Raubfisch Hecht
Hecht angeln: Standplätze, Köder und die beste Zeit
Wer Hecht angeln will, sucht die Stelle, an der er wartet, und die hängt an der Wassertemperatur, nicht am Kalender. Hier rechnest du aus, wo er heute steht, was du dranhängst und ob er in deinem Bundesland gerade geschont ist.
Hecht heute, 11. Oktober
Sonnenzeiten für Kassel, die Mitte Deutschlands. In Görlitz geht die Sonne heute rund 36 Minuten früher unter als in Aachen.
Die Antwort in 30 Sekunden
- Der Hecht steht an Kanten mit Deckung, meist 1 bis 3 Meter vor dem Schilf. Das freie Wasser meidet er, nur im Sommer folgt ihm in großen Seen ein Teil hinter dem Weißfisch.
- Sein Platz folgt der Wassertemperatur und ihrer Richtung, im Frühjahr flach in der Bucht, bei 10 bis 18 Grad an Krautkante und Totholz, im Sommer im Kraut, im Winter ufernah oder in den tiefen Löchern der Talsperre.
- Die stärksten Wochen sind die ersten zwei bis drei nach der Schonzeit, die meisten Fische bringen Oktober und November, und am Tag zählen beide Dämmerungen, abends die letzte Stunde vor Sonnenuntergang, morgens die erste danach.
- Ein Gummifisch von 12 bis 25 cm je nach Jahreszeit fängt am zuverlässigsten. Das Vorfach ist Stahl ab 9 Kilo oder Titan, Hardmono ab 0,80 mm nur ein Kompromiss für klares Wasser.
- Ab 20 Grad Wassertemperatur wird kurz gedrillt und im Wasser abgehakt, ab 23 Grad lässt du den Hecht in Ruhe.
- Standplatz
- Kante mit Deckung, 1 bis 3 m vor dem Schilf
- Beste Wochen
- die ersten 2 bis 3 nach der Schonzeit, dazu Oktober und November
- Beste Zeit
- die Dämmerung, abends wie morgens, im Winter mittags
- Vorfach
- Stahl ab 9 kg oder Titan ab 10 kg
Der Hecht lauert, also suchst du seinen Platz
Der Hecht jagt aus dem Hinterhalt. Er steht regungslos in der Deckung, den Kopf zum offenen Wasser, und schlägt auf 2 Meter zu, wenn ein Rotauge die Kante entlangzieht.
Du suchst also die Stelle, an der er wartet, und die ist erstaunlich oft dieselbe wie letzte Woche. Sie braucht drei Dinge zugleich.
-
Deckung
Kraut, Seerosen, Totholz, eine Steinpackung oder ein versunkener Baum, aus dem er beobachten kann.
-
Kante
Der Übergang vom Flachen ins Tiefe, der Rand eines Krautfelds, die Strömungskante hinter einer Buhne.
-
Beute
Weißfische, die genau diese Kante benutzen. Fehlt eins der drei, steht der Hecht woanders.
Die Fische stehen 1 bis 3 Meter vor dem Schilf, nicht darin.
Der erste Wurf geht deshalb an die Linie davor. Wo Kraut wächst, bringen Lücken und Kanten mehr als die dichteste Stelle. Die freie Fläche ohne Kontur ist der schlechteste Wurf am ganzen See. Ein Ufer, das auf 100 Metern gleich tief und gleich kahl bleibt, hält keinen Hecht. Die Ausnahme ist der Hochsommer in großen Seen, wenn Weißfischschwärme ins Freiwasser ziehen und ein Teil der Hechte hinterher.
Die Linie zwischen Kraut und offenem Wasser ist der wichtigste Meter am ganzen See. Der Hecht liegt in der Deckung und schaut hinaus, die Beutefische ziehen an der Kante entlang. Der Köder läuft deshalb parallel zur Kante statt quer hindurch, und der erste Wurf geht 1 bis 3 Meter vor das Schilf.
Krautkante am Flachwasser, früher Morgen. KI-Bild.- 150 cmLänge, die ein Hechtweibchen erreichen kann
- 6 bis 9 °CWassertemperatur, bei der der Hecht laicht
- 2 TageAngeldruck der zwei Vortage, der stärkste Effekt am Kleinen Döllnsee
- 1 bis 3 mvor dem Schilf steht er, nicht in den Halmen
Wassertemperatur schlägt Kalender
Wo der Hecht steht, entscheidet die Wassertemperatur und ob sie gerade steigt oder fällt.
Ein flacher Weiher ist dem tiefen Baggersee im Frühjahr drei Wochen voraus. Nach dem Kalender bist du an einem der beiden immer zu spät, nach dem Thermometer nie. Bei 6 bis 9 Grad laicht er, so steht es im Hecht-Eintrag. Im Sommer steht er im Kraut und im Winter näher am Ufer im Röhricht, das hat die Telemetrie am Kleinen Döllnsee in Brandenburg gemessen.
Normaler DrillFoto im Wasser oder auf nasser Matte, höchstens 30 Sekunden an der Luft.
Schematischer Querschnitt eines Sees, Tiefen überhöht. Der gestrichelte zweite Platz gilt für große, tiefe Seen und Talsperren. Die Bänder sind Erfahrungswerte, keine Grenzen auf das Zehntel.
Alle Temperaturbänder als Tabelle
| Wasser | Wo der Hecht steht | Wie du führst |
|---|---|---|
| unter 6 °C | Im flachen See näher am Ufer, an Schilf und Röhricht, in Talsperren und tiefen Seen auch in den Löchern bis 20 m | Langsam, knapp über Grund, Stopps von 4 bis 6 Sekunden |
| 6 bis 10 °C | Im Frühjahr flache, aufgewärmte Buchten in 0,5 m Wasser, 2 bis 3 m vom Uferim Herbst Kanten in 3 bis 6 m, dort, wo die Weißfische stehen | Flach, langsam und gleichmäßigim Herbst am Grund der Kante, große Köder, lange Pausen |
| 10 bis 18 °C | Im Frühjahr Krautkanten, der Übergang ins Tiefe, Totholzim Herbst der Übergang ins Tiefe und die Kanten, das Kraut fällt zusammen | Normales Tempo, Pausen von 2 bis 3 Sekunden |
| 18 bis 23 °C | Im Kraut und im Schatten, in großen, tiefen Seen auch über der Sprungschicht hinter dem Weißfisch | In der Dämmerung, flach über dem Kraut oder an der Oberfläche |
| ab 23 °C | Träge, im Schatten und an der Sprungschicht, wo das Wasser kühler ist | Heute nicht gezielt auf Hecht angeln |
Die Fangstudie vom selben See, von der im Kapitel zum Wetter die Rede ist, zählte zwischen 14 und 24 Grad mit jedem Grad weniger Bisse. Die Wassertemperatur ist damit die erste Zahl, die du vor dem Losfahren anschaust. Für viele Gewässer zeigt CatchHub sie auf der Gewässerseite, gemessen, wo es eine Messstelle gibt, sonst geschätzt.
Die Stellen in der Reihenfolge der Würfe, für See, Fluss und Kanal
Jeder Gewässertyp hat seine Liste, und die Reihenfolge ist die Reihenfolge deiner Würfe.
Was nicht nummeriert ist, lässt du aus, bis die nummerierten Stellen leer sind. Im Fluss sieht die Liste anders aus als beim Zander, der am Buhnenkopf steht, wo der Hecht selten ist.
See
Kraut, Kante, Totholz
Am See ist die Liste kurz, und die Reihenfolge ist fest.
- Krautkante Die Linie zwischen Kraut und offenem Wasser, der Köder läuft parallel dazu.
- Übergang ins Tiefe Wo die Scharkante abfällt, ziehen die Weißfische entlang.
- Totholz Jeder versunkene Baum hält oft einen Fisch, der Wurf geht dicht an die Äste.
- Stege und Zuläufe Schatten und Nahrung, zuletzt abwerfen.
- Freiwasser Nur im Sommer, sobald Weißfisch an der Oberfläche zieht.
Fluss
Buhnen, Altarme, Wehre
Im Fluss ist die Liste länger, und die Reihenfolge ist eine andere als beim Zander.
- Hintere Buhnen Die mit wenig Strömungsdruck. Am Buhnenkopf steht der Zander, der Hecht selten.
- Altarme Hechtwasser wie ein See, und aus dem Fluss rücken Fische nach.
- Unter dem Wehr Im Rückstrom unter dem Wehr, seitlich vom harten Schuss. Direkt am Wehr und an Fischwegen liegt oft ein Sperrbereich.
- Zuflüsse und Einläufe Nahrung und im Frühjahr wärmeres Wasser, zu erkennen an der Eintrübung.
- Kurven mit Loch Ausgespülte Löcher halten im Winter die Fische, die im Sommer an den Kanten standen.
- Fahrrinnenkante Im Strom die Linie, an der sich Tiefe und Beute treffen.
Kanal
zwei Stellen, der Rest ist leer
Im Kanal tragen fast immer zwei Stellen. Der Rest ist gleichförmig, und gleichförmig heißt beim Hecht leer.
- Steinpackung trifft Spundwand Der Übergang zwischen beiden ist die einzige Kontur weit und breit.
- Jeder Einlauf Bringt Nahrung, Trübung und Strömung in das stehende Wasser.
Schematische Draufsichten, die Zahlen sind die Reihenfolge der Würfe. Am See ist Stelle 5 nur im Sommer eine Stelle.
Vier Phasen im Jahr, und die beste beginnt mit dem Ende der Schonzeit
Die stärksten Wochen des Jahres sind die ersten zwei bis drei nach der Schonzeit, die meisten Fische bringen Oktober und November.
Nach dem Laichen ist der Hecht ausgelaugt und hungrig und steht flach in den aufgewärmten Buchten. Im Sommer steht er im Kraut, im Herbst frisst er sich Reserven an, im Winter frisst er selten, dafür gern groß. Wann deine besten Wochen beginnen, hängt am Bundesland.
nach der Schonzeit, je Land April bis Juni
Saisonstart
Der Hecht ist ausgelaugt und hungrig und steht flach. Die ersten zwei bis drei Wochen sind die besten des ganzen Jahres.
- Stand
- aufgewärmte Buchten, 0,5 m Wasser, 2 bis 3 m vom Ufer
- Köder
- flach laufend, langsam und gleichmäßig
Juni bis August
Sommer
Er steht im Kraut und im Schatten, in großen, tiefen Seen folgt ein Teil dem Weißfisch ins Freiwasser. Gefischt wird in der Dämmerung, ab 23 Grad an der Oberfläche bleibt die Hechtrute im Auto.
- Stand
- Kraut, in großen Seen auch über der Sprungschicht
- Köder
- Wobbler 9 bis 14 cm, Gummi 12 bis 15 cm
September bis November jetzt
Herbst
Die Krautfelder brechen zusammen, und der Hecht frisst sich Reserven an. Oktober und November bringen die meisten Fische und die größte Chance auf den Fisch des Jahres.
- Stand
- Kanten in 3 bis 6 m
- Köder
- Gummi 16 bis 25 cm, Jerkbait 14 bis 18 cm
Dezember bis zur Schonzeit
Winter
Der Stoffwechsel fährt herunter. Er frisst nur alle paar Tage, dafür gern groß, und seine Winterplätze wiederholen sich jedes Jahr.
- Stand
- im flachen See ufernah, in der Talsperre die tiefen Löcher
- Köder
- 20 cm und mehr, langsam
Je nach Land ist der Hecht frühestens ab 1. Januar und spätestens bis 31. Mai geschont. Die besten Wochen beginnen zwischen dem 1. April und dem 1. Juni.
Schonzeit aus der Landesverordnung (Hauptregel, Sonderregeln im Kapitel Schonzeiten). Beißphase redaktionell, schraffiert die Monate, in denen in mindestens einem Land Schonzeit ist. Meldungen aus CatchHub, Stand 10.10.2026, sie zeigen, wann gefangen und gemeldet wird. Nach einem warmen Winter ist der Hecht zum Saisonstart oft schon aus dem Flachen heraus.
Wann die Saison wo beginnt
- 1. AprilBrandenburg
- 16. AprilHessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein
- 1. MaiBayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
- 16. MaiBaden-Württemberg und Bremen
- 1. JuniHamburg, Rheinland-Pfalz und Saarland
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es im Binnenland keine Schonzeit für den Hecht, an der Küste gilt eine vom 1. März bis 30. April. Ob dein Verein oder Pächter strenger ist, steht in deinem Erlaubnisschein.
Was die Studie vom Döllnsee über das Wetter verrät
Am stärksten wirkt der Angeldruck der zwei Vortage. Dämmerung, Wind und kühleres Wasser erhöhen die Fangrate, der Mond nur schwach, der Luftdruck gar nicht.
Fast alles, was über Hechtwetter geschrieben wird, ist Überlieferung. Die am besten belegte Studie dazu stammt vom Kleinen Döllnsee in Brandenburg. Forscher haben dort nach festem Protokoll geangelt, jeden Hecht je Angelstunde gezählt und zurückgesetzt und das mit Wetter, Licht und Mond verglichen (Kuparinen, Klefoth und Arlinghaus 2010).
- Angeldruck der zwei VortageDer stärkste Effekt. Viel Betrieb an den zwei Tagen davor senkte die Fangrate deutlich.
- WassertemperaturZwischen 14 und 24 Grad sank die Fangrate mit jedem Grad.
- DämmerungAm meisten Bisse bei tief stehender Sonne, weniger bei zunehmendem und bei abnehmendem Licht.
- WindMehr Wind, mehr Bisse. Die Richtung spielte keine Rolle.
- Voll- und NeumondEtwas höher, der schwächste der belegten Effekte.
- LuftdruckWeder sein Wert noch seine Änderung hatten einen messbaren Einfluss.
Quelle: Kuparinen, Klefoth, Arlinghaus (2010), Fisheries Research 105.
Die Regel „vor der Front beißt es" ließ sich am Hecht nicht bestätigen. Der Luftdruck hatte weder mit seinem Wert noch mit seiner Änderung einen messbaren Einfluss. Was an Fronttagen wirkt, ist der Wind.
Den stärksten Effekt hatte etwas, das kein Wetterbericht kennt, der Angeldruck der zwei Vortage. Viel Betrieb an den zwei Tagen davor senkte die Fangrate deutlich. Ein späterer Versuch am selben See zeigte, dass die Hechte nach 7 Tagen Befischung gelernt hatten, die Köder zu meiden. An einem viel befischten Vereinssee legst du deinen Tag deshalb auf Mittwoch bis Freitag, nicht auf den Montag nach dem Wochenende.
- Mo hoch
- Di mittel
- Mi niedrig
- Do niedrig
- Fr niedrig
- Sa mittel
- So hoch
Schematisch, mit viel Betrieb am Wochenende. Wo unter der Woche gefischt wird, verschiebt sich das Bild.
Zwei Dämmerungen, eine Mittagsstunde und die Nacht
Der Hecht ist Sichtjäger, und sein Tag hat zwei Spitzen, dort, wo sich das Licht ändert.
Am meisten bringen die beiden Dämmerungen. Am Kleinen Döllnsee war die Fangwahrscheinlichkeit dort am höchsten und sank, je heller oder dunkler es wurde. In den Meldungen in CatchHub liegt der Abend vorn, deshalb steht die letzte Stunde vor Sonnenuntergang zuerst und die erste nach Sonnenaufgang als zweiter Termin. Im kalten Wasser von Dezember bis Februar kippt das Bild auf die Mittagsstunden. Nachts beißt er seltener, an stark beangelten Gewässern fressen die großen Fische aber oft in den ersten Stunden nach Sonnenuntergang, wo Nachtangeln erlaubt ist. Große, langsam geführte Köder mit viel Druck sind dann die Wahl.
Heute geht die Sonne um 07:39 auf und um 18:40 unter. Am meisten Bisse bringt die tief stehende Sonne, abends die letzte Stunde vor Sonnenuntergang, 17:40 bis 18:40 Uhr, morgens die erste danach, 07:39 bis 08:39 Uhr. Nachts beißt der Hecht seltener, an stark beangelten Gewässern aber oft in den ersten Stunden nach Sonnenuntergang.
- bestes Fenster
- stark
- mittel
- ruhig
- Nacht heute
- jetzt
Meldungen je Stunde
- 7Meldungen
- 6Reviere
- 69 cmgrößter Hecht
Stand 10.10.2026, Zeitraum 08/2026 bis 09/2026. Die Meldungen zeigen, wann und womit Hechte gefangen und gemeldet werden. Weil niemand Tage ohne Fang meldet, sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Hechte aus der Community
Hechtköder: erst Größe, dann Tiefe, dann Tempo, zuletzt Farbe
Die Größe entscheidet, ob der Hecht den Köder überhaupt als Beute einordnet, die Farbe kommt ganz zum Schluss.
Danach zählt die Tiefe, in der er läuft, und das Tempo, das zur Wassertemperatur passt. Bevor du die Farbe wechselst, wechselst du den Ködertyp. Ein Hecht, der dem Gummi nicht folgt, folgt oft dem Jerkbait oder dem Blinker.
- 1GrößeGummifisch 16 bis 25 cmmit Angstdrilling, beweglich am Öhr
- 2Tiefe und Strömung, also Kopf und Wartezeit14 bis 34 g14 bis 20 g für 16 cm, 26 bis 34 g für 25 cm, rund 3 bis 5 Sekunden bis zum Grund
- 3Temponormales Tempo, Pausen von 2 bis 3 Sekunden
- 4Farbe
- Barsch
- Rotauge
- Weißfisch
- Haken
- Größe 5/0 bis 8/0
- Statt Gummi
- Jerkbait 14 bis 18 cm
- Köderfisch
- toter Köderfisch 15 bis 20 cm
- Vorfach
- Stahl ab 9 kg, 30 bis 50 cm, als Kompromiss im klaren Wasser Hardmono ab 0,80 mm, zum Jerkbait Titan
Größen nach Jahreszeit aus der Erfahrung am Wasser. Kopfgewicht und Haken nach der Regel des Gummifisch-Rechners. Das Gewicht hängt an Ködergröße und Strömung, die Tiefe ändert vor allem die Wartezeit bis zum Grund.
Gummifisch am Jigkopf, 12 bis 25 cm
Der verlässlichste Hechtköder, im Sommer 12 bis 15 cm, im Herbst bis 25. Anheben, absinken lassen, der Biss kommt meist in der Absinkphase, deshalb bleibt die Schnur dabei gespannt. Ab 15 cm Köderlänge gehört ein beweglicher Angstdrilling dazu, sonst gehen die kurzen Bisse von hinten verloren.
Flachlaufender Wobbler, 9 bis 14 cm
Für Krautfelder, Seerosen und flache Buchten, in denen ein Jig nach 2 Metern hängt. Läuft in 0,5 bis 1,5 Metern über der Deckung und holt den Hecht heraus. Im Frühjahr nach der Schonzeit die erste Wahl.
Jerkbait, 14 bis 18 cm
Der stärkste Reizauslöser für große Fische, aber kein Anfängerköder. Er schlägt seitlich aus, bleibt stehen und provoziert den Biss aus Aggression. Läuft höchstens 3 Meter tief und verlangt eine kurze, harte Rute mit Multirolle.
Spinnerbait und Chatterbait
Kommen durch Deckung, in der alles andere hängen bleibt: Krautlücken, versunkene Äste, Seerosenränder. Der Draht schützt den Haken, die Vibration ruft den Hecht auch aus trübem Wasser.
Blinker und Spinner
Unterschätzt, weil unmodern. Ein Blinker taumelt beim Absinken und fängt die trägen Winterhechte, die einem schnellen Gummi nicht folgen. Der Spinner ist die einfachste Art, im Frühjahr flach und gleichmäßig zu bleiben.
Toter Köderfisch, 10 bis 20 cm
An der Pose oder auf Grund, wenn Kunstköder nichts mehr bringen. Mit Einzelhaken kommt der Anhieb, sobald die Schnur läuft, mit zwei Drillingen nach 2 bis 5 Sekunden, nie nach mehr als 10. Lebender Köderfisch ist in Deutschland verboten.
Der Kopf passt.Er sinkt so schnell, wie es für Tiefe und Strömung richtig ist, und die Absinkphase ist lang genug für den Biss.
Der häufigste Fehler beim Gummifisch ist ein zu schwerer Kopf. Der Köder fällt wie ein Stein, der Hecht sieht ihn eine halbe Sekunde, und die Absinkphase, in der die meisten Bisse kommen, gibt es gar nicht. Richtig ist rund eine Sekunde je Meter, und schwerer wird der Kopf mit der Größe des Köders und mit der Strömung, kaum mit der Tiefe.
Beim Jiggen sollte der Winkel zwischen Schnur und Wasseroberfläche über 30 Grad liegen, sonst spürst du den Biss beim Absinken nicht. Ein Gummifisch von 15 cm mit 14 bis 18 g ist in 4 Metern stehendem Wasser der Allrounder, mit dem du an den meisten Seen anfangen kannst.
Vorfach, Rute, Schnur: wo es nicht billig sein darf
Ein Hecht, der den Köder quer nimmt, hat eine ungeschützte Schnur in einer Sekunde durch. Hechtsicher sind Stahl ab 9 Kilo und Titan.
Dünnere Stahllitze ist eine Versicherung beim Zanderangeln, falls ein Hecht einsteigt. Fürs gezielte Hechtangeln ist sie zu schwach. Hardmono und Fluorocarbon ab 0,80 mm sind ein Kompromiss für klares Wasser, ein großer Hecht kann sie beim Kopfschütteln durchbeißen, und dünner hält es nicht.
Stahl 1x7
hechtsicher ab9 kg
- Länge
- 30 bis 50 cm
- Wofür
- Gummi, Blinker, Spinner
Bei jedem Knick wechseln.
Stahl 7x7
hechtsicher ab9 kg
- Länge
- 30 bis 50 cm
- Wofür
- weich, für kleine Köder, am Köderfisch 50 cm
Bei jedem Knick wechseln.
Titan
hechtsicher ab10 kg
- Länge
- 20 bis 40 cm
- Wofür
- Jerkbait, verfängt sich nicht
Bricht nach langem Gebrauch ohne Vorwarnung.
Hardmono, Fluorocarbon
Kompromiss ab0,80 mm
- Länge
- 40 bis 60 cm
- Wofür
- Kompromiss im klaren Wasser, Wobbler
Nach jedem Fisch auf Riefen prüfen und kürzen.
Vier Materialien, ein Zweck. Die Schnur muss die Zähne überleben. Stahl ab 9 Kilo ist die sichere Wahl für Gummi und Blinker, Titan bleibt gerade und passt zum Jerkbait. Hardmono ab 0,80 mm ist im klaren Wasser unauffälliger, bleibt aber ein Kompromiss und will nach jedem Fisch geprüft und gekürzt werden.
Stahl 1x7, Stahl 7x7, Titan und Hardmono 0,80 mm im Vergleich. KI-Bild.Das Gerät dazu
- 1Spinnrute2,40 bis 2,70 m, 40 bis 80 g Wurfgewicht, für Köder über 20 cm mehr als 100 g
- 2Jerkrute1,70 bis 1,90 m, kurz und hart, mit Multirolle
- 3RolleGröße 3000 bis 4000, 150 bis 200 m Schnur
- 4SchnurGeflecht mit 10 bis 15 kg Tragkraft, beim Ansitz Mono 0,33 bis 0,40 mm
- 5Keschergummiert, ab 70 cm Bügel
- 6Abhakenlanger Hakenlöser, Seitenschneider, Maßband
Toter Köderfisch an Pose und Grund
Wenn Kunstköder nichts bringen, bringt der tote Köderfisch oft noch einen Fisch, vor allem im Winter und an stark beangelten Gewässern.
Handlang ist die Richtgröße, im Sommer 10 bis 20 cm, im Winter 20 cm und mehr. Lebender Köderfisch ist in Deutschland verboten, meist ausdrücklich in der Landesverordnung, sonst über das Tierschutzgesetz. Woher der tote Köderfisch stammen darf, regeln manche Länder zusätzlich.
Grundmontage mit Laufblei, Perle und Wirbel. Beim Hecht ist das Vorfach 50 cm Stahl.
- Schwimmblase anstechen mit der Ködernadel, damit der Fisch nicht aufschwimmt.
- Pose oder Grund, die Pose trägt den Köder sicher knapp über dem Kraut, auf Grund liegt er mit Laufblei an der Kante.
- 50 cm Stahl als Vorfach, in beiden Fällen.
- Mit Einzelhaken kommt der Anhieb, sobald die Schnur läuft, mit zwei Drillingen nach 2 bis 5 Sekunden, je größer der Köder, desto später, nie nach mehr als 10 Sekunden.
- Mit Circle-Hook entfällt der Anhieb, du kurbelst nur an, und der Haken dreht sich in den Maulwinkel.
Wie lang der Köderfisch sein darf, welches System und welche Hakengröße dazu gehören, rechnet der Eintrag Köderfischmontage für deinen Köder aus.
Vom Ufer: Wathose, Wurffächer und der Nachläufer
Die meisten Hechte werden vom Ufer gefangen, und das wichtigste Stück dafür ist keine Rute, sondern die Wathose.
Sie bringt dich hinter das Schilf und vor die Krautkante, an die du sonst nicht herankommst. Danach entscheidet die Reihenfolge der Würfe, ob die Fische vor deinen Füßen noch da sind.
- Ufernah zuerst, bevor ein weiter Wurf die Fische 3 Meter vor dir verscheucht.
- Parallel zum Ufer, die Rute angehoben, damit der Köder nicht in die Steine läuft.
- Dann in Schritten von 20 Grad nach außen, Wurf 3 bis 6, danach die andere Seite.
Schematisch. Halte den Köder lieber zu hoch als zu tief, denn ein Hecht steigt zu einem Köder über sich auf und folgt einem tief laufenden selten nach unten.
Der Nachläufer vom Ufer
Die liegende Acht ist eine Bootstechnik. Sie braucht 30 bis 40 cm Schnur bis zur Spitze, und vom flachen Ufer mit einer 2,70-Meter-Rute gelingt sie kaum, vom Steg oder beim Waten schon eher.
- Weiterkurbeln
Langsam, nie stoppen, solange er folgt.
- Reiz einbauen
Einen Spinnstopp oder einen Richtungswechsel kurz vor dem Ufer.
- Punkt merken
10 Minuten später wirfst du dieselbe Stelle mit einem anderen Ködertyp an. Ein Teil dieser Fische beißt beim zweiten Mal.
Mehr dazu, mit Uferstrecken für jede Jahreszeit, steht im Ratgeber Hecht vom Ufer.
Schonzeit und Mindestmaß in allen 16 Bundesländern
Die Schonzeit beginnt nach der Hauptregel der Länder zwischen dem 1. Januar und dem 15. Februar und endet zwischen dem 31. März und dem 31. Mai, das Mindestmaß liegt zwischen 40 und 60 cm.
Mecklenburg-Vorpommern kennt im Binnenland keine Schonzeit. Hamburg setzt ein Entnahmefenster bis 75 cm, Hessen ein Höchstmaß von 90 cm, dort gehen die großen Rogner zurück. Verein und Pächter dürfen überall strenger sein. Die Tabelle rechnet den Stand für heute.
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BW Baden-Württemberg 15. Feb. bis 15. Mai50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen. Im Main 1. Februar bis 30. April.
Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg, § 1, Stand 18. Januar 2022. Alle Schonzeiten in Baden-Württemberg
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BY Bayern 15. Feb. bis 30. Apr.50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen.
Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Fischereigesetzes, Anlage zu den §§ 11, 14, 22, 27 und 32, Stand 10. April 2025, in Kraft seit 1. Juni 2025. Alle Schonzeiten in Bayern
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BE Berlin 1. Jan. bis 30. Apr.45 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 82 Tagen. Die Schonzeit gilt, soweit mit der Handangel nachgestellt wird.
Berliner Landesfischereiordnung, § 8 mit den Anlagen 1 und 2, Stand 27. Oktober 2025. Alle Schonzeiten in Berlin
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BB Brandenburg 1. Feb. bis 31. März45 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen. Gilt für die Handangel. Für Geräte der Erwerbsfischerei legt der Hegeplan vier zusammenhängende Wochen fest.
Fischereiordnung des Landes Brandenburg, Anlage zu § 2 Abs. 1, Stand 5. März 2024. Alle Schonzeiten in Brandenburg
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HB Bremen 1. Feb. bis 15. Mai60 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen.
Bremische Binnenfischereiverordnung, §§ 2 bis 4, Stand 30. September 2011. Alle Schonzeiten in Bremen
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HH Hamburg 1. Feb. bis 31. Mai45 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen. Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens zwei Fische am Tag.
Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Fischerei- und Angelgesetzes, Anlagen 1 und 2, Stand 1. Februar 2022. Alle Schonzeiten in Hamburg
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HE Hessen 1. Feb. bis 15. Apr.50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen. Höchstmaß 90 cm.
Hessische Fischereiverordnung, § 1 und § 2, Stand 16. Dezember 2025. Alle Schonzeiten in Hessen
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MV Mecklenburg-Vorpommern keine Schonzeit45 cm
Keine Schonzeit. An der Küste 50 cm, Schonzeit 1. März bis 30. April, höchstens drei am Tag.
Binnenfischereiverordnung und Küstenfischereiverordnung M-V, Stand 27. Januar 2011 im Binnenland und 21. Januar 2022 an der Küste. Alle Schonzeiten in Mecklenburg-Vorpommern
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NI Niedersachsen 1. Feb. bis 15. Apr.40 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen.
Binnenfischereiordnung Niedersachsen, §§ 2 bis 4, Stand 22. Dezember 2005. Alle Schonzeiten in Niedersachsen
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NW Nordrhein-Westfalen 15. Feb. bis 30. Apr.45 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen.
Landesfischereiverordnung Nordrhein-Westfalen, §§ 1 bis 3, Stand 3. Juli 2026. Alle Schonzeiten in Nordrhein-Westfalen
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RP Rheinland-Pfalz 1. Feb. bis 31. Mai50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen.
Landesfischereiordnung Rheinland-Pfalz, §§ 17 und 20, Stand 11. Februar 2026. Alle Schonzeiten in Rheinland-Pfalz
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SL Saarland 15. Feb. bis 31. Mai50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen.
Landesfischereiordnung Saarland, §§ 2, 4 und 5, Stand 5. Februar 2020. Alle Schonzeiten in Saarland
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SN Sachsen 1. Feb. bis 30. Apr.50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 113 Tagen.
Sächsische Fischereiverordnung, Anlage zu § 2 Absatz 1, Stand 22. April 2022. Alle Schonzeiten in Sachsen
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ST Sachsen-Anhalt 15. Feb. bis 30. Apr.50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen.
Fischereiordnung des Landes Sachsen-Anhalt, §§ 2 bis 4, Stand 6. März 2013. Alle Schonzeiten in Sachsen-Anhalt
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SH Schleswig-Holstein 15. Feb. bis 15. Apr.45 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen. In den Küstengewässern dauert die Schonzeit bis Ende April.
Binnenfischereiverordnung Schleswig-Holstein, Anlage 1 zu § 2 Absatz 1, Stand 26. Mai 2021. Alle Schonzeiten in Schleswig-Holstein
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TH Thüringen 15. Feb. bis 30. Apr.50 cm
Heute offen, Schonzeit beginnt in 127 Tagen.
Ausführungsverordnung zum Thüringer Fischereigesetz, § 1, Stand 2. Juli 2024. Alle Schonzeiten in Thüringen
Hauptregel der Landesverordnung, Sonderregeln für Main, Küste und Entnahmefenster stehen in der Zeile. Antippen zeigt Quelle und Stand. Die Angaben ersetzen nicht den Blick in deinen Erlaubnisschein.
Wie sich Schonzeit, Mindestmaß und Entnahmefenster für alle Arten zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Schonzeiten.
Der Fisch in der Hand
Ob der Hecht mitgehen darf, entscheiden Maß, Schonzeit, Entnahmefenster und Gewässerordnung, und die Werkzeuge liegen bereit, bevor er im Kescher ist.
Gummikescher, langer Hakenlöser, Seitenschneider und Maßband gehören griffbereit ans Ufer. Ob er mitdarf, prüft der Check für dein Land. Darf er mit, betäubst und tötest du ihn sofort, bevor du den Haken löst. Muss er zurück, bestimmt die Wassertemperatur, wie lange er an die Luft darf.
Wähl dein Bundesland.Dann steht hier, ob er mitgehen darf und warum.
- Mindestmaß
- Höchstmaß oder Entnahmefenster
- Schonzeit heute
Hauptregel der Landesverordnung, Stand je Land im Kapitel Schonzeiten. Tageslimit und strengere Regeln deines Vereins stehen im Erlaubnisschein.
Abhaken in fünf Griffen
- Im Kescher im Wasser lassen, Zange und Hakenlöser bereitlegen.
- Mit nasser Hand unter den Kiemendeckel greifen und die Finger am Rand des Unterkiefers entlang bis zur Kinnspitze schieben. Das Maul öffnet sich von selbst.
- Nie in die roten Kiemenbögen fassen.
- Tief geschluckt? Dann den Haken abknipsen, statt an ihm zu reißen.
- Über 60 cm waagerecht stützen, nie senkrecht am Unterkiefer halten.
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unter 20 °C typisch im Oktober, 13 °C
Normaler Drill
Foto im Wasser oder auf nasser Matte, höchstens 30 Sekunden an der Luft.
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ab 20 °C
Kurz drillen, im Wasser lösen
Straffe Bremse, kurzer Drill, den Haken im Wasser lösen, kein Foto.
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ab 23 °C
Heute kein Hecht
Ab 23 Grad angelst du nicht gezielt auf Hecht. Der Drill kostet ihn viel, und ein zurückgesetzter Fisch erholt sich in warmem Wasser schlecht.
Mit der Wassertemperatur steigt die Sterblichkeit zurückgesetzter Fische. Die Grenzen sind Erfahrungswerte, keine auf das Zehntel.
Zwei Stunden ohne Biss? Erst die Tiefe ändern, zuletzt die Farbe
Wenn nichts passiert, ändern die meisten die Farbe, und das ist die letzte Stellschraube, nicht die erste.
Die Reihenfolge, die funktioniert, beginnt bei der Tiefe. Wie schnell du sie durchgehst, hängt an der Jahreszeit. Ein aktiver Hecht hat den Köder im Sommer beim dritten Wurf gesehen, ein träger Winterfisch braucht den zehnten.
- Tiefehalbieren oder verdoppeln
- Tempohalbieren
- Ködertypvom Gummi zum Jerkbait oder zum Blinker
- Platzdie nächste Stelle der Liste
- Farbeerst jetzt, als letzte Stellschraube
Alle 15 bis 20 Minuten der nächste Schritt.Ein aktiver Hecht hat den Köder beim dritten Wurf gesehen. Kommt nach 20 Minuten nichts, ist er nicht da oder will nicht.
In der ersten Saison fängst du an denselben Gewässern deutlich weniger als die Angler, die dort seit Jahren stehen, und der Grund ist weder Köder noch Rute. Sie wissen, welche Bucht bei Nordwind trübt, an welcher Kante im Oktober die Weißfische stehen und dass die eine Steinpackung erst am dritten Wurf liefert. Dieses Wissen entsteht aus einem Fangbuch mit Stelle, Uhrzeit, Wassertemperatur und Köder. Nach zwölf Monaten stehen dort Muster, die an einem einzelnen Tag unsichtbar sind.
Hechtreviere in CatchHub
- Havel Spandauer SchleusenbereichBerlin-Spandau, Berlin 80
- Havel Oberhavel Berlin, Landesgrenze bis SpandauBerlin-Spandau und Reinickendorf, Berlin 71
- Havel Potsdamer Havel, Jungfernsee bis BrandenburgPotsdam, Brandenburg 81
- Havel Rathenow bis HavelbergHavelaue, Brandenburg 61
- Havel Brandenburg an der Havel bis RathenowBrandenburg an der Havel, Brandenburg 69
- Havel Ketzin bis Brandenburg an der HavelDeetz, Brandenburg 75
Dein Fangbuch für die Hechtsaison
Wassertemperatur, Fang-Index und Beißzeiten für dein Revier, dazu jeder Hecht mit Stelle, Uhrzeit und Köder im eigenen Fangbuch.
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- Digitales Fangbuch mit Foto, Spot und Wetter
Was Hechtangler am häufigsten fragen
Wann ist die beste Zeit zum Hechtangeln?
Über das Jahr sind es die ersten zwei bis drei Wochen nach der Schonzeit, wenn ausgehungerte Fische flach stehen, und dann Oktober und November. Über den Tag sind es die Dämmerungen, abends die letzte Stunde vor Sonnenuntergang und morgens die erste danach. Im kalten Wasser von Dezember bis Februar liegt das Fenster nach der Erfahrung vieler Angler zwischen 11 und 15 Uhr.
Welcher Köder für Hecht fängt am zuverlässigsten?
Ein Gummifisch am Jigkopf, im Sommer 12 bis 15 cm, im Herbst 16 bis 25 cm, mit deutlichen Pausen geführt. Direkt nach der Schonzeit ist im flachen Wasser ein flach laufender Wobbler die erste Wahl. Ab 15 cm gehört an den Gummifisch ein beweglich angebrachter Angstdrilling. Die Farbe entscheidet seltener als Größe, Tiefe und Tempo.
Welches Vorfach ist hechtsicher, und wie lang muss es sein?
Stahl mit mindestens 9 Kilo Tragkraft oder Titan ab 10 Kilo. Hardmono und Fluorocarbon ab 0,80 mm sind ein Kompromiss für klares Wasser, weil ein großer Hecht sie beim Kopfschütteln durchbeißen kann. Beim Spinnfischen genügen 30 bis 50 cm, beim toten Köderfisch 50 cm. Stahl bei einem Knick wechseln, Hardmono nach jedem Fisch auf Riefen prüfen und kürzen.
Wie schwer muss der Jigkopf beim Hechtangeln sein?
Das Gewicht richtet sich nach Ködergröße und Strömung, kaum nach der Tiefe. Ein Gummifisch von 15 cm braucht in 4 Metern stehendem Wasser rund 14 bis 18 g, im Fluss deutlich mehr. Kontrolle ist die Absinkzeit. Im stehenden Wasser ist es rund eine Sekunde je Meter, im Fluss sinkt der schwerere Kopf schneller, bei starker Strömung rund 0,6 Sekunden je Meter. Fällt der Köder schneller, als es für Tiefe und Strömung passt, ist der Kopf zu schwer.
Wie finde ich an einem fremden See die Krautkante?
Bei Sonne zeigt eine Polbrille vom Ufer, wo das Kraut endet, dahinter wird das Wasser dunkler. Vom Boot zeigt es das Echolot, und viele Vereine haben eine Tiefenkarte ihres Sees. Vom Ufer findest du die Kante auch mit dem Gummifisch. Zähl bei jedem Wurf die Sekunden bis zum Grund, wo die Zeit sprunghaft länger wird, fällt der Grund ab. Bringt der Köder Kraut mit, liegst du noch davor.
Wie drille ich einen Hecht, ohne ihn zu verlieren?
Die Bremse steht auf einem Viertel bis einem Drittel der Tragkraft von Schnur und Knoten. Mit geflochtener Schnur genügt ein kurzer, harter Anhieb, weil sie kaum dehnt. Schüttelt der Hecht an der Oberfläche den Kopf, hältst du die Rutenspitze tief und die Schnur gespannt, dann bleibt er unter Wasser und schlitzt seltener aus. Gekeschert wird mit dem Kopf voran, wenn er ruhig liegt.
Beißt der Hecht bei Regen, Wind oder fallendem Luftdruck?
Die Studie am Kleinen Döllnsee in Brandenburg hat für den Luftdruck keinen Zusammenhang mit der Fangrate gefunden, weder für den Wert noch für seine Änderung. Belegt waren der Wind, je mehr, desto besser, die Dämmerung, eine sinkende Fangrate mit steigender Wassertemperatur und schwach Voll- und Neumond. Am stärksten wirkte der Angeldruck der zwei Vortage. Zum Regen selbst sagt die Studie nichts, am Wasser wirkt er über Wind, Trübung und das gedämpfte Licht.
Kann ich nachts auf Hecht angeln?
Wo Nachtangeln erlaubt ist, ja, aber mit weniger Bissen als in der Dämmerung, denn der Hecht ist Sichtjäger. Das Saarland verbietet den Fischfang bei Nacht, anderswo regelt es oft die Gewässerordnung. An viel beangelten Gewässern fressen große Hechte oft in den ersten Stunden nach Sonnenuntergang.
Wo stehen Hechte beim Winterangeln?
In flachen Seen näher am Ufer als im Sommer, an Schilf und Röhricht, das hat die Telemetrie am Kleinen Döllnsee gezeigt. In Talsperren und tiefen Seen auch in den tiefen Löchern bis 20 Meter. Winterplätze wiederholen sich jedes Jahr.
Ab welcher Wassertemperatur sollte ich nicht mehr auf Hecht angeln?
Ab 23 Grad an der Oberfläche nicht mehr gezielt. Ab 20 Grad nur mit kurzem Drill und Abhaken im Wasser, weil die Sterblichkeit zurückgesetzter Fische mit der Wassertemperatur steigt. Im Hochsommer bleiben die Dämmerungsstunden.
Wie hake ich einen Hecht ab, ohne ihn zu verletzen?
Den Fisch im Kescher im Wasser lassen und die Zange bereitlegen. Dann mit nasser Hand unter den Kiemendeckel greifen und die Finger am Rand des Unterkiefers entlang bis zur Kinnspitze schieben, ohne die roten Kiemenbögen zu berühren. Das Maul öffnet sich von selbst. Sitzt der Haken tief im Rachen, den Haken abknipsen statt zu reißen. Fische über 60 cm waagerecht stützen.
Darf ich in der Hechtschonzeit auf Barsch spinnfischen?
Oft nicht. Mehrere Länder sperren in dieser Zeit die Raubfischköder selbst, etwa Berlin, Sachsen und Bremen, Hamburg während der Zanderschonzeit und Rheinland-Pfalz an den großen Flüssen. Sonst entscheidet die Gewässerordnung, und ein Hecht, der dabei beißt, geht sofort zurück.
Wie viele Hechte darf ich am Tag mitnehmen?
Ein Tageslimit nennen etwa Hamburg mit zwei Hechten im Entnahmefenster bis 75 cm und Mecklenburg-Vorpommern für die Küste mit drei. Meist setzt es aber die Gewässerordnung deines Vereins oder Pächters, und die steht im Erlaubnisschein.
Brauche ich für den Hecht einen Fischereischein?
In der Regel ja, mit Prüfung, dazu den Erlaubnisschein für das Gewässer. Einige Länder vergeben zeitlich begrenzte Scheine ohne Prüfung, etwa für Urlauber. Brandenburg erlaubt das Angeln ohne Prüfung nur auf Friedfisch, für den Hecht brauchst du dort den vollen Schein.
Darf ich vom Boot auf Hecht schleppen?
Das regeln die Länder verschieden. Hamburg verbietet das Schleppangeln, Brandenburg unter Segel oder Motorkraft, Berlin hinter einem Fahrzeug. Wo es erlaubt ist, braucht das Boot meist zusätzlich die Erlaubnis der Gewässerordnung.
Darf ich einen Hecht hältern?
Hamburg verbietet das Hältern lebender Fische ganz. In Berlin und Brandenburg darf ein gehälterter Fisch nicht mehr zurück ins Wasser. Sonst regelt es die Gewässerordnung, und wer mitnimmt, tötet den Fisch sofort.
Woher weiß ich die Wassertemperatur meines Gewässers?
Am sichersten mit einem Thermometer an der Oberfläche, morgens gemessen. Für viele Gewässer zeigt CatchHub die Wassertemperatur auf der Gewässerseite, gemessen, wo es eine Messstelle gibt, sonst geschätzt.
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Wie der Hecht im kalten Wasser steht, vertieft der Ratgeber Hecht im Winter. Welche Montage zum toten Köderfisch passt, zeigt der Eintrag Hechtmontage.
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Im Lexikon nachschlagen
Geschrieben von
René Seidel
Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.
Quellen und Stand
6 Quellen, aktualisiert 06.10.2026
Alle Quellen anzeigen
- Kuparinen, A., Klefoth, T., Arlinghaus, R.: Abiotic and fishing-related correlates of angling catch rates in pike (Esox lucius), Fisheries Research 105, 2010Kleiner Döllnsee: die Fangrate sinkt mit dem Angeldruck der zwei Vortage und zwischen 14 und 24 Grad mit der Wassertemperatur, steigt in der Dämmerung, mit dem Wind und schwach um Voll- und Neumond, kein Effekt des Luftdrucks
- Beeinflusst das Wetter den Fangerfolg? Übersicht des Instituts für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow beim Landesanglerverband BrandenburgAcht Studien zum Wetter, darunter Kuparinen und andere 2010, der Mond als schwächster Effekt
- Kobler, A., Klefoth, T., Wolter, C., Fredrich, F., Arlinghaus, R.: Contrasting pike (Esox lucius L.) movement and habitat choice between summer and winter in a small lake, Hydrobiologia 601, 2008Radiotelemetrie im Kleinen Döllnsee, Juli 2005 und Januar bis Februar 2006: im Sommer im Kraut, Freiwasser gemieden, im Winter näher am Ufer im Röhricht
- Arlinghaus, R., Alós, J., Pieterek, T., Klefoth, T.: Determinants of angling catch of northern pike (Esox lucius) as revealed by a controlled whole-lake catch-and-release angling experiment, Fisheries Research 186, 2017Nach 7 Tagen Befischung hatten die Hechte gelernt, die Köder zu meiden
- Tierschutzgesetz, § 1 (kein Schmerz ohne vernünftigen Grund), Grundlage des Verbots lebender KöderfischeDie meisten Landesverordnungen verbieten den lebenden Köderfisch zusätzlich ausdrücklich
- Schonzeiten und Mindestmaße der 16 Bundesländer, aus den jeweiligen LandesfischereiverordnungenJe Land mit Quelle, Stand und Link auf die Verordnung, siehe Kapitel Schonzeiten
Die Angaben zu Schonzeiten und Regeln ersetzen nicht den Blick in deinen Erlaubnisschein.