Kurz gesagt
- Der Dorsch (Gadus morhua) trägt drei getrennte Rückenflossen, zwei Afterflossen, eine Bartel am Kinn und eine helle, über der Brustflosse nach oben gebogene Seitenlinie.
- Dorsch und Kabeljau bezeichnen denselben Fisch, nur in verschiedenen Regionen und Vertriebswegen.
- Das Mindestmaß in den deutschen Küstengewässern der Ostsee beträgt 35 cm. Die Fangregeln legt die EU jedes Jahr neu fest, zuletzt reichten sie von engen Tagesrationen bis zum vollständigen Verbot.
- In der Ostsee leben zwei getrennte Bestände, ein westlicher und ein östlicher. Beide sind seit Jahren in schlechtem Zustand.
- Dem östlichen Bestand fehlt die Wasserschicht, in der die Eier schweben können: salzig genug und zugleich sauerstoffreich. Die großen Salzwassereinbrüche aus der Nordsee sind selten geworden.
Drei Rückenflossen und eine Bartel
Der Dorsch trägt drei getrennte Rückenflossen und zwei Afterflossen, eine einzelne Bartel am Kinn und einen hellen Seitenlinienbogen, der sich über der Brustflosse deutlich nach oben wölbt. Die Grundfärbung reicht von sandig über grünlich bis rotbraun, je nach Untergrund.
Die Bartel, die alles entscheidet
Dieser kurze Faden unter dem Kinn ist das schnellste Merkmal, das der Dorsch hat. Der Wittling trägt ihn nicht, und damit ist die häufigste Verwechslung an der Ostsee bereits erledigt.
Dahinter läuft der zweite Blick auf die helle Seitenlinie, die sich über der Brustflosse nach oben wölbt. Beim Köhler verläuft sie gerade. Beide Merkmale zusammen sind eindeutig, ein einzelnes reicht nicht.
Ein einzelner Bartfaden am Unterkiefer, sonst nichts. AI-Bild
Dorsch erkennen
5 MerkmaleFünf Merkmale, und die Färbung gehört ausdrücklich nicht dazu. Sie wechselt je nach Untergrund von sandgelb über grünlich bis rotbraun.
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Bartel am Kinn
Ein einzelner, kurzer Bartfaden am Unterkiefer. Der Wittling hat ihn nicht, und damit ist die häufigste Verwechslung schon erledigt.
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Drei Rückenflossen
Drei klar voneinander getrennte Flossen auf dem Rücken, die erste beginnt dicht hinter dem Kopf. Diese Anordnung tragen nur die Dorschartigen.
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Bauchflossen weit vorn
Sie sitzen in Höhe der Kiemen, also vor den Brustflossen. Ihre vordersten Strahlen sind fadenförmig ausgezogen und tasten den Grund ab.
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Helle, gebogene Seitenlinie
Ein heller Streifen läuft vom Kiemendeckel zum Schwanz und wölbt sich über der Brustflosse nach oben. Beim Köhler verläuft er gerade.
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Zwei Afterflossen
Unten folgen zwei getrennte Flossen, die erste beginnt ungefähr unter der zweiten Rückenflosse. Fünf unpaarige Flossen zwischen Kopf und Schwanz sind das Erkennungszeichen der Familie.
Nicht verwechseln mit
2 ArtenVerwechselt wird diese Art vor allem mit den folgenden. Unter jedem Umriss steht, woran der Unterschied hängt.
Köhler
Ebenfalls drei Rückenflossen, aber die helle Seitenlinie läuft bei ihm gerade statt gebogen, der Unterkiefer steht vor, und ein Kinnbartel fehlt. Sein Rücken ist dunkel graugrün.
Wittling
Dieselben drei Rückenflossen, aber schlanker, mit größerem Auge, vorstehendem Unterkiefer und einem dunklen Fleck über der Brustflosse. Der Kinnbartel fehlt ihm, und daran hängt die Unterscheidung.
Steckbrief Dorsch
- Wissenschaftlicher Name
- Gadus morhua
- Familie
- Dorsche (Gadidae)
- Maximale Länge
- etwa 130 cm In der Ostsee sind Fische über 80 cm heute eine Ausnahme
- Merkmale
- 3 Rücken-, 2 Afterflossen Dazu eine Kinnbartel und ein heller, gebogener Seitenlinienbogen
- Laichzeit
- Winter bis Frühjahr In der westlichen Ostsee überwiegend Januar bis April, im kalten Tiefenwasser bei 4 bis 7 Grad
- Bestände
- zwei getrennte in der Ostsee Westlicher und östlicher Bestand, beide in schlechtem Zustand
Alle 14 Angaben
- Mindestmaß
- 35 cm In den deutschen Küstengewässern der Ostsee
- Regelung
- EU-Recht, jährlich neu EU-Fangmengenverordnung statt Landesverordnung
- Maximales Gewicht
- über 40 kg im Nordatlantik In der Ostsee sind schon 10 kg ein Ausnahmefisch
- Geschlechtsreife
- mit 2 bis 4 Jahren In der Ostsee schon ab etwa 25 cm, im Nordatlantik erst deutlich später
- Alter
- bis 25 Jahre Ostseedorsche werden heute meist keine 10 Jahre alt
- Nahrung
- Krebse, Würmer, Kleinfisch Große Dorsche fressen Hering, Sprotte und Artgenossen
- Lebensraum
- Ostsee und Nordsee Im Winter dicht unter Land, im Sommer in tieferem, kühlerem Wasser
- Hauptsaison
- Oktober bis März vom Ufer, Sommer vom Boot
Verwechselt wird er vor allem mit dem Wittling, dem die Kinnbartel fehlt, und mit dem Köhler, dessen Seitenlinie gerade verläuft. Die drei Merkmale zusammen sind eindeutig, ein einzelnes reicht nicht.
Dorsch oder Kabeljau?
Beides ist Gadus morhua, ein und derselbe Fisch. Dorsch heißt er an der Ostsee und unter Anglern, Kabeljau im Nordatlantik und im Handel, und das amtliche Verzeichnis der Handelsbezeichnungen führt beide Namen für dieselbe Art. Früher hieß der junge Fisch Dorsch und der ausgewachsene Kabeljau. Diese Trennung hält heute niemand mehr durch, weil auch ein 90er aus der Ostsee Dorsch genannt wird.
Ein anderer Fisch steckt dagegen hinter dem Pazifischen Kabeljau (Gadus macrocephalus), einer eigenen Art aus dem Nordpazifik, die in Tiefkühlware häufig vorkommt. Am Wasser hältst du mit jedem Dorsch also einen Kabeljau in der Hand, im Supermarkt mit jedem Kabeljau aber nicht zwingend einen Dorsch aus der Ostsee.
An jedem Übergang, den die Küste hergibt
Ein Dorsch sucht Struktur und Nahrung, und beides findet sich an Übergängen. Zwischen Stein und Sand, zwischen flach und tief, zwischen ruhigem und bewegtem Wasser.
Die Mole als Standplatz ohne Boot
Eine Mole bringt drei Dinge zusammen, für die es sonst ein Boot braucht. Eine Steinschüttung voller Krebse und Kleinfisch, tiefes Wasser in Wurfweite und eine Strömungskante an ihrem Kopf.
In den kalten Monaten steht der Dorsch dort dicht unter Land. Gefischt wird die Kante entlang der Blöcke, nicht der weite Wurf hinaus.
Steinpackung, tiefes Wasser und Strömung auf wenigen Metern. AI-Bild
Die Rinne, die der Wind aushebt
Zwischen Strand und erster Bank liegt eine Senke, die selten mehr als 2 m Wasser hat. Die Welle bricht auf der Bank, reißt Würmer und Krebse aus dem Sand und trägt sie genau dorthin.
Für den Uferangler steckt darin die ganze Rechnung. Ein Wurf weit über die Bank hinaus landet im Leeren, während der Fisch 20 bis 40 m vor den Füßen frisst. Bei spiegelglatter See bleibt die Rinne leer.
Was von Land aus ruhig wirkt, ist die Fressrinne. AI-Bild
Wo Dorsch steht
3 Ansichten-
Kaimauer
Die Kaimauer ist eine Kante über die volle Wassertiefe, dazu Muschelbewuchs und Krebse. Ein Wurf von wenigen Metern reicht.
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Hafeneinfahrt
An der Enge drückt Strömung Nahrung ins Becken und wieder heraus. Der Fisch hält sich an der tiefsten Stelle dieser Passage.
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Fahrrinne
Die ausgebaggerte Fahrrinne ist der tiefste Punkt des Hafens und im Frost der Rückzugsort. Tagsüber liegt der Fisch dort unten.
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Liegeplätze
Unter den Booten ist es dunkel, und der Grund liegt voller Muschelschill. Nachts zieht der Dorsch zwischen die Pontons.
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Steinpackung
Die Blockschüttung am Hafenrand ist eine Krebsburg. Parallel zur Kante geführt bringt sie mehr als ein Wurf quer hinaus.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Brückenpfeiler.
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Rinne hinter der Bank
Die Rinne hinter der ersten Bank ist im Winter die Adresse vom Ufer aus. Auflandiger Wind spült dort Würmer und Krebse frei.
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Untiefe
Eine Steinkuppe im tieferen Wasser trägt Bewuchs, Krebse und Kleinfisch. Befischt wird ihre Kante, nicht die Mitte des Feldes.
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Mole und Hafeneinfahrt
An der Einfahrt treffen Steinschüttung und tiefes Fahrwasser zusammen. In kalten Monaten steht der Fisch dort ohne Boot in Reichweite.
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Buhne
Am Kopf jeder Buhne kolkt die Strömung eine Vertiefung aus. In dieser Mulde sammelt sich, was der Sog aus dem Sand holt.
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Seegraswiese
Tang und Seegras beherbergen Garnelen und Jungfisch. Gejagt wird an der Außenkante des Feldes, nicht im dichten Bewuchs.
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Sandbank
Blanker Sand ist die schwächste Stelle und lohnt nur bei ruhiger See. Dann zieht der Fisch über die Bank, statt in der Rinne zu warten.
Gewässertyp im Lexikon: Küste Meer Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Priel.
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Erste Rinne
Die Senke hinter der ersten Bank liegt oft nur 20 bis 40 m draußen und selten tiefer als 2 m. Bei auflandigem Wind frisst der Dorsch genau dort, und der weite Wurf landet dahinter im Leeren.
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Mischgrund und Steine
Wo Sand in Steine und Tang übergeht, sitzen Krebse und Kleinfisch. Solche Übergänge sind die einzigen festen Marken auf einer sonst gleichförmigen Strecke.
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Zweite Rinne
Die zweite Rinne verlangt den vollen Wurf und lohnt bei ruhiger See, wenn die erste leer bleibt. In kalten Nächten steht der Fisch dort etwas tiefer.
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Erste Sandbank
Über der Bank selbst steht er nur bei Dunkelheit und bewegtem Wasser. Tagsüber ist sie zu flach und zu hell.
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Spülsaum
Direkt vor den Füßen wühlt die Brandung Würmer frei. Im Winter zieht der Dorsch nachts bis in kniehohes Wasser, und mancher Fisch kommt aus 10 m Entfernung.
Gewässertyp im Lexikon: Küste Meer
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zweite Sandbank.
Über das Jahr wandert er mit der Temperatur. Im Winter steht er dicht unter Land und ist vom Ufer aus erreichbar, im Sommer zieht er in tiefere, kühlere Bereiche ab. Brandungsangeln ist deshalb eine Winterdisziplin und Pilken eine Sache für Boot und Kutter.
Warum hier keine Tagesration steht
Für kaum eine andere Art ändern sich die Regeln so oft. Die Fangmengen für die Ostsee werden jedes Jahr auf EU-Ebene neu festgelegt, und die Angelfischerei ist davon seit mehreren Jahren direkt betroffen: mal mit einer eng begrenzten Tagesration, mal mit einem vollständigen Verbot, teils unterschiedlich zwischen westlicher und östlicher Ostsee.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
2 Bundesländer, überall 35 cm Mindestmaß
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Mecklenburg-Vorpommern Nur an der Küste. Die EU verbietet Anglern den Dorschfang derzeit vollständig und entscheidet jedes Jahr neu | derzeit ganzjährig gesperrt | 35 cm |
| Schleswig-Holstein In der westlichen Ostsee ist das Dorschangeln derzeit gesperrt | keine Schonzeit | 35 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Was die Tabelle für das laufende Jahr ausweist, ist ein Fangverbot. Mecklenburg-Vorpommern führt den Dorsch an seiner Küste als gesperrt, Schleswig-Holstein meldet die westliche Ostsee als geschlossen. Beide Angaben hängen am jährlichen EU-Beschluss und können nach der nächsten Runde anders lauten.
Eine feste Zahl auf dieser Seite wäre deshalb im nächsten Jahr falsch und im Zweifel teuer. Was die Landesverordnungen nennen, ist das Mindestmaß von 35 cm. Alles Weitere steht in der jeweils aktuellen EU-Verordnung und wird von den Landesbehörden veröffentlicht. Vor jeder Fahrt nachzusehen ist bei dieser Art Pflicht.
Zwei Bestände, ein Problem
In der Ostsee leben zwei getrennte Dorschbestände. Der westliche laicht im Frühjahr in der Kieler und Mecklenburger Bucht, der östliche in den tiefen Becken bei Bornholm und Gotland. Beide sind seit Jahren in schlechtem Zustand, aus teilweise verschiedenen Gründen.
Beim östlichen Bestand liegt das Problem in der Tiefe. Dorscheier brauchen eine Wasserschicht mit ausreichend Salz, damit sie schweben, und gleichzeitig genug Sauerstoff. Beides zusammen findet sich nur noch in schmalen Bereichen, weil die großen Salzwassereinbrüche aus der Nordsee selten geworden sind und die Tiefenbecken sauerstoffarm sind. Beim westlichen Bestand kommen jahrzehntelange Überfischung und schwache Nachwuchsjahrgänge dazu.
Wie schwer ist ein Dorsch von 70 cm?
Dorsche aus der Ostsee sind heute schlanker als die Fische, an denen ältere Angler ihr Augenmaß geschult haben. Die Werte hier beschreiben einen Fisch in normaler Kondition.
Länge, Gewicht und Mindestmaß
RichtwerteDorsch: Gewicht nach Länge
Mindestmaß, wo es eins gibt
Alle übrigen Bundesländer führen für diese Art kein Mindestmaß. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann trotzdem eins nennen, und er gilt zusätzlich.
Richtwert aus einer Längen-Gewichts-Beziehung, nicht gewogen. Ein Fisch aus einem mageren Fluss liegt darunter, einer vor der Laichzeit darüber. Sobald genug Fänge mit Gewicht gemeldet sind, rechnet diese Kurve mit den echten Fischen.
Wie alt ist ein Dorsch von 60 cm?
Ostseedorsche wachsen langsamer als die Fische, mit denen die Zahlen aus dem Nordatlantik gerechnet sind, und sie werden heute selten alt. Die Spannen unten beschreiben den westlichen Bestand.
Wachstum: Alter und Länge
bis 90 cm- 1 Jahr 12 bis 20 cm
- 2 Jahre 22 bis 32 cm
- 3 Jahre 30 bis 42 cm
- 4 Jahre 38 bis 52 cm
- 5 Jahre 45 bis 60 cm
- 7 Jahre 58 bis 75 cm
- 10 Jahre 70 bis 90 cm
Ein Fisch von 60 cm hat damit vier bis sechs Jahre hinter sich. Weil kaum noch ältere Jahrgänge im Wasser stehen, bestehen die Fänge fast vollständig aus Fischen unterhalb dieser Länge.
Was die Meldungen zum Dorsch zeigen
Die Werte unten kommen aus dem Fangbuch der Community.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Meeresfänge stehen dort ohnehin selten, und in Jahren mit Fangverbot fehlen sie fast vollständig. Reicht die Menge für eine Auswertung nicht, sagt die Seite das offen, statt eine Kurve zu zeichnen, hinter der eine Handvoll Einträge steckt.
Darunter liegen die Fänge, die Angler an der Küste selbst eingetragen haben.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenBevor du losfährst
Ob eine Ostseefahrt rechtlich sauber und fachlich sinnvoll verläuft, entscheidet sich vor dem Ablegen. Die Liste unten kostet dich fünf Minuten am Vorabend.
Bevor du an die Ostsee fährst
0 von 5Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Der wichtigste Punkt ist der erste. Bei kaum einer anderen Art wird so oft mit veralteten Informationen geangelt, weil sich die Regeln schneller ändern als die Ratgeber im Netz. Die Landesbehörden von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern veröffentlichen die jeweils geltende Fassung, und das ist die einzige Quelle, auf die du dich verlassen solltest.
Häufige Fragen zur Fischart Dorsch
6 FragenDarf ich in der Ostsee auf Dorsch angeln?
Derzeit nicht. Die Landesangaben weisen den Dorsch in Mecklenburg-Vorpommern als gesperrt aus, und für die westliche Ostsee meldet Schleswig-Holstein dasselbe. Die EU legt die Regeln jedes Jahr neu fest, in den vergangenen Jahren wechselten enge Tagesrationen und vollständige Verbote. Prüfe vor jeder Fahrt die aktuelle Verordnung, Angaben aus dem Vorjahr helfen nicht weiter.
Wie groß muss ein Dorsch sein?
In den deutschen Küstengewässern der Ostsee 35 cm. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nennen dieses Maß in ihren Küstenregelungen, und es gilt unabhängig davon, ob vom Ufer, vom Kleinboot oder vom Kutter geangelt wird.
Warum sind die Dorschbestände eingebrochen?
Mehrere Faktoren wirken zusammen: jahrzehntelang zu hohe Fangmengen der Berufsfischerei, Sauerstoffmangel in den tiefen Becken, in denen die Eier schweben müssen, geringer Salzgehalt durch ausbleibende Einströme aus der Nordsee und die Erwärmung. Der östliche Bestand ist zusätzlich durch Parasiten und schlechte Konditionen belastet.
Woran erkenne ich einen Dorsch?
An drei Rückenflossen, zwei Afterflossen, der einzelnen Bartel am Kinn und dem hellen, deutlich nach oben gebogenen Seitenlinienbogen über der Brustflosse. Der Wittling hat keine Bartel, der Köhler eine gerade Seitenlinie.
Was ist der Unterschied zwischen Dorsch und Kabeljau?
Keiner, es ist derselbe Fisch (Gadus morhua). Im Ostseeraum heißt er Dorsch, in der Nordsee und im Handel meist Kabeljau, und die amtliche Handelsbezeichnung führt beide Namen. Traditionell wurde mit „Dorsch" der jüngere, kleinere Fisch bezeichnet, aber diese Trennung ist heute nicht mehr üblich. Nur der Pazifische Kabeljau ist eine eigene Art.
Wie groß wird ein Dorsch?
Im Nordatlantik bis etwa 130 cm und über 40 kg. In der Ostsee sind Fische über 80 cm heute eine Ausnahme und 10 kg ein Ausnahmefisch, weil die Bestände kaum noch alte Tiere hergeben.
Quellen und Stand
4 Quellen-
Fischbestände online, Thünen-Institut für Ostseefischerei Jährlich aktualisierte Bestandsbewertungen für Nord- und Ostsee
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ICES Advice, wissenschaftliche Bestandsberatung Grundlage der jährlichen EU-Fangmengenentscheidungen
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Handelsbezeichnungen für Fische, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Amtliches Verzeichnis: Gadus morhua führt Kabeljau und Dorsch, Gadus macrocephalus den Pazifischen Kabeljau
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Rote Liste der Meeresfische Deutschlands Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 09.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Dorsch gerade gemeldet wird
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