Kurz gesagt
- Der Tauwurm ist ein Regenwurm von 15 bis 25 cm, der in senkrechten Röhren lebt und nachts bei feuchter Oberfläche herauskommt, um Pflanzenreste einzuziehen. Dabei bleibt sein Hinterende in der Röhre verankert.
- Er fängt Aal, Barbe, Karpfen, Schleie, Brassen, Rotauge, Barsch, Döbel und Forelle, weil er zwei Reize gleichzeitig liefert: Bewegung am Haken und Duftstoffe, die er ins Wasser abgibt.
- Die Hakengröße folgt aus dem, was zwischen Spitze und Schenkel liegt. Ein ganzer Wurm auf Aal braucht Größe 4 bis 2, ein Stück auf Rotauge Größe 10 bis 8, ein Bündel auf Barbe Größe 2 bis 1.
- Ein Wurm, der einmal knapp hinter dem Sattel gestochen wird und mit beiden Enden frei hängt, lebt am Haken stundenlang. Ein aufgezogener Wurm ist nach wenigen Minuten ein bewegungsloser Schlauch, und nur auf Aal ist das egal, weil dort Duft und Halt mehr zählen als die Bewegung.
- Gelagert wird er zwischen 2 und 10 Grad in feuchtem Zeitungspapier, und dort hält er sich wochenlang. Über 20 Grad stirbt der Vorrat innerhalb weniger Tage.
Der Köder, der fast alles fängt
Kein anderer Köder deckt eine so große Bandbreite ab. Der Tauwurm fängt Aal, Barbe, Karpfen, Schleie, Brassen, Rotauge, Barsch, Döbel und Forelle, und selbst Raubfische nehmen ihn gelegentlich.
Steckbrief Tauwurm
- Zielfische
- praktisch alle Aal, Barbe, Karpfen, Schleie, Brassen, Barsch, Döbel, Forelle
- Größe
- 15 bis 25 cm Der Sattel sitzt im vorderen Drittel, das dicke Ende ist vorn
- Herkunft
- selbst gesammelt oder gekauft Nachts bei feuchtem Wetter auf Wiesen und Rasen
- Wirkung
- Bewegung und Duft Beides liefert nur ein lebender Wurm
- Anködern
- einmal gestochen, Enden frei Ganz auf Aal, halb auf Weißfisch, als Bündel auf Barbe
- Lagerung
- 2 bis 10 Grad, feucht, dunkel In Zeitungspapier oder Erde, wochenlang
- Recht
- erlaubt, auch lebend Die Verbote lebender Köder betreffen Wirbeltiere
Er verbindet zwei Reize. Er bewegt sich am Haken, was über die Seitenlinie wahrgenommen wird, und er gibt Stoffe ab, die Fische riechen und schmecken. In trübem Wasser und bei Nacht ist der zweite Punkt der wichtigere. Beides liefert nur ein lebender Wurm, und deshalb entscheidet sich sein Wert nicht beim Kauf, sondern in den 10 Sekunden, in denen er an den Haken kommt.
Vorn ist nicht hinten
Ein Tauwurm hat einen Kopf, auch wenn du ihn nicht siehst. Das Kopfende ist dicker und dunkler, der Sattel sitzt im ersten Drittel dahinter, und das Hinterende läuft dünn und blass aus. Wer die beiden Enden auseinanderhält, kann den Haken so setzen, dass der Wurm ihn überlebt.
Tauwurm im Detail
5 MerkmaleVorn und hinten sind am Tauwurm nicht gleich, und daran hängt der wichtigste Handgriff. Fünf Stellen, von vorn nach hinten.
-
Das Kopfende ist dick und dunkel
Hier frisst der Wurm und hier ist er am kräftigsten. Das Vorderende ist dunkler gefärbt als der Rest, daran erkennst du es auch bei Rotlicht.
-
Der Sattel sitzt im vorderen Drittel
Der helle Wulst ist der Gürtel, mit dem er sich fortpflanzt. Er zeigt dir, wo vorn ist, und er markiert die Stelle, hinter der der Haken hingehört.
-
Der Einstich liegt knapp hinter dem Sattel
Etwa 1 cm dahinter durch die Haut, nicht durch den Sattel selbst. Dort trägt der Wurm den Haken, ohne dass die Organe im Vorderteil verletzt werden.
-
Die Ringe tragen die Borsten
Jedes Segment hat kleine Borsten, mit denen er sich in der Röhre verkeilt. Deshalb reißt ein Wurm, den du nachts ruckartig ziehst, und gibt nach, wenn du gleichmäßig ziehst.
-
Das Hinterende ist dünn und blass
Es bleibt beim Fressen in der Röhre. Am Haken ist es das Ende, das am längsten frei spielt, und das, an dem Kleinfisch zuerst zupft.
Verwandte Bauformen
3 KöderDrei Naturköder, die derselben Frage verschieden antworten: wie viel Fisch soll den Köder überhaupt nehmen können.
Made
Die kleine Antwort. Sie fängt jeden Weißfisch, aber sie wählt nicht aus. Wo der Tauwurm den Brassen und den Aal bringt, bringt die Made zuerst das Rotauge.
Boilie
Die harte Antwort. Kleinfisch beißt sich daran die Zähne aus, dafür nimmt ihn nur, wer ihn kennt. Der Wurm braucht keine Gewöhnung, dafür ist er in einer halben Stunde weggezupft.
Köderfisch
Die große Antwort. Er sortiert alles aus, was kein Räuber ist, und er darf in den meisten Ländern nur tot an den Haken. Der Wurm darf lebend, denn er ist kein Wirbeltier.
Welcher Haken zu welchem Wurm
Die Hakengröße wird meist nach dem Zielfisch gewählt, und das ist nur die halbe Antwort. Ein Haken muss beim Anhieb frei kommen, und was zwischen Spitze und Schenkel liegt, muss dabei aus dem Weg. Ein 20 cm langer Wurm, der die Bogenweite eines 8er Hakens ausfüllt, federt den Anhieb ab, und du fühlst den Fisch, ohne ihn zu haken.
Umgekehrt hält ein Haken, der zum Köder passt, noch lange nicht im Maul. Für ein Rotauge ist ein 2er Haken ein Anker, für einen Aal ein 12er eine Nadel, die beim ersten Kopfschlag ausreißt. Der Rechner hält beide Untergrenzen gegeneinander und gibt eine Spanne aus, weil Hakengrößen keine Norm sind.
Welcher Haken zu deinem Wurm passt
RechnerDie Hakengröße folgt nicht dem Zielfisch allein und nicht dem Wurm allein, sondern dem, was am Ende zwischen Spitze und Schenkel liegt. Liegt dort zu viel Wurm, hat die Spitze beim Anhieb keinen freien Weg.
Haken-Rechner
Wurmlänge, Zielfisch und Kleinfischdruck rein, Hakengröße raus
- Hakengröße …
- So viel Wurm …
- Freies Ende …
Hakengrößen sind keine Norm. Zwei Haken derselben Nummer unterscheiden sich zwischen Herstellern um eine ganze Größe, deshalb steht hier eine Spanne. Auf Wels gilt die Regel nicht, dort trägt das Bündel einen Haken ab 2/0.
So kommt er an den Haken und bleibt lebendig
Der häufigste Fehler am Tauwurm ist der Strumpf. Der Wurm wird der Länge nach über den Haken gezogen, bis er den Schenkel bedeckt. Das sieht ordentlich aus, und es tötet ihn. Nach wenigen Minuten hängt ein bewegungsloser Schlauch am Haken, der seinen Duft nur noch aus den Einstichen abgibt.
-
Den Wurm griffig machen
Zieh ihn durch ein trockenes Tuch oder wälz ihn kurz in Sägemehl. Ein glitschiger Wurm flutscht dir beim Stechen weg, und jeder zweite Versuch verletzt ihn.
-
Vorn und hinten unterscheiden
Vorn ist das dickere, dunklere Ende mit dem Sattel im ersten Drittel. Der Haken kommt hinter den Sattel, nie durch ihn und nie in den Kopf.
-
Etwa 1 cm hinter dem Sattel durch die Haut stechen
Einmal quer durch, sodass die Spitze auf der anderen Seite frei liegt. Der Wurm hängt jetzt an einem Punkt und behält Kopf und Schwanz.
-
Den Wurm über den Bogen schieben
Schieb ihn ein Stück den Bogen hinauf, damit er beim Wurf nicht über die Spitze rutscht. Nicht bis zum Öhr, sonst deckt er die Spitze ab.
-
Nur zum Weitwurf ein zweites Mal stechen
Fliegt er beim Wurf ab, stich das Kopfende zusätzlich auf. Auf Aal und Barbe im Fluss ist das die Regel, beim Stippen bleibt es bei einem Stich.
-
Die Spitze frei lassen und ins Wasser sehen
Halt den Köder vor dir ins Wasser. Winden sich beide Enden, sitzt er richtig. Hängt er schlaff, ist er durch den Sattel gestochen oder zu oft durchbohrt.
Ein Stich, knapp hinter dem Sattel, und beide Enden frei. So hängt der Wurm an einem einzigen Punkt, windet sich stundenlang, und der Haken liegt genau dort, wo der Fisch zupackt. Nur beim Weitwurf bekommt das Kopfende einen zweiten Stich, sonst fliegt der Wurm vom Haken.
Wann der Anhieb fällig ist
Jeder Fisch nimmt den Wurm anders auf, und darum gibt es keinen Anhieb, der für alle passt. Zu früh reißt du ihn dem Fisch aus dem Maul, zu spät sitzt der Haken im Schlund, und dann ist ein untermaßiger Fisch nicht mehr zurückzusetzen.
| Fisch | So nimmt er den Wurm | Anhieb |
|---|---|---|
| Aal | zupft, dreht sich, zieht dann ruhig ab | nach 2 bis 3 Sekunden Abzug |
| Barbe | nimmt hart und läuft sofort | sofort |
| Karpfen | saugt ein, prüft, zieht ab | beim Abzug, nicht beim Zupfen |
| Brassen | nimmt liegend auf, richtet sich auf | wenn die Pose wegzieht oder umfällt |
| Schleie | zupft lange, nimmt dann vorsichtig | wenn die Pose wegzieht |
| Rotauge | zupft am freien Ende | sofort beim ersten Zupfen |
| Barsch | packt und schluckt schnell | nach 1 bis 2 Sekunden |
| Forelle | schlägt zu und dreht ab | sofort |
Beim Aal ist die Frist die wichtigste Zahl der Tabelle. Er dreht sich beim Fressen um den Köder, und wer die erste Bewegung anschlägt, hat nichts. Wer eine Minute wartet, hat den Haken im Magen. Dazwischen liegen zwei bis drei Sekunden ruhiger Schnurabzug, und in denen schlägst du an.
Selbst holen: die Nacht auf dem Rasen
Tauwürmer lassen sich kaufen, aber sie liegen in der richtigen Nacht auch vor der Haustür. Der Tauwurm lebt in einer senkrechten Röhre, die tief in den Unterboden reicht und jahrelang besteht. Nachts, wenn die Oberfläche feucht ist und die Luft über etwa 5 Grad hat, kommt er heraus, um Blätter und Pflanzenreste einzuziehen. Sein Hinterende bleibt dabei in der Röhre.
Die Nacht, in der sie oben liegen
Jeder dieser Würmer hat eine eigene Röhre unter sich, senkrecht und tief. Nachts kommt er zum Fressen heraus, aber nur so weit, dass das Hinterende verankert bleibt.
Deshalb reißt ein Wurm, den du packst und ziehst. Fass ihn vorn, halt den Zug und warte die zwei Sekunden, bis die Borsten loslassen. Weißes Licht schickt ihn sofort zurück, rotes lässt dir Zeit.
Nach Regen, über 5 Grad, im Rotlicht. Das Hinterende bleibt in der Röhre. AI-Bild
So holst du dir Tauwürmer selbst
0 von 6Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Das Hinterende in der Röhre erklärt beide Kniffe beim Sammeln. Der Wurm verkeilt sich dort mit seinen Borsten, und ein ruckartiger Zug reißt ihn mitten durch. Gleichmäßiger Zug macht die Borsten in zwei Sekunden müde, dann lässt er von selbst los. Und er spürt Licht und Erschütterung: weißes Licht schickt ihn sofort in die Röhre, rotes Licht sieht er kaum.
Bei Tag geht es mit Senf. 60 g Senfmehl, in 500 ml Wasser eine Stunde eingeweicht und dann in 9,5 l Wasser eingerührt, treiben die Würmer aus 0,25 m² Boden an die Oberfläche. Die Methode stammt aus der Bodenkunde, wo sie das giftige Formalin ersetzt hat, und sie funktioniert auf jeder Wiese mit Wurmspuren. Die Würmer danach kurz in klarem Wasser abspülen, sonst brennt der Senf weiter.
Hältern: wochenlang lebendig
Ein Wurm braucht zwei Dinge, Feuchte und Kühle. Beides liefert zerknülltes Zeitungspapier, das sich feucht anfühlt und nicht tropft, in einer Box mit Deckel bei 2 bis 10 Grad. Kühlschrank oder kalter Keller sind gleich gut, ein Auto in der Sonne ist das Ende des Vorrats, denn über 20 Grad stirbt er in wenigen Tagen.
Wochenlang lebendig in einer Kiste
Ein Wurm braucht Feuchte und Kühle, sonst nichts. In zerknülltem Zeitungspapier, das sich feucht anfühlt und nicht tropft, hält sich ein Vorrat im Kühlschrank oder im kalten Keller mehrere Wochen.
Ein toter Wurm verdirbt die Kiste, und du riechst ihn, bevor du ihn siehst. Alle paar Tage durchsehen und aussortieren ist der ganze Aufwand.
Feuchtes Zeitungspapier, 2 bis 10 Grad, alle paar Tage durchsehen. AI-Bild
Zwei Tage in frischem Papier machen aus einem Wurm vom Rasen einen besseren Köder. Er entleert seinen Darm, wird fester und zäher am Haken und reißt beim Stechen nicht mehr so leicht. Diese Wurmkur lohnt sich auch bei gekauften Würmern, die oft in ausgelaugter Erde ankommen.
Gekauft heißt meist kanadischer Tauwurm. Das ist dieselbe Art wie auf deinem Rasen, Lumbricus terrestris, nur in Kanada gesammelt und gekühlt importiert, und er lässt sich genauso hältern. Der grüne Tauwurm aus demselben Regal ist dagegen eine andere, kleinere Art (Allolobophora chlorotica), grünlich gefärbt und mit 5 bis 8 cm eher ein Wurm für Rotauge und Barsch als für Aal.
Ein toter Wurm verdirbt die ganze Kiste. Er wird weich und blass, und binnen eines Tages riecht das Papier. Alle paar Tage durchsehen und aussortieren ist der einzige Aufwand, den der Vorrat macht.
Was das Gesetz zum Wurm sagt
Der Wurm ist kein Wirbeltier, und daran hängt fast alles. Die Verbote lebender Köder in den Landesfischereiverordnungen treffen den Köderfisch, nicht den Wurm. Nordrhein-Westfalen etwa verbietet in Paragraf 6 seiner Verordnung, lebende Köderfische mitzuführen oder zu verwenden, und sagt nichts über Würmer. Auch die Strafvorschrift des Tierschutzgesetzes in Paragraf 17 nennt ausdrücklich Wirbeltiere.
Der Grundsatz in Paragraf 1 des Tierschutzgesetzes gilt dagegen für jedes Tier: niemand darf ihm ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Der Köder für die erlaubte Angelei ist ein solcher Grund. Ein Wurm, der aus Langeweile zerteilt wird, hat keinen.
Zwei Dinge sind beim Sammeln zu beachten. Die Wiese gehört jemandem, und wer dort nachts mit der Lampe unterwegs ist, braucht dessen Einverständnis. Und was aus dem Wasser kommt, ist etwas anderes als der Wurm von der Wiese: Larven und Flohkrebse aus dem Gewässer sind Fischnährtiere, und ihre Entnahme braucht in NRW die Zustimmung des Fischereiberechtigten. In Naturschutzgebieten gilt die Verordnung des Gebiets, und die verbietet das Sammeln meist ganz.
Anködern nach Zielfisch
Wie viel Wurm an den Haken kommt, richtet sich nach dem Fisch und danach, wie viel Kleinfisch am Platz steht.
Der ganze Wurm auf Aal
Ein kompletter Tauwurm an Größe 4 bis 2, einmal hinter dem Sattel gestochen, beide Enden frei. Der Klassiker für die Nacht.
Das Bündel auf Barbe und Wels
Drei Würmer an einem Haken, jeder einmal gestochen. Viel Duft, viel Bewegung, und Kleinfisch braucht lange, um das wegzuräumen.
Das Stück auf Weißfisch
2 bis 3 cm vom Kopfende an Größe 10 bis 8 für Rotauge, Brassen und Barsch. Sparsam, unauffällig und schnell gewechselt.
Angelüftet über Schlamm
Etwas Luft in den Wurm gespritzt hebt ihn vom Grund ab, wo er über weichem Boden sonst versinkt.
Drei Würmer, die den Kleinfisch aushalten
Wo viel Kleinfisch steht, ist ein einzelner Wurm in einer Viertelstunde zerzupft. Das Bündel hält länger, weil drei Würmer sechs freie Enden haben und der Haken zwischen ihnen liegt.
Aufgezogen wäre es ein toter Klumpen. Jeder Wurm bekommt einen Stich hinter dem Sattel, und der Haken rückt eine Nummer nach oben, weil zwischen Spitze und Schenkel jetzt drei Körper liegen.
Jeder Wurm einmal gestochen, kein Wurm aufgezogen. Das Bündel lebt. AI-Bild
Warum ein toter Wurm schlechter fängt
Ein lebendiger Wurm bewegt sich und gibt laufend Duftstoffe ab. Ein toter, ausgelaugter Wurm tut beides nicht mehr und hängt nur noch als Attrappe am Haken.
Der regelmäßige Wechsel lohnt sich deshalb, besonders bei warmem Wasser, wo Würmer schneller absterben. Nach 30 Minuten ohne Biss kommt ein frischer Wurm an den Haken, und der alte geht in die Futterstelle.
Auftrieb für weichen Grund
Über Schlamm, Laub oder dichtem Kraut verschwindet ein Tauwurm samt Haken im Untergrund, und kein Fisch findet ihn dort. Zwei einfache Mittel heben ihn an.
Das erste ist eine kleine Auftriebsperle direkt über dem Haken. Sie hält Köder und Hakenspitze knapp über dem Grund, ohne die Bewegung zu behindern, und kostet im Zubehör fast nichts. Beim Aalangeln über weichem Boden ist sie der Unterschied zwischen einem sichtbaren Köder und einem vergrabenen.
Das zweite ist eine Wurmspritze, mit der etwas Luft unter die Haut des Wurmes gebracht wird. Der Wurm schwebt danach von selbst auf und bewegt sich dabei weiter. Diese Methode stammt aus dem Barbenangeln in der Strömung, wo der Köder über dem Kies stehen soll, und sie wirkt ebenso an stehenden Gewässern.
Beide Kniffe ändern nichts am Köder selbst, nur an seiner Lage. Genau die ist über weichem Grund aber die Frage, an der ein ganzer Ansitz hängt.
Was am Tauwurm gemeldet wird
Der Wurm hat unter unseren Ködern die breiteste Liste an Arten, und die Meldungen zeigen, wo er wirklich hängt: nicht bei den Räubern, sondern bei Aal, Barbe und den Friedfischen der Nacht.
Aus 12 gemeldeten Fängen
08/2022 bis 09/2026 · 6 Gewässer · Stand 10.10.2026Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Tauwurm-Fänge unserer Angler
Jeder Fang trägt Gewässer, Tageszeit und Wetter. Was am Wurm gefangen wurde, zeigt dir, wann sich der Ansitz lohnt.
Tauwurm aus der Community
zuletzt gemeldetHäufige Fragen zum Köder Tauwurm
8 FragenWelcher Haken für den Tauwurm?
Das hängt davon ab, wie viel Wurm zwischen Hakenspitze und Schenkel liegt, und davon, welcher Fisch ihn nehmen soll. Für den ganzen Wurm auf Aal ein langschenkliger Haken in Größe 4 bis 2, für ein Stück auf Rotauge Größe 10 bis 8, für ein Bündel auf Barbe Größe 2 bis 1. Der Rechner oben rechnet das für deinen Wurm aus.
Wie ködere ich einen Tauwurm an, damit er lebt?
Einmal quer durch die Haut, etwa 1 cm hinter dem Sattel, und beide Enden frei lassen. So hängt er an einem Punkt und windet sich stundenlang. Aufgezogen wie ein Strumpf ist er nach Minuten bewegungslos, und er gibt seinen Duft dann nur noch aus den Einstichen ab. Die Ausnahme ist der Aal, für den der ganze Wurm aufgezogen wird, weil er den Duft sucht und der Wurm Wurf und Kleinfisch überstehen muss.
Wann schlage ich beim Tauwurm an?
Beim Aal nach 2 bis 3 Sekunden ruhigem Schnurabzug, nicht beim ersten Zupfen und nicht erst nach einer Minute, sonst sitzt der Haken im Schlund. Rotauge, Barsch und Forelle sofort. Brassen und Schleie erst, wenn die Pose wegzieht, denn sie nehmen den Wurm liegend auf.
Wo finde ich Tauwürmer?
Auf jedem kurz geschnittenen Rasen, in einer feuchten Nacht über etwa 5 Grad. Nach Regen oder starkem Tau liegen sie halb aus der Röhre. Sportplätze, Parks und Friedhofswiesen sind ergiebig, das Betreten und Sammeln braucht aber die Erlaubnis dessen, dem die Fläche gehört.
Wie hältere ich Tauwürmer über Wochen?
In feuchtem, zerknülltem Zeitungspapier bei 2 bis 10 Grad, dunkel und abgedeckt. Kühlschrank oder kalter Keller sind beide richtig, ein Auto in der Sonne ist das Ende des Vorrats. Alle paar Tage durchsehen und tote Würmer entfernen, ein einziger verdirbt den Rest.
Ist es erlaubt, mit lebendem Tauwurm zu angeln?
Ja. Die Verbote lebender Köder in den Landesfischereiverordnungen betreffen Wirbeltiere, also Köderfische. Der Wurm ist keins. Das Tierschutzgesetz gilt in seinem ersten Paragrafen trotzdem für ihn: kein Schaden ohne vernünftigen Grund. Der Köder für die erlaubte Angelei ist ein solcher Grund, das Spielen mit dem Wurm nicht.
Warum wirkt ein toter Wurm so viel schlechter?
Weil beide Reize wegfallen. Ein lebender Wurm windet sich, und das nimmt der Fisch über die Seitenlinie wahr, und er gibt laufend Stoffe ab, die der Fisch riecht und schmeckt. Ist der Wurm blass und schlaff, fehlt beides, und am Haken hängt nur noch Masse. Wechseln lohnt sich, bei warmem Wasser alle 30 Minuten.
Was bringt es, den Wurm anzulüften?
Über Schlamm, Laub oder Kraut versinkt der Wurm samt Haken, und kein Fisch findet ihn dort. Etwas Luft aus einer Wurmspritze unter die Haut gibt ihm Auftrieb, sodass er knapp über dem Grund schwebt und sich dabei weiter bewegt. Eine Auftriebsperle über dem Haken tut dasselbe ohne Spritze.
Quellen und Stand
6 Quellen-
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: Bodentiere, Regenwürmer Länge des Tauwurms mit 15 bis 25 cm, die senkrechten, jahrelang bestehenden Wohnröhren, das dunkel pigmentierte Vorderende und das Einziehen von Pflanzenresten. Abgerufen am 11.09.2026
-
Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege: Regenwurmdichte quantitativ bestimmen Die Senf-Methode: 60 g Senfmehl in 500 ml Wasser, eine Stunde einweichen, in 9,5 l Wasser einrühren und auf 0,25 m² ausbringen. Abgerufen am 11.09.2026
-
Tierschutzgesetz, Paragraf 1 Grundsatz Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Gilt für jedes Tier, also auch für den Wurm. Abgerufen am 11.09.2026
-
Tierschutzgesetz, Paragraf 17 Straftaten Die Strafvorschrift nennt ausdrücklich Wirbeltiere. Für den Wurm gilt sie nicht, für den Köderfisch schon. Abgerufen am 11.09.2026
-
Bundesnaturschutzgesetz, Paragraf 39 Allgemeiner Schutz wild lebender Tiere und Pflanzen Wild lebende Tiere dürfen nicht ohne vernünftigen Grund gefangen werden; in Schutzgebieten gilt die Verordnung des Gebiets. Abgerufen am 11.09.2026
-
Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen vom 09.12.2025 Paragraf 6: lebende Köderfische dürfen nicht mitgeführt und nicht verwendet werden. Paragraf 16: Fischnährtiere dürfen nur mit Zustimmung des Fischereiberechtigten aus dem Wasser entnommen werden. Abgerufen am 11.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Tauwurm gerade fängt
CatchHub zeigt dir je Gewässer, welche Köder dort zuletzt gefangen haben, dazu den Fang-Index für heute und die Regeln vor Ort. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.