Kurz gesagt
- Angelköder teilen sich in Naturköder, die über Duft und Geschmack fangen, und Kunstköder, die über Druck, Bewegung und Kontrast fangen. Der Wurm gehört zur ersten Familie, der Gummifisch zur zweiten.
- Welcher Köder passt, entscheidet der Zielfisch, danach die Wassertemperatur und die Sicht. Der Hecht nimmt große, langsame Köder, der Zander schlanke am Grund, der Barsch kleine und lebhafte, der Karpfen duftende am Haar.
- Der Tauwurm fängt mehr Arten als jeder andere Köder, vom Aal bis zur Forelle. Er ist der eine Köder, den jede Box braucht.
- Über die Farbe entscheidet der Kontrast zum Licht, nicht der Farbton. Im klaren Wasser natürliche Töne, im trüben Chartreuse, in der Dämmerung Schwarz oder Weiß.
- Ein lebender Köderfisch ist in ganz Deutschland unzulässig, er wird vor dem Anködern getötet. Lebende Würmer und Maden sind erlaubt, die Verbote betreffen Wirbeltiere.
Naturköder oder Kunstköder
Die erste Entscheidung am Wasser ist die Familie, lange vor Farbe und Größe. Ein Naturköder fängt über Duft und Geschmack. Er liegt oder hängt, gibt Stoffe ins Wasser ab und wartet, bis ein Fisch ihn findet. Ein Kunstköder fängt über Druck, Bewegung und Kontrast. Er wird geworfen, geführt und sucht den Fisch, statt auf ihn zu warten.
Beides hat seinen Tag. Jagen die Räuber, findet ein geführter Köder sie schneller, weil er in einer Stunde mehr Wasser absucht als ein Wurm in einer Nacht. Stehen die Fische träge am Grund, weil das Wasser zu kalt oder zu warm ist, gewinnt der Köder, der riecht und liegen bleibt. Die Angeltechnik folgt aus dieser Entscheidung, nicht umgekehrt, und die passenden Methoden stehen im Register der Angeltechniken.
Zwei Familien, zwei Sinne
Links fängt der Duft, rechts der Druck. Ein Wurm gibt Stoffe ins Wasser ab, die ein Fisch über Meter riecht, und er schmeckt beim Zupacken wie Nahrung. Ein Gummifisch riecht nach nichts. Er schiebt beim Absinken Wasser vor sich her, und diese Druckwelle nimmt die Seitenlinie eines Räubers wahr, bevor sein Auge den Köder überhaupt sieht.
Der Unterschied bestimmt die Führung. Naturköder liegen oder hängen und warten, Kunstköder werden bewegt und suchen. Wer beides in der Box hat, kann an einem Tag vom Suchen aufs Warten umstellen, sobald das Wasser sagt, dass die Fische nicht jagen.
Naturköder warten, Kunstköder suchen. Beides gehört in die Box. AI-Bild
Das Verzeichnis unten ist nach dieser Logik sortiert. Zwei Familien, fünf Gruppen, und zu jedem Köder steht dabei, worüber er fängt und für welche Fische er die erste Antwort ist.
Naturköder
Wurm, Made und Köderfisch fangen über Duft und Geschmack. Der Fisch nimmt sie, weil sie nach Nahrung riechen, und er behält sie im Maul, weil sie sich wie Nahrung anfühlen. Der Boilie ist gekocht statt gewachsen und gehört trotzdem hierher, denn er arbeitet über dieselben zwei Sinne.
Weichköder Kunstköder
Gummi am Bleikopf. Der Gummifisch fängt über den Druck seiner Schaufel, der Twister über das Rollen seiner Sichel. Beide werden aktiv geführt und sinken zwischen zwei Sprüngen, und in dieser Absinkphase kommt der größte Teil der Bisse.
Hartköder Kunstköder
Ein fester Körper aus Kunststoff oder Holz. Der Wobbler bringt seine Bewegung über die Tauchschaufel selbst mit, der Jerkbait hat keine und tut nur, was die Rute ihm vorgibt.
Metallköder Kunstköder
Blech, das taumelt, rotiert oder kippt. Es liefert Blitz und Druckwelle zugleich, hält praktisch ewig und fliegt weiter als alles andere in der Box. Der Blinker ist der älteste Kunstköder, der heute noch im Einsatz ist.
Wurfhilfe Kein Köder
Der Sbirolino fängt nichts. Er wirft einen Köder, der allein zu leicht zum Werfen wäre, und steht hier, weil er am Forellensee zur Köderbox gehört wie die Bienenmade selbst.
Welcher Köder für welchen Fisch und wann
Die Frage, mit der die meisten hier ankommen, hat keine Antwort mit einem Wort. Sie hat eine mit zwei Angaben, dem Zielfisch und der Jahreszeit. Ein Hecht im Oktober nimmt einen 20 cm langen Gummifisch, derselbe Hecht im Januar reagiert nur noch auf einen toten Köderfisch, der stundenlang vor ihm hängt. Der Finder unten beantwortet beides zusammen, und zu jeder Antwort steht der Grund, weil ein Grund am Wasser mehr wert ist als eine Liste.
Die Empfehlungen kommen aus einer gemeinsamen Matrix aller Köder, nicht aus den einzelnen Seiten. Was auf einer Köder-Seite über den Zander steht, gilt deshalb auch hier, und was hier über den Winter steht, gilt auf der Seite.
Der Köder-Finder
Zielfisch und JahreszeitWähle den Zielfisch und die Jahreszeit. Darunter stehen die Köder, die jetzt vorn liegen, mit dem Grund dazu und der Schonzeit-Lage aus den 16 Landesverordnungen.
Die Hauptsaison. Der Hecht frisst sich Reserven an und nimmt jetzt große Köder, ab Oktober folgt er dem Weißfisch in tieferes Wasser.
In dieser Jahreszeit ist in keinem Bundesland eine Schonzeit eingetragen. Fristen je Land: Hecht.
-
GummifischErste Wahl
Ab 15 cm mit kräftiger Schaufel. Die Druckwelle holt ihn aus dem Kraut, und die Absinkphase ist der Moment, in dem er zupackt.
-
WobblerErste Wahl
Gleichmäßig eingeholt sucht er in fester Tiefe große Flächen ab. Der Köder, mit dem ein neues Gewässer gelesen wird.
-
JerkbaitErste Wahl
Der Hechtköder für flaches Wasser. Schlag, Kurbel, Pause, und in der Pause steht er als verletzte Beute vor dem Fisch.
-
BlinkerErste Wahl
15 bis 30 g, gleichmäßig eingeholt oder absinken lassen und anziehen. Der einfachste Hechtköder, und im See bis heute einer der besten.
-
KöderfischErste Wahl
An der Pose oder am Grund, 10 bis 29 cm für einen Hecht von 80 cm. Der Köder, der auch dann fängt, wenn kein Kunstköder mehr geht.
Ohne Jahreszeit, im Jahresmittel, sieht dieselbe Antwort so aus. Die erste Wahl ist der Köder, mit dem du an einem unbekannten Gewässer beginnst, die zweite der, auf den du wechselst, wenn nach einer Stunde nichts passiert ist.
Ködertabelle nach Zielfisch
8 Zielfische-
Er nimmt, was groß genug ist und langsam genug läuft. Größe und Tempo entscheiden, die Farbe kaum.
- Erste Wahl
- GummifischWobblerJerkbaitBlinkerKöderfischChatterbaitSpinnerbait
-
Ein Räuber der Dämmerung mit engem Maul. Der Köder bleibt schlank, läuft grundnah und wird langsam geführt.
- Erste Wahl
- GummifischKöderfisch
-
Neugierig, im Schwarm unterwegs und auf Bewegung fixiert. Klein und lebhaft schlägt groß und träge.
- Erste Wahl
- GummifischTwisterWobblerSpinnerCrankbait
-
Ein Kaltwasserfisch mit schmalem Fenster zwischen 10 und 16 Grad. Klein, leicht und langsam gewinnt fast immer.
- Geht auch
- GummifischTwisterWobblerBlinkerTauwurm
-
Er frisst mit dem Maul am Grund und prüft jeden Köder. Duft, Größe und Futterplatz zählen, Bewegung stört.
- Geht auch
- Made
-
Er sucht nachts mit der Nase. Der Köder muss riechen, am Grund liegen und darf zappeln.
- Erste Wahl
- TauwurmWattwurm
- Geht auch
- MadeKöderfisch
-
Groß, nachtaktiv und wärmeliebend. Der Köder darf groß sein, muss riechen und liegt am Grund oder hängt darüber.
- Erste Wahl
- TauwurmKöderfisch
- Geht auch
- GummifischBoiliePellets
-
Kleines Maul, feine Bisse, viel Futterneid. Kleine Köder an dünnen Haken, dazu ein Futterplatz.
- Geht auch
- BoilieWattwurmPellets
Erste Wahl heißt: damit fängst du an einem unbekannten Gewässer an. Geht auch heißt: darauf wechselst du, wenn nach einer Stunde nichts passiert ist. Die Jahreszeit verschiebt die Reihenfolge, der Finder oben rechnet sie ein.
Was ein Köder auslöst
Ein Fisch hat drei Sinne, mit denen er einen Köder findet, und jeder Köder bedient sie in einem anderen Verhältnis. Die Seitenlinie nimmt Druckwellen wahr, auch wenn das Wasser so trüb ist, dass das Auge nichts mehr leistet. Ein Gummifisch mit Schaufelschwanz und ein Spinner mit rundem Blatt arbeiten fast nur über diesen Sinn. Das Auge sieht Umriss, Blitz und Kontrast, und es prüft den Köder, bevor der Fisch zupackt. Je klarer das Wasser und je heller der Tag, desto genauer fällt diese Prüfung aus. Die Nase schließlich findet Duftstoffe über Meter, und sie ist der Sinn, mit dem ein Aal nachts einen Wurm im Schlamm ortet.
Eine Regel bringt in jeder Köderbox mehr als eine neue Farbe. Sinkt die Sicht, wechsle den Reiz und lass den Farbton in Ruhe. Aus dem leisen Köder wird der laute mit der großen Schaufel, aus dem Kunstköder der Naturköder mit Duft. Wie weit du überhaupt siehst, misst du mit dem Köder selbst, und das Bild zeigt, wie.
Die Sichtweite misst du mit dem Köder
Halte den Köder ins Wasser und lass ihn langsam sinken. Die Tiefe, ab der du ihn nicht mehr siehst, ist die Sichtweite, und sie entscheidet mehr als jede Farbtabelle. Über 2 m Sicht bleibt der Köder dezent und natürlich, zwischen 1 und 2 m bekommt er einen hellen Bauch oder einen grellen Schwanz, unter 1 m ist Chartreuse die letzte Farbe, die noch als Farbe ankommt.
Unter 30 cm Sicht sieht kein Fisch den Köder, bevor er ihn spürt. Ab hier zählt die Schaufel, und die Farbe ist nur noch die letzte Entscheidung auf kurze Distanz.
Ab welcher Tiefe verschwindet der Köder? Diese Zahl ersetzt die Farbdiskussion. AI-Bild
Der Vergleich unten ordnet alle Köder auf fünf Skalen ein. Er sagt nicht, welcher der beste ist, denn die Frage ergibt keinen Sinn. Ein Boilie mit null Druckwelle ist kein schlechterer Köder als ein Spinner, er fängt einen anderen Fisch über einen anderen Sinn.
Alle Köder im Vergleich
21 Köder, 5 SkalenKeine Zeile ist besser als die andere, sie tun Verschiedenes. Die Punkte sagen, wie laut ein Köder ist, wie schnell er läuft, wo er arbeitet und wie gut er im trüben und im kalten Wasser noch fängt.
-
Köderfisch Naturköder
Silhouette und Duft
- Druckwelle leise
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser sehr gut
-
Boilie Naturköder
Duft und Geschmack
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gering
-
Tauwurm Naturköder
Duft und Bewegung
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gut
-
Made Naturköder
Bewegung und Geschmack
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser sehr gut
-
Mais Naturköder
Geschmack und Sichtbarkeit
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser gut
-
Wattwurm Naturköder
Duft und Saft
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser sehr gut
-
Tigernuss Naturköder
Süße und Knirschen
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser gering
-
Forellenteig Naturköder
Duft und Farbe
- Druckwelle keine
- Tempo kriecht
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser gut
-
Pellets Naturköder
Öl und Duft
- Druckwelle keine
- Tempo liegt
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gut
-
Gummifisch Weichköder
Druck und Umriss
- Druckwelle laut
- Tempo mittel
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gut
-
Twister Weichköder
Rollende Bewegung
- Druckwelle leise
- Tempo kriecht
- Lauftiefe Grund
- Trübes Wasser gering
- Kaltes Wasser sehr gut
-
Fliege Weichköder
Umriss und Bewegung
- Druckwelle leise
- Tempo kriecht
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser kaum
- Kaltes Wasser gut
-
Popper Hartköder
Geräusch und Spritzer
- Druckwelle laut
- Tempo mittel
- Lauftiefe oben
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser kaum
-
Crankbait Hartköder
Breites Wackeln
- Druckwelle laut
- Tempo mittel
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gering
-
Wobbler Hartköder
Bewegung und Blitz
- Druckwelle deutlich
- Tempo mittel
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser gut
-
Jerkbait Hartköder
Ausbrechen und Pause
- Druckwelle deutlich
- Tempo mittel
- Lauftiefe flach
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser gut
-
Spinner Metallköder
Druckwelle und Blitz
- Druckwelle laut
- Tempo mittel
- Lauftiefe flach
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gering
-
Chatterbait Metallköder
Vibration und Klappern
- Druckwelle laut
- Tempo mittel
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gering
-
Spinnerbait Metallköder
Blitz und Druckwelle
- Druckwelle laut
- Tempo mittel
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser sehr gut
- Kaltes Wasser gering
-
Blinker Metallköder
Blitz und Taumeln
- Druckwelle deutlich
- Tempo zügig
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser gut
- Kaltes Wasser gering
-
Spoon Metallköder
Kippen und Blitz
- Druckwelle leise
- Tempo kriecht
- Lauftiefe mittel
- Trübes Wasser gering
- Kaltes Wasser sehr gut
Die Stufen ordnen ein, sie messen nicht. Was ein Köder im Wasser wirklich tut, hängt an Tempo, Schnur und Strömung, und dazu sagt jede Köder-Seite mehr.
Köder im Jahreslauf
Die Wassertemperatur entscheidet über den Köder mehr als der Kalender, und sie tut es an wenigen Schwellen. Unter 6 Grad stellen Hecht und Karpfen die Nahrungsaufnahme fast ein und stehen tief, die Forelle wird unter 4 Grad starr. Ab 10 Grad beginnen die Fänge auf Aal, ab 12 bis 13 Grad die ersten Bisse beim Barsch, die Schleie braucht 15. Über 20 Grad kehrt sich das um. Der Zander zieht in die Tiefe und in die Nacht, die Forelle frisst kaum noch, und über 23 Grad Oberflächentemperatur bleibt die Hechtrute eingepackt, weil ein Drill den Fisch töten kann.
Die vier Karten unten nennen je Jahreszeit die Köder, die für mindestens einen Zielfisch vorn liegen, der vielseitigste zuerst. Auffällig ist, wie selten ein Köder ganz aus der Box fliegt. Der Gummifisch steht im Januar wie im Juli dort, er wechselt nur Größe, Tempo und Tiefe, und genau diese drei Stellschrauben sind es, die der Finder oben je Jahreszeit anders dreht.
Frühjahr März bis Mai, Wasser 4 bis 15 Grad, steigend
Das Wasser erwärmt sich von oben und vom Ufer her. Alles, was frisst, steht flach und sonnig, und die Köder werden kleiner und langsamer als im Sommer, weil der Stoffwechsel erst anläuft.
Sommer Juni bis August, Wasser 18 bis 25 Grad
Warmes Wasser, viel Nahrung, träge Mittagsstunden. Gefangen wird in der Dämmerung und nachts, und der Köder darf jetzt groß, laut und schnell sein, weil er gegen viel natürliche Beute antritt.
Herbst September bis November, Wasser 18 bis 6 Grad, fallend
Die Fressphase vor dem Winter, für Räuber wie für Friedfische die beste Zeit des Jahres. Große Köder fangen große Fische, und mit jedem Grad weniger wandert alles tiefer.
Winter Dezember bis Februar, Wasser unter 6 Grad
Kaltes Wasser, wenig Bewegung. Der Fisch steht tief und nimmt nur, was ihm langsam und nah angeboten wird. Kleiner, leichter, tiefer, und lange Pausen sind jetzt die Führung.
Womit die Community fängt
Alles bis hierher ist Einordnung. Was folgt, ist Messung. Jeder Fang im CatchHub-Fangbuch trägt Köder, Zielfisch und Gewässer, und daraus lässt sich zählen, womit in Deutschland tatsächlich gefangen wird, statt zu schätzen. Die Zahlen unten wachsen mit jeder Meldung und werden täglich neu gerechnet.
Aus 86 gemeldeten Fängen
83 mit Köderangabe · 06/2019 bis 10/2026 · 32 Gewässer · Stand 10.10.2026Die meistgemeldeten Köder
Der Köder, der je Zielfisch vorn liegt
- Spiegelkarpfen17 Fänge Boilie 41,2 % Pop-Up 35,3 % Mais 11,8 %
Gezählt werden alle Fänge im CatchHub-Fangbuch, unabhängig von ihrer Sichtbarkeit und ohne Namen. Die Anteile der meistgemeldeten Köder beziehen sich auf alle gemeldeten Fänge, die je Zielfisch auf seine Fänge mit Köderangabe; ein Zielfisch bekommt seine Zeile ab 10 davon.
Was beim Köder rechtlich gilt
Vier Regeln betreffen den Köder selbst, unabhängig vom Gewässer. Der lebende Köderfisch ist in ganz Deutschland unzulässig, das folgt aus dem Tierschutzgesetz und steht in 14 Ländern zusätzlich im Fischereirecht. Wer ihn tot einsetzt, tötet ihn vorher fachgerecht, mit Kopfschlag und Kiemenschnitt. Lebende Würmer und Maden bleiben erlaubt, denn die Verbote betreffen Wirbeltiere.
Der Köderfisch kommt tot an den Haken
So sitzt ein Köderfisch am System. Zwei Drillinge an der Flanke, rund ein Drittel der Köderlänge auseinander, dazwischen das Stahlvorfach. Er lässt sich so werfen, ohne beim Wurf abzureißen, und du schlägst sofort an, sobald die Schnur zügig abläuft, statt den Fisch schlucken zu lassen.
Woher der Fisch stammen darf, regelt dein Bundesland. 8 der 16 Länder binden ihn an das Gewässer, in dem du angelst, die übrigen nicht, und die Ausnahme für Tiefkühlware gilt nur dort, wo sie ausdrücklich steht. Was bei dir gilt, sagt die Fischereiverordnung deines Landes und dein Erlaubnisschein.
Tot, mit Kopfschlag und Kiemenschnitt. Die Herkunft regelt das Bundesland. AI-Bild
Das Anfüttern regeln die Länder und darunter die Vereine. Berlin hat es 2025 eng begrenzt, andere Länder überlassen es der Gewässerordnung, und an vielen Vereinsgewässern ist die Menge je Tag festgelegt. Der Erlaubnisschein steht über allem, was hier steht.
An Forellenanlagen gilt die Hausordnung des Betreibers. Sie schließt regelmäßig Gummiköder, Drillinge oder Widerhaken aus, und sie ist Teil des Vertrags, den du mit der Tageskarte eingehst.
Blei ist die vierte Regel und die einzige mit Verfallsdatum. Die EU beschränkt den Verkauf von Bleigewichten zum Angeln, mit Fristen ab Inkrafttreten der Verordnung. Was davon heute gilt und was noch aussteht, steht mit Quelle und Stand auf der Seite der Grundmontage.
Die Köderbox für den Anfang
Für den Anfang reichen 8 Sorten statt 40 Köder, und mit ihnen lässt sich an jedem Gewässer in Deutschland fischen. Die Liste unten deckt Fried- und Raubfisch ab, Fluss und See, Sommer und Winter. Alles Weitere kommt mit dem Gewässer, und die Seite jedes Köders sagt, wann er dran ist.
Die Köderbox für den Anfang
0 von 8Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Häufige Fragen zu Angelködern
11 FragenNaturköder oder Kunstköder, was ist besser für Anfänger?
Naturköder. Ein Tauwurm an der Pose oder am Grund fängt ohne Führung, und der erste Biss kommt meist am ersten Tag. Kunstköder verlangen Wurf, Tempo und Tiefe zugleich, und sie belohnen erst, wenn alle drei stimmen. Ein Spinner in Größe 2 ist der beste Einstieg in die zweite Familie, weil er bei jedem Tempo arbeitet.
Welcher Köder fängt alle Fische?
Der Tauwurm kommt dem am nächsten. Er fängt Aal, Barbe, Karpfen, Schleie, Brasse, Rotauge, Barsch, Döbel und Forelle, weil er Bewegung und Duft zugleich liefert. Nur Hecht und Zander lassen ihn meist liegen, für die braucht es Fisch oder Gummi.
Welcher Köder ist der beste für Hecht?
Ein Gummifisch ab 15 cm mit kräftiger Schaufel, im Herbst und Winter der tote Köderfisch an der Pose. Dazu fangen Wobbler, Blinker mit 15 bis 30 g und Jerkbaits im flachen Wasser. Größe und Tempo entscheiden, die Farbe kaum, und ohne Stahl- oder Titanvorfach geht kein Köder ins Wasser.
Welcher Köder ist der beste für Zander?
Ein schlanker Gummifisch von 10 bis 14 cm am Jigkopf, über Grund gesprungen. Gleichauf liegt der tote Köderfisch am Grund, im Winter liegt er sogar vorn. Nachts im Sommer fängt ein schlanker Wobbler flach am Ufer. Das enge Maul des Zanders verlangt kleine Köder, große kosten Bisse.
Welcher Köder ist der beste für Barsch?
Kleine Gummiköder von 5 bis 8 cm, der Spinner in Größe 1 bis 3 und kleine Wobbler. Im Winter der Twister am Drop-Shot, fast ohne Bewegung, und an den Tagen, an denen kein Kunstköder geht, ein Wurmstück oder ein Madenbündel an der Pose.
Welcher Köder ist der beste für Forelle?
Am Forellensee der Spoon mit 1 bis 5 g, der Sbirolino mit Bienenmade oder Teig und der Spinner in Größe 1 bis 2. Im Bach der Spinner quer zur Strömung und nach Regen der halbe Tauwurm. Klein, leicht und langsam gewinnt bei der Forelle fast immer, und die Hausordnung der Anlage entscheidet, was erlaubt ist.
Welcher Köder ist der beste für Karpfen?
Der Boilie am Haar, ab 18 mm, weil er in kein Rotaugenmaul passt. Daneben Mais und ein Bündel Tauwürmer, im Frühjahr oft vor jedem Boilie. Im Winter unter 6 Grad ein einzelner kleiner Köder ohne Futterteppich.
Welche Köderfarbe fängt am besten?
Die mit dem größten Kontrast zum Licht, und das ist je nach Wasser eine andere. Über 2 m Sicht natürliche Töne, bei 1 bis 2 m ein heller Körper oder ein greller Schwanz, unter 1 m Chartreuse, in der Dämmerung Schwarz oder Weiß. Unter 30 cm Sicht entscheidet die Schaufel und nicht mehr die Farbe.
Ist es erlaubt, mit lebendem Köderfisch zu angeln?
Nein, im Ergebnis nirgends in Deutschland. Die Grundlage ist das Tierschutzgesetz, 14 Länder haben es zusätzlich ausdrücklich in ihr Fischereirecht geschrieben. Der Köderfisch wird vor dem Anködern getötet, und woher er stammen darf, regelt dein Bundesland.
Wie groß muss ein Köder sein?
So groß wie das Maul des Fisches es zulässt, und das ist bei Räubern größer, als die meisten denken. Ein Hecht von 80 cm nimmt einen Köderfisch von 18 cm. Der Zander hat das engste Maul und bleibt bei 10 bis 14 cm, der Barsch bei 5 bis 8 cm. Bei Friedfischen sortiert die Größe den Beifang aus, ein Boilie ab 18 mm passt in kein Rotaugenmaul.
Darf ich mit jedem Köder überall angeln?
Nein. Der Erlaubnisschein deines Gewässers kann Köder ausschließen, Forellenanlagen verbieten regelmäßig Gummiköder, Drillinge oder Widerhaken, und das Anfüttern ist je Land und Verein begrenzt. Lebende Köderfische sind überall unzulässig. Lies den Schein, bevor du die Box öffnest.
Quellen und Stand
8 Quellen-
Technische Universität München: Fische hören Strömungen Wie die Seitenlinie Druckwellen wahrnimmt. Grundlage für die Skala „Druckwelle" im Vergleich. Abgerufen am 12.09.2026
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Tierschutzgesetz § 1: Grundsatz Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen zufügen. Daraus folgt der Ausschluss des lebenden Köderfischs. Abgerufen am 12.09.2026
-
Tierschutzgesetz § 4: Töten von Wirbeltieren Betäuben, dann töten, vor dem Anködern. Abgerufen am 12.09.2026
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Kuparinen, Klefoth und Arlinghaus: Beeinflusst das Wetter den Fangerfolg? (Döllnsee-Studie) Fangrate beim Hecht sinkt zwischen 14 und 24 Grad mit jedem Grad. Grundlage der Temperaturschwellen im Jahreslauf. Abgerufen am 12.09.2026
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Chen et al. 2012: Effect of Water Temperature on Feeding Rhythm in Common Carp Nahrungsaufnahme des Karpfens je Wassertemperatur, von 6 bis 28 Grad. Abgerufen am 12.09.2026
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Landesfischereiordnung Berlin, Paragraf 18 Beispiel für eine Landesregel zum Anfüttern, Novelle 2025. Abgerufen am 12.09.2026
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DAFV: EU-Bleibeschränkung für Angelgeräte, aktueller Stand Verkaufsbeschränkung mit Fristen, kein Verwendungsverbot. Abgerufen am 12.09.2026
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CatchHub: Schonzeiten und Mindestmaße je Bundesland Die Schonzeit-Zeilen im Finder werden aus diesen 16 Tabellen gerechnet, nicht abgeschrieben.
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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