Kurz gesagt
- Die Schleie (Tinca tinca) hat rot bis orange Augen, winzige Schuppen unter einer sehr dicken Schleimschicht und durchgehend abgerundete Flossen.
- Drei Bundesländer schonen sie während der Laichzeit im Mai und Juni. Das Mindestmaß liegt fast überall bei 25 cm, nur Bayern verlangt 26 cm.
- Männchen und Weibchen lassen sich ganzjährig an den Bauchflossen unterscheiden: beim Milchner sind sie löffelartig verdickt. Kaum eine andere heimische Art gibt das preis.
- Sie wird erst ab etwa 15 Grad richtig aktiv und hat ihr Optimum zwischen 20 und 24 Grad. Daher die kurze Saison von Mai bis September.
- Der Doktorfisch, an dem sich kranke Fische gesundreiben, ist eine Legende aus dem Mittelalter. Ihr Schleim schützt sie selbst, nicht andere.
Rote Augen und ein Fisch wie Seife
Eine Schleie verrät sich über drei Dinge gleichzeitig: die roten bis orangen Augen, den dunkelgrünen bis bronzefarbenen Körper mit winzigen, tief eingebetteten Schuppen und die durchweg abgerundeten Flossen. Nichts an ihr ist spitz oder eckig.
Rotes Auge, grüne Haut, dicker Schleim
Zwei Merkmale auf einem Bild, und beide braucht es nicht zweimal anzusehen. Das Auge ist rot bis orange, und diese Farbe trägt kein anderer heimischer Fisch.
Die Haut daneben glänzt, weil sie unter einer ungewöhnlich dicken Schleimschicht liegt. Aus einer trockenen Hand rutscht dieser Fisch sofort, und mit einem trockenen Tuch nimmst du ihm den Schutz, den er gegen Parasiten und Verletzungen braucht.
Das rote Auge fällt schon aus einem Meter Entfernung auf. AI-Bild
Schleie erkennen
5 MerkmaleEine Schleie hat keine einzige spitze Kante am Körper, und das rote Auge sitzt schon aus der Entfernung wie ein Signal. Die restlichen Punkte bestätigen nur noch.
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Rot bis orange Auge
Kein anderer heimischer Fisch trägt diese Farbe im Auge. Sie bleibt auch am gelandeten Fisch erhalten und ist aus einem Meter Entfernung zu sehen.
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Kurze, abgerundete Rückenflosse
Sie bleibt niedrig und endet weich, ohne Spitze und ohne Einbuchtung. Die Karausche trägt an derselben Stelle eine höhere, nach außen gewölbte Flosse.
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Bauchflossen verraten das Geschlecht
Beim Milchner sind sie löffelartig verdickt und tragen einen kräftigen ersten Strahl, beim Rogner bleiben sie klein und gleichmäßig. Das ist ganzjährig zu sehen, nicht nur zur Laichzeit.
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Winzige Schuppen unter dickem Schleim
Die Schuppen liegen tief in der Haut und sind kaum einzeln zu erkennen, darüber liegt eine ungewöhnlich dicke Schleimschicht. Aus einer trockenen Hand rutscht dieser Fisch sofort.
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Breiter Schwanz, kaum gegabelt
Die Schwanzflosse endet fast gerade statt in zwei Spitzen, der Stiel davor ist kräftig. Diese Kombination gibt den Schub, mit dem sie sich ins Kraut zieht.
Nicht verwechseln mit
3 ArtenVerwechselt wird diese Art vor allem mit den folgenden. Unter jedem Umriss steht, woran der Unterschied hängt.
Karausche
Ebenfalls rundlich und dunkel, aber ohne jede Bartel und mit gelbgrünen statt roten Augen. Ihre Rückenflosse wölbt sich nach außen, die der Schleie bleibt gerade.
Brassen
Hochrückig, seitlich stark abgeflacht, silbrig bis bronzefarben, mit unterständigem Rüsselmaul und sehr langer Afterflosse. Sein Auge ist unauffällig grau.
Karpfen
Massiger gebaut und mit vier Barteln statt zwei, dazu eine lange Rückenflosse über den halben Rücken. Die Schleie trägt nur zwei kurze Barteln in den Mundwinkeln.
Steckbrief Schleie
- Wissenschaftlicher Name
- Tinca tinca
- Familie
- Karpfenfische (Cyprinidae)
- Maximale Länge
- etwa 70 cm Ein Fisch über 45 cm ist bereits bemerkenswert
- Maximales Gewicht
- rund 6 kg
- Augen
- rot bis orange Das auffälligste Merkmal, schon aus der Entfernung sichtbar
- Schuppen
- winzig, tief in der Haut Darüber eine ungewöhnlich dicke Schleimschicht
Alle 13 Angaben
- Laichzeit
- Mai bis Juli Erst ab etwa 18 bis 20 Grad, in Portionen über mehrere Wochen
- Toleranz
- sehr hoch Übersteht sauerstoffarmes und warmes Wasser besser als fast jede andere Art
- Nahrung
- Insektenlarven, Schnecken, Muscheln, Würmer Gründelt im Weichgrund und im Kraut, kaum Fisch
- Lebensraum
- verkrautete Flachbereiche Weiher, Altarme und Seen mit Weichgrund, auch in sauerstoffarmem Wasser
- Geschlechtsreife
- mit 3 bis 4 Jahren Ab etwa 25 cm, also genau am Mindestmaß der meisten Länder
- Alter
- bis 20 Jahre Wächst langsam, ein 50er Fisch ist meist über 10 Jahre alt
- Hauptsaison
- Mai bis September, frühe Morgenstunden
Dazu kommt die Schleimschicht, die dicker ist als bei jeder anderen heimischen Art. Ein frisch gelandeter Fisch fühlt sich an wie ein Stück Seife und rutscht aus jeder trockenen Hand. Diese Schicht ist ihr Schutz gegen Parasiten und Verletzungen im Kraut, und sie ist der Grund für eine sehr alte Legende.
Warum sie erst im Mai anfängt
Die Schleie ist ein ausgesprochener Warmwasserfisch. Unter 15 Grad ist sie kaum zu bewegen, ihr Optimum liegt zwischen 20 und 24 Grad. Daher die kurze Saison, und daher taucht sie im Winterfangbuch praktisch nicht auf.
Das Wasser, in dem sie steht
Flach, warm und voller Pflanzen, dazu weicher Grund: mehr braucht eine Schleie nicht, und weniger reicht ihr auch nicht. In solchen Bereichen gründelt sie zwischen den Stängeln nach Larven und Schnecken.
Die kleinen offenen Stellen zwischen dem Kraut sind dabei die Adresse, nicht die freie Fläche davor. Wer dort früh am Morgen einen Köder ablegt, angelt zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Warm, flach und dicht bewachsen: ihr Wasser. AI-Bild
Wo Schleie steht
2 Ansichten-
Krautfeld
Eine handtellergroße Lücke mitten im Krautfeld schlägt jede freie Fläche daneben. Sie frisst im Kraut, nicht davor.
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Schilfgürtel
Am Übergang vom Schilf ins offene Wasser liegt weicher Grund mit Larven und kleinen Muscheln. Das ist die klassische Adresse im Frühsommer.
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Seerosenfeld
Zwischen den Stängeln sitzt Nahrung, und das Blätterdach hält die Sonne ab. Ein Köder direkt an der Kante der Fläche reicht.
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Totholz
Versunkene Äste über Schlammgrund bündeln Kleintiere auf engem Raum. In Altarmen steht sie fast nur dort.
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Steg
Unter dem Bauwerk bleibt der Grund weich und ungestört, und die Pfähle tragen Bewuchs. Frühmorgens zieht sie an ihnen entlang.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Scharkante, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser.
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Buhnenfeld
Im hinteren Buhnenfeld steht das Wasser fast still und der Boden ist weich. Diese Ecken sind im Fluss ihr Ersatz für einen Weiher.
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Krautfahne
Hinter einer Krautfahne bricht die Strömung, und dahinter sammelt sich Feinsediment. Genau in diesem Schatten gründelt sie.
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Kehrwasser
Wo das Wasser dreht statt zu ziehen, hält sie sich auf. Kräftige Strömung meidet sie vollständig.
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Gleithang
Der flache Innenbogen erwärmt sich zuerst und trägt Kraut. Im Mai ist das die einzige Stelle im Fluss, an der etwas geht.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Brückenpfeiler, Prallhang, Einmündung.
Innerhalb der Saison ist sie ein Fisch der ersten Stunden. Die beste Zeit liegt zwischen der Dämmerung und dem frühen Vormittag, danach wird es zäh. Wer erst mittags aufbaut, hat den Tag meist schon verpasst.
Der Doktorfisch, den es nie gab
Seit dem Mittelalter hält sich die Vorstellung, verletzte oder kranke Fische würden sich an einer Schleie reiben und dadurch genesen. Der Name Doktorfisch taucht in Schriften über Jahrhunderte auf, und noch heute erzählt ihn mancher am Wasser weiter.
Belegt ist davon nichts. Der Schleim wirkt nicht auf andere Fische, und ein Hecht, der sich an einer Schleie reibt, wäre eine Beobachtung, die niemand je dokumentiert hat. Die Legende erklärt sich daraus, dass ein derart schleimiger Fisch auffällt und ihm deshalb eine besondere Eigenschaft zugeschrieben wurde.
Richtig an der Geschichte ist nur eines. Der Schleim ist für sie selbst wichtig. Wer eine Schleie mit trockenen Händen anfasst, nimmt ihn mit, und die Stelle bleibt danach anfällig.
Schonzeit nur in drei Ländern
Die meisten Bundesländer regeln bei der Schleie nur das Maß. Nur drei schonen sie zusätzlich in der Laichzeit.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
14 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 25 und 26 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 15. Mai bis 30. Juni heute frei | 25 cm |
| Bayern | 1. Mai bis 30. Juni heute frei | 26 cm |
| Berlin | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Brandenburg | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 45 cm, keine Tagesbegrenzung | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Hessen Höchstmaß 45 cm | 1. Mai bis 30. Juni heute frei | 25 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Nordrhein-Westfalen | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Rheinland-Pfalz | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Saarland | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Sachsen | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Sachsen-Anhalt | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Schleswig-Holstein | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Thüringen | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Das ist bemerkenswert, weil sie mit Mai bis Juli deutlich später laicht als Hecht und Zander und die Schonzeiten anderer Arten dann längst vorbei sind. Wer im Juni auf Schleie angelt, trifft in vielen Ländern also legal auf laichende Fische. Ein Grund mehr, sie in dieser Zeit zurückzusetzen, unabhängig davon, was das Landesrecht erlaubt.
Ein Merkmal, das kaum jemand kennt
Bei den meisten heimischen Fischen ist das Geschlecht ohne Aufschneiden nicht zu erkennen. Die Schleie ist die große Ausnahme, das ganze Jahr über.
Milchner und Rogner am Bauch unterscheiden
Diese Flosse gehört einem Männchen. Der erste Strahl ist verdickt, das ganze Blatt wirkt löffelförmig gewölbt, und beides bleibt auch außerhalb der Laichzeit so.
Beim Weibchen liegt an derselben Stelle eine kleine, gleichmäßig gebaute Flosse ohne verstärkten Strahl. Ein Blick auf den Bauch genügt damit für eine Entscheidung, die sonst nur das Messer beantwortet.
Der verdickte erste Strahl macht den Milchner das ganze Jahr kenntlich. AI-Bild
Rogner und Milchner unterscheiden
0 von 5Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Für die Praxis heißt das: wer in der Laichzeit gezielt Rogner schont, kann sie sicher erkennen, ohne den Fisch zu belasten. Ein Blick auf die Bauchflossen reicht.
Wie schwer ist eine Schleie von 50 cm?
Eine Schleie ist ein kompakter Fisch, und ein 50er bringt mehr auf die Waage, als die Länge vermuten lässt. Die Umrechnung gilt für einen Sommerfisch vor der Laichzeit.
Länge, Gewicht und Mindestmaß
RichtwerteSchleie: Gewicht nach Länge
Mindestmaß, wo es eins gibt
Alle übrigen Bundesländer führen für diese Art kein Mindestmaß. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann trotzdem eins nennen, und er gilt zusätzlich.
Richtwert aus einer Längen-Gewichts-Beziehung, nicht gewogen. Ein Fisch aus einem mageren Fluss liegt darunter, einer vor der Laichzeit darüber. Sobald genug Fänge mit Gewicht gemeldet sind, rechnet diese Kurve mit den echten Fischen.
Wie alt ist eine Schleie von 50 cm?
Die Schleie wächst nur in den warmen Monaten, und die sind bei ihr kurz. Aus dieser knappen Wachstumszeit ergibt sich ein hohes Alter für Längen, die bei anderen Arten nach wenigen Jahren erreicht sind. Hinter einem 50er Fisch stecken meist 12 bis 15 Sommer.
Wachstum: Alter und Länge
bis 60 cm- 1 Jahr 4 bis 8 cm
- 2 Jahre 10 bis 15 cm
- 3 Jahre 16 bis 22 cm
- 4 Jahre 21 bis 28 cm
- 6 Jahre 28 bis 36 cm
- 8 Jahre 34 bis 42 cm
- 12 Jahre 42 bis 50 cm
- 18 Jahre 50 bis 60 cm
In einem flachen, nährstoffreichen Weiher geht es deutlich schneller als in einem kühlen Baggersee. Wer in seinem Gewässer regelmäßig 40er fängt und nie etwas Größeres, hat es meist mit einem kurzen Sommer zu tun, nicht mit einem schlechten Bestand.
Was die Meldungen zur Schleie zeigen
Aus den Einträgen der Community ergibt sich folgendes Bild.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Die Monatsverteilung dürfte hier ziemlich genau der Realität entsprechen, denn anders als bei nachtaktiven Arten fällt die Fangzeit der Schleie mit der Zeit zusammen, in der Angler ohnehin unterwegs sind.
Die Kacheln darunter zeigen, wie diese Schleien tatsächlich ausgesehen haben, jeweils mit Revier und Datum.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenDer Fisch, der bleibt, wenn andere gehen
Die Schleie kommt mit Bedingungen zurecht, an denen die meisten Arten scheitern. Warmes Wasser, wenig Sauerstoff, dichte Verkrautung, weicher Schlammgrund: all das stört sie nicht, und bei extremer Sauerstoffnot gräbt sie sich sogar ein und fährt den Stoffwechsel herunter.
Sie steht deshalb noch in kleinen Weihern und Dorfteichen, in denen sonst nur noch Karausche und Rotfeder leben. Für die Gewässerbewertung ist das ein zweischneidiges Signal: eine Schleie sagt nicht, dass es dem Gewässer gut geht, sondern nur, dass sie selbst mit dem Zustand zurechtkommt.
Häufige Fragen zur Fischart Schleie
7 FragenHat die Schleie eine Schonzeit?
In drei Bundesländern, jeweils über die Laichzeit im Frühsommer: Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. Die übrigen elf Länder mit eigener Regel verlangen nur eine Mindestlänge. Bei der Zahl sind sich fast alle einig, nämlich 25 cm, und nur Bayern verlangt 26 cm.
Stimmt es, dass sich kranke Fische an der Schleie reiben?
Nein. Die Vorstellung vom Doktorfisch geht auf mittelalterliche Schriften zurück und hält sich bis heute. Belegt ist sie nicht. ihr Schleim hat keine heilende Wirkung auf andere Fische, er schützt sie selbst vor Parasiten und Verletzungen.
Wie unterscheide ich Männchen und Weibchen?
An den Bauchflossen, und das ganzjährig. Männchen haben auffällig vergrößerte, löffelartig verdickte Bauchflossen mit einem kräftigen ersten Strahl. Bei Weibchen sind sie klein und unauffällig. Kaum eine andere heimische Art lässt sich so einfach unterscheiden.
Warum fange ich Schleien fast nur im Sommer?
Weil sie erst ab etwa 15 Grad richtig aktiv wird und ihr Optimum deutlich darüber liegt. Im kalten Wasser zieht sie sich in tiefere Bereiche zurück und frisst kaum. Die Saison beginnt im Mai und endet mit dem ersten kalten Wetter im Herbst.
Wie unterscheide ich Schleie und Karausche?
Die Schleie hat zwei kurze Barteln in den Mundwinkeln, rote Augen und durchgehend abgerundete Flossen. Der Karausche fehlen die Barteln, ihre Augen sind nicht rot, und ihre Rückenflosse ist nach außen gewölbt.
Wie groß wird eine Schleie?
Bis etwa 70 cm und rund 6 kg. Ein Fisch über 45 cm ist bereits bemerkenswert, und ein 50er ist meist über 10 Jahre alt, weil die Art langsam wächst.
Kann die Schleie in sauerstoffarmem Wasser leben?
Ja, besser als fast jede andere heimische Art. Sie übersteht warmes, sauerstoffarmes Wasser und gräbt sich bei extremen Bedingungen sogar in den Schlamm ein. Deshalb steht sie noch in Gewässern, in denen andere Arten längst verschwunden sind.
Quellen und Stand
1 Quelle-
Rote Liste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 09.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Schleie gerade gemeldet wird
CatchHub zeigt dir für jedes Gewässer, welche Arten dort gefangen werden, den Fang-Index für heute und die Regeln, die vor Ort gelten. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.