Kurz gesagt
- Jiggen heißt, den Gummifisch mit einem kurzen Rutenschlag von 10 auf 11 Uhr vom Grund zu heben, dann die lose Schnur mit 2 bis 3 Umdrehungen einzuholen und den Köder an gespannter Schnur fallen zu lassen.
- Die Bisse kommen in der Absinkphase, fast nie beim Anheben. Ein Tock in der Rute, eine Schnur, die anders fällt als sonst, oder ein Aufsetzer, der ausbleibt, sind alle drei der Biss.
- Wie hoch der Köder springt, bestimmt der Winkel der Schnur. Vom flachen Ufer auf 25 m Distanz liegt sie unter 15 Grad, und ein Meter Rutenweg hebt den Köder dann nur gut 20 cm. Näher heran oder höher stehen bringt mehr als ein härterer Schlag.
- Die Rute geht nach dem Schlag wieder nach unten, nicht nach oben. Eine schon erhobene Rute hat beim Anhieb keinen Weg mehr, und der Zander spuckt den Köder so schnell aus, wie er ihn eingesaugt hat.
- Im Sommer darf der Köder 100 bis 150 cm weit und 50 bis 75 cm hoch springen, im Winter höchstens 50 cm, mit 1 bis 2 Sekunden Pause nach jedem Schlag.
Schlag, Schnur einholen, fallen lassen
Jiggen ist die Führung des Gummifischs über die Rute, und sie besteht aus drei Bewegungen in fester Reihenfolge. Ein kurzer Schlag aus dem Handgelenk hebt die Rutenspitze von 10 auf 11 Uhr und reißt den Köder vom Grund. Dann geht die Rute zurück in die Waagerechte, während 2 bis 3 Umdrehungen der Rolle die lose Schnur einholen. Und dann fällt der Köder an gespannter Schnur zurück zum Grund.
Die dritte Bewegung ist die, um die es geht. Die Bisse kommen im Fallen, und sie kommen nur an, wenn die Schnur in diesem Moment gespannt ist. Eine Schnur, die eine Sekunde lang schlaff auf dem Wasser liegt, überträgt nichts.
Steckbrief Jiggen
- Was es ist
- Führung des Gummifischs über die Rute Der Schlag hebt, die Rolle holt nur die lose Schnur ein
- Zielfische
- Zander, Barsch, Hecht Zander ist der Fisch, für den die Technik gebaut ist
- Der Schlag
- von 10 auf 11 Uhr, nie über 45 Grad Danach die Rute senken und die lose Schnur aufkurbeln
- Rechtliches
- Kunstköder-Sperren im Frühjahr in 5 Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Sachsen und die großen Flüsse in Rheinland-Pfalz
- Der Biss
- im Absinken, als Tock oder fallende Schnur Sofort anschlagen, der Zander hält den Köder nur Sekunden
- Sprung
- Sommer 100 bis 150 cm weit, 50 bis 75 cm hoch Winter höchstens 50 cm, Pause 1 bis 2 Sekunden
Alle 13 Angaben
- Rute
- 2,70 bis 3,00 m, 30 bis 60 g Straff mit feiner Spitze, unter 2,40 m mehr Hänger
- Schnur
- Geflecht 0,12 bis 0,18 mm, gelb oder rot Die Farbe ist der Bissanzeiger
- Vorfach
- 1 m Mono 0,25 bis 0,45 mm Fluorocarbon ab 0,50 mm hält auch Hechtzähne
- Kopfgewicht
- 10 bis 20 g, bis 30 g bei Wind und Strömung So leicht wie möglich, so schwer wie nötig
- Rolle
- 2500 bis 4000 100 bis 150 m Geflecht reichen
- Gewässer
- Fluss, Kanal, tiefer See Unter 2 m Wassertiefe wird es schwierig
- Saison
- ganzjährig, Sommer mit hohen Sprüngen Je kälter, desto kleiner der Sprung
Warum die Rute nach dem Schlag wieder nach unten geht
Der häufigste Fehler beim Jiggen ist eine Rute, die nach dem Schlag oben bleibt. Das fühlt sich richtig an, weil die Spitze so den fallenden Köder zu spüren scheint. Es ist falsch, aus zwei Gründen.
Nach dem Schlag sofort zurück in die Waagerechte
Nach dem Schlag geht die Rute zurück in die Waagerechte, und die Rolle holt gleichzeitig die lose Schnur ein. Beides zusammen dauert eine Sekunde, und in dieser Sekunde beginnt der Köder zu fallen.
Wer die Rute oben lässt, hat beim Biss keinen Weg mehr für den Anhieb, und der Zander spuckt den Köder aus, bevor der Haken sitzt.
Rute unten, Kurbel dreht, der Bogen verschwindet, und dann fällt der Köder. AI-Bild
Eine schon erhobene Rute hat beim Anhieb keinen Weg mehr. Der Zander saugt den Gummi ein und spuckt ihn in Sekunden wieder aus, und in dieser Zeit muss der Haken im harten Maul sitzen. Dafür braucht der Anhieb eine Rute, die aus der Waagerechten kommt. Das ist auch der Grund, warum der Schlag selbst nie über 45 Grad geht. Was darüber ist, fehlt beim Anhieb.
Und die lose Schnur, die beim Senken der Rute entsteht, muss weg. Deshalb laufen Senken und Kurbeln gleichzeitig, und deshalb sind es 2 bis 3 Umdrehungen und nicht eine. Beim Faulenzen entfällt dieses Problem, weil die Rute gar nicht erst hochgeht. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden Führungen, nicht die Höhe des Sprungs.
Der Winkel der Schnur entscheidet, wie hoch der Köder springt
Ein Rutenschlag zieht den Köder entlang der Schnur. Steht sie steil, springt er hoch. Liegt sie flach, rutscht er über den Grund, egal wie hart der Schlag ist. Und die Schnur liegt vom Ufer aus flacher, als die meisten glauben.
Von oben springt der Köder wirklich
Von einer Kaimauer aus liegt die Rutenspitze 4 m über dem Wasser, und die Schnur fällt steil zum Köder. Derselbe Schlag, der vom flachen Ufer den Köder über den Grund zieht, hebt ihn hier einen halben Meter an.
Wer vom Ufer keinen Sprung hinbekommt, braucht keinen härteren Schlag, sondern einen höheren Standort oder weniger Distanz.
Auf der Kaimauer steht die Schnur steil, und jeder Schlag hebt den Köder. AI-Bild
| Standort | Distanz | Wassertiefe | Winkel der Schnur | Ein Meter Rutenweg hebt den Köder um |
|---|---|---|---|---|
| flaches Ufer, Spitze 2 m über dem Wasser | 25 m | 4 m | rund 13 Grad | rund 23 cm |
| flaches Ufer, dicht am Prallhang | 10 m | 4 m | rund 31 Grad | rund 51 cm |
| Kaimauer, Spitze 4 m über dem Wasser | 15 m | 8 m | rund 39 Grad | rund 62 cm |
| Boot, fast unter der Spitze | 5 m | 4 m | rund 48 Grad | rund 74 cm |
Die Praxisregel dazu lautet, unter 30 Grad das Jiggen zu lassen und den Köder über die Rolle zu führen. Der Rechner zeigt, wo du bei deinem Wurf liegst.
Hebt dein Schlag den Köder wirklich vom Grund?
RechnerEin Rutenschlag zieht den Köder entlang der Schnur. Steht sie steil, springt er hoch, liegt sie flach, rutscht er über den Grund. Der Winkel hängt an der Distanz, der Wassertiefe und daran, wie hoch du über dem Wasser stehst.
Winkel-Rechner
Distanz, Tiefe und Standhöhe rein, Schnurwinkel raus
- Winkel der Schnur zum Grund …
- Sprunghöhe je Meter Rutenweg …
- Bis zu dieser Distanz über 30 Grad …
Gerechnet wird mit einer geraden Schnur. In Wahrheit hängt sie durch, und im Wasser bremst sie. Der echte Winkel am Köder ist deshalb flacher, als hier steht, und der Sprung niedriger.
Die Folge ist unbequem, aber nützlich. Wer vom flachen Ufer auf Distanz hohe Sprünge will, braucht keinen härteren Schlag und keinen schwereren Kopf, sondern einen anderen Standort. Eine Kaimauer, ein Steg, eine Anhöhe am Ufer oder ein Boot stellen die Schnur steiler. Und wer dort nicht hinkommt, fischt flache Sprünge, und die fangen, sie fangen nur anders.
Wie hoch und wie weit im Sommer, wie flach im Winter
Im warmen Wasser darf der Köder 100 bis 150 cm weit und 50 bis 75 cm hoch springen, mit 1 bis 2 Sekunden Pause nach jedem Schlag. Im Winter bleiben die Sprünge unter 50 cm, und die Pausen werden länger. Je kälter das Wasser, desto weniger Bewegung will der Fisch sehen, und desto wichtiger wird der Moment, in dem der Köder liegt.
Die Höhe steuerst du über den Weg der Rutenspitze. Je länger er ist, desto höher der Sprung, bis zur Grenze von 45 Grad. Was darüber hinaus an Höhe fehlt, holt nicht der Schlag, sondern der Standort.
Die Montage im Detail
5 BauteileDie Zeichnung zeigt drei Sprünge. Was daran zählt, ist nicht die Höhe, sondern der Weg nach unten.
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Die Schnur kommt schräg von oben
Ihr Winkel zum Grund entscheidet, wie viel vom Rutenschlag nach oben geht. Vom flachen Ufer auf Distanz ist er klein, vom Boot oder der Kaimauer groß.
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Der Sprung ist im Sommer hoch, im Winter flach
50 bis 75 cm hoch und 100 bis 150 cm weit im warmen Wasser, höchstens 50 cm im kalten. Die Rute geht dafür von 10 auf 11 Uhr, nie steiler als 45 Grad.
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Hier kommt der Biss
Im Fallen, an gespannter Schnur. Die Rute ist dabei schon wieder unten, die lose Schnur eingeholt, und der Zander nimmt den Köder auf dem Weg zum Grund.
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Der Aufsetzer ist ein Erschlaffen
Ein leichtes Tippen, dann fällt die Schnur zusammen. Das ist Grundkontakt. Bleibt er aus, obwohl die Zeit reicht, hat ein Fisch den Köder.
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Der Kopf ist so leicht wie möglich
10 bis 20 g im Normalfall, bis 30 g bei Wind und Strömung. Wie schwer er für deinen Köder sein muss, rechnet die Gummifisch-Seite aus der Sinkrate.
Was am Biss zu spüren ist
Der Biss beim Jiggen hat drei Gesichter, und alle drei gehören sofort angeschlagen. Das erste ist das Tock, ein kurzer, harter Stoß in der Rute, bei Barsch eher ein Ticken in der Spitze. Das zweite ist eine Schnur, die anders fällt als sonst, schneller, langsamer oder zur Seite. Das dritte ist der Aufsetzer, der ausbleibt. Wenn die Zeit vorbei ist, in der der Köder den Grund erreicht haben müsste, und die Schnur nicht zusammensackt, hat ein Fisch ihn genommen.
Der Grundkontakt selbst ist das Gegenteil davon. Ein leichtes Tippen, und die Schnur erschlafft sofort. Wer beides auseinanderhalten kann, verpasst wenig, und die farbige Schnur mit der Polbrille davor ist dafür wichtiger als jede Rutenspitze.
Der klassische Jig
Schlag, Rute senken, 2 bis 3 Umdrehungen, fallen lassen, Aufsetzer. Ein Rhythmus, den du nach einer Stunde nicht mehr zählst.
Der lange Absinker
Ein Schlag, dann warten, bis der Köder die Kante hinunter gefallen ist. Wenn die Schnur länger läuft als erwartet, ist es tiefer geworden, oder ein Fisch schwimmt mit dem Köder weg.
Kurze, schnelle Schläge
Zwei kurze Schläge hintereinander, dann fallen lassen. Der Köder flattert auf der Stelle, und Barsche, die einem gleichmäßigen Sprung nur hinterhersehen, packen zu.
Der Winterhüpfer
Sprünge unter 50 cm, Pausen von mehreren Sekunden, und die Rute kaum aus der Waagerechten. Je kälter das Wasser, desto weniger Bewegung will der Fisch sehen.
Faulenzen als zweite Führung
Liegt die Schnur flach, hebt die Rolle den Köder genauso gut wie die Rute. Beide Führungen liefern den Biss im Fallen, und der Wechsel kostet keinen Umbau.
Gerät: lang, straff, farbig
Die Rute ist mit 2,70 bis 3,00 m länger als beim Twitchen, weil sie die Schnur steiler stellt und den Anhieb über Distanz trägt. Unter 2,40 m steigt die Hängergefahr deutlich. Das Rückgrat ist straff, die Spitze fein genug, um den Aufsetzer zu zeigen, das Wurfgewicht liegt bei 30 bis 60 g. Vom Boot reichen 2,10 bis 2,40 m.
So leicht wie möglich, so schwer wie nötig
Der Jigkopf hält den Köder am Grund und bestimmt, wie schnell er fällt. 10 bis 20 g sind der Normalfall, bis 30 g bei Wind und Strömung, und die Kontrolle ist die Absinkzeit von 2 bis 4 Sekunden.
Ein zu schwerer Kopf fällt wie ein Stein und nimmt dem Zander die Phase, in der er nimmt. Ein zu leichter erreicht den Grund nicht, und der Aufsetzer bleibt aus.
Drei Köpfe für drei Tage, und der leichteste fängt am häufigsten. AI-Bild
Auf die Rolle kommt Geflecht von 0,12 bis 0,18 mm, und seine Farbe ist keine Geschmacksfrage. Gelb, Rot oder Weiß macht die fallende Schnur sichtbar, und gesehen wird beim Jiggen mehr als gespürt. Davor sitzt rund 1 m Mono mit 0,25 bis 0,45 mm als Abriebschutz an Steinen, bei Hecht im Gewässer Fluorocarbon ab 0,50 mm oder Stahl. Die Rolle ist eine 2500er bis 4000er, und 100 bis 150 m Geflecht reichen.
Der Kopf ist so leicht wie möglich und so schwer wie nötig, 10 bis 20 g im Normalfall, bis 30 g bei Wind und Strömung. Die Kontrolle ist die Absinkzeit von 2 bis 4 Sekunden, und wie schwer er für deinen Köder sein muss, rechnet dir der Gummifisch mit seinem Rechner aus der Sinkrate.
Was der Kunstköder im Frühjahr darf
Jiggen ist Spinnfischen, und Spinnfischen ist in einigen Ländern während der Raubfischschonzeit gesperrt. Berlin sperrt jeden Kunstköder über 2 cm, Bremen jede Spinnfischerei, Hamburg Kunstköder während der Hecht- und Zanderschonzeit mit wenigen Ausnahmen, Sachsen jeden raubfischtauglichen Köder, und Rheinland-Pfalz die Kunstköder an den großen Flüssen im Frühjahr.
Die Fristen ändern sich und stehen deshalb in der Länderübersicht, nicht hier. Die Gewässerordnung darf darüber hinausgehen, und wo der Hecht Schonzeit hat, ist gezieltes Nachstellen auch ohne Kunstködersperre untersagt.
Wo gejiggt wird
Die Technik kommt vom Zander an der Buhne, und Fluss und Kanal sind ihre Heimat. Am See trägt sie an der Kante.
Wo du beim Jiggen fischst
3 Ansichten-
Scharkante
Die Scharkante hinunterjiggen: der Köder springt über die Kante und fällt jedes Mal tiefer. Der klassische Talsperrenplatz.
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Untiefe im Freiwasser
Über die Erhebung hinweg und an ihrer Flanke hinab. Barsch oben, Zander am Fuß.
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Steg
Von der Stegspitze steht die Schnur steiler als vom Ufer, und der Sprung wird höher. Unter dem Steg selbst steht der Barsch.
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Totholz
Am Rand entlang, nie hinein. Der Kopf verhakt sich in den Ästen, ein Drop-Shot käme dort noch durch.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Freies Wasser.
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Buhnenfeld
Der Kessel hinter dem Buhnenkopf, quer zur Strömung angeworfen. Der Köder springt die Kante hinunter und fällt in die Tiefe, in der der Zander steht.
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Prallhang
Tiefe direkt am Ufer, und die Schnur steht steil. Hier springt der Köder wirklich hoch, weil die Distanz kurz und das Wasser tief ist.
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Kehrwasser
Hinter dem Hindernis steht das Wasser, und der Köder fällt senkrecht statt abzutreiben. Der Platz für den leichtesten Kopf des Tages.
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Brückenpfeiler
Von der Uferseite unter den Pfeiler geworfen, wo die Strömung eine Rinne gräbt. Von der Brücke selbst wird nicht gefischt.
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Einmündung
Die Kante zwischen dem klaren und dem trüben Wasser, entlang statt quer befischt. Nach Regen die erste Adresse.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Gleithang, Krautfahne.
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Kaimauer
An der Kaimauer ist das Wasser vom ersten Meter an tief, und die Schnur steht so steil wie sonst nur vom Boot. Der Köder springt parallel zur Wand.
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Fahrrinne
Die Kante der Fahrrinne ist die Winteradresse des Zanders, mit flachen Sprüngen und langen Pausen abgefischt.
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Brückenpfeiler
Der Pfeiler bündelt Fisch auf wenige Quadratmeter, und die Schattenkante darunter ist bei Tag der Platz.
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Steinpackung
Über die Schüttung gejiggt hängt der Kopf, entlang der Kante am Fuß nicht. Barsch in den Spalten, Zander an der Kante.
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Hafeneinfahrt
Der Übergang vom stehenden zum bewegten Wasser, oft mit einer Rinne, die sich der Länge nach abjiggen lässt.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Liegeplätze.
Was die guten Plätze verbindet, ist Tiefe dicht am Standort. Ein Prallhang, eine Kaimauer, eine Stegspitze stellen die Schnur steil und lassen den Köder wirklich springen. Auf 30 m über flaches Wasser geworfen wird aus jedem Jig ein Faulenzen, ob du willst oder nicht.
Vom Wurf bis zum Anhieb
Die Reihenfolge ist fest, und der Bügel ist ihr Anfang.
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Den Bügel schließen, sobald der Köder aufkommt
Nicht erst, wenn er am Grund liegt. Ab dem Aufschlag zählst du die Sekunden bis zum Aufsetzer, und die Schnur bleibt von da an gespannt.
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Den Schlag von 10 auf 11 Uhr setzen
Kurz und aus dem Handgelenk, nie über 45 Grad. Je länger der Weg der Spitze, desto höher der Sprung, aber über 45 Grad fehlt dir beim Anhieb der Weg.
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Die Rute senken und die lose Schnur einholen
Beides gleichzeitig. 2 bis 3 Umdrehungen straffen die Schnur, während die Rute zurück in die Waagerechte geht. Der Köder fällt an gespannter Schnur.
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Den Aufsetzer abwarten
Ein Tippen, dann sackt die Schnur zusammen. Bleibt beides aus, obwohl die Zeit vorbei ist, ist ein Fisch dran, und dann folgt kein Warten, sondern der Anhieb.
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Nach dem Aufsetzen 1 bis 2 Sekunden liegen lassen
Im Sommer kurz, im kalten Wasser länger. Der Zander nimmt den liegenden Köder öfter, als die Zeichnung vermuten lässt.
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Jeden Tock sofort anschlagen
Kurz und kräftig, mit der Rute aus der Waagerechten. Ein Zander hält den Gummi nur Sekunden, und ein zu weicher Anhieb bleibt im harten Maul nicht hängen.
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Den Winkel prüfen, bevor du das Gewicht wechselst
Springt der Köder flach, obwohl du hart schlägst, liegt die Schnur zu flach. Näher heran, höher stehen oder faulenzen, bevor ein schwererer Kopf ins Spiel kommt.
Was vor dem ersten Wurf stimmt
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Zwei Irrtümer, die sich halten
„Der Biss kommt beim Anheben." Er kommt im Fallen. Der Zander nimmt den sinkenden Köder, und die Rute spürt ihn nur, wenn die Schnur in diesem Moment gespannt ist. Wer den Schlag als Fangmoment versteht, schlägt in Sprünge hinein und verpasst die Bisse dazwischen.
„Die Rute gehört beim Absinken hoch." Eine erhobene Rute hat beim Anhieb keinen Weg mehr. Sie geht nach dem Schlag sofort zurück in die Waagerechte, und die Rolle holt die lose Schnur ein. Genau deshalb bleibt der Schlag unter 45 Grad.
Wo Jiggen gemeldet wird
Welche Reviere die Technik tragen und in welchen Monaten sie am häufigsten gemeldet wird, zeigen die Fänge der Angler.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Jiggen aus der Community
zuletzt gemeldetHäufige Fragen zur Angeltechnik Jiggen
10 FragenWas ist Jiggen?
Die Führung eines Gummifischs am Jigkopf über die Rute. Ein kurzer Schlag von 10 auf 11 Uhr hebt den Köder vom Grund, dann geht die Rute zurück in die Waagerechte, 2 bis 3 Umdrehungen holen die lose Schnur ein, und der Köder fällt an gespannter Schnur zurück. Faulenzen macht dasselbe über die Rolle.
Wann kommt der Biss beim Jiggen?
In der Absinkphase, fast nie beim Anheben. Der Zander nimmt den fallenden Köder, und du spürst ein Tock in der Rute, siehst die Schnur anders fallen als sonst oder wartest vergebens auf den Aufsetzer. Alle drei sind der Biss, und alle drei werden sofort angeschlagen.
Warum bleibt die Rute beim Absinken unten?
Weil eine schon erhobene Rute beim Anhieb keinen Weg mehr hat. Nach dem Schlag geht sie sofort zurück in die Waagerechte, während die Rolle die lose Schnur einholt. Dann kannst du beim Biss richtig durchziehen und den Haken im harten Zandermaul setzen.
Wie hoch soll der Köder springen?
Im Sommer 50 bis 75 cm hoch und 100 bis 150 cm weit, im Winter höchstens 50 cm. Die Höhe steuerst du über den Weg der Rutenspitze, aber nur bis 45 Grad, und über den Winkel der Schnur. Vom flachen Ufer auf Distanz bleibt jeder Sprung flach, egal wie hart du schlägst.
Wie schwer muss der Jigkopf beim Jiggen sein?
So leicht wie möglich und so schwer, dass du den Aufsetzer spürst. 10 bis 20 g sind der Normalfall, bis 30 g bei Wind und Strömung. Die Kontrolle ist die Absinkzeit von 2 bis 4 Sekunden, und den Kopf für deinen Köder rechnet die Gummifisch-Seite aus der Sinkrate.
Welche Rute zum Jiggen?
2,70 bis 3,00 m mit 30 bis 60 g Wurfgewicht, straff im Rückgrat und mit feiner Spitze. Unter 2,40 m steigt die Hängergefahr deutlich, weil die Schnur flacher steht. Vom Boot reichen 2,10 bis 2,40 m.
Welche Schnur zum Jiggen?
Geflecht mit 0,12 bis 0,18 mm in Gelb, Rot oder Weiß, weil die Schnur der Bissanzeiger ist. Davor rund 1 m Mono mit 0,25 bis 0,45 mm als Abriebschutz, bei Hecht Fluorocarbon ab 0,50 mm oder Stahl.
Geht Jiggen auch vom Ufer?
Ja, aber flacher. Vom flachen Ufer auf 25 m Distanz liegt die Schnur unter 15 Grad, und der Schlag zieht den Köder mehr über den Grund als davon weg. Eine Kaimauer, ein Steg oder eine Anhöhe stellen die Schnur steiler, und ab 30 Grad springt der Köder wirklich.
Was unterscheidet Jiggen von Faulenzen?
Die Rute. Beim Jiggen hebt der Rutenschlag den Köder, und die Rolle holt danach die lose Schnur ein. Beim Faulenzen steht die Rute still, und 2 bis 3 schnelle Umdrehungen heben ihn flacher an. Manche Quellen nennen beides Jiggen, die Mehrheit trennt es.
Darf ich im Frühjahr jiggen?
Nicht überall. Berlin, Bremen, Hamburg und Sachsen sperren Kunstköder im Frühjahr während der Raubfischschonzeit, Rheinland-Pfalz an den großen Flüssen. Die Fristen stehen in den Länderübersichten, die Gewässerordnung kann darüber hinausgehen.
Quellen und Stand
4 Quellen-
Landesfischereiordnung Berlin, Raubfischsperre Kunstköder über 2 cm Gesamtlänge in der Raubfischschonzeit gesperrt, abgerufen am 11.09.2026
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Bremische Binnenfischereiverordnung Spinnfischerei im Frühjahr untersagt, abgerufen am 11.09.2026
-
Durchführungsverordnung zum Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetz, § 8 Kunstköder während der Hecht- und Zanderschonzeit gesperrt, mit Ausnahmen, abgerufen am 11.09.2026
-
Sächsische Fischereiverordnung Raubfischtaugliche Köder im Frühjahr gesperrt, abgerufen am 11.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Jiggen gerade funktioniert
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