Angelegter Fischteich mit Damm, Schilfgürtel und einem Mönch als Ablassbauwerk AI
Gewässerart

Angelteich: Bewirtschaftung, Sauerstoff und Stellen

Ein Teich ist gebaut, um abgelassen zu werden. Aus diesem einen Merkmal folgt alles Weitere: die geringe Tiefe, der gesteuerte Bestand, der Rhythmus der Fütterung und die Tatsache, dass die tiefste Stelle nicht der beste, sondern der schlechteste Platz ist.

Kurz gesagt

  • Ein Teich ist ein angelegtes, ablassbares Stillgewässer. Der Ablass, der sogenannte Mönch, liegt an der tiefsten Stelle und ist das Merkmal, an dem die Fachsprache ihn vom Weiher trennt.
  • Die Wassertiefe liegt im Mittel bei etwa 1 m und überschreitet am Ablass selten 3 m. Mehr Tiefe bringt keinen Ertrag, weil die Energie über die Oberfläche eintritt.
  • Ein Angelteich hält seinen Bestand allein durch Besatz, ein bewirtschafteter Karpfenteich trägt nur einen Jahrgang. Nach drei Sommern wiegt der Fisch 1 bis 1,5 kg und wird im Herbst komplett abgefischt.
  • Der Sauerstoff schwankt über den Tag stark und erreicht sein Minimum kurz vor Sonnenaufgang. Kritisch wird es in der zweiten Sommerhälfte, besonders an trüben Tagen nach starker Sonne.
  • Die tiefste Stelle ist der sauerstoffärmste Bereich des Teiches. Die Teichwirtschaft füttert deshalb ausdrücklich nicht dort.

Gebaut, um leergelaufen zu werden

Ein Teich ist angelegt und ablassbar, und dieses zweite Merkmal ist das entscheidende. An seiner tiefsten Stelle sitzt der Mönch, ein Stau- und Ablassbauwerk, das den Wasserstand hält, Wasser aus verschiedenen Tiefen abzieht und verhindert, dass Fische abwandern oder fremde einwandern. Ohne ihn wäre der Teich ein Weiher.

etwa 1 m mittlere Tiefe
3 Sommer bis zum Speisekarpfen
vor Sonnenaufgang ist der Sauerstoff am tiefsten

Steckbrief Teich

Entstehung
angelegt und ablassbar, meist mit Mönch oder Ablass Der Ablass ist das fachliche Merkmal gegenüber dem Weiher
Typische Tiefe
1 bis 3 m Im Mittel etwa 1 m, am Mönch bewusst nicht über 3 m
Grund
Schlamm Über Winter oft trockengelegt, das mineralisiert ihn
Erwärmung
schneller als See und Luft Gemessen wurden bis zu 32,6 Grad dicht unter der Oberfläche
Sauerstoff
stark schwankend über den Tag Am Nachmittag übersättigt, vor Sonnenaufgang am knappsten
Typische Arten
Karpfen, Schleie, Hecht, Rotauge Wels verträgt dieselben Bedingungen, Zander deutlich weniger
Zugang
meist Verein oder Betrieb, oft Tageskarte Am Angelteich gelten eigene tierschutzrechtliche Vorgaben

In der Alltagssprache verschwimmt diese Grenze. Teich und Weiher werden synonym gebraucht, und viele Gewässer, die im Süden Deutschlands „Weiher" heißen, sind technisch Teiche mit Mönch. Fachlich bleibt der Ablass das Kriterium, praktisch lohnt der Blick auf das Bauwerk am Damm.

Woran du einen Teich im Schnitt erkennst

Am Wasser selbst ist wenig zu sehen, am Rand dafür umso mehr. Vier Merkmale trennen den gebauten Teich vom gewachsenen Stillgewässer.

Teich im Querschnitt

4 Merkmale

Ein Teich verrät sich weniger durch das Wasser als durch das, was um ihn herum gebaut wurde. Vier Merkmale unterscheiden ihn von jedem gewachsenen Stillgewässer.

1 2 3 4
  1. Die ganze Fläche ist Flachwasser

    Licht erreicht überall den Grund, deshalb gibt es weder Freiwasser noch Tiefenzone. Fachlich ist ein Teich in seiner gesamten Ausdehnung Uferzone.

  2. Die Sohle fällt zum Ablass hin

    Das Gefälle ist gering und führt auf den Mönch zu, damit der Teich restlos leerlaufen kann. Diese Linie ist die einzige verlässliche Struktur eines gebauten Teiches.

  3. Der Rand ist ein Damm

    Ein Teich wird aufgestaut, nicht ausgehoben. Deshalb liegt sein Ufer oft höher als das Umland, und der Schilfgürtel wächst auf einer gebauten Böschung.

  4. Pflanzen oder trübes Wasser, selten beides

    Ein dicht besetzter Karpfenteich ist trüb, weil die Fische den Grund durchwühlen. Wo Unterwasserpflanzen flächig wachsen, ist der Besatz gering oder der Teich aufgelassen.

Leicht zu verwechseln mit

3 Typen

Drei Stillgewässer, die dem Teich zum Verwechseln ähnlich sehen. Der Unterschied liegt in einem einzigen Bauteil.

Teich, Weiher, Tümpel oder See

Diese vier Begriffe werden im Alltag durcheinandergeworfen, und fachlich trennen sie sich an sehr verschiedenen Stellen.

Teich und die Nachbarn

4 Typen
Typ Entstehung Tiefe Sichttiefe Was du zuerst suchst
Teich diese Seite angelegt und ablassbar, meist mit Mönch oder Ablass 1 bis 3 m gering die tiefste Stelle und den Zulauf
Weiher gewachsenes Flachgewässer ohne Ablass, oft aus einem See verlandet bis etwa 2 m gering die Krautkante und die tiefste Stelle
Tümpel Kleingewässer mit periodischer Wasserführung unter 1 m minimal nichts, hier wird nicht geangelt
See natürlich entstanden, fast immer eiszeitlich geformt 3 bis 40 m mittel die Krautkante und die Scharkante dahinter

Die Tiefe unterscheidet dabei weniger, als viele annehmen. Zwischen Teich und Weiher entscheidet ein Bauteil, zwischen Weiher und See eine Zone ohne Licht.

Ein Jahrgang, drei Sommer

Wer an einem bewirtschafteten Karpfenteich sitzt, sitzt an einem Betrieb. Die Altersstufen werden getrennt gehalten und jährlich abgefischt, und der Teich vor dir trägt in der Regel genau eine davon.

Erster Sommer

Aus der Brut wird über Vorstreck- und Brutstreckteiche der einsömmrige Karpfen. Er wiegt im Herbst 20 bis 40 g und ist damit kleiner als jeder Köderfisch.

K1Vorstrecken

Zweiter Sommer

Im Streckteich wächst er auf 250 bis 300 g. Besetzt werden dafür rund 5.000 Stück je Hektar, und die Naturnahrung trägt den größten Teil des Zuwachses.

K2Streckteich

Dritter Sommer

Im Abwachsteich stehen nur noch 600 bis 1.000 Fische je Hektar, und am Ende wiegen sie 1 bis 1,5 kg. Das ist der Bestand, auf den ein Angler trifft.

K3Speisefisch

Winter

Abgefischt wird ab August, danach liegt der Teich oft trocken. Das mineralisiert den Schlamm und lässt die Naturnahrung im Frühjahr explodieren.

AbfischenTrockenlegung

Für den Angler heißt das zweierlei. Erstens steht die Größe des Fangs weitgehend fest. An einem Abwachsteich schwimmen Karpfen zwischen einem und anderthalb Kilo, und kaum etwas anderes. Zweitens endet die Saison mit dem Abfischtermin, denn danach ist der Teich leer und liegt oft über Winter trocken.

Betonmönch als Ablassbauwerk am Damm eines Fischteichs, mit Holzbohlen als Staubrettern und dem Ablaufrohr dahinter

Der Mönch macht den Teich ablassbar

Der Mönch ist ein senkrechter Schacht am tiefsten Punkt des Damms. Mit eingesetzten Brettern wird der Wasserstand gehalten, ohne sie läuft der Teich leer, und genau dafür ist er gebaut.

Vor dem Mönch liegt die tiefste Stelle des Teichs, die Fischgrube. Dorthin sammelt sich der Bestand beim Abfischen, und dort steht er auch im Winter.

Das Ablassbauwerk am Damm heißt Mönch, und es ist das eine Merkmal, das keinem Teich fehlt. AI-Bild

Warum die tiefste Stelle der schlechteste Platz ist

Der verbreitetste Irrtum an diesem Gewässertyp ist eine Übertragung. Was am See richtig ist, gilt am Teich nicht. Im tiefen See ist die Tiefe im Sommer der kühle Rückzug. Im Teich ist sie der Ort mit der geringsten Durchlichtung und der höchsten Zehrung.

Am deutlichsten zeigt das die Betriebspraxis. Die Anleitung zur guten fachlichen Praxis empfiehlt, Futterplätze auf hartgründigen Stellen anzulegen, ausdrücklich nicht zu flach wegen der Wasservögel, aber genauso ausdrücklich auch nicht zu tief, um nicht in den sauerstoffärmsten Bereich des Teiches zu füttern. Ein Betrieb, dessen Ertrag an der Futterverwertung hängt, behandelt die tiefste Stelle also als den schlechtesten Fressplatz des Gewässers.

Dazu kommt die Energiebilanz. Der Ertrag eines Teiches hängt nicht am Volumen, sondern an der Fläche, weil die Sonneneinstrahlung ihn antreibt. Deshalb ist ein Teich flach gebaut, deshalb begrenzt die Bauempfehlung die Tiefe am Mönch auf 3 m, und deshalb bringt ein tiefes Loch keinen Vorteil. Was zählt, ist mittlere Tiefe über festem Grund, und zwar dort, wo gefüttert wird.

Der Sauerstoff entscheidet den Tag

Ein flacher, nährstoffreicher Teich lebt von der Photosynthese, und die läuft nur bei Licht. Tagsüber steigt der Sauerstoffgehalt bis zur Übersättigung, nachts werden dieselben Algen zu Verbrauchern. Das Minimum liegt deshalb kurz vor Sonnenaufgang, und es fällt umso tiefer aus, je wärmer das Wasser ist: warmes Wasser hält bei 30 Grad nur noch etwa halb so viel Sauerstoff wie eiskaltes.

Kritisch wird es in der zweiten Sommerhälfte, wenn die Sonnenscheindauer sinkt und die Temperaturen hoch bleiben. Als Auslöser gelten trübe Tage, die auf einen strahlungsreichen folgen, und ein rascher Luftdruckabfall, wie ihn ein aufziehendes Gewitter bringt. Genau die Wetterlage, die am Fluss als Beißzeit gilt, ist am flachen Teich die riskanteste.

Für die Praxis folgt daraus, bei drückender Hitze den Zulauf zu befischen. Nur frisches Wasser bringt dort noch Sauerstoff nach. Ein starker Wind oder Starkregen kann eine kritische Lage sogar entschärfen.

Dichtes Unterwasserkraut im sonnendurchfluteten Flachwasser eines Teichs, kleine Gasbläschen hängen an den Blättern

Wo tags der Sauerstoff entsteht

Tags produzieren Kraut und Algen im Flachwasser mehr Sauerstoff, als der Teich verbraucht, und übersättigen ihn bis in den Nachmittag. Nachts zehren dieselben Pflanzen, und gegen Morgen ist der Wert am niedrigsten.

Deshalb ist die Krautzone bei Sonne der beste Platz und in der Dämmerung nach einer trüben Nacht der schlechteste.

Die Bläschen am Kraut sind Sauerstoff. Nachts kehrt sich der Vorgang um. AI-Bild

Wo der Fisch im Teich steht

Weil die gesamte Fläche Uferzone ist, fehlt die Kante, nach der du am See suchst. Was bleibt, sind wenige Strukturen, und eine davon steht in keiner Karte.

Wo der Fisch an diesem Gewässertyp steht

1 Ansicht

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Zufluss 1 Schilfgürtel 2 Krautfeld 3 Steg 4 Seerosenfeld 5
  1. Zufluss

    Der Zulauf bringt Sauerstoff und kühleres Wasser. In heißen Wochen und bei drückendem Wetter ist das die Stelle, an der sich alles sammelt, was Luft braucht.

  2. Schilfgürtel

    Die Röhrichtkante ist Deckung und Nahrungsraum zugleich. In intensiv bewirtschafteten Teichen wird sie allerdings zurückgeschnitten, weil Schilf den Betrieb stört.

  3. Krautfeld

    Unterwasserpflanzen wachsen eher im schwach besetzten Teich. Wo sie stehen, steht auch der Fisch, aber sie sind ein Hinweis auf einen dünnen Bestand.

  4. Steg

    Ein Steg wirft den einzigen Schatten auf einem sonst offenen Gewässer. Am Mittag eines Sommertages ist das mehr wert als jede Tiefe.

  5. Seerosenfeld

    Schwimmblattpflanzen kühlen, beschatten und geben Deckung. Sie zehren nachts allerdings selbst Sauerstoff, und in einem flachen Teich ist das im Hochsommer spürbar.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Scharkante, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser.

Die stärkste Stelle eines bewirtschafteten Teiches ist der Futterplatz. Er liegt nicht zufällig, sondern dort, wo der Betrieb ihn angelegt hat, und der Bestand ist auf Ort und Rhythmus konditioniert. An großen Teichen sind die Futterstraßen mit Stangen oder Schwimmern markiert, an kleinen wird vom Ufer aus gefüttert. Eine engere Bindung an einen Ort gibt es in diesem Gewässertyp nicht.

Welche Arten ein Teich trägt

Die Auswahl folgt der Sauerstofftoleranz, nicht dem Wunschzettel. Karpfen, Schleie und Wels haben praktisch dieselben Ansprüche und kommen mit einem flachen, nährstoffreichen Teich gut zurecht. Zander, Hecht, Maränen und Edelkrebse sind deutlich empfindlicher, und eine planmäßige Aufzucht mehrjähriger Zander im Karpfenteich gilt als nur bedingt möglich.

Daraus lässt sich ein Teich lesen, bevor der erste Wurf fällt. Ein trübes, flaches Gewässer mit dichtem Besatz ist ein Karpfen-, Schleien- und Welsgewässer. Wo ein guter Raubfischbestand steht, ist der Teich entweder tiefer, nährstoffärmer oder er wird aufwendig gestützt.

Grasbewachsener Erddamm eines Fischteichs mit steiler Wasserseite, dahinter das offene Wasser des Teichs

Der Damm ist die tiefe Seite

Ein Teich ist im Gefälle gebaut. Am Zulauf ist er flach, am Damm am tiefsten, und dazwischen fällt der Grund gleichmäßig ab.

Wer die tiefe Seite fischen will, steht am Damm, wer die warme Flachzone sucht, am Zulauf. Die Wahl zwischen beiden trifft die Jahreszeit.

Am Damm fällt der Grund am steilsten ab, und die Fischgrube liegt direkt davor. AI-Bild

Was an Teichen gemeldet wird

Die Auswertung zieht zusammen, was Angler an Revieren dieses Typs eingetragen haben.

Aus 7 gemeldeten Fängen

08/2026 bis 09/2026 · 3 Gewässer · Stand 10.10.2026

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Wo du Teiche findest

Teiche liegen dort, wo Teichwirtschaft Tradition hat, in Deutschland vor allem in Franken, der Oberpfalz, der Lausitz und in Norddeutschland.

39 Reviere dieses Typs
1,4 ha mittlere Fläche

Reviere je Region

Gezählt werden Reviere, die in CatchHub den Typ Teich tragen; ein Revier kann mehrere Typen haben. Tiefe und Fläche stehen nicht bei jedem Revier: die Werte oben sind die Mitte der Reihe aus 30 Flächenangaben. Stand 10.10.2026.

Einen bewirtschafteten Teich lesen

Ein Teich ist ein Betrieb, und ein Betrieb hat Regeln. Wer sie kennt, findet die Stelle schneller als über das Wasser.

Einen bewirtschafteten Teich lesen

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Häufige Fragen zur Gewässerart Teich

11 Fragen
Was unterscheidet einen Teich von einem Weiher?

Fachlich der Ablass. Ein Teich ist angelegt und lässt sich vollständig leeren, ein Weiher nicht. Im Alltag werden beide Begriffe allerdings synonym benutzt, und viele süddeutsche „Weiher" sind technisch Teiche mit Mönch.

Was ist ein Mönch?

Die Stau- und Ablassvorrichtung des Teiches. Er sitzt an der tiefsten Stelle, hält den Wasserstand, lässt Wasser aus verschiedenen Tiefen ab und verhindert, dass Fische abwandern oder fremde einwandern.

Warum sind Teiche so flach?

Weil Tiefe nichts bringt. Die Energie kommt über die Sonneneinstrahlung ins System, also über die Fläche, und deshalb rechnet die Teichwirtschaft in Ertrag je Hektar statt je Kubikmeter. Die Bauempfehlung begrenzt die Tiefe am Mönch ausdrücklich auf 3 m.

Steht der Fisch im Teich an der tiefsten Stelle?

Nein, das ist der häufigste Irrtum an diesem Gewässertyp. Die Teichwirtschaft wählt ihre Futterplätze bewusst nicht dort, um nicht in den sauerstoffärmsten Bereich zu füttern. Richtig ist mittlere Tiefe über hartem Grund.

Wann ist der Sauerstoff im Teich kritisch?

Kurz vor Sonnenaufgang und vor allem in der zweiten Sommerhälfte. Tagsüber produzieren Algen Sauerstoff bis zur Übersättigung, nachts verbrauchen sie ihn. Gefährlich wird es an trüben Tagen nach starker Sonneneinstrahlung und bei raschem Luftdruckabfall, also genau bei aufziehendem Gewitter.

Wie viel Sauerstoff verträgt ein Karpfen?

Erstaunlich wenig. Werte deutlich unter 3 mg je Liter toleriert er zeitweise, erst unter 0,5 mg geht er zur Notatmung über. Der optimale Bereich liegt bei 5 mg und darüber. Zander, Hecht und Maränen sind deutlich empfindlicher, weshalb sie in flachen Karpfenteichen selten gut zurechtkommen.

Wie groß sind die Fische in einem Karpfenteich?

Das hängt am Jahrgang, den der Teich gerade trägt. Nach dem ersten Sommer wiegen sie 20 bis 40 g, nach dem zweiten 250 bis 300 g, nach dem dritten 1 bis 1,5 kg. Weil die Jahrgänge getrennt gehalten werden, schwimmt in einem Abwachsteich fast nur eine Größenklasse.

Wann wird im Teich gefüttert?

Vor allem im Spätsommer. Von der Jahresfuttermenge fallen etwa 5 Prozent auf den Mai, 15 auf den Juni, 25 auf den Juli, 40 auf den August und 15 auf den September. Im Frühjahr trägt die Naturnahrung, und der Bestand ist noch gar nicht auf Getreide eingestellt.

Fressen Karpfen im Winter?

Ja, aber sehr wenig und sehr langsam. Betriebe füttern Satzfischen bei eisfreiem Wasser bis zu einem halben Prozent der Fischmasse je Woche zu. Wachstum beginnt allerdings erst über 8 bis 10 Grad, und wirtschaftlich zulegen tut ein Karpfen erst ab etwa 20 Grad.

Was ist ein Angelteich im Unterschied zum Vereinsgewässer?

Ein Angelteich hält seinen Bestand ausschließlich durch Besatz mit fangfertigen Fischen aus Aquakultur. Ein Hege- oder Vereinsgewässer unterliegt dagegen der Hegepflicht: dort wird untermaßiger Fisch besetzt, der im Gewässer abwächst, und Schonzeiten und Mindestmaße gelten.

Welche Regeln gelten an einem Angelteich?

Neben dem Fischereirecht gelten tierschutzrechtliche Vorgaben, die je Bundesland verschieden sind. Verbreitet sind eine Wartezeit zwischen Besatz und Beangeln von zwei bis vier Wochen, ein für das Angeln gesperrter Rückzugsbereich, das Verbot der Lebendhälterung und die Pflicht, den Fisch vor dem Abhaken zu betäuben. Was vor Ort gilt, sagt die Teichordnung.

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René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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