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Angler hält einen Zander in der Abenddämmerung über das Wasser des Mains, Tropfen fallen von den Händen KI-Bild

Gewässer-Guide Main Zander

Zander angeln am Main: Spots, Köder und Beißzeiten

Der Main ist ein Zanderfluss, wie ihn Ingenieure gebaut hätten: 34 Staustufen, trübes Wasser, Steinpackung an fast jedem Ufermeter und seit rund 2008 die Grundel als Futter. Hier steht, wo, wann und womit du ihn fängst.

Heute am Main, 11. Oktober

Sonnenzeiten für Würzburg. In Bamberg geht die Sonne etwa 11 Minuten früher unter als in Mainz.

Die Antwort in 30 Sekunden

  1. Der Main ist auf 388 Kilometern ab Hallstadt Bundeswasserstraße mit 34 Staustufen; die Stauhaltungen sind tief, trüb und voller Weißfisch, das ideale Zanderwasser.
  2. Sechs Spot-Typen tragen den Fluss: Staustufe, Buhnenfeld, Hafeneinfahrt, Brückenpfeiler, Steinpackung und die alten Leitmauern der Kettenschifffahrt.
  3. Die Strömung kommt in Stauhaltungen aus Turbinen und Schleusungen, deshalb wechselt das richtige Jigkopf-Gewicht am selben Platz zwischen 7 und 21 Gramm.
  4. Seit rund 2008 ist die Schwarzmundgrundel Hauptbeute, olivbraune Gummis am Grund fangen oft besser als Rotaugen-Dekore.
  5. Bayern schont den Zander vom 15. Februar bis 30. April, Baden-Württemberg im Main vom 1. Februar bis 30. April, Hessen gar nicht; das Mindestmaß ist überall 50 Zentimeter.
Zielfisch
Zander, Beifang Barsch und Wels
Beste Zeit
Abenddämmerung, im Sommer die Nacht
Top-Monate
Mai, dann September bis Dezember
Jigkopf
7 bis 21 g, je nach Schleusenstrom

Ein Fluss, der für den Zander gebaut wurde

Der Main ist auf 34 Stufen zur Treppe ausgebaut: gebremste Strömung, trübes Wasser, eine Fahrrinne mit 4 bis 8 Metern und ein riesiger Weißfischbestand. Genau unter diesen Bedingungen wird der Zander zum dominanten Räuber.

Er fließt 527 Kilometer von Kulmbach, wo Roter und Weißer Main zusammenkommen, bis zur Mündung in den Rhein bei Mainz-Kostheim. Ab Hallstadt bei Bamberg ist er auf 388 Kilometern Bundeswasserstraße. Dazu kommt eine Strukturdichte, die kaum ein anderer deutscher Fluss bietet: Steinpackungen, Buhnenfelder, Industriehäfen, Brückenpfeiler und die Leitmauern der Kettenschifffahrt aus dem 19. Jahrhundert.

  • 527 kmFließstrecke von Kulmbach bis Mainz-Kostheim
  • 34Staustufen zwischen Viereth und der Mündung
  • 388 kmBundeswasserstraße ab Hallstadt bei Bamberg
  • 211 m³/sMittlerer Abfluss an der Mündung
Die Main-Treppe 149 Meter Gefälle von Viereth bis zum Rhein, verteilt auf 34 Staustufen. Tippe oder schiebe, um jede Stufe zu sehen.
Längsprofil des schiffbaren Mains mit 34 Staustufen Der Wasserspiegel fällt in 34 Stufen von 230,86 Metern über Normalnull oberhalb von Viereth auf 81,56 Meter am Rhein. Höhen stark überhöht. 100 m150 m200 m MainzFrankfurtAschaffenburgWertheimWürzburgSchweinfurtBamberg

Nr. 21 Staustufe Würzburg

Main-km
252,5
Fallhöhe
2,75 m
Stauziel
168,53 m ü. NN
Haltung darüber
6,4 km

Abschnitt Mittelmain

Höhen stark überhöht, Ortslagen und Landesgrenzen auf wenige Kilometer genau. Die größte Fallhöhe hat Ottendorf mit 7,59 m, die längste Haltung liegt oberhalb Steinbach mit 18,8 km. Zahlen nach der Liste der Mainstaustufen.

Alle 34 Staustufen als Tabelle
Staustufen am Main von der Mündung flussaufwärts mit Main-Kilometer, Fallhöhe und Stauziel
Nr.StaustufeMain-kmFallhöheStauzielAbschnitt
1Kostheim3,22,36 m83,92 mUntermain
2Eddersheim15,63,61 m87,53 mUntermain
3Griesheim28,74,49 m92,02 mUntermain
4Offenbach38,53,18 m95,20 mUntermain
5Mühlheim53,23,77 m98,97 mUntermain
6Krotzenburg63,92,74 m101,71 mUntermain
7Kleinostheim77,96,80 m108,51 mUntermain
8Obernau93,04,01 m112,52 mMittelmain
9Wallstadt101,24,00 m116,52 mMittelmain
10Klingenberg113,14,00 m120,52 mMittelmain
11Heubach122,44,00 m124,52 mMittelmain
12Freudenberg133,94,51 m129,03 mMittelmain
13Faulbach147,14,51 m133,54 mMittelmain
14Eichel160,54,50 m138,04 mMittelmain
15Lengfurt174,53,99 m142,03 mMittelmain
16Rothenfels185,95,26 m147,29 mMittelmain
17Steinbach200,75,14 m152,43 mMittelmain
18Harrbach219,54,90 m157,33 mMittelmain
19Himmelstadt232,34,30 m161,63 mMittelmain
20Erlabrunn241,24,15 m165,78 mMittelmain
21Würzburg252,52,75 m168,53 mMittelmain
22Randersacker258,93,30 m171,83 mMittelmain
23Goßmannsdorf269,03,40 m175,23 mMittelmain
24Marktbreit275,73,31 m178,54 mMittelmain
25Kitzingen284,03,66 m182,20 mMittelmain
26Dettelbach295,45,50 m187,70 mMittelmain
27Gerlachshausen300,56,30 m194,00 mMittelmain
28Wipfeld316,34,31 m198,31 mMittelmain
29Garstadt323,54,69 m203,00 mMittelmain
30Schweinfurt332,04,67 m207,67 mObermain
31Ottendorf345,37,59 m215,26 mObermain
32Knetzgau359,84,24 m219,50 mObermain
33Limbach367,25,36 m224,86 mObermain
34Viereth380,76,00 m230,86 mObermain

Obermain, Mittelmain, Untermain: wo stehst du?

Die richtige Taktik beginnt damit, zu wissen, in welchem der drei Abschnitte du stehst. Jeder hat seinen eigenen Charakter und seine eigenen besten Wochen.

Mittelmain

Schweinfurt bis Aschaffenburg

Die 25 Kilometer in Baden-Württemberg bei Wertheim und Freudenberg gehören dazu und tragen eigenes Recht.

Charakter

Weinberge, enge Schleifen, Stadtstrecken Würzburg und Kitzingen, kurze Stauhaltungen.

Trägt am besten

Steinpackungen abends, Staustufen im Herbst.

RechtBayern, bei Wertheim Baden-Württemberg

Sechs Spot-Typen, die immer wieder Fische bringen

Statt Geheimplätze abzuklappern, denkst du am Main in Spot-Typen. Diese sechs Strukturen wiederholen sich von Bamberg bis Mainz, und an jeder liegt der Köder an einer bestimmten Stelle.

Spot-Finder Was passt jetzt?

Jahreszeit
Tageszeit
Pegel

Passt jetzt: Brückenpfeiler · Steinpackung · Buhnenfeld. Mit dem Pegel grenzt du weiter ein.

Brückenpfeiler in der Draufsicht: Strömungsschatten hinter den Pfeilern, Köder von oben einfallen lassen von oben Strömungsschatten Brücke

Brückenpfeiler

Passt jetzt

Ganzjährig, abends

Köder hier: Strömungsschatten hinter dem Pfeiler, den Köder von oben einfallen lassen.

Bei klarem Niedrigwasser stehen die Fische im Schatten der Pfeiler.

Steinpackung in der Draufsicht: Wurf parallel zum Ufer, die Zander 1 bis 3 Meter vor der Packung Fahrrinne, tagsüber 1 bis 3 m vor der Packung Steinpackung

Steinpackung

Passt jetzt

Dämmerung und Nacht, Mai bis Oktober

Köder hier: 1 bis 3 Meter vor der Packung, Wurf parallel zum Ufer.

Der Abendplatz des Mains. Die Bisse kommen vor den Füßen, und sie kommen hart.

Buhnenfeld in der Draufsicht: Strömungskante am Buhnenkopf und Kessel zwischen zwei Buhnen 1 Kopf 2 Kessel Strömungskante Buhne

Buhnenfeld

Passt jetzt

Steigender Pegel, Frühjahr und Herbst

Köder hier: Erst die Strömungskante am Buhnenkopf, dann den Kessel fächerförmig abwerfen.

Bei steigendem Wasser ziehen die Zander in die Kessel, oft auch am Tag.

Staustufe in der Draufsicht: Wehr, Schutzzone, Kolk, Hauptströmung und Kehrwasser Wehr Schutzzone Kolk Kehrwasser

Staustufe, Wehr

Herbst und Winter, bei laufenden Turbinen

Köder hier: Übergang von der Hauptströmung ins Kehrwasser, Kolk unterhalb des Wehrs, außerhalb der Schutzzone.

Liefert die Strömungskante und den Kolk für den Tag.

Leitmauer und Altarm in der Draufsicht: Kante der versunkenen Mauer und Ausgang des Altarms versunkene Leitmauer Altarm

Leitmauer, Altarm

Sommer, wenn die Standardplätze voll sind

Köder hier: Kante der versunkenen Mauer, Ausgang des Altarms in den Fluss.

Reste der Kettenschifffahrt aus dem 19. Jahrhundert, heute Zander-Verstecke.

Hafeneinfahrt in der Draufsicht: die Fische ziehen zwischen Fluss und Becken durch die Einfahrt Fluss Einfahrt Hafenbecken

Hafeneinfahrt

Winter, Wassertemperatur unter 8 Grad

Köder hier: Die Einfahrt selbst, dort patrouillieren die Fische zwischen Fluss und Becken.

Im Winter sind die Mittagsstunden die besten. Viele Becken sind gesperrt.

Angler wirft in der Abenddämmerung von der Steinpackung des Mains, im Hintergrund eine Staustufe

Die zwei besten Spot-Typen des Mains in einem Bild. Die Packung vor den Füßen ist der Abendplatz, die Staustufe dahinter liefert die Strömungskante und den Kolk für den Tag. Wer beides in Reichweite hat, braucht keinen dritten Platz.

Steinpackung im Vordergrund, Staustufe im Rücken. KI-Bild.

Schleusung und Turbine: die Strömung, die kommt und geht

In einer Stauhaltung fließt das Wasser nicht gleichmäßig. Es bewegt sich, wenn die Turbinen der Staustufe laufen oder eine Schleusenkammer gefüllt oder geleert wird. Dazwischen steht der Main über Kilometer fast still, deshalb beißt der Zander hier in Schüben.

Setzt die Strömung ein, kommt der Weißfisch in Bewegung, die Kanten führen wieder Wasser, und die Zander stellen sich hinter Pfeiler, Buhnenköpfe und Packungsfüße. Steht das Wasser, verteilen sie sich und werden träge. An vielen Staustufen läuft das Kraftwerk vor allem tagsüber und am frühen Abend. Kennst du den Rhythmus, fischst du die Strömungsphasen aktiv und die Stillstandsphasen langsam.

Jigkopf-Wähler Am selben Platz wechselt das richtige Gewicht mit dem Schleusenstrom. Wähle, was das Wasser gerade macht.
Jigkopf 14 bis 18 g

In der Box: 7, 10, 14, 18 und 21 Gramm, für Hochwasser im Tiefen bis 28.

Absinken des Jigkopfs in der Strömung, passender und zu leichter Kopf im Vergleich
passender Kopfzu leicht, treibt über die Fische

Ein Kopf, der bei stehendem Wasser in 3 Sekunden am Grund ist, treibt bei laufender Turbine 10 Meter stromab, bevor er aufsetzt. Zeichnung schematisch.

Jigkopf-Gewicht am Main nach Strömung und Tiefe
SituationFlach2 bis 4 mTief5 bis 8 m
Wasser stehtStauhaltung, Hafen, Buhnenkessel7 bis 10 g10 bis 14 g
Turbinen laufenleichte Strömung in der Haltung10 bis 14 g14 bis 18 g
Unter der StaustufeFahrrinne, Schleusung14 bis 18 g18 bis 21 g
Hochwasserüber Mittelwasser18 bis 21 g21 bis 28 g

Dazu Gummifische von 8 bis 14 Zentimetern an Haken der Größen 2/0 bis 4/0. Größer als 14 Zentimeter braucht es am Main selten, denn der Main-Zander ist ein Fisch der Stückzahl.

So groß wird der Main-Zander50 bis 70 Zentimeter sind die Regel, alles ab 80 ist ein Ausnahmefisch.
Maßband von 0 bis 100 Zentimetern mit Mindestmaß 50, üblicher Größe 50 bis 70 und Ausnahmefischen ab 80 Zentimetern 50 cm Mindestmaß die Regel Ausnahme 0 100 cm

Pegel, Trübung und das Wasser im Spätsommer

Der Main ist von Natur aus trüb, 30 bis 60 Zentimeter Sichttiefe sind der Alltag. Für den Zander ist das die beste Lage. Zwei Abweichungen davon ändern die Taktik.

Wasser-Check Halte einen hellen Köder ins Wasser: wie tief siehst du ihn noch?

Normal trüb 30 bis 60 cm Sicht, der Alltag

Die beste Lage für den Zander: er sieht im trüben Wasser besser als jeder seiner Beutefische.

Köderfarben

  • Weiß
  • Gelb-Schwarz
  • Motoroil
  • Grundel-Dekor

Weiß, Gelb-Schwarz und das Grundel-Dekor fangen am konstantesten.

Pegel gleich: dann entscheidet die Sichttiefe allein.

Nach Regen und bei steigendem Pegel wird das Wasser braun und die Sichttiefe fällt unter 20 Zentimeter. Im Spätsommer bei Niedrigwasser klärt der Main dagegen auf, in manchen Stauhaltungen auf über 1 Meter. Den Pegel und seinen Trend für deinen Abschnitt zeigen die Main-Gewässerseiten in CatchHub, dazu den Fang-Index, der für den Abend Luftdruck-Tendenz, Wassertemperatur und Mond verrechnet.

Beißzeiten am Main

Die beste Beißzeit am Main ist die Abenddämmerung, von einer Stunde vor bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang. Ein zweites, kürzeres Fenster liegt im Morgengrauen, bevor die ersten Schiffe fahren.

Am Main gilt die Dämmerungsregel doppelt: tagsüber drücken Schifffahrt, Ausflugsboote und Uferbetrieb die Fische in die Fahrrinne, mit dem Ende des Verkehrs kommen sie zum Fressen ins Flache. Im Hochsommer rutscht das Beißen hinter Mitternacht, im Winter sind an Häfen und in den Kolken unter den Wehren die Mittagsstunden die besten.

Die Beißzeiten-Uhr Die Balken zeigen einen Herbsttag am Main, Nacht und Sonnenzeiten sind die von heute, der Bogen außen das Fenster der gewählten Jahreszeit.
Beißaktivität des Zanders am Main über 24 Stunden An einem Herbsttag beißt der Zander am Main am stärksten im Morgengrauen und in der Abenddämmerung. Heute geht die Sonne um 07:35 auf und um 18:40 unter, das Abendfenster reicht von 17:40 bis 20:40 Uhr. 0 Uhr: mittel1 Uhr: mittel2 Uhr: ruhig3 Uhr: ruhig4 Uhr: ruhig5 Uhr: mittel6 Uhr: stark7 Uhr: stark8 Uhr: mittel9 Uhr: ruhig10 Uhr: ruhig11 Uhr: ruhig12 Uhr: ruhig13 Uhr: ruhig14 Uhr: ruhig15 Uhr: ruhig16 Uhr: ruhig17 Uhr: mittel18 Uhr: mittel19 Uhr: stark20 Uhr: stark21 Uhr: stark22 Uhr: mittel23 Uhr: mittel 061218

Herbsttag am Main. Die Abenddämmerung ist das längste Fenster, weil die Zander erst mit dem Ende des Schiffsverkehrs an die Packung kommen. Im Hochsommer rutscht das Fenster nach Mitternacht, im Winter liegt es an Häfen und Kolken zwischen 12 und 15 Uhr.

  • bestes Fenster
  • stark
  • mittel
  • ruhig
  • Nacht heute
  • jetzt
Das Jahr am Main Fressaktivität je Monat und darunter, wann der Zander je Land geschont ist.
BY 15. Februar bis 30. April
BW 1. Februar bis 30. April
HE keine Schonzeit

Die Kurve zeigt die Fressaktivität, nicht die erlaubte Zeit. Auf dem bayerischen Main ist der Zander vom 15. Februar bis 30. April geschont, auf der kurzen Strecke in Baden-Württemberg vom 1. Februar bis 30. April, in Hessen gar nicht. Der Mai direkt nach der Schonzeit ist der stärkste Frühjahrsmonat.

Das Wetter, das den Abend macht

  • Fallender Luftdruck

    Vor einer Front löst er regelmäßig Fressphasen aus. Die letzten Stunden vor dem Regen gehören ans Wasser.

  • Steigendes, trübes Wasser

    Eingetrübtes, steigendes Wasser macht den Zander mutig, oft beißt er dann auch am Tag.

  • Wassertemperatur

    Ab 8 Grad wird er aktiv, über 20 Grad frisst er fast nur noch nachts.

Was die Main-Fänge in CatchHub sagen Nur Zander von Main-Strecken, nach Monat, Stunde und Köder.

Noch zu wenige Main-Zander gemeldet. Sobald genug Fänge mit Datum und Strecke zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Stunde und die Köder, die am Main wirklich fangen.

Fang eintragen

Köder und Farbe, seit die Grundel da ist

Rund 80 Prozent der Main-Zander fallen auf den Gummifisch

8 von 10 Main-Zandern hängen am Gummifisch. Trotzdem lohnt es sich, alle vier Methoden zu können, weil je nach Jahreszeit mal die eine, mal die andere schlägt.

Gummifisch am Jigkopf

Acht von zehn Main-Zandern hängen an einem Gummi von 8 bis 14 Zentimetern, am Kopf von 7 bis 21 Gramm, gefaulenzt über die Rolle. Am Main gehört das Grundel-Dekor dazu, olivbraun mit dunklem Rücken, weil die Zander seit Jahren Grundeln fressen.

  • Ganzjährig
  • Standard
auf der Stelle

Drop-Shot an der Spundwand

Hält den Köder auf der Stelle, während der Fisch träge ist. An Hafenbecken, Spundwänden und tiefen Kanten unterhalb der Staustufen im Winter die Methode, mit der du einen Platz zu Ende fischst, bevor du wechselst.

  • Winter
  • Punktgenau

Köderfisch, auch tote Grundel

Ein Rotauge oder eine tote Grundel von 8 bis 12 Zentimetern an der Laufblei-Montage, an der Strömungskante der Buhne oder am Fuß der Packung. Die Nachtmethode mit den besseren Durchschnittsgrößen, mit frühem Anhieb oder Kreishaken.

  • Nacht
  • Ansitz
Lauftiefe 30 bis 80 cm

Flacher Wobbler an der Packung

Schlank, 9 bis 12 Zentimeter, 30 bis 80 Zentimeter Lauftiefe, nachts so langsam eingekurbelt, dass er gerade noch läuft, parallel zur Steinpackung. Die Bisse kommen 2 Meter vor den Füßen, und sie kommen hart.

  • Nacht
  • Sommer
  • Flachwasser
Schwarzmundgrundel

Die größte Veränderung der letzten 15 Jahre

Die Schwarzmundgrundel

Rund 15 Zentimeter lang, mit einem schwarzen Fleck auf der vorderen Rückenflosse. Sie kam über den Main-Donau-Kanal aus der Donau und traf um 2008 auf die Bestände, die vom Rhein heraufzogen. Heute ist sie in Steinpackungen die häufigste Fischart, und Zander wie Wels haben sie zur Hauptbeute gemacht. Mit toten Grundeln als Köderfisch fangen Angler oft besser als mit Rotaugen, und in den Mägen gefangener Zander liegen regelmäßig ein halbes Dutzend davon.

  1. Grundel-Dekor in jede Box: olivbraun, dunkler Rücken, heller Bauch.
  2. Am Grund führen, nicht im Freiwasser. Grundeln schwimmen nicht, sie hüpfen über Steine.
  3. Kürzer springen: eine halbe Kurbelumdrehung und Pause statt zwei, weil eine Grundel nie weit flieht.
Sprung-Rechner fürs Faulenzen Wie weit springt dein Köder bei einer halben Umdrehung wirklich? Das hängt am Schnureinzug der Rolle und am Winkel der Schnur. Am Main soll der Sprung unter der Fluchtweite einer Grundel bleiben, denn sie flieht nie weit.
Sprungbahn des Köders über dem Grund, daneben eine Grundel zum Größenvergleich Grundel, 15 cm, zum Vergleich
Umdrehungen
Schnur zum Grund
Sprunglänge40 cm
Sprunghöhe10 cm

Ein Hüpfer. Die Führung für kaltes Wasser und träge Zander.

Gerechnet wird mit einer geraden Schnur, die den Köder um die eingeholte Länge entlang ihrer Richtung bewegt. Der Widerstand des Köders und der Durchhang machen den echten Sprung kürzer und flacher.

Köderfarbe am Main nach Wasser
WasserFarbe
Braun, Hochwasserunter 20 cm SichtChartreuseFiretigerPinkUV-aktiv
Normal trüb30 bis 60 cm Sicht, der AlltagWeißGelb-SchwarzMotoroilGrundel-Dekor
Klar, Niedrigwasserüber 1 m Sicht, SpätsommerBraunOlivePerlweißBarsch-Dekor

Die Nacht an der Steinpackung

Nachts jagen die Zander dort, wo tagsüber niemand einen Räuber vermuten würde: im knietiefen Wasser direkt an der Packung, mitten in Frankfurt, Offenbach oder Würzburg, während über ihnen die Straßenbahn fährt.

Querschnitt einer Steinpackung bei Nacht Ein Angler mit Rotlicht kniet auf der Packung, die Zander jagen 1 bis 3 Meter davor im flachen Wasser, der flache Wobbler läuft in 30 bis 80 Zentimetern Tiefe. Dahinter fällt der Grund zur Fahrrinne ab. 1 2 3 4
  1. Rotlicht auf die Steine, nie aufs Wasser
  2. Flacher Wobbler 30 bis 80 cm tief, parallel zur Packung
  3. Zander 1 bis 3 m vor der Packung, im knietiefen Wasser
  4. Fahrrinne mit 4 bis 8 m, dort stehen sie tagsüber

Schematischer Querschnitt, nicht maßstäblich.

Der Köder ist jetzt ein schlanker Wobbler von 9 bis 12 Zentimetern mit 30 bis 80 Zentimetern Lauftiefe, so langsam eingekurbelt, dass er gerade noch läuft, parallel zur Packung. Oder ein Gummi am 5-Gramm-Kopf, das über die Steine gezupft wird. Die Bisse kommen 1 bis 3 Meter vor den Füßen und sie kommen hart, deshalb steht die Bremse etwas weicher als am Tag.

  1. Kein weißes Licht

    Kopflampe mit Rotlicht, und sie leuchtet auf die Steine, nicht auf den Fluss.

  2. Leise gehen

    Der Zander im Flachen spürt Schritte auf der Packung.

  3. Langer Kescher

    Die Packung fällt steil ab. Wer den Fisch an der Schnur über die Steine zieht, reißt ihm das Maul auf.

Angler mit roter Kopflampe kniet nachts auf der Steinpackung des Mains, dahinter die Lichter einer Brücke

Nachts jagen die Zander dort, wo tagsüber Schiffe fahren und Spaziergänger gehen, einen Meter vor der Packung in Frankfurt, Offenbach oder Würzburg. Weißes Licht auf dem Wasser beendet das sofort, deshalb Rotlicht und ein Wurf, der parallel zum Ufer läuft.

Rotlicht, knietiefes Wasser, Stadtbrücke im Rücken. KI-Bild.

Gerät für Packung, Buhne und Hafen

Für das aktive Spinnfischen am Main brauchst du kein Spezialgerät, aber eine Combo, die den Biss in der Absinkphase überträgt.

Spinncombo für den Main mit Rute, Rolle, Geflechtschnur und Fluorocarbon-Vorfach 1 2 3 4 5 6
  1. 1Rute2,40 bis 2,70 m, Wurfgewicht bis 50 g, schnelle Spitze
  2. 2RolleStationärrolle 2500 bis 3000
  3. 3HauptschnurGeflecht 0,10 bis 0,13 mm, sichtbare Farbe
  4. 4VorfachFluorocarbon 0,30 bis 0,35 mm, 1 m; Stahl 7 kg, wo Hechte im Altarm stehen
  5. 5KescherGummi-Netz, Stiel ab 2 m für die Packung
  6. 6NachtRotlicht, Abhakmatte, Maßband

Recht am Main: drei Länder, drei Regeln

Der Main fließt durch Bayern, kurz durch Baden-Württemberg und dann durch Hessen, und beim Zander unterscheiden sich die drei deutlich. Das Mindestmaß ist überall 50 Zentimeter.

BY

Bayern

Heute offen
heute
Schonzeit
15. Februar bis 30. April
Mindestmaß
50 cm
Nachtangeln
Regelt die Gewässerordnung
Setzkescher
Regelt die Gewässerordnung

Schonzeit beginnt in 127 Tagen. Alle Schonzeiten in Bayern Stand 10. April 2025, in Kraft seit 1. Juni 2025

BW

Baden-Württemberg

Heute offen
heute
Schonzeit
1. Februar bis 30. April
Mindestmaß
50 cm
Nachtangeln
Regelt die Gewässerordnung

Eigene Frist für die 25 Main-Kilometer, landesweit sonst 1. April bis 15. Mai.

Schonzeit beginnt in 113 Tagen. Alle Schonzeiten in Baden-Württemberg Stand 18. Januar 2022

HE

Hessen

Keine Schonzeit
heute
Schonzeit
keine
Mindestmaß
50 cm, kein Höchstmaß
Nachtangeln
Regelt die Gewässerordnung
Setzkescher
An der Bundeswasserstraße unzulässig

Alle Schonzeiten in Hessen Stand 16. Dezember 2025

Nachtangeln regelt keines der drei Länder, entscheidend ist die Gewässerordnung deiner Strecke, und die Strecken sind am Main oft nur wenige Kilometer lang. Manche erlauben die Nacht, manche sperren sie, manche verlangen eine Zusatzkarte. Der Setzkescher ist an der Bundeswasserstraße Main in Hessen ohnehin unzulässig, in Bayern regelt ihn die Gewässerordnung. Vereine und Pächter dürfen überall strenger sein als das Land, mit eigenen Schonzeiten, Entnahmefenstern und Nachtverboten, und am Main tun sie das häufig. Was an deinem Abschnitt belegt gilt, steht auf seiner Gewässerseite.

Die 5 häufigsten Fehler am Main

  1. Ein Gewicht für den ganzen Abend

    Mit 18 Gramm im stehenden Wasser verschenkst du die Absinkphase, mit 10 Gramm bei laufender Turbine treibst du über die Fische.

    Den Kopf mit der Strömung wechseln, nicht mit der Laune.

  2. Der weite Wurf in die Mitte

    Abends stehen die Zander 1 bis 3 Meter vor der Packung, nicht in der Fahrrinne.

    Parallel zum Ufer werfen.

  3. Zu lange an einer Stelle

    Main-Zander ziehen mit Weißfisch, Grundel und Strömungsphase.

    Nach 30 Minuten ohne Kontakt den Spot-Typ wechseln, nicht den Köder.

  4. Mittags starten

    Am Main entscheidet das Zeitfenster mehr als jeder Köder. Der Nachmittag gehört den Schiffen.

    Zwei Stunden vor Sonnenuntergang da sein.

  5. Die Schutzzone ignorieren

    Die Fische stehen am Wehr, und genau dort kontrolliert die Fischereiaufsicht.

    Den Abstand aus dem Erlaubnisschein einhalten.

Der erste Abend am Main

Such dir eine Strecke mit Steinpackung und Staustufe in Reichweite, komm zwei Stunden vor Sonnenuntergang und lies zuerst die Strömung. Der Plan rechnet die Uhrzeiten für deinen Tag.

Sonnenuntergang heute: 18:40 Uhr

  1. Ankommen und die Strömung lesen

    Eine Strecke mit Steinpackung und Staustufe in Reichweite. Schau zuerst, ob die Turbine läuft oder das Wasser steht.

  2. Den Spot nach der Strömung wählen
    • Wenn die Turbine läuft: die Kante unterhalb der Staustufe, 14 bis 18 Gramm, außerhalb der Schutzzone
    • Wenn das Wasser steht: an die Packung, parallel zum Ufer werfen, Gummi im Grundel-Dekor am Grund
  3. Das Fenster geht auf

    Der Schiffsverkehr lässt nach, die Zander kommen an die Packung. Kommt 30 Minuten kein Kontakt, wechselst du den Spot-Typ.

  4. Sonnenuntergang

    Rotlicht an, Bremse etwas weicher, flacher Wobbler oder 5-Gramm-Kopf über die Steine.

  5. Das Fenster schließt

    Das verlässlichste Fenster des Jahres ist vorbei. Im Hochsommer beißt es nach Mitternacht noch einmal.

Vor dem Abend am Main 0 von 7 erledigt, gilt für heute

Main-Strecken in CatchHub

Jede Strecke mit Bewirtschafter, Regeln, Pegel und den Zandern der letzten Wochen.

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Häufige Fragen zum Zanderangeln am Main

Wann beißt der Zander am Main am besten?

In der Abenddämmerung, von einer Stunde vor bis zwei Stunden nach Sonnenuntergang, wenn der Schiffsverkehr nachlässt und die Fische an die Steinpackung kommen. Im Hochsommer verschiebt sich das Fenster hinter Mitternacht, im Winter fängst du an Häfen und Kolken mittags. Der Mai nach der Schonzeit und die Monate September bis Dezember sind die stärksten.

Welches Jigkopf-Gewicht brauche ich am Main?

In Häfen, Buhnenkesseln und stehender Stauhaltung 7 bis 10 Gramm im Flachen und 10 bis 14 im Tiefen. Sobald Turbinen oder Schleusen laufen, 14 bis 18, unterhalb einer Staustufe und in der Fahrrinne 18 bis 21. Am selben Platz wechselt das richtige Gewicht mit dem Schleusenstrom, deshalb liegen fünf Gewichte in der Box.

Welcher Köder fängt am Main die meisten Zander?

Der Gummifisch von 8 bis 14 Zentimetern am Jigkopf, gefaulenzt. Seit die Schwarzmundgrundel den Main besiedelt hat, fangen olivbraune Dekore mit dunklem Rücken am Grund oft besser als klassische Rotaugen-Muster. Bei Hochwasser kommen Chartreuse und Weiß, nachts an der Packung der flache Wobbler.

Gibt es am Main eine Schonzeit für Zander?

Ja, aber nicht überall dieselbe. Bayern schont den Zander vom 15. Februar bis 30. April, Baden-Württemberg auf seinen 25 Main-Kilometern bei Wertheim vom 1. Februar bis 30. April, Hessen kennt keine Schonzeit. Das Mindestmaß liegt in allen drei Ländern bei 50 Zentimetern, Hessen setzt kein Höchstmaß. Vereine und Pächter dürfen strenger sein, und am Main sind sie es oft.

Ist Nachtangeln am Main erlaubt?

Weder Bayern noch Hessen noch Baden-Württemberg regeln das Nachtangeln im Landesrecht, entscheidend ist die Gewässerordnung deiner Strecke. Viele Main-Strecken erlauben es, einige sperren die Nacht oder verlangen eine Zusatzkarte. Bei jedem Main-Abschnitt in CatchHub ist vermerkt, was dort belegt erlaubt oder verboten ist.

Brauche ich ein Boot für Zander am Main?

Nein. Steinpackungen, Buhnenfelder, Häfen und Brückenpfeiler liegen vom Ufer aus in Wurfweite, und in der Dämmerung jagen die Zander 1 bis 3 Meter vor der Packung. Ein Boot lohnt sich erst für die Kanten der Fahrrinne und die Kolke unterhalb der Staustufen im Winter.

Wie tief steht der Zander am Main?

Tagsüber in der Fahrrinne und an ihren Kanten in 4 bis 8 Metern, weil Schiffe und Licht ihn dorthin drücken. In der Dämmerung zieht er an Steinpackung und Buhnenkessel in weniger als 2 Meter Wasser. Im Winter sammelt er sich in Hafenbecken und in den Kolken unterhalb der Wehre.

Wo bekomme ich eine Angelkarte für den Main?

Der Main ist in Vereins- und Pachtstrecken aufgeteilt, oft nur wenige Kilometer lang. Gastkarten gibt es beim örtlichen Verein, in Angelgeschäften und für viele Strecken online. Die Main-Abschnitte in CatchHub nennen Bewirtschafter, Regeln und die Fänge der letzten Wochen.

Welche Köderfarbe bei trübem Wasser am Main?

Bei braunem Hochwasser grelle und UV-aktive Farben wie Chartreuse, Firetiger oder Pink. Im normal angetrübten Main mit 30 bis 60 Zentimetern Sichttiefe fangen Weiß, Gelb-Schwarz und das Grundel-Dekor am konstantesten. Bei klarem Niedrigwasser im Spätsommer natürliche Brauntöne, und dann lieber nachts.

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Was du im Allgemeinen über Sichttiefe, Absinkzeit und die Aussteiger-Diagnose wissen musst, steht im Ratgeber Zander angeln.

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René Seidel

Geschrieben von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

Quellen und Stand

6 Quellen, aktualisiert 08.10.2026

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  1. Main, Artikel in der deutschsprachigen WikipediaLänge, Bundeswasserstraße ab Hallstadt, mittlerer Abfluss, Anteil Baden-Württemberg
  2. Schwarzmundgrundel, Artikel in der deutschsprachigen WikipediaAusbreitung über Main-Donau-Kanal und Rhein um 2008, Rolle als Hauptbeute von Zander und Wels
  3. Schonzeiten und Mindestmaße in Bayern, aus der Verordnung zur Ausführung des Bayerischen FischereigesetzesZander 15. Februar bis 30. April, 50 cm, Stand 2025
  4. Schonzeiten und Mindestmaße in Hessen, aus der Hessischen FischereiverordnungZander ohne Schonzeit, 50 cm, kein Höchstmaß, Stand 2025
  5. Schonzeiten und Mindestmaße in Baden-Württemberg, aus der LandesfischereiverordnungZander im Main 1. Februar bis 30. April, 50 cm, Stand 2022
  6. Liste der Mainstaustufen, Artikel in der deutschsprachigen WikipediaMain-Kilometer, Stauhöhe und Fallhöhe der 34 Staustufen, abgerufen am 06.10.2026

Die Angaben zu Schonzeiten und Regeln ersetzen nicht den Blick in deinen Erlaubnisschein.

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