Zwei Angler knien in der Dämmerung am flachen Kiesufer eines Stroms und stützen einen großen Wels im Wasser, davor liegt die Rute mit Multirolle AI
Angeltechnik

Wallerangeln: U-Pose, Abspannen, Klopfen und Recht

Wallerangeln ist die Technik für den größten Fisch im Süßwasser, und sie hat drei Montagen mit einem Ziel: den Köder vom Grund zu heben, wo der Wels ihn sucht. Dazu ein Gerät, das in Kilogramm rechnet, ein Klopfholz, über das mehr erzählt als belegt wird, und ein Recht, das an der Montage hängt.

Kurz gesagt

  • Beim Wallerangeln hebt eine Unterwasserpose den Köder 10 bis 15 cm vor dem Haken vom Grund. 15 bis 25 g tragen ein Wurmbündel, 20 bis 40 g einen Köderfisch, und das Blei davor hält die Montage mit 200 g und mehr am Platz.
  • Abgespannt wird an einer eigenen Reißleine, nie an Tonnen oder Schifffahrtszeichen und nie über der Fahrrinne. Ein Absenker drückt die Hauptschnur hinter der Montage auf den Grund.
  • Das Klopfen mit dem Wallerholz ist seit Generationen in Gebrauch, und es gibt keine Untersuchung, die seine Wirkung erklärt. 3 bis 5 Schläge, dann 30 bis 60 Sekunden Pause, ist eine Faustregel, keine Formel.
  • Das Gerät rechnet in Kilogramm: Geflecht mit 0,45 bis 0,60 mm trägt 50 bis 85 kg, die Rute wirft 200 bis 600 g, und die Rolle fasst 200 m davon.
  • Kein Landesrecht verlangt, einen Wels zu entnehmen. Am Bodensee muss jeder mit der Angel gefangene Fisch ohne Schonmaß sofort getötet werden, und das gilt dort für den Wels.

Drei Wallermontagen, ein Ziel

Der Wels sucht seine Nahrung mit Barteln und Seitenlinie über dem Grund, und er findet, was über dem Grund steht, früher als das, was darauf liegt. Alle drei Montagen des Wallerangelns, das in Norddeutschland Welsangeln heißt, tun deshalb dasselbe. Sie heben den Köder.

50 bis 85 kg Tragkraft des Geflechts
15 bis 40 g Unterwasserpose für Wurm bis Köderfisch
ab 11 °C Wassertemperatur für den ersten Versuch

Die Unterwasserpose tut es mit Auftrieb, die Grundmontage mit einem großen Köder, der von selbst absteht, und das Abspannen mit einer Leine, die den Köder vor einem Hindernis in der Schwebe hält. Welche du nimmst, entscheidet der Platz. Was der Wels tut und wo er liegt, steht beim Wels, hier geht es um das Werkzeug.

Steckbrief Wallerangeln

Was es ist
Ansitz oder Klopfen auf Wels mit gehobenem Köder Unterwasserpose, Grundmontage oder Abspannen
Rechtliches
kein Entnahmegebot im Landesrecht, Bodensee mit Tötungspflicht Abspannen nie an Tonnen, nie über der Fahrrinne
Köderfisch
nur tot, Herkunft je Land geregelt Die Regeln stehen auf der Köderfisch-Seite
Unterwasserpose
15 bis 25 g Wurm, 20 bis 40 g Köderfisch 10 bis 15 cm vor dem Haken, 60 bis 80 g für sehr große Köder
Köder
Tauwurmbündel, Köderfisch 20 bis 30 cm, Pellets, Kalamar 15 bis 30 Würmer am Ansitz, beim Klopfen bis 10
Saison
ab 11 bis 12 °C Wassertemperatur Sommer bis Herbst, Laichzeit im Frühsommer beachten
Alle 12 Angaben
Rute
Ufer 2,70 bis 3,60 m mit 200 bis 600 g Boot und Klopfen 1,80 bis 2,40 m mit 200 bis 300 g
Rolle
Stationär ab 7000 oder Multirolle 200 m Geflecht von 0,45 mm, Bremse ab 15 kg
Schnur
Geflecht 0,45 bis 0,60 mm, 50 bis 85 kg Optional 20 m Schlagschnur 0,80 bis 1,00 mm
Vorfach
1,20 bis 3 m im Fluss, unter 1 m im See Weiches Geflecht um 1,2 mm oder Mono bis 1,30 mm
Haken
Einzelhaken 6/0 bis 10/0 Zweihakensystem mit 10 bis 15 cm Abstand für den Köderfisch
Klopfen
3 bis 5 Schläge, 30 bis 60 s Pause Faustregel, nicht untersucht

Die Unterwasserpose im Detail

Die Unterwasserpose ist die Montage, für die es das Wallerangeln gibt. Ein Blei von 200 g und mehr liegt am Grund, davon läuft ein langes Vorfach zum Haken, und 10 bis 15 cm vor dem Haken sitzt eine Pose, die Köder und Haken über dem Grund hält.

Eine Wallermontage in der Hand über dunklem Wasser, Birnenblei, langes Vorfach, orange Unterwasserpose und Wurmbündel am großen Haken

Blei unten, Pose vor dem Haken, Köder in der Schwebe

Die Montage in der Hand zeigt, was die Zeichnung erklärt. Das Blei liegt am Grund, das lange Vorfach führt zum Haken, und die Pose kurz davor hebt Bündel und Haken vom Grund.

Ihre Tragkraft folgt dem Köder, 15 bis 25 g für das Bündel, 20 bis 40 g für den Köderfisch, und der Rechner darunter rechnet sie aus dem Unterwassergewicht.

10 bis 15 cm vor dem Haken sitzt die Pose, und das Bündel schwebt. AI-Bild

Die Montage im Detail

5 Bauteile

Die Unterwasserpose ist die Montage, die alle anderen erklärt. Fünf Stellen, und die wichtigste ist der Abstand zwischen Pose und Haken.

1 2 3 4 5
  1. Die Hauptschnur trägt 50 bis 85 kg

    Geflecht mit 0,45 bis 0,60 mm. Nicht der Fisch setzt die Untergrenze, sondern das Blei im Wurf und der Hänger, aus dem du die Montage zurückholen musst.

  2. Das Blei hält die Montage am Platz

    200 g und mehr im Strom, weniger im See. Es liegt auf dem Grund, und die Pose darf es nicht heben können, sonst treibt alles ab.

  3. Das Vorfach ist lang und weich

    1,20 bis 3 m im Fluss, je mehr Strömung, desto länger, unter 1 m im See. Weiches Geflecht um 1,2 mm oder Mono bis 1,30 mm, weil der Wels mit den Zahnplatten schmirgelt.

  4. Die Pose hebt den Köder

    Sie sitzt 10 bis 15 cm vor dem Haken und trägt genau so viel, dass Köder und Haken über dem Grund schweben. Was sie tragen muss, rechnet der Rechner unten.

  5. Der Köder schwebt über dem Grund

    Ein Bündel aus 15 bis 30 Tauwürmern am 8/0er, ein toter Köderfisch am Zweihakensystem oder eine Pelletkette. Was am Grund liegt, findet der Wels später als das, was darüber steht.

Ihre Tragkraft ist die eine Zahl, an der die Montage steht oder liegt. Zu wenig, und der Köder liegt im Kraut. Zu viel, und die Pose hebt das Blei mit, dann treibt die ganze Montage ab. Unter Wasser wiegt ein Köder nur einen Bruchteil dessen, was die Waage zeigt, ein Köderfisch rund 6 Prozent, und genau diesen Bruchteil muss die Pose tragen, plus den Haken, plus das, was die Strömung nach unten drückt.

Wie viel Tragkraft braucht die Unterwasserpose?

Rechner

Die Pose muss den Köder samt Haken vom Grund heben, und unter Wasser wiegt ein Köder nur einen Bruchteil dessen, was die Waage zeigt. Was die Strömung nach unten drückt, kommt dazu.

U-Posen-Rechner

Köder, Gewicht und Strömung rein, Tragkraft raus

Köder
Was am Haken hängt
Strömung
Am Köder, nicht am Ufer
  • Nötige Tragkraft …
  • Handelsgröße dazu …
  • Sitz der Pose …

Nur der Anteil des Köderfischs ist belegt, die Anteile von Wurm, Pellet und Kalamar sind aus der Dichte geschätzt. Die Pose sitzt 10 bis 15 cm vor dem Haken, und eine zu große Pose hebt das Blei mit, dann liegt nichts mehr.

Abspannen: Umlenkung, Reißleine und die Frage, ob du das darfst

Abgespannt wird, wo der Köder vor einem Hindernis stehen soll, das jede geworfene Montage frisst. Vor Totholz, unter einem Prallhang, an einer Kante weit draußen. Die Hauptschnur läuft über eine Reißleine zu einem Festpunkt gegenüber, ein Stein oder ein Blei hält sie dort, und beim Biss reißt die Leine mit 0,35 bis 0,50 mm, sodass der Fisch frei an der Hauptschnur hängt.

Eine dünne Reißleine läuft von einem überhängenden Weidenast zum Wasser und hält die Hauptschnur einer Wallermontage vor dem Ufer

An der eigenen Leine, nie an der Tonne

Die Hauptschnur läuft über eine Reißleine zu einem Festpunkt gegenüber und hält den Köder vor dem Totholz, dem Prallhang oder der Kante. Beim Biss reißt die Leine mit 0,35 bis 0,50 mm, und der Fisch hängt frei.

Auf Bundeswasserstraßen ist der Festpunkt nie eine Tonne oder ein Schifffahrtszeichen, und die Schnur kreuzt nie die Fahrrinne. Ein Absenker drückt sie hinter der Montage auf den Grund.

Die Reißleine hält den Köder vor dem Hindernis, beim Biss gibt sie nach. AI-Bild

Und hier hängt das Recht an der Montage. Auf Bundeswasserstraßen verbietet die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, ein Schifffahrtszeichen, eine Tonne, eine Schwimmstange oder eine Bake zum Festmachen zu benutzen, und sie verbietet, Gegenstände einzubringen, die die Schifffahrt behindern oder gefährden können. Eine Schnur über der Fahrrinne ist genau das. Abgespannt wird also nur an der eigenen Leine, nie an Tonnen, und nie so, dass die Schnur die Fahrrinne kreuzt. Ein Absenker, ein Stein an der Hauptschnur 10 bis 20 m hinter der Montage, drückt sie auf den Grund, damit weder Schiff noch Treibgut sie nehmen. Eine dauerhaft ausgelegte Boje ist eine Anlage und braucht eine Genehmigung. Und was die Gewässerordnung zum Abspannen sagt, steht auf der Karte.

Klopfen, und was daran belegt ist

Das Wallerholz ist ein Stab mit einer Schaufel, der beim Eintauchen einen dumpfen Laut erzeugt, und dieser Laut holt Welse aus der Tiefe zum Boot. Die Technik stammt aus der Donau- und Theißfischerei und ist dort seit Generationen in Gebrauch. Warum sie funktioniert, weiß niemand. Zur Wirkung des Klopfens liegen keine Untersuchungen vor, und die Erklärungen reichen vom Schmatzen fressender Welse bis zum Laut der Wäscherinnen am Ufer, und die zweite ist eine Legende.

Eine Hand hält ein hölzernes Wallerholz mit gewölbtem Ende knapp über dem Fluss neben einem Boot, Wasser tropft, Ringe auf der Oberfläche

Ein Laut, den niemand erklärt hat

Das Wallerholz taucht mit der gewölbten Seite ein, und der eingeschlossene Luftblase entkommt mit einem dumpfen Laut. 3 bis 5 Schläge, dann 30 bis 60 Sekunden Pause, so lautet die Faustregel von Donau und Theiß.

Warum der Laut wirkt, ist nicht untersucht. Dass er wirkt, sagen Generationen, und der Köder hängt dabei senkrecht unter dem Boot.

Der Schlag mit der Wölbung erzeugt den Laut, der Welse aus der Tiefe holt. AI-Bild

Was es gibt, sind Faustregeln. 3 bis 5 Schläge, dann 30 bis 60 Sekunden Pause, 2 bis 4 Sekunden zwischen den Schlägen. In flachem Wasser bis etwa 10 m eine kleinere Schaufel, darunter eine größere. Der Köder hängt dabei senkrecht unter dem Boot, ein Wurmbündel von bis zu 10 Würmern oder ein Köderfisch, an einer kurzen Rute von 1,80 bis 2,40 m. Ein Rechner dafür stünde einer Folklore eine Formel zur Seite, und deshalb gibt es keinen.

Gerät als Zahl, nicht als Adjektiv

„Sehr kräftig" ist keine Angabe. Das Gerät zum Wallerangeln lässt sich in Zahlen fassen, und die Zahlen erklären sich gegenseitig.

Teil Ufer und Ansitz Boot und Klopfen
Rute 2,70 bis 3,60 m, 200 bis 600 g Wurfgewicht 1,80 bis 2,40 m, 200 bis 300 g
Rolle Stationär ab 7000, 200 m Geflecht 0,45 mm Multirolle mit Bremse ab 15 kg
Hauptschnur Geflecht 0,45 bis 0,60 mm, 50 bis 85 kg Geflecht 0,50 mm
Schlagschnur optional 20 m Mono 0,80 bis 1,00 mm entfällt
Vorfach 1,20 bis 3 m im Fluss, unter 1 m im See, Geflecht um 1,2 mm oder Mono bis 1,30 mm rund 1,5 m
Haken Einzelhaken 6/0 bis 10/0, Zweihakensystem 10 bis 15 cm Abstand Einzelhaken 6/0 bis 8/0

Das Wurfgewicht folgt aus Blei plus Köder, nicht aus dem Fisch. Die Tragkraft der Schnur folgt aus dem Blei im Wurf und dem Hänger, aus dem die Montage zurückgeholt werden muss. Und das Vorfach ist so lang, weil der Wels mit seinen Zahnplatten schmirgelt und weil im Fluss die Strömung den Köder spielen lassen soll. Je mehr Strömung, desto länger.

Welsköder: Bündel, Fisch, Pellet, Kalamar

Das Tauwurmbündel ist der Köder des Ansitzes, 15 bis 30 Würmer am 8/0er, die eine Duftspur legen, der auch der Aal folgt. Der tote Köderfisch mit 20 bis 30 cm ist der Köder für den großen Fisch, am Zweihakensystem mit 10 bis 15 cm Abstand. Eine Kette aus 10 bis 15 Pellets hält Tage, und der Kalamar, ganz oder als Streifen je Hakenflanke mit 1 bis 2 Würmern dazu, ist der Köder, den der Weißfisch nicht abfrisst.

Für den Köderfisch gilt, was beim Köderfisch steht. Lebend ist er seit Jahrzehnten überall ausgeschlossen, und die Herkunft binden 8 Länder an das Gewässer. Das wiederholt diese Seite nicht.

Die Unterwasserpose

Blei am Grund, Pose 10 bis 15 cm vor dem Haken, der Köder schwebt. Die Montage, für die es die Technik gibt, und die einzige, die der Rechner kennt.

StandardNacht

Die Grundmontage im Kolk

Ohne Pose, mit Wurmbündel direkt am Grund. Funktioniert, wo der Grund sauber ist, und liegt sonst unter Kraut und Laub.

Flusseinfach

Das Abspannen

Die Hauptschnur läuft über eine Reißleine zu einem Punkt gegenüber und hält den Köder vor dem Hindernis. Beim Biss reißt die Leine, und der Fisch hängt frei.

TotholzPrallhang

Das Klopfen

Das Wallerholz erzeugt beim Eintauchen einen Laut, der Welse aus der Tiefe holt. Warum, weiß niemand, und dass es geht, sagen Generationen an der Donau.

BootTag

Vertikal über dem Schwarm

Köderfisch am Zweihakensystem in halber Tiefe, wo das Echolot den Wels zeigt. Am Bodensee stehen sie im Sommer in 4 m, im Winter in über 60 m.

SeeEcholot

Recht: kein Landesgebot, ein See mit Tötungspflicht

Der Wels ist Fisch des Jahres 2026, und er gilt vielen als Fisch, der entnommen werden muss. Ein Landesrecht, das das verlangt, gibt es nicht. Die 7 Länder, die ihn überhaupt regeln, tun es über Mindestmaß und Schonzeit, drei davon ohne Maß, und die Tabelle dazu steht auf der Wels-Seite.

Die eine belegte Ausnahme ist der Bodensee-Obersee. Dort haben Aal und Wels kein Schonmaß, und die Bodenseefischereiverordnung verlangt, dass mit der Angel gefangene Fische ohne Schonmaß unverzüglich getötet werden und nicht lebend mitgeführt werden dürfen. Zurücksetzen ist dort keine Option. Dazu kommt eine Sonderregel, die es sonst nirgends gibt. Der Aal- und Welsfang vom Ufer aus ist bis 1 Uhr nachts gestattet, und als Köderfisch gelten nur Kaulbarsche und Weißfische aus dem See selbst.

Überall sonst entscheidet der Erlaubnisschein, ob ein Wels entnommen werden muss oder zurück darf. Das Saarland kennt eine Anlandepflicht für invasive Arten ohne Schonmaß und Schonzeit, und ob der Wels dort dazuzählt, steht in der Artenliste, die wir nicht prüfen konnten. Die Frage gehört auf die Karte des Gewässers, nicht in eine Faustregel.

Der Irrtum, dass Welse ein Gewässer leerfressen

Kaum ein Fisch hat einen schlechteren Ruf, und kaum einer ist besser untersucht. Eine Auswertung von 24 Gewässern in Baden-Württemberg, 12 Seen und 12 Flüsse, zeigt, dass Wachstum und Dichte des Welses steigen, und dass die Treiber Erwärmung und invasive Grundeln sind, nicht leergefressene Bestände. Welse aus dem Rhein sind mit 10 Jahren rund 1,3 m lang, aus kalten Bodenseezuflüssen ohne Grundeln knapp 90 cm, und in den Mägen liegen meist Krebse und Fische um 10 cm. Die Übersichtsarbeiten zum Wels als Neozoon finden wenig Belege für Bestandsschäden und viel Bedarf an weiterer Forschung.

Die ehrliche Gegenseite gehört dazu. An einer Fischtreppe der Garonne fraßen wenige spezialisierte Welse in einem Jahr 14 von 39 markierten Lachsen. Kein Leerfressen, aber an einem Wanderhindernis ein echtes Problem. Beides ist belegt, und beides ist der Grund, warum die Entnahmefrage auf der Karte des Gewässers steht und nicht in einem Satz.

Wo die Montage liegt

Wo der Wels tagsüber liegt und nachts zieht, steht auf der Artseite. Diese Karte sagt, welche Montage an welcher Stelle liegt.

Wo du beim Wallerangeln fischst

3 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Freies Wasser 1 Scharkante 2 Totholz 3 Zufluss 4 Steg 5
  1. Freies Wasser

    Klopfen und Vertikal über dem Schwarm, den das Echolot zeigt. Der Köder hängt in halber Tiefe, nicht am Grund.

  2. Scharkante

    Die Unterwasserpose auf der Linie, nachts zieht der Wels daran entlang. Das Blei auf der flachen Seite, der Köder über der Kante.

  3. Totholz

    Abspannen an der eigenen Reißleine, nie am Baum. Der Köder steht vor dem Holz, die Hauptschnur läuft frei zum Ufer.

  4. Zufluss

    Sommernacht mit Sauerstoff. Der Wels verlässt die warme Tiefe und sucht das frische Wasser, die Grundmontage liegt in der Fahne.

  5. Steg

    Kurze Distanz, Unterwasserpose senkrecht abgelassen. Unter dem Steg liegt er tagsüber, und der Köder steht davor.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Untiefe im Freiwasser.

Ein Fisch, der zu zweit gelandet wird

Wallerangeln ist die Technik, bei der das Gerät ins Wasser gezogen wird, wenn es nicht gesichert ist, und bei der der Angler im Dunkeln auf einem Boot steht, um abzuspannen. Der Landeplatz wird bei Tageslicht festgelegt, ein flaches Ufer, an dem der Fisch im Wasser bleibt. Auf dem Boot ist die Schwimmweste an, nachts ohne Ausnahme. Die Rute steht im Halter, die Bremse lässt Schnur, und der Fisch wird im Wasser abgehakt, mit Handschuh und Griff ins Maul.

  1. Den Landeplatz vor dem ersten Wurf festlegen

    Ein flaches Kiesufer, an dem der Fisch im Wasser bleiben kann, und der Weg dorthin bei Tageslicht abgegangen. Ein Wels wird zu zweit gelandet, und der Platz dafür ist nicht der Ansitz.

  2. Die Tragkraft der Pose zum Köder rechnen

    Ein Wurmbündel braucht 15 bis 25 g, ein Köderfisch 20 bis 40 g, mehr in Strömung. Zu wenig, und der Köder liegt am Grund, zu viel, und die Pose hebt das Blei mit.

  3. Das Vorfach nach Strömung binden

    1,20 bis 3 m im Fluss, unter 1 m im See, aus weichem Geflecht um 1,2 mm. Die Pose sitzt 10 bis 15 cm vor dem Haken, der Haken ist ein 8/0er.

  4. Abspannen nur an der eigenen Leine

    Reißleine aus Mono mit 0,35 bis 0,50 mm zur Umlenkung, Absenker 10 bis 20 m hinter der Montage. Nie an Tonnen, nie an Schifffahrtszeichen, nie über der Fahrrinne.

  5. Die Bremse so einstellen, dass der Fisch Schnur nimmt

    Freilauf oder Bremse auf 3 bis 4 kg, die Rute fest im Halter. Ein Wels zieht eine ungesicherte Rute ins Wasser, und das passiert jedes Jahr.

  6. Beim Klopfen den Rhythmus halten

    3 bis 5 Schläge, dann 30 bis 60 Sekunden Pause, 2 bis 4 Sekunden zwischen den Schlägen. Der Köder hängt dabei senkrecht unter dem Boot, in flachem Wasser mit kleinerer Schaufel am Holz.

  7. Den Fisch im Wasser abhaken

    Handschuh, Griff ins Maul, der Fisch bleibt im Wasser. Wie die Landung geht und warum er waagerecht gehalten wird, steht auf der Wels-Seite.

Was vor der Wallernacht geklärt ist

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Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Wo Wallerangeln gemeldet wird

Welche Reviere, welche Monate und welche Gewichte für die Technik gemeldet werden, siehst du in den Fangdaten darunter.

Aus 5 gemeldeten Fängen

08/2022 bis 08/2026 · 4 Gewässer · Stand 10.10.2026

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Wallerangeln aus der Community

zuletzt gemeldet

Häufige Fragen zur Angeltechnik Wallerangeln

9 Fragen
Welches Wurfgewicht braucht eine Wallerrute?

Vom Ufer 200 bis 600 g bei 2,70 bis 3,60 m Länge, vom Boot und zum Klopfen 200 bis 300 g bei 1,80 bis 2,40 m. Das Wurfgewicht folgt aus Blei plus Köder, nicht aus dem Fisch, und ein 300-g-Blei mit Köderfisch verlangt die schwere Rute.

Wie stark muss die Schnur beim Wallerangeln sein?

Geflecht mit 0,45 bis 0,60 mm, das 50 bis 85 kg trägt. Die Untergrenze setzt nicht der Fisch, sondern das Blei im Wurf und der Hänger, aus dem die Montage zurück muss. Davor rund 20 m Schlagschnur aus Mono mit 0,80 bis 1,00 mm, wenn Steine im Spiel sind.

Wie viel Tragkraft braucht die Unterwasserpose?

15 bis 25 g für ein Wurmbündel, 20 bis 40 g für einen Köderfisch bis 30 cm, 60 bis 80 g für sehr große tote Köderfische, in Strömung mehr. Sie sitzt 10 bis 15 cm vor dem Haken. Der Rechner auf dieser Seite nimmt das Unterwassergewicht des Köders als Grundlage.

Darf ich am Fluss abspannen?

An der eigenen Reißleine ja, wo die Gewässerordnung es zulässt. Nie an Tonnen, Schwimmstangen oder Baken, das verbietet die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung ausdrücklich, und nie so, dass die Schnur über oder in der Fahrrinne steht. Ein Absenker drückt die Hauptschnur hinter der Montage auf den Grund.

Funktioniert das Klopfen mit dem Wallerholz wirklich?

Es ist seit Generationen an Donau und Theiß in Gebrauch, und es gibt keine wissenschaftliche Untersuchung zu seiner Wirkung. Die Faustregel lautet 3 bis 5 Schläge, 30 bis 60 Sekunden Pause, 2 bis 4 Sekunden zwischen den Schlägen, mit kleinerer Schaufel in flachem Wasser. Der Köder hängt dabei senkrecht unter dem Boot.

Muss ich einen gefangenen Wels entnehmen?

Kein Landesrecht verlangt das. Am Bodensee-Obersee müssen mit der Angel gefangene Fische ohne Schonmaß sofort getötet werden, und der Wels hat dort keins, also ist Zurücksetzen keine Option. Sonst entscheidet der Erlaubnisschein, und die Mindestmaße der 7 Länder stehen auf der Wels-Seite.

Wie viele Tauwürmer kommen ans Bündel?

15 bis 30 am Ansitz, beim Klopfen reichen bis zu 10, weil der Köder aktiv geführt wird. Je größer das Bündel, desto stärker die Duftspur, und desto öfter meldet sich der Aal.

Ab welcher Wassertemperatur lohnt Wallerangeln?

Ab 11 bis 12 °C für den ersten Versuch, richtig ab dem Frühsommer bis in den Herbst. Die Laichzeit im Frühsommer ist in einigen Ländern mit Schonzeit belegt, die Wels-Seite trägt die Tabelle.

Fressen Welse ein Gewässer leer?

Nein. Studien aus deutschen Seen und Flüssen zeigen, dass Wachstum und Dichte des Welses mit Erwärmung und mit Grundeln als Beute steigen, nicht mit leergefressenen Gewässern, und Magenanalysen finden Krebse und Fische um 10 cm. Punktuell kann er ein Problem sein, an einer Fischtreppe der Garonne fraßen wenige Tiere ein Drittel der Lachse.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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