Angler von hinten am Kanalufer wirft eine leichte Spinnrute über eine Steinpackung, in der Hand vor dem Wurf ein Gummiköder am Texas-Rig AI
Montage

Texas-Rig: Montage, Bleigewicht und Führung

Ein Kegelblei auf der Schnur, ein Haken mit Kröpfung, und die Spitze steckt im Köder. Mehr ist das Texas-Rig nicht, und trotzdem ist es die eine Montage, die durch Kraut, Totholz und Steinpackungen läuft, ohne hängen zu bleiben. Wie schwer das Blei für deine Tiefe sein darf, rechnest du unten aus.

Kurz gesagt

  • Ein Texas-Rig besteht aus einem Patronenblei, das frei auf der Schnur läuft, und einem Offset-Haken, dessen Spitze im Gummiköder steckt.
  • Die Kröpfung unter dem Öhr hält den Köderkopf, die versteckte Spitze macht die Montage krautfrei. Beim Anhieb drückt sie durch das Gummi.
  • Das Bullet wiegt 3,5 bis 5 g bis 2 m Tiefe, 5 bis 10 g bis 5 m und 10 bis 14 g darüber, im Kraut eine Nummer schwerer.
  • Ein Offset-Haken Größe 2/0 passt zu einem Köder von 10 cm, Größe 1 zu 7 cm und 4/0 zu 15 cm.
  • Gefischt wird das Rig am Grund, mit Zupfern und Pausen. Der Biss kommt fast immer beim Absinken.

Ein Kegel, ein Haken, und die Spitze steckt im Köder

Das Texas-Rig hat zwei Teile, und beide sind anders gebaut als beim Jigkopf. Das Blei ist ein Kegel mit Kanal, der frei auf der Schnur läuft und mit der Spitze zur Rute zeigt. Der Haken hat unter dem Öhr einen Knick, die Kröpfung, und seine Spitze steckt im Gummiköder statt frei zu stehen.

2 Teile Blei und Haken, sonst nichts
3,5 bis 14 g übliches Bullet
1 Minute Aufbau am Wasser

Aus diesen zwei Eigenheiten folgt alles, was die Montage kann. Der Kegel schlüpft durch Kraut, statt es zu sammeln. Die versteckte Spitze bleibt an keinem Ast hängen. Und beim Anhieb drückt der Zug die Spitze durch das Gummi in den Fisch. Das Rig fischt dort, wo ein Jigkopf beim zweiten Wurf verloren ist, und es fängt dort auch, weil genau dort die Barsche stehen.

Steckbrief Texas-Rig

Aufgabe
Gummiköder krautfrei am Grund führen Zwischen Ästen, Steinen und Krautfeldern, wo jeder Jig hängt
Bauteile
Patronenblei, Offset-Haken, Gummiköder Das Blei auf die Schnur, dann der Haken, dann der Köder darüber
Prinzip
Spitze im Köder, Blei voran Nichts steht ab, der Kegel schlüpft durch, der Anhieb legt die Spitze frei
Bleigewicht
3,5 bis 14 g Nach Tiefe und Bewuchs, der Rechner unten sagt es genauer
Bleiform
Kegel mit Kanal, Blei oder Wolfram Die Spitze zeigt zur Rute, Wolfram baut kleiner und meldet den Grund härter
Vorfachlänge
50 bis 90 cm Fluorocarbon 0,22 bis 0,30 mm, das Blei läuft darauf
Alle 10 Angaben
Zielfische
Barsch, Zander, Hecht, Forelle Auf Hecht mit Stahl- oder Titanvorfach unter dem Blei
Gewässer
See, Kanal, Hafen, Fluss Überall, wo Struktur liegt, die einen Jig kostet
Schwierigkeit
einfach Der Aufbau dauert eine Minute, das Anködern braucht zwei Versuche
Grenze
keine Selbsthak-Wirkung Der Anhieb muss die Spitze durch den Köder treiben, also kräftig

Vier Stellen an zwei Teilen

Blei und Haken zählt jeder auf. Die Kröpfung unter dem Öhr und die Lage der Spitze sieht kaum jemand, und an diesen beiden Stellen entscheidet sich, ob die Montage krautfrei läuft oder krumm dreht.

Die Montage Teil für Teil

6 Bauteile

Zwei Teile und vier Stellen, an denen sie stimmen müssen. Die Kröpfung und die versteckte Spitze sind das, was ein Texas-Rig von einem Gummi am Bleikopf unterscheidet.

1 2 3 4 5 6
  1. Vorfach

    Fluorocarbon, auf dem das Blei läuft. Es endet am Öhr des Hakens, und dort spürst du den Biss, nicht am Blei.

  2. Patronenblei

    Der Kegel zeigt mit der Spitze zur Rute. So schlüpft er durch Kraut, statt es zu sammeln, und die breite Seite sitzt auf dem Köderkopf.

  3. Öhr des Offset-Hakens

    Direkt unter dem Blei. Beim Wurf drückt das Blei darauf, beim Absinken zieht der Köder es nach unten.

  4. Kröpfung

    Der Knick unter dem Öhr. Er hält den Köderkopf fest, damit er beim Wurf nicht auf den Bogen rutscht und die Spitze freilegt.

  5. Gummiköder

    Wurm, Creature oder Shad. Er hängt gerade am Haken, und der Bogen liegt in seinem Bauch.

  6. Versteckte Spitze

    Sie steckt knapp unter der Haut des Köders. Zu tief, und der Anhieb bringt sie nicht heraus, zu flach, und sie sammelt Kraut.

Verwandte Montagen

3 Montagen

Drei Wege, einen Gummiköder am Grund anzubieten. Unter jeder Zeichnung steht, wann sie die bessere Wahl ist.

Der Aufbau in vier Handgriffen

Ein Knoten, der am Haken, der Palomarknoten hält das Öhr des Offset-Hakens sauber. Das Fluorocarbon-Vorfach kommt mit dem FG-Knoten an die geflochtene Hauptschnur, dünn genug, dass das Bullet darüber läuft. Das Anködern ist der Schritt, der beim ersten Mal zwei Versuche braucht.

  1. Das Patronenblei auf das Vorfach fädeln

    Mit der Spitze zur Rute, der breiten Seite zum Haken. Das Blei läuft frei auf dem Fluorocarbon. Wer es fixieren will, klemmt einen Gummistopper davor, nie dahinter.

  2. Den Offset-Haken anknoten

    Palomar- oder Clinchknoten, das Öhr sitzt direkt unter dem Blei. Die Kröpfung, der kleine Knick unter dem Öhr, zeigt nach unten und nimmt später den Köderkopf auf.

  3. Den Köder aufziehen und die Spitze verstecken

    Spitze mittig in den Kopf, nach 5 mm austreten, den Köder bis zur Kröpfung hochschieben und drehen. Dann die Spitze so in den Körper stechen, dass der Köder gerade hängt und die Spitze knapp unter der Haut liegt.

  4. Die Montage am Grund prüfen

    Vor den Füßen absinken lassen und einmal anzupfen. Dreht der Köder oder hängt er krumm, sitzt die Spitze schief. Ein gerader Köder läuft, ein verdrehter fängt Kraut.

Wie schwer das Bullet sein darf

Die Shops nennen 10 bis 20 g, und das stimmt für den Zander im tiefen Kanal. Für den Barsch im 2 m tiefen Kraut ist es das Vierfache dessen, was er braucht. Über das Gewicht entscheiden die Tiefe und das, was am Grund liegt.

Wie schwer darf das Bullet sein?

Rechner

Ein Texas-Rig lebt vom langsamen Absinken. Zu schwer fällt der Köder wie ein Stein und die Spitze reißt beim Anhieb nicht durch das Gummi, zu leicht kommt er in 6 m Tiefe nie an. Tiefe, Bewuchs und die Länge des Köders sagen, was dazwischen liegt.

Bullet-Rechner

Tiefe, Bewuchs und Köderlänge rein, Blei, Haken und Sinkzeit raus

Was liegt am Grund
Kraut verlangt mehr Gewicht, Holz weniger
  • Bullet-Gewicht …
  • Offset-Haken …
  • Sinkzeit bis zum Grund …

Gerechnet für Stillwasser. In zügiger Strömung kommt die Hälfte dazu, und ein Bullet aus Wolfram baut bei gleichem Gewicht kleiner und meldet den Grund härter als eins aus Blei.

Das Rig fängt beim Absinken. Ein Bullet, das doppelt so schwer ist wie nötig, bringt den Köder nach unten, bevor ein Fisch ihn gesehen hat, und drückt beim Anhieb mit seiner Masse gegen die Spitze, die durch das Gummi soll. Wolfram baut bei gleichem Gewicht kleiner und meldet den Grund härter, für Steinpackungen lohnt der Aufpreis.

Drei Patronenbleie in verschiedenen Größen liegen nebeneinander auf einem nassen Stein, daneben ein Offset-Haken und ein Gummiwurm

Drei Gewichte für drei Tiefen

Das kleinste wiegt 3,5 g und reicht bis 2 m, das mittlere mit 7 g deckt die Kante bis 5 m ab, das große mit 14 g den tiefen Kanal. Alle drei haben den Kanal, durch den die Schnur läuft.

Wolfram statt Blei baut bei gleichem Gewicht deutlich kleiner und meldet den Grund härter in die Rute. Für Steinpackungen lohnt der Aufpreis, für Kraut nicht.

Klein für flach, mittel für die Kante, groß für die Tiefe. AI-Bild

Die Kröpfung und die Spitze

Ein Offset-Haken ist am Knick unter dem Öhr zu erkennen. Der Köderkopf sitzt auf diesem Knick, und er hält ihn beim Wurf an Ort und Stelle. Ohne die Kröpfung rutscht der Kopf auf den Schenkel, der Köder krümmt sich, und die Spitze steht frei.

Köderlänge Offset-Haken Passender Köder
bis 7 cm Größe 1 Finesse-Wurm, kleiner Krebs
7 bis 10 cm Größe 2/0 Wurm, Creature, schlanker Shad
10 bis 13 cm Größe 3/0 Creature, Shad auf Zander
über 13 cm Größe 4/0 bis 5/0 großer Wurm, Shad auf Hecht

Die Spitze liegt knapp unter der Haut des Köders, so dass sie sich von außen als kleine Wölbung abzeichnet. Zu tief versenkt kommt sie beim Anhieb nicht frei, zu weit heraus sammelt sie Kraut. Wer die Spitze durchsticht und flach auf den Körper legt, fischt die Variante Tex-posed, die auf freiem Grund besser hakt und im Kraut mehr hängt.

Nahaufnahme zweier Hände, die einen grünen Gummiwurm auf einen Offset-Haken ziehen, die Hakenspitze liegt sichtbar knapp unter der Oberfläche des Köders

Die Spitze knapp unter der Haut

Der Kopf sitzt bis zur Kröpfung auf dem Haken, und die Spitze ist von außen als kleine Wölbung zu sehen. So liegt sie unter der Haut und kommt beim Anhieb heraus, ohne beim Einholen Kraut zu sammeln.

Prüfen lässt sich das am Ufer mit einem Zupfer durch das Kraut. Bleibt ein Halm hängen, steht die Spitze zu weit heraus.

Der Köder hängt gerade, die Spitze ist gerade eben zu erahnen. AI-Bild

Der Irrtum vom festen Blei

In vielen Anleitungen wird das Bullet mit einem Gummistopper auf dem Köder festgesetzt, damit die Montage kompakt bleibt. Kompakt ist sie dann, und genau das kostet Bisse. Ein Fisch, der den Köder im Absinken nimmt, hat dann das Blei mit im Maul und spürt sein Gewicht, bevor du den Biss siehst.

Frei laufend rutscht das Bullet beim Absinken voraus, der Köder taumelt dahinter, und der Biss kommt über die Schnur an, nicht über das Blei. Ein Stopper gehört nur dann auf die Schnur, wenn der Köder in ein dichtes Krautfeld fallen soll und Blei und Köder zusammen durch die Decke müssen, und dann sitzt er vor dem Blei, nicht dahinter.

Führung: zupfen, warten, spüren

Das Texas-Rig wird nicht eingekurbelt, es wird über den Grund gezogen. Nach dem Wurf sinkt es an straffer Schnur ab, und die Rutenspitze zeigt, wann es unten ist. Dann zwei bis drei kurze Zupfer, ein halber Meter Weg, und eine Pause, in der der Köder wieder absinkt.

Der Biss kommt in dieser Pause. Er fühlt sich an wie ein Tock in der Schnur, oder die Schnur zieht plötzlich seitlich, oder sie wird schlaff, weil ein Fisch den Köder angehoben hat. In allen drei Fällen straffst du kurz, spürst den Fisch und schlägst dann mit der ganzen Rute an, denn die Spitze muss durch das Gummi.

Wofür das Texas-Rig taugt

Die Aufgabe ist ein Köder am Grund, und die Frage ist, was am Grund liegt. Im Kraut und zwischen Holz gibt es keine bessere Bauform, auf offenem Sand steht daneben, welche es dort besser kann.

Wofür die Texas-Rig taugt

1 Aufgabe
  • Köder soll am Grund liegen

    • Erste Wahl

      harte Hindernisse, Schlamm und Kraut

      Kegelblei voran, Hakenspitze im Gummi: nichts steht ab, nichts fängt sich. Kein anderer Aufbau hier kommt durch dichtes Kraut.

    • Geht auch

      stehendes Wasser, Fluss oder Strom

      Fängt überall am Grund, aber auf freiem Sand bringt die versteckte Spitze nichts und kostet nur Hakquote. Dort läuft der Köder besser hinter dem Blei.

      Besser geeignet: Carolina-Rig

    • Geht auch

      ab etwa 50 m

      Kompakt und wurffreudig, aber ein leichtes Bullet fliegt nicht weit. Auf Distanz nimmt das Carolina-Rig ein schwereres Blei.

      Besser geeignet: Carolina-Rig

Was es dafür aufgibt

Die versteckte Spitze kostet Hakquote, und ein leichtes Bullet fliegt nicht weit. Beides bezahlt das Rig für die eine Fähigkeit, durch alles zu laufen.

Die Montagen im Vergleich

15 Montagen

Keine dieser Zeilen ist besser als die andere, sie tun Verschiedenes. Die Punkte sagen nur, worin eine Montage stark ist und was sie dafür aufgibt.

Die Stufen ordnen ein, sie messen nicht. Was eine Montage im Wasser wirklich tut, hängt an Schnurbogen, Rutenwinkel und Strömung.

Texas-Rig oder Carolina-Rig

Dasselbe Blei, derselbe Haken, und trotzdem zwei Montagen. Der Unterschied ist der Abstand zwischen beiden, und der entscheidet über den Platz.

Texas-Rig oder Carolina-Rig?

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Aus einem Texas-Rig wird ein Carolina-Rig, sobald zwischen Blei und Haken ein Wirbel und ein Vorfach hängen. Wer beides in der Box hat, wechselt am Wasser in einer Minute.

Die Stelle entscheidet mehr als der Köder

Ein Texas-Rig gehört dorthin, wo andere Montagen verloren gehen. Freies Wasser fischt ein Jig besser, und das Rig spielt seine Stärke erst zwischen Ästen, Halmen und Steinen aus.

Wo diese Montage ihre Stärke ausspielt

3 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Krautfeld 1 Totholz 2 Steg 3 Scharkante 4
  1. Krautfeld

    Das Krautfeld ist der Platz, für den das Rig gebaut ist. Wirf in die Lücken und zieh den Köder über die Kanten, Barsche stehen dazwischen.

  2. Totholz

    Umgestürzte Bäume kosten jeden Jig. Das Texas-Rig kriecht über die Äste, und der Biss kommt, sobald der Köder hinter einem Stamm absinkt.

  3. Steg

    Zwischen den Pfählen liegt Schatten, und die Spitze im Köder erlaubt es, den Köder mitten hindurch zu werfen.

  4. Scharkante

    An der Kante ins Tiefe lässt du das Rig die Stufe hinunterfallen. Der Biss kommt beim Absinken, die Schnur bleibt straff.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser.

Vier Fehler, die Fische kosten

Zwei davon liegen am Köder, zwei am Angler, und keiner davon ist der fertigen Montage in der Hand anzusehen.

Spitze zu tief versenkt

Steckt die Hakenspitze einen Zentimeter tief im Gummi, kommt sie beim Anhieb nicht heraus, und der Fisch ist weg. Sie liegt knapp unter der Haut, so dass sich der Körper über ihr leicht wölbt. Wer sicher gehen will, sticht sie durch und legt sie flach an.

häufigster Fehler

Bullet wie beim Jig gewählt

Ein Texas-Rig fängt beim Absinken, und mit 20 g in 3 m Tiefe sinkt nichts, es fällt. Der Köder liegt am Grund, bevor der Barsch ihn gesehen hat. Das Bullet darf so leicht sein, dass du den Grund gerade noch spürst.

zu schwer

Köder hängt krumm

Sitzt die Spitze schief im Körper, dreht der Köder beim Einholen um die eigene Achse und verdrallt das Vorfach. Vor dem ersten Wurf am Ufer prüfen: ein gerader Köder läuft, ein gebogener fängt Kraut.

dreht

Sofort angeschlagen

Beim Texas-Rig ist der Biss oft nur ein Tock in der Schnur, und der Fisch hat den Köder noch quer im Maul. Kurz die Schnur straffen, den Fisch spüren, dann durchziehen. Der Anhieb muss die Spitze durch das Gummi treiben, also mit der ganzen Rute.

Fehlbiss

Womit am Grund gefischt wird

Die Auswertung unten kommt aus dem Fangbuch und zählt Meldungen mit der Methode Spinnfischen. Gummiköder am Grund stehen darin neben Wobbler und Blinker, und die Verteilung zeigt, was in der Praxis am Haken hängt.

Aus 24 gemeldeten Fängen

08/2023 bis 10/2026 · 14 Gewässer · Stand 10.10.2026

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Fotos aus denselben Meldungen stehen darunter, mit Datum, Gewässer und Köder.

Texas-Rig aus der Community

zuletzt gemeldet

Gewässer, an denen so gefangen wird

1 von 14

Häufige Fragen zur Texas-Rig

12 Fragen
Wie baue ich ein Texas-Rig?

Ein Patronenblei mit der Spitze zur Rute auf das Vorfach fädeln, darunter einen Offset-Haken anknoten, den Gummiköder bis zur Kröpfung aufziehen und die Spitze knapp unter der Haut im Köder verstecken. Zwei Teile, eine Minute.

Wie schwer muss das Bullet sein?

So leicht, dass der Köder beim Absinken noch spielt, und so schwer, dass du den Grund spürst. Bis 2 m Tiefe reichen 3,5 bis 5 g, bis 5 m sind es 5 bis 10 g, darüber 10 bis 14 g. Im Kraut eine Nummer schwerer, damit das Blei durch die Decke stößt, über Holz eine leichter.

Welche Hakengröße für das Texas-Rig?

Sie folgt der Köderlänge. Größe 1 für Köder bis 7 cm, 2/0 bis 10 cm, 3/0 bis 13 cm und 4/0 bis 5/0 darüber. Ein zu kleiner Haken verschwindet im Köder, ein zu großer lässt ihn krumm hängen und drehen.

Was ist der Unterschied zwischen Texas-Rig und Carolina-Rig?

Der Abstand zwischen Blei und Köder. Beim Texas-Rig sitzt das Blei direkt auf dem Köderkopf, beim Carolina-Rig hängen dazwischen Perle, Wirbel und ein Vorfach von 50 bis 90 cm. Texas ist die Montage für Hindernisse, Carolina die für offene Flächen.

Warum läuft das Blei frei auf der Schnur?

Damit der Köder beim Absinken nicht am Gewicht hängt. Ein Fisch, der den Köder im Fallen nimmt, spürt nur die Schnur. Wer das Blei mit einem Stopper fixiert, hält es beim Wurf am Köder und verhindert, dass es beim Absinken vorausrutscht.

Welches Vorfach für das Texas-Rig?

Fluorocarbon von 0,22 bis 0,30 mm, 50 bis 90 cm lang, an eine dünne geflochtene Hauptschnur geknotet. Das Fluorocarbon nimmt den Abrieb an Steinen, die Geflochtene überträgt den Biss. Wo Hechte stehen, kommt ein kurzes Stahl- oder Titanvorfach unter das Blei.

Wie führe ich das Texas-Rig?

Auswerfen, absinken lassen, dabei die Schnur straff halten. Am Grund zwei bis drei kurze Zupfer mit der Rutenspitze, dann eine Pause, in der der Köder wieder absinkt. Der Biss kommt fast immer in dieser Pause, und du spürst ihn als Tock oder als Schnur, die plötzlich seitlich zieht.

Welche Köder passen an das Texas-Rig?

Gummiwürmer, Krebs- und Creature-Imitate und schlanke Shads. Wichtig ist ein Körper, in dem die Spitze Platz findet. Ein dicker Shad verlangt einen Haken mit weitem Bogen, sonst bleibt die Spitze beim Anhieb im Gummi.

Fängt das Texas-Rig auch Zander?

Ja, vor allem an Steinpackungen und in Hafenbecken, wo ein Jigkopf bei jedem zweiten Wurf hängt. Mit einem 10 bis 14 g schweren Bullet und einem Shad von 10 bis 12 cm am 3/0er Offset-Haken fischst du dort, wo andere aufgeben.

Warum dreht mein Köder beim Einholen?

Weil die Spitze schief im Körper sitzt und der Köder krumm hängt. Den Haken herausziehen und die Spitze so einstechen, dass der Körper gerade bleibt. Ein drehender Köder verdrallt das Vorfach und fängt nichts.

Was bedeutet Tex-posed?

Eine Variante, bei der die Spitze durch den Köder gestochen und flach auf die Haut gelegt wird, statt darunter zu bleiben. Sie legt sich beim Anhieb leichter frei und sammelt trotzdem wenig Kraut. Auf offenem Grund die bessere Wahl, im dichten Kraut nicht.

Texas-Rig oder Jigkopf?

Der Jigkopf ist schneller montiert und hakt besser, weil die Spitze frei steht. Sobald Kraut, Holz oder Steine im Spiel sind, kostet er einen Köder je Wurf. Dort übernimmt das Texas-Rig, und auf freiem Grund kehrst du zum Jig zurück.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

Mehr über René

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