Angler von hinten steht kniehoch im klaren Wasser am Sandufer eines großen Sees und zieht eine Spinnrute langsam zur Seite, im Wasser sind Sandbänke zu sehen AI
Montage

Carolina-Rig: Montage, Vorfachlänge und Führung

Vorn pflügt ein Blei über den Sand, hinten folgt an einem langen Vorfach ein Gummiköder, der über dem Grund schwebt. Das Carolina-Rig sucht Fläche ab, wo ein Jig nur Punkte fischt, und es tut das langsam genug für den Zander, der im Winter kaum noch jagt. Wie lang das Vorfach für deinen Grund sein muss, rechnest du unten aus.

Kurz gesagt

  • Ein Carolina-Rig besteht aus einem Patronenblei, einer Perle und einem Wirbel auf der Hauptschnur, dahinter ein Fluorocarbon-Vorfach von 40 bis 90 cm mit einem Offset-Haken und dem Gummiköder.
  • Das Blei zieht über den Grund, der Köder folgt frei dahinter und darüber. Der Fisch nimmt den Köder, ohne das Gewicht zu spüren.
  • Das Blei wiegt 10 bis 14 g bis 3 m Tiefe und 14 bis 21 g darüber, das Vorfach ist auf Sand 60 bis 90 cm lang und zwischen Kraut 40 bis 50 cm.
  • Geführt wird das Rig durch Schleifen, nicht durch Zupfen, mit einer Pause nach jedem Zug, in der ein Auftriebsköder wieder aufsteigt.
  • Auf freiem Sand und Kies ist es die fängigste Grundmontage für Barsch und Zander, im dichten Kraut übernimmt das Texas-Rig.

Vorn pflügt das Blei, hinten folgt der Köder

Das Carolina-Rig trennt, was beim Texas-Rig zusammen sitzt. Zwischen Blei und Köder hängen eine Perle, ein Wirbel und ein langes Vorfach, und aus dieser Trennung folgt alles, was die Montage anders macht.

4 Teile vor dem Köder
40 bis 90 cm Vorfach hinter dem Blei
3 Minuten Aufbau am Wasser

Das Blei zieht über den Grund, wirbelt Sand auf und klackert gegen die Perle. Der Köder folgt eine Handbreit darüber, an nichts gebunden als an einem Stück Fluorocarbon. Ein Fisch, der ihn nimmt, spürt das Blei nicht, und ein Angler, der das Rig langsam schleift, sucht in einem Wurf 30 m Grund ab. Auf freiem Sand und Kies gibt es dafür keine bessere Bauform. Zwischen Kraut und Holz gehört dagegen das Texas-Rig ans Ende.

Steckbrief Carolina-Rig

Aufgabe
Gummiköder langsam über freien Grund führen Der Köder folgt dem Blei in einer Handbreit Höhe
Bauteile
Patronenblei, Perle, Wirbel, Vorfach, Offset-Haken In dieser Reihenfolge auf die Hauptschnur, dann der Köder
Prinzip
Das Blei pflügt, der Köder schwebt dahinter Perle und Wirbel trennen beide, das Vorfach gibt den Abstand
Bleigewicht
10 bis 21 g Nach Tiefe und Zug, schwerer als beim Texas-Rig
Bleiform
Kegel oder Kugel mit Kanal Ein Kegel wühlt weniger, eine Kugel klackert lauter gegen die Perle
Vorfachlänge
40 bis 90 cm Lang auf Sand, kurz zwischen Kraut und Muscheln
Alle 10 Angaben
Zielfische
Barsch, Zander, Forelle im See Auf Hecht mit Stahl- oder Titanvorfach statt Fluorocarbon
Gewässer
See, Talsperre, Baggersee, breiter Fluss Überall, wo der Grund frei ist und die Fläche groß
Schwierigkeit
einfach Fünf Teile, ein Knoten mehr als beim Texas-Rig
Grenze
Vorfach verfängt sich im Kraut Und der Biss kommt durch das lange Vorfach gedämpft an

Sechs Stellen in der richtigen Reihenfolge

Die Reihenfolge auf der Schnur ist die Montage. Blei vor Perle, Perle vor Wirbel, und erst hinter dem Wirbel beginnt das Vorfach. Wer das Blei hinter den Wirbel setzt, hat ein Festblei gebaut, und wer die Perle vergisst, verliert die Montage am Knoten.

Die Montage Teil für Teil

6 Bauteile

Sechs Stellen, und die Reihenfolge ist die Montage. Wer Perle und Wirbel vertauscht oder das Vorfach zu kurz macht, hat ein schlechtes Texas-Rig gebaut.

1 2 3 4 5 6
  1. Patronenblei

    Läuft auf der Hauptschnur und zieht beim Einholen über den Grund. Es wirbelt Sand auf und klackert gegen die Perle, beides lockt.

  2. Perle

    Zwischen Blei und Wirbel. Sie schützt den Knoten und macht das Geräusch, das dem Rig seinen Ruf gebracht hat.

  3. Wirbel

    Der Stopper für das Blei und die Trennstelle zum Vorfach. Ohne ihn dreht das schleifende Vorfach die Hauptschnur zu einer Spirale.

  4. Vorfach

    Das lange Stück Fluorocarbon, das den Abstand macht. Es liegt beim Zug auf dem Grund und hebt sich in der Pause ab.

  5. Offset-Haken

    Derselbe Haken wie beim Texas-Rig, mit Kröpfung und versteckter Spitze. Er hängt über dem Grund, nicht darauf.

  6. Gummiköder

    Ein Auftriebsköder steigt in der Pause auf, ein sinkender legt sich hin. Beides fängt, aber anders geführt.

Verwandte Montagen

3 Montagen

Drei Montagen, die einen Köder über den Grund bringen. Unter jeder Zeichnung steht, wann sie die bessere Wahl ist.

Drei Knoten, zwei Teile zum Auffädeln

Drei Knoten, alle mit dem Clinchknoten oder dem Palomarknoten: einer am Wirbel, zwei am Vorfach. Wer die Perle vor dem Wirbel vergisst, fädelt alles neu, denn sie geht nur von oben auf die Schnur.

  1. Das Patronenblei auf die Hauptschnur fädeln

    10 bis 21 g, mit der Spitze zur Rute. Anders als beim Texas-Rig läuft es auf der Hauptschnur, nicht auf dem Vorfach, und es darf ruhig schwer sein: es soll den Grund spüren.

  2. Eine Perle hinter das Blei schieben

    Glas oder Hartplastik, 6 bis 8 mm. Sie schützt den Wirbelknoten vor dem Blei, und Glas klackert bei jedem Zug hörbar gegen den Kegel. Das ist Absicht.

  3. Den Wirbel an die Hauptschnur knoten

    Ein kleiner Tönnchenwirbel, Größe 8 bis 6. Er stoppt das Blei und nimmt den Drall aus dem Vorfach, das beim Schleifen über den Grund dreht.

  4. Das Vorfach mit dem Offset-Haken anknoten

    40 bis 90 cm Fluorocarbon, an beiden Enden ein Clinch- oder Palomarknoten. Die Länge richtet sich nach dem Grund, der Rechner unten sagt sie dir.

  5. Den Köder aufziehen und die Spitze verstecken

    Wie beim Texas-Rig, Kopf bis zur Kröpfung, Spitze knapp unter der Haut. Ein Auftriebsköder steht nach dem Zug wieder auf, ein sinkender liegt in der Pause am Grund.

Blei, Vorfach und Pause hängen zusammen

Die Anleitungen nennen 50 bis 100 cm Vorfach und lassen dich damit stehen. Dabei hängt die Länge am Grund, das Gewicht an der Tiefe und die Pause an beidem. Ein langes Vorfach über Kraut legt sich um jeden Halm, ein kurzes über Sand nimmt dem Köder das Spiel.

Wie schwer, wie lang, wie langsam?

Rechner

Beim Carolina-Rig entscheidet nicht das Blei über den Fisch, sondern das Vorfach dahinter. Es bestimmt, wie hoch der Köder über dem Grund steht und wie lange er dort bleibt, wenn du den Zug unterbrichst.

Carolina-Rechner

Tiefe, Grund und Tempo rein, Blei, Vorfach und Pause raus

Grund
Auf offenem Grund darf das Vorfach lang sein
Zug
Schleifen oder mit der Rute ziehen
  • Bleigewicht …
  • Vorfachlänge …
  • Pause nach jedem Zug …

Gerechnet mit einem Auftriebsköder am Vorfach. Ein sinkender Gummiköder liegt nach der Pause am Grund und braucht sie nicht, dann zählt nur das Vorfach.

Das Blei darf schwerer sein als beim Texas-Rig, weil es nicht am Köder hängt. Es soll den Grund spüren und Sand aufwirbeln, und ein Blei, das über Kies rollt, statt darüber zu schleifen, ist zu leicht. Zügiges Ziehen verlangt mehr Gewicht, sonst hebt das Rig ab.

Die Teile eines Carolina-Rigs lose auf hellem Sand: ein Kegelblei, eine rote Glasperle, ein Tönnchenwirbel und ein klares Vorfach mit Offset-Haken und einem Krebs-Imitat aus Gummi

Vier Teile vor dem Köder

Mehr braucht es nicht. Blei und Perle kommen frei auf die Hauptschnur, der Wirbel ist der einzige Knoten dort, und das Vorfach macht mehr als die Hälfte der fertigen Länge aus.

Die rote Glasperle ist kein Schmuck. Sie hält das Blei vom Knoten weg und schlägt bei jedem Zug hörbar gegen den Kegel.

Kegelblei, Glasperle, Wirbel und das Vorfach mit dem Köder, noch lose. AI-Bild

Die Perle ist kein Schmuck

Zwischen Blei und Wirbel sitzt eine Perle, und in vielen Boxen fehlt sie, weil sie nach Zierat aussieht. Sie hat zwei Aufgaben. Die erste ist die des Puffers. Das Blei schlägt bei jedem Wurf und jedem Zug auf den Wirbelknoten, und ohne Perle ist der Knoten nach einem Nachmittag aufgescheuert.

Die zweite Aufgabe ist das Geräusch. Eine Glasperle klackert bei jedem Zug gegen den Kegel, und dieses Klicken über den Grund ist ein Teil dessen, was Barsche anzieht. Wer es lauter will, nimmt eine Kugel statt des Kegels, wer es leiser will, eine Perle aus Gummi.

Der Irrtum vom Zupfen

Ein Gummiköder wird gezupft, so steht es überall, und beim Jig stimmt es. Beim Carolina-Rig ist es die häufigste Ursache für einen leeren Kescher. Jeder Zupfer reißt das Blei vom Grund, das lange Vorfach fällt zusammen, und der Köder liegt beim nächsten Zug im Sandnebel statt darüber.

Das Rig wird gezogen. Die Rute langsam zur Seite, einen halben Meter, dann die Schnur nachholen und die Rute zurück. In dieser Pause steigt ein Auftriebsköder auf und steht allein über dem Grund, und in diesem Moment kommt der Biss. Drei bis fünf Sekunden reichen, in der Tiefe länger.

Unterwasseraufnahme über sandigem Seegrund mit kleinen Kieseln, ein Kegelblei zieht durch den Sand und wirbelt ihn auf, dahinter schwebt ein Gummiköder eine Handbreit über dem Grund

Das Blei pflügt, der Köder schwebt

Genau das sieht der Fisch. Vorn ein Blei, das den Grund aufwirbelt und Geräusch macht, dahinter ein Köder, der über dem Sand schwebt, ohne dass etwas an ihm hängt.

In der Pause sinkt der Nebel, und der Köder steht allein über dem Grund. In diesem Moment kommt der Biss.

Sandnebel vorn, Köder eine Handbreit darüber. AI-Bild

Auftriebsköder oder sinkender Köder

Am Ende des Vorfachs hängt ein Gummiköder, und ob er schwimmt oder sinkt, entscheidet über die Führung. Beides fängt, aber nicht auf dieselbe Weise.

Auftriebsköder oder sinkender Köder?

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Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Der Haken ist in beiden Fällen derselbe Offset-Haken wie beim Texas-Rig, mit Kröpfung und versteckter Spitze. Größe 1 bis 2/0 für Barschköder bis 10 cm, 3/0 bis 4/0 für Zandershads bis 13 cm.

Wofür das Carolina-Rig taugt

Gefragt ist ein Köder am Grund, und die Antwort hängt daran, wie frei dieser Grund ist. Auf Sand, Kies und Plateaus gibt es nichts Besseres, und wo Kraut oder Steine liegen, nennt die Tabelle die Bauform, die dort weiterkommt.

Wofür die Carolina-Rig taugt

2 Aufgaben
  • Köder soll am Grund liegen

    • Erste Wahl

      stehendes Wasser, ab etwa 50 m

      Das Blei pflügt über Sand und Kies, der Köder folgt eine Handbreit darüber. Auf freiem Grund und auf Distanz die fängigste Bauform.

    • Besser nicht

      harte Hindernisse, Schlamm und Kraut

      Das lange Vorfach legt sich um jeden Ast. Zwischen Hindernissen gehört der Köder direkt hinter das Blei.

      Besser geeignet: Texas-Rig

  • Köder soll in einer bestimmten Tiefe stehen

    • Geht auch

      stehendes Wasser

      Ein Auftriebsköder am langen Vorfach steht über dem Grund, aber die Höhe bestimmt das Vorfach, nicht du. Eine Pose stellt sie genau ein.

      Besser geeignet: Posenmontage

Der Preis für die Fläche

Das lange Vorfach fängt jeden Ast, und der Biss kommt durch 80 cm Fluorocarbon gedämpft an. Beides bezahlt das Rig für die Fläche, die es absucht.

Die Montagen im Vergleich

15 Montagen

Keine dieser Zeilen ist besser als die andere, sie tun Verschiedenes. Die Punkte sagen nur, worin eine Montage stark ist und was sie dafür aufgibt.

Die Stufen ordnen ein, sie messen nicht. Was eine Montage im Wasser wirklich tut, hängt an Schnurbogen, Rutenwinkel und Strömung.

Die Stelle entscheidet mehr als das Rig

Ein Carolina-Rig fischt Fläche, und Fläche gibt es nur dort, wo der Grund frei ist. Ein Krautfeld oder eine Steinpackung sind Texas-Plätze, das Plateau daneben ist der Carolina-Platz.

Wo diese Montage ihre Stärke ausspielt

3 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Untiefe im Freiwasser 1 Scharkante 2 Freies Wasser 3 Zufluss 4
  1. Untiefe im Freiwasser

    Das freie Plateau ist der Carolina-Platz. Wirf über die Kuppe und schleife das Rig die Kante hinunter, Barsche folgen dem Sandnebel.

  2. Scharkante

    An der Kante ins Tiefe lässt du das Blei die Stufe hinunterfallen und ziehst den Köder hinterher. In der Pause steht er über dem Absatz.

  3. Freies Wasser

    Über weiten Sandflächen ohne Struktur ist das Rig die einzige Montage, die in einem Wurf 30 m Grund absucht.

  4. Zufluss

    Vor dem Zufluss liegt Kies, und Kies ist der Grund, auf dem die Perle am lautesten klackert.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Steg.

Vier Fehler, die aus dem Rig ein anderes machen

Zwei liegen im Aufbau, zwei in der Führung, und die häufigsten beiden machen aus dem Carolina-Rig ein schlechtes Texas-Rig.

Vorfach zu kurz gemacht

Mit 20 cm Vorfach ist das Carolina-Rig ein Texas-Rig mit Extrateilen. Der Köder folgt dem Blei im Sandnebel und steht in der Pause nicht auf. Auf Sand darf das Vorfach 60 bis 90 cm lang sein, und erst dann arbeitet der Köder frei.

häufigster Fehler

Perle weggelassen

Ohne Perle schlägt das Blei bei jedem Wurf und bei jedem Zug auf den Wirbelknoten. Nach einem Nachmittag ist der Knoten aufgescheuert, und die Montage reißt am Wirbel, wenn der Fisch dranhängt. Glas oder Hartplastik, 6 bis 8 mm.

reißt

Gezupft statt gezogen

Beim Zupfen springt das Blei vom Grund, und das lange Vorfach fällt jedes Mal zusammen. Das Carolina-Rig wird gezogen: die Rute langsam zur Seite, einen halben Meter, dann die Schnur nachholen und warten. Der Köder läuft dabei in gleichmäßiger Höhe.

falsche Führung

Pause ausgelassen

Der Biss kommt in der Pause, wenn der Köder aufsteigt oder sich hinlegt. Wer ohne Unterbrechung schleift, zeigt dem Fisch nur ein Blei, das Sand aufwirbelt. Drei bis fünf Sekunden nach jedem Zug, in der Tiefe länger.

kostet Bisse

Was mit geschleiften Ködern gemeldet wird

Unten steht, was unsere Angler beim Spinnfischen gemeldet haben, gezählt nach Köder, Art und Monat. Der geschleifte Gummiköder ist dort eine Zeile unter vielen, und an ihrer Höhe siehst du, wie oft er wirklich am Haken hängt.

Aus 24 gemeldeten Fängen

08/2023 bis 10/2026 · 14 Gewässer · Stand 10.10.2026

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Darunter stehen Fotos aus denselben Meldungen, jedes mit Datum, Gewässer und Köder.

Carolina-Rig aus der Community

zuletzt gemeldet

Gewässer, an denen so gefangen wird

1 von 14

Häufige Fragen zur Carolina-Rig

11 Fragen
Wie baue ich ein Carolina-Rig?

Patronenblei und Perle auf die Hauptschnur, einen Tönnchenwirbel anknoten, daran 40 bis 90 cm Fluorocarbon mit einem Offset-Haken. Den Gummiköder bis zur Kröpfung aufziehen und die Spitze im Körper verstecken. Fünf Teile, drei Minuten.

Wie lang muss das Vorfach beim Carolina-Rig sein?

Auf freiem Sand und Kies 60 bis 90 cm, zwischen Kraut und Muscheln 40 bis 50 cm. Je länger das Vorfach, desto freier arbeitet der Köder und desto mehr verfängt es sich. Der Rechner oben nennt die Länge für deinen Grund und dein Tempo.

Wie schwer ist das Blei beim Carolina-Rig?

10 bis 14 g bis 3 m Tiefe, 14 bis 21 g darüber, bei zügigem Zug ein Viertel mehr. Das Blei darf schwerer sein als beim Texas-Rig, weil es nicht am Köder hängt. Es soll den Grund spüren und Sand aufwirbeln.

Was ist der Unterschied zwischen Carolina-Rig und Texas-Rig?

Der Abstand zwischen Blei und Köder. Beim Texas-Rig sitzt das Blei auf dem Köderkopf, beim Carolina-Rig hängen dazwischen Perle, Wirbel und ein langes Vorfach. Texas ist die Montage für Kraut und Holz, Carolina die für Sand und Fläche.

Wozu dient die Perle beim Carolina-Rig?

Sie schützt den Wirbelknoten vor dem Blei, das bei jedem Wurf und Zug darauf schlägt, und sie macht Geräusch. Eine Glasperle klackert bei jedem Zug gegen den Kegel, und dieses Klicken ist ein Teil dessen, was das Rig fängig macht.

Wie führe ich das Carolina-Rig?

Durch Schleifen, nicht durch Zupfen. Die Rute langsam zur Seite ziehen, einen halben Meter, dann die Schnur nachkurbeln und drei bis fünf Sekunden warten. In der Pause steigt ein Auftriebsköder auf, ein sinkender legt sich hin. Der Biss kommt in der Pause.

Welche Köder passen an das Carolina-Rig?

Auftriebsköder wie schwimmende Würmer und Krebse sind erste Wahl, weil sie in der Pause aufsteigen. Sinkende Creature-Baits und schlanke Shads fangen ebenfalls, liegen in der Pause aber am Grund. Größe 7 bis 13 cm, Haken nach Köderlänge.

Welches Vorfach für das Carolina-Rig?

Fluorocarbon 0,25 bis 0,30 mm. Es ist abriebfest, sinkt und ist im klaren Wasser kaum zu sehen. Wo Hechte stehen, kommt statt Fluorocarbon ein dünnes Titan- oder Stahlvorfach ans Ende, dann etwas kürzer.

Fängt das Carolina-Rig Zander?

Ja, vor allem im Winter, wenn Zander kaum noch jagen. Ein langsam geschleiftes Rig mit langen Pausen bringt den Köder in Maulhöhe an einen Fisch, der einen springenden Jig nicht verfolgt. Auf der Kante der Fahrrinne und über Sandplateaus.

Warum verheddert sich mein Carolina-Rig beim Wurf?

Weil das lange Vorfach das Blei in der Luft überholt. Den Wurf am Ende abbremsen, so dass sich die Montage streckt, bevor sie aufs Wasser trifft. Ein Vorfach über 90 cm verwickelt sich fast immer, kürzer als 40 cm bringt das Rig nichts mehr.

Kann ich das Carolina-Rig im Fluss fischen?

In ruhiger und mittlerer Strömung ja, mit schwererem Blei und kürzerem Vorfach. Stromauf werfen und das Blei mit der Strömung über den Grund treiben lassen, dabei die Schnur straff halten. In starker Strömung steht das Vorfach quer, dann taugt die Montage nicht mehr.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

Mehr über René

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