Kurz gesagt
- Ein Fisch wird zuerst betäubt, mit einem kräftigen Schlag auf die Schädeldecke oberhalb der Augen, und sofort danach getötet, mit dem Herzstich oder dem Kiemenschnitt, ohne Pause dazwischen und nie in anderer Reihenfolge.
- Das steht in der Tierschutz-Schlachtverordnung, § 12 Absatz 10, die Betäubung muss unmittelbar vor dem Töten erfolgen, und die Zeit zwischen Fang und Betäubung so kurz wie möglich sein.
- Zwei Ausnahmen kennt die Verordnung, der Plattfisch darf mit einem schnellen Schnitt durch Kehle und Wirbelsäule getötet werden, der Aal mit einem Stich hinter dem Kopf und sofortigem Ausnehmen samt Herz, bis 30 Tiere am Tag.
- Wer tötet, braucht Sachkunde, und die ist Teil der Fischerprüfung, in Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz übernimmt sie bei Kindern die Begleitung.
- Hältern im Setzkescher ist je Land verboten, geduldet oder mit Maßen geregelt, und ein gehälterter Fisch geht in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Thüringen und dem Saarland nicht mehr zurück.
Was das Gesetz verlangt: betäuben, dann töten, sofort
Das Töten eines Fisches ist in Deutschland kein Brauch, sondern eine Vorschrift, und sie steht an zwei Stellen. Das Tierschutzgesetz sagt in § 4, dass ein Wirbeltier nur unter Betäubung getötet werden darf, und nur von jemandem, der die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Die Tierschutz-Schlachtverordnung sagt in § 12 Absatz 10, wie das beim Fisch aussieht, wer einen Fisch schlachtet oder tötet, muss ihn unmittelbar vor dem Töten betäuben, und die Anlage 1 nennt die vier zulässigen Verfahren, Elektrobetäubung, stumpfer Schlag auf den Kopf, Kohlendioxid bei Salmoniden und ein Betäubungsstoff. Für den Angler bleibt davon der Schlag, und die Anlage sagt dazu in Nummer 5.3, dass die Zeit zwischen Fang und Betäubung so kurz wie möglich zu halten ist.
Das ergibt die Reihenfolge, die in jeder Fischerprüfung abgefragt wird und am Wasser trotzdem oft falsch läuft. Erst der Schlag, der betäubt. Dann, ohne Pause, der Herzstich oder der Kiemenschnitt, der tötet. Ein Herzstich ohne Schlag ist verboten, ein Schlag ohne Herzstich lässt den Fisch ersticken, und ein Fisch, der im Eimer auf die Entscheidung wartet, ist in keinem Land erlaubt. Die Sachkunde dafür ist der Grund, warum die Prüfung den Umgang mit dem gefangenen Fisch prüft, in Hamburg und Hessen ausdrücklich das Betäuben und Töten.
Die sechs Schritte, vom Kescher bis zur Kühltasche
Die Anleitung gilt für jeden Rundfisch, von der Forelle bis zum Karpfen, und sie dauert keine fünf Minuten, wenn Fischtöter, Messer und Tuch vorher griffbereit liegen. Der häufigste Fehler beginnt vor dem ersten Schritt, mit dem Suchen im Rucksack, während der Fisch auf dem Kies liegt.
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Fisch sichern
Der Fisch liegt auf der nassen Abhakmatte oder dem nassen Gras, nie auf Stein oder Kies, Bauch nach unten, Kopf von dir weg. Ein nasses Tuch über Rücken und Schwanz hält ihn, die freie Hand liegt flach auf dem Tuch. Ein Fisch, der zappelt, bekommt keinen sauberen Schlag.
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Betäuben
Ein kräftiger Schlag mit dem Fischtöter auf die Schädeldecke, knapp oberhalb und hinter den Augen, senkrecht von oben. Der Schlag ist hart genug, wenn der Fisch sofort erschlafft. Bei großen Fischen über 3 Kilo zwei Schläge in Folge, nie ein zaghafter.
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Betäubung prüfen
Das Auge dreht sich nicht mehr mit, wenn du den Fisch kippst, die Kiemendeckel bewegen sich nicht, der Körper ist schlaff. Ein Fisch, der noch zuckt oder das Auge nachführt, bekommt sofort den zweiten Schlag.
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Herzstich oder Kiemenschnitt
Sofort nach dem Schlag, ohne Pause. Herzstich: das Messer zwischen den Brustflossen ansetzen und schräg nach vorn in Richtung Kopf stechen, das Herz liegt direkt dahinter. Kiemenschnitt: den Kiemendeckel anheben und die Kiemenbögen mit einem Schnitt durchtrennen, auf beiden Seiten.
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Ausbluten lassen
Den Fisch mit dem Kopf nach unten halten oder im Eimer mit Wasser ausbluten lassen, zwei bis drei Minuten. Ausgeblutetes Fleisch ist heller, hält länger und schmeckt nicht nach Blut. Der Eimer kommt danach weg, ein Fisch, der im Wasser liegt, wird weich.
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Ausnehmen und kühlen
So bald wie möglich, bei warmem Wetter innerhalb einer halben Stunde. Bauch öffnen, Eingeweide raus, Kiemen raus, Niere entlang der Wirbelsäule auskratzen, kurz spülen, trocken tupfen. Dann in die Kühltasche oder auf Eis, nie in den Eimer mit Wasser.
Das Tuch tut zwei Dinge, es hält den Fisch ruhig und es schützt seine Schleimhaut, falls der erste Schlag nicht sitzt und er doch zurück muss. Der Fischtöter steht senkrecht, und der Schlag kommt aus dem Handgelenk und dem Unterarm, kurz und hart, nicht aus der Schulter mit langem Ausholen, das daneben trifft.
Das Tuch hält, der Fischtöter zielt auf die Schädeldecke. AI-Bild
Der Schlag sitzt oberhalb der Augen, weil dort das Gehirn liegt, knapp unter der Schädeldecke, und weil dort der Schädel am dünnsten ist. Ein Schlag auf die Schnauze betäubt nicht, ein Schlag auf den Nacken bricht die Wirbelsäule und lässt den Fisch bei Bewusstsein. Die Prüfung der Betäubung ist ein Blick auf das Auge, das sich beim Kippen des Fisches nicht mehr nachführt, und auf die Kiemendeckel, die sich nicht mehr bewegen, und sie dauert zwei Sekunden, die der Fisch verdient.
Der Fisch liegt auf der Seite, die Kehle frei, und die Brustflosse zeigt die Stelle. Das Messer geht dicht dahinter hinein und Richtung Kopf, und sobald das Blut kommt, wird der Fisch mit dem Kopf nach unten gehalten, damit es abläuft. Ein Stich ohne Blut hat das Herz verfehlt und wird sofort wiederholt.
Hinter der Brustflosse, schräg nach vorn, Richtung Herz. AI-Bild
Der Herzstich und der Kiemenschnitt sind gleichwertig, und beide erfüllen zwei Zwecke. Sie töten den betäubten Fisch, bevor die Betäubung nachlässt, und sie lassen ihn ausbluten, was das Fleisch heller macht, länger haltbar und frei vom Blutgeschmack. Der Kiemenschnitt ist bei der Forelle am Teich der schnellere, weil die Kiemenbögen frei liegen, der Herzstich beim Karpfen und Zander der sicherere, weil die Kiemen groß und die Kiemendeckel hart sind.
Der Aal: die Ausnahme, die im Gesetz steht
Der Aal ist der Fisch, an dem die meisten scheitern, und die Verordnung weiß das. Sein Gehirn ist klein, seine Haut glitschig, sein Körper ein Muskel, der nach dem Kopfschlag weiter arbeitet, und ein Aal, der den Schlag überlebt hat, windet sich aus jeder Hand. Deshalb erlaubt § 12 Absatz 10 für den Aal einen eigenen Weg, den die Verordnung ausdrücklich ohne vorherige Betäubung zulässt, wenn höchstens 30 Tiere am Tag gefangen und verarbeitet werden. Ein Stich dicht hinter dem Kopf, der die Wirbelsäule durchtrennt, und sofort danach das Herausnehmen der Eingeweide einschließlich des Herzens.
Das trockene Papier ist der Griff, der beim Aal alles entscheidet, auf nassem Untergrund rutscht er aus jeder Hand. Das Messer geht dicht hinter dem Kopf senkrecht durch die Wirbelsäule, und unmittelbar danach wird der Bauch geöffnet und mit den Eingeweiden das Herz entfernt, weil erst das den Tod bringt.
Der Aal bekommt keinen Schlag, er bekommt den Stich hinter dem Kopf. AI-Bild
Dazu gehören zwei Handgriffe. Der Aal wird mit einem trockenen Tuch oder auf Zeitungspapier gehalten, weil nur trockener Griff hält, und Salz zum Entschleimen kommt erst an den toten Aal, an einem lebenden ist es Tierquälerei, die angezeigt werden kann. Und das Ausnehmen samt Herz ist kein Zusatz, sondern der Teil, der den Tod bringt, weil ein Aal mit durchtrennter Wirbelsäule noch Stunden Reflexe zeigt. Wer den Aal lieber betäubt, schlägt ihn auf den Kopf und sticht dann, beides ist erlaubt, nur das eine ohne das andere nicht.
Plattfisch, Großfisch, Köderfisch: was sich je Fisch ändert
Die zweite Ausnahme der Verordnung gilt der Scholle, der Flunder und der Kliesche. Ein Plattfisch darf mit einem schnellen Schnitt getötet werden, der Kehle und Wirbelsäule durchtrennt, angesetzt hinter dem Kopf auf der Augenseite, weil der Schlag auf den flachen Kopf schlecht betäubt und der Schnitt schneller zum Ziel kommt. Der Wels ist das andere Ende, ein Fisch, dessen Schädel ab 1,50 Metern einen Fischtöter kaum spürt, und der deshalb zwei kräftige Schläge mit einem schweren Totschläger und einen tiefen Herzstich braucht, oder besser zurückgeht, wo es erlaubt ist.
Rundfisch: Forelle, Barsch, Zander, Karpfen
Der Normalfall nach der Verordnung. Schlag auf die Schädeldecke, dann Herzstich oder Kiemenschnitt, dann ausbluten. Beim Karpfen sitzt der Schädel tief und breit, hier ist der Schlag kräftiger, beim Barsch reicht ein kurzer, und die Rückenflosse liegt vorher an.
Aal: Stich hinter dem Kopf und sofort ausnehmen
Der Aal überlebt den Kopfschlag oft, weil sein Gehirn klein und die Haut glitschig ist. Die Verordnung erlaubt deshalb den Stich dicht hinter dem Kopf, der die Wirbelsäule durchtrennt, und das sofortige Herausnehmen der Eingeweide samt Herz, bis 30 Tiere am Tag. Trockenes Tuch oder Zeitungspapier zum Halten, nie Salz.
Plattfisch: der Schnitt durch Kehle und Wirbelsäule
Scholle, Flunder und Kliesche dürfen nach der Verordnung mit einem schnellen Schnitt getötet werden, der Kehle und Wirbelsäule durchtrennt, hinter dem Kopf auf der dunklen Seite angesetzt. Der Schlag auf den flachen Kopf betäubt schlecht, der Schnitt ist hier der schnellere Weg.
Großfisch: Wels, Hecht über 1 Meter
Ein Wels ab 1,50 Metern hat einen Schädel, den ein Fischtöter kaum betäubt. Wer ihn entnimmt, braucht einen schweren Totschläger, zwei kräftige Schläge und den Herzstich mit einem langen Messer, und wer das nicht sicher kann, setzt ihn zurück, wo es erlaubt ist. Die meisten Großwelse gehen ohnehin zurück.
Köderfisch: getötet, bevor er an den Haken kommt
Der lebende Köderfisch ist bundesweit verboten, und das Töten folgt derselben Regel im Kleinen, Schlag auf den Kopf, dann Genickschnitt oder Herzstich. Ein Rotauge von 12 Zentimetern braucht dafür den Daumen oder die Zange, keinen Fischtöter.
Der Köderfisch ist der Fall, den viele vergessen. Der lebende Köderfisch ist bundesweit verboten, ein Rotauge, das an den Haken kommt, wird vorher getötet, und die Regel dafür ist dieselbe im Kleinen, Schlag auf den Kopf mit dem Daumen oder der Zange, dann der Genickschnitt.
Hältern: wo der Setzkescher erlaubt ist, und was er nicht ist
Die Frage nach dem Setzkescher ist die Frage, ob ein gefangener Fisch auf die Entscheidung warten darf, und die Länder beantworten sie verschieden. In Bremen und Hamburg ist das Hältern lebender Fische ganz untersagt. Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland erlauben den Setzkescher mit Maßen, mindestens 3,50 Meter lang, mindestens 50 Zentimeter Ringdurchmesser, knotenlos, waagerecht und unter Wasser, in Hessen nur bis zum Ende des Fangtages. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen schließen Forelle, Saibling und Äsche vom Hältern aus, Sachsen-Anhalt auch Zander, Hecht und Barsch, Schleswig-Holstein erlaubt ihn ausschließlich zum Frischhalten als Lebensmittel, Bayern verlangt ihn geräumig und knotenfrei, und Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen überlassen die Frage dem Verein.
| Land | Setzkescher | Was daraus folgt |
|---|---|---|
| Bremen, Hamburg | verboten | Entscheidung am Kescher, Töten oder Zurücksetzen sofort |
| Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland | erlaubt mit Maßen, in Hessen bis Ende des Fangtags | in Berlin, Hessen und dem Saarland geht der gehälterte Fisch nicht mehr zurück |
| Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt | erlaubt, nicht für Salmoniden, Sachsen-Anhalt auch nicht für Raubfisch | in Thüringen wird sofort nach dem Fang oder nach Ende der Hälterung betäubt |
| Sachsen, Schleswig-Holstein | erlaubt mit Bedingungen, nur zum Frischhalten | kein Zwischenlager für die Entscheidung |
| Bayern | erlaubt, geräumig und knotenfrei | was einmal darin war, darf nicht zurück |
| Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen | vom Land nicht geregelt | Gewässerordnung des Vereins gilt |
Die Regel hinter allen Zeilen ist dieselbe. Der Setzkescher ist ein Behälter für Fische, die du mitnimmst, kein Zwischenlager für die Frage, ob. In Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Thüringen und dem Saarland steht es im Gesetz, was einmal im Setzkescher war, geht nicht mehr zurück, und in Thüringen steht auch, wann der Fisch dann getötet wird, direkt nach dem Ende der Hälterung. Die Landesseiten tragen jede Zeile ausformuliert, mit Quelle und Stand.
Nach dem Töten: die Uhr läuft mit der Temperatur
Ein getöteter Fisch ist ein Lebensmittel, und sein Verderb hängt an der Temperatur, nach einer Formel, die die Fischwirtschaft seit den 1970ern benutzt. Bei 10 Grad läuft er viermal so schnell wie auf Eis, bei 20 Grad neunmal, bei 30 Grad 16-mal, und die Eingeweide beschleunigen alles, weil ihre Enzyme den Bauchlappen von innen zersetzen. Deshalb wird ausgenommen, bevor gekühlt wird, bei warmem Wetter innerhalb einer halben Stunde, und deshalb ist der Eimer mit Wasser keine Kühlung, er nimmt in einer Stunde die Lufttemperatur an. Der Rechner nimmt Lufttemperatur, Lagerung und Zustand und sagt, wann ausgenommen sein muss und wie lange der Fisch bis zur Küche hat, vorbelegt mit einem Sommertag im Schatten.
Wie lange dein Fisch frisch bleibt
RechnerAb dem Töten läuft die Uhr, und wie schnell, bestimmt die Temperatur. Der Rechner nimmt die Lufttemperatur, deine Lagerung am Wasser und ob der Fisch schon ausgenommen ist, und sagt, wann er ausgenommen sein muss und wie lange er bis zur Küche Zeit hat.
Frische-Rechner
Temperatur, Lagerung und Zustand rein, Stunden raus
- Ausnehmen spätestens …
- Zeit bis zur Küche …
- Verderb gegenüber Eis …
Verderbsrate nach dem Wurzelmodell aus Huss, Quality and quality changes in fresh fish (FAO 348, 1995): bei 10 Grad viermal, bei 20 Grad neunmal so schnell wie auf Eis. Fünf Tage auf Eis als Bezug für einen ausgenommenen Süßwasserfisch.
Die Kühltasche mit zwei Akkus hält den Fisch bei 6 bis 8 Grad, und Eis in der Tasche hält ihn bei null, so lagert der Handel. Das Eis muss den Fisch berühren und nachgefüllt werden, das Schmelzwasser läuft ab, und ein ausgenommener, gekühlter Fisch hat danach die Zeit, die der Ratgeber zum Räuchern oder zum Filetieren braucht.
Was das Fangbuch über die Entnahme sagt
Im Block stehen alle gemeldeten Fänge nach Art und Größe, und die Größenverteilung darin zeigt, über welche Fische am Wasser entschieden wird. Ob ein Fisch zurückging oder mitkam, hält das Fangbuch nicht fest, und für jeden, der mitkam, gelten die Schritte oben.
Aus 86 gemeldeten Fängen
06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026Gemeldete Fänge je Monat
Gemeldete Fänge im Tagesverlauf
Die meisten Meldungen fallen in das Fenster von 16 bis 19 Uhr.
Womit gefangen wurde
Mit welcher Methode
Welche Arten gemeldet werden
Größenverteilung
Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Gemeldete Fänge mit Foto, und hinter jedem die Entscheidung am Kescher:
Fänge aus der Community
zuletzt gemeldetWo das Töten stockt, und woran es liegt
Vier Lagen machen dem Fisch das Sterben schwer, und jede davon ist am Ufer zu sehen, bevor sie passiert.
| Was passiert | Was dahintersteckt | Was hilft |
|---|---|---|
| Der Fisch liegt auf dem Kies und schlägt | Der Fischtöter wird im Rucksack gesucht | Fischtöter, Messer und Tuch liegen bereit, bevor der Kescher ins Wasser geht |
| Der Fisch zuckt nach dem Schlag weiter, der Schlag wird dreimal wiederholt | Der erste war zaghaft, er hat erschreckt und nicht betäubt | Ein kurzer, harter Schlag aus dem Handgelenk, oberhalb der Augen |
| Der Fisch kommt im Eimer wieder zu sich | Der Herzstich blieb aus, weil der Fisch nach dem Schlag still lag und tot aussah | Herzstich oder Kiemenschnitt sofort nach dem Schlag, ohne Pause |
| Der Aal windet sich im Salz | Er lebt noch, das Salz sollte ihn entschleimen | Salz erst an den toten Aal, beim lebenden ist das Tierquälerei und kann angezeigt werden |
Bevor der erste Fisch auf der Matte liegt
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Die Entscheidung fällt am Kescher, nicht am Eimer
Ein Fisch, der aus dem Wasser kommt, hat zwei Wege, und beide beginnen in derselben Sekunde. Zurück ins Wasser, mit nassen Händen und ohne Foto auf dem Kies, oder auf die Matte, Schlag, Stich, Ausbluten, Ausnehmen, Kühltasche. Was es nicht gibt, ist der dritte Weg, der Eimer, der Setzkescher als Bedenkzeit, der Fisch, der eine Stunde später doch zurückgeht. Das Recht dazu, wann ein Fisch zurückgehen darf und wann er es muss, steht im Ratgeber zum Catch and Release, und die Maße und Fristen deines Landes auf seiner Schonzeiten-Seite, für heute gerechnet.
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Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.
Zum Nachschlagen
8 EinträgeHäufige Fragen
8 FragenWie tötet man einen Fisch waidgerecht?
In zwei Schritten, sofort nach dem Fang. Erst ein kräftiger Schlag mit dem Fischtöter auf die Schädeldecke oberhalb der Augen, der den Fisch betäubt, dann ohne Pause der Herzstich zwischen den Brustflossen in Richtung Kopf oder der Kiemenschnitt durch die Kiemenbögen, damit er ausblutet. Beides schreibt die Tierschutz-Schlachtverordnung vor, und die Reihenfolge ist Pflicht.
Wie tötet man einen Aal richtig?
Mit dem Stich dicht hinter dem Kopf, der die Wirbelsäule durchtrennt, und dem sofortigen Herausnehmen der Eingeweide samt Herz. Das erlaubt die Tierschutz-Schlachtverordnung ohne vorherige Betäubung, wenn du höchstens 30 Aale am Tag fängst und verarbeitest. Der Kopfschlag allein betäubt den Aal unsicher, und Salz zum Entschleimen an einem lebenden Aal ist Tierquälerei.
Darf man Fische im Setzkescher hältern?
Je nach Land. Bremen und Hamburg verbieten das Hältern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen erlauben den Setzkescher mit Maßen und Ausnahmen, Bayern verlangt ihn geräumig und knotenfrei, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen überlassen es dem Verein. Und ein gehälterter Fisch geht in vielen Ländern nicht mehr zurück, die Entscheidung fällt am Kescher.
Wo genau setzt man den Herzstich?
Zwischen den Brustflossen, in der Mitte der Kehle, mit dem Messer schräg nach vorn in Richtung Kopf. Das Herz liegt dicht hinter den Kiemen, und ein Stich von 2 bis 4 Zentimetern trifft es bei einer Forelle, 5 bis 8 bei einem Hecht. Blutet der Fisch sofort, sitzt der Stich. Der Kiemenschnitt ist die Alternative mit demselben Ergebnis.
Muss ich jeden Fisch sofort töten?
Jeden, den du entnimmst, ja, unmittelbar nach dem Fang. Die Verordnung verlangt, die Zeit zwischen Fang und Betäubung so kurz wie möglich zu halten. Ein Fisch, der zurückgehen darf und soll, geht sofort und mit nassen Händen zurück. Der Eimer mit Wasser als Zwischenlager ist in keinem Land eine Option, und der Setzkescher nur dort, wo das Land ihn erlaubt.
Was ist ein Fischtöter und brauche ich einen?
Ein kurzer, schwerer Schlagstock aus Holz oder Metall, mit dem der Schlag auf den Kopf sitzt, ohne die Hand zu verletzen. Es geht auch mit einem Stück Holz oder dem Griff eines Messers, aber nicht mit der bloßen Hand und nicht mit einem Stein, der den Kopf zerschlägt. Hamburg schreibt ihn ausdrücklich vor, zusammen mit Messer, Maßband, Kescher und Abhakmatte.
Dürfen Kinder einen Fisch töten?
Nur mit der Sachkunde, und die kommt mit der Prüfung. Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz sagen ausdrücklich, dass ein kleines Kind den lebenden Fisch nicht selbst abhakt, betäubt oder tötet, das ist Sache der Begleitung, Sachsen nennt das Abködern. Wo das Landesgesetz schweigt, gilt das Tierschutzgesetz, das Kenntnisse und Fähigkeiten vom Tötenden verlangt.
Wie lange bleibt der Fisch nach dem Töten frisch?
Auf Eis rund fünf Tage, bei 10 Grad etwas mehr als einen Tag, bei 20 Grad im Schatten rund 13 Stunden, jeweils ausgenommen, mit Eingeweiden halb so lang. Der Verderb läuft bei 10 Grad viermal und bei 20 Grad neunmal so schnell wie auf Eis. Der Rechner im Text nimmt deine Temperatur und Lagerung.
Quellen und Stand
6 Quellen-
§ 12 Tierschutz-Schlachtverordnung: Betäuben, Schlachten und Töten, Bundesministerium der Justiz Absatz 10: Fische unmittelbar vor dem Töten betäuben, Ausnahmen Plattfisch (Schnitt durch Kehle und Wirbelsäule) und Aal (Stich hinter dem Kopf, sofort ausnehmen, bis 30 am Tag)
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Anlage 1 Tierschutz-Schlachtverordnung: zulässige Betäubungsverfahren, Bundesministerium der Justiz Nummer 9: Elektrobetäubung, stumpfer Schlag auf den Kopf, Kohlendioxid bei Salmoniden, Betäubungsstoff; Nummer 5.3: Zeit zwischen Fang und Betäubung so kurz wie möglich
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§ 4 Tierschutzgesetz: Töten von Tieren, Bundesministerium der Justiz Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung getötet werden, und nur von jemandem mit den nötigen Kenntnissen und Fähigkeiten
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Huss, H. H.: Quality and quality changes in fresh fish, FAO Fisheries Technical Paper 348, 1995, Kapitel 6 Das Wurzelmodell der relativen Verderbsrate, viermal so schnell bei 10 Grad, neunmal bei 20 Grad, die Grundlage des Frische-Rechners
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Angeln in Hamburg: was das Land am Wasser vorschreibt, CatchHub Kescher mit gummiertem Netz, Abhakmatte, Maßband, Fischtöter und Messer sind Pflicht, Hältern ist verboten
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Angeln in Thüringen: was das Land am Wasser vorschreibt, CatchHub Fische werden vor dem Töten betäubt, sofort nach dem Fang oder direkt nach dem Ende der Hälterung; Setzkescher nicht für Forelle, Saibling, Äsche
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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