Eine offene Köderbox am Seeufer in der Dämmerung mit Tauwürmern in Erde, Maden, Mais und einem Stück Brot, dahinter eine Rute mit Pose am Wasser AI
Angeltechnik

Naturköderangeln: Köderwahl, Herkunft und Regeln

Naturköderangeln ist Angeln mit dem, was der Fisch ohnehin frisst. Wurm, Made, Mais, Käse, Brot und der tote Köderfisch fangen über Geruch und Geschmack, und sie fangen dort, wo kein Kunstköder hinreicht, im trüben Wasser und in der Nacht. Die Frage ist selten, ob es fängt, sondern welcher Köder zu welchem Fisch gehört und was davon an deinem Gewässer erlaubt ist.

Kurz gesagt

  • Ein Naturköder wird gefunden, bevor er gesehen wird. Fische riechen Aminosäuren in Konzentrationen, die ein Mensch nicht schmecken könnte, und deshalb fängt der Wurm nachts und im trüben Wasser.
  • Welcher Köder passt, hängt am Fisch und an der Wassertemperatur. Tauwurm für Aal, Barsch und Barbe, Mais für Karpfen, Schleie und Brassen, Made für Rotauge und Forelle, Käse für den Döbel, toter Köderfisch für Zander und Hecht.
  • Der Tauwurm aus dem Angelladen stammt fast immer aus Kanada, nachts von Hand auf Feldern bei Toronto gesammelt, 500 bis 700 Millionen Würmer im Jahr. Die Dendrobena ist dagegen Zuchtware aus Europa.
  • Das Recht liegt auf vier Ebenen. Der Bund schützt jedes Tier, das Land sperrt den Köderfisch im Frühjahr und bindet seine Herkunft in 8 Ländern an das Gewässer, der Bewirtschafter verbietet Naturköder an Salmonidenstrecken, das Schutzgebiet das Sammeln.
  • Ein Tauwurm ertrinkt nicht am Haken. Regenwürmer überleben Wochen unter Wasser, wenn es kühl und sauerstoffreich ist, und sie sterben an Wärme und Verletzung, nicht am Wasser.

Warum ein Naturköder gefunden wird, bevor er gesehen wird

Ein Kunstköder fängt über das Auge und die Seitenlinie, ein Naturköder über die Nase. Fische riechen Aminosäuren, die Bausteine von Eiweiß, in Konzentrationen, die ein Mensch nicht schmecken könnte, und ein Wurm, eine Made oder ein Fischfetzen gibt genau diese Stoffe ins Wasser ab. Der Geruch trägt weiter als jedes Bild. Er trägt nachts, er trägt im trüben Wasser, und er trägt am Grund, wo ein Wobbler unsichtbar bleibt.

Eine Barbe unter Wasser im trüben Fluss, die Barteln dicht über dem Kies, die Schnauze vor einem Tauwurm

Mit Barteln und Nase, nicht mit den Augen

Barbe, Aal und Karpfen suchen den Grund mit Barteln und Nase ab, und sie nehmen Aminosäuren in Konzentrationen wahr, die ein Mensch nicht schmecken könnte. Ein Wurm gibt genau diese Stoffe ab.

Das ist der Grund, warum der Naturköder im trüben Wasser und in der Nacht gewinnt, und warum er liegen bleiben muss. Eine Duftspur braucht Zeit.

Im trüben Wasser findet der Fisch den Wurm über den Geruch, lange bevor er ihn sieht. AI-Bild

500 bis 700 Mio. Tauwürmer je Jahr aus Kanada
8 Länder binden die Köderfisch-Herkunft ans Gewässer
72 Tage überlebt ein Regenwurm mindestens unter Wasser

Das erklärt, wann der Naturköder gewinnt. Bei Nacht, bei Trübung, bei kaltem Wasser, wenn der Fisch nicht jagt, sondern sucht. Und es erklärt, warum er liegen muss. Geruch braucht Zeit, um eine Spur zu legen, und ein Wurm, der alle 5 Minuten neu geworfen wird, hat nie eine.

Steckbrief Naturköderangeln

Was es ist
Angeln mit Wurm, Made, Mais, Käse, Brot oder totem Fisch Der Köder fängt über Geruch und Geschmack, nicht über Bewegung
Rechtliches
Köderfisch nur tot, Herkunft in 8 Ländern ans Gewässer gebunden Berlin, Bremen, Sachsen und Hamburg sperren ihn im Frühjahr
Wo verboten
an Salmonidenstrecken je Gewässerordnung Kunstköderpflicht und Wurmverbot kommen vom Bewirtschafter, nicht vom Land
Wo Pflicht
Friedfischangel ohne Schein in Brandenburg Nur Teig, Getreide, Made und Wurm, sonst wird es Raubfischangeln
Zielfische
alle, vom Rotauge bis zum Wels Welcher Köder zu wem passt, zeigt die Köderwahl unten
Beste Lage
trübes Wasser, Nacht, kaltes Wasser Überall dort, wo das Auge des Fisches ausfällt
Alle 12 Angaben
Haken
22 für die Made bis 1/0 für den Aal Die Spitze bleibt frei, bei jedem Köder
Montage
Pose, Laufblei oder Feederkorb Der Köder liegt am Grund oder hängt knapp darüber
Beschaffung
Angelladen, Zucht oder selbst gesammelt Tauwurm aus Kanada, Dendrobena aus Europa, Made vom Züchter
Lagerung
Tauwurm bei 3 bis 5 °C, Made im Kühlschrank Mais gefroren Monate, Brot am Tag
Schwierigkeit
niedrig Die Kunst liegt in der Wahl, nicht in der Führung
Saison
ganzjährig Im Winter Made und Käse, im Sommer Mais und Wurm

Welcher Köder für welchen Fisch

Der Naturköder ist nicht die Frage, die Wahl ist es. Jeder Fisch hat einen Köder, den er zuverlässiger nimmt als jeden anderen, und die Wahl verschiebt sich mit der Wassertemperatur.

Tauwurm, Maden, Maiskörner, Käsewürfel, Brotflocke und ein kleiner toter Köderfisch in einer Reihe auf nassem Schiefer, daneben je ein passender Haken

Sechs Köder, sechs Haken

Jeder Naturköder hat seine Hakengröße, und sie folgt dem Köder, nicht dem Fisch. Eine Made verlangt einen 18er bis 22er, ein Maiskorn einen 14er bis 8er, ein Tauwurm einen 8er bis 1/0er, und der Köderfisch das Zweihakensystem.

Zu große Haken bei kleinem Köder sind der häufigste Grund für Bisse ohne Fisch, und zu kleine bei großem Köder der zweithäufigste.

Der Haken folgt dem Köder, vom 22er für die Made bis zum 1/0er für den Fisch. AI-Bild

Welcher Naturköder für welchen Fisch?

Köderwahl

Der richtige Naturköder hängt am Fisch und an der Wassertemperatur, nicht am Kalender. Was ein Karpfen bei 6 Grad nimmt, ist ein anderer Happen als bei 20, und beim Aal entscheidet die Temperatur, ob er überhaupt frisst.

Welcher Naturköder für welchen Fisch?

Zielfisch und Wassertemperatur rein, Köder und Haken raus

Auf welchen Fisch?
Wie warm ist das Wasser?
  • Tauwurm
  • Fischfetzen
  • kleiner Köderfisch

Tauwurm am Grund, die Aalzeit beginnt.

Ab etwa 10 Grad zieht der Aal nachts los. Tauwurm am 4er bis 1er Haken, im trüben Wasser ein Fischfetzen, beides auf Grund und beides nach Einbruch der Dunkelheit.

Handwerk, kein Messwert. Die Temperaturgrenzen stammen von den Artseiten, die Köder aus der Praxis. Was an deinem Gewässer erlaubt ist, vom Köderfisch bis zum Anfüttern, steht auf der Karte und in der Länderübersicht.

Köder Zielfische Haken Haltbarkeit
Tauwurm Aal, Barbe, Karpfen, Schleie, Döbel, Barsch, als Bündel Wels 8 bis 1/0 kühl in Zeitung wochenlang
Dendrobena Forelle, Barsch, Rotauge, Brassen 12 bis 6 robuster als der Tauwurm
Made, Caster Rotauge, Rotfeder, Brassen, Schleie, Forelle 22 bis 12 gekühlt Tage bis Wochen
Mais Karpfen, Schleie, Brassen, Döbel, Rotauge 14 bis 8 Dose geöffnet Tage, gefroren Monate
Brot, Teig Karpfen, Döbel, Aland, Rotauge 10 bis 6 am Tag
Käse Döbel, Barbe 8 bis 4 Kühlschrank Wochen
Köderfisch, Fetzen Hecht, Zander, Wels, Aal, Quappe, Barsch Zweihakensystem Regeln auf der Köderfisch-Seite
Wattwurm, Seeringelwurm, Garnele Plattfisch, Aal an der Küste 6 bis 1 2 bis 3 Tage kühl in Zeitung

Wie der einzelne Köder an den Haken kommt, wann der Anhieb fällt und wie er gehältert wird, steht auf seiner eigenen Seite, für den Tauwurm, die Made und den Köderfisch.

Die Montage im Detail

5 Bauteile

Die Laufbleimontage ist die Grundform des Naturköderangelns. Fünf Stellen, und die wichtigste ist die, die der Fisch nicht spürt.

1 2 3 4 5
  1. Die Hauptschnur läuft frei durch das Blei

    Mono mit 0,20 bis 0,30 mm, je nach Fisch. Sie gleitet durch das Blei, und deshalb spürt ein Fisch, der den Köder nimmt, kein Gewicht.

  2. Das Laufblei hält, ohne zu warnen

    10 bis 60 g, je nach Strömung und Weite. Es liegt am Grund, die Schnur läuft hindurch, und der vorsichtigste Fisch zieht Schnur, ohne Widerstand zu fühlen.

  3. Perle und Wirbel trennen Blei und Vorfach

    Die Perle schützt den Knoten vor dem Blei, der Wirbel nimmt den Drall aus einem Wurm, der sich in der Strömung dreht.

  4. Das Vorfach ist dünner als die Hauptschnur

    30 bis 80 cm, 0,02 bis 0,04 mm dünner als die Hauptschnur, damit bei einem Hänger das Vorfach reißt und nicht das Blei bleibt.

  5. Der Köder liegt, und die Spitze bleibt frei

    Wurm, Mais oder Fetzen am Grund, wo der Fisch mit Barteln und Nase sucht. Ein Köder, der die Hakenspitze bedeckt, fängt nur Fehlbisse.

Der Wurm kommt aus Kanada

Der Tauwurm im Angelladen ist ein Importgut, und seine Geschichte kennt kaum ein Angler. Die Art lässt sich nicht züchten, ihr Kokon braucht 6 bis 12 Monate bis zum Schlupf. Deshalb wird sie gesammelt, nachts, von Hand, auf Feldern zwischen Windsor und Toronto, mit Stirnlampe und Dosen an den Knöcheln. 500 bis 700 Millionen Würmer im Jahr gehen so in den Handel, gekühlt bei 3 bis 5 Grad und per Luftfracht nach Europa.

Ein Wurmpflücker kauert nachts auf einem nassen Feld, die Stirnlampe beleuchtet einen Fleck Gras mit einem Tauwurm, Dosen sind an die Knöchel geschnallt

Nachts, von Hand, mit Dosen an den Knöcheln

Der Tauwurm lässt sich nicht züchten, also wird er gepflückt. Nachts, wenn er auf dem nassen Gras liegt, mit einer Lampe, die nur einen Fleck beleuchtet, und mit Dosen an den Knöcheln, damit beide Hände frei bleiben.

Von den Feldern zwischen Windsor und Toronto gehen die Würmer gekühlt per Luftfracht nach Europa, und aus dem Angelladen in deine Köderbox.

So werden 500 bis 700 Millionen Tauwürmer im Jahr gesammelt. AI-Bild

Die Pointe ist, dass der Tauwurm selbst ein europäischer Neubürger Nordamerikas ist, eingeschleppt vor Jahrhunderten, und als Ware zurückkommt. Die Dendrobena, der kleinere rote Wurm, ist dagegen Zuchtware aus Europa, und wer seine Würmer selbst holt, tut es nachts auf dem nassen Rasen, wie auf der Tauwurm-Seite beschrieben.

Recht als Landkarte in vier Ebenen

Kein Köder hat so viele Regeln wie der Naturköder, und die Regeln liegen auf vier Ebenen, die sich nicht ersetzen.

Ebene Was sie regelt Was das heißt
Bund Das Tierschutzgesetz schützt jedes Tier vor Leiden ohne vernünftigen Grund, der Straftatbestand gilt für Wirbeltiere Wurm und Made fallen unter den Grundsatz, der Köderfisch unter die Strafe, und lebend ist er überall ausgeschlossen
Land Köderfisch-Sperren im Frühjahr, Herkunft des Köderfischs, einzelne Köderverbote Berlin, Bremen, Sachsen und Hamburg sperren ihn in der Raubfischschonzeit, 8 Länder binden die Herkunft an das Gewässer, das Saarland verbietet gefärbte Maden
Bewirtschafter Kunstköderpflicht und Wurmverbot an Salmonidenstrecken, Futtermengen, Anfüttern Steht auf der Karte, nie im Landesrecht
Schutzgebiet Das Sammeln von Würmern und Fischnährtieren In Schutzgebieten untersagt, auf fremden Wiesen ohne Erlaubnis ebenso

Die dritte Ebene wird am häufigsten mit der zweiten verwechselt. Ein Wurmverbot an einer Forellenstrecke steht in keiner Landesverordnung, es steht in der Gewässerordnung des Vereins, und es gilt dort so streng wie ein Gesetz.

Wo Naturköder verboten sind, und wo nur sie erlaubt sind

Es gibt die Strecke, an der der Wurm verboten ist, und es gibt das Land, in dem nur der Wurm erlaubt ist. Brandenburg definiert die Friedfischangel über den Köder. Wer mit Teig, Getreide, Made oder Wurm fischt, angelt auf Friedfisch und braucht dafür keinen Fischereischein. Wer einen Köderfisch, einen Fetzen, einen Krebs oder einen Kunstköder anbindet, angelt auf Raubfisch, und dafür braucht er den Schein. Sachsen-Anhalt regelt es ähnlich, und in seiner Salmonidenregion ist der Friedfischfang ohne Schein gar nicht zulässig.

Am anderen Ende stehen die Salmonidenstrecken, an denen die Gewässerordnung die Fliege oder den Kunstköder mit Einzelhaken vorschreibt. Dort ist der Wurm verboten, weil eine Forelle ihn tief schluckt und der Haken nicht mehr schonend zu lösen ist. Beides steht auf der Karte, und beides steht in der Länderübersicht.

Der Tauwurm am Grund

Laufblei, langes Vorfach, der Wurm liegt am Grund und legt eine Duftspur. Der Köder für Nacht und trübes Wasser, und der, der alles fängt.

AalBarbeBarsch

Maden an der Pose

Zwei Maden am 16er Haken, feine Pose, wenig Futter. Die Grundform des Friedfischangelns, und im Winter der einzige Köder, der noch Bisse bringt.

RotaugeBrassenForelle

Der tote Köderfisch

Am Grund oder an der Pose, am Einzelhaken oder Zweihakensystem. Lebend überall ausgeschlossen, Herkunft in 8 Ländern ans Gewässer gebunden, im Frühjahr in 4 Ländern gesperrt.

ZanderHechtWels

Mais, Brot und Käse

Der Kühlschrank als Köderbox. Mais für Karpfen und Schleie, Brot an der Oberfläche, Käse für den Döbel im Winter. Alles hält länger als jeder Wurm.

KarpfenSchleieDöbel

Wattwurm und Seeringelwurm

Die Naturköder der Küste, aufgezogen am langen Haken, 2 bis 3 Tage kühl in Zeitung haltbar. Für Plattfisch im Priel und Aal an der Mole.

KüstePlattfisch

Vier Fehler beim Anködern

Der erste ist eine bedeckte Hakenspitze. Ein Wurm, der über den Bogen gezogen ist, ein Maiskorn, das die Spitze verdeckt, fängt Fehlbisse. Der zweite ist ein zu großer Köder. Ein ganzer Tauwurm am 16er Haken ist für das Rotauge ein Seil, und der Fisch zupft daran, ohne den Haken zu berühren. Der dritte ist der Anhieb zur falschen Zeit. Bei Made und Mais sofort, beim Tauwurm 2 bis 3 Sekunden später, beim Köderfisch erst, wenn die Schnur läuft. Der vierte ist der warme Köder. Eine Made, die in der Sonne stand, ist zäh und riecht nach Ammoniak, ein Wurm aus der warmen Tasche ist tot, bevor er im Wasser liegt.

Der Irrtum, dass Tauwürmer ertrinken

Regenwürmer atmen über die Haut, und sie tun das auch im Wasser. In Versuchen überlebten Tauwürmer 72 bis 137 Tage in Leitungswasser und eine 50 Wochen lange Überschwemmung, solange das Wasser kühl und sauerstoffreich war. Dass sie bei Regen an die Oberfläche kommen, ist keine Flucht vor dem Ertrinken, sondern eine Wanderung bei hoher Luftfeuchte, wenn sie nicht austrocknen.

Für den Angler folgt daraus etwas Praktisches. Der Wurm am Haken stirbt an der Verletzung, an der Wärme und am Sauerstoffmangel im warmen, trüben Wasser, nicht am Wasser selbst. Im kühlen Fluss lebt er stundenlang, im warmen Teich nicht, und ein lebender Wurm fängt besser als ein toter, weil er sich bewegt und mehr abgibt.

Wo der Naturköder liegt

Der Naturköder liegt dort, wo der Fisch mit Nase und Barteln sucht, und das sind fast immer Kanten und Ränder.

Wo du beim Naturköderangeln fischst

4 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Schilfgürtel 1 Steg 2 Scharkante 3 Zufluss 4 Totholz 5
  1. Schilfgürtel

    Schleie und Aal am Rand, Wurm und Mais an der Pose. Gefischt wird die Kante davor, morgens und in der Dämmerung.

  2. Steg

    Rotauge und Barsch im Schatten, die Made an der feinen Pose, der Wurm eine Handbreit über Grund.

  3. Scharkante

    Brassen und Karpfen am Fuß der Scharkante, Mais am Grund mit einer Handvoll Futter, wo das Anfüttern erlaubt ist.

  4. Zufluss

    Forelle und Döbel im frischen Wasser, die Dendrobena treibend an der Pose im Sommer, wenn der See warm wird.

  5. Totholz

    Aal nachts am Holz, Tauwurm am Grund an der Kante entlang, nie mitten hinein.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Seerosenfeld, Krautfeld, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser.

Vom Kauf bis zum Anhieb

Naturköderangeln ist einfach, und die Fehler passieren vor dem Wurf.

  1. Den Köder zum Fisch und zur Temperatur wählen

    Die Köderwahl auf dieser Seite gibt für 8 Fischgruppen und 3 Temperaturen einen Köder und einen Haken aus. Was nicht zum Wasser passt, liegt den ganzen Tag unberührt.

  2. Die Regeln für diesen Köder an diesem Gewässer prüfen

    Köderfisch, Anfüttern, Naturköder an der Salmonidenstrecke. Die Karte und die Länderübersicht sagen es, nicht die Erfahrung vom Nachbarsee.

  3. Den Köder kühl und getrennt lagern

    Tauwürmer bei 3 bis 5 Grad in Zeitung, Maden im Kühlschrank, Mais aus der geöffneten Dose in den Kühlschrank. Warm wird jeder Naturköder in Stunden schlecht.

  4. So anködern, dass die Spitze frei bleibt

    Wurm einmal durchstochen oder aufgezogen, Made hinten durch die Haut, Mais mit freier Spitze, Brotflocke um den Schenkel gedrückt. Die Einzelheiten stehen auf den Köderseiten.

  5. Den Köder liegen lassen

    Ein Naturköder arbeitet über Geruch, und Geruch braucht Zeit. Nach dem Auswerfen liegt er 10 bis 20 Minuten, bevor du ihn kontrollierst.

  6. Den Anhieb nach Köder setzen

    Bei Made und Mais sofort, beim Tauwurm 2 bis 3 Sekunden warten, beim Köderfisch, bis die Schnur läuft. Zu früh ist bei weichem Köder häufiger als zu spät.

  7. Was übrig ist, mit nach Hause nehmen

    Würmer und Maden gehen nicht ins Wasser und nicht in die Wiese. Ein Eimer Maden am Ufer ist ein Eimer Fliegen in einer Woche.

Was vor dem Naturköder-Ansitz geklärt ist

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Wo mit Naturködern gefangen wird

Welche Köder an welchen Revieren am häufigsten gemeldet werden und in welchen Monaten, steht in den Fangmeldungen der Angler.

Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung

Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.

Noch kein Fang mit Foto gemeldet

Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.

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Häufige Fragen zur Angeltechnik Naturköderangeln

9 Fragen
Welcher Naturköder fängt welchen Fisch?

Tauwurm für Aal, Barsch und Barbe, Mais für Karpfen, Schleie und Brassen, Made für Rotauge und Forelle, Käse und Brot für den Döbel, toter Köderfisch für Zander, Hecht und Wels, Wattwurm für Plattfisch. Die Köderwahl auf dieser Seite ordnet das nach Fisch und Wassertemperatur.

Warum riecht ein Fisch den Wurm, bevor er ihn sieht?

Weil Fische Aminosäuren in Konzentrationen wahrnehmen, die ein Mensch nicht schmecken könnte. Der Geruch trägt im Wasser weiter als jedes Bild, und deshalb fängt der Naturköder nachts, im trüben Wasser und am Grund, wo ein Kunstköder unsichtbar bleibt.

Woher kommen die Tauwürmer im Angelladen?

Fast alle aus Kanada. Der Tauwurm lässt sich nicht züchten, sein Kokon braucht 6 bis 12 Monate, und so werden 500 bis 700 Millionen Würmer im Jahr nachts von Hand auf Feldern zwischen Windsor und Toronto gesammelt, gekühlt und per Luftfracht verschickt. Die Dendrobena ist Zuchtware aus Europa.

Ist der Wurm am Haken Tierquälerei?

Das Tierschutzgesetz schützt jedes Tier vor Leiden ohne vernünftigen Grund, der Straftatbestand gilt aber nur für Wirbeltiere. Wurm und Made fallen unter den Grundsatz, nicht unter die Strafe, der Köderfisch unter beides, und deshalb ist er lebend überall ausgeschlossen.

Wo darf ich keinen Naturköder benutzen?

An Salmonidenstrecken, wenn die Gewässerordnung Kunstköder oder die Fliege vorschreibt. Das ist nie Landesrecht, sondern die Regel des Bewirtschafters, und sie steht auf der Karte. Das Sammeln von Würmern ist in Schutzgebieten und auf fremden Wiesen ohne Erlaubnis untersagt.

Warum darf ich in Brandenburg ohne Prüfung mit Wurm angeln, aber nicht mit Köderfisch?

Weil Brandenburg die Friedfischangel über den Köder definiert. Teig, Getreide, Made und Wurm sind Friedfischangeln und ohne Fischereischein erlaubt, Köderfisch, Fetzen, Krebs und Kunstköder machen daraus Raubfischangeln mit Scheinpflicht. Sachsen-Anhalt regelt es ähnlich.

Wann sind Köderfische im Frühjahr gesperrt?

In Berlin, Bremen, Sachsen und Hamburg während der Raubfischschonzeit, mit Fristen, die sich unterscheiden und in der Länderübersicht stehen. Die Herkunft binden 8 Länder an das Gewässer, 4 davon mit Ausnahme für Tiefkühl- oder Aquakulturware. Alles Weitere steht auf der Köderfisch-Seite.

Ertrinkt ein Tauwurm am Haken?

Nein. Regenwürmer atmen über die Haut auch im Wasser und überlebten in Versuchen 72 bis 137 Tage in Leitungswasser und eine 50 Wochen lange Überschwemmung. Sie sterben am Haken an Verletzung, Wärme und Sauerstoffmangel im warmen trüben Wasser, nicht am Wasser selbst.

Wie lange halten Naturköder?

Tauwürmer bei 3 bis 5 Grad in Zeitung wochenlang, Maden im Kühlschrank Tage bis Wochen, bevor sie zu Castern werden, Mais aus der Dose gekühlt Tage und gefroren Monate, Käse Wochen, Brot einen Tag, Wattwürmer 2 bis 3 Tage kühl. Warm wird alles davon in Stunden schlecht.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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