Angler von hinten am schlammigen Ufer eines Sees am Rand eines Krautfelds, die Grundrute im Halter, die Schnur zieht flach über das Kraut hinaus AI
Montage

Seitenarm-Montage (Paternoster): Aufbau und Armlänge

Das Blei hängt unten, der Köder steht seitlich darüber. Die Seitenarm-Montage, in älteren Büchern Paternoster genannt, ist die Antwort auf Schlamm, Kraut und jeden Grund, in dem ein liegender Köder verschwindet. Wie lang der Arm sein darf, damit er sich streckt statt zu verwickeln, rechnest du unten aus.

Kurz gesagt

  • Eine Seitenarm-Montage besteht aus einem Wirbel, dem Blei an einem kurzen Stück darunter und einem steifen Arm mit dem Haken, der seitlich vom Wirbel abgeht.
  • Der Köder steht über dem Blei statt dahinter. Sinkt das Blei in Schlamm oder Kraut, bleibt der Köder sichtbar darüber.
  • Der Arm ist 25 cm lang im Stillwasser und 12 cm in zügiger Strömung, und er sitzt 15 cm über dem Blei auf festem Grund und 35 cm auf weichem.
  • Der Arm muss steifer sein als die Hauptschnur, sonst legt er sich an. Fluorocarbon oder ein dickeres Mono, nie dieselbe Schnur.
  • Auf Distanz über 45 m schlägt der Arm im Flug um. Dort gehört das Vorfach hinter das Blei, nicht darüber.

Das Blei unten, der Köder oben

Bei der Seitenarm-Montage hängt das Blei am Ende, und der Köder geht ein Stück darüber seitlich ab. Beides sitzt an einem Wirbel, das Blei an einem kurzen Stück nach unten, der Köder an einem steifen Arm zur Seite. Ältere Bücher nennen das Paternoster, und gemeint ist dasselbe.

3 Teile Wirbel, Blei, Arm
12 bis 25 cm Länge des Arms
3 Minuten Aufbau am Wasser

Der Sinn steckt im Höhenunterschied. Ein Blei, das in Schlamm sinkt, nimmt bei jeder anderen Montage den Köder mit. Hier bleibt der Köder über dem Grund stehen, egal wie tief das Blei einsinkt, und er ist von allen Seiten zu sehen. Über Kraut, Laub und Schlick ist das der Unterschied zwischen einem Köder, der fischt, und einem, der nach zehn Minuten zugedeckt ist.

Steckbrief Seitenarm-Montage

Aufgabe
Köder über weichem Grund und Kraut anbieten Sichtbar über dem Blei, statt darin oder darunter
Bauteile
Wirbel, Blei am kurzen Stück, Seitenarm, Haken Das Blei nach unten, der Arm zur Seite, beide am Wirbel
Prinzip
Das Blei sinkt ein, der Köder bleibt oben Der Arm steht ab, weil er steifer ist als alles andere
Bleigewicht
20 bis 90 g Nach Wurfweite und Strömung, der Rechner unten sagt es
Bleiform
Birnenblei mit Öse Es hängt, es läuft nicht, deshalb mit Öse statt Kanal
Vorfachlänge
12 bis 25 cm Arm Kurz in Strömung, lang im Stillwasser
Alle 10 Angaben
Zielfische
Zander, Barsch, Aal, Brassen, Schleie Mit Köderfisch auf Zander, mit Wurm auf Aal und Schleie
Gewässer
See, Teich, Kanal, ruhiger Fluss Überall, wo der Grund weich oder bewachsen ist
Schwierigkeit
mittel Der Aufbau ist einfach, der Wurf verlangt Gefühl
Grenze
verwickelt ab 45 m Der abstehende Arm schlägt im Flug um die Hauptschnur

Zwei Abgänge an einem Wirbel

Der Wirbel ist die Verteilstelle, und die beiden Abgänge daran sind die ganze Montage. Das Stück zum Blei darf dünn und weich sein, der Arm zum Köder muss steif sein, sonst steht er nicht ab. Wer beides aus derselben Schnur bindet, hat eine Grundmontage mit Umweg gebaut.

Die Montage Teil für Teil

6 Bauteile

Sechs Stellen, und die beiden Abgänge am Wirbel sind die Montage. Blei nach unten, Arm zur Seite, und der Arm steht nur ab, wenn er steifer ist als die Schnur, an der er hängt.

1 2 3 4 5 6
  1. Wirbel

    Die Verteilstelle. Nach unten geht das Stück zum Blei, zur Seite der Arm, und beide drehen sich frei, ohne die Hauptschnur zu verdrallen.

  2. Stück zum Blei

    15 bis 40 cm, schwächer als alles andere. Auf weichem Grund länger, damit der Arm über dem eingesunkenen Blei steht. Reißt etwas, dann hier.

  3. Seitenarm

    Steifer als die Hauptschnur, deshalb steht er ab. Seine Länge hängt an der Strömung, und sie ist das, was der Rechner ausgibt.

  4. Haken

    Am Ende des Arms, eine Handbreit bis einen halben Meter über dem Grund. Der Köder hängt frei und ist von allen Seiten zu sehen.

  5. Köder

    Köderfisch, Wurm oder Made. Er schwebt über dem Schlamm, wo ein liegender Köder nach zehn Minuten verschwunden wäre.

  6. Blei

    Hängt unten und darf einsinken. Es hält die Montage am Platz, und der Köder steht trotzdem frei darüber.

Verwandte Montagen

3 Montagen

Drei Wege, den Köder über den Grund zu heben. Unter jeder Zeichnung steht, wann sie die bessere Wahl ist.

Ein Wirbel, zwei Schlaufen, ein Haken

Zwei Knoten, einer oben, einer unten, und dazwischen nur Schlaufen. Oben hält der Clinchknoten den Wirbel an der Hauptschnur, die Schlaufe an Blei-Stück und Arm lässt beides am Wasser tauschen, wenn der Grund ein längeres Stück oder die Strömung einen kürzeren Arm verlangt.

  1. Den Wirbel an die Hauptschnur knoten

    Ein Dreiwegewirbel oder ein kräftiger Tönnchenwirbel. An ihm hängen zwei Dinge, das Blei unten und der Arm zur Seite, und der Wirbel nimmt den Drall aus beidem.

  2. Das Blei an einem kurzen Stück unter den Wirbel hängen

    15 bis 40 cm Schnur, eine Nummer schwächer als die Hauptschnur, Schlaufe in die Öse des Bleis und in die untere Öse des Wirbels. Auf weichem Grund länger, damit der Arm über dem eingesunkenen Blei steht.

  3. Den Seitenarm binden und einhängen

    12 bis 25 cm aus steifem Fluorocarbon oder Mono, das dicker ist als die Hauptschnur. Er kommt an die seitliche Öse des Wirbels, nie an dieselbe wie das Blei.

  4. Den Haken an den Arm binden

    Hakengröße nach Köder. Für Köderfisch auf Zander wird der Arm selbst aus beißfestem Material gebunden, sobald ein Hecht möglich ist.

  5. Den Köder aufziehen und den Wurf abbremsen

    Kurz vor dem Aufschlag einen Finger an die Spule. Die Montage streckt sich in der Luft, der Arm legt sich neben die Hauptschnur, und nichts wickelt sich um nichts.

Armlänge, Abstand und Blei

Die Anleitungen nennen 20 cm Arm, und im See stimmt das. Im Fluss schlägt ein Arm dieser Länge um die Hauptschnur, und auf Schlamm sitzt er zu nah am Blei. Drei Längen hängen an zwei Größen, und der Rechner legt sie nebeneinander.

Wie lang darf der Arm sein?

Rechner

Ein Seitenarm arbeitet nur, wenn er sich streckt. Zu lang schlägt er um die Hauptschnur, zu kurz hängt der Köder am Blei. Dazwischen liegt eine Länge, die an der Strömung hängt, und ein Abstand zum Blei, der am Grund hängt.

Seitenarm-Rechner

Wurfweite, Strömung und Grund rein, Blei, Arm und Abstand raus

Strömung
Streckt das Wasser den Arm oder nicht?
Grund
Sinkt das Blei ein?
  • Bleigewicht …
  • Länge des Seitenarms …
  • Abstand Arm zu Blei …

Der Arm wird aus steiferem Material gebunden als die Hauptschnur, Fluorocarbon oder ein dickeres Mono, sonst stimmt keine dieser Längen. Ein weicher Arm legt sich auch mit 10 cm an.

Der Arm wird kürzer, je mehr das Wasser zieht, weil die Strömung ihn sonst umschlägt. Der Abstand zum Blei wird länger, je weicher der Grund ist, weil das Blei sonst den Köder mit in den Schlamm nimmt. Das Blei selbst folgt derselben Regel wie bei der Grundmontage, nach Wurfweite und Zug.

Warum der Arm steifer sein muss als die Schnur

Ein Seitenarm arbeitet nur, wenn er absteht. Beim Einholen zieht die Hauptschnur, beim Absinken fällt das Blei voraus, und in beiden Fällen legt sich ein weicher Arm an die Schnur an, wie ein nasses Haar an die Haut.

Nahaufnahme eines Dreiwegewirbels in zwei Händen: nach unten geht ein Stück Schnur zu einem Birnenblei, zur Seite steht ein steifer, kurzer Arm aus klarem Fluorocarbon mit einem Haken ab

Steif genug, um abzustehen

So sieht der Wirbel aus, wenn beide Abgänge richtig sitzen. Das Stück zum Blei ist dünn und darf sich biegen, der Arm ist dick und steht waagerecht ab, mit dem Haken frei am Ende.

Fluorocarbon ist das Material dafür. Es ist steifer als Mono gleicher Stärke, sinkt und ist im Wasser kaum zu sehen.

Der Arm steht ab, weil er dicker ist als die Schnur darüber. AI-Bild

Fluorocarbon ist das Material dafür. Es ist steifer als Mono gleicher Stärke, sinkt und ist im Wasser kaum zu sehen. Wer Mono nimmt, nimmt es zwei Nummern dicker als die Hauptschnur. Ein Arm aus 0,25er an einer 0,25er Hauptschnur steht nie ab, ein Arm aus 0,35er Fluorocarbon immer.

Hauptschnur Arm aus Fluorocarbon Arm aus Mono
0,20 bis 0,22 mm 0,28 mm 0,30 mm
0,25 bis 0,28 mm 0,33 mm 0,35 mm
0,30 bis 0,35 mm 0,40 mm 0,45 mm
geflochten 0,12 bis 0,15 mm 0,33 mm 0,35 mm

Der Haken folgt dem Köder. Für einen Köderfisch auf Zander wird der Arm aus beißfestem Material gebunden, sobald ein Hecht möglich ist, mit einem Köderfisch von 8 bis 12 cm am Einzelhaken Größe 1 bis 1/0.

Der Irrtum von der Weitwurfmontage

In manchen Anleitungen steht die Seitenarm-Montage als Montage für weite Würfe, weil das Blei am Ende sitzt und die Montage kompakt fliegt. Sie fliegt kompakt, bis der Arm die Schnur überholt. Ab etwa 45 m schlägt er im Flug um die Hauptschnur, und die Montage liegt als Knäuel am Grund.

Auf Distanz gehört das Vorfach hinter das Blei, mit einem Röhrchen dazwischen, das ist die Anti-Tangle-Montage. Der Seitenarm ist die Montage für den kurzen und mittleren Wurf über weichen Grund, und dort gibt es nichts Besseres.

Unterwasseraufnahme über dunklem Schlammgrund mit Krautbüscheln, ein Birnenblei ist halb im Schlamm versunken, darüber steht an einem Seitenarm ein kleiner Köderfisch frei im Wasser

Das Blei versinkt, der Köder nicht

So arbeitet die Montage im Schlamm. Das Blei ist zur Hälfte eingesunken und hält, der Köderfisch steht am Arm darüber im freien Wasser, von allen Seiten zu sehen.

Mit einer Grundmontage läge der Köderfisch an derselben Stelle im Schlamm, und kein Zander fände ihn.

Halb versunkenes Blei, frei stehender Köder. AI-Bild

Wofür die Seitenarm-Montage taugt

Gefragt ist ein Köder über dem Grund, und die Antwort hängt daran, was der Grund ist. Über Schlamm und Kraut ist der Arm die richtige Bauform, über Steinen und auf Distanz steht in der Tabelle, was stattdessen gefischt wird.

Wofür die Seitenarm-Montage taugt

2 Aufgaben
  • Köder soll am Grund liegen

    • Erste Wahl

      Schlamm und Kraut

      Der Seitenarm sitzt über dem Blei. Sinkt das Blei in den Schlamm, steht der Köder trotzdem frei.

    • Erste Wahl

      Fluss oder Strom

      In der Strömung streckt sich der Arm und hält den Köder in Bewegung, ohne dass er unter das Blei rutscht.

    • Besser nicht

      ab etwa 50 m

      Je weiter der Wurf, desto sicherer schlägt der Arm um die Hauptschnur. Auf Distanz ist das die falsche Bauform.

      Besser geeignet: Festbleimontage

  • Köder soll in einer bestimmten Tiefe stehen

    • Geht auch

      Fluss oder Strom

      Mit langem Arm schwebt der Köder eine Handbreit über Grund. Eine Pose stellt die Tiefe genauer ein.

      Besser geeignet: Posenmontage

Der Preis für den sichtbaren Köder

Der abstehende Arm verwickelt im Flug schneller als jede andere Bauform, und ein Zupfer am Arm kommt gedämpfter an der Rute an als am Laufblei. Beides bezahlt die Montage dafür, dass der Köder über dem Grund steht.

Die Montagen im Vergleich

15 Montagen

Keine dieser Zeilen ist besser als die andere, sie tun Verschiedenes. Die Punkte sagen nur, worin eine Montage stark ist und was sie dafür aufgibt.

Die Stufen ordnen ein, sie messen nicht. Was eine Montage im Wasser wirklich tut, hängt an Schnurbogen, Rutenwinkel und Strömung.

Seitenarm oder Grundmontage

Beide legen ein Blei ab und bieten einen Köder daneben an, und sie unterscheiden sich darin, wo der Köder liegt. Die eine legt ihn hin, die andere hebt ihn an.

Seitenarm oder Grundmontage?

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Ein einfacher Test am Wasser entscheidet. Kommt das Blei beim Einholen schwarz und riechend zurück, ist der Grund weich, und der Köder gehört an den Arm. Kommt es sauber zurück, liegt er an der Grundmontage besser.

Wo der Seitenarm fischt

Die Montage gehört dorthin, wo der Grund weich ist. Auf Sand und Kies ist sie eine Grundmontage mit Nachteilen, über Schlamm und Kraut die einzige Bauform, bei der der Köder nach einer Stunde noch zu sehen ist.

Wo diese Montage ihre Stärke ausspielt

3 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Krautfeld 1 Schilfgürtel 2 Seerosenfeld 3 Scharkante 4
  1. Krautfeld

    Der Rand des Krautfelds ist der Platz, für den die Montage gebaut ist. Das Blei sinkt ins Kraut, der Köder steht darüber, wo Schleie und Zander ihn sehen.

  2. Schilfgürtel

    Vor dem Schilf liegt Schlamm aus abgestorbenen Halmen. Ein langes Stück zum Blei hebt den Köder darüber, der Aal findet ihn nachts.

  3. Seerosenfeld

    Zwischen den Stängeln versinkt jeder Köder. Mit dem Arm steht er in der Lücke, und der Wurf geht nur kurz, also verwickelt nichts.

  4. Scharkante

    Am Fuß der Kante sammelt sich weicher Grund. Der Köder steht eine Handbreit darüber, der Zander zieht nachts daran entlang.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser, Steg.

Vier Fehler, die den Arm anlegen

Alle vier führen zum selben Ergebnis, der Köder hängt am Blei statt darüber, und keiner davon ist der Montage in der Hand anzusehen.

Arm aus derselben Schnur

Ein Arm aus der Hauptschnur legt sich beim ersten Zug an sie an, und der Köder hängt am Blei statt darüber. Der Arm braucht Steifigkeit, Fluorocarbon oder ein Mono, das zwei Nummern dicker ist als die Schnur, an der er hängt.

häufigster Fehler

Zu weit geworfen

Über 45 m überholt der Arm das Blei in der Luft und schlägt um die Hauptschnur. Die Montage liegt dann als Knäuel am Grund und fischt nicht. Auf Distanz gehört das Vorfach hinter das Blei, mit einem Röhrchen dazwischen.

verwickelt

Arm direkt über dem Blei

Sitzt der Arm 5 cm über dem Blei, versinkt der Köder mit dem Blei im Schlamm. Auf weichem Grund gehört das Blei 30 bis 40 cm unter den Wirbel, damit der Köder frei darüber steht, wenn das Blei eingesunken ist.

kostet Bisse

Ohne Wirbel gebunden

Ein Arm, der direkt in die Hauptschnur geknotet ist, dreht bei jedem Einholen um sie herum. Nach zehn Würfen ist die Schnur eine Spirale. Der Wirbel nimmt den Drall, und mit einem Dreiwegewirbel sitzt jeder Abgang an seiner eigenen Öse.

Drall

Was über weichem Grund gemeldet wird

Unten stehen Fangmeldungen unserer Angler, gezählt für die Methode Grundangeln. Ob der Köder am Arm hing oder am Laufblei, sagt die Statistik nicht, aber Köder und Arten zeigen, was am Grund bei uns zusammenkommt.

Aus 15 gemeldeten Fängen

06/2019 bis 09/2026 · 10 Gewässer · Stand 10.10.2026

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Wer sehen will, was hinter den Zahlen steckt, findet darunter die Fotos dazu, jedes mit Revier, Tag und Köder.

Seitenarm-Montage aus der Community

zuletzt gemeldet

Gewässer, an denen so gefangen wird

1 von 10

Häufige Fragen zur Seitenarm-Montage

11 Fragen
Wie baue ich eine Paternoster- oder Seitenarm-Montage auf?

Einen Wirbel an die Hauptschnur, darunter an einem 15 bis 40 cm langen Stück das Blei, seitlich am Wirbel einen steifen Arm von 12 bis 25 cm mit dem Haken. Der Arm kommt an eine eigene Öse und wird aus Fluorocarbon oder dickem Mono gebunden, damit er absteht.

Was ist der Unterschied zwischen Paternoster und Seitenarm-Montage?

Keiner, es sind zwei Namen für dieselbe Bauform mit dem Köder über dem Blei. Paternoster ist der ältere Begriff, Seitenarm der beschreibende. Beim Meeresangeln heißt Paternoster ein Vorfach mit mehreren Armen übereinander, das ist eine andere Montage.

Wie lang muss der Seitenarm sein?

25 cm im Stillwasser, 18 cm bei spürbarer und 12 cm bei zügiger Strömung. Je mehr Zug, desto kürzer, sonst schlägt der Arm um die Hauptschnur. Länger als 30 cm verwickelt er auch im See, kürzer als 10 hängt der Köder am Blei.

Wie weit über dem Blei sitzt der Arm?

15 cm auf festem Grund, 35 cm auf weichem. Auf Schlamm sinkt das Blei ein, und das Stück zum Blei muss so lang sein, dass der Arm noch über dem Schlick steht. Der Rechner oben nennt beide Längen für deinen Grund.

Warum muss der Arm steifer sein als die Hauptschnur?

Weil er sonst nicht absteht. Ein Arm aus derselben Schnur legt sich an die Hauptschnur an, und der Köder hängt am Blei statt darüber. Fluorocarbon oder ein Mono, das zwei Nummern dicker ist, hält den Arm waagerecht.

Wie schwer ist das Blei bei der Seitenarm-Montage?

Wie bei der Grundmontage nach Wurfweite und Strömung, also 20 bis 40 g am Ufer im Stillwasser und 60 bis 90 g in zügiger Strömung. Das Blei hängt an einer Öse, es läuft nicht, und es darf einsinken.

Verwickelt sich die Seitenarm-Montage beim Wurf?

Ab etwa 45 m regelmäßig, darunter selten, wenn der Wurf vor dem Aufschlag abgebremst wird. Ein Finger an der Spule streckt die Montage in der Luft, und der Arm legt sich neben die Hauptschnur. Auf Distanz ist die Anti-Tangle-Montage die bessere Wahl.

Welche Fische fängt die Seitenarm-Montage?

Zander mit Köderfisch über weichem Grund, Aal und Schleie mit Wurm vor dem Schilf, Barsch mit kleinem Köderfisch am Steg, Brassen mit Made und Mais über Schlamm. Überall dort, wo ein liegender Köder verschwinden würde.

Seitenarm-Montage oder Grundmontage?

Die Frage ist der Grund. Auf Sand und Kies liegt der Köder an der Grundmontage feiner und wirft weiter. Über Schlamm, Kraut und Laub steht er am Seitenarm sichtbar darüber. Wer beides hat, wechselt, sobald das Blei beim Einholen schwarz zurückkommt.

Welcher Wirbel für die Seitenarm-Montage?

Ein Dreiwegewirbel hat für Hauptschnur, Blei und Arm je eine Öse und ist dafür gebaut. Ein kräftiger Tönnchenwirbel tut es auch, dann hängen das Stück zum Blei und der Arm beide in der unteren Öse, mit Schlaufen eingehängt.

Geht der Seitenarm auch mit Köderfisch auf Zander?

Ja, und über weichem Grund ist er die beste Zandermontage. Der Köderfisch steht eine Handbreit über dem Schlamm, sichtbar und riechbar. Sobald ein Hecht möglich ist, wird der Arm selbst aus Stahl oder Titan gebunden.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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