Kurz gesagt
- Die Prüfung besteht in 15 Ländern aus 60 Fragen zum Ankreuzen, in Rheinland-Pfalz aus 50, aus vier bis sieben Sachgebieten, in 60 bis 120 Minuten, und die Fragen kommen aus einem öffentlichen Katalog von 360 bis 900 Stück.
- Bestanden hat, wer 45 richtig hat und in keinem Sachgebiet unter die Hälfte fällt, Hessen verlangt je Gebiet 9 von 12, Sachsen 8 von 12, Rheinland-Pfalz 7 von 10.
- Ein Vorbereitungslehrgang ist in 14 Ländern Pflicht, meist 30 Stunden, in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen freiwillig, in Hessen und Schleswig-Holstein nur der Praxisteil.
- Einen praktischen Prüfungsteil haben Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, in Nordrhein-Westfalen mit Fischerkennung und Gerätezusammenstellung.
- Antreten darfst du je nach Land ab 10, 12, 13 oder 14 Jahren, und Bayern meldet bei rund 10.000 Prüflingen im Jahr eine Bestehensquote um 90 Prozent.
Eine Prüfung, 16 Prüfungsordnungen
Fischereirecht ist Landesrecht, und deshalb gibt es die Fischerprüfung 16-mal, unter fünf Namen, Fischerprüfung, Fischereischeinprüfung, Anglerprüfung, Angelprüfung, Sportfischerprüfung, und in 16 Verordnungen. Was dabei überrascht, ist nicht die Vielfalt, sondern die Einheit. In 15 Ländern besteht der Bogen aus 60 Fragen zum Ankreuzen, in Rheinland-Pfalz aus 50, die Fragen kommen aus vier bis sieben Sachgebieten, und bestanden hat fast überall, wer 45 richtig hat und in keinem Gebiet unter die Hälfte fällt. Die Fragen stammen aus einem Katalog, den jedes Land veröffentlicht, 360 in Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, rund 600 in Brandenburg und Thüringen, 650 in Hessen, 900 in Sachsen, und die Prüfung fragt nichts, was nicht darin steht.
Die Unterschiede liegen davor und daneben. Ob ein Lehrgang Pflicht ist und wie lang, ob es einen Praxisteil gibt, ab welchem Alter du antreten darfst, wer prüft, die Behörde oder der Verband, und wie streng die Grenze je Sachgebiet ist. Genau das steht in der Tabelle, eine Zeile je Land, und jede Zeile führt auf die Seite des Landes, auf der der Rechtstext mit Quelle und Stand steht.
Fischerprüfung in den 16 Bundesländern
Stand 25.08.2026| Bundesland | Lehrgang | Prüfung | Bestanden ab | Praxisteil | Antritt ab |
|---|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | Pflicht, 32 Std. mit Praxistag | 60 Fragen, 5 Gebiete, 2 Std. | 45, je Gebiet 6 | nein | 10 |
| Bayern | Pflicht, 30 Std. mit Praxis | 60 Fragen, 5 Gebiete, 60 Min., am Computer | 45, je Gebiet 6 | nein | 12 |
| Berlin | Pflicht, 30 Std. | 60 Fragen, 7 Gebiete, durch die Landesverbände | 45 | nein | 14 |
| Brandenburg | freiwillig | 60 Fragen, 5 Gebiete, 2 Std. | 45 | nein | 14 |
| Bremen | Pflicht | 60 Fragen, 6 Gebiete, 90 Min., durch den Landesverband | 45, je Gebiet 6 | nein | im Jahr des 14. Geburtstags |
| Hamburg | Pflicht, 35 Std. mit 5 Std. Praxis | 60 Fragen, 6 Gebiete, 90 Min. | 45 | ja, seit 2020 | 12 |
| Hessen | Praxis Pflicht, 8 Std.; Theorie frei | 60 Fragen, 5 Gebiete, 2 Std. | 45, je Gebiet 9 | nein | 14 |
| Mecklenburg-Vorpommern | Pflicht, 30 Std., auch online | 60 Fragen, 5 Gebiete, 90 Min. | 45, je Gebiet 6 | nein | 10 |
| Niedersachsen | Pflicht, über die Vereine | 60 Fragen, 6 Gebiete, 60 Min., durch die Landesverbände | 45, je Gebiet 6 | ja, mündlich-praktisch | 14 |
| Nordrhein-Westfalen | freiwillig | 60 Fragen, 6 Gebiete, 60 Min. | 45, je Gebiet 6 | ja: 6 Fische erkennen, eine Rute zusammenstellen | 12 |
| Rheinland-Pfalz | Pflicht, 30 Std. mit 8 Std. Praxis | 50 Fragen, 5 Gebiete, 2 Std., 4 Termine im Jahr | je Gebiet 7 von 10 | nein, mündliche Nachprüfung | 13 |
| Saarland | Pflicht, plus Vereinspraktikum | 60 Fragen, 2 Std. | 45 | nein, Praktikum vor der Zulassung | 13 |
| Sachsen | Pflicht, 30 Std., Theorie auch online | 60 Fragen, 5 Gebiete, 90 Min. | 45, je Gebiet 8 | nein | 14 |
| Sachsen-Anhalt | Pflicht, 30 Std. | 60 Fragen, 4 Gebiete | 45 | ja, mündlich-praktisch | 12 |
| Schleswig-Holstein | Praxistag Pflicht, Theorie frei | 60 Fragen, 6 Gebiete, 90 Min., durch den Landesverband | 45, je Gebiet 6 | nein | vor 14 |
| Thüringen | Pflicht, 30 Zeitstunden, auch online | 60 Fragen, 6 Gebiete, 90 Min., Katalog ab 600 | 45 | nein | 14 |
Verdichtet aus den Landesfischereigesetzen und -verordnungen, ausformuliert und mit Quelle auf der Seite jedes Bundeslands, Stand je Land dort. Prüfungsbogen und Grenzen aus den Prüfungsordnungen der Länder, abgeglichen im September 2026.
Ohne Gewähr, und die Gemeinde hat das letzte Wort
Die Tabelle gibt den Stand der Landesgesetze wieder und ist keine Rechtsauskunft. Gebühren, Termine und Formulare setzt jedes Land in eigenen Verordnungen fest, und sie ändern sich. Verbindlich ist die Auskunft der Fischereibehörde oder Gemeinde, bei der du den Schein beantragst.
Der Weg zur Prüfung: Lehrgang, Anmeldung, Termin
In 14 Ländern beginnt der Weg mit dem Lehrgang. Die Norm sind 30 Stunden, in Baden-Württemberg 32 mit einem Praxistag, in Hamburg 35 mit 5 Stunden Praxis, in Bayern 30 mit praktischer Einweisung, und im Saarland kommt zum Lehrgang ein Vereinspraktikum, ohne das du gar nicht zugelassen wirst. Zwei Länder gehen einen anderen Weg. Hessen schreibt nur die Praxis vor, 8 Stunden am Gerät und am Fisch, und stellt die Theorie frei, Schleswig-Holstein verlangt seit Oktober 2025 einen Praxistag und sonst nichts. Brandenburg und Nordrhein-Westfalen kennen keine Lehrgangspflicht, dort kannst du dich selbst vorbereiten und direkt anmelden. Ob der Theorieteil eines Pflichtlehrgangs online laufen darf, entscheidet das Land, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern lassen das zu, andere verlangen Präsenz.
Angemeldet wird bei der unteren Fischereibehörde, meist dem Landkreis oder der kreisfreien Stadt, oder beim Verband, wo der die Prüfung abnimmt, in Niedersachsen, Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Termine sind so verschieden wie die Länder. Bayern prüft am Computer, an vielen Orten und fast jede Woche, Rheinland-Pfalz landeseinheitlich viermal im Jahr, am ersten Freitag im März, Juni, September und Dezember, die meisten anderen Länder monatlich bis vierteljährlich je Kreis. Die Gebühr für die Prüfung steht in der Gebührenordnung deines Landes, der Preis des Lehrgangs beim Anbieter, und beides steht hier nicht als Zahl, weil sie sich ändert, sobald sie hier stünde.
Die fünf Sachgebiete und was sie wirklich fragen
Die Gebiete heißen in jedem Land ein wenig anders, und sie fragen überall dasselbe. Allgemeine Fischkunde ist Biologie, wie ein Fisch atmet, hört, die Tiefe hält und laicht. Spezielle Fischkunde ist das Erkennen der Arten an Bartfäden, Flossen, Maulstellung und Laichzeit, und hier fallen die meisten durch, weil es Auswendiglernen ist und weil das Rotauge und die Rotfeder auf dem Papier gleich aussehen. Gewässerkunde ist die Ökologie, die vier Fischregionen vom Bach bis zum Strom, die Schichtung im See, Sauerstoff, Temperatur und Nahrung. Gerätekunde ist das Handwerk, Ruten, Rollen, Knoten und Montagen, und Gesetzeskunde ist das Recht des Landes samt Tierschutz und Naturschutz, das Gebiet, in dem jede Frage am Wortlaut hängt.
Allgemeine Fischkunde
Körperbau, Atmung, Sinne, Fortpflanzung. Wie ein Fisch die Tiefe hält, was die Seitenlinie kann, warum Fische wechselwarm sind, wie eine Schwimmblase funktioniert. Das Gebiet mit den meisten Verständnisfragen und den wenigsten Fallen.
Spezielle Fischkunde
Die Arten. Bartfäden, Flossenstellung, Schuppen, Laichzeit, Lebensraum, wo die Quappe vom Aal und die Rotfeder vom Rotauge zu trennen ist. Hier fallen die meisten durch, weil es Auswendiglernen ist, und hier hilft der Fischarten-Teil des Guides mit Umriss und Bestimmungshilfe.
Gewässerkunde
Forellen-, Äschen-, Barben- und Brachsenregion, Schichtung im See, Sauerstoff und Temperatur, Nährstoffe, Uferpflanzen, Kleintiere als Nahrung. Wer die Gewässerarten-Seiten mit ihren Querschnitten gelesen hat, hat das Gebiet gesehen statt gelernt.
Gerätekunde
Ruten, Rollen, Schnüre, Haken, Knoten, Montagen, und welche Zusammenstellung zu welchem Fisch gehört. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wird das praktisch geprüft, sonst als Frage. Das Register Montagen und die Knoten-Seiten sind der Katalog dazu.
Gesetzeskunde
Fischereirecht des Landes, Tierschutz, Naturschutz. Schonzeiten und Maße, waidgerechtes Betäuben und Töten, Setzkescher, lebender Köderfisch, was ein Erlaubnisschein ist. Das Gebiet, an dem in der Prüfung am häufigsten die Hälfte fehlt, weil jede Frage am Wortlaut hängt.
Praxisteil, wo es ihn gibt
Nordrhein-Westfalen: 6 von 49 Fischbildern erkennen und eine von 10 Gerätezusammenstellungen bauen. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: ein mündlich-praktischer Teil am Gerät. Hamburg: seit 2020 ein praktischer Teil. Rheinland-Pfalz prüft mündlich nach, wenn ein Gebiet knapp fehlt.
Die Fragen der speziellen Fischkunde sind Bilder in Worten, zwei Rückenflossen, ein Bartfaden, die Fettflosse, die Unterständigkeit des Mauls. Wer die Arten im Guide mit Umriss und Bestimmungshilfe durchgeht, sieht die Merkmale, die der Bogen nur beschreibt, und die Quappe wird nie wieder ein Aal.
Fischerkennung: die zweite Rückenflosse entscheidet. AI-Bild
Der Guide ist dafür ein Katalog mit Bildern. Die Fischarten haben ihre Seiten mit Umriss und Bestimmungshilfe, jede Gewässerart ihren Querschnitt, jede Montage ihre Zeichnung mit den Schritten des Aufbaus, jeder Knoten seine Anleitung. Wer die Prüfungsfrage zur Quappe mit dem Bild des Fisches im Kopf liest, braucht den Wortlaut nicht mehr, er sieht den Bartfaden und die zwei Rückenflossen.
Der Praxisteil, wo es ihn gibt
Vier Länder prüfen nicht nur auf dem Papier. Nordrhein-Westfalen hat den ausführlichsten Praxisteil, die Fischerkennung, bei der du 6 von 49 Fischbildern richtig benennst, und die Gerätezusammenstellung, bei der du aus zehn möglichen Zielfischen einen ziehst und das Gerät dafür aus den Teilen auf dem Tisch zusammenstellst, die Rute mit Rolle, die Schnur, die Posenmontage oder das Blei, Vorfach und Haken. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben einen mündlich-praktischen Teil am Gerät, Hamburg seit 2020 einen praktischen Teil, und Rheinland-Pfalz prüft mündlich nach, wenn in einem einzigen Gebiet die 7 fehlen. In allen anderen Ländern steckt die Praxis im Lehrgang, im Praxistag oder in der praktischen Einweisung, und die Prüfung selbst ist der Bogen.
Eine Karte nennt den Zielfisch, und aus dem Tisch voller Teile entsteht die Montage dazu, die Rute mit Rolle, Schnur, Pose oder Blei, Vorfach und Haken, in der richtigen Reihenfolge und Stärke. Geübt wird das nicht mit dem Katalog, sondern mit den zehn Zusammenstellungen des Landes, jede dreimal.
Die Gerätezusammenstellung, wie sie in Nordrhein-Westfalen geprüft wird. AI-Bild
| Land | Was praktisch geprüft wird | Wie |
|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | Fischerkennung und Gerätezusammenstellung | 6 von 49 Bildern, 1 von 10 Zusammenstellungen |
| Niedersachsen | Gerät und Umgang mit dem Fisch | mündlich-praktisch, durch den Landesverband |
| Sachsen-Anhalt | Gerät | mündlich-praktischer Teil nach dem Bogen |
| Hamburg | Gerät und Fisch | praktischer Teil seit 2020, nach dem Lehrgang |
| Rheinland-Pfalz | Nachprüfung | mündlich, nur wenn ein Gebiet knapp fehlt |
Die Bestehensregel, nachgerechnet
Die Regel ist einfach und hat eine Falle. 45 von 60 sind 75 Prozent, und das schaffen die meisten, die den Katalog zweimal durchgegangen sind. Die Falle ist das Sachgebiet. Wer in der Gesetzeskunde 5 von 12 hat und sonst alles richtig, hat 53 von 60 und ist in sieben Ländern an der Hälfte je Gebiet durchgefallen, in Hessen an der 9, in Sachsen an der 8, in Rheinland-Pfalz an der 7 von 10, und nur sechs Länder zählen allein die 45. Deshalb lernt sich die Prüfung nicht über die Gesamtquote, sondern über das schwächste Gebiet, und deshalb sind Übungsbögen, die das Gebiet ausweisen, mehr wert als Einzelfragen in der App.
Der Prüfungs-Check nimmt deinen letzten kompletten Übungsbogen, die richtigen Antworten insgesamt, das schwächste Gebiet und die Tage bis zur Prüfung, und sagt, wo du gegen die Grenze stehst und wie oft du bei 30 Fragen am Tag noch durch einen Katalog kommst.
Hättest du heute bestanden?
RechnerDie Regel ist in fast jedem Land dieselbe: 60 Fragen, 45 richtig, und in keinem Sachgebiet weniger als die Hälfte. Trag ein, was dein letzter Übungsbogen ergeben hat, und wie viele Tage dir bleiben. Der Rechner sagt, wo du gegen die Grenze stehst und wie oft du den Katalog bis zur Prüfung noch durchgehen kannst.
Prüfungs-Check
Übungsbogen rein, Reserve zur Grenze raus
- Gesamtergebnis …
- Schwächstes Sachgebiet …
- Bis zur Prüfung …
Hessen verlangt je Sachgebiet 9 von 12, Sachsen 8 von 12, Rheinland-Pfalz 7 von 10 bei 50 Fragen. Die Tabelle über dem Rechner nennt die Regel deines Landes.
Besonderheiten, die im Bogen nicht stehen
Jedes Land hat eine Eigenheit, die der Bogen nicht verrät. Bayern prüft am Computer, an Dutzenden Orten fast jede Woche, mit dem Ergebnis auf dem Bildschirm. Berlin lässt die Landesverbände prüfen und fragt aus sieben Sachgebieten statt fünf. Niedersachsen schreibt seinen Vereinen vor, ihre Mitglieder prüfen zu lassen, der Weg in den Verein führt also über die Prüfung, und am Binnengewässer reicht dort später der Personalausweis neben dem Erlaubnisschein. Sachsen lässt zur Prüfung ohne Lehrgang zu, wer einen Jugendfischereischein hat und seit zwei Jahren im Verein ist. Hessen stellt die Theorie frei, empfiehlt aber 22 Stunden Schulung, und verlangt 9 von 12 je Gebiet. Das Saarland verlangt vor der Zulassung ein Vereinspraktikum mit Mindestinhalten, die die Behörde festlegt. Thüringen überarbeitet seinen Katalog von mindestens 600 Fragen alle fünf Jahre, Hamburg lässt eine beliehene Stelle prüfen, und Sachsen-Anhalt nimmt die kleine Friedfischprüfung in vielen Vereinen als Gespräch ab.
Was das für dich heißt, ist einfach. Der Bogen ist überall fast derselbe, der Weg dorthin nicht, und die Zeile deines Landes in der Tabelle ist der Anfang, der Rechtstext auf der Landesseite der Rest.
Wie du lernst: Katalog, Bögen, sechs Wochen
Der Katalog ist öffentlich, und außerhalb des Katalogs wird nichts gefragt. Das macht die Vorbereitung planbar. Der erste Durchgang liest den Katalog Gebiet für Gebiet, mit dem Lehrgang oder dem Lehrbuch daneben, damit die Antworten einen Grund haben, denn eine Frage zur Fischregion ist mit dem Querschnitt des Baches im Kopf keine Gedächtnisfrage mehr. Der zweite Durchgang löst nur noch die Fragen, die im ersten falsch waren, und der dritte besteht aus kompletten Bögen unter Zeit, mindestens drei, ausgewertet je Sachgebiet. 30 Fragen am Tag reichen, um einen Katalog von 600 in drei Wochen einmal und in sechs Wochen zweimal zu sehen, und die sechs Wochen sind die Zeit, in der ein Lehrgang ohnehin läuft.
Die Apps sind dafür gut und für eines schlecht. Sie zeigen eine Trefferquote über alle Fragen, und die sagt nichts über das Gebiet, an dem die Prüfung scheitert. Wer in der App 85 Prozent hat und in der Gesetzeskunde 50, besteht nicht, und das sieht er erst im kompletten Bogen. Deshalb ist der Bogen das Maß, nicht die Quote, und deshalb fragt der Rechner oben nach dem schwächsten Gebiet.
Wer besteht, wer fällt durch
Die Zahlen, die es gibt, sind beruhigend. Bayern, das als einziges Land eine Statistik über Jahrzehnte veröffentlicht, meldet rund 10.000 Prüflinge im Jahr und in den letzten Jahrgängen Bestehensquoten um 90 Prozent, über vier Jahrzehnte im Schnitt 83. Andere Länder nennen keine Quoten, die Verbände sprechen von ähnlichen Werten. Wer durchfällt, tut es fast immer an einem Sachgebiet, und fast immer ist es die Gesetzeskunde oder die spezielle Fischkunde. Die Wiederholung ist in den meisten Ländern ohne Wartefrist möglich, oft beim nächsten Termin, und die Gebühr wird erneut fällig.
Die Prüfung ist damit keine Hürde, an der Menschen scheitern, sondern eine, an der sie sich Zeit nehmen müssen. 30 Stunden Lehrgang, zwei Durchgänge durch den Katalog, drei komplette Bögen, das ist der Aufwand, und er verteilt sich auf sechs bis acht Wochen.
Nach dem Zeugnis: was noch zwischen dir und dem Wasser liegt
Das Prüfungszeugnis ist kein Angelschein. Mit ihm gehst du zur Gemeinde, in der du gemeldet bist, in Nordrhein-Westfalen auch online zum Landesamt, und beantragst den Fischereischein, mit Lichtbild, Ausweis und der Gebühr des Landes. In den meisten Ländern gilt er dann auf Lebenszeit, in Berlin und im Saarland wahlweise für ein oder fünf Jahre. Dazu kommt in 13 Ländern die Fischereiabgabe, jährlich oder auf Vorrat, drei Länder erheben keine. Und auch dann darfst du noch nirgends angeln, denn für das Wasser brauchst du den Erlaubnisschein des Vereins oder Pächters, der die Strecke bewirtschaftet. Wie das alles zusammenhängt, was es kostet und wie lange es gilt, steht im Ratgeber zum Angelschein.
Wofür das alles ist, zeigt das Fangbuch. Die Zahlen darunter sind die Fänge der Community, nach Monat, Stunde, Art und Revier, und jede davon hat jemand mit bestandener Prüfung gemeldet.
Aus 86 gemeldeten Fängen
06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026Gemeldete Fänge je Monat
Gemeldete Fänge im Tagesverlauf
Die meisten Meldungen fallen in das Fenster von 16 bis 19 Uhr.
Womit gefangen wurde
Mit welcher Methode
Welche Arten gemeldet werden
Größenverteilung
Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Die jüngsten Meldungen, mit Foto und Gewässer:
Fänge aus der Community
zuletzt gemeldetWoran du merkst, dass der Bogen noch nicht sitzt
Die App meldet eine gute Quote, und trotzdem hast du noch keinen Bogen unter Zeit gelöst. Das ist das häufigste Zeichen, und dahinter steckt die App als einzige Vorbereitung, 1.000 Einzelfragen mit Trefferquote, aber nie ein kompletter Bogen mit der Grenze je Gebiet.
Du liest eine Frage der Gesetzeskunde und antwortest, wie du es selbst am Wasser halten würdest. Die Ursache ist der Wortlaut, „darf" und „muss" trennen dort zwei Antworten, und die Frage nach dem lebenden Köderfisch will wissen, was das Land verbietet, und nicht, was du davon hältst.
Die Fischbilder lässt du beim Üben aus, weil der Bogen doch die Prüfung ist. In Nordrhein-Westfalen erwischt der Praxisteil mehr Leute als der Bogen, weil die Fischbilder und die Zusammenstellungen ohne Übung schwer sind.
Der Lehrgang ist vorbei, und erst jetzt fragst du nach dem Termin. In Ländern mit vier Terminen im Jahr kostet die verpasste Anmeldefrist ein Vierteljahr.
Vor der Anmeldung zur Fischerprüfung
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Der Prüfungstag
Er beginnt mit dem Ausweis, dem Zeugnis über den Lehrgang, wo er Pflicht ist, und einem Stift, denn in den meisten Ländern ist es noch Papier, in Bayern der Bildschirm. 60 Fragen, 60 bis 120 Minuten, und die erste Regel lautet, jede Frage bis zum Ende zu lesen, weil die Fehler dieser Prüfung Lesefehler sind. Die zweite lautet, das schwächste Gebiet zuletzt zu machen, mit dem Kopf, der schon 48 richtige hinter sich hat.
Danach kommt das Ergebnis, in Bayern sofort, sonst nach Tagen, und dann der Gang zur Gemeinde. Was danach kommt, ist ein Fischereischein auf Lebenszeit, ein Erlaubnisschein für ein Wasser und ein Fangbuch, das noch leer ist.
Passende Gewässer in der App
5 von 34Burgweiher Metternich
Weilerswist, Nordrhein-Westfalen
Wupper-Talsperre
Hauptsperre
Hückeswagen, Nordrhein-Westfalen
Sieg
Strecke Meindorf - Mündung Rhein
Meindorf, Nordrhein-Westfalen
Pfreimd
Stausee Trausnitz
Trausnitz, Bayern
Grube Schickenberg
Baggersee
Wuppertal, Nordrhein-Westfalen
Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.
Zum Nachschlagen
9 EinträgeHäufige Fragen
8 FragenWie viele Fragen hat die Fischerprüfung?
In 15 Ländern 60, in Rheinland-Pfalz 50. Sie kommen aus vier bis sieben Sachgebieten, meist je 10 oder 12, im Antwort-Wahl-Verfahren mit drei Antworten, von denen eine richtig ist. Die Prüfung dauert 60 Minuten in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, 90 in sechs Ländern von Bremen bis Thüringen und 2 Stunden in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Wie viele Fragen darf ich falsch haben?
15 von 60, wenn kein Sachgebiet unter die Hälfte fällt. Das ist die Regel in 13 Ländern. Hessen verlangt je Gebiet 9 von 12, Sachsen 8 von 12, Rheinland-Pfalz 7 von 10 bei 50 Fragen. Ein Gebiet unter der Grenze heißt durchgefallen, auch mit 55 richtigen insgesamt, und in Rheinland-Pfalz gibt es dafür am selben Tag eine mündliche Nachprüfung.
Ist ein Vorbereitungskurs Pflicht?
In 14 Ländern ja. Meist sind es 30 Stunden, in Baden-Württemberg 32 mit Praxistag, in Hamburg 35, in Hessen nur ein praktischer Teil von 8 Stunden und in Schleswig-Holstein seit Oktober 2025 nur ein Praxistag. Brandenburg und Nordrhein-Westfalen stellen den Lehrgang frei. Ob der Theorieteil online laufen darf, entscheidet das Land, in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern ja.
Ab welchem Alter darf ich die Fischerprüfung machen?
Je nach Land ab 10 (Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern), ab 12 (Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt), ab 13 (Rheinland-Pfalz, Saarland) oder ab 14 (die übrigen, Bremen schon im Jahr des 14. Geburtstags, Schleswig-Holstein davor). Den Fischereischein gibt es in Bayern und im Saarland erst mit 14, obwohl die Prüfung ab 12 beziehungsweise 13 offensteht. Die Tabelle im Text nennt beide Grenzen je Land.
Gibt es einen praktischen Teil?
In vier Ländern. Nordrhein-Westfalen prüft Fischerkennung, 6 von 49 Bildern, und eine Gerätezusammenstellung aus 10 möglichen. Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben einen mündlich-praktischen Teil am Gerät, Hamburg seit 2020 einen praktischen Teil. In allen anderen Ländern steckt die Praxis im Lehrgang, nicht in der Prüfung.
Wie viele fallen durch?
Wenige. Bayern, das als einziges Land eine lange Statistik veröffentlicht, meldet bei rund 10.000 Prüflingen im Jahr eine Bestehensquote um 90 Prozent, über vier Jahrzehnte im Schnitt 83. Wer durchfällt, scheitert meist an einem Sachgebiet, nicht an der Gesamtzahl, und in fast allen Ländern ist die Wiederholung ohne Wartefrist möglich.
Gilt meine Prüfung auch in einem anderen Bundesland?
In der Regel ja. Die Prüfung eines Landes wird von den anderen als Sachkundenachweis anerkannt, Bremen und das Saarland sagen das ausdrücklich, Hamburg verlangt eine gleichwertige Prüfung. Der Fischereischein selbst wird aber bei der Gemeinde deines Hauptwohnsitzes ausgestellt, nach dem Recht dieses Landes.
Was kostet die Fischerprüfung?
Zwei Posten vor dem Zeugnis, die Prüfungsgebühr des Landes und der Lehrgang beim Anbieter, online meist günstiger als in Präsenz. Dazu kommen nach der Prüfung die Gebühr für den Fischereischein und die Fischereiabgabe des Landes. Die Beträge stehen in der Gebührenordnung deines Landes und ändern sich, der Angelschein-Ratgeber rechnet sie auf Jahre und Angeltage um.
Quellen und Stand
6 Quellen-
Angelrecht je Bundesland: die 16 Landesseiten von CatchHub mit Angelschein, Kindern und Regeln am Wasser Quelle der Tabelle, jede Zeile führt in den Rechtstext des Landes mit Stand und Fundstelle
-
Landesfischereiverordnung Rheinland-Pfalz: Fischerprüfung, Ablauf und Bestehen 50 Fragen aus fünf Gebieten, je Gebiet 7 richtig, mündliche Nachprüfung, 120 Minuten
-
Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen: Fischereiprüfung und Fischereischein Theorie, Fischerkennung und Gerätezusammenstellung, kein Pflichtlehrgang
-
Landwirtschaft Hessen: Fragenkatalog der Fischereischeinprüfung Öffentlicher Katalog, fünf Gebiete, Bestehen mit 45 und je Gebiet 9
-
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Fischerei: Staatliche Fischerprüfung Online-Prüfung mit 60 Fragen in 60 Minuten, Fragenkatalog, Teilnehmerzahlen und Bestehensquoten
-
Anglerverband Hamburg: Angelprüfung und Vorbereitungslehrgänge Lehrgang 35 Stunden mit 5 Stunden Praxis, praktische Prüfung als Zulassungsvoraussetzung
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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