Kurz gesagt
- Die Flunder (Platichthys flesus) erkennt die Hand schneller als das Auge. Über die Augenseite gestrichen fühlt sie sich an zwei Stellen an wie feines Schmirgelpapier.
- Unter den heimischen Plattfischen ist sie die einzige, die einem Süßwasserangler begegnen kann. In den großen Mündungsflüssen steht sie kilometerweit landeinwärts.
- Zum Laichen kehrt sie ins Meer zurück, weil ihre Eier den Auftrieb von Salzwasser brauchen. Ein von der See abgeschnittener Bestand erhält sich nicht selbst.
- Bremen und Mecklenburg-Vorpommern nennen 25 cm Mindestmaß, Hessen und Rheinland-Pfalz stellen sie ganzjährig unter Schutz. Andere Länder führen sie nicht.
- Bei ihr liegen die Augen häufiger als bei verwandten Arten auf der linken statt auf der rechten Körperhälfte. Ein solcher Fisch bleibt trotzdem eine Flunder.
Rau, wo die Scholle glatt ist
Die Flunder ist ein rechtsäugiger Plattfisch mit bräunlicher, meist gefleckter Oberseite ohne die leuchtenden Punkte der Scholle. Ihr wichtigstes Merkmal ertastet sich schneller, als es sich beschreiben lässt: entlang der Seitenlinie und an den Ansätzen von Rücken- und Afterflosse sitzen raue Knochenwarzen.
Flunder erkennen
5 MerkmaleDiese Art bestimmt sich mit der Hand schneller als mit dem Auge. Die beiden ersten Punkte unten sind Tastmerkmale, kein Foto zeigt sie zuverlässig.
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Warzenreihe auf der Seitenlinie
Harte Knochenwarzen liegen wie grobes Schmirgelpapier entlang der Seitenlinie. Dieses Merkmal fehlt keiner Flunder, in keinem Alter.
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Warzen am Flossenansatz
Dort, wo die Rückenflosse aus dem Körper tritt, läuft eine zweite Reihe mit. Sie ist oft deutlicher zu spüren als die auf der Seitenlinie.
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Augenseite meist rechts
Beide Augen liegen in der Regel rechts, bei dieser Art jedoch häufiger als bei anderen auch links. Ein linksäugiger Fisch bleibt eine Flunder.
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Matte, verwaschene Flecken
Braun bis olivgrün mit unscharfen Flecken, manchmal mit blassen orangen Tupfen. Die leuchtenden Punkte der Scholle erreicht sie nie.
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Blindseite weiß bis gelblich
Die abgewandte Hälfte trägt kein Pigment, bei Fischen aus Flussmündungen wirkt sie cremig gelb. Rau ist sie dort ebenfalls.
Nicht verwechseln mit
2 ArtenVerwechselt wird diese Art vor allem mit den folgenden. Unter jedem Umriss steht, woran der Unterschied hängt.
Kliesche
Rau wie die Flunder, aber ohne deren Knochenwarzen entlang der Seitenlinie. Ihre Seitenlinie macht über der Brustflosse einen hohen Bogen, die der Flunder bleibt flach.
Scholle
Glatte Haut ohne jede Warze, dazu kräftig orange bis rote Punkte und eine Reihe von 4 bis 7 Knochenhöckern hinter den Augen. Sie geht nie ins Süßwasser.
Steckbrief Flunder
- Wissenschaftlicher Name
- Platichthys flesus
- Familie
- Schollen (Pleuronectidae)
- Merkmal
- raue Knochenwarzen Entlang der Seitenlinie und an den Ansätzen von Rücken- und Afterflosse
- Maximale Länge
- etwa 50 cm Sie bleibt deutlich kleiner als die Scholle
- Augenseite
- meist rechts Linksäugige Exemplare kommen bei dieser Art häufiger vor als bei anderen
- Salzgehalt
- sehr tolerant Vom Meerwasser bis ins reine Süßwasser
Alle 13 Angaben
- Laichzeit
- Winter bis Frühjahr Im Meer bei 5 bis 8 Grad, die Larven driften anschließend an die Küste
- Nahrung
- Würmer, Muscheln, Krebse Sucht den Weichgrund ab, oft eingegraben lauernd
- Lebensraum
- Küste, Häfen und Flussmündungen Der einzige heimische Plattfisch, der weit ins Süßwasser aufsteigt
- Maximales Gewicht
- rund 3 kg Ein maßiger Fisch wiegt 200 bis 400 g
- Geschlechtsreife
- Männchen mit 2, Weibchen mit 3 Jahren Ab etwa 20 cm, also unterhalb des Mindestmaßes von 25 cm
- Alter
- bis etwa 15 Jahre Weibchen werden älter und deutlich größer als Männchen
- Hauptsaison
- August bis Dezember
Anders als bei den meisten Plattfischen kommen bei ihr auch linksäugige Tiere regelmäßig vor. Das ist eine Eigenheit dieser Art, kein Defekt.
Eingegraben im Schlick
Sie sucht Weichgrund und gräbt sich darin ein, bis nur die Augen herausschauen. Bevorzugt liegt sie auf schlickigerem Boden als die Scholle, weshalb sich beide Arten im selben Gebiet oft räumlich trennen.
Wo Flunder steht
4 Ansichten-
Einmündung
Je näher am Meer, desto sicherer steht sie im Fluss. Der Mündungstrichter ist ihr eigentliches Revier im Süßwasser.
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Buhnenfeld
In den Buhnenfeldern von Elbe und Weser setzt sich Feinsand ab. Dort wird sie regelmäßig als Beifang beim Grundangeln gefangen.
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Gleithang
Der flache Innenbogen sammelt weiches Sediment und ist strömungsarm. Ein Plattfisch, der Kilometer flussauf steht, steht meistens hier.
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Kehrwasser
Hinter Hindernissen dreht das Wasser und lässt Schwebstoff fallen. Solche Ruhezonen nimmt sie auf ihrem Weg stromauf als Rastplatz.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Brückenpfeiler, Krautfahne, Prallhang.
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Liegeplätze
Unter den Booten sammelt sich weicher, wurmreicher Grund und niemand stört. In vielen Ostseehäfen ist das ihre beste Stelle.
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Kaimauer
Am Fuß der Kaimauer liegt eine Schlickzunge, in die sie sich eingräbt. Die Montage darf nur wenige Meter von der Wand weg liegen.
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Fahrrinne
In der Fahrrinne steht sie tagsüber, wenn das Becken flach und hell ist. Nachts zieht sie von dort in die Ränder.
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Steinpackung
Vor der Schüttung, wo Steine in Schlamm übergehen, findet sie Würmer und Krebsbrut. Ein Wurf auf die Blöcke selbst kostet nur Blei.
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Hafeneinfahrt
Die Enge trägt bei jedem Wasserwechsel Nahrung herein. Weil dort Süß- und Salzwasser mischen, stört sie der Wechsel nicht.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Brückenpfeiler.
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Rinne hinter der Bank
Nach auflandigem Wind liegt in der Senke hinter der Bank frei gespülte Nahrung. Zwei Ruten decken sie von einem Standplatz aus ab.
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Priel
Im Watt folgt sie dem auflaufenden Wasser durch die Rinnen bis weit hinein. Beim Ablaufen sammelt sich alles wieder in derselben Bahn.
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Buhne
Zwischen zwei Buhnen beruhigt sich das Wasser und Feinsediment setzt sich ab. Dieser weiche Grund ist ihr Fressplatz.
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Mole und Hafeneinfahrt
Im Windschatten des Bauwerks liegt Schlick statt Sand. Damit wechselt dort auch der Plattfisch, den du am Haken hast.
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Sandbank
Blanken Sand nimmt sie mit, sucht ihn aber nicht. Auf der Bank steht sie nur, wenn die Rinne dahinter leer gefischt ist.
Gewässertyp im Lexikon: Küste Meer Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Untiefe, Seegraswiese.
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Erste Rinne
Die erste Rinne ist ihr Platz. Nach auflandigem Wind sammelt sich dort freigespülte Nahrung, und der weiche Grund in der Senke hält sie fest.
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Spülsaum
Bei ablandigem Wind und ruhiger See steht sie erstaunlich flach, teils in knietiefem Wasser. Ein kurzer Wurf schlägt dann jeden weiten.
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Zweite Rinne
Bei starkem Seegang weicht sie in die zweite Senke aus. Dort bleibt der Grund ruhig, während vorn alles in Bewegung ist.
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Erste Sandbank
Über die Bank zieht sie nur auf dem Weg von einer Rinne zur nächsten. Ein Köder dort oben liegt selten lange genug.
Gewässertyp im Lexikon: Küste Meer
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zweite Sandbank, Mischgrund und Steine.
Der wichtigste Unterschied zur Scholle betrifft die Erreichbarkeit. Weil die Flunder ins Brackwasser geht, ist sie vom Ufer aus deutlich leichter zu fangen, und in vielen Ostseehäfen ist sie der Plattfisch, der tatsächlich am Haken landet.
Der Plattfisch, der Flüsse hinaufzieht
Die Flunder ist außergewöhnlich tolerant gegenüber dem Salzgehalt. Sie lebt im vollen Meerwasser der Nordsee, im Brackwasser der Ostsee und steigt in Flussmündungen weit ins Süßwasser auf. Nachweise gibt es aus Elbe, Weser und Oder viele Kilometer landeinwärts.
Wo Salz und Süß sich mischen
Solche Flächen sind ihr Zuhause. Weicher Grund voller Würmer, Priele, die bei jedem Gezeitenwechsel Nahrung heranführen, und ein Salzgehalt, der ständig schwankt.
Genau diese Schwankung stört sie nicht, und darin unterscheidet sie sich von allen anderen heimischen Plattfischen. Sie lebt im vollen Meerwasser genauso wie im Brackwasser und steigt von hier aus weit in die Flüsse auf.
Der Mündungstrichter ist ihr eigentliches Revier im Süßwasser. AI-Bild
Diese Fähigkeit macht sie zum einzigen heimischen Plattfisch, der einem Süßwasserangler begegnen kann. Zum Laichen kehrt sie allerdings ins Meer zurück, denn ihre Eier brauchen den Auftrieb von Salzwasser, um zu schweben. Ein Bestand, der von der See abgeschnitten wird, erhält sich deshalb nicht selbst.
Ein Maß an der Küste, Schutz im Binnenland
Bei Arten, die zwischen Meer und Fluss pendeln, greifen zwei Rechtskreise nebeneinander, und das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
2 Bundesländer, überall 25 cm Mindestmaß
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Bremen | keine Schonzeit heute frei | 25 cm |
| Hessen | Ganzjährig geschützt heute geschont | kein Maß |
| Mecklenburg-Vorpommern Nur an der Küste | keine Schonzeit | 25 cm |
| Rheinland-Pfalz | Ganzjährig geschützt heute geschont | kein Maß |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Vier Länder führen sie überhaupt, und sie tun es auf zwei Arten. Hessen und Rheinland-Pfalz stellen die Flunder ganzjährig unter Schutz, weil sie dort als Wanderfisch gilt, dessen Vorkommen an durchgängigen Flüssen hängt. Bremen und Mecklenburg-Vorpommern nennen stattdessen ein Mindestmaß von 25 cm, Bremen in seiner Binnenfischereiverordnung und Mecklenburg-Vorpommern für die Küstengewässer.
Warum sie im Hafen so häufig ist
Ein Hafenbecken bietet der Flunder alles, was sie braucht: weichen, nährstoffreichen Grund voller Würmer, ruhiges Wasser ohne Wellengang und einen Salzgehalt, der ihr auch dann nichts ausmacht, wenn Regen ihn stark verdünnt. Für Scholle und Kliesche ist derselbe Ort deutlich weniger attraktiv.
Warum das Hafenbecken für sie taugt
Ein Becken wie dieses bietet ihr alles auf einmal. Der Grund darunter ist weich und voller Würmer, das Wasser steht ruhig ohne Wellengang, und der Salzgehalt darf schwanken, wenn Regen ihn verdünnt.
Für Scholle und Kliesche ist derselbe Ort deutlich weniger attraktiv. Daraus folgt etwas Praktisches: ohne Boot und ohne Watkleidung führt der Weg zu Plattfischen an ein Hafenbecken mit schlickigem Grund statt an den Sandstrand.
Weicher Grund, ruhiges Wasser und ein Salzgehalt, der schwanken darf. AI-Bild
Daraus lässt sich etwas Praktisches ableiten. Ohne Boot und ohne Watkleidung führt der Weg zu Plattfischen an ein Hafenbecken mit schlickigem Grund statt an den Sandstrand, und dort ist die Flunder der Hauptfang.
Flunder oder Scholle? Ein Fingerstrich reicht
Für Flunder, Scholle und Kliesche gelten unterschiedliche Maße, deshalb gehört die Bestimmung dazu. Sie kostet einen Handgriff.
Was die Fingerkuppe sofort meldet
Auf dem Foto sind es kaum sichtbare Erhebungen, unter dem Finger sind sie unübersehbar. Die Reihe beginnt hinter dem Kiemendeckel und zieht auf der Seitenlinie bis zum Schwanz.
Streiche vom Schwanz Richtung Kopf, gegen die Schuppenlage, dann treten die Warzen am deutlichsten hervor. Bei der Kliesche fühlt sich die ganze Augenseite so an, bei der Scholle keine einzige Stelle.
Die Warzenreihe entlang der Seitenlinie, aus der Nähe. AI-Bild
Der Fingerstrich, der entscheidet
0 von 5Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Wer die Warzen einmal gespürt hat, verwechselt die Arten nicht mehr. Sie fühlen sich an wie feines Schmirgelpapier auf einer sonst glatten Fläche, und genau darin liegt der Unterschied zur durchgehend rauen Kliesche.
Wie schwer ist eine Flunder von 35 cm?
Eine Flunder ist klein und leicht, und schon 400 g sind ein ordentlicher Fisch. Die Tabelle setzt Länge und Gewicht für den Hafen- und Küstenfisch ins Verhältnis.
Länge, Gewicht und Mindestmaß
RichtwerteFlunder: Gewicht nach Länge
Mindestmaß, wo es eins gibt
Alle übrigen Bundesländer führen für diese Art kein Mindestmaß. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann trotzdem eins nennen, und er gilt zusätzlich.
Richtwert aus einer Längen-Gewichts-Beziehung, nicht gewogen. Ein Fisch aus einem mageren Fluss liegt darunter, einer vor der Laichzeit darüber. Sobald genug Fänge mit Gewicht gemeldet sind, rechnet diese Kurve mit den echten Fischen.
Wie alt ist eine Flunder von 30 cm?
Sie wächst etwas rascher als die Scholle und bleibt dafür kleiner. Die Werte unten gelten für Fische aus Ostsee und Flussmündungen, im vollen Salzwasser der Nordsee liegen sie am oberen Rand.
Wachstum: Alter und Länge
bis 46 cm- 1 Jahr 8 bis 13 cm
- 2 Jahre 14 bis 20 cm
- 3 Jahre 19 bis 26 cm
- 4 Jahre 23 bis 30 cm
- 5 Jahre 27 bis 34 cm
- 7 Jahre 32 bis 40 cm
- 10 Jahre 38 bis 46 cm
Eine Flunder von 30 cm ist damit fünf bis sieben Jahre alt. Weibchen legen ab dem dritten Jahr schneller zu als Männchen, und alles jenseits von 40 cm ist mit ziemlicher Sicherheit ein Rogner.
Was die Meldungen zur Flunder zeigen
Bei dieser Art ist vor allem interessant, in welchen Monaten überhaupt gemeldet wird.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Plattfische landen selten einzeln im Fangbuch, und die Flunder wird zusätzlich oft als Scholle eingetragen. Beides drückt die Zahlen, ohne dass daraus etwas über den Bestand folgt.
Unten stehen die Fänge selbst, jeder mit Foto, Datum und dem Revier dahinter.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenHäufige Fragen zur Fischart Flunder
6 FragenWie unterscheide ich Flunder und Scholle?
An der Haut, und ein Strich mit dem Finger genügt dafür. Die Flunder fühlt sich an zwei Stellen rau an, die Scholle nirgends. Deren orange Punkte helfen zusätzlich, sie können bei trübem Wasser aber blass ausfallen.
Wie groß muss eine Flunder sein?
Wo ein Landesmaß existiert, sind es 25 cm. Bremen nennt diesen Wert in seiner Binnenfischereiverordnung, Mecklenburg-Vorpommern in der Küstenfischereiverordnung. Hessen und Rheinland-Pfalz führen sie dagegen als ganzjährig geschützte Art, dort gibt es gar kein Maß. Nur diese vier Länder haben überhaupt eine Regel für sie.
Kann die Flunder im Süßwasser leben?
Ja, als einziger heimischer Plattfisch. In Elbe, Weser und Oder steht sie kilometerweit landeinwärts. Ablaichen kann sie dort allerdings nicht, denn ihre Eier brauchen den Auftrieb von Salzwasser.
Warum sind manche Flundern linksäugig?
Weil die Metamorphose bei dieser Art variabler verläuft als bei anderen Plattfischen. Normalerweise wandert das linke Auge auf die rechte Seite, bei einem Teil der Fische geschieht es umgekehrt. Beides ist normal und kein Zeichen für eine andere Art.
Wie groß wird eine Flunder?
Bis etwa 50 cm und rund 3 kg, deutlich kleiner als die Scholle. Ein maßiger Fisch wiegt 200 bis 400 g, und Weibchen werden älter und größer als Männchen.
Ist die Flunder ein guter Speisefisch?
Ihr Fleisch ist schmackhaft, gilt aber als etwas weicher als das der Scholle. Fische aus schlickigen Häfen und stark belasteten Mündungen können einen erdigen Beigeschmack haben, solche aus offener Ostsee dagegen nicht.
Quellen und Stand
2 Quellen-
Fischbestände online, Thünen-Institut für Ostseefischerei Jährlich aktualisierte Bestandsbewertungen für Nord- und Ostsee
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Rote Liste der Meeresfische Deutschlands Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 09.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Flunder gerade gemeldet wird
CatchHub zeigt dir für jedes Gewässer, welche Arten dort gefangen werden, den Fang-Index für heute und die Regeln, die vor Ort gelten. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.