Kurz gesagt
- Eine Seitenarm-Montage besteht aus einem Wirbel, dem Blei an einem kurzen Stück darunter und einem steifen Arm mit dem Haken, der seitlich vom Wirbel abgeht.
- Der Köder steht über dem Blei statt dahinter. Sinkt das Blei in Schlamm oder Kraut, bleibt der Köder sichtbar darüber.
- Der Arm ist 25 cm lang im Stillwasser und 12 cm in zügiger Strömung, und er sitzt 15 cm über dem Blei auf festem Grund und 35 cm auf weichem.
- Der Arm muss steifer sein als die Hauptschnur, sonst legt er sich an. Fluorocarbon oder ein dickeres Mono, nie dieselbe Schnur.
- Auf Distanz über 45 m schlägt der Arm im Flug um. Dort gehört das Vorfach hinter das Blei, nicht darüber.
Das Blei unten, der Köder oben
Bei der Seitenarm-Montage hängt das Blei am Ende, und der Köder geht ein Stück darüber seitlich ab. Beides sitzt an einem Wirbel, das Blei an einem kurzen Stück nach unten, der Köder an einem steifen Arm zur Seite. Ältere Bücher nennen das Paternoster, und gemeint ist dasselbe.
Der Sinn steckt im Höhenunterschied. Ein Blei, das in Schlamm sinkt, nimmt bei jeder anderen Montage den Köder mit. Hier bleibt der Köder über dem Grund stehen, egal wie tief das Blei einsinkt, und er ist von allen Seiten zu sehen. Über Kraut, Laub und Schlick ist das der Unterschied zwischen einem Köder, der fischt, und einem, der nach zehn Minuten zugedeckt ist.
Steckbrief Seitenarm-Montage
- Aufgabe
- Köder über weichem Grund und Kraut anbieten Sichtbar über dem Blei, statt darin oder darunter
- Bauteile
- Wirbel, Blei am kurzen Stück, Seitenarm, Haken Das Blei nach unten, der Arm zur Seite, beide am Wirbel
- Prinzip
- Das Blei sinkt ein, der Köder bleibt oben Der Arm steht ab, weil er steifer ist als alles andere
- Bleigewicht
- 20 bis 90 g Nach Wurfweite und Strömung, der Rechner unten sagt es
- Bleiform
- Birnenblei mit Öse Es hängt, es läuft nicht, deshalb mit Öse statt Kanal
- Vorfachlänge
- 12 bis 25 cm Arm Kurz in Strömung, lang im Stillwasser
Alle 10 Angaben
- Zielfische
- Zander, Barsch, Aal, Brassen, Schleie Mit Köderfisch auf Zander, mit Wurm auf Aal und Schleie
- Gewässer
- See, Teich, Kanal, ruhiger Fluss Überall, wo der Grund weich oder bewachsen ist
- Schwierigkeit
- mittel Der Aufbau ist einfach, der Wurf verlangt Gefühl
- Grenze
- verwickelt ab 45 m Der abstehende Arm schlägt im Flug um die Hauptschnur
Zwei Abgänge an einem Wirbel
Der Wirbel ist die Verteilstelle, und die beiden Abgänge daran sind die ganze Montage. Das Stück zum Blei darf dünn und weich sein, der Arm zum Köder muss steif sein, sonst steht er nicht ab. Wer beides aus derselben Schnur bindet, hat eine Grundmontage mit Umweg gebaut.
Die Montage Teil für Teil
6 BauteileSechs Stellen, und die beiden Abgänge am Wirbel sind die Montage. Blei nach unten, Arm zur Seite, und der Arm steht nur ab, wenn er steifer ist als die Schnur, an der er hängt.
-
Wirbel
Die Verteilstelle. Nach unten geht das Stück zum Blei, zur Seite der Arm, und beide drehen sich frei, ohne die Hauptschnur zu verdrallen.
-
Stück zum Blei
15 bis 40 cm, schwächer als alles andere. Auf weichem Grund länger, damit der Arm über dem eingesunkenen Blei steht. Reißt etwas, dann hier.
-
Seitenarm
Steifer als die Hauptschnur, deshalb steht er ab. Seine Länge hängt an der Strömung, und sie ist das, was der Rechner ausgibt.
-
Haken
Am Ende des Arms, eine Handbreit bis einen halben Meter über dem Grund. Der Köder hängt frei und ist von allen Seiten zu sehen.
-
Köder
Köderfisch, Wurm oder Made. Er schwebt über dem Schlamm, wo ein liegender Köder nach zehn Minuten verschwunden wäre.
-
Blei
Hängt unten und darf einsinken. Es hält die Montage am Platz, und der Köder steht trotzdem frei darüber.
Verwandte Montagen
3 MontagenDrei Wege, den Köder über den Grund zu heben. Unter jeder Zeichnung steht, wann sie die bessere Wahl ist.
Tiroler Hölzl
Dieselbe Statik mit einem Röhrchen statt des Bleis. Über Steinen die bessere Wahl, über Schlamm die schlechtere.
Grundmontage
Der Köder liegt hinter dem Laufblei am Grund. Auf festem Boden feiner und weiter zu werfen.
Anti-Tangle-Montage
Das Vorfach hinter dem Blei, aber mit Röhrchen gegen das Verwickeln. Auf Distanz über 45 m die richtige Bauform.
Ein Wirbel, zwei Schlaufen, ein Haken
Zwei Knoten, einer oben, einer unten, und dazwischen nur Schlaufen. Oben hält der Clinchknoten den Wirbel an der Hauptschnur, die Schlaufe an Blei-Stück und Arm lässt beides am Wasser tauschen, wenn der Grund ein längeres Stück oder die Strömung einen kürzeren Arm verlangt.
-
Den Wirbel an die Hauptschnur knoten
Ein Dreiwegewirbel oder ein kräftiger Tönnchenwirbel. An ihm hängen zwei Dinge, das Blei unten und der Arm zur Seite, und der Wirbel nimmt den Drall aus beidem.
-
Das Blei an einem kurzen Stück unter den Wirbel hängen
15 bis 40 cm Schnur, eine Nummer schwächer als die Hauptschnur, Schlaufe in die Öse des Bleis und in die untere Öse des Wirbels. Auf weichem Grund länger, damit der Arm über dem eingesunkenen Blei steht.
-
Den Seitenarm binden und einhängen
12 bis 25 cm aus steifem Fluorocarbon oder Mono, das dicker ist als die Hauptschnur. Er kommt an die seitliche Öse des Wirbels, nie an dieselbe wie das Blei.
-
Den Haken an den Arm binden
Hakengröße nach Köder. Für Köderfisch auf Zander wird der Arm selbst aus beißfestem Material gebunden, sobald ein Hecht möglich ist.
-
Den Köder aufziehen und den Wurf abbremsen
Kurz vor dem Aufschlag einen Finger an die Spule. Die Montage streckt sich in der Luft, der Arm legt sich neben die Hauptschnur, und nichts wickelt sich um nichts.
Armlänge, Abstand und Blei
Die Anleitungen nennen 20 cm Arm, und im See stimmt das. Im Fluss schlägt ein Arm dieser Länge um die Hauptschnur, und auf Schlamm sitzt er zu nah am Blei. Drei Längen hängen an zwei Größen, und der Rechner legt sie nebeneinander.
Wie lang darf der Arm sein?
RechnerEin Seitenarm arbeitet nur, wenn er sich streckt. Zu lang schlägt er um die Hauptschnur, zu kurz hängt der Köder am Blei. Dazwischen liegt eine Länge, die an der Strömung hängt, und ein Abstand zum Blei, der am Grund hängt.
Seitenarm-Rechner
Wurfweite, Strömung und Grund rein, Blei, Arm und Abstand raus
- Bleigewicht …
- Länge des Seitenarms …
- Abstand Arm zu Blei …
Der Arm wird aus steiferem Material gebunden als die Hauptschnur, Fluorocarbon oder ein dickeres Mono, sonst stimmt keine dieser Längen. Ein weicher Arm legt sich auch mit 10 cm an.
Der Arm wird kürzer, je mehr das Wasser zieht, weil die Strömung ihn sonst umschlägt. Der Abstand zum Blei wird länger, je weicher der Grund ist, weil das Blei sonst den Köder mit in den Schlamm nimmt. Das Blei selbst folgt derselben Regel wie bei der Grundmontage, nach Wurfweite und Zug.
Warum der Arm steifer sein muss als die Schnur
Ein Seitenarm arbeitet nur, wenn er absteht. Beim Einholen zieht die Hauptschnur, beim Absinken fällt das Blei voraus, und in beiden Fällen legt sich ein weicher Arm an die Schnur an, wie ein nasses Haar an die Haut.
Steif genug, um abzustehen
So sieht der Wirbel aus, wenn beide Abgänge richtig sitzen. Das Stück zum Blei ist dünn und darf sich biegen, der Arm ist dick und steht waagerecht ab, mit dem Haken frei am Ende.
Fluorocarbon ist das Material dafür. Es ist steifer als Mono gleicher Stärke, sinkt und ist im Wasser kaum zu sehen.
Der Arm steht ab, weil er dicker ist als die Schnur darüber. AI-Bild
Fluorocarbon ist das Material dafür. Es ist steifer als Mono gleicher Stärke, sinkt und ist im Wasser kaum zu sehen. Wer Mono nimmt, nimmt es zwei Nummern dicker als die Hauptschnur. Ein Arm aus 0,25er an einer 0,25er Hauptschnur steht nie ab, ein Arm aus 0,35er Fluorocarbon immer.
| Hauptschnur | Arm aus Fluorocarbon | Arm aus Mono |
|---|---|---|
| 0,20 bis 0,22 mm | 0,28 mm | 0,30 mm |
| 0,25 bis 0,28 mm | 0,33 mm | 0,35 mm |
| 0,30 bis 0,35 mm | 0,40 mm | 0,45 mm |
| geflochten 0,12 bis 0,15 mm | 0,33 mm | 0,35 mm |
Der Haken folgt dem Köder. Für einen Köderfisch auf Zander wird der Arm aus beißfestem Material gebunden, sobald ein Hecht möglich ist, mit einem Köderfisch von 8 bis 12 cm am Einzelhaken Größe 1 bis 1/0.
Der Irrtum von der Weitwurfmontage
In manchen Anleitungen steht die Seitenarm-Montage als Montage für weite Würfe, weil das Blei am Ende sitzt und die Montage kompakt fliegt. Sie fliegt kompakt, bis der Arm die Schnur überholt. Ab etwa 45 m schlägt er im Flug um die Hauptschnur, und die Montage liegt als Knäuel am Grund.
Auf Distanz gehört das Vorfach hinter das Blei, mit einem Röhrchen dazwischen, das ist die Anti-Tangle-Montage. Der Seitenarm ist die Montage für den kurzen und mittleren Wurf über weichen Grund, und dort gibt es nichts Besseres.
Das Blei versinkt, der Köder nicht
So arbeitet die Montage im Schlamm. Das Blei ist zur Hälfte eingesunken und hält, der Köderfisch steht am Arm darüber im freien Wasser, von allen Seiten zu sehen.
Mit einer Grundmontage läge der Köderfisch an derselben Stelle im Schlamm, und kein Zander fände ihn.
Halb versunkenes Blei, frei stehender Köder. AI-Bild
Wofür die Seitenarm-Montage taugt
Gefragt ist ein Köder über dem Grund, und die Antwort hängt daran, was der Grund ist. Über Schlamm und Kraut ist der Arm die richtige Bauform, über Steinen und auf Distanz steht in der Tabelle, was stattdessen gefischt wird.
Wofür die Seitenarm-Montage taugt
2 Aufgaben-
Köder soll am Grund liegen
-
Erste Wahl
Schlamm und Kraut
Der Seitenarm sitzt über dem Blei. Sinkt das Blei in den Schlamm, steht der Köder trotzdem frei.
-
Erste Wahl
Fluss oder Strom
In der Strömung streckt sich der Arm und hält den Köder in Bewegung, ohne dass er unter das Blei rutscht.
-
Besser nicht
ab etwa 50 m
Je weiter der Wurf, desto sicherer schlägt der Arm um die Hauptschnur. Auf Distanz ist das die falsche Bauform.
Besser geeignet: Festbleimontage
-
-
Köder soll in einer bestimmten Tiefe stehen
-
Geht auch
Fluss oder Strom
Mit langem Arm schwebt der Köder eine Handbreit über Grund. Eine Pose stellt die Tiefe genauer ein.
Besser geeignet: Posenmontage
-
Der Preis für den sichtbaren Köder
Der abstehende Arm verwickelt im Flug schneller als jede andere Bauform, und ein Zupfer am Arm kommt gedämpfter an der Rute an als am Laufblei. Beides bezahlt die Montage dafür, dass der Köder über dem Grund steht.
Die Montagen im Vergleich
15 MontagenKeine dieser Zeilen ist besser als die andere, sie tun Verschiedenes. Die Punkte sagen nur, worin eine Montage stark ist und was sie dafür aufgibt.
-
Anti-Tangle-Montage
Sie fischt nach dem Wurf noch, statt als Knäuel am Grund zu liegen.
- Bissanzeige gut
- Selbsthak-Wirkung gut
- Wurfweite sehr gut
- Hängersicherheit gut
- Einfacher Aufbau gut
-
Festbleimontage
Der Anhieb passiert von allein, auch wenn du gerade nicht an der Rute stehst.
- Bissanzeige gering
- Selbsthak-Wirkung sehr gut
- Wurfweite sehr gut
- Hängersicherheit gut
- Einfacher Aufbau gut
-
Grundmontage
Der Fisch nimmt den Köder, ohne Widerstand zu spüren.
- Bissanzeige sehr gut
- Selbsthak-Wirkung gering
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit gut
- Einfacher Aufbau sehr gut
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Helikopter-Montage
Sie fliegt weiter als jede andere und legt das Vorfach oben auf den Grund.
- Bissanzeige gering
- Selbsthak-Wirkung sehr gut
- Wurfweite sehr gut
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau gering
-
Tiroler Hölzl
Sie kommt über Steine und Totholz, wo jedes andere Blei hängen bleibt.
- Bissanzeige gut
- Selbsthak-Wirkung gering
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau sehr gut
-
Texas-Rig
Sie läuft durch Kraut, Äste und Steinpackungen, ohne hängen zu bleiben.
- Bissanzeige sehr gut
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau gut
-
Wasserkugel
Sie wirft eine Fliege 30 m weit mit der Spinnrute, ohne Fliegenrute und ohne Wurfschule.
- Bissanzeige gering
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite sehr gut
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau sehr gut
-
Carolina-Rig
Der Köder schwebt frei hinter dem Blei und deckt beim Einholen viel Fläche ab.
- Bissanzeige gut
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite sehr gut
- Hängersicherheit gut
- Einfacher Aufbau gut
-
Gummifischmontage
Der Biss kommt direkt in die Hand, und der Köder ist in einer Minute gewechselt.
- Bissanzeige sehr gut
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit gering
- Einfacher Aufbau sehr gut
-
Laufposenmontage
Sie fischt Tiefen ab, die länger sind als die Rute.
- Bissanzeige sehr gut
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau gering
-
Posenmontage
Du siehst den Biss, bevor der Fisch den Köder wirklich genommen hat.
- Bissanzeige sehr gut
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite gering
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau gut
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Seitenarm-Montage diese Seite
Der Köder liegt über Schlamm und Kraut, statt darin zu verschwinden.
- Bissanzeige gut
- Selbsthak-Wirkung gering
- Wurfweite gering
- Hängersicherheit sehr gut
- Einfacher Aufbau gut
-
Feedermontage
Futter und Köder landen bei jedem Wurf an derselben Stelle.
- Bissanzeige sehr gut
- Selbsthak-Wirkung gering
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit gering
- Einfacher Aufbau gering
-
Forellenmontage
Der Köder steht in wählbarer Höhe über dem Grund, ohne Pose, die der Wind vertreibt.
- Bissanzeige gut
- Selbsthak-Wirkung kaum
- Wurfweite gut
- Hängersicherheit gut
- Einfacher Aufbau gut
-
Köderfischmontage
Der einzige Aufbau hier, der einen Räuber sicher am Haken hält.
- Bissanzeige gut
- Selbsthak-Wirkung gering
- Wurfweite gering
- Hängersicherheit gut
- Einfacher Aufbau gering
Die Stufen ordnen ein, sie messen nicht. Was eine Montage im Wasser wirklich tut, hängt an Schnurbogen, Rutenwinkel und Strömung.
Seitenarm oder Grundmontage
Beide legen ein Blei ab und bieten einen Köder daneben an, und sie unterscheiden sich darin, wo der Köder liegt. Die eine legt ihn hin, die andere hebt ihn an.
Seitenarm oder Grundmontage?
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Ein einfacher Test am Wasser entscheidet. Kommt das Blei beim Einholen schwarz und riechend zurück, ist der Grund weich, und der Köder gehört an den Arm. Kommt es sauber zurück, liegt er an der Grundmontage besser.
Wo der Seitenarm fischt
Die Montage gehört dorthin, wo der Grund weich ist. Auf Sand und Kies ist sie eine Grundmontage mit Nachteilen, über Schlamm und Kraut die einzige Bauform, bei der der Köder nach einer Stunde noch zu sehen ist.
Wo diese Montage ihre Stärke ausspielt
3 Ansichten-
Krautfeld
Der Rand des Krautfelds ist der Platz, für den die Montage gebaut ist. Das Blei sinkt ins Kraut, der Köder steht darüber, wo Schleie und Zander ihn sehen.
-
Schilfgürtel
Vor dem Schilf liegt Schlamm aus abgestorbenen Halmen. Ein langes Stück zum Blei hebt den Köder darüber, der Aal findet ihn nachts.
-
Seerosenfeld
Zwischen den Stängeln versinkt jeder Köder. Mit dem Arm steht er in der Lücke, und der Wurf geht nur kurz, also verwickelt nichts.
-
Scharkante
Am Fuß der Kante sammelt sich weicher Grund. Der Köder steht eine Handbreit darüber, der Zander zieht nachts daran entlang.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser, Steg.
-
Kehrwasser
Hinter dem Hindernis lagert sich Schlamm ab, und das Wasser steht fast. Der Arm darf lang sein, der Köder spielt frei.
-
Buhnenfeld
Im Buhnenkessel liegt Feinsediment. Der Köder steht über dem Schlick, das Blei darunter, und die Strömung streckt den kurzen Arm.
-
Gleithang
Die flache Innenkurve mit gleichmäßigem Zug. Kurzer Arm, das Blei hält, der Köderfisch treibt eine Handbreit über dem Sand.
-
Einmündung
Wo ein Bach einmündet, liegt oft weicher Grund aus Laub und Schlamm. Der Arm hebt den Wurm darüber.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Brückenpfeiler, Krautfahne, Prallhang.
-
Fahrrinne
Die Sohle der Fahrrinne ist weich und dunkel. Auf der Kante steht der Köder am Arm über dem Schlick, in Sicht des Zanders.
-
Liegeplätze
Zwischen den Schiffen sammelt sich Schlamm, und dort stehen Aal und Zander. Ein langes Stück zum Blei, ein kurzer Wurf.
-
Hafeneinfahrt
Vor der Hafeneinfahrt liegt Feinsediment, das jeder Schiffsverkehr aufwirbelt. Der Köder über dem Grund bleibt sichtbar, wenn der am Grund zugedeckt ist.
-
Steinpackung
Am Fuß der Böschung geht Stein in Schlamm über. Das Blei liegt im Weichen, der Köder steht vor den Steinen.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Brückenpfeiler, Kaimauer.
Vier Fehler, die den Arm anlegen
Alle vier führen zum selben Ergebnis, der Köder hängt am Blei statt darüber, und keiner davon ist der Montage in der Hand anzusehen.
Arm aus derselben Schnur
Ein Arm aus der Hauptschnur legt sich beim ersten Zug an sie an, und der Köder hängt am Blei statt darüber. Der Arm braucht Steifigkeit, Fluorocarbon oder ein Mono, das zwei Nummern dicker ist als die Schnur, an der er hängt.
Zu weit geworfen
Über 45 m überholt der Arm das Blei in der Luft und schlägt um die Hauptschnur. Die Montage liegt dann als Knäuel am Grund und fischt nicht. Auf Distanz gehört das Vorfach hinter das Blei, mit einem Röhrchen dazwischen.
Arm direkt über dem Blei
Sitzt der Arm 5 cm über dem Blei, versinkt der Köder mit dem Blei im Schlamm. Auf weichem Grund gehört das Blei 30 bis 40 cm unter den Wirbel, damit der Köder frei darüber steht, wenn das Blei eingesunken ist.
Ohne Wirbel gebunden
Ein Arm, der direkt in die Hauptschnur geknotet ist, dreht bei jedem Einholen um sie herum. Nach zehn Würfen ist die Schnur eine Spirale. Der Wirbel nimmt den Drall, und mit einem Dreiwegewirbel sitzt jeder Abgang an seiner eigenen Öse.
Was über weichem Grund gemeldet wird
Unten stehen Fangmeldungen unserer Angler, gezählt für die Methode Grundangeln. Ob der Köder am Arm hing oder am Laufblei, sagt die Statistik nicht, aber Köder und Arten zeigen, was am Grund bei uns zusammenkommt.
Aus 15 gemeldeten Fängen
06/2019 bis 09/2026 · 10 Gewässer · Stand 10.10.2026Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Wer sehen will, was hinter den Zahlen steckt, findet darunter die Fotos dazu, jedes mit Revier, Tag und Köder.
Seitenarm-Montage aus der Community
zuletzt gemeldetGewässer, an denen so gefangen wird
1 von 10Häufige Fragen zur Seitenarm-Montage
11 FragenWie baue ich eine Paternoster- oder Seitenarm-Montage auf?
Einen Wirbel an die Hauptschnur, darunter an einem 15 bis 40 cm langen Stück das Blei, seitlich am Wirbel einen steifen Arm von 12 bis 25 cm mit dem Haken. Der Arm kommt an eine eigene Öse und wird aus Fluorocarbon oder dickem Mono gebunden, damit er absteht.
Was ist der Unterschied zwischen Paternoster und Seitenarm-Montage?
Keiner, es sind zwei Namen für dieselbe Bauform mit dem Köder über dem Blei. Paternoster ist der ältere Begriff, Seitenarm der beschreibende. Beim Meeresangeln heißt Paternoster ein Vorfach mit mehreren Armen übereinander, das ist eine andere Montage.
Wie lang muss der Seitenarm sein?
25 cm im Stillwasser, 18 cm bei spürbarer und 12 cm bei zügiger Strömung. Je mehr Zug, desto kürzer, sonst schlägt der Arm um die Hauptschnur. Länger als 30 cm verwickelt er auch im See, kürzer als 10 hängt der Köder am Blei.
Wie weit über dem Blei sitzt der Arm?
15 cm auf festem Grund, 35 cm auf weichem. Auf Schlamm sinkt das Blei ein, und das Stück zum Blei muss so lang sein, dass der Arm noch über dem Schlick steht. Der Rechner oben nennt beide Längen für deinen Grund.
Warum muss der Arm steifer sein als die Hauptschnur?
Weil er sonst nicht absteht. Ein Arm aus derselben Schnur legt sich an die Hauptschnur an, und der Köder hängt am Blei statt darüber. Fluorocarbon oder ein Mono, das zwei Nummern dicker ist, hält den Arm waagerecht.
Wie schwer ist das Blei bei der Seitenarm-Montage?
Wie bei der Grundmontage nach Wurfweite und Strömung, also 20 bis 40 g am Ufer im Stillwasser und 60 bis 90 g in zügiger Strömung. Das Blei hängt an einer Öse, es läuft nicht, und es darf einsinken.
Verwickelt sich die Seitenarm-Montage beim Wurf?
Ab etwa 45 m regelmäßig, darunter selten, wenn der Wurf vor dem Aufschlag abgebremst wird. Ein Finger an der Spule streckt die Montage in der Luft, und der Arm legt sich neben die Hauptschnur. Auf Distanz ist die Anti-Tangle-Montage die bessere Wahl.
Welche Fische fängt die Seitenarm-Montage?
Zander mit Köderfisch über weichem Grund, Aal und Schleie mit Wurm vor dem Schilf, Barsch mit kleinem Köderfisch am Steg, Brassen mit Made und Mais über Schlamm. Überall dort, wo ein liegender Köder verschwinden würde.
Seitenarm-Montage oder Grundmontage?
Die Frage ist der Grund. Auf Sand und Kies liegt der Köder an der Grundmontage feiner und wirft weiter. Über Schlamm, Kraut und Laub steht er am Seitenarm sichtbar darüber. Wer beides hat, wechselt, sobald das Blei beim Einholen schwarz zurückkommt.
Welcher Wirbel für die Seitenarm-Montage?
Ein Dreiwegewirbel hat für Hauptschnur, Blei und Arm je eine Öse und ist dafür gebaut. Ein kräftiger Tönnchenwirbel tut es auch, dann hängen das Stück zum Blei und der Arm beide in der unteren Öse, mit Schlaufen eingehängt.
Geht der Seitenarm auch mit Köderfisch auf Zander?
Ja, und über weichem Grund ist er die beste Zandermontage. Der Köderfisch steht eine Handbreit über dem Schlamm, sichtbar und riechbar. Sobald ein Hecht möglich ist, wird der Arm selbst aus Stahl oder Titan gebunden.
Passt dazu
Halte fest, was an dieser Montage hing
Im Fangbuch trägst du zu jedem Fang Köder, Methode und Gewässer ein. Aus vielen solcher Meldungen entstehen die Fangdaten auf diesen Seiten, dazu siehst du je Gewässer den Fang-Index für heute. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.