten …
- Kopfgewicht für 10 Grad …
- Bis zu dieser Drift hält dein Blei 20 Grad …
Gerechnet wird mit der Schnur allein, bei 0,13 mm Geflecht und 10 °C Wasser. Der Köder zieht zusätzlich, ein 12-cm-Gummi um gut 10 Prozent. Eine dünnere Schnur wirkt stärker als jedes Zusatzgewicht: 0,10 statt 0,15 mm nimmt ein Drittel der Querkraft weg. Der Schrägstand kostet fast keine Tiefe, bei 20 Grad hängt der Köder nur 6 Prozent höher, er kostet Rückmeldung.
Warum tiefes Wasser mehr Blei braucht, flaches aber nicht weniger
Die übliche Erklärung lautet, in tiefem Wasser müsse der Kopf schwerer sein, weil der Köder sonst nicht nach unten komme. Das Ergebnis stimmt, die Begründung nicht. Ein Jigkopf fällt durch 12 m Wasser mit demselben Tempo wie durch 3 m, denn wie schnell er sinkt, bestimmen Gewicht und Fläche, nicht die Wassersäule.
Tiefes Wasser braucht mehr Blei aus einem anderen Grund. In 16 m steht doppelt so viel Schnur im Wasser wie in 8 m, und diese Schnur ist es, die die Drift gegen den Köder drückt. Wer das verstanden hat, weiß auch, warum eine dünnere Schnur mehr bringt als ein schwererer Kopf. Der Durchmesser geht genauso ein wie die Tiefe, und 0,10 statt 0,15 mm nimmt ein Drittel der Querkraft weg. Und er weiß, warum an windstillen Tagen in 20 m 15 g reichen, an windigen in 6 m aber 40 g nötig sind.
Der Schrägstand kostet dabei fast keine Tiefe. Bei 20 Grad hängt der Köder nur 6 Prozent höher, als die ausgegebene Schnur lang ist. Er kostet Rückmeldung, und das ist beim Vertikalangeln das Schlimmere.
Das Echolot ist Gerät, nicht Zubehör
Vertikalangeln ist die einzige Technik, bei der Geberkegel und Fischplatz deckungsgleich sind. Was der Bildschirm zeigt, steht unter dem Köder, und der Köder selbst ist als dünne Linie zu sehen. Das macht zwei Dinge nötig, die am Ufer niemand wissen muss.
Erstens die Breite des Kegels. Ein Geber mit 20 Grad, der Normalfall bei 200 kHz, sieht einen Kreis, dessen Durchmesser ein Drittel der Wassertiefe beträgt. In 9 m sind das 3 m. Ein Fisch am Rand des Bildes steht also bis zu 1,5 m neben deinem Köder, und ein Köder, der nicht senkrecht hängt, ist aus dem Bild.
Zweitens die Sichel. Sie entsteht durch Bewegung durch den Kegel, weil der Abstand zum Geber erst kleiner und dann wieder größer wird. Steht das Boot still über einem stehenden Fisch, zeichnet das Gerät einen waagerechten Strich, keine Sichel. Wer nur Sicheln sucht, übersieht genau die Fische, die auf den Köder warten.
Die Montage im Detail
5 BauteileFünf Stellen, und keine davon ist der Köder. Was die Technik ausmacht, steht zwischen Boot und Grund.
-
Das Boot steht, es fährt nicht
0,2 bis 0,8 km/h über Grund, mehr trägt die Methode nicht. Der Elektromotor am Bug oder ein Driftsack halten das Tempo, und der Wind entscheidet, ob es ein Vertikaltag wird.
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Die Schnur steht senkrecht
Nicht der Köder stellt sie schräg, sondern das Wasser, das an ihr entlangzieht. Je mehr Schnur im Wasser steht und je dicker sie ist, desto stärker drückt die Drift.
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Der Köder hängt eine Handbreit über Grund
Gummifisch von 12 bis 15 cm an einem Kopf von 20 bis 30 g. Er tippt den Grund an, wird 10 bis 30 cm angehoben und bleibt dort 5 bis 10 Sekunden stehen.
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Die Kante ist der Platz
Eine Scharkante ist im Grundriss schmal. Senkrecht lässt sie sich der Länge nach abfahren, während ein geworfener Köder sie nur kreuzt.
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Das Echolot ist Gerät, nicht Zubehör
Ein 20-Grad-Geber sieht einen Kegel, der ein Drittel der Tiefe breit ist, in 9 m also 3 m. Was am Rand erscheint, steht bis zu 1,5 m neben dem Köder.
Was am Boot erlaubt ist
Ein Verbot des Vertikalangelns gibt es nicht. Was es gibt, sind drei Familien von Regeln, die seit 2024 an immer mehr Gewässern gelten, und keine davon steht im Landesrecht. Sie stehen auf der Erlaubniskarte und in der Gewässerordnung.
| Regel | Beispiel | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| Live-Sonar verboten, klassisches Echolot erlaubt | Chiemsee (Erlaubnisschein 2025, Nr. 14), Verbandsgewässer des Landesangelverbands Schleswig-Holstein nach Berichten seit dem 16.06.2025 | 2D, Sidescan und Downscan bleiben zulässig, die Echtzeitbewegung von Fischen nicht |
| Echolot im Sommer ganz verboten | Ruhrtalsperren, Juli bis September, samt GPS und Livescope | Zur Platzsuche ohne Rute erlaubt, beim Angeln nicht, bei Verstoß verfällt die Karte |
| Kein Motor während der Fischerei | Chiemsee (Nr. 6), nur Muskelkraft | Der Elektromotor darf dort nicht bremsen, und die GPS-Ankerfunktion nur fixieren, nicht als Treibanker dienen (Nr. 8) |
| Driftanker vorgeschrieben | Müritz und Plauer See unter 7 m Rumpflänge, Öffnung mindestens 60 cm an 1,5 m Leine | Ohne Sack keine Drift, und nachts nur vom verankerten Boot |
Dazu kommt das Verkehrsrecht auf Bundeswasserstraßen. Ein Sportboot ist ein Kleinfahrzeug und weicht der Berufsschifffahrt aus, in der Fahrrinne darf es nicht liegen, und wer ankert, tut es nach den Regeln der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung. Ein Boot, das über einer Rinne treibt, treibt in der Regel genau dort, wo die Schifffahrt fährt.
Führen heißt eine Handbreit, dann warten
Die Führung ist das Gegenteil von dem, was der Einsteiger tut. Kein Pumpen, kein Heben um einen halben Meter. Der Köder tippt den Grund an, wird 10 bis 30 cm angehoben und bleibt dort 5 bis 10 Sekunden stehen. Die Pause ist der Biss.
Der Finger liest, was die Rute nicht zeigt
Beim Vertikalangeln ist die Schnur der Sinn. Ein Finger an ihr spürt den Grundkontakt als Tippen und das Erschlaffen als Biss, oft bevor die Rutenspitze etwas zeigt.
Dafür muss sie dünn sein. Geflecht mit 0,12 bis 0,15 mm überträgt, was unten passiert, und es steht bei gleicher Drift weniger schräg als jede dickere Schnur.
Der Aufsetzer und der Biss kommen über die Schnur, nicht über die Spitze. AI-Bild
Die Rutenspitze bleibt dabei knapp über dem Wasser. Nicht wegen des Fisches, sondern wegen der Schnur. Jede Bewegung, jedes Erschlaffen, jeder seitliche Zug ist an ihr zu sehen, bevor die Hand etwas spürt, und ein Zander nimmt den Köder oft so, dass die Schnur nur kurz lose fällt.
Zittern auf der Stelle
Der Köder bleibt eine Handbreit über Grund, nur die Rutenspitze bebt. Die Führung für Wasser unter 8 °C, wenn der Zander dem Köder nicht nachsteigt.
Heben und in der Schwebe halten
10 bis 30 cm anheben, 5 bis 10 Sekunden stehen lassen, absetzen. Der Biss kommt in der Schwebe, und meist als leichtes Erschlaffen der Schnur.
Den einzelnen Fisch anfahren
Ein Strich über Grund ist ein stehender Fisch. Den Köder darüber ablassen, bis beide auf dem Bildschirm stehen, und warten, ob der Strich aufsteigt.
Auf die Schicht statt auf den Grund
Zeigt das Echolot den Schwarm in halber Tiefe, wird der Köder dort gestoppt. Der Grund ist beim Vertikalangeln ein Anhaltspunkt, keine Pflicht.
Im Sommer flach
Über 15 °C Wasser stehen Zander und Barsch auch in 2 bis 4 m an der Kante. Weniger Blei, kürzere Pausen, und die Drift darf am oberen Ende des Fensters liegen.
Gerät: kurz, straff, dünn
Alle drei Teile hängen an derselben Begründung. Die Rückmeldung läuft über eine senkrechte Schnur, und alles, was sie dämpft oder verlängert, nimmt sie weg.
Drei Köpfe, ein Köder, eine kurze Rute
Die Rute ist kurz und straff, weil jede Bewegung der Hand ungedämpft am Köder ankommen soll. Der Köder ist ein Gummifisch von 12 bis 15 cm, und die drei Köpfe daneben sind die Antwort auf drei Windstärken.
Bei ruhiger Lage reicht der kleine, bei zügiger Drift braucht es den großen, und dazwischen liegt der Normalfall mit 20 bis 30 g.
Der Kopf wird zur Drift gewählt, nicht zur Tiefe. AI-Bild
Die Rute ist kurz und straff, mit 14 bis 28 g Wurfgewicht und einer feinen Spitze, die den Grundkontakt zeigt. Eine lange Rute macht die Führung ungenau, weil jede Bewegung der Hand am Ende der Rute größer ankommt. Die Schnur ist Geflecht mit 0,12 bis 0,15 mm, aus dem Grund, der oben steht. Der Köder ist ein Gummifisch von 12 bis 15 cm, ab Oktober auch bis 23 cm, an einem Kopf von 20 bis 30 g, bei Wind bis 50 g. Ein Kescher gehört ans Boot, denn der Fisch kommt senkrecht am Rumpf hoch und hat dort keine Strecke mehr, auf der er sich müde kämpft.
Wo die Technik ihre Plätze hat
Vertikalangeln ist zuerst eine Technik für Fluss und Kanal, weil der Zander im Winter in strömungsberuhigten Tiefen steht, die sich nur senkrecht sauber abfischen lassen. Talsperre und Baggersee tragen sie an der Struktur das ganze Jahr.
Wo du beim Vertikalangeln fischst
3 Ansichten-
Scharkante
Die Scharkante ist im Grundriss schmal und nur senkrecht sauber abzufischen. Talsperre und Baggersee tragen die Technik daran das ganze Jahr.
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Untiefe im Freiwasser
Eine Erhebung im Freiwasser ist ein Punkt, kein Feld. Das Boot hält darüber, und der Köder steht genau dort, wo die Flanke ansteigt.
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Totholz
Der Köder hängt frei über den Ästen, wo ein geworfener Jigkopf nicht mehr herauskäme. Die Schnur bleibt dabei gespannt, sonst fällt er hinein.
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Freies Wasser
Barsch- und Renkenschwärme in halber Wassertiefe, die das Echolot zeigt. Der Köder wird auf die Schicht abgelassen, nicht auf den Grund.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Steg.
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Prallhang
Das steile Ufer bringt die Rinne dicht heran, und das Boot treibt darüber statt daneben. Im Winter die erste Adresse für Zander.
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Buhnenfeld
Buhnenkopf und der Kolk dahinter sind punktgenau abfahrbar, und die Strömungskante hält die Drift von selbst langsam.
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Brückenpfeiler
Der Pfeiler staut die Strömung auf wenige Meter, in denen sich die Fische stapeln und in denen die Schnur senkrecht bleibt.
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Kehrwasser
Hinter dem Hindernis steht das Wasser, und dort trägt die Technik das leichteste Blei des ganzen Flusses.
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Einmündung
Die Einmündung schneidet eine Rinne in den Grund, die sich in einer einzigen Drift der Länge nach abfahren lässt.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Gleithang, Krautfahne.
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Fahrrinne
Die Kante der Fahrrinne ist die Winteradresse des Zanders, und ein Kanal ohne Strömung ist das ruhigste Vertikalwasser, das es gibt.
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Kaimauer
An der Kaimauer stehen Boot und Köder wirklich lotrecht übereinander, und der Fisch steht senkrecht an der Wand in der Tiefe.
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Liegeplätze
Boote, Ketten und Dalben auf engem Raum. Kein Wurf käme dort sauber durch, ein senkrecht abgelassener Köder schon.
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Brückenpfeiler
Der Pfeiler bündelt Fisch auf wenige Quadratmeter, und die Schattenkante darunter ist tagsüber der Platz.
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Steinpackung
Barsch in den Spalten, aber hier bleibt der Kopf hängen, wo ein Drop-Shot noch durchkäme. Der Köder tippt an, er liegt nie auf.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Hafeneinfahrt.
Was die Plätze verbindet, ist ihre Form. Eine Kante, eine Rinne, ein Pfeiler sind im Grundriss schmal. Ein geworfener Köder kreuzt sie, ein senkrecht geführter fährt sie der Länge nach ab und bleibt dabei minutenlang in der richtigen Tiefe.
Vom Echolot bis zum Biss
Die Reihenfolge ist auf dem Boot wichtiger als am Ufer, weil sich mit jedem Meter Drift die Lage ändert.
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Die Struktur auf dem Echolot finden
Kante, Rinne oder Untiefe abfahren, bis Grund und Sicheln auf dem Bildschirm stehen. Eine Sichel ist ein Fisch, der durch den Kegel gewandert ist, ein waagerechter Strich einer, der unter dir steht.
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Das Boot vor die Drift legen
Windrichtung lesen, oberhalb der Struktur anhalten und treiben lassen. Zeigt das GPS mehr als 0,8 km/h, kommt der Driftsack ins Wasser oder der Elektromotor hält gegen.
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Den Köder bis zum Grund ablassen
Bügel auf, Schnur laufen lassen, bis sie erschlafft, dann Bügel zu. Die Rutenspitze bleibt knapp über dem Wasser, damit jede Bewegung der Schnur zu sehen ist.
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Antippen, eine Handbreit heben, warten
Grundkontakt fühlen, 10 bis 30 cm anheben und 5 bis 10 Sekunden in der Schwebe halten. Die Pause ist der Biss, nicht das Heben.
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Den Winkel der Schnur beobachten
Läuft sie schräg vom Boot weg, ist die Drift zu schnell. Erst bremsen, dann eine dünnere Schnur, und erst zuletzt ein schwererer Kopf.
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Beim Biss sofort nach oben anschlagen
Ein Zupfen, ein Ruck oder nur ein Erschlaffen der Schnur. Der Anhieb ist kurz und geht senkrecht nach oben, denn die Schnur ist straff und der Fisch direkt unter dir.
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Nach dem Fisch die Position zurückfahren
Ein Schwarm bleibt an der Struktur. Mit dem Elektromotor gegen die Drift zurück und neu ablassen, statt weiterzutreiben, wo nichts mehr steht.
Was vor dem Ablassen geklärt ist
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Was die Meldungen vom Boot zeigen
Welche Reviere für die Technik gemeldet werden und in welchen Monaten sie trägt, sagen die eingetragenen Fänge.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenHäufige Fragen zur Angeltechnik Vertikalangeln
10 FragenWas ist Vertikalangeln?
Ein Gummifisch am Jigkopf wird senkrecht unter dem Boot geführt, während das Boot langsam treibt oder steht. Geworfen wird nichts, und das Echolot zeigt Grund, Fisch und Köder in derselben Achse. Jiggen wirft und wandert, Drop-Shot hängt das Blei unter den Köder, Schleppen fährt.
Wie schwer muss der Jigkopf beim Vertikalangeln sein?
20 bis 30 g im Normalfall, bis 50 g bei Strömung und Wind. Die Faustregel Wassertiefe mal 2 bis 3 in Gramm gilt nur bei Windstille, denn nicht die Tiefe entscheidet, sondern die Drift. Der Rechner auf dieser Seite zeigt, wie schräg die Schnur bei deinen Werten steht.
Wie schnell darf ich beim Vertikalangeln driften?
0,2 bis 0,8 km/h über Grund. Darüber steht die Schnur schräg, und weil der Widerstand mit dem Quadrat der Drift wächst, verlangt doppelte Drift vierfaches Blei. Driftsack, Elektromotor oder ein anderer Tag sind die Antwort, nicht ein 70-g-Kopf.
Brauche ich zum Vertikalangeln ein Echolot?
Praktisch ja. Ohne Tiefe und Struktur auf dem Bildschirm ist Werfen die effizientere Methode. Ein klassischer 2D-Geber mit 20 Grad reicht, sein Kegel ist ein Drittel der Tiefe breit. Live-Sonar ist nicht nötig und an vielen Gewässern verboten.
Ist Live-Sonar beim Angeln erlaubt?
Ein Bundesgesetz dazu gibt es nicht. Der amtliche Erlaubnisschein des Chiemsees verbietet seit 2025 Echolote mit Live-Sonar-Technik und lässt herkömmliche Geber zu, der Landesangelverband Schleswig-Holstein hat es nach Berichten am 16.06.2025 auf allen Verbandsgewässern untersagt, und an den Ruhrtalsperren sind Echolot, GPS und Livescope von Juli bis September beim Angeln verboten. Es steht auf der Karte.
Welche Rute nehme ich zum Vertikalangeln?
Kurz und straff, mit 14 bis 28 g Wurfgewicht und einer feinen Spitze. Geführt wird mit der Spitze knapp über dem Wasser, damit jede Bewegung der Schnur zu sehen ist. Eine lange Rute macht die Führung ungenau.
Welche Schnur beim Vertikalangeln?
Geflecht mit 0,12 bis 0,15 mm. Dünn ist hier keine Feinheit, sondern Physik. Die Schnur erzeugt den Schrägstand, und 0,10 statt 0,15 mm nimmt ein Drittel der Querkraft weg, mehr als jedes zusätzliche Blei im fischbaren Bereich bringt.
Wie hoch über Grund führe ich den Köder?
Grund antippen, 10 bis 30 cm anheben und 5 bis 10 Sekunden halten. Der Grundkontakt wird an der Schnur gelesen, nicht am Gefühl in der Hand, und der Biss kommt fast immer in der Schwebe.
Funktioniert Vertikalangeln auch im Sommer?
Ja, aber flacher. Unter 10 °C Wassertemperatur stehen die Fische tiefer als 6 m, im Sommer auch in Zonen bis 2 m. Die Kernzeit bleibt Herbst und Winter, weil die Fische dann konzentriert und träge an der Struktur stehen.
Darf ich mit dem Elektromotor gegen die Drift halten?
Das entscheidet das Gewässer. Am Chiemsee ist jeder Motorantrieb während der Fischerei untersagt, und die GPS-Ankerfunktion darf nur die Position fixieren, nicht als Treibanker dienen. An Müritz und Plauer See ist beim Driftangeln unter 7 m Rumpflänge ein Driftanker vorgeschrieben. Anderswo steht nichts dazu, dann darf er.
Quellen und Stand
4 Quellen-
Fischereigenossenschaft Chiemsee: Erlaubnisschein 2025, Nr. 6, 8 und 14 Motorverbot während der Fischerei, GPS-Ankerfunktion nur zum Fixieren, Verbot von Echoloten mit Live-Sonar-Technik bei zulässigen herkömmlichen Gebern, abgerufen am 11.09.2026
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Müritzfischer: Angelregeln 2026 Driftanker-Pflicht mit Maßen bei Rumpflänge unter 7 m, Nachtangeln nur vom verankerten Boot, abgerufen am 11.09.2026
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Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, §§ 6.02, 7.02 und 7.03 Kleinfahrzeuge weichen der Berufsschifffahrt aus, Liegeverbot in der Fahrrinne, Regeln zum Ankern, abgerufen am 11.09.2026
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White, F. M.: Fluid Mechanics, Widerstandsbeiwert des quer angeströmten Zylinders Korrelation Cd = 1 + 10 Re^(-2/3) für kleine Reynolds-Zahlen, Grundlage des Drift-Rechners
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Vertikalangeln gerade funktioniert
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