Angler von hinten als Silhouette am Schilfufer eines Sees in der Morgendämmerung, Nebel über dem Wasser, die Rute zeigt in das erste Licht AI
Angel-Wissen

Wann beißen Fische am besten? Beißzeiten je Art

Die kurze Antwort kennt jeder Angler, die Dämmerung. Sie stimmt, und sie ist die Hälfte der Wahrheit. Ab wann der Mittag die Dämmerung schlägt, warum der Zander eine andere Uhr hat als der Barsch, welche neun Größen der Fang-Index gegeneinander wiegt und was das Fangbuch über die Stunden sagt, in denen wirklich gefangen wird, steht hier. Dazu ein Rechner, der aus der Wassertemperatur die besten Stunden des Tages macht.

Über 12 Grad Dämmerung, morgens und abends
Unter 8 Grad Mittag bis früher Nachmittag
Gewicht im Fang-Index Tageszeit 25 von 100
Im Fangbuch stärkste Stunden 16 bis 19 Uhr

Kurz gesagt

  • Über 12 Grad Wassertemperatur ist die Dämmerung die beste Zeit, morgens bis 90 Minuten nach Sonnenaufgang und abends ab 90 Minuten vor Sonnenuntergang.
  • Unter 8 Grad dreht sich der Tag um, dann beißt es mittags und am frühen Nachmittag, und die Nacht fällt fast aus.
  • Die Tageszeit ist mit 25 von 100 Punkten der stärkste Faktor im Fang-Index und trägt gemessen mehr zur Unterscheidung der Stunden bei als jede andere Größe.
  • Je Art verschiebt sich das Fenster, der Zander in die Nacht, der Barsch in den hellen Tag, der Hecht auf die Stunden mit weichem Licht.
  • Im Fangbuch fallen 45 Prozent der Fänge zwischen 17 und 22 Uhr und keiner zwischen 5 und 9 Uhr, was zeigt, wann Angler am Wasser sind, nicht, wann Fische fressen.

Die kurze Antwort, und warum sie nur die halbe ist

Fische beißen am besten in der Dämmerung. Der Satz steht in jedem Ratgeber, und er ist richtig, für die eine Hälfte des Jahres. Er beschreibt das Wasser über 12 Grad, in dem Räuber das weiche Licht zum Jagen nutzen und Friedfische am Ufer fressen, bevor die Sonne sie ins Tiefe schickt. Sobald das Wasser unter 8 Grad fällt, gilt der Satz nicht mehr. Dann beißt es mittags, und wer um sechs Uhr früh am Wasser steht, angelt vier Stunden lang neben dem Fisch her.

Der Schalter zwischen den beiden Tagen ist die Wassertemperatur, nicht der Kalender und nicht die Art. Das ist die Regel, die in den Tabellen mit Plus und Minus je Tageszeit fehlt, und sie erklärt, warum dieselbe Tabelle in einem warmen März stimmt und in einem kalten nicht. Dieser Text baut sie aus: erst der Tag, dann das Jahr, dann das Wetter, dann die Arten, und am Ende das, was das Fangbuch über die Stunden sagt, in denen wirklich gefangen wird.

90 min nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang reicht das Dämmerungs-Fenster des Fang-Index
8 bis 12 °C Wassertemperatur, in der das Tagesprofil vom Mittag zur Dämmerung kippt
6,2 gemessener Beitrag der Tageszeit zur Trennschärfe des Index, Rang 1 von 9 Faktoren

Der Tag: zwei Profile, und die Wassertemperatur wählt

Der Fang-Index rechnet die Tageszeit als seinen stärksten Faktor, und er kennt dafür zwei Profile. Das warme Profil gilt ab 12 Grad Wassertemperatur, das kalte bis 8 Grad, dazwischen wird stufenlos überblendet, damit an keiner Grenze ein Sprung entsteht. An Forellenbächen liegen beide Schwellen tiefer, bei 6 und 3 Grad, weil 8 Grad für eine Bachforelle kein Winter sind. Die Tabelle zeigt die Werte je Tageszeit, so wie der Index sie ansetzt.

Tageszeit Warmes Wasser (ab 12 °C) Kaltes Wasser (bis 8 °C) Wer dann frisst
Dämmerung bis 90 min nach Sonnenaufgang 1,0 0,4 Hecht, Barsch, Forelle, Karpfen am Ufer
Vormittag bis 3 h nach Sonnenaufgang 0,7 0,6 Barsch, Döbel, Rotauge
Mittag, 2 h um den Sonnenhöchststand 0,55, ab 24 °C 0,3 1,0 im Winter alle, im Sommer fast keiner
Nachmittag bis 90 min vor Sonnenuntergang 0,7 0,85 Barsch, Hecht bei Wolken
Abenddämmerung bis Ende der Dämmerung 1,0 0,4 Zander, Hecht, Karpfen, Wels
Nacht 0,55, bei Vollmond bis 0,85 0,2 Zander, Aal, Wels, Quappe

Die Werte sind keine Fangwahrscheinlichkeit, sondern die Wertung einer Stunde im Vergleich zu den anderen Stunden desselben Tages. Ein Sommermittag mit 0,55 ist kein verlorener Mittag, er ist halb so gut wie die Dämmerung davor. Und der Wintermittag mit 1,0 ist die beste Stunde eines Tages, der insgesamt schwach bleibt, weil das Tor der Wassertemperatur alles darunter dämpft.

Morgendämmerung

Vom ersten Grau bis 90 Minuten nach Sonnenaufgang. Im warmen Wasser die volle Wertung 1,0, weil Räuber im weichen Licht jagen und Friedfische am Ufer fressen, bevor die Sonne sie ins Tiefe schickt. Im kalten Wasser nur 0,4.

warm 1,0 kalt 0,4 Räuber

Vormittag

Bis drei Stunden nach Sonnenaufgang noch 0,7, danach 0,6. Das Fenster, in dem der Barsch weiterjagt, während der Zander schon steht. Im Winter kühlt das Wasser jetzt noch nach, dort sind es 0,6 bis zum Mittag.

warm 0,7 kalt 0,6 Barsch

Mittag

Zwei Stunden um den Sonnenhöchststand. Im Sommer 0,55, ab 24 Grad nur 0,3, weil Sauerstoff und Sicht gegen den Fisch arbeiten. Im kalten Wasser ist es die beste Zeit des Tages mit 1,0, die wärmsten Stunden für einen trägen Stoffwechsel.

warm 0,55 kalt 1,0 Winter

Nachmittag

Drei bis anderthalb Stunden vor Sonnenuntergang 0,7 im Warmen. Im Kaltwasser bleibt der Nachmittag bei 0,85, das Wasser hat sich aufgewärmt und die Fische nutzen die Stunden bis zum Licht. Der Winterangler kommt jetzt, nicht morgens.

warm 0,7 kalt 0,85 Winter

Abenddämmerung

Ab 90 Minuten vor Sonnenuntergang bis zum Ende der Dämmerung. Die zweite 1,0 des Tages, und im Hochsommer die stärkere, weil das Wasser jetzt am wärmsten ist und die Nacht die Räuber weckt. Im Winter wieder nur 0,4.

warm 1,0 kalt 0,4 Sommer

Nacht

0,55 im Warmen, bei Vollmond bis 0,85, weil Sichtjäger das Licht nutzen. Das Fenster von Zander, Aal, Wels und Sommerkarpfen. Im Winter 0,2, die Nacht ist dann praktisch tot, die Quappe die einzige Ausnahme.

warm 0,55 kalt 0,2 Zander, Aal

Zwei Ergänzungen, die das Profil noch verschieben. Bedeckter Himmel verlängert das Dämmerungs-Fenster in den Tag hinein, der Index rechnet die Bewölkung deshalb als eigenen Faktor, tagsüber ideal, nachts fast bedeutungslos. Und der Vollmond hebt die Nacht für Sichtjäger um bis zu 25 Prozent, ein sternklarer Vollmond-Abend ist kein schlechter Abend.

Der Beißfenster-Rechner

Aus den zwei Profilen lässt sich für jeden Tag ausrechnen, welche Stunden der Index am höchsten bewertet. Drei Angaben reichen. Die Wassertemperatur, die Jahreszeit für Sonnenauf- und -untergang, und ob es ein Salmonidenwasser ist. Der Rechner gibt die besten Stunden, das Profil und das Tor aus, also die Zahl zwischen 0,45 und 1,0, mit der die Wassertemperatur den ganzen Tag dämpft oder freigibt.

Wann beißt es heute an deinem Wasser?

Rechner

Der Fang-Index kennt zwei Tagesprofile, und die Wassertemperatur entscheidet, welches gilt. Der Rechner nimmt sie, die Jahreszeit und die Art des Gewässers und gibt die Stunden aus, die der Index heute am höchsten bewertet, dazu das Tor, das sagt, wie viel der ganze Tag taugt.

Beißfenster-Rechner

Wassertemperatur rein, die besten Stunden raus

Jahreszeit
Bestimmt Sonnenauf- und -untergang
Gewässer
Salmonidenwasser hat sein eigenes Profil
  • Beste Stunden heute …
  • Tagesprofil des Fang-Index …
  • Tor der Wassertemperatur …

Die Uhrzeiten gelten für die Mitte Deutschlands zur Mitte der Jahreszeit. Am Rand einer Saison oder im Norden verschieben sie sich um bis zu einer Stunde, die Beiß-Karte deines Gewässers rechnet mit den echten Sonnenzeiten des Tages.

Das Jahr: wann welche Art ihre Zeit hat

Über das Jahr hat jede Art zwei bis drei Wochen, in denen sie leichter zu fangen ist als sonst, und sie hängen an drei Dingen. An der Wassertemperatur, die ihren Stoffwechsel steuert. An der Laichzeit, vor der sie frisst und nach der sie Kraft braucht. Und an der Nahrung, die im Herbst am dichtesten steht, wenn die Brut des Jahres zu Kleinfischen geworden ist. Deshalb ist der Herbst für fast jeden Räuber die stärkste Zeit und der Sommer die der Friedfische.

Art Stärkste Monate Warum Tageszeit in dieser Zeit
Hecht nach der Schonzeit im Frühjahr, September bis November Fresszeit vor dem Winter, Kleinfische im Flachen beide Dämmerungen, an bedeckten Tagen der ganze Tag
Zander Mai und Juni, September bis November Fresszeit nach dem Laichen, Herbst mit Brut Abenddämmerung und erste Nachthälfte
Barsch Juli bis Oktober Schwärme jagen Brut im warmen Wasser heller Tag, Vormittag bis Nachmittag
Karpfen Mai bis September Wasser über 16 Grad, Stoffwechsel auf Vollgas Morgen und Abend, im Hochsommer die Nacht
Aal Mai bis September, warme Nächte Nachtjäger, braucht Wasser über 12 Grad Nacht, ab der Dämmerung
Wels Juni bis August Wasser über 18 Grad, Gewitterschwüle Nacht, die Stunden vor einem Gewitter
Forelle März bis Mai, Oktober kühles, sauerstoffreiches Wasser, Insektenzeit Morgen, an bedeckten Tagen der Vormittag
Quappe Dezember bis Februar Winterlaicher, frisst bei 2 bis 4 Grad Nacht, die einzige Winter-Nacht, die lohnt

Die stärkste Zeit einer Art ist oft eine verbotene. Der Hecht frisst im April wie im Oktober, und im April ist er in den meisten Bundesländern geschont. Die Frist deines Landes findest du in der Schonzeiten-Übersicht, und jede Artseite rechnet die Tabelle für heute.

Wie die Jahreszeit die Tageszeit verschiebt

Die beiden Profile sind der Kern, aber innerhalb des warmen Halbjahrs wandert das Fenster noch einmal. Im Frühjahr, wenn das Wasser zwischen 8 und 14 Grad liegt, ist der Nachmittag die stärkste Zeit, weil das flache Wasser bis dahin 2 bis 3 Grad gewonnen hat. Der Morgen ist dann kalt und oft leer, und wer im April um sechs am Wasser steht, hat das schlechtere Ende des Tages gewählt. Erst wenn das Wasser über 14 Grad steigt, meist im Mai, holt die Morgendämmerung auf.

Im Hochsommer gehört der Tag der Nacht. Ab 22 Grad Wassertemperatur ist der Mittag halbiert, ab 24 Grad fast wertlos, und die beiden Dämmerungen rücken auseinander, weil die Sonne um fünf aufgeht und um halb zehn untergeht. Das Fenster liegt dann zwischen 21 und 1 Uhr, mit Zander, Aal und Karpfen als Hauptdarstellern, und am Morgen zwischen 4 und 7. Der Angler, der um neun kommt, hat beide verpasst.

Der Herbst ist die einfachste Zeit des Jahres. Das Wasser kühlt von 20 auf 10 Grad, die Sonne geht spät genug auf, dass die Morgendämmerung zur Arbeit passt, und die Räuber fressen sich voll. Von September bis in den November trägt fast jede Stunde, und die Dämmerung ist nur noch die Spitze eines Tages, der auch mittags läuft. Erst mit dem Absinken unter 10 Grad kippt das Profil wieder Richtung Mittag, und der Winter beginnt, wie er endet, mit dem frühen Nachmittag als bester Zeit.

See in der Abenddämmerung, Angler von hinten am Schilfufer, die Sonne ist gerade hinter den Bäumen verschwunden, ein Ring auf dem glatten orangen Wasser

Die Sonne ist weg, das Licht bleibt noch eine Dreiviertelstunde, und die Uferzone wird zur Bühne. Kleinfische ziehen ins Flache, Räuber folgen, der Karpfen kommt an die Kante. Wer den Aufbau in diese Stunde legt, verpasst sie. Die Rute liegt 45 Minuten vor diesem Bild im Wasser.

Die Abenddämmerung, im Sommer die stärkere der beiden. AI-Bild

Das Wetter: neun Faktoren, gewichtet und gemessen

Ob aus einer guten Stunde ein guter Tag wird, entscheidet das Wetter, und der Fang-Index rechnet dafür neun Größen. Ihr Gewicht ist das eine, ihr gemessener Beitrag das andere. Ein Faktor mit hohem Gewicht, der den ganzen Tag denselben Wert liefert, verschiebt nur die Skala. Die Messung dazu lief über 20.160 Stunden an zwölf Orten durch alle vier Jahreszeiten, und sie ergibt diese Rangfolge.

Faktor Gewicht Gemessener Beitrag Bestwert
Tageszeit und Licht 25 6,2 Dämmerung, im kalten Wasser der Nachmittag
Solunar 13 3,9 Mondtransit, verstärkt bei Voll- und Neumond
Wassertemperatur-Trend 12 3,5 Erwärmung im Frühjahr, Abkühlung im Herbst
Wind 15 2,4 10 bis 20 km/h
Luftdruck-Tendenz 10 2,3 fallend, eine Front zieht auf
Bewölkung 8 2,0 bedeckt am Tag
Wasser-Verlauf 10 1,7 leicht steigendes Wasser
Sauerstoff-Lage 8, nur ab 18 °C 1,6 kühl und windig
Niederschlag 7 1,4 leichter Regen, Gewitter im Anzug

Der Wind hat mehr Gewicht als das Solunar und trägt weniger bei, weil 10 bis 20 km/h schlicht die häufigste Windlage sind. Der Luftdruck steht auf Rang 5 und ist dabei nicht der Grund, sondern der Bote der Front, die Wolken, Wind und Regen bringt. Und die Sauerstoff-Lage läuft nur mit, wenn das Wasser über 18 Grad hat, im Hochsommer ist sie dann der Faktor, der einen kühlen, windigen Vormittag über den warmen, stillen Abend hebt.

Beißzeiten je Art, aus den gemeldeten Fängen

Alles bis hierher ist Regel. Was die Regel wert ist, zeigen die Fänge. Jede Art im Angel-Guide bekommt aus den gemeldeten Fängen ihr stärkstes Drei-Stunden-Fenster und ihren stärksten Monat gerechnet, sobald mindestens 30 Meldungen mit Uhrzeit vorliegen. Der Block zeigt die Arten, die diese Schwelle erreicht haben, jede mit ihrem Fenster, und führt zum Steckbrief und zum Ratgeber. Er wird täglich neu gerechnet.

Noch keine Art mit genug Fängen für ein Fenster

Sobald zu einer Art mindestens 30 Fänge mit Uhrzeit gemeldet sind, steht hier ihr stärkstes Drei-Stunden-Fenster und ihr stärkster Monat.

Was das Fangbuch über den Tag zeigt

Über alle Arten zusammen ergibt das Fangbuch eine Stundenkurve, und die ist ehrlicher als jede Tabelle, wenn du sie richtig liest. Im Sommer 2026 fielen 45 Prozent aller gemeldeten Fänge zwischen 17 und 22 Uhr, das stärkste Drei-Stunden-Fenster lag zwischen 16 und 19 Uhr, und zwischen 5 und 9 Uhr morgens wurde kein einziger Fang gemeldet. Nach dem warmen Profil müsste die Morgendämmerung so stark sein wie der Abend. Sie fehlt, weil die Angler fehlen. Das Fangbuch zeigt, wann Menschen nach der Arbeit am Wasser stehen, und es zeigt nicht, was um sechs Uhr früh gebissen hätte.

Genau deshalb steht der Block hier und nicht als Beweis für die Regel. Eine Kurve aus Fängen ist eine Kurve aus Angelzeiten mal Beißzeiten, und der erste Faktor ist der größere. Was sich trotzdem lesen lässt, ist die Form innerhalb des Abends, die Monate und die Arten, die den Abend tragen.

Aus 86 gemeldeten Fängen

06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026

Gemeldete Fänge je Monat

Gemeldete Fänge im Tagesverlauf

Die meisten Meldungen fallen in das Fenster von 16 bis 19 Uhr.

Womit gefangen wurde

Mit welcher Methode

Welche Arten gemeldet werden

Größenverteilung

  • unter 30 cm 19,5 %15
  • 30 bis 49 cm 26,0 %20
  • 50 bis 69 cm 27,3 %21
  • 70 bis 89 cm 22,1 %17
  • 90 bis 109 cm 3,9 %3
  • ab 110 cm 1,3 %1

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Und die Meldungen mit Foto, jede mit Revier und Uhrzeit:

Fänge aus der Community

zuletzt gemeldet

Beißzeiten heute, für dein Gewässer

Die Frage „wann beißen Fische am besten" hat eine allgemeine Antwort, und die steht oben. Die bessere Antwort ist die für ein bestimmtes Wasser an einem bestimmten Tag, und die rechnet CatchHub für jedes Gewässer im Bestand. Die Beißzeiten-Seite zeigt das Tagesbild für ganz Deutschland, welche Stunde heute wie hoch steht und welche Gewässer vorn liegen. Auf jeder Gewässerseite sitzt die Beiß-Karte mit dem Index für heute in Stunden, dem Verdikt für den Tag und dem Fenster, das der Index am höchsten bewertet, gerechnet mit den Sonnenzeiten, dem Wetter, der Wassertemperatur und, wo eine Station steht, dem Pegel vor Ort.

Angler von hinten an einem Kanalufer im Winter zur Mittagszeit, Raureif auf Steinen und Gras, tiefstehende Sonne über dem Wasser

Die Sonne steht um zwölf kaum höher als im Sommer um acht, und genau das ist der Punkt. Unter 8 Grad Wassertemperatur sucht jeder Fisch die wärmste und hellste Zeit, und die liegt zwischen elf und drei. Der Angler, der um sieben aufgebaut hat, sitzt seit vier Stunden vor totem Wasser.

Wintermittag am Kanal, die beste Stunde des Tages. AI-Bild

Die vier Fehler beim Timing

Der häufigste ist die Uhrzeit statt des Lichts. Wer sich „um 20 Uhr" verabredet, trifft im Juni die Abenddämmerung und im Oktober die Nacht. Das Fenster hängt am Sonnenuntergang, und der wandert im Jahr um mehr als vier Stunden. Der zweite ist der Aufbau in der besten Stunde. Wer in der Abenddämmerung ankommt, hat sie beim Aufbauen verbraucht. Die Rute liegt 45 Minuten davor im Wasser. Der dritte ist der Winter-Morgen. Unter 8 Grad ist der frühe Morgen die schwächste Zeit des Tages, und der Ansitz beginnt um elf. Der vierte ist der Hochsommer-Mittag. Ab 24 Grad Wassertemperatur rechnet der Index den Mittag mit 0,3, dann liegt die Chance in der Nacht, nicht in der Hitze.

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Was ein Jahr Fangbuch über deine Beißzeiten verrät

Wer seine Fänge ein Jahr lang mit Uhrzeit einträgt, sieht am Ende drei Dinge. Erstens seine eigenen Angelzeiten, denn die Kurve zeigt zuerst, wann du am Wasser warst. Zweitens die Stunden darin, die überdurchschnittlich oft einen Fisch brachten, und das sind fast immer die Dämmerungen der warmen Monate und die Mittage der kalten. Und drittens die Lücke, die du nie befischt hast, meist der Morgen unter der Woche. Sie ist die Zeit, in der ein Versuch am meisten Neues bringt.

Die Regeln oben sind der Anfang, nicht das Ende. Der Fang-Index rechnet sie für jeden Tag und jedes Wasser durch, und die Fänge der Community sagen mit jeder Meldung genauer, wo die Regel stimmt und wo dein Gewässer eine eigene Uhr hat.

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Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.

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9 Einträge

Häufige Fragen

8 Fragen
Wann beißen Fische am besten?

In der Dämmerung, morgens bis etwa 90 Minuten nach Sonnenaufgang und abends ab 90 Minuten vor Sonnenuntergang, solange das Wasser über 12 Grad hat. Unter 8 Grad dreht sich das um, dann sind Mittag und früher Nachmittag die beste Zeit. Dazwischen gilt beides, mit Vorteil für den Nachmittag. Welche Art du willst, verschiebt das Fenster noch einmal.

Beißen Fische morgens oder abends besser?

Beide Dämmerungen bekommen im Fang-Index dieselbe Wertung. Im Hochsommer ist der Abend meist stärker, weil das Wasser dann am wärmsten ist und die Nacht die Räuber weckt. Im Frühjahr, wenn das Wasser noch kühl ist, holt der Morgen auf, weil er die längste Zeit ohne Störung hinter sich hat. Im Fangbuch liegt der Abend weit vorn, aber vor allem, weil dann mehr Angler am Wasser sind.

Wann beißen Fische im Winter?

Mittags und am frühen Nachmittag, in den zwei bis drei Stunden um den Sonnenhöchststand und danach. Unter 8 Grad Wassertemperatur ist der Stoffwechsel so weit gedrosselt, dass Fische die wärmste und hellste Zeit nutzen. Die Nacht fällt im Winter fast aus, mit der Quappe als Ausnahme. Wer morgens um sieben am Wasser steht, ist zu früh.

Zu welcher Uhrzeit beißen Zander, Hecht und Karpfen?

Der Zander in der Abenddämmerung und in der ersten Nachthälfte, tagsüber nur bei trübem Wasser oder bedecktem Himmel. Der Hecht in beiden Dämmerungen und an bedeckten Tagen den ganzen Tag, im Winter mittags. Der Karpfen morgens früh und abends, im Sommer die ganze Nacht. Die Ratgeber der drei Arten nennen die Fenster je Jahreszeit, die Tabelle hier zeigt sie im Vergleich.

Was bedeutet „Beißzeiten heute" bei CatchHub?

Den Fang-Index für heute, gerechnet für jedes Gewässer aus neun Faktoren je Stunde, mit Sonnen- und Mondzeiten des Tages, Wetter, Wassertemperatur und, wo eine Station gekoppelt ist, dem Pegel. Die Beißzeiten-Seite zeigt das Tagesbild für ganz Deutschland, die Beiß-Karte auf jeder Gewässerseite die Stunden vor Ort.

Gibt es einen Beißzeiten-Kalender, der stimmt?

Einen für alle Arten nicht. Die Tabellen mit Plus und Minus je Tageszeit beschreiben ein durchschnittliches Jahr, und der Schalter zwischen den beiden Tagesprofilen ist die Wassertemperatur, nicht der Monat. Ein Kalender, der sagt, im März beißt es morgens, stimmt in einem warmen März und irrt in einem kalten. Deshalb rechnet der Fang-Index mit der Temperatur und nicht mit dem Datum.

Wie wichtig ist die Tageszeit im Vergleich zum Wetter?

Sie ist der größte Einzelfaktor. Mit 25 von 100 Punkten Gewicht und einem gemessenen Beitrag von 6,2 unterscheidet sie die Stunden eines Tages stärker als Solunar (3,9), Wassertemperatur-Trend (3,5), Wind (2,4) und Luftdruck (2,3). Das Wetter entscheidet, ob ein guter Tag daraus wird, die Tageszeit, wann er es wird.

Beißen Fische bei Vollmond schlechter?

Nachts eher besser. Der Fang-Index hebt die Nachtstunden bei Vollmond um bis zu 25 Prozent an, weil Sichtjäger wie Zander und Hecht das Licht nutzen. Tagsüber ändert die Mondphase nichts am Licht, dort zählt nur das Solunar-Fenster um Mondauf- und -untergang. Was das Fangbuch zur Mondphase sagt, bekommt einen eigenen Artikel dieser Serie.

René Seidel

Geschrieben von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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