Kurz gesagt
- Beim Feedern legt ein Futterkorb bei jedem Wurf Futter und Köder an denselben Punkt; die Streuung, nicht das Futter, entscheidet über den Tag.
- Der Korb wiegt im See 20 bis 30 Gramm, im Mittellauf 50 bis 80, im großen Strom 80 bis 150; dazu passen Spitzen von 0,5 bis 1,5 Unzen im Stillwasser und 2 bis 4 im Fluss.
- Für den Einstieg reicht eine Montage, die Schlaufenmontage mit verdralltem Zopf; Method Feeder, Seitenarm und Laufmontage haben je einen eigenen Einsatz.
- Das Vorfach beginnt im Stillwasser bei 50 bis 70 Zentimetern, im Fluss bei 80 bis 100, und der Hakensitz sagt dir, ob es kürzer oder länger werden muss.
- Angefüttert wird nach Saison und Gewässer, 2 bis 3 Körbe im März, 5 bis 7 am See, 10 bis 20 im großen Fluss, danach alle 5 bis 10 Minuten.
Warum ein Korb mehr bringt als ein Blei
Beim klassischen Grundangeln liegt ein Blei am Boden und der Köder daneben. Ob ein Fisch vorbeikommt, ist Glückssache. Der Futterkorb dreht das um. Er legt bei jedem Wurf eine Handvoll Futter genau dort ab, wo auch der Haken liegt.
Nach einer halben Stunde entsteht daraus eine Fläche von einem halben bis einem Quadratmeter mit Futterduft und Partikeln, auf der sich Brassen, Rotaugen, Güstern, Schleien, Barben und oft auch Karpfen sammeln. Du wartest nicht mehr auf den Zufall, du baust dir einen Platz.
Das erklärt auch, warum Feedern so berechenbar ist. Wenn Weite und Richtung konstant bleiben, liegt fast immer Fisch vor der Rute, unabhängig davon, wie gut du das Gewässer kennst. Und es erklärt den häufigsten Fehler, denn 10 Körbe über 20 Meter verteilt ergeben keinen Futterplatz, nur eine Spur.
Die Tabelle, aus der alles andere folgt
Fast jede Frage beim Feedern hängt an einer einzigen Größe, der Strömung. Sie bestimmt das Korbgewicht, das Korbgewicht bestimmt die Rute, die Rute bestimmt die Spitze, und die Strömung entscheidet auch über Vorfachlänge und Schnur. Darum steht hier zuerst die Tabelle, und die Kapitel danach erklären ihre Spalten.
| Gewässer | Korb | Spitze | Rute | Hauptschnur | Vorfach | Startkörbe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vereinsteich, Altarm, Hafen | 20 bis 30 g, offener Draht | 0,5 bis 1,5 oz | Light bis Medium, 3,30 bis 3,60 m | Mono 0,20 bis 0,22 | 50 bis 70 cm, 0,10 bis 0,14 mm | 5 bis 7 |
| Baggersee, Weite über 50 m | 30 bis 50 g | 1,5 bis 2 oz | Medium, 3,60 bis 3,90 m | Geflecht 0,10 plus Schlagschnur | 60 bis 80 cm, 0,12 bis 0,14 mm | 5 bis 7 |
| Kanal, langsamer Fluss | 30 bis 50 g, enge Maschen | 1,5 bis 2 oz | Medium, 3,60 m | Mono 0,22 bis 0,25 | 70 bis 90 cm, 0,12 bis 0,16 mm | 7 bis 10 |
| Mittellauf, Weser, Main | 50 bis 80 g, Flachkorb | 2 bis 3 oz | Medium bis Heavy, 3,90 m | Mono 0,25 oder Geflecht plus Schlagschnur | 80 bis 100 cm, 0,14 bis 0,18 mm | 10 bis 15 |
| Strom, Rhein, Elbe, Donau | 80 bis 150 g, Kralle | 3 bis 4 oz | Heavy, 3,90 bis 4,20 m | Geflecht 0,12 plus Schlagschnur 0,30 bis 0,35 | 80 bis 120 cm, 0,16 bis 0,20 mm | 15 bis 20 |
| Hochwasser | 120 bis 200 g, Kralle | 4 bis 5 oz | Heavy bis 250 g | Geflecht plus Schlagschnur 0,35 | 100 bis 150 cm, 0,18 bis 0,22 mm | 15 bis 20 |
Die Faustregel für den Korb heißt so schwer wie nötig, so leicht wie möglich. Er darf beim Absinken zwei, drei Hüpfer machen und muss dann liegen. Ein Schnurbogen, bei dem du nach dem Wurf bewusst Schnur nachgibst, bis sie stromab einen Bauch bildet, spart rund 30 Gramm, weil die Strömung dann weniger Druck auf die Schnur legt. Und weil Pegel, Wind und Schiffsverkehr die Strömung im Lauf eines Tages ändern, gehören drei Gewichte derselben Korbform in die Tasche.
Vier Feedermontagen und wofür jede da ist
Es gibt Dutzende Feedermontagen, im Kern sind es vier. Für den Einstieg brauchst du eine, und welche das ist, hängt am Gewässer und daran, ob du mit Aussteigern lebst oder mit Hängern.
| Montage | Aufbau | Selbsthak | Verwickelt | Bei Abriss | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Schlaufenmontage | Korb gleitet auf 20 bis 30 cm Schlaufe, davor verdrallter Zopf von 10 bis 12 cm | ja, der Korb stoppt den Fisch | selten, wegen des Zopfs | Fisch schleppt den Korb, deshalb bei Hegefischen verboten | Standard für See, Kanal, Fluss |
| Seitenarm | Korb am verdrallten Seitenarm von 10 bis 12 cm, Vorfach unten | nein | selten | Korb bleibt am Fisch | feines Fischen auf Rotaugen, sensible Bisse |
| Laufmontage mit Boom | Korb läuft auf Anti-Tangle-Boom, Stopper 20 cm über dem Wirbel | nein | fast nie | Korb rutscht ab, Fisch frei | Steinpackung, Hegefischen, Einsteiger mit Wurfproblemen |
| Method Feeder | Flachblei mit Futter ummantelt, Vorfach 8 bis 15 cm, Schnur läuft durch | ja, ab 30 g | nie | Blei rutscht ab | Karpfen, Schleie, große Brassen, Stillwasser |
Der verdrallte Zopf von 10 bis 12 Zentimetern steht beim Wurf steif ab und ist der einzige Grund, warum sich das Vorfach nicht um die Hauptschnur wickelt. Der Korb gleitet auf der Schlaufe von 20 bis 30 Zentimetern, und wenn der Fisch sie durchgezogen hat, stoppt ihn das Korbgewicht und der Haken sitzt.
Verdrallter Zopf, gleitende Schlaufe, Wirbel, Vorfach. AI-Bild
So bindest du die Schlaufenmontage in 5 Schritten. Am Ende der Hauptschnur eine Schlaufe von 40 bis 50 Zentimetern doppelt legen. Das offene Ende der Doppelschnur 10 bis 12 Zentimeter lang verdrallen, indem du beide Stränge zwischen den Fingern eindrehst, und den Zopf mit einem Knoten sichern. In die verbleibende große Schlaufe einen Karabinerwirbel einhängen, der frei gleitet, daran den Korb. Am Ende des Zopfs eine kleine Schlaufe oder einen Mikrowirbel für das Vorfach. Vorfach einhängen, fertig. Der Zopf steht beim Wurf steif ab und hält das Vorfach von der Hauptschnur fern, ohne ihn verwickelt sich jeder dritte Wurf.
Der Method Feeder folgt einer anderen Logik. Das Futter wird um das Flachblei gepresst, der Köder liegt obenauf oder darin, und der Fisch hakt sich beim Wegdrehen am Gewicht selbst. Deshalb kein Anhieb, nur anheben, und nur mit monofiler Schnur, weil Geflecht den Selbsthak-Effekt zu hart macht. Pellets für den Mantel wässerst du je Millimeter Durchmesser eine Minute und lässt sie danach 15 Minuten ziehen. Gestartet wird mit 2 bis 3 Ladungen, danach alle 10 Minuten eine neue.
Korb und Spitze folgen der Strömung
Beim Korb zählt nach dem Gewicht die Form. Ein runder Korb rollt im Fluss weg, ein Flachkorb mit Bleiplatte ankert, Krallen halten am stärksten. Enge Maschen halten das Futter bis in die Tiefe und in Strömung, weite Maschen geben es im flachen See schnell frei. In klarem Wasser fällt ein schwarzer Korb weniger auf als ein blanker. Und je kälter das Wasser, desto kleiner der Korb, weil satte Fische im Winter sofort abziehen.
Der offene Drahtkorb mit 25 Gramm ist der See, der Flachkorb mit 60 Gramm der Mittellauf, der Krallenkorb mit 120 Gramm der Strom. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, wiegt mit: ein gefüllter Korb bringt das Doppelte seines Leergewichts auf die Waage, und der Wurf muss das tragen, nicht die Spitze.
Drahtkorb, Flachkorb, Krallenkorb. Drei Gewichte, drei Strömungen. AI-Bild
Wie schwer der gefüllte Korb im Wurf wird und ob er auf deiner Weite liegen bleibt, hängt an Entfernung, Strömung und Korbgröße. Der Rechner zur Feedermontage gibt dir das Wurfgewicht und die Spitze, die dazu passt.
Wie schwer wird dein Korb im Wurf?
RechnerAuf dem Korb steht sein Leergewicht, und geworfen wird er voll. Ein 40-g-Korb mit nassem Futter wiegt 80, und diese Zahl entscheidet über Rute und Schnur. Wurfweite und Strömung sagen, wie schwer der Korb sein muss, die Korbgröße, wie schwer er dann wirklich ist.
Korb-Rechner
Wurfweite, Strömung und Korbgröße rein, Leergewicht, Wurfgewicht und Rute raus
- Korb leer …
- Gewicht im Wurf …
- Wurfgewicht der Rute …
Gerechnet mit nassem Futter, das ist das schwerste. Trockene Pellets wiegen die Hälfte, Maden noch weniger. Ein Method-Korb mit Futterballen wiegt im Wurf das Doppelte seiner Aufschrift und hat eine eigene Seite.
Bei der Spitze verwirrt die Einheit. Eine Unze, geschrieben oz, sind 28 Gramm und beschreiben, wie viel Zug die Spitze braucht, um sich zu biegen. Sie ist kein Wurfgewicht. Eine 2-Unzen-Spitze wirft keine 56 Gramm, sie zeigt bei 56 Gramm Zug einen sauberen Bogen.
| Situation | Spitze | Material |
|---|---|---|
| Winter, Kleinfisch, windstill | 0,5 bis 1 oz | Glas, weich und parabolisch |
| See, Kanal, leichter Wind | 1 bis 1,5 oz | Glas oder Carbon |
| leichte bis mittlere Strömung | 2 bis 2,5 oz | Carbon |
| starke Strömung, Distanz über 60 m | 3 bis 4 oz | Carbon, straff |
| Strom bei Hochwasser | 4 bis 5 oz | Carbon |
Richtig ist die weichste Spitze, die in Ruhe bei gespannter Schnur leicht durchgebogen steht und nicht flattert. Der Winkel zwischen Schnur und Spitze liegt bei rund 90 Grad, dann überträgt sie jeden Zupfer.
Drei Bewegungen sieht die Spitze, und nur eine ist ein Biss. Ein kurzes Nicken, das sofort zurückfedert, ist ein Fisch, der den Köder anstößt: warten. Ein langsames Zurückfallen in die Gerade ist ein Fisch, der auf dich zu schwimmt, der Anhieb kommt sofort. Ein gleichmäßiges Pumpen im Takt der Welle ist Wind, und dann kommt die Rute tiefer, nicht die Hand an die Kurbel.
Leicht gebogen in Ruhe, 90 Grad zur Schnur. AI-Bild
Die Rutenstellung ist die Frage, die in Foren am häufigsten gestellt wird, und die Antwort ist zweigeteilt. Am See liegt die Rute flach und parallel zum Wasser. Im Fluss steht sie steil und stromab, so hoch es geht, damit die Strömung weniger Schnur drückt und der Korb leichter liegen bleibt. Bei Wind kommt sie an beiden Gewässern so tief, dass nur wenige Zentimeter Schnur aus dem Wasser ragen. Bricht die Spitze, kürzt du sie mit dem Nagelknipser zwischen Ring und Vorring und setzt den Ring neu.
Das Vorfach nach Gewässer, und dann nach Hakensitz
Die Vorfachlänge ist keine feste Einstellung, eher ein Gespräch mit dem Fisch. Du beginnst mit einem Standardwert und liest nach jedem Fisch am Hakensitz ab, ob er richtig war.
| Gewässer | Startlänge | Stärke |
|---|---|---|
| Vereinsteich, Altarm | 50 cm | 0,10 bis 0,12 mm |
| See, Kanal | 60 bis 70 cm | 0,12 bis 0,14 mm |
| Fluss, Mittellauf | 80 bis 100 cm | 0,14 bis 0,18 mm |
| Strom, Barben | 100 bis 120 cm | 0,18 bis 0,22 mm |
| Winter, alle Gewässer | mindestens 80 cm | 0,10 bis 0,12 mm |
| Method Feeder | 8 bis 15 cm | 0,18 bis 0,25 mm |
Der Fluss verlangt das längere Vorfach, nicht das kürzere. Ein Köder, der in der Strömung an 1 Meter Schnur über dem Grund spielt, wird eher genommen als einer, der 40 Zentimeter hinter dem Korb klebt. Nur wenn Zupfer ohne Fisch kommen, kürzt du auf 40 bis 60.
| Hakensitz | Bedeutung | Änderung |
|---|---|---|
| tief im Schlund | der Fisch hatte zu viel Zeit | Vorfach 20 cm kürzer |
| vorn in der Lippe, Aussteiger | der Fisch spürt den Korb zu früh | Vorfach 20 cm länger |
| Fehlbisse, Haken leer | Köder zu groß oder Vorfach zu lang | kleinerer Haken, dann Vorfach kürzer |
| Zupfer ohne Anhieb | Kleinfisch oder träge Fische | Köder größer oder Vorfach länger |
Hakengröße und Köder
Der Haken folgt dem Köder, und der Köder folgt dem Zielfisch. Ein Haken ohne Zahl ist keine Empfehlung, deshalb hier die Tabelle.
| Köder | Haken | Zielfisch |
|---|---|---|
| 1 bis 2 Pinkies | 20 bis 22 | Rotaugen im Winter, sensible Bisse |
| 2 bis 3 Maden | 16 bis 18 | Rotaugen, Güstern |
| 3 bis 5 Maden, Caster | 12 bis 14 | Brassen |
| 1 Maiskorn | 14 bis 16 | Brassen, Schleien, selektiert gegen Kleinfisch |
| 2 Maiskörner, Wurmstück | 10 bis 12 | große Brassen, Schleien, Karpfen |
| ganzer Dendrobena | 8 bis 10 | Barben, Karpfen, Döbel |
| Mini-Boilie 6 bis 10 mm, Pellet | 8 bis 14 am Haar | Karpfen, Barben am Method Feeder |
Offener Drahtkorb
Der Allrounder für See, Kanal und langsamen Fluss, 20 bis 50 Gramm. Weite Maschen lassen das Futter schnell frei, enge Maschen halten es bis in die Tiefe und in Strömung. Ein schwarzer Korb fällt in klarem Wasser weniger auf.
Flach- und Krallenkorb
Bleiplatte unten, damit er nicht rollt, ab 60 Gramm mit Krallen für den Strom. Ein runder Korb rollt im Fluss weg, ein flacher ankert. Drei Gewichte derselben Form gehören in die Tasche, weil Pegel, Wind und Schiffe die Strömung am Tag verändern.
Method Feeder
Ein Flachblei, um das weiches Futter oder Pellets gepresst werden, das Vorfach 8 bis 15 Zentimeter kurz, der Köder mitten im Futter. Ab 30 Gramm hakt sich der Fisch selbst, deshalb kein Anhieb, nur anheben. Stark auf Karpfen, Schleien und große Brassen, nur mit monofiler Schnur.
Madenkorb
Ein geschlossener Korb mit Löchern, aus dem lebende Maden kriechen. Im Winter und bei Kleinfischdruck ist er die Wahl, weil kaum etwas sättigt. Pinkies statt großer Maden im kalten Wasser, und höchstens ein Madenball von der Größe einer Streichholzschachtel je Wurf.
Ein einzelnes Maiskorn ist der unterschätzte Köder in dieser Liste. Es sortiert die kleinen Rotaugen aus, hält am Haken und bringt am Brassenplatz oft die größeren Fische. Wenn Aussteiger kommen, wechselst du eine Nummer größer, von 16 auf 14, und wenn die Bisse ausbleiben, eine kleiner.
Futter, das arbeitet statt sättigt
Das Ziel ist, die Fische zu halten, nicht, sie satt zu machen. Ein guter Futterplatz gibt ständig kleine Reize ab und lässt die Fische suchen.
Ein fertiges Grundfutter aus dem Angelladen ist ein völlig ausreichender Start, entscheidend ist das Anrühren. Wasser kommt in zwei Stufen dazu, nach jeder Stufe quillt das Futter 10 bis 15 Minuten, danach wird es durch ein Sieb gedrückt, damit keine Klumpen bleiben. In Summe brauchst du 25 bis 30 Minuten, also rührst du an, bevor du die Rute montierst. Die Probe ist die Hand. Eine Kugel muss den Wurf überstehen und sich am Grund innerhalb von 1 bis 2 Minuten öffnen. Zerfällt sie beim Zusammendrücken, ist das Futter zu trocken, bleibt sie ein Klumpen, zu nass.
Für 4 bis 6 Stunden rechnest du am See mit 2 bis 3 Kilo trockenem Futter, im Fluss mit 3 bis 5. Im Fluss wird es zusätzlich schwer gemacht, mit Lehm oder Maulwurfserde bis zu einem Drittel, sonst treibt es ab, bevor es unten ist. Tagsüber fischt sich dunkles Futter besser, gegen Abend helleres. Und der Korb wird als Sandwich gefüllt, Maden, Caster oder Mais in die Mitte, Futter an beide Enden, so kommen die Partikel unversehrt am Grund an.
Was den Platz wirklich lebendig hält, sind lebende Anteile. Zwei Hände Maden oder Caster im Futter tragen weiter als jede Aroma-Flasche. Bleiben die Bisse aus, hilft eine Fingerspitze Gewürz je Korb, Curry, Koriander, Fenchel oder Anis, vor allem im Herbst.
Der Anfütter-Plan nach Saison und Gewässer
Die Zahl der Startkörbe ist die meistgestellte Anfängerfrage und die am schlechtesten beantwortete, weil eine Zahl allein nichts sagt. Sie hängt an Wassertemperatur und Gewässer.
| Situation | Startkörbe | danach |
|---|---|---|
| März, April, Wasser unter 10 Grad | 2 bis 3 | alle 15 bis 20 Minuten |
| Vereinsteich, Altarm | 5 bis 7 | alle 5 bis 10 Minuten |
| See mit gutem Bestand | 7 bis 10 | alle 5 Minuten |
| Kanal, langsamer Fluss | 7 bis 10 | alle 5 bis 10 Minuten |
| großer Fluss, Sommer | 15 bis 20 | alle 2 bis 5 Minuten |
| Winter, alle Gewässer | höchstens 5 Kostproben | nach jedem Fisch |
Die Startkörbe fliegen ohne Vorfach im Minutentakt, erst danach hängst du es ein. Nach jedem Fisch kommt sofort ein neuer Korb, sonst zerfällt die Ansammlung, und auch ohne Biss wird im Takt der Tabelle nachgelegt, weil sonst nichts mehr nachrückt.
Bleiben die Bisse aus, gehst du in fester Reihenfolge vor, und die Stelle steht am Ende, nicht am Anfang. Zuerst die Wurfstreuung prüfen, denn 1 bis 2 Meter Abweichung sind schon ein Problem. Dann das Vorfach nach der Hakensitz-Tabelle. Dann den Haken eine Nummer kleiner. Dann den Köder wechseln, Made gegen Mais, Mais gegen Wurm. Dann das Futter nachwürzen. Erst wenn das alles nichts bringt, und im Winter nach einer halben Stunde ohne Biss, wechselst du den Platz.
Loten, Clip und die Weite
Ein Futterplatz an der falschen Stelle bleibt auch nach zwei Stunden leer. Die Tiefe misst du ohne Echolot mit dem leeren Korb, der am Wasser den Sekundenzähler ersetzt. Ein 30-Gramm-Korb sinkt etwa einen halben Meter je Sekunde.
| Sekunden bis zum Aufsetzen | Tiefe bei 30 g | Tiefe bei 60 g |
|---|---|---|
| 2 | rund 1 m | rund 1,5 m |
| 4 | rund 2 m | rund 3 m |
| 6 | rund 3 m | rund 4,5 m |
| 10 | rund 5 m | rund 7 m |
Wiederholst du das auf verschiedenen Weiten, hast du nach 5 Würfen ein Bild vom Grund. Danach ziehst du den Korb langsam über den Boden. Rattern ist Stein oder Muschel, kurzes Festhängen, das mit Nachdruck freikommt, ist Schlamm, ein gleichmäßiges Schleifen ist Sand. Brassen mögen weichen Grund, Rotaugen stehen gern über festem, und die Kante, an der die Uferbank abfällt, ist an fast jedem See der Platz.
Die Weite hältst du mit dem Schnurclip an der Spule, ab 30 Metern lohnt er sich. Nach dem ersten guten Wurf wird die Schnur eingeclippt, und jeder folgende Wurf stoppt an derselben Stelle. Beim Wurf hältst du die Rute nach dem Abwurf hoch und lässt sie im Moment des Stopps nach vorn federn, das schützt Spitze und Schnur. Und weil ein großer Fisch bei geclippter Schnur abreißt, kommt ein Gummiband unter den Clip, das bei starkem Zug nachgibt, oder ein Release-Clip. Im Fluss ersetzt der Freilauf den Clip. Er wird so eingestellt, dass die Strömung keine Schnur zieht, eine Barbe aber schon.
Der Zielpunkt liegt am anderen Ufer, ein Baum, ein Mast, ein Haus, und du wirfst immer auf denselben Punkt dahinter. Für Einsteiger sind 25 Meter eine gute Weite, mehr braucht ein Vereinsteich fast nie.
Grundeln an Rhein, Main, Donau und Elbe
An den großen Flüssen ist die Schwarzmundgrundel die häufigste Antwort auf jeden Korb, und an manchen Tagen die einzige. Eine Made am Grund überlebt dort keine 2 Minuten. Vier Dinge helfen, und alle vier zusammen helfen am besten.
Der Köder kommt mindestens 15 Zentimeter über den Grund, mit einer schwimmenden Gummimade oder einem kleinen Auftriebskörper am Haken. Made und Wurm werden durch Mais oder 10-Millimeter-Boilies ersetzt, die eine Grundel nicht schluckt. Die Stelle wechselt von der Steinpackung, in der Grundeln leben, auf Sand oder Kies. Und die Dämmerung ist die beste Zeit, weil Grundeln im Dunkeln nachlassen. Das Futter selbst darf gröber werden, denn feine Mehle ziehen Grundeln stärker an als Partikel.
Das Feederjahr und der Winter im Detail
Feedern läuft ganzjährig, aber die Fische ändern ihr Verhalten deutlich.
Im Frühjahr, sobald das Wasser über 8 Grad steigt, ziehen die Schwärme ins Flache und fressen sich für das Laichen an. Das ist die Zeit der großen Brassen, mit 2 bis 3 Startkörben und langen Pausen. Der Sommer bringt die meisten Fische und verlangt Timing, denn mittags bei praller Sonne steht wenig an, dafür laufen der frühe Morgen und der Abend. Im Herbst wird es noch einmal richtig gut, weil die Fische Reserven anlegen, jetzt darf mehr gefüttert werden, und Gewürze im Futter bringen mehr als im Sommer.
Beste Saison
Von Mai bis September stehen die Schwärme flach und fressen viel, dann trägt die Methode am besten. Im kalten Wasser läuft sie weiter, mit 5 Kostproben statt 5 Kilo, ab 3 Metern Tiefe und zwischen 11 und 15 Uhr.
Der Winter ist keine Pause, er ist eine andere Disziplin. Der Platz liegt in mindestens 3 Metern Tiefe, die beste Zeit ist zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne auf dem Wasser steht. Gefüttert wird kaum, höchstens 5 Kostproben je Platz und ein Madenball von der Größe einer Streichholzschachtel, denn ein satter Fisch zieht im kalten Wasser sofort ab. Das Vorfach wird länger, mindestens 80 Zentimeter, der Haken kleiner, 18 bis 22, der Köder Pinkies statt Maden, weil sie nicht sättigen. Die Spitze ist die weichste, 0,5 Unzen, die Rute kurz und leicht. Und nach einer halben Stunde ohne Biss wechselst du den Platz, im Winter ist das die Regel, nicht die Ausnahme.
Beißaktivität im Tagesverlauf
Sommertag am See. Zwei klare Fenster am Morgen und am Abend, dazwischen läuft es ruhiger weiter. Brassen ziehen im Sommer auch nachts über den Futterplatz, Rotaugen kaum. Im Winter dreht sich das Bild, dann liegt das beste Fenster mittags.
Was beim Feedern gemeldet wird, ist im Fangbuch der Community festgehalten: jede Meldung mit der Technik Feedern, nach Monat, Stunde, Art und Köder. Die Artenverteilung ist die interessanteste Zeile, denn sie zeigt, wie oft der Korb einen Karpfen statt einer Brasse bringt.
Aus 8 gemeldeten Fängen
08/2026 bis 09/2026 · 3 Gewässer · Stand 10.10.2026Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Die Fotos dazu, öffentlich geteilt und mit dem Revier verlinkt:
Feedern aus der Community
zuletzt gemeldetZwischen den Fenstern zählt vor allem der Himmel. Eine leichte Welle und gedämpftes Licht bringen die Schwärme näher ans Ufer, spiegelglatte Mittagssonne drückt sie hinaus. Im Fluss kommt der Pegel dazu, denn steigendes Wasser heißt schwererer Korb und längeres Vorfach. Wie sich Wetter und Pegel heute an deinem Revier zusammensetzen, steht im Fang-Index.
Rutenklasse, Rolle und die Schlagschnur
Die Rute ist der einzige Punkt, an dem es sich lohnt, nicht ganz unten anzufangen, und die Klasse folgt dem Korb.
| Klasse | Wurfgewicht | Länge | Gewässer |
|---|---|---|---|
| Light | bis 50 g | 3,00 bis 3,40 m | Vereinsteich, Altarm, Winter |
| Medium | bis 80 g | 3,60 bis 3,90 m | See, Kanal, langsamer Fluss, der Einstieg |
| Heavy | 80 bis 150 g | 3,90 bis 4,20 m | Rhein, Elbe, Donau, Weite über 60 m |
| Extra Heavy | bis 250 g | 4,20 m | Strom bei Hochwasser |
Die Rolle in Größe 3000 bis 4000 mit feiner Bremse reicht für alles außer dem Strom, dort nimmst du 5000 mit Freilauf. Bei der Schnur gilt eine einfache Grenze. Monofil in 0,20 bis 0,25 Millimetern bis rund 50 Meter Wurfweite, weil die Dehnung das feine Vorfach beim Anhieb schützt. Darüber und in starker Strömung Geflecht in 0,08 bis 0,12 Millimetern, weil es den Biss auf Distanz überträgt und weniger Druck in der Strömung macht.
Wer Geflecht fischt, fischt eine Schlagschnur, ohne Ausnahme. Sie ist ein Stück Monofil von 0,25 bis 0,35 Millimetern über zwei bis drei Rutenlängen vor dem Korb und fängt den Wurfruck ab, den das dehnungslose Geflecht sonst in den Knoten schlägt. Ab 100 Gramm Korb gehört sie auch an die Mono, denn ein 100-Gramm-Korb an 0,22 reißt früher oder später im Wurf ab. Mit Geflecht schlägst du nicht an, du hebst die Rute an, sonst ist das 0,12er-Vorfach weg.
Recht, Anfüttern und der Setzkescher
Beim Feedern stellen sich drei Rechtsfragen, und keine davon beantwortet das Landesrecht allein. Ob Anfüttern erlaubt ist, entscheidet die Gewässerordnung, und an vielen Talsperren und Trinkwasserseen ist es untersagt oder auf Mengen begrenzt. Ob ein Setzkescher erlaubt ist, ebenfalls, und in mehreren Ländern nur unter Auflagen. Beide Punkte stehen als eigene Regel auf jeder Gewässerseite, damit du sie vor der Fahrt siehst und nicht am Ufer.
Bei den Fischarten zählen vor allem Barbe und Schleie. Die Barbe hat in zehn Ländern eine Schonzeit zwischen Mitte März und Ende August, im Kern Mai und Juni, mit Mindestmaßen von 35 bis 50 Zentimetern, in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist sie ganzjährig geschützt, und Hessen setzt ein Höchstmaß von 60. Die Schleie ist fast überall ab 25 Zentimetern frei, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen schonen sie im Mai und Juni. Brassen und Rotaugen kennen fast nirgends ein Maß, Rheinland-Pfalz setzt für Rotaugen 15 Zentimeter. Karpfen sind ab 35 Zentimetern frei, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen ab 40. Alle Werte je Bundesland stehen in der Schonzeiten-Übersicht.
Bevor der erste Korb fliegt
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Der erste Nachmittag am Platz
Nimm dir für den Einstieg ein ruhiges Gewässer, an dem Anfüttern erlaubt ist, am besten einen Vereinssee oder einen Kanal. Setz dich an eine Stelle, an der du bequem 25 Meter werfen kannst, lote die Kante, und leg dich auf diese eine Weite fest.
Die ersten 7 Körbe fliegen ohne Vorfach im Minutentakt. Danach kommen die Bisse, meist zuerst von kleinen Rotaugen, später von größeren Fischen, und dieser Verlauf ist das Zeichen, dass der Platz arbeitet. Wenn du das ein paarmal gemacht hast, sind alle weiteren Feinheiten Varianten davon, und die Tabelle am Anfang sagt dir, was sich am Fluss ändert.
Für die gezielte Fortsetzung auf große Fische steht der Ratgeber Karpfen angeln bereit, und welche Gewässer in deiner Nähe gute Friedfischbestände haben, zeigen die Gewässerseiten samt Anfütter-Regel und den Fängen der letzten Wochen.
Passende Gewässer in der App
6 GewässerRhein
Nordstrecke Breisach – Jechtingen
Breisach am Rhein, Baden-Württemberg
Rhein
Strecke Daxlanden km 356,5–359,8
Karlsruhe, Baden-Württemberg
Rhein
Verbandsgewässer Bruhrain (LFV BW)
Philippsburg, Baden-Württemberg
Rhein
Landesstrecke Pfalz linksrheinisch – SGD Süd
Speyer, Rheinland-Pfalz
Rhein
Generalschein NRW (Rheinfischereigenossenschaft)
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Rhein
Staatliches Rheinlos 39 Ottenheim (km 268,1 bis 274,4)
Schwanau, Baden-Württemberg
Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.
Zum Nachschlagen
7 EinträgeHäufige Fragen
10 FragenWas ist Feedern eigentlich?
Feedern, auch Feederangeln genannt, ist Grundangeln mit einem Futterkorb. Der Korb bringt bei jedem Wurf eine kleine Portion Futter an dieselbe Stelle, der Köder liegt direkt daneben, und die weiche Rutenspitze zeigt den Biss an. So entsteht ein Futterplatz von einem halben bis einem Quadratmeter, auf dem sich Friedfische sammeln.
Welche Feederrute für Einsteiger?
Eine Medium-Rute von 3,60 bis 3,90 Metern mit Wurfgewicht bis 80 Gramm und drei Wechselspitzen. Sie deckt See, Kanal und langsamen Fluss ab. Für Rhein, Elbe und Donau brauchst du eine zweite Klasse, Heavy mit 3,90 bis 4,20 Metern und 100 bis 150 Gramm, sonst wirft die Rute den Korb nicht.
Wie schwer muss der Futterkorb sein?
So schwer, dass er nach zwei, drei Hüpfern liegen bleibt, und keinen Gramm mehr. Im See 20 bis 30 Gramm, bei leichter Strömung 30 bis 50, im Mittellauf 50 bis 80, im großen Strom 80 bis 150 und bei Hochwasser bis 200. Ein Schnurbogen im Fluss spart rund 30 Gramm.
Welche Spitze nehme ich, und was heißt oz?
Eine Unze sind 28 Gramm und beschreiben, wie viel Zug die Spitze braucht, um sich zu biegen. Sie ist kein Wurfgewicht. Im Stillwasser reichen 0,5 bis 1,5 Unzen, im Fluss 2 bis 4, bei starker Strömung und großer Weite 5. Richtig ist die weichste Spitze, die in Ruhe leicht gebogen steht und nicht flattert.
Wie lang sollte das Vorfach beim Feedern sein?
Im Stillwasser 50 bis 70 Zentimeter, im Fluss 80 bis 100, bei trägen Fischen bis 150. Danach entscheidet der Hakensitz. Sitzt der Haken tief im Schlund, wird das Vorfach kürzer, sitzt er vorn in der Lippe oder kommen Fehlbisse, wird es länger. Beim Method Feeder bleiben es 8 bis 15 Zentimeter.
Wann schlage ich beim Feedern an?
Beim gleichmäßigen Durchziehen oder klaren Umbiegen der Spitze, nicht beim Zittern, das kommt vom Kleinfisch am Futter. Ein Fallbiss, bei dem die Spitze zurückfedert, ist sofort ein Anhieb. Mit Geflecht nur anheben, nicht rucken, sonst reißt das dünne Vorfach.
Feedern mit Mono oder Geflecht?
Monofil in 0,20 bis 0,25 Millimetern bis rund 50 Meter Wurfweite, weil die Dehnung das feine Vorfach schützt. Darüber und in starker Strömung Geflecht in 0,08 bis 0,12 Millimetern, immer mit einer Schlagschnur von 0,25 bis 0,35 Millimetern über zwei bis drei Rutenlängen. Ab 100 Gramm Korb gehört die Schlagschnur auch an die Mono.
Rute steil oder flach aufstellen?
Am See flach und parallel zum Wasser, mit rund 90 Grad zwischen Schnur und Spitze. Im Fluss steil und stromab, so hoch es geht, damit die Strömung weniger Schnur drückt und der Korb leichter liegen bleibt. Bei Wind so tief, dass nur wenige Zentimeter Schnur aus dem Wasser ragen.
Was hilft gegen Grundeln beim Feedern?
Den Köder mindestens 15 Zentimeter über den Grund heben, mit einer schwimmenden Gummimade oder einem Auftriebskörper am Haken. Dazu Mais oder 10-Millimeter-Boilies statt Made und Wurm, sandige Stellen statt Steinpackung, und die Dämmerung, in der Grundeln nachlassen.
Wie viel Futter brauche ich für einen Tag?
Für 4 bis 6 Stunden am See 2 bis 3 Kilo trocken angerührt, im Fluss 3 bis 5, dort mit bis zu einem Drittel Lehm beschwert. Im Winter reichen 5 Körbe für den ganzen Platz.
Quellen und Stand
1 Quelle-
Schonzeiten und Mindestmaße der 16 Bundesländer, aus den jeweiligen Landesfischereiverordnungen Barbe, Schleie, Rotauge und Karpfen je Land, gepflegt von CatchHub
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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