Hände am Ufer binden einen Haken an eine monofile Schnur AI
Angelknoten

Clinchknoten binden: Anleitung und Einsatz

Der verbesserte Clinchknoten ist der erste Knoten, den die meisten lernen, und einer der wenigen, die auch an einem 15 cm langen Wobbler noch funktionieren. Durch die Öse muss nur das Schnurende, nicht der Köder. Wie viele Wicklungen deine Schnurstärke braucht, rechnest du weiter unten aus.

Kurz gesagt

  • Beim verbesserten Clinchknoten kehrt das Schnurende nach den Wicklungen zweimal um: erst durch die Schlaufe am Öhr, dann durch die große Schlaufe, die dabei entstanden ist. Ohne die zweite Kehre ist es der einfache Clinch.
  • Wie viele Wicklungen es sind, entscheidet der Durchmesser. Feine Schnur unter 0,20 mm braucht sieben bis acht, ab 0,40 mm reichen vier.
  • An monofiler Schnur hält er rund 85 bis 95 Prozent der Tragkraft, an Fluorocarbon weniger. Oberhalb von etwa 25 bis 30 lb lässt er sich nicht mehr sauber zuziehen.
  • Für geflochtene Schnur ist er nicht gedacht. Geflecht ist glatt, die Wicklungen greifen nicht, und Palomar oder Grinner halten dort besser.
  • Sein Vorteil liegt in der Bauform. Durch die Öse muss nur das Schnurende, weshalb er auch an großen Wobblern, Blinkern und geschlossenen Sprengringen sitzt, wo der Palomar mit seiner Schlaufe nicht darüber passt.

Ein Handgriff trennt zwei Knoten

Der Clinchknoten ist in zwei Fassungen unterwegs. Beim einfachen wandert das Schnurende nach den Wicklungen durch die Schlaufe am Öhr, und damit ist er fertig. Beim verbesserten geht es danach noch einmal durch die große Schlaufe zurück, die beim Rückweg entstanden ist.

4 bis 8 Wicklungen je nach Stärke
85 bis 95 % an monofiler Schnur
jede Ködergröße nur das Ende muss durchs Öhr

Diese zweite Kehre blockiert das Aufrutschen unter Last. Sie ist so verbreitet, dass die einfache Fassung in vielen Anleitungen gar nicht mehr vorkommt. Bei Fliegenfischern hält sich der einfache Clinch trotzdem, weil er in der halben Zeit sitzt und im Drill selten enttäuscht.

Steckbrief Clinchknoten

Wofür
Haken, Wirbel, Karabiner, große Köder
Prinzip
Wicklungen um die stehende Schnur Das Ende kehrt durch die Schlaufe am Öhr zurück und danach durch die große Schlaufe
Schnurtyp
monofil, mit Abstrichen Fluorocarbon An geflochtener Schnur schwächer als Palomar oder Grinner
Wicklungen
4 bis 8 Dünne Schnur mehr, dicke weniger, siehe Rechner
Knotenfestigkeit
rund 85 bis 95 Prozent An monofiler Schnur am oberen Rand, an Fluorocarbon spürbar darunter
Obergrenze Schnurstärke
etwa 25 bis 30 lb Rund 0,45 mm monofil, darüber lässt er sich nicht mehr sauber zuziehen
Alle 11 Angaben
Auftrag
schlank Dieselbe Stufe wie der Palomar, schlanker als der Grinner
Schwierigkeit
leicht
Bindedauer
rund 1 Minute Mit Übung deutlich schneller, mit kalten Fingern und feiner Schnur länger
Grenze
geflochtene Schnur Dort rutscht er eher als andere Knoten
Auch bekannt als
Tucked Half Blood Knot Der einfache heißt im britischen Raum Half Blood, in älterer Literatur Salmon Knot

So bindest du ihn

Zum Üben eignet sich dicke, helle Schnur und ein großer Haken. Was daran sitzt, sitzt später auch an feinem Material.

  1. Schnur durch das Öhr führen

    Etwa 15 cm Schnurende durch das Öhr schieben. Bei sehr kleinen Ösen hilft es, das Ende schräg abzuschneiden.

  2. Das Ende um die Hauptschnur wickeln

    Gleichmäßig drehen, ohne dass sich zwei Wicklungen überkreuzen. Vier bis acht sind es, je dünner die Schnur, desto mehr.

  3. Das Ende durch die Schlaufe am Öhr stecken

    Zurück durch die Schlaufe, die direkt am Öhr entstanden ist. Bis hierhin ist es der einfache Clinch.

  4. Und noch einmal durch die große Schlaufe zurück

    Von unten durch den Bogen, der beim Rückweg entstanden ist. Dieser zweite Durchgang macht aus dem einfachen den verbesserten Clinch.

  5. Befeuchten und an das Öhr schieben

    Speichel oder Wasser auf die Wicklungen. Erst am Schnurende ziehen, damit sich die Windungen nebeneinander legen, dann an der Hauptschnur, bis der Knoten am Öhr anliegt.

Woran du den verbesserten erkennst

Beide Fassungen sehen fertig gezogen fast gleich aus. Was sie trennt, liegt unten am Bogen, dort wo das Ende ein zweites Mal hindurchgeht.

Der fertige Knoten im Detail

4 Stellen

Ein fertiger Clinch sieht in der einfachen und in der verbesserten Fassung fast gleich aus. Der zweite Durchgang durch die große Schlaufe ist die Stelle, an der sie sich unterscheiden.

1 2 3 4
  1. Wicklungen um die Hauptschnur

    Eng nebeneinander und keine über der anderen. Sie laufen um die stehende Schnur, nicht um beide Stränge, das unterscheidet ihn vom Grinner.

  2. Erster Durchgang: durch die Schlaufe am Öhr

    Das Ende steigt von unter dem Öhr in die Schlaufe, die beim Wickeln dort entstanden ist. Bis hierhin hast du den einfachen Clinch gebunden.

  3. Zweiter Durchgang: die große Schlaufe

    An dieser Kreuzung verschwindet das Ende unter dem Bogen, der beim Rückweg entstanden ist. Diese eine zusätzliche Rückführung macht den verbesserten Clinch, und wer sie weglässt, bindet den schwächeren Knoten.

  4. Die Hauptschnur bleibt gestreckt

    Sie läuft gerade in die erste Wicklung, ohne Knick. Ein sichtbarer Knick davor heißt, dass beim Zuziehen nur an einem Ende gezogen wurde.

Die Alternativen im Vergleich

2 Knoten

An geflochtener Schnur greifen die Wicklungen nicht. Diese beiden lösen dieselbe Aufgabe dort besser.

Wie viele Wicklungen deine Schnur braucht

Viele Anleitungen nennen fünf bis sieben und lassen offen, welche der beiden Zahlen gemeint ist. Beantworten kann das nur der Durchmesser. Reibung braucht Fläche, und wie viel davon eine einzelne Windung greift, entscheidet die Dicke der Schnur.

Vom Durchmesser zur Windungszahl

Rechner

Die verbreitete Angabe lautet fünf bis sieben. Welche der beiden Zahlen gilt, entscheidet der Durchmesser. Dünne Schnur braucht mehr Windungen für dieselbe Haltekraft, dicke wird damit nur sperrig.

Wicklungs-Rechner

Durchmesser eintragen, Wicklungszahl ablesen

10 bis 12 Wicklungen

Nach oben setzt nicht die Windungszahl die Grenze, sondern die Schnur selbst. Ab etwa 25 bis 30 lb, also rund einem halben Millimeter, legen sich die Windungen nicht mehr an und der Knoten liegt nicht am Öhr. Bei feinem Material ist umgekehrt auch die achte Windung noch sinnvoll.

Makroaufnahme eines locker aufgerollten Fluorocarbon-Vorfachs auf dunklem Holz

Fluorocarbon hat seine eigene Grenze

Fluorocarbon ist härter und steifer als monofile Schnur. Bis in mittlere Stärken stört das nicht, darüber legen sich die Wicklungen nicht mehr sauber an und der Knoten federt beim Zuziehen zurück.

Ab etwa 0,40 mm merkst du das deutlich. Der fertige Clinch bleibt größer als er sein müsste, und er liegt nicht am Öhr an. Dort ist der Grinner die ruhigere Wahl, weil er sich um beide Stränge legt.

Steifes Material federt zurück, statt sich anzulegen. AI-Bild

Wo er dem Palomar überlegen ist

Welcher der beiden mehr hält, hängt am Material und nicht am Knoten. An geflochtener Schnur liegt der Palomarknoten klar vorn, an monofiler messen Zugtests beide dicht beieinander, und die hohen Werte gelten dort nur für sehr sauber gebundene Knoten.

In der Bauform trennen sich die zwei dagegen deutlich. Der Palomar verlangt, dass die Schlaufe über den ganzen Köder passt. Bei einem 15 cm langen Wobbler mit zwei Drillingen oder einem großen Blinker fällt er damit aus, während der Clinch nur verlangt, dass das Schnurende durch die Öse geht.

Großer Wobbler mit zwei Drillingen und Sprengring liegt nass auf einem Steg

Der Köder, der durch keine Schlaufe geht

Beim Palomar muss die Schlaufe über den ganzen Köder, und an einem Wobbler dieser Größe bleibt sie in den Drillingen hängen. Je größer der Köder, desto größer die Schlaufe, und irgendwann ist sie größer als jeder Handgriff.

Der Clinch will nur, dass das Schnurende durch den Sprengring geht. Ob dahinter ein Haken, ein Wirbel oder ein 15 cm langer Wobbler hängt, ändert am Ablauf nichts.

Zwei Drillinge, ein Ring, und die Schlaufe des Palomars bleibt hängen. AI-Bild

Wofür er die erste Wahl ist

Für welche Aufgabe er taugt und wo ein anderer Knoten übernimmt, steht in der Übersicht, jeweils mit der Begründung dazu.

Wofür der Clinchknoten taugt

1 Aufgabe
  • Haken, Wirbel oder Karabiner anbinden

    • Erste Wahl

      Mono, Fluorocarbon

      An Mono und Fluorocarbon greifen die Wicklungen sauber, und der Knoten geht auch an einem 20-cm-Wobbler.

    • Geht auch

      Stahl

      An knotbarem 7x7-Stahl hält er mit drei Windungen, mehr lassen sich am Draht nicht sauber legen; der Achterknoten kommt mit zwei aus.

      Besser geeignet: Achterknoten

    • Besser nicht

      Geflecht

      Geflecht ist zu glatt für die Wicklungen; der Knoten rutscht, statt zu halten.

      Besser geeignet: Palomarknoten

Die typischen Fehler

Ein Clinchknoten reißt selten am Material. Meist liegt es an der Ausführung, und fünf Ursachen decken fast alles ab.

Die zweite Rückführung vergessen

Wer nach der ersten Schlaufe aufhört, hat den einfachen Clinch gebunden, und der rutscht unter Last auf. Der fertige Knoten sieht fast gleich aus, hält aber spürbar weniger. Wer vom Clinch enttäuscht ist, hat meistens diese Version gebunden.

der Klassiker

Zu wenige Wicklungen bei dünner Schnur

Je dünner die Schnur, desto weniger Fläche greift je Windung. Feines Material unter 0,20 mm braucht sieben bis acht, und mit vier fehlt dort die Reibung: der Knoten zieht sich lang, statt zu halten. Der Rechner weiter oben nennt die Zahl für deine Stärke.

rutscht auf

Überkreuzte Wicklungen

Klettert eine Windung auf ihre Nachbarin, drückt sie unter Last in sie hinein. Genau dort reißt die Schnur später, und zwar deutlich unter ihrer eigentlichen Tragkraft. Beim Wickeln die Schnur leicht auf Spannung halten.

Sollbruchstelle

Ruckartig zugezogen

Der Knoten muss sich setzen können. Ein Ruck erzeugt Hitze an der Stelle, die später die ganze Last trägt, und schädigt sie unsichtbar. Befeuchten und gleichmäßig ziehen, bis der Knoten am Öhr anliegt.

kostet Tragkraft

Bündig abgeschnitten

Ein Ende, das direkt an der letzten Wicklung endet, gibt ihr eine Kante zum Aufrollen. Die Schere setzt 1 bis 2 mm daneben an. Zu lang stehen lassen ist der seltenere Fehler, weil sich der Rest im Drilling verfängt.

arbeitet sich auf

Clinch, Palomar oder Grinner

Drei Knoten sitzen am Öhr, und jeder hat seinen Bereich. Die Zeilen darunter sind die Fälle, die am Wasser wirklich vorkommen.

Was wann dran ist

0 von 6

Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Für Geflecht besser etwas anderes

An geflochtener Schnur zeigt der Clinch seine Schwäche. Geflecht ist glatt, dehnt sich kaum und liefert weniger Reibung, wodurch der Knoten unter Last aufrutschen kann. Die bessere Antwort sind Palomar oder Grinner.

Makroaufnahme monofiler Schnur auf einer Spule, die parallelen Windungen im Detail

Warum Mono diesem Knoten liegt

Monofile Schnur ist ein einzelner Kunststofffaden mit etwas Dehnung und einer Oberfläche, die unter Druck leicht nachgibt. Die Wicklungen graben sich minimal ineinander und halten dadurch von selbst.

Geflecht hat beides nicht. Es besteht aus verwobenen Fasern, dehnt sich kaum und bleibt glatt, egal wie fest du ziehst. Deshalb steht der Clinch an Geflecht schlechter da als jeder Test an monofiler Schnur vermuten lässt.

Monofile Schnur dehnt sich und greift, genau das braucht der Clinch. AI-Bild

Wenn es trotzdem Geflecht sein muss, gibt es den doppelten Clinch. Dafür läuft die Schnur doppelt durch die Öse, gewickelt wird um beide Stränge, und die Windungszahl steigt deutlich: bei sehr dünnem, glattem Material bis in den zweistelligen Bereich. Das ist eine Notlösung am Wasser und kein Ersatz für einen Knoten, der für Geflecht gebaut ist.

Wie er im Feld steht

Über alle gängigen Knoten liegt er im oberen Bereich, aber sein Platz hängt stärker als bei anderen daran, an welchem Material er sitzt.

Knotenfestigkeit im Vergleich

8 Knoten

Anteil der Schnur-Tragkraft, den der Knoten übrig lässt. Als Spanne, weil Schnur, Durchmesser und Zuziehen den Wert stärker bewegen als der Knoten selbst.

Spulenknoten und No-Knot fehlen bewusst: der eine sieht nie Last, der andere ist eine Wicklung und liegt nicht in der Zugkette.

Half Blood, Tucked Half Blood, Salmon Knot

Wer nach diesem Knoten sucht, findet ihn unter mehreren Namen. Im britischen Raum heißt der einfache Half Blood Knot, der halbe Blutknoten, und zwei davon gegeneinander gebunden ergeben tatsächlich den Blutknoten für zwei Schnüre.

Die verbesserte Fassung ist dort der Tucked oder Locked Half Blood, und das Tucked meint genau den zweiten Durchgang. In älterer amerikanischer Literatur steht dieselbe Fassung als Fisherman's Knot oder Salmon Knot.

Etwas anderes ist der doppelte Clinchknoten, im Englischen Trilene Knot. Bei ihm läuft die Schnur zweimal durch das Öhr, bevor gewickelt wird, und das Ende geht am Schluss durch diese doppelte Schlaufe. Er trägt dicker auf, hält dafür an starkem Fluorocarbon besser als der einfache Clinch.

Wer den Knoten erfunden hat, ist nicht überliefert. In Gebrauch ist er seit über 100 Jahren, und das erklärt die Zahl der Namen besser als jede Herleitung.

Nach jedem großen Fisch prüfen

Ein Knoten altert in Sprüngen. Solange nichts Schweres daran hing, hält er praktisch unbegrenzt. Ein einziger harter Drill über Steinpackung oder ein Hänger, der mit Gewalt gelöst wurde, genügt dagegen, um die Tragkraft zu halbieren, ohne dass äußerlich etwas zu sehen wäre.

Auf zwei Anzeichen ist Verlass. Kringelt sich die Schnur direkt hinter dem Knoten, war die Belastung so hoch, dass sich das Material bleibend verformt hat. Fühlt sich die Strecke davor rau an, ist sie über Grund oder Muscheln gescheuert.

In beiden Fällen wird neu gebunden, mitsamt den ersten Zentimetern Schnur. Einfach weiterzuangeln kostet den nächsten guten Fisch mit hoher Wahrscheinlichkeit an genau dieser Stelle. Wer gezielt auf große Fische geht, erneuert die Verbindung deshalb nach jedem ernsthaften Drill, ohne lange zu prüfen.

Häufige Fragen zum Clinchknoten

8 Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Clinch und verbessertem Clinch?

Ein einziger Handgriff. Beim verbesserten Clinch wird das Schnurende nach der ersten Rückführung noch einmal durch die große Schlaufe gesteckt. Das verhindert, dass der Knoten unter Last aufrutscht, und macht einen erheblichen Unterschied in der Tragkraft.

Wie viele Wicklungen sind richtig?

Vier bis acht, und den Ausschlag gibt der Durchmesser. Feine Schnur unter 0,20 mm braucht sieben bis acht, weil je Windung wenig Fläche greift. Der Standardfall um 0,25 mm liegt bei sechs, ab 0,40 mm reichen vier, und bei sehr schwerem Material werden es drei. Eine feste Zahl für alle Stärken gibt es nicht, und Anleitungen, die eine nennen, meinen die mittlere.

Bis zu welcher Schnurstärke taugt der Clinchknoten?

Bis etwa 25 bis 30 lb, also rund 0,45 bis 0,50 mm monofil. Darüber legen sich die Wicklungen nicht mehr an, und der Knoten liegt nicht am Öhr. Für schwerere Schnur und dickes Fluorocarbon ist der Grinner die ruhigere Wahl, weil er um beide Stränge wickelt.

Hält er an Fluorocarbon so gut wie an monofiler Schnur?

Nein, an Fluorocarbon liegt er tiefer. Das Material ist härter und glatter, es federt beim Zuziehen zurück und die Windungen legen sich weniger an. Wenn Fluorocarbon, dann reichlich befeuchten, langsam zuziehen und den Knoten vor dem ersten Wurf von Hand belasten.

Wie ziehe ich den Clinchknoten richtig zu?

In zwei Zügen. Erst am Schnurende ziehen, damit sich die Windungen nebeneinander legen, danach an der Hauptschnur, bis der Knoten am Öhr anliegt. Vorher befeuchten und nie ruckartig ziehen, denn die Reibungswärme schädigt genau die Stelle, die später die Last trägt.

Taugt der Clinchknoten für geflochtene Schnur?

Nur eingeschränkt. Geflecht ist glatt und dehnt sich kaum, wodurch der Knoten leichter aufrutscht. Für Geflecht sind Palomar oder Grinner die zuverlässigeren Alternativen.

Wann nehme ich Clinch statt Palomar?

Immer dann, wenn der Köder zu groß ist, um die Schlaufe darüber zu führen. Der Palomar verlangt genau das, der Clinch nur, dass das Schnurende durch die Öse passt.

Wie heißt der Clinchknoten sonst noch?

Im britischen Raum ist der einfache Clinch der Half Blood Knot, und zwei davon gegeneinander gebunden ergeben den Blood Knot für zwei Schnüre. Die verbesserte Fassung heißt dort Tucked oder Locked Half Blood, weil der zweite Durchgang das Einstecken ist. In älterer amerikanischer Literatur steht sie auch als Fisherman's oder Salmon Knot. Der doppelte Clinchknoten (Trilene Knot) ist dagegen eine eigene Variante mit zweifachem Durchgang durch das Öhr.

Quellen und Stand

2 Quellen
  1. Popular Science: The strongest fishing knots you can tie Zugtests von Field & Stream, hohe Werte nur bei sehr sauber gebundenem Knoten, abgerufen am 10.09.2026
  2. Wikipedia: Half blood knot Der britische Name und die Verwandtschaft zum Blood Knot, abgerufen am 10.09.2026

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René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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