Kurz gesagt
- Stippangeln heißt, eine Pose an einer Schnur zu fischen, die fest an der Rutenspitze endet. Ohne Rolle reicht der Köder so weit wie die Rute, und genau so genau lässt er sich immer wieder auf denselben Punkt legen.
- Drei Ruten heißen Stippe. Die Whip mit 3 bis 6 m und Schnur so lang wie die Rute, die Telestippe bis 10 m, und die Kopfrute mit 9,5 bis 16 m, die zum Landen abgesteckt wird und deren Schnur so lang ist wie das Absteck-Kit.
- Der Gummizug im Spitzenteil ersetzt die Bremse. Unter 1,0 mm für Stillwasser und kleine Fische, 1,0 bis 1,4 mm als Allround, darüber für Strömung, Brassen, Schleie und Karpfen.
- Die Schnur ist fein, 0,10 bis 0,14 mm an der Kopfrute mit Gummizug, das Vorfach noch dünner. Die Pose trägt 0,2 bis 1,5 g im Stillwasser und 2 bis 6 g im Fluss.
- Stippen ist nicht nur etwas für Kinder und Kleinfisch. Gummizüge über 1,4 mm sind für Karpfen und Barben gebaut, und der Karpfenwettkampf an englischen Seen läuft fast nur an der Kopfrute.
Ohne Rolle, dafür genau
Stippangeln ist Posenangeln ohne Rolle. Die Schnur ist am Spitzenteil der Rute befestigt, und alles, was eine Rolle sonst tut, tut die Rute. Sie bringt den Köder hinaus, indem sie über das Wasser geschoben wird, sie hebt ihn beim Biss an, und sie fängt den Drill ab, mit ihrer Spitze oder mit einem Gummizug.
Was dabei verloren geht, ist die Weite. Der Köder reicht so weit wie die Rute, keinen Meter weiter. Was dafür gewonnen wird, ist die Genauigkeit. Kein anderes Gerät legt einen Köder zehnmal hintereinander auf denselben Handteller, und genau dort liegt auch das Futter. Der Sammelpunkt hält, und das ist der Grund, warum Wettkampfangler die Stippe allem anderen vorziehen.
Steckbrief Stippangeln
- Was es ist
- Posenangeln ohne Rolle, Schnur fest an der Spitze Reichweite gleich Rutenlänge, Stärke ist die Wiederholung
- Drei Ruten
- Whip 3 bis 6 m, Telestippe bis 10 m, Kopfrute bis 16 m Die Kopfrute wird zum Landen abgesteckt
- Zielfische
- Rotauge, Rotfeder, Brassen, Schleie, Barsch Mit starkem Gummizug auch Karpfen und Barbe
- Rechtliches
- Freileitungen meiden, Setzkescher und Anfüttern je Land Eine 13-m-Kohlefaserrute leitet, ohne die Leitung zu berühren
- Gummizug
- unter 1,0 mm fein, 1,0 bis 1,4 mm Allround, darüber stark Durch 2 bis 3 Teile, im Drill 0,5 bis 2 m aus der Rute
- Schnur
- 0,10 bis 0,14 mm mit Gummizug, 0,16 bis 0,20 mm ohne Vorfach 0,07 bis 0,14 mm, 15 bis 30 cm, immer dünner
Alle 12 Angaben
- Pose
- 0,2 bis 1,5 g Stillwasser, 2 bis 6 g Fluss Starke Strömung 10 bis 20 g
- Bebleiung
- Kette aus Nr. 8 bis 10 unter 1 g Über 1,5 g eine Olivette 30 cm über dem Haken plus 2 bis 3 Dropper
- Spitze zur Pose
- 15 bis 30 cm, bei Seitenwind bis 45 cm Im Fluss länger, damit die Pose treiben kann
- Haken
- 18 bis 22 Made, 14 bis 16 Mais, 10 bis 12 Wurm Zum Köder, nicht zum Fisch
- Köder
- Made, Pinkie, Caster, Mais, Hanf, Wurm Klein, weil der Punkt zählt, nicht der Duft
- Für Kinder
- die Whip ohne Gummizug Ab welchem Alter, regelt jedes Land selbst
Drei Ruten, die alle Stippe heißen
Die meisten Missverständnisse über das Stippen kommen daher, dass drei verschiedene Ruten denselben Namen tragen.
| Rute | Länge | Schnur | Gummizug | Landen |
|---|---|---|---|---|
| Whip | 3 bis 6 m, Teleskop | so lang wie die Rute | keiner, die Spitze federt | Fisch an die Hand schwingen |
| Telestippe | 4 bis 8 m, Teleskop bis 10 m | einen halben Meter kürzer als die Rute | selten | Rute steil nehmen |
| Kopfrute | 9,5 bis 16 m, Steckteile | so lang wie das Absteck-Kit, 4 bis 5,5 m | im Spitzenteil, Pflicht | Rute abstecken, Kit in die Hand |
Die Whip ist die Angel für den Einstieg und für den Steg. Die Telestippe ist der Normalfall am See, bis 8 m ohne Umbau, ab 8 m mit Auflage, weil das Gewicht in der Hand liegt. Die Kopfrute ist das Wettkampfgerät, 11 bis 13 m im Normalfall, und sie wird zum Landen nach hinten geschoben und Teil für Teil abgenommen, bis der Fisch am Spitzenteil hängt.
Der Gummizug ersetzt die Bremse
Ohne Rolle kann kein Fisch Schnur nehmen. An der Whip federt die Spitze, und deshalb ist die Schnur dort mit 0,16 bis 0,20 mm dicker. An der Kopfrute sitzt im Spitzenteil ein Gummizug, der durch die ersten 2 bis 3 Teile läuft und im Drill 0,5 bis 2 m aus der Rute herauskommt.
Was die Bremse sonst täte
Ohne Rolle kann kein Fisch Schnur nehmen, also nimmt er Gummi. Der Zug im Spitzenteil dehnt sich beim ersten Ruck, kommt im Drill bis zu 2 m aus der Rute und holt den Fisch von allein zurück.
Seine Stärke folgt dem Zielfisch, unter 1,0 mm für Rotauge und Barsch, über 1,4 mm für Brassen, Schleie und Karpfen. Eingebaut wird er einmal, und danach fischt die Rute jahrelang mit demselben Zug.
Im Drill kommt der Gummizug 0,5 bis 2 m aus der Rute. AI-Bild
Seine Stärke folgt dem Zielfisch. Unter 1,0 mm für Stillwasser und kleine Fische, 1,0 bis 1,4 mm als Allround, über 1,4 mm für Strömung, Brassen, Schleie und Karpfen. In englischen Nummern sind das 4 bis 6 für Weißfisch, 8 bis 10 für Brassen und Schleie, 12 bis 14 für Karpfen. Der Einbau dauert eine halbe Stunde und wird einmal gemacht, danach fischt die Rute jahrelang mit demselben Zug.
Schnur, Pose und die zwei Abstände
Die Schnur ist fein, weil der Gummizug den Drill trägt. 0,10 bis 0,14 mm an der Kopfrute, das Vorfach mit 0,07 bis 0,14 mm und 15 bis 30 cm immer dünner als die Hauptschnur. Die Pose trägt 0,2 bis 1,5 g im Stillwasser, 3 bis 7 g für größere Fische am Grund, 2 bis 6 g im Fluss und 10 bis 20 g in starker Strömung.
Bebleit wird unter 1 g mit einer Kette aus Nr. 8 bis 10, das schwerste Schrot oben. Über 1,5 g übernimmt eine Olivette rund 30 cm über dem Haken, darunter 2 bis 3 winzige Dropper. Wie eine Pose ausgebleit wird, dass nur die Antenne übersteht, ist eine Sache der Montage und steht dort. Was die Stippe anders macht, sind zwei Abstände, die sonst nirgends zählen. Von der Spitze zur Pose sind es 15 bis 30 cm, bei Seitenwind bis 45 cm, im Fluss länger, damit die Pose treiben darf. Und von der Spitze zum Haken ist es die ganze Schnur, und die ist die Grenze der Tiefe.
Die Montage im Detail
5 BauteileDie einfachste Montage des Registers, und ihre Genauigkeit steckt in zwei Abständen, die sonst nirgends eine Rolle spielen.
-
Die Rute ersetzt Wurf, Rolle und Bremse
3 bis 16 m, je nach Bauart. Sie wird über das Wasser geschoben, nicht geworfen, und beim Biss hebt die Hand den Köder an, wo sonst eine Rolle Schnur gäbe.
-
Von der Spitze zur Pose sind es 15 bis 30 cm
Kurz, damit der Wind keine Schnur fasst. Bei Seitenwind bis 45 cm, im Fluss länger, damit die Pose ein Stück treiben darf.
-
Die Pose ist klein und steht bis zur Antenne
0,2 bis 1,5 g im Stillwasser, 2 bis 6 g im Fluss. Sie wird so ausgebleit, dass nur die Antenne übersteht, und ein Rotauge zieht sie trotzdem kaum unter.
-
Die Schrote werden nach unten kleiner
Unter 1 g eine Kette aus Nr. 8 bis 10, das schwerste oben. Über 1,5 g eine Olivette 30 cm über dem Haken plus 2 bis 3 winzige Dropper.
-
Der Haken ist klein, weil der Köder klein ist
18 bis 22 für Made und Pinkie, 14 bis 16 für Caster und Mais, 10 bis 12 für Wurm und Brassen. Am Vorfach von 0,07 bis 0,14 mm.
Wie tief die Rute fischt
Es gibt keine Gleitpose ohne Rolle. Die Schnur endet an der Spitze, und tiefer als die Schnur lang ist, fischt keine Stippe. Von der Schnurlänge gehen der Abstand zur Pose und eine Reserve zum Anheben ab, und was bleibt, ist die fischbare Tiefe.
Reicht deine Rute für diese Tiefe?
RechnerOhne Rolle ist die Schnur so lang, wie die Rute es zulässt, und keinen Zentimeter länger. Die Rutenlänge ist deshalb keine Empfehlung, sondern die Grenze der Tiefe, die du fischen kannst.
Tiefen-Rechner
Rute, Bauart und Tiefe rein, fischbare Tiefe raus
- Schnurlänge …
- Fischbare Tiefe …
- Und dein Platz …
Die 0,3 m von der Spitze zur Pose und 0,2 m Reserve sind Praxiswerte, bei Seitenwind wird der Abstand zur Pose länger. Eine Gleitpose ohne Rolle gibt es nicht, deshalb ist die Rutenlänge hier eine harte Grenze.
Eine 6-m-Telestippe fischt damit rund 5 m, eine Kopfrute mit Top-3-Kit rund 3,5 m, mit Top-4-Kit rund 5 m. Wer tiefer will, nimmt eine längere Rute oder ein längeres Kit, nicht eine längere Schnur, denn die kommt beim Landen nicht mehr in die Hand.
Wo die Stippe ihre Stärke ausspielt
Die Stippe fischt Punkte, keine Flächen. Ihre Plätze sind die, die eine geworfene Montage nicht trifft.
Wo du beim Stippangeln fischst
3 Ansichten-
Steg
Tiefe direkt am Ufer, der klassische Platz für die kurze Stippe. Die Pose steht neben dem Pfahl, und Rotauge und Barsch stehen darunter.
-
Schilfgürtel
Rotfeder und Schleie an der Kante, und nur die feste Montage trifft die Lücke im Schilf auf den Zentimeter.
-
Seerosenfeld
Ein Handteller Wasser zwischen den Blättern. Mit der Rolle nicht anzuwerfen, mit der Stippe senkrecht abgelegt.
-
Scharkante
Die Scharkante in Rutenlänge Entfernung, Brassen am Fuß. Der Köder liegt jedes Mal auf demselben Punkt, und das Futter auch.
-
Krautfeld
Ein Fenster im Krautfeld, der Köder senkrecht hineingelegt und senkrecht wieder heraus.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser.
-
Kehrwasser
Still genug für die Stippe, und der Sammelpunkt des Futters hält. Der Köder steht, wo die Strömung ihn nicht wegträgt.
-
Gleithang
Flache Innenkurve mit kurzer Drift. Die Pose treibt ein Stück, wird zurückgesetzt und treibt wieder.
-
Buhnenfeld
Der Buhnenkessel als Kehrwasser, mit schwererer Pose an der Strömungskante, 2 bis 6 g.
-
Brückenpfeiler
Im Schatten des Pfeilers steht das Wasser, und Rotauge und Döbel sammeln sich dort, wo die Stippe hinreicht.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Krautfahne, Prallhang, Einmündung.
-
Kaimauer
Tiefe an der Wand, senkrechte Präsentation, und die Pose steht neben der Kaimauer, wo Barsch und Rotauge in den Profilen sitzen.
-
Steinpackung
Am Fuß der Packung, Barsch und Rotauge. Die Stippe legt den Köder genau vor die Steine, nicht darauf.
-
Liegeplätze
Schatten unter den Booten, die Rute ragt darüber, und der Köder hängt im Dunkeln, wo der Schwarm steht.
-
Brückenpfeiler
Pfeilerschatten und Windschutz. Unter der Brücke steht die Pose auch an Tagen, an denen der Kanal sonst Wellen hat.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Fahrrinne, Hafeneinfahrt.
Die Whip für den Einstieg
3 bis 6 m, Schnur so lang wie die Rute, kein Gummizug. Pose, drei Schrote, eine Made am 18er, und der erste Fisch kommt in der ersten halben Stunde.
Die Telestippe an der Kante
6 bis 8 m über die Kante gelegt, Pose bis zur Antenne, Köder am Grund. Alle paar Minuten ein Ball Futter auf den Punkt, und der Punkt ist immer derselbe.
Die Kopfrute mit Gummizug
11 bis 13 m, abgesteckt zum Landen, Gummizug nach Zielfisch. Die feinste und zugleich stärkste Form der Stippe, und die, die Karpfen hält.
Im Fluss an der Strömungskante
Pose mit 2 bis 6 g, längerer Abstand zur Spitze, und die Pose treibt ein Stück, bevor sie zurückgesetzt wird. Halbes Trotten, halbes Stippen.
Bei Wind
Tragkraft rauf, Abstand zur Spitze länger, ein Rückschrot 10 cm unter der Pose, damit sie nicht über die Oberfläche wandert. Und die Spitze ins Wasser tauchen.
Die Rute wird geschoben, nicht geworfen
Eine Kopfrute von 13 m braucht 13 m Platz, und der liegt hinter dem Angler. Beim Ausschieben läuft sie über den Rollstab, beim Landen zurück, und wer den Platz nach hinten nicht hat, hat die Rute nicht.
Zum Landen wird die Rute kürzer
Eine Kopfrute von 13 m bringt keinen Fisch an die Hand. Sie wird nach hinten über den Rollstab geschoben, und Teil für Teil wird abgenommen, bis nur das Spitzenteil mit dem Fisch daran übrig ist.
Deshalb ist die Schnur so lang wie das Absteck-Kit und nicht wie die Rute, und deshalb braucht der Platz hinter dem Angler 13 m freien Weg.
Teil für Teil abgenommen, bis der Fisch am Spitzenteil in der Hand ist. AI-Bild
Und sie braucht Platz nach oben. Im Juni 2017 starb ein Angler am Donaukanal, als seine Rute einer Freileitung nahekam. Er hatte sie nicht berührt. Eine Kohlefaserrute leitet, und ein Lichtbogen springt über, bevor die Spitze den Draht erreicht. Wo etwas über dem Wasser hängt, wird nicht aufgebaut, und der Blick nach oben ist der erste Handgriff am Platz.
Was das Recht zur Stippe sagt
Zur Stippe selbst sagt es nichts. Es gibt keine Vorschrift zum Gummizug und keine Längengrenze für Ruten an Verkehrswegen. Was es gibt, betrifft das Drumherum. Der Setzkescher ist Landesrecht, mit Maßen, Material und Verboten je Land. Das Anfüttern regeln die Länder und die Gewässerordnungen, Berlin begrenzt es auf 500 g Nassgewicht je Person und Tag. Ab welchem Alter Kinder angeln dürfen, sagt jedes Land selbst. Alles drei steht in der Länderübersicht.
Und das Wettfischen. Ein Angeln, bei dem nach Fangergebnis Sieger und Platzierte ermittelt werden, ist tierschutzrechtlich unzulässig, weil der vernünftige Grund fehlt. Das Hegefischen oder Gemeinschaftsangeln des Vereins mit Verwertung des Fangs bleibt erlaubt, und in Bayern ist es als traditionelle Veranstaltung ausdrücklich geregelt. Die Stippe ist an beidem beteiligt, und der Unterschied ist die Wertung, nicht die Rute.
Der Irrtum, dass Stippen nur für Kinder ist
Die Whip am Steg ist die Angel für den ersten Fisch, und deshalb gilt das ganze Stippen als Kleinfischerei. Das Gegenteil steht in den Katalogen. Gummizüge über 1,4 mm sind für Karpfen, Barben und große Brassen gebaut, und an englischen Karpfenseen läuft der Wettkampf fast vollständig an der Kopfrute, auf Fische von mehreren Kilo. Die Stippe ist die feinste Angel, die es gibt, und mit dem richtigen Zug eine der stärksten.
Die einfachste Angel überhaupt
Die Whip am Steg ist die Angel für den ersten Fisch. Schnur so lang wie die Rute, eine kleine Pose, drei Schrote, eine Made am 18er Haken, und die Pose steht bis zur Antenne im Wasser.
Dass die Stippe damit als Kinderangel gilt, ist nur die halbe Wahrheit. Mit Gummizug und 13 m Länge ist sie das Wettkampfgerät auf Karpfen.
Kein Wurf, keine Rolle, und der Biss ist zu sehen. AI-Bild
Vom Aufbau bis zum Landen
Die Reihenfolge beginnt mit dem Blick nach oben.
-
Den Platz nach oben absuchen
Freileitungen, Äste, Laternen. Eine Kohlefaserrute von 13 m leitet, und sie muss die Leitung nicht berühren, damit es tödlich wird. Wo etwas über dem Wasser hängt, wird nicht aufgebaut.
-
Die Tiefe mit dem Lot ausloten
Lotblei an den Haken, Pose verschieben, bis die Antenne gerade übersteht. Die Stippe fischt auf den Zentimeter, und das Lot ist der Zentimeter.
-
Die Pose ausbleien, bis nur die Antenne übersteht
Kette aus kleinen Schroten unter 1 g, Olivette und Dropper darüber. Steht mehr über, siehst du den Biss zu spät, steht weniger, zieht der Wind sie unter.
-
Den Abstand zur Spitze kurz halten
15 bis 30 cm von der Rutenspitze zur Pose, bei Seitenwind bis 45 cm. Alles darüber fasst der Wind, und die Pose wandert.
-
Die Rute schieben, nicht werfen
Über das Wasser hinaus, bis die Pose senkrecht über dem Platz hängt, und dann ablegen. Platz nach hinten einplanen, die Rute braucht ihre Länge auch am Ufer.
-
Beim Biss die Hand heben, nicht reißen
Ein kurzes Heben setzt den Haken, der Gummizug fängt den ersten Zug ab. Ohne Gummizug übernimmt die Spitze, und die Schnur ist deshalb dicker.
-
Zum Landen abstecken oder die Rute zurückziehen
An der Kopfrute wird die Rute nach hinten auf den Rollstab geschoben und Teil für Teil abgenommen, bis der Fisch am Spitzenteil in der Hand ist. An der Telestippe nimmst du die Rute steil und schwingst den Fisch an die Hand.
Was vor dem Aufbau der Stippe stimmt
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Wo Stippangeln gemeldet wird
An welchen Revieren die Stippe gemeldet wird und welche Arten dabei am häufigsten vorkommen, zeigen die Fangdaten.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenHäufige Fragen zur Angeltechnik Stippangeln
9 FragenWas ist eine Kopfrute?
Eine Stippe aus Steckteilen mit 9,5 bis 16 m Länge, die zum Landen abgesteckt wird. Die Schnur ist so lang wie das Absteck-Kit, meist 4 bis 5,5 m, und im Spitzenteil sitzt ein Gummizug, der den Drill abfedert. Die Whip mit 3 bis 6 m und die Telestippe bis 10 m kommen ohne Abstecken aus.
Wozu ist der Gummizug an der Stippe da?
Er ersetzt die Bremse. Ohne Rolle kann kein Fisch Schnur nehmen, also dehnt sich der Gummizug im Spitzenteil, im Drill 0,5 bis 2 m aus der Rute heraus. Unter 1,0 mm für Stillwasser und kleine Fische, 1,0 bis 1,4 mm als Allround, darüber für Strömung, Brassen, Schleie und Karpfen.
Wie lang muss die Schnur an der Stippe sein?
An Whip und Telestippe etwa so lang wie die Rute, einen halben Meter kürzer, sonst kommt der Fisch beim Landen nicht in die Hand. An der Kopfrute so lang wie das Absteck-Kit, meist 4 bis 5,5 m.
Wie tief kann ich mit der Stippe fischen?
So tief, wie die Schnur lang ist, abzüglich des Abstands von der Spitze zur Pose und einer Reserve zum Anheben. Eine 6-m-Telestippe fischt rund 5 m, eine Kopfrute mit Top-3-Kit rund 3,5 m. Der Rechner auf dieser Seite rechnet es für deine Rute aus.
Welche Pose bei Wind?
Mehr Tragkraft, ein längerer Abstand von der Spitze zur Pose, bis 45 cm, und ein Rückschrot knapp unter der Pose, damit sie nicht über die Oberfläche wandert. Die Spitze taucht dabei ins Wasser.
Was unterscheidet Stippen vom Matchangeln?
Die Rolle. Beim Matchangeln fliegt ein Waggler 20 bis 40 m weit, und die Schnur wird nach dem Wurf versenkt. Beim Stippen endet die Schnur an der Spitze, die Reichweite ist die Rutenlänge, und der Köder liegt dafür jedes Mal auf demselben Punkt.
Eignet sich Stippangeln für Kinder?
Ja, die Whip ohne Gummizug ist die einfachste Angel überhaupt. Kein Wurf, keine Rolle, und der Biss ist zu sehen. Ab welchem Alter Kinder mit oder ohne Begleitung angeln dürfen, regelt jedes Land selbst und steht in der Länderübersicht.
Darf ich unter Stromleitungen stippen?
Nein. Im Juni 2017 starb ein Angler am Donaukanal, als seine Rute einer Freileitung nahekam, ohne sie zu berühren. Eine Kohlefaserrute von 13 m leitet, und der Lichtbogen springt über. Wo etwas über dem Wasser hängt, wird nicht aufgebaut.
Ist Wettfischen mit der Stippe erlaubt?
Ein Wettfischen, bei dem nach Fangergebnis Sieger ermittelt werden, ist tierschutzrechtlich unzulässig. Das Hegefischen oder Gemeinschaftsangeln des Vereins mit Verwertung des Fangs bleibt erlaubt, und in Bayern ist es als traditionelle Veranstaltung ausdrücklich geregelt.
Quellen und Stand
2 Quellen-
LGL Bayern: Tierschutzrechtliche Problematik von Gemeinschaftsfischen Wettfischen zur Ermittlung von Siegern ohne vernünftigen Grund nach § 1 und § 17 TierSchG, Hegefischen mit Verwertung zulässig, abgerufen am 11.09.2026
-
Landesfischereiordnung Berlin, § 18 Abs. 4 Höchstens 500 g Nassgewicht Lockfutter je Person und Fangtag, abgerufen am 11.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Stippangeln gerade funktioniert
CatchHub zeigt dir je Gewässer, mit welcher Methode dort gefangen wird, dazu den Fang-Index für heute und die Regeln vor Ort. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.