Kurz gesagt
- Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist ein schlangenförmiger Fisch mit durchgehendem Flossensaum, ohne Bauchflossen und mit Schuppen, die tief in der Haut liegen.
- Er laicht in der Sargassosee, rund 6.000 km entfernt, und stirbt danach. Beobachtet hat den Laichakt in freier Natur bis heute niemand.
- Entnehmen lässt er sich je nach Land ab 35 cm, meistens aber erst ab 50 cm. Dazu kommen Tagesbegrenzungen und in Hamburg ein Entnahmefenster.
- Die Art gilt als vom Aussterben bedroht. Wehre und Turbinen, verlorene Auen, ein eingeschleppter Schwimmblasen-Parasit und die Fischerei wirken zusammen.
- Ein Blankaal mit silbrigen Flanken und vergrößerten Augen ist auf dem Weg zur Fortpflanzung und gehört zurückgesetzt, unabhängig von der Verordnung.
Ein Fisch, der aussieht wie eine Schlange und keiner ist
Der langgestreckte Körper ohne Bauchflossen, die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse zu einem durchgehenden Saum verschmolzen, die winzigen Schuppen tief in der Haut: der Aal wirkt wie ein Fremdkörper zwischen heimischen Fischen. Er ist trotzdem einer, mit Kiemen, Schwimmblase und allem, was dazugehört.
Aal erkennen
4 MerkmaleVier Merkmale, und keines davon braucht einen zweiten Blick. Der Aal ist der einzige heimische Fisch, der sich am Umriss allein bestimmen lässt.
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Kleiner Kopf, weites Maul
Unterkiefer etwas vorstehend, Augen klein. Ein Breitkopf frisst gröber, ein Spitzkopf feiner, es bleibt dieselbe Art.
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Ein durchgehender Flossensaum
Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind zu einem Band verwachsen. Kein anderer heimischer Fisch hat das.
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Keine Bauchflossen
Nur ein Paar Brustflossen direkt hinter dem Kopf. Das unterscheidet ihn von Quappe und Schmerle.
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Haut mit feinen Schuppen im Schleim
Die Schuppen liegen tief in der Haut, deshalb wirkt der Aal nackt. Der Schleim ist der Grund, warum ihn niemand mit bloßen Händen hält.
Nicht verwechseln mit
2 ArtenVerwechselt wird diese Art vor allem mit den folgenden. Unter jedem Umriss steht, woran der Unterschied hängt.
Neunauge
Aalförmig, aber kein Fisch im engeren Sinn und nach Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Es hat keine Kiefer, sondern eine runde Saugscheibe, sieben Kiemenöffnungen als Punktreihe hinter dem Auge und keine Brustflossen. Ein solches Tier geht sofort zurück ins Wasser, unabhängig von jeder Fischereiverordnung.
Quappe
Ebenfalls langgestreckt, glatt und schleimig, aber mit einem Bartfaden am Kinn, zwei getrennten Rückenflossen und einer eigenen, abgerundeten Schwanzflosse. Bauchflossen hat sie, der Aal nicht.
Steckbrief Aal
- Wissenschaftlicher Name
- Anguilla anguilla
- Familie
- Flussaale (Anguillidae)
- Maximale Länge
- etwa 130 cm Weibchen werden deutlich größer als Männchen
- Lebensweise
- katadrom Wächst im Süßwasser heran, laicht im Meer
- Laichgebiet
- Sargassosee Rund 6.000 km entfernt, im westlichen Atlantik
- Aufenthalt im Süßwasser
- 5 bis 20 Jahre Je nach Nahrungsangebot und Temperatur, Weibchen länger
Alle 16 Angaben
- Aktivität
- überwiegend nachts Findet Nahrung fast ausschließlich über den Geruchssinn
- Bestand
- vom Aussterben bedroht Der Zustrom junger Aale liegt weit unter dem Niveau der 1980er Jahre
- Maximales Gewicht
- rund 6 kg Fische über 1 kg sind im Fangbuch bereits die Ausnahme
- Nahrung
- Würmer, Insektenlarven, Krebse, Kleinfisch Spitzkopf bei Kleintieren, Breitkopf bei Fisch
- Lebensraum
- Bach bis Brackwasser Von kleinen Fließgewässern über Seen bis in die Ostsee-Bodden
- Geschlechtsreife
- erst auf der Wanderung ins Meer Im Süßwasser bleiben die Keimdrüsen unentwickelt, deshalb laicht kein Aal im Fluss
- Alter
- im Süßwasser bis über 20 Jahre Ein Weibchen von 80 cm ist oft 15 Jahre und älter
- Laichzeit
- vermutlich Frühjahr, im Meer Nie beobachtet, abgeleitet aus dem Alter der kleinsten Larven
- Fresstemperatur
- ab etwa 12 Grad Unter 10 Grad stellt er die Nahrungsaufnahme weitgehend ein
- Hauptsaison
- Mai bis September, warme Nächte
Die Haut leistet dabei mehr als bei anderen Arten. Sie nimmt Sauerstoff auf, solange sie feucht bleibt, weshalb ein Aal Strecken über Land überstehen kann. Diese Haut macht ihn auch empfindlich gegenüber trockenen Händen und trockenen Tüchern.
Wo ein Aal in der Dämmerung auftaucht
Tagsüber steckt er in Löchern, unter Wurzeln oder im weichen Grund. Mit dem Licht verlässt er das Versteck und sucht Nahrung ausschließlich über den Geruchssinn ab, meist entlang einer Struktur statt quer durchs Freiwasser.
Die Stunde nach Sonnenuntergang
Der Aal verlässt sein Versteck, sobald das Licht weg ist. Die erste Stunde nach Sonnenuntergang bringt mehr Bisse als der Rest der Nacht zusammen.
Wer erst um Mitternacht anfängt, hat den besten Teil verpasst. Und weil er dem Ufer folgt, liegt die Montage nah an der Kante statt weit draußen.
Die erste Dunkelheit ist die aktivste Zeit, nicht die Mitte der Nacht. AI-Bild
Wo Aal steht
3 Ansichten-
Schilfgürtel
Aus dem Schilfgürtel kommt er in der Dämmerung heraus. Die Montage liegt davor, nicht darin.
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Zufluss
Ein Zulauf bringt Sauerstoff und Futter. Nach warmen Tagen die sicherste Stelle im See.
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Scharkante
Die Scharkante ist im See seine Leitlinie. Nach Einbruch der Dunkelheit zieht er an ihr entlang vom Tiefen ins Flache, und die Montage gehört auf diese Linie statt daneben.
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Totholz
Unter versunkenem Holz steht er tagsüber. Nachts sucht er im Umkreis von wenigen Metern.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Seerosenfeld, Krautfeld, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser, Steg.
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Buhnenfeld
Steine, Lücken und ruhiges Wasser: das Buhnenfeld ist im Fluss die erste Adresse, der Kopf der Buhne die beste Stelle darin.
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Einmündung
Nach Regen spült ein Zulauf Würmer und Trübung ein. Aale ziehen genau dorthin, oft schon in der Dämmerung.
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Totholz
Wurzelwerk am Steilufer ist Tagesversteck. Der Wurf geht an den Rand davon, nicht mitten hinein.
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Prallhang
Die tiefe Außenkurve mit Steinschüttung hält die größeren Fische, die sich tagsüber tief verkriechen.
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Gleithang
Der Übergang von Schlamm zu Kies ist eine Nahrungsgrenze. Genau auf dieser Linie sucht der Aal nachts.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Kehrwasser, Brückenpfeiler, Krautfahne.
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Steinpackung
Die Blöcke sind tagsüber Versteck und nachts Speisekammer. Kurz vor Dunkelheit direkt an die Kante legen.
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Kaimauer
An der Wand entlang zieht der Aal seine Bahn. Die Montage liegt dicht darunter, nicht weit draußen.
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Liegeplätze
Im Hafenbecken steht das Wasser und der Grund ist weich, dort ist die Nahrungsdichte am höchsten.
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Hafeneinfahrt
An der Enge wechseln Strömung und Grund. Solche Übergänge nutzt der Aal als Leitlinie.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Brückenpfeiler, Fahrrinne.
Diese Leitlinien sind der Grund, warum am Aal die Platzwahl mehr entscheidet als der Köder. Ein Wurm auf der falschen Seite einer Steinkante wird nicht gefunden, derselbe Wurm 2 m weiter schon.
Die Reise, die noch niemand gesehen hat
Der Aal wird im westlichen Atlantik geboren, driftet als durchsichtige Weidenblattlarve mit der Strömung nach Europa, verwandelt sich vor der Küste in einen Glasaal und steigt in die Flüsse auf. Dort bleibt er 5 bis 20 Jahre, frisst und wächst. Am Ende wandert er zurück und stirbt nach dem Laichen.
Beobachtet hat diesen Schlussakt niemand. Die Sargassosee gilt als Laichgebiet, weil dort die kleinsten je gefundenen Larven auftauchen, aber ein laichender Aal in freier Natur ist bis heute unbeobachtet geblieben. Die Frage beschäftigt die Fischereiwissenschaft seit über 100 Jahren, und sie ist offen.
Gelbaal, Blankaal und der Wechsel dazwischen
Was du am Wasser fängst, ist meist ein Gelbaal: die Fressphase, mit gelblichem Bauch und normal großen Augen. Er nimmt Nahrung auf, wächst und bleibt jahrelang in seinem Revier.
Woran du einen Blankaal erkennst
Ein Aal in dieser Färbung frisst nicht mehr. Vor der Wanderung stellt sich sein Körper um, die Flanken werden silbrig, der Rücken dunkel, und die Augen vergrößern sich für das Sehen in der Tiefe.
Alles, was er für 6.000 km braucht, trägt er als Fett mit sich. Wer einen solchen Fisch am Haken hat, setzt ihn zurück, unabhängig davon, was die Verordnung erlaubt.
Silbrige Flanken und vergrößerte Augen: dieser Fisch ist auf dem Weg. AI-Bild
Vor der Wanderung stellt sich der Körper um. Die Flanken werden silbrig, der Rücken dunkel, die Augen vergrößern sich deutlich für das Sehen in der Tiefe, und der Verdauungstrakt bildet sich zurück. Ein solcher Blankaal frisst nicht mehr. Alles, was er für 6.000 km braucht, trägt er als Fett mit sich. Wer einen erkennt, setzt ihn zurück, unabhängig davon, was die Verordnung erlaubt. Dieser Fisch ist auf dem Weg zur Fortpflanzung.
Schonzeit, Maß und ein Flickenteppich aus Sonderregeln
Bei keiner anderen Art fällt die Übersicht so unübersichtlich aus. Manche Länder schonen den Aal über Herbst und Winter, andere gar nicht, und mehrere Regeln gelten ausdrücklich nur für einzelne Flussgebiete.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
16 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 35 und 50 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg Gilt nur im Rhein und seinem Gewässersystem | 15. Sept. bis 1. März | 50 cm |
| Bayern Gilt nur im Gebiet von Rhein, Elbe und Weser, nicht an der Donau | 1. Okt. bis 31. Dez. | 50 cm |
| Berlin Zusammen mit Zander höchstens drei Fische an einem Fangtag | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Brandenburg Mit der Handangel höchstens drei Aale an einem Fangtag | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Bremen | keine Schonzeit heute frei | 45 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens drei Fische am Tag | keine Schonzeit heute frei | 45 cm |
| Hessen Höchstmaß 70 cm | 15. Sept. bis 1. März heute geschont | 50 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern An der Küste derzeit ganzjährig gesperrt. Das Land setzt das Verbot jedes Jahr neu, vor der Tour beim LALLF nachsehen | 1. Dez. bis 28. Feb. | 50 cm |
| Niedersachsen In den Landkreisen Leer, Aurich, Friesland, Wittmund, Ammerland, Wesermarsch, Cuxhaven und Stade sowie in Emden und Wilhelmshaven ab 28 cm | keine Schonzeit heute frei | 35 cm |
| Nordrhein-Westfalen Die Schonzeit gilt nur im Rheinhauptstrom ohne seine Nebengewässer | 1. Okt. bis 1. März | 50 cm |
| Rheinland-Pfalz | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Saarland | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Sachsen | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Sachsen-Anhalt | keine Schonzeit heute frei | 50 cm |
| Schleswig-Holstein An der Küste derzeit gesperrt, ausgenommen Unterelbe, Untereider, Schlei und Trave. Fänge sind meldepflichtig | keine Schonzeit | 50 cm |
| Thüringen Mit der Handangel höchstens zwei Aale je Fangtag | 1. Nov. bis 28. Feb. heute frei | 50 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Über dem Landesrecht liegt außerdem europäisches. Für Küstengewässer bestehen zeitweise Fangverbote, die jährlich neu festgelegt werden und in dieser Tabelle nicht abgebildet sind. An der Küste gilt es, die aktuelle Regelung gesondert zu prüfen.
Breitkopf und Spitzkopf
Zwei Aale aus demselben Gewässer können unterschiedlich aussehen, und das hat einen sachlichen Grund. Tiere, die sich früh auf Fisch und Krebse verlegen, entwickeln einen breiteren Schädel und ein kräftigeres Maul. Wer bei Würmern und Insektenlarven bleibt, behält einen schmalen, spitzen Kopf.
Es sind zwei Wege durch dasselbe Leben, keine Unterarten und keine getrennten Bestände. Für das Angeln erklärt das eine alte Beobachtung: an manchen Gewässern läuft der Fischfetzen besser als der Wurm, an anderen genau umgekehrt, und beides kann im selben Fluss stimmen.
Wie schwer ist ein Aal von 80 cm?
Ein Aal ist lang und leicht zugleich, und die Länge täuscht deshalb regelmäßig. Die Tabelle holt die Erwartung auf den Boden, bevor die Waage es tut.
Länge, Gewicht und Mindestmaß
RichtwerteAal: Gewicht nach Länge
Mindestmaß, wo es eins gibt
Alle übrigen Bundesländer führen für diese Art kein Mindestmaß. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann trotzdem eins nennen, und er gilt zusätzlich.
Richtwert aus einer Längen-Gewichts-Beziehung, nicht gewogen. Ein Fisch aus einem mageren Fluss liegt darunter, einer vor der Laichzeit darüber. Sobald genug Fänge mit Gewicht gemeldet sind, rechnet diese Kurve mit den echten Fischen.
Wie alt ist ein Aal von 70 cm?
Beim Aal zählt nicht die Zeit seit dem Schlupf, sondern die Zeit im Süßwasser, und die verläuft langsam. Ein Steigaal kommt mit etwa 7 cm an der Küste an, danach wächst er im Schnitt 3 bis 5 cm im Jahr. Ein 70er hat also 12 bis 18 Jahre im Fluss hinter sich, dazu die Drift als Larve über den Atlantik, für die je nach Untersuchung 1 bis 3 Jahre angesetzt werden.
Wachstum: Alter und Länge
bis 105 cm- 3 Jahre 20 bis 30 cm
- 5 Jahre 30 bis 42 cm
- 8 Jahre 45 bis 58 cm
- 10 Jahre 55 bis 68 cm
- 12 Jahre 62 bis 75 cm
- 15 Jahre 72 bis 88 cm
- 20 Jahre 85 bis 105 cm
Männchen bleiben unter 50 cm und wandern früher ab, jeder Aal über 60 cm ist ein Weibchen. An diesen alten Fischen hängt der Bestand, was die Empfehlung vieler Verbände erklärt, kapitale Aale zurückzusetzen.
Was die Meldungen zur Aalsaison zeigen
Die Zahlen unten kommen aus dem Fangbuch der Community und beschreiben nur, wann tatsächlich gemeldet wurde.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Beim Aal verzerrt die Tageszeit die Statistik stärker als bei jeder anderen Art. Er beißt überwiegend nachts, und nachts wird seltener eingetragen als am Nachmittag. Die Uhrzeit-Kurve ist deshalb eher ein Bild vom Verhalten der Angler als vom Verhalten der Fische.
Darunter stehen gemeldete Fänge mit Foto und Revier, direkt aus dem Fangbuch.
Aal aus der Community
zuletzt gemeldetTief geschluckt: der eine Griff, der zählt
Ein Aal nimmt den Köder auf und schluckt ihn im Schwimmen. Wer zu lange wartet, hat den Haken im Schlund, und genau daraus entsteht der größte vermeidbare Schaden bei dieser Art.
Einen Aal versorgen, ohne ihn zu schädigen
0 von 5Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Sitzt der Haken trotzdem zu tief, wird das Vorfach dicht am Maul gekappt und der Fisch zurückgesetzt. Ein Haken rostet, eine aufgeschnittene Speiseröhre nicht. Für das Aalangeln haben sich Kreis- oder Wurmhaken bewährt, die im Maulwinkel fassen statt im Schlund.
Warum der Bestand eingebrochen ist
Der Europäische Aal gilt weltweit als vom Aussterben bedroht, der höchsten Stufe vor dem Verschwinden, und die Ursachen liegen nicht in einem einzelnen Faktor. Wehre und Turbinen zerschneiden seine Wanderwege in beide Richtungen. Auen und Feuchtgebiete, in denen junge Aale aufwachsen, sind weitgehend verschwunden. Ein eingeschleppter Parasit befällt die Schwimmblase und beeinträchtigt ausgerechnet das Organ, das für 6.000 km Tiefseewanderung gebraucht wird. Dazu kommen veränderte Meeresströmungen und die Fischerei.
Das Bauwerk, an dem die Wanderung endet
Ein Wehr wie dieses trennt einen Fluss in zwei Teile, und zwar für beide Richtungen. Junge Aale kommen nicht hinauf, abwandernde Blankaale geraten in die Turbinen.
Genau hier liegt der Hauptgrund für den Zusammenbruch des Bestands, und nicht bei der Angelfischerei. Wo Querbauwerke zurückgebaut oder mit funktionierenden Anlagen versehen werden, ändert sich das messbar.
Ohne Aufstiegshilfe endet die Wanderung hier, in beide Richtungen. AI-Bild
Für dich als Angler heißt das nicht, dass Aalangeln verboten wäre, wo es erlaubt ist. Es heißt, dass die Entscheidung über jeden einzelnen Fisch mehr Gewicht hat als bei anderen Arten, und dass ein Blankaal in jedem Fall zurückgeht. Wo dein Revier steht und welche Regeln dort gelten, findest du auf seiner Gewässerseite.
Häufige Fragen zur Fischart Aal
8 FragenWann hat der Aal Schonzeit?
Das ist beim Aal die schwierigste Frage überhaupt. Mehrere Länder schonen ihn im Herbst und Winter, andere gar nicht, und einige Regeln gelten nur für bestimmte Flussgebiete. Dazu kommen Fangbeschränkungen der EU für Küstengewässer. Die Tabelle oben zeigt jede Landesangabe einzeln, samt Hinweis auf den Geltungsbereich.
Wie groß muss ein Aal sein, damit ich ihn mitnehmen darf?
Das Mindestmaß liegt je nach Bundesland zwischen 35 und 50 cm, in den meisten Ländern bei 50 cm. Mehrere Länder begrenzen zusätzlich die Stückzahl je Angeltag, Hamburg führt sogar ein Entnahmefenster.
Wie groß wird ein Aal?
Weibchen erreichen bis etwa 130 cm und rund 6 kg, Männchen bleiben deutlich kleiner und meist unter 50 cm. Ein Aal von 80 cm ist im Fangbuch schon ein grosser Fisch, Fänge über 1 kg sind die Ausnahme.
Wo laicht der Aal?
In der Sargassosee im westlichen Atlantik, rund 6.000 km von Europa entfernt. Belegt ist das über die Fundorte der kleinsten Larven. Einen laichenden Aal hat in freier Natur noch niemand beobachtet, obwohl seit mehr als 100 Jahren danach gesucht wird.
Was ist der Unterschied zwischen Gelbaal und Blankaal?
Es sind zwei Lebensabschnitte desselben Fisches. Der Gelbaal frisst und wächst im Süßwasser und hat einen gelblichen Bauch. Vor der Wanderung wandelt er sich zum Blankaal: die Flanken werden silbrig, die Augen vergrößern sich, und der Verdauungstrakt bildet sich zurück, weil er auf der Reise nichts mehr frisst.
Warum ist der Aalbestand eingebrochen?
Es wirkt mehreres zusammen: Querbauwerke und Turbinen an Flüssen, der Verlust von Auen und Feuchtgebieten, ein eingeschleppter Parasit in der Schwimmblase, veränderte Meeresströmungen und die Fischerei. Der Zustrom junger Aale nach Europa liegt seit den 1980er Jahren um ein Vielfaches niedriger.
Was ist ein Breitkopfaal?
Ein Aal, dessen Kopf sich an harte Beute angepasst hat. Wer früh auf Fisch und Krebse umsteigt, bekommt einen wuchtigeren Schädel als ein Tier, das bei Würmern bleibt. Beide gehören derselben Art an, es ist keine Unterart und kein getrennter Bestand.
Wann ist Aalsaison?
Von Mai bis September, sobald das Wasser dauerhaft über 12 Grad liegt. Die besten Nächte sind warm, bedeckt und windstill, oft nach einem Gewitter mit steigendem Wasserstand. Unter 10 Grad frisst der Aal kaum noch und gräbt sich für den Winter ein.
Quellen und Stand
2 Quellen-
Rote Liste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 09.09.2026
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ICES Advice, wissenschaftliche Bestandsberatung Grundlage der jährlichen EU-Fangmengenentscheidungen
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Aal gerade gemeldet wird
CatchHub zeigt dir für jedes Gewässer, welche Arten dort gefangen werden, den Fang-Index für heute und die Regeln, die vor Ort gelten. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.