Kurz gesagt
- Das Rotauge (Rutilus rutilus) heißt in Norddeutschland Plötze und ist die häufigste Fischart des Landes.
- Von der Rotfeder trennen es zwei Merkmale: das endständige Maul, das geradeaus zeigt, und die Rückenflosse, die senkrecht über dem Ansatz der Bauchflossen beginnt.
- Ein einziges Bundesland setzt überhaupt eine Untergrenze, nämlich Rheinland-Pfalz mit 15 cm. Eine Schonzeit gibt es nirgends.
- Als Hauptbeutefisch trägt es die Nahrungskette. Ein Gewässer ohne Weißfischbestand hält weder Hecht noch Zander in nennenswerter Zahl.
- Ein Fisch von 30 cm ist meist acht bis zehn Jahre alt. Über 1 kg ist ein Ausnahmefang.
Zwei Namen, ein Fisch
Rotauge und Plötze bezeichnen dieselbe Art, nur in verschiedenen Regionen. Der Fisch ist silbrig, seitlich abgeflacht, hat rötliche Bauch- und Afterflossen und im oberen Teil der Iris einen roten bis orangen Fleck, der ihm den Namen gab.
Rotauge erkennen
5 MerkmaleZwei Stellen entscheiden zwischen Rotauge und Rotfeder, der Rest sichert die Bestimmung nur ab. Die erste sitzt am Kopf, die zweite auf halber Höhe des Rückens.
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Rote Iris, Maul zeigt geradeaus
Der obere Teil des Auges ist rot bis orange gefärbt, daher der Name. Die Maulspitze steht waagerecht nach vorn, bei der Rotfeder klappt die Unterlippe nach oben.
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Rückenflosse über den Bauchflossen
Ihr vorderer Strahl steht senkrecht über dem Ansatz der Bauchflossen. Bei der Rotfeder beginnt sie eine Handbreit weiter hinten, und das sieht auch ein Anfänger sofort.
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Große Schuppen, gerade Seitenlinie
Auf der Seitenlinie sitzen 42 bis 45 Schuppen, deutlich abgesetzt und leicht zu zählen. Die Flanke bleibt silbrig, ohne Flecken oder Binden.
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Rötliche Bauch- und Afterflosse
Die Farbe schwankt von grau bis leuchtend rot und taugt deshalb nicht zur Bestimmung. Die Rotfeder trägt oft dieselbe Färbung, nur kräftiger.
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Gerundete Bauchkante ohne Kiel
Zwischen Bauch- und Afterflosse bleibt die Unterseite glatt und rund. Bei der Rotfeder verläuft dort eine deutlich tastbare Schneide.
Nicht verwechseln mit
3 ArtenVerwechselt wird diese Art vor allem mit den folgenden. Unter jedem Umriss steht, woran der Unterschied hängt.
Rotfeder
Die Verwechslung schlechthin. Ihr Maul klappt nach oben auf, und ihre Rückenflosse beginnt eine Handbreit hinter dem Ansatz der Bauchflossen, beim Rotauge genau darüber. Die Farbe der Augen taugt zur Bestimmung nicht.
Brassen
Junge Brassen sind ebenfalls silbrig und flach. Sie haben aber eine lange Afterflosse, die halbe Unterseite einnimmt, und ein vorstülpbares Rüsselmaul.
Döbel
Kleine Döbel sehen einem Rotauge ähnlich, sind aber walzenförmig, haben ein breiteres Maul und dunkel umrandete Schuppen, die ein Netzmuster ergeben.
Steckbrief Rotauge
- Wissenschaftlicher Name
- Rutilus rutilus
- Familie
- Karpfenfische (Cyprinidae) Die artenreichste Fischfamilie unserer Binnengewässer
- Weitere Namen
- Plötze, Schwal, Rotplötze Die Verordnungen führen ihn meist als „Plötze, Rotauge"
- Maximale Länge
- etwa 45 cm Ein Fisch über 30 cm ist bereits ein guter Fang
- Maulstellung
- endständig Die Rotfeder hat ein deutlich nach oben gerichtetes Maul
- Rückenflosse
- über den Bauchflossen Bei der Rotfeder beginnt sie deutlich weiter hinten
Alle 15 Angaben
- Augen
- rot bis orange im oberen Teil
- Laichzeit
- April bis Juni Ab etwa 12 Grad, massenhaft an Kraut und Wurzeln in flachem Wasser
- Rolle im Gewässer
- Hauptbeutefisch Grundlage der Nahrungskette für alle Raubfische
- Maximales Gewicht
- rund 2 kg Alles über 1 kg ist ein Ausnahmefisch
- Nahrung
- Kleintiere, Pflanzenteile, Aufwuchs Insektenlarven, Schnecken, Algen und Laich anderer Arten
- Lebensraum
- fast jedes stehende und langsame Gewässer Vom Dorfteich bis ins Brackwasser der Ostsee
- Geschlechtsreife
- Männchen mit 2, Weibchen mit 3 Jahren Schon ab etwa 12 cm, deshalb halten sich dichte Bestände selbst
- Alter
- bis 15 Jahre Ein 30er Fisch ist meist 8 bis 10 Jahre alt
- Hauptsaison
- ganzjährig, Schwerpunkt Frühjahr und Herbst
Verwechselt wird er praktisch nur mit der Rotfeder, und dabei liegen zwischen beiden zwei sehr klare Unterschiede. Sie stehen weiter unten in der Übersicht, und sie funktionieren auch bei kleinen Fischen.
Wo die Schwärme stehen
Ein Rotaugenschwarm sucht drei Dinge: ruhiges Wasser, Nahrung und Deckung nach oben. Wo alle drei zusammenkommen, steht er, oft in erstaunlicher Dichte.
Wo Rotauge steht
3 Ansichten-
Steg
Unter jedem Steg fällt Futter ins Wasser, und darüber liegt Schatten. Kein anderer Platz im See hält so verlässlich einen Schwarm.
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Schilfgürtel
Die Schilfkante ist Kinderstube und Laichplatz zugleich. Im April und Mai steht dort der halbe Bestand auf engem Raum.
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Krautfeld
Zwischen den Halmen sitzt Aufwuchs, und Aufwuchs ist ein gutes Drittel seiner Nahrung. Der Schwarm zieht das Feld langsam ab.
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Seerosenfeld
Die Blätter decken nach oben ab, gegen Reiher wie gegen Hecht. An heißen Tagen steht der Schwarm dicht darunter.
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Scharkante
Ab November sammeln sich die Schwärme an der Scharkante und ziehen ins tiefere Wasser. Im Winter stehen sie dort dicht gedrängt.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser.
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Buhnenfeld
Im Buhnenfeld reißt die Strömung ab. Der Schwarm nimmt mit, was von oben antreibt, ohne dagegen anschwimmen zu müssen.
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Gleithang
Der flache Innenbogen ist warm, verkrautet und ruhig. Im Frühjahr laichen die Fische genau dort.
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Krautfahne
Hinter einer Krautfahne liegt ein schmaler ruhiger Streifen mit ständigem Futterstrom. Ein klassischer Platz für die Pose.
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Brückenpfeiler
Der Pfeiler bricht die Strömung und wirft Schatten. Beides zusammen hält den Schwarm über den ganzen Tag.
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Kehrwasser
Hinter einem Hindernis dreht das Wasser und sammelt Schwebstoff. Nach Hochwasser ist das die erste Stelle, an der wieder Fisch steht.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Prallhang, Einmündung.
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Liegeplätze
Zwischen den Booten ist es dunkel und ruhig, am Rumpf sitzt Bewuchs. Im Hafen die dichteste Ansammlung überhaupt.
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Fahrrinne
Die tiefe Fahrrinne ist das Winterquartier. Bei Kälte steht dort ein ganzer Kanalbestand auf wenigen 100 m.
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Kaimauer
An der senkrechten Wand wächst Aufwuchs über die ganze Tiefe. Die Montage läuft dicht daran entlang, nicht weit draußen.
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Steinpackung
Zwischen den Blöcken sitzen Kleintiere und Algen. Der Schwarm zupft die Steine ab, oft in weniger als 1 m Wasser.
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Brückenpfeiler
Im gleichförmigen Kanal ist jede Brücke eine Marke. Schatten und Pfeiler geben dem Schwarm einen Bezugspunkt.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Hafeneinfahrt.
Über das Jahr verschiebt sich vor allem die Tiefe. Im Frühjahr flach zum Laichen, im Sommer in mittleren Bereichen mit Kraut, im Winter dicht gedrängt in der tiefsten Rinne. Ein Schwarm im Januar kann so eng stehen, dass ein Meter neben ihm nichts mehr passiert.
Der Fisch, an dem alles hängt
In den meisten deutschen Gewässern ist das Rotauge die häufigste Art. Es lebt in Schwärmen, frisst Kleintiere, Pflanzenteile und Aufwuchs und ist selbst die Beute für alles, was größer ist als es.
Der Schwarm, an dem alles hängt
Ein Schwarm wie dieser ist die Grundlage für alles, was in diesem See größer ist. Rotaugen fressen Kleintiere, Pflanzenteile und Aufwuchs und sind selbst die Beute für Hecht, Zander und Barsch.
Für dich folgt daraus etwas Praktisches. Wo im Frühjahr die Schwärme zum Laichen ins Flache ziehen, stehen die Räuber unmittelbar daneben. Mit dem Schwarm sind sie gleich mitgefunden.
Hunderte auf engem Raum: die Grundlage der Nahrungskette. AI-Bild
Damit ist es die Grundlage der gesamten Nahrungskette. Ein Hechtbestand steht und fällt mit dem Weißfischbestand, und ein Gewässer, in dem die Rotaugen verschwinden, trägt kurze Zeit später auch keine Raubfische mehr. Für die Bewertung eines Reviers ist der Blick auf die Beutefische deshalb aufschlussreicher als jede Rekordliste.
Auch für das Angeln folgt daraus etwas Praktisches. Wo im Frühjahr die Rotaugenschwärme zum Laichen ins Flache ziehen, stehen die Räuber unmittelbar daneben. Mit dem Schwarm sind die Räuber gleich mitgefunden.
Fast überall ungeregelt
Beim Rotauge ist die Tabelle so kurz wie bei kaum einer anderen Art.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
1 Bundesländer, überall 15 cm Mindestmaß
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Berlin Steht in Anlage 2, das Land nennt für sie weder Schonzeit noch Maß | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
| Rheinland-Pfalz | keine Schonzeit heute frei | 15 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Ein einziges Bundesland nennt ein Mindestmaß, keines eine Schonzeit. Das bedeutet nicht, dass beliebig entnommen werden darf. Viele Erlaubnisscheine begrenzen die Zahl der Köderfische, und zur Herkunft gibt es fast überall eine Vorgabe. Sie steht mal in der Landesverordnung, mal in der Gewässerordnung, und sie läuft meist darauf hinaus, dass der Köderfisch aus demselben Gewässer stammen muss. Bundesweit einheitlich ist nur eines, nämlich das Verbot des lebenden Köderfischs.
Zwei Merkmale, die immer stimmen
Die Unterscheidung von der Rotfeder ist die häufigste Bestimmungsfrage im Friedfischbereich. Sie lässt sich an jedem Fisch klären, unabhängig von Größe, Jahreszeit und Gewässer, wenn du auf Maul und Rückenflosse achtest.
Zwei Köpfe nebeneinander
Im Profil ist der Unterschied eindeutig. Beim Rotauge läuft die Maulspitze waagerecht nach vorn, bei der Rotfeder kippt die Unterlippe nach oben, weil sie ihre Nahrung von der Oberfläche nimmt.
Die Augenfarbe stützt den Befund nur. Rot bis orange spricht für das Rotauge, goldgelb für die Rotfeder, doch bei Jungfischen und bei Kreuzungen beider Arten liegt sie oft irgendwo dazwischen. Maul und Rückenflosse bleiben zuverlässiger.
Links das waagerechte Maul des Rotauges, rechts die vorstehende Unterlippe der Rotfeder. AI-Bild
Rotauge oder Rotfeder?
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Warum das nötig ist, zeigt ein Blick auf die Praxis. Beide Arten kommen häufig im selben Gewässer vor, laichen zur selben Zeit am selben Ort und bilden dabei sogar Kreuzungen, die Merkmale beider Elternteile tragen. Solche Hybriden sind der Grund, warum eine Bestimmung gelegentlich unklar bleibt.
Auf die Farbe der Flossen sollte sich niemand verlassen. Beide Arten haben rötliche Flossen, und die Intensität schwankt je nach Gewässer und Jahreszeit stärker als zwischen den Arten. Maulstellung und Beginn der Rückenflosse sind dagegen eindeutig.
Rotauge und Rotfeder auf einen Blick
Für den Fisch in der Hand reichen Maul und Rückenflosse. Wer beide Arten nebeneinander sieht, findet noch vier weitere Unterschiede, die die Bestimmung absichern.
Zwei Weißfische, ein Unterschied
So liegen sie im Kescher, und so sehen sie für die meisten gleich aus. Farbe und Größe helfen nicht weiter, denn beide Arten schwanken darin von Gewässer zu Gewässer stärker als voneinander.
Der Blick geht deshalb auf zwei Stellen. Zeigt die Maulspitze geradeaus oder klappt die Unterlippe nach oben, und beginnt die Rückenflosse über dem Ansatz der Bauchflossen oder eine Handbreit dahinter. Beides funktioniert bei jedem Fisch, unabhängig von der Größe.
Nebeneinander gelegt wird die Sache in Sekunden klar. AI-Bild
| Merkmal | Rotauge | Rotfeder |
|---|---|---|
| Maul | endständig | oberständig, Unterlippe steht vor |
| Rückenflosse | beginnt über den Bauchflossen | beginnt deutlich dahinter |
| Auge | rot bis orange | goldgelb |
| Bauchkante | gerundet | zwischen Bauch- und Afterflosse gekielt |
| Körper | schlank, im Querschnitt rundlich | hochrückig, seitlich stärker zusammengedrückt |
| Flossen | rötlich bis grau | oft leuchtend rot, aber kein sicheres Merkmal |
Die Kreuzungen beider Arten tragen von allem etwas. Sitzt die Rückenflosse irgendwo dazwischen und ist das Maul weder klar end- noch oberständig, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hybrid.
Wie schwer ist ein Rotauge von 30 cm?
Ein großes Rotauge wiegt weniger, als seine Breite vermuten lässt. Die Tabelle setzt Länge und Gewicht für einen Fisch mittlerer Kondition ins Verhältnis.
Länge, Gewicht und Mindestmaß
RichtwerteRotauge: Gewicht nach Länge
Mindestmaß, wo es eins gibt
Alle übrigen Bundesländer führen für diese Art kein Mindestmaß. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann trotzdem eins nennen, und er gilt zusätzlich.
Richtwert aus einer Längen-Gewichts-Beziehung, nicht gewogen. Ein Fisch aus einem mageren Fluss liegt darunter, einer vor der Laichzeit darüber. Sobald genug Fänge mit Gewicht gemeldet sind, rechnet diese Kurve mit den echten Fischen.
Wie alt ist ein Rotauge von 30 cm?
Rotaugen wachsen langsam und werden dabei erstaunlich alt. Ein Fisch, der in der Hand groß wirkt, hat oft schon ein Jahrzehnt hinter sich.
Wachstum: Alter und Länge
bis 42 cm- 1 Jahr 4 bis 8 cm
- 2 Jahre 8 bis 13 cm
- 3 Jahre 12 bis 17 cm
- 4 Jahre 15 bis 21 cm
- 6 Jahre 20 bis 27 cm
- 8 Jahre 24 bis 31 cm
- 10 Jahre 27 bis 35 cm
- 15 Jahre 32 bis 42 cm
Bei 30 cm liegen acht bis zehn Jahre hinter dem Fisch, bei 35 cm schon deutlich mehr. In dicht besetzten Weihern bleibt ein ganzer Jahrgang bei 15 cm stehen, in einem nahrungsreichen Fluss mit wenig Konkurrenz geht dieselbe Marke in der halben Zeit.
Was die Meldungen zum Rotauge zeigen
So verteilen sich die Einträge der Community über Jahr und Tag.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Weißfische sind in jedem Fangbuch stark untererfasst. Wer beim Stippen 40 Rotaugen fängt, trägt sie selten einzeln ein, und viele Beifänge landen gar nicht erst im System. Die Zahlen zeigen deshalb eher, wann gezielt auf sie geangelt wurde.
Unten stehen Plötzen aus echten Fangmeldungen, mit Bild, Gewässer und Fangtag.
Rotauge aus der Community
zuletzt gemeldetHäufige Fragen zur Fischart Rotauge
6 FragenIst die Plötze dasselbe wie das Rotauge?
Ja, es sind zwei Namen für denselben Fisch. Im Norden und Osten Deutschlands ist Plötze verbreiteter, im Süden und Westen Rotauge. Die Fischereiverordnungen führen ihn meist unter beiden Namen gleichzeitig.
Wie unterscheide ich Rotauge und Rotfeder?
An zwei Merkmalen. Das Rotauge hat ein endständiges Maul, die Rotfeder ein nach oben gerichtetes mit vorstehender Unterlippe. Dazu beginnt beim Rotauge die Rückenflosse direkt über den Bauchflossen, bei der Rotfeder deutlich dahinter.
Hat das Rotauge eine Schonzeit?
In keinem Bundesland. Nur Rheinland-Pfalz nennt ein Mindestmaß von 15 cm. Berlin führt die Art in seiner Anlage, aber ohne Maß und ohne Frist, und alle übrigen Länder nennen sie gar nicht. Örtliche Regeln des Erlaubnisscheins können trotzdem greifen, besonders bei der Entnahme als Köderfisch.
Darf ich Rotaugen als Köderfisch verwenden?
Als toter Köderfisch grundsätzlich ja, lebende Köderfische sind bundesweit verboten. Bei der Herkunft wird es unübersichtlich. Mehrere Länder und die meisten Gewässerordnungen verlangen, dass der Köderfisch aus demselben Gewässer stammt, in dem du angelst. Fische lebend in ein anderes Gewässer zu bringen ist überall untersagt. Was für dein Revier gilt, steht im Erlaubnisschein.
Wie groß wird ein Rotauge?
Bis etwa 45 cm und rund 2 kg. Ein Fisch über 30 cm ist bereits ein guter Fang und meist 8 bis 10 Jahre alt, alles über 1 kg ist ein Ausnahmefisch.
Warum sind Rotaugen für ein Gewässer so wichtig?
Weil sie die Nahrungsgrundlage fast aller Raubfische sind. Ein Gewässer ohne Weißfischbestand trägt keine Hechte und keine Zander in nennenswerter Zahl. Wer die Bestandsentwicklung eines Reviers verstehen will, schaut zuerst auf die Beutefische.
Quellen und Stand
1 Quelle-
Rote Liste der Süßwasserfische und Neunaugen Deutschlands Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz, abgerufen am 09.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Rotauge gerade gemeldet wird
CatchHub zeigt dir für jedes Gewässer, welche Arten dort gefangen werden, den Fang-Index für heute und die Regeln, die vor Ort gelten. Im Browser und als App, in vollem Umfang kostenlos.