Eine offene Kleinteilebox mit Schroten und Perlen auf einem Holzsteg, davor liegt eine Schnur mit laufendem Birnenblei, Gummiperle und Wirbel auf den Brettern, dahinter ein See im Morgennebel AI
Angel-Guide

Angelmontagen: welche Montage wofür, mit Aufbau

Zwischen Hauptschnur und Haken liegen selten mehr als fünf Teile, und ihre Reihenfolge entscheidet, ob ein Biss ankommt. 15 Bauformen und vier Auswahl-Seiten: welche wofür, für welchen Fisch, und ob das Gewicht zu deiner Rute passt.

19 Seiten Bauformen und Auswahl 17 Fälle im Montage-Finder 12 Zielfische in der Tabelle
René Seidel René Seidel Aktualisiert 12.09.2026

Kurz gesagt

  • Eine Angelmontage ist die Reihenfolge der Teile zwischen Hauptschnur und Haken. Sie entscheidet, ob der Fisch beim Abziehen Widerstand spürt, ob du den Biss siehst und ob die Montage nach dem Wurf noch fischt.
  • Drei Bauprinzipien decken fast alles ab: das laufende Blei der Grundmontage für den vorsichtigen Biss, das feste Blei, an dem der Fisch sich selbst hakt, und die Pose, die den Köder in einer Tiefe hält und jeden Zupfer zeigt.
  • Für Aal, Brassen und Schleie ist die Grundmontage erste Wahl, für Karpfen die Festbleimontage, für Zander, Hecht und Wels der tote Köderfisch am Grund, für Barsch das Texas-Rig, für Rotauge und Forelle die Posenmontage.
  • Das Blei richtet sich nach Wurfweite und Strömung, nicht nach dem Fisch: 30 bis 40 g auf mittlere Distanz im Stillwasser, 70 bis 95 g in starker Strömung, ab 80 g, sobald der Fisch sich selbst haken soll.
  • Blei und Köder zusammen sollen zwischen der Hälfte und drei Vierteln des Wurfgewichts der Rute liegen. Ein gefüllter Futterkorb wiegt das Doppelte seiner Aufschrift, und was darüber liegt, bricht die Rute im Wurf.

Warum die Reihenfolge der Teile über den Biss entscheidet

Ein Fisch, der einen Köder aufnimmt, bewegt ihn. Er hebt ihn an, zieht ihn ein Stück zur Seite oder schwimmt mit ihm los, und in diesem Moment entscheidet die Montage, was er dabei spürt und was du davon siehst. Läuft die Schnur frei durch das Blei, spürt er nur das Gewicht der Schnur und schwimmt weiter, bis der Anhieb kommt. Sitzt das Blei fest und das Vorfach ist kurz, spürt er nach wenigen Zentimetern das volle Gewicht, und die Spitze des Hakens fasst, ohne dass jemand an der Rute steht. Hängt der Köder unter einer Pose, hebt oder senkt sich die Antenne, bevor überhaupt Zug auf der Schnur liegt.

Das sind die drei Bauprinzipien, und die 15 Bauformen dieses Registers sind Varianten davon, jede für ein Problem, das eines der drei nicht löst. Das Röhrchen der Anti-Tangle-Montage verhindert, dass sich das Vorfach beim Wurf um das Blei wickelt. Der Seitenarm hebt den Köder über Kraut. Das Tiroler Hölzl kommt über Steine. Der Futterkorb ersetzt das Blei durch etwas, das nebenbei füttert. Das Verzeichnis unten ist nach diesen Bauarten sortiert, zu jeder Montage steht dabei, wie schwer sie zu bauen ist, was am Blei hängt und für welche Fische sie die erste Wahl ist.

Der Köder liegt am Grund, der Biss läuft durch Grundmontagen

Das Blei bringt den Köder nach unten und hält ihn dort, und die Schnur läuft so durch oder an ihm vorbei, dass der Fisch beim Abziehen nur ihr Gewicht spürt. Die Grundmontage ist die Grundform, die drei anderen lösen je ein Problem an ihr: Verwicklung beim Wurf, weicher Grund, harte Hindernisse.

Das Blei sitzt fest, der Fisch hakt sich selbst Selbsthak-Montagen

Ein kurzes Vorfach und ein Blei ab 80 g, das nicht nachgibt. Zieht der Fisch ab, treibt das Gewicht den Haken ins Maul, ohne dass jemand an der Rute steht. Gebaut für Stunden am Platz, nicht für den vorsichtigen Zupfer.

Die Pose trägt den Köder und zeigt den Biss Posenmontagen

Der Köder hängt in der Tiefe, die du der Pose vorgibst, und jeder Zupfer steht als Bewegung auf dem Wasser. Fest auf der Schnur, solange die Tiefe kürzer ist als die Rute; gleitend bis zum Stopper, wenn sie länger ist.

Der Korb füttert bei jedem Wurf nach Feedermontagen

Ein Futterkorb an der Stelle des Bleis, der Haken eine Vorfachlänge dahinter. Jeder Wurf legt Futter und Köder auf denselben Fleck, und der Platz baut sich über den Tag auf. Die Montage des Feederns, hier als Bauform erklärt.

Ein toter Köderfisch liegt am Grund Raubfisch-Montagen

Der Räuber nimmt einen ganzen Fisch, und die Montage muss ihm Zeit lassen und seinen Zähnen standhalten. Laufblei davor, beißfestes Vorfach dahinter, und zwischen beiden das Stück Schnur, das über Zander, Hecht und Wels entscheidet.

Ein Gummiköder wird über den Grund geführt Kunstköder-Rigs

Die Montagen des Spinnfischens. Am Jigkopf sitzt das Blei im Köder und führt ihn über den Grund; beim Texas- und Carolina-Rig sitzt es auf der Schnur davor, und der Köder läuft dahinter frei, durch Kraut und Steine oder schwebend über Sand.

Die richtige Montage für deine Stelle

Die meisten Fragen an ein Montagen-Verzeichnis haben dieselbe Form. Wo soll der Köder hin, und was für ein Wasser liegt vor mir. Ein Köder am Grund im Stillwasser verlangt eine andere Montage als derselbe Köder über Schlamm, und ein Köder, der in 3 m Tiefe stehen soll, wieder eine andere als einer, der liegen darf. Der Finder unten stellt beide Fragen und nennt die Bauformen, die dafür gebaut sind, mit dem Grund und dem, was am Blei hängt.

Die Empfehlungen kommen aus einer gemeinsamen Matrix aller 15 Bauformen, nicht aus den einzelnen Seiten. Was auf der Seite der Grundmontage über weichen Grund steht, gilt deshalb auch hier, und wo eine Montage für eine Lage die falsche Wahl ist, nennt ihre Seite die, die es besser kann.

Der Montage-Finder

Aufgabe und Lage

Sag, wo der Köder hin soll und was für ein Wasser vor dir liegt. Darunter stehen bis zu fünf Montagen, die dafür gebaut sind, mit dem Grund, der Schwierigkeit und dem Blei, das daran hängt.

Wo soll der Köder hin?
Was für ein Wasser ist das?

  • Grundmontage

    Die Schnur läuft durch das Blei, der Fisch spürt beim Abziehen nur das Gewicht der Schnur. Genau dafür ist sie gebaut.

    einfach zu bauen, Blei 25 bis 165 g

    Erste Wahl
  • Carolina-Rig

    Das Blei pflügt über Sand und Kies, der Köder folgt eine Handbreit darüber. Auf freiem Grund und auf Distanz die fängigste Bauform.

    einfach zu bauen, Blei 10 bis 21 g

    Erste Wahl
  • Gummifischmontage

    Der Kopf zieht den Köder auf den Grund, der Sprung hebt ihn ab, und der Biss kommt beim Absinken. Auf freiem Grund die Montage des Spinnfischens.

    einfach zu bauen, Blei 3 bis 30 g im Jigkopf

    Erste Wahl
  • Festbleimontage

    Fängt gut, kostet dich aber die feinen Bisse: was den Köder nur anhebt, siehst du nicht.

    mittel zu bauen, Blei 80 bis 160 g

    Geht auch
  • Anti-Tangle-Montage

    Auf kurze Distanz verwickelt kaum etwas, und das Röhrchen kostet dich Bissanzeige, die du dort nicht verschenken musst.

    einfach zu bauen, Blei 30 bis 110 g

    Geht auch

Welche Montage für welchen Fisch

Die zweite Form der Frage ist die häufigere, und sie steht in der Suche mit dem Namen des Fisches davor. Die Tabelle unten dreht die Matrix um: je Zielfisch die Bauformen, mit denen er gezielt gefangen wird, und die, die ihn auch fangen. Sie ist bewusst kurz. Wer für Zander drei erste Wahlen sieht, hat keine Antwort, sondern eine Liste.

Für vier Fische reicht eine Tabellenzeile nicht, weil die Antwort vom Wasser abhängt. Karpfen über Schlamm brauchen eine andere Bauform als Karpfen auf Kies, Zander im Fluss eine andere als Zander im Baggersee. Diese vier haben eigene Auswahl-Seiten, die nach Grund, Distanz und Wasser fragen und dann eine Bauform nennen; die Zeile verlinkt dorthin.

Montagen nach Zielfisch

12 Zielfische

Erste Wahl heißt: mit dieser Montage wird der Fisch gezielt gefangen, und wer ihn will, fängt so an. Geht auch heißt: sie fängt ihn, aber eine andere Bauform ist die genauere Antwort. Bei Karpfen, Zander, Hecht und Wels entscheidet die Auswahl-Seite zwischen den Bauformen, nach Grund, Distanz und Wasser.

Was die Rute wirklich werfen muss

Die Frage, die auf keiner Montagenseite steht, weil sie alle betrifft. Jede Bauform nennt ihr Bleigewicht, aber die Rute wirft nicht das Blei, sie wirft alles, was am Ende der Schnur hängt: Blei, Wirbel, Vorfach, Köder und beim Feedern den Inhalt des Korbs. Ein 60-g-Korb mit nassem Futter wiegt im Wurf rund 120 g, und eine Feederrute mit 100 g Wurfgewicht bricht daran nicht im Drill, sondern beim Durchziehen.

Der Griff einer Rute liegt auf Stegbrettern, der Aufdruck auf dem Blank nennt 3,60 m und 40 bis 100 g Wurfgewicht, daneben ein Drahtkorb und zwei Birnenbleie auf dem Holz

Zwei Zahlen auf dem Blank, eine davon zählt hier

Die Länge steht für die Reichweite und die Kontrolle über die Schnur, das Wurfgewicht dafür, wie viel Masse der Blank beim Durchziehen aufnehmen kann, ohne zu überlasten. Die Angabe ist eine Obergrenze für den vollen Wurf und kein Wunschwert: die meisten Ruten werfen ein Gewicht bei zwei Dritteln ihrer Angabe am weitesten, weil der Blank sich dann ganz auflädt und beim Abwurf zurückschnellt.

Karpfenruten tragen statt des Wurfgewichts die Testkurve in Pfund, das Gewicht, das die Spitze im rechten Winkel zum Griff zieht. Rund 28 g je Pfund ergibt das Wurfgewicht, eine 3-lbs-Rute liegt also bei etwa 85 g. Weil dieser Wert vorsichtig gerechnet ist, wird eine Karpfenrute näher an ihrer Angabe gefischt als eine Feederrute: 70 g am Clip sind dort der Normalfall, nicht die Grenze.

Das Wurfgewicht ist eine Obergrenze. Der beste Wurf liegt bei zwei Dritteln davon. AI-Bild

Der Kasten unten rechnet das zusammen und hält es gegen das Wurfgewicht deiner Rute. Die Regel dahinter ist dieselbe, die der Ruten-Check der Angeltechniken benutzt. Eine Rute wirft am besten, wenn das Gewicht zwischen der Hälfte und drei Vierteln ihrer Angabe liegt. Darunter lädt sich der Blank nicht auf, und der Wurf wird kurz. Darüber fehlt die Reserve für den Ruck beim Abwurf und für einen Köder, der Wasser gezogen hat.

Passt die Montage zu deiner Rute?

Rechner

Das Blei ist nur ein Teil dessen, was die Rute werfen muss. Ein gefüllter Korb wiegt das Doppelte seiner Aufschrift, ein Köderfisch kommt dazu, und was dann über dem Wurfgewicht liegt, bricht die Rute im Wurf. Trag ein, was am Ende der Schnur hängt, und was auf dem Blank steht.

Wurflast-Check

Blei, Köder und Rute rein, Urteil raus

Was hängt noch dran?
Ein kleiner Köder zählt kaum, ein gefüllter Korb doppelt
  • Hängt im Wurf an der Rute …
  • Vom Wurfgewicht …
  • Passende Rute …

Das Wurfgewicht ist die Angabe des Herstellers für den Wurf mit vollem Ausholen. Karpfenruten tragen statt dessen die Testkurve in lbs, mal 28 ergibt grob das Wurfgewicht in Gramm, 2,75 lbs sind rund 75 g; weil dieser Wert vorsichtig ist, liegt eine Karpfenrute mit 80 bis 90 Prozent davon richtig. Ein gefüllter Futterkorb wiegt etwa das Doppelte seiner Aufschrift, ein Köderfisch von 10 bis 15 cm rund 30 g.

Laufblei, Festblei, Pose: drei Wege, einen Biss zu sehen

Die drei Bauprinzipien unterscheiden sich in einer Frage: wer merkt den Biss zuerst, der Fisch oder du. Beim laufenden Blei merkst du ihn zuerst, weil die Schnur frei durch das Blei zieht und die Spitze sich bewegt, bevor der Fisch Widerstand spürt. Das ist die Montage für vorsichtige Fische und für Köder, die der Fisch erst im Maul drehen muss, den Köderfisch, den Tauwurm, das Brot. Der Preis ist der Anhieb: ihn setzt du, und wer die Spitze nicht sieht, hat den Fisch nicht.

Beim festen Blei merkt der Fisch ihn zuerst. Er zieht ab, das Vorfach ist nach 20 cm gestreckt, und das Gewicht des Bleis treibt den Haken ins Maul. Die Montage arbeitet, während du schläfst, und sie verlangt dafür einen Fisch, der den Köder entschlossen nimmt und ein Blei ab 80 g, das nicht nachgibt. Ein vorsichtiger Fisch lässt den Köder fallen, sobald er das Gewicht spürt, und du siehst davon nur ein kurzes Zucken.

Eine schlanke Pose mit rotem Antennenkopf steht im ruhigen Wasser eines Sees, der halbe Körper ragt über die Oberfläche, kleine Wellenringe darum, dahinter unscharf Schilf im Abendlicht

So steht eine Pose mit zu wenig Blei

Der halbe Körper ragt aus dem Wasser, und genau das ist der Fehler, der die meisten Bisse an der Pose kostet. Der Körper trägt das Blei, die Antenne trägt den Köder, und was der Fisch beim Anfassen bewegen muss, ist der gesamte Auftrieb, der noch über Wasser steht. Bei dieser Pose muss er erst den Körper unter Wasser drücken, und ein vorsichtiger Biss endet, bevor die Antenne zuckt. Richtig ausgebleit steht nur die Antenne heraus.

Zwei Bewegungen liest du dann daran ab. Die Antenne geht unter, der Fisch zieht nach unten oder zur Seite, der Anhieb kommt sofort. Die Antenne steigt und legt sich flach, der Fisch hat den Köder samt unterstem Schrot angehoben, ein Hebebiss, die Handschrift von Brassen und Schleie.

Zu viel Pose über Wasser. Richtig ausgebleit bleibt nur die Antenne. AI-Bild

Die Pose zeigt den Biss, bevor Zug auf der Schnur liegt. Sie trägt den Köder in der Tiefe, die du ihr vorgibst, und jede Bewegung des Köders wird zu einer Bewegung der Antenne. Der Fisch spürt fast nichts, weil der Auftrieb der Antenne kleiner ist als das Gewicht, das er ohnehin bewegt. Die Grenzen der Pose sind Wind, Wurfweite und Tiefe. Was weiter als 30 m liegt oder tiefer als die Rute lang ist, verlangt die Laufpose oder eine Montage am Grund.

Was die 15 Bauformen voneinander unterscheidet

Fünf Eigenschaften machen eine Montage aus. Die Bissanzeige sagt, wie direkt ein Zupfer bei dir ankommt, die Selbsthak-Wirkung, ob der Fisch den Anhieb selbst setzt, die Wurfweite, wie weit sie fliegt, ohne sich zu verwickeln, die Hängersicherheit, wie sie über Kraut und Steine kommt, und der Aufbau, wie schnell sie am Wasser steht. Eine Montage, die in allen fünf vorn läge, hätte die anderen 14 überflüssig gemacht, und sie gibt es nicht. Die Grundmontage zeigt den Biss am direktesten und hakt am wenigsten selbst, die Helikopter-Montage fliegt am weitesten und braucht vier Kleinteile.

Angelmontagen im Jahreslauf

Eine Montage kennt keine Jahreszeit, aber das Wasser, in dem sie fischt. Im Frühjahr steht der Fisch flach und nimmt vorsichtig, im Sommer wächst das Kraut bis unter die Oberfläche, im Herbst liegen die Plätze weit draußen, im Winter tief und dicht beieinander. Die Karten unten nennen je Jahreszeit die Bauformen, die dann vorn liegen, und den Grund dafür. Sie sind eine Reihenfolge zum Ausprobieren, keine Regel: ein warmer Februar fischt sich wie ein März.

Frühjahr März bis Mai, Wasser 4 bis 15 Grad, steigend

Das Wasser wird vom Ufer her warm, der Friedfisch zieht ins Flache, und für Hecht und Zander läuft in den meisten Ländern die Schonzeit. Die Montagen dieser Monate sind leicht, flach und sichtbar.

  • Posenmontage Rotauge und Schleie stehen flach am Kraut, und der leichte Waggler zeigt jeden Zupfer.
  • Feedermontage Der erste Futterplatz des Jahres, mit feinem Futter und kleinem Korb in Ufernähe.
  • Festbleimontage Die erste Fressphase der Karpfen in den flachen Buchten, die sich zuerst erwärmen.
  • Tiroler Hölzl Sobald der Fluss klar wird, steht die Forelle hinter den Steinen, und das Hölzl kommt darüber.
  • Forellenmontage Am Forellensee steht der Besatz im März knapp über Grund, und die Kugel hebt den Köder genau dorthin.
  • Wasserkugel Im Mai jagt der Hornhecht unter der Oberfläche der Ostsee, und die Kugel wirft die Fliege bis zu ihm.

Sommer Juni bis August, Wasser 18 bis 25 Grad

Kraut bis unter die Oberfläche, träge Mittagsstunden, Bisse in der Dämmerung und nachts. Vorn liegen die Montagen, die über dem Kraut fischen oder einen großen Köder im Dunkeln liegen lassen.

  • Köderfischmontage Aal, Zander und Wels fressen nachts, und der tote Köderfisch am Grund wartet auf alle drei.
  • Seitenarm-Montage Der Köder steht über dem Kraut statt darin, und der Aal findet ihn am Rand der Krautbank.
  • Texas-Rig Barsch und Zander stehen im Kraut und an der Steinpackung, wo nur der geschützte Haken durchkommt.
  • Helikopter-Montage Über Schlamm und Krautresten legt der Helikopter das Vorfach oben auf, statt es zu versenken.
  • Laufposenmontage Der Köderfisch für den Hecht hängt an der Krautkante, in der Tiefe, die die Rute nicht mehr erreicht.
  • Feedermontage Brassen und Karpfen stehen am Futterplatz, der Korb füttert bei jedem Wurf nach.

Herbst September bis November, Wasser 15 bis 6 Grad, fallend

Das Kraut fällt zusammen, die Räuber fressen sich Reserven an, und die Plätze liegen weiter draußen. Die Montagen dieser Monate tragen große Köder und fliegen weit.

  • Köderfischmontage Die beste Zeit für Zander und Hecht am Köderfisch, jetzt auch tagsüber.
  • Gummifischmontage Der Zander frisst sich an der Kante Reserven an, und der Gummi am Jigkopf fällt bei jedem Sprung vor ihn.
  • Carolina-Rig Über dem freien Grund sucht der Gummi hinter dem Blei viel Fläche ab, wo der Barsch dem Weißfisch folgt.
  • Helikopter-Montage Der Karpfen steht weit draußen, und nichts fliegt weiter als das Blei am Ende der Schnur.
  • Anti-Tangle-Montage Der Futterplatz liegt jetzt jenseits der 50 m, und das Röhrchen hält das Vorfach beim Wurf sauber.
  • Grundmontage Die letzten Aale und die ersten Brassen der Kante, mit dem Laufblei am Grund.

Winter Dezember bis Februar, Wasser unter 6 Grad

Kaltes, klares Wasser, die Fische stehen tief und dicht beieinander und nehmen wenig. Die Montagen dieser Monate sind fein, tief und ohne Widerstand im Biss.

  • Laufposenmontage Rotauge und Brassen stehen im tiefsten Loch, tiefer als die Rute lang ist.
  • Feedermontage Wenig Futter, kleiner Korb, Made am Haken: der Winter-Feeder fängt, wenn nichts anderes geht.
  • Grundmontage Der Zander nimmt den Köderfisch träge, und das frei laufende Blei lässt ihm die Zeit.
  • Carolina-Rig Langsam über den Grund geschleift ist der Gummi hinter dem Blei die Winterführung für Barsch und Zander.
  • Festbleimontage Karpfen im Winter stehen an der tiefen Kante, und der Selbsthak hält die Rute im Spiel, wenn selten ein Biss kommt.

Was die Fangmeldungen über Grund und Pose sagen

Das Fangbuch von CatchHub kennt keine Montagen, aber es kennt die Methode zu jedem Fang, und jede Methode fischt eine Bauart. Grundangeln ist ein Blei am Grund, Posenangeln eine Pose, Feedern ein Korb, Spinnfischen ein Köder in der Hand. Daraus wird unten eine Verteilung, die keine Anleitung liefert: sie sagt, womit die Zielfische wirklich gemeldet werden, und ob der Karpfen am Festblei oder der Zander am Gummi in der Praxis so vorn liegt, wie die Tabelle oben es behauptet.

Aus 86 gemeldeten Fängen

68 mit Methodenangabe · 06/2019 bis 10/2026 · 31 Gewässer · Stand 10.10.2026

Blei, Pose, Korb oder Kunstköder: womit gemeldet wird

Gezählt werden alle Fänge im CatchHub-Fangbuch, unabhängig von ihrer Sichtbarkeit und ohne Namen. Das Fangbuch kennt keine Montagen, nur Methoden; jede Methode wird ihrer Bauart zugeordnet (Grundangeln dem Blei am Grund, Posenangeln der Pose, Feedern dem Korb, Spinnfischen dem Kunstköder in der Hand). Die Anteile beziehen sich auf alle gemeldeten Fänge, die je Zielfisch auf seine Fänge mit Methodenangabe; ein Zielfisch bekommt seine Zeile ab 10 davon.

Die Kleinteile, die jede Montage braucht

Eine Montage ist so gut wie ihr schwächstes Teil, und das ist selten das Blei. Es ist der Wirbel, dessen Öhr eine Rille hat, die Perle, die fehlt, der Stopper, der zum falschen Schnurdurchmesser gehört, der Clip, der das Blei nicht freigibt. Die Box unten enthält, was für alle 15 Bauformen reicht, und der Bildtext sagt, wofür jedes Teil gut ist.

Nahaufnahme einer geöffneten Kleinteilebox mit Fächern voller Tönnchenwirbel, Karabinerwirbel, Gummiperlen, Anti-Tangle-Röhrchen und Schnurstoppern, davor liegen ein Sicherheitsclip und ein Stück Silikonschlauch auf dem Holz

Sechs Teile, die in jeder Box liegen sollten

Wirbel in zwei Größen, weil ein Wirbel für den Aal am Öhr eines Wallerhakens lächerlich ist und umgekehrt. Gummiperlen, die den Knoten vor dem Blei schützen und beim Wurf den Schlag nehmen. Silikonschlauch, der ein Röhrchen, einen Wirbel oder ein Vorfach in Linie hält. Schnurstopper für die Laufpose. Ein Sicherheitsclip, der das Blei bei einem Abriss freigibt. Und ein Anti-Tangle-Röhrchen, das aus jeder Grundmontage eine Weitwurfmontage macht.

Was nicht in die Box gehört, sind Teile ohne bekannte Herkunft. Ein Stopper, der zum falschen Schnurdurchmesser gehört, und ein Wirbel ohne Tragkraftangabe kosten am Wasser mehr Zeit, als sie im Laden gespart haben.

Wirbel, Perle, Schlauch, Stopper, Clip, Röhrchen. Der Rest ist Schnur. AI-Bild

Zwei Regeln gelten für jedes Teil. Es ist eine Nummer kleiner, als es sich bequem anfühlt, weil jeder Millimeter Draht am Vorfach ein Millimeter ist, den der Fisch sieht und der beim Wurf bremst. Und es trägt mindestens so viel wie die Schnur, an der es hängt, weil sonst die Montage an einem Teil reißt, das 20 Cent gekostet hat. Die Knoten dazu stehen im Register Angelknoten: Palomar am Wirbel, Grinner am kleinen Öhr, Schlaufe am Köder.

Blei, Recht und die Regeln am Wasser

Die Wahl der Bleiform ist eine Wahl nach Grund und Strömung, und sie steht auf der Seite der Grundmontage als Tabelle: Olive für die Schnur, Birne für den Wurf, Sargblei für Sand, Kralle für Strom. Was hier dazugehört, ist der rechtliche Rahmen. Die EU hat 2026 einem Verkaufsverbot für Angelblei zugestimmt, gestaffelt nach Gewicht und mit Übergangsfristen von Monaten bis Jahren; ein Verwendungsverbot ist es nicht, und wer Blei im Kasten hat, darf es weiter fischen. Den Stand des Verfahrens mit Fristen und Quellen führt die Seite der Grundmontage, und er wird dort nachgezogen, sobald die Verordnung im Amtsblatt steht.

Fünf verschiedene Angelbleie liegen nebeneinander auf einem verwitterten Holzbrett, eine Olive, ein Birnenblei, ein flaches Sargblei, ein Krallenblei mit Drahtarmen und ein Kegelblei, daneben ein kleiner Futterkorb

Die Form entscheidet, wo das Blei liegen bleibt

Eine Kugel rollt in jeder Strömung, eine Olive läuft auf der Schnur, ohne sie zu klemmen, ein Birnenblei fliegt am weitesten, ein flaches Sargblei liegt auf Sand, wo eine Birne kippt, und ein Krallenblei gräbt seine Arme in Kies und hält bei 80 g, wo eine Kugel bei 120 g noch wandert. Das Gewicht ist die zweite Frage, die Form die erste.

Der Kegel gehört zu den Rigs des Spinnfischens: mit dem Kanal auf der Schnur läuft er vor dem Köder her und schiebt sich durch Kraut, statt sich darin zu verhaken. Und der Korb ist ein Blei mit Aufgabe, er wiegt leer wie ein Blei und voll fast das Doppelte.

Fünf Formen, fünf Gründe. Erst die Form wählen, dann das Gewicht. AI-Bild

Zwei weitere Regeln hängen nicht am Blei, sondern an der Montage. Das Abspannen einer Montage vom Ufer zum gegenüberliegenden Ufer oder zu einer Boje ist in vielen Gewässerordnungen untersagt oder an eine Erlaubnis gebunden, und die Wallermontage sagt, wo. Und Montagen mit mehreren Haken, zwei Vorfächern oder einem Drilling am lebenden Köderfisch fallen unter Landesrecht und Tierschutz; der lebende Köderfisch ist in Deutschland verboten, die Zahl der Haken je Rute regelt der Erlaubnisschein. Was in deinem Gewässer gilt, steht auf seiner Seite in der Gewässerdatenbank.

Die erste Montage für den Anfang

Wer anfängt, braucht keine 15 Bauformen. Vier decken die ersten Jahre am Wasser ab, und sie stehen unten in der Reihenfolge, in der sie sich lernen lassen: die Grundmontage, weil alles Weitere eine Änderung an ihr ist, die Posenmontage, weil sie das Ausbleien lehrt, das Festblei, sobald der erste Karpfen dran ist, und der Köderfisch, sobald der erste Zander dran ist.

Dazu die vier Handgriffe, die an jeder Montage gleich sind. Sie stehen mit auf der Liste, weil sie mehr Fische retten als der Wechsel von einer guten Bauform zur nächsten.

Vier Montagen und vier Handgriffe

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Häufige Fragen zu Angelmontagen

14 Fragen
Welche Angelmontage ist die richtige für Anfänger?

Die Grundmontage. Laufblei, Perle, Wirbel, Vorfach, Haken, in fünf Minuten gebunden, und sie fängt Aal, Brassen, Schleie und Barbe. Als zweite die Posenmontage, weil sie den Biss zeigt, bevor der Fisch den Köder ganz genommen hat. Alles Weitere ist eine Änderung an einer der beiden.

Welche Montage für Zander?

Am Ansitz die Köderfischmontage: Laufblei, Perle, Wirbel, 50 bis 60 cm Vorfach und ein toter Köderfisch am Grund. Mit dem Gummi in der Hand das Texas-Rig, wo Kraut und Steine liegen, sonst der Jigkopf. Ob Fluss, Baggersee oder Kanal, entscheidet die Zandermontage-Seite.

Welche Montage für Hecht?

Ein toter Köderfisch, wo der Hecht steht, mit einem Vorfach, das seine Zähne aushält: unter der Laufpose an der Krautkante, mit der Köderfischmontage am Grund, oder als Kunstköder am Stahlvorfach. Die Hechtmontage-Seite fragt nach dem Wasser und nennt die passende der drei.

Welche Montage für Karpfen?

Auf festem Grund die Festbleimontage mit 80 bis 100 g am Sicherheitsclip, kurzem Vorfach und Boilie am Haar. Liegt Schlamm am Platz, der Helikopter mit hoch gesetztem Ring; liegt Kraut, das Chod-Rig; ab 80 m in jedem Fall das Blei am Ende der Schnur. Die Karpfenmontage-Seite entscheidet nach Grund und Distanz.

Welche Montage für Forelle?

Am Forellensee die Posenmontage mit 2 bis 4 g Pose, Made, Bienenmade oder Teig am 8er bis 10er Haken, in der Tiefe, in der die Fische ziehen. Im Fluss über Steinen das Tiroler Hölzl mit Wurm oder Köderfisch, das über dem Grund schwebt statt darin zu hängen.

Welche Montage für Aal?

Die Grundmontage mit 25 bis 60 g Laufblei, 40 bis 60 cm Vorfach aus 0,30er bis 0,35er Mono und Tauwurm oder Fischfetzen am 2er bis 4er Haken, nachts am Grund. Über Kraut die Seitenarm-Montage, damit der Köder oben liegt. Ein Aal dreht sich im Vorfach, deshalb ein Wirbel davor.

Grundmontage oder Posenmontage?

Grund, wenn der Köder liegen soll und der Fisch am Boden frisst: Aal, Brassen, Karpfen, Zander am Köderfisch. Pose, wenn der Köder in einer Tiefe stehen soll, der Fisch vorsichtig nimmt oder der Grund voller Kraut liegt: Rotauge, Schleie, Forelle. Über 30 m und bei Wind gewinnt der Grund.

Wie schwer muss das Blei sein?

Nach Wurfweite und Strömung, nicht nach dem Fisch. Als Faustregel 30 bis 40 g auf mittlere Distanz im Stillwasser, 45 bis 60 g bei spürbarem Zug, 70 bis 95 g in starker Strömung, und ab 80 g, sobald der Fisch sich selbst haken soll. In Strömung entscheidet die Form mehr als das Gewicht, ein Krallenblei liegt bei 80 g, wo eine Kugel bei 120 g rollt.

Was ist eine Selbsthakmontage?

Eine Montage, bei der das Blei fest sitzt und das Vorfach kurz ist, 15 bis 30 cm. Zieht der Fisch ab, spürt er nach wenigen Zentimetern das volle Gewicht, und der Haken fasst ohne Anhieb. Die Festbleimontage und die Helikopter-Montage arbeiten so, mit Blei ab 80 g; ein leichteres Blei hakt nichts.

Muss das Vorfach dünner sein als die Hauptschnur?

Ja, bei jeder Montage mit Blei. Bleibt der Haken hängen, reißt das Vorfach, und Blei und Wirbel kommen zurück, statt mit 20 m Schnur im Gewässer zu bleiben. Eine Stufe reicht, 0,25er Vorfach an 0,30er Hauptschnur. Die Ausnahme ist das beißfeste Vorfach für Hecht und Wels, das stärker sein muss; dort wird die Hauptschnur entsprechend gewählt.

Wie lang muss das Vorfach sein?

So lang, wie der Fisch Zeit braucht, den Köder zu nehmen. Kurz, 15 bis 30 cm, wenn er sich selbst haken soll, wie beim Karpfen. Mittel, 40 bis 60 cm, für Aal und Köderfisch am Laufblei. Lang, 60 bis 100 cm, beim Feedern und am Carolina-Rig, wo der Köder hinter dem Blei schweben soll. In Strömung kürzer, im klaren Stillwasser länger.

Welche Montage im Fluss?

Eine, deren Blei liegen bleibt und deren Köder nicht auf dem Grund scheuert. Die Grundmontage mit Krallenblei, das Tiroler Hölzl über Steinen, die Seitenarm-Montage, wenn der Köder über dem Grund stehen soll, und der Feederkorb, wo angefüttert wird. Die Pose fischt im Fluss nur im ruhigen Wasser hinter Buhnen und in Kehrwassern.

Warum verwickelt sich meine Montage beim Wurf?

Weil das Vorfach im Flug um das Blei schlägt. Je länger das Vorfach und je leichter der Köder, desto eher. Abhilfe ist ein Röhrchen zwischen Blei und Wirbel, ein Stück Silikonschlauch, das den Wirbel in Linie hält, ein kürzeres Vorfach oder die Helikopter-Montage, bei der das Blei voranfliegt. Dazu den Wurf kurz vor dem Aufschlag abbremsen, damit sich alles streckt.

Ist Angelblei verboten?

Noch nicht. Die EU hat 2026 einem Verkaufsverbot für Bleigewichte zugestimmt, gestaffelt nach Gewicht mit Übergangsfristen; ein Verwendungsverbot ist es nicht. Bis die Verordnung im Amtsblatt steht, gilt nur, was der Erlaubnisschein deines Gewässers sagt. Den Stand mit Fristen führt die Seite der Grundmontage.

Quellen und Stand

2 Quellen
  1. ECHA: Lead in shot, bullets and fishing weights Amtliche Übersicht zum REACH-Verfahren: Verkaufsbeschränkung, gestaffelt nach Gewicht, kein Verwendungsverbot. Abgerufen am 12.09.2026
  2. DAFV: EU-Bleibeschränkung für Angelgeräte, aktueller Stand Abstimmungstermine und Übergangsfristen, Stand 04.05.2026

Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.

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René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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Halte fest, was an deiner Montage hing

Im Fangbuch von CatchHub trägst du zu jedem Fang Köder, Methode und Gewässer ein, dazu siehst du je Gewässer den Fang-Index für heute und die Regeln vor Ort. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.

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