Kurz gesagt
- Barsche jagen im größensortierten Trupp: bis etwa 30 cm im Schwarm, die Großen ab 40 cm am Rand oder allein, ein bis zwei Etagen tiefer.
- Erste Bisse kommen ab 12 bis 13 Grad Wassertemperatur, richtiges Fressen ab 16 Grad, über 22 bis 24 Grad stellt der Barsch fast ein.
- Die Ködergröße folgt der Saison: 3 bis 5 cm im Frühjahr, 5 bis 7 cm als Standard, 9 bis 12 cm im Winter und für Großbarsche, jeweils mit passendem Haken von Größe 4 bis 4/0.
- Nach dem ersten Biss fliegt sofort der zweite Köder in die Stelle, der Futterneid hält den Trupp beisammen.
- Bei Hechtgefahr gehört dünnes Stahl 7x7 mit 4 bis 6 Kilo oder Titan vor den Köder, dünnes Fluorocarbon ist keine Option.
Ein Räuber, der in Trupps lebt, und zwar sortiert
Der Barsch ist einer der häufigsten Räuber in Deutschland, auf einen Hecht kommen in vielen Seen 50 bis 200 Barsche. Er lebt in Seen, Flüssen, Kanälen, Baggerseen und Hafenbecken, und er ist der einzige der drei großen Räuber, der mitten am Tag verlässlich frisst.
Erkennen kannst du ihn an den dunklen Querstreifen, der stacheligen ersten Rückenflosse und den roten Bauch- und Afterflossen. Wichtiger als sein Aussehen ist aber, wie er lebt. Jungfische ziehen in Schwärmen aus Hunderten, und diese Schwärme sind nach Größe sortiert. Im Trupp schwimmen gleich große Fische. Mit dem Alter zerfallen die Schwärme in kleinere Gruppen, ab 30 bis 40 Zentimetern stehen die Fische am Rand oder allein, und nur etwa jeder zehnte Barsch erreicht überhaupt die 40. Daraus folgt fast alles, was auf einen guten Tag hinausläuft.
Die Temperatur-Leiter des Barschjahres
Der Barsch fühlt sich zwischen 4 und 20 Grad wohl, aber in diesem Fenster passiert alles Entscheidende an wenigen Schwellen. Ein Wasserthermometer erklärt dir mehr über den Tag als der Kalender.
| Wassertemperatur | Was passiert | Was du tust |
|---|---|---|
| 4 bis 6 °C | Winterruhe, Fische tief, kurze Fressfenster mittags | Dropshot an der Kante, 9 bis 12 cm, Pausen bis 10 Sekunden |
| 7 bis 10 °C | Laichzeit, März bis Juni, kaum Aktivität auf Kunstköder | Wurm an der Pose oder Carolina-Rig, geduldig |
| 12 bis 13 °C | erste zaghafte Bisse auf Gummi, schwache Gegenwehr | kleine Köder flach in Ufernähe |
| 16 °C | Laichen beendet, aktives Fressen, Dropshot und Jig laufen | Trupps an Stegen und Kanten suchen |
| 18 bis 20 °C | Brut sichtbar, bestes Fressen, die Sprungschicht beginnt sich zu bilden | Köder in Brutgröße, 3 bis 5 cm |
| 22 bis 24 °C | der Barsch stellt das Fressen fast ein | nur 5 bis 8 und 19:30 bis 21 Uhr, ab 4 Metern abwärts |
| über 24 °C | kritisch, über 26 Grad sehr schwierig | Schatten, Belüftung, Nordufer, oder ein anderer Fisch |
Die Laichreife braucht mehrere Monate unter 6 Grad, deshalb ist ein milder Winter kein Grund zur Freude. Und die Schwelle nach oben ist die härteste im ganzen Jahr. Ab 24 Grad hilft kein Köder der Welt, nur die Uhr.
Stege, Steinpackung, Kante, Kraut, Einlauf
Barsche brauchen zwei Dinge gleichzeitig, etwas zum Anstellen und Beute in Reichweite. Wo beides zusammenkommt, stehen sie.
Einen Steg liest du von der Schattenseite her. Dort, wo die Pfähle den dicksten Bewuchs tragen, stehen sie am längsten im Wasser und tragen die meisten Kleintiere. Der erste Wurf geht parallel zur Pfahlreihe in den Schatten, der zweite an die Ecke, an der der Steg ins Tiefe zeigt. Kommt nach fünf Würfen nichts, ist der Trupp nicht da, und du gehst weiter.
Steg mit Bewuchs, klassischer Barschplatz. AI-Bild
Stege, Pfähle und Bootshäuser sind die einfachsten Stellen überhaupt. Der Schatten sammelt Kleinfische, die Pfähle sind bewachsen, und der Wurf läuft an der Pfahlreihe entlang, nicht auf den See hinaus.
Steinpackungen und Spundwände an Kanälen und ausgebauten Flüssen leisten dasselbe in länglicher Form. Ein Kanal ist 3,5 bis 4,5 Meter tief, die Steinpackung reicht 2 bis 4 Meter hinein, und der Übergang von der Packung zur Spundwand ist die Stelle, an der du zuerst wirfst.
Kanten vom Flachen ins Tiefe sind der Weg der Beutefische. Im Sommer stehen die Trupps oben auf dem Absatz, im Herbst am Fuß, im Winter weiter draußen.
Krautfelder tragen Barsche an ihren Rändern und in ihren Lücken. Mitten hinein zu werfen kostet Köder, entlang der Außenkante zu fischen bringt Fisch.
Einläufe und Strömungskanten im Fluss konzentrieren Nahrung. Der Barsch steht seitlich davon im ruhigen Wasser und wartet, dass etwas vorbeitreibt. Im Fluss reichen wenige Würfe je Stelle, dafür fischst du viele Stellen.
Wie diese Stellen an einem See, einem Fluss und einem Kanal zueinander liegen, zeigen die Karten. Die Nummern sind eine Rangfolge: die 1 fischst du zuerst.
Wo Barsch steht
3 Ansichten-
Steg
Schatten, senkrechte Kanten, Kleinfisch zwischen den Pfählen. Die Barsche stehen unter dem Bauwerk und schauen heraus, nicht daneben.
-
Schilfgürtel
Die Schilfkante ist die erste Adresse im Frühjahr: flaches, warmes Wasser, Deckung und Jungfisch auf engem Raum.
-
Scharkante
Die Scharkante trägt ab dem Herbst die größeren Fische. Sie ziehen an ihr entlang, statt sich im Flachen zu verteilen.
-
Krautfeld
Krautfelder im Flachen halten im Frühjahr und Sommer den Nachwuchs, und damit die Schwärme, die ihn jagen.
-
Seerosenfeld
Nicht die Außenkante zum Freiwasser, sondern die Lücken im Feld. Dort treiben kleine Barsche ihre Beute in Sackgassen.
-
Untiefe im Freiwasser
Eine Kuppe im Freiwasser ist die Stelle für große Einzelbarsche im Herbst. Ohne Echolot oder Tiefenkarte findest du sie nicht.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Freies Wasser.
-
Buhnenfeld
Das Buhnenfeld ist der Standplatz schlechthin: Steine, ruhiges Wasser und direkt daneben die Strömungskante. Der Buhnenkopf zuerst.
-
Brückenpfeiler
Jeder Pfeiler wirft einen Strömungsschatten und einen echten Schatten. Beides sammelt Kleinfisch, und der Barsch steht dahinter.
-
Prallhang
Die verbaute Außenkurve hat Tiefe direkt am Ufer und Lücken zwischen den Blöcken. Ein Wurf parallel zur Steinkante reicht.
-
Kehrwasser
Hinter jedem Hindernis dreht das Wasser. Dort steht der Fisch mit dem Kopf gegen die Strömung und wartet auf das, was vorbeikommt.
-
Totholz
Ein Baum im Wasser hält oft nur wenige Fische, dafür größere. Kurz anwerfen, nicht ausfischen.
-
Einmündung
Ein einmündender Graben spült Kleintiere in den Fluss, und der Kleinfisch sammelt sich in der Trübungsfahne. Der Schwarm treibt ihn dort gegen die Kante. Nach Regen lohnt die Stelle zuerst.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Gleithang, Krautfahne.
-
Steinpackung
Zwischen den Blöcken leben Krebse und Kleinfisch. Der Barsch steht dort in unter einem Meter Wasser, direkt vor den Füßen.
-
Liegeplätze
Boote sind Dauer-Deckung: Schatten, Bewuchs am Rumpf, Kleinfisch dazwischen. Im Hafenbecken hält diese Kante auch mittags Fisch, wenn die offene Wand längst leer ist.
-
Kaimauer
Der Barsch hängt oben an der Wand, im ersten Meter unter der Oberfläche, wo der Bewuchs sitzt. Ein leichter Köder dicht am Stahl geführt findet ihn, ein schwerer fällt darunter durch.
-
Brückenpfeiler
Der Schatten der Fahrbahn bricht das Licht über die ganze Breite. Kleinbarsche stehen an dessen Kante, und die größeren Fische kommen von unten dazu.
-
Hafeneinfahrt
An der Hafeneinfahrt wechselt die Strömung und der Grund fällt ab. Barsche sammeln sich an dieser Enge.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Fahrrinne.
Die Tiefe nach Monat
Die Struktur sagt dir, wo. Die Tiefe sagt dir, wo genau, und sie wandert über das Jahr weiter als bei jedem anderen Räuber.
| Zeit | Tiefe | Wo |
|---|---|---|
| Frühjahr bis Ende Juni | flach, 0,5 bis 2 m | Ufernähe, Stege, Seerosen, Krautränder |
| Hochsommer über 20 °C | ab 4 m, Plateaus 8 bis 10 m, Sprungschicht 6 bis 12 m | Schatten, Nordufer, Krautkanten morgens in 2 bis 4 m |
| Spätsommer bis September | 1 bis 3 m | gefallene Bäume, Stege, Seerosen, Rauber an der Oberfläche |
| Herbst | 2,5 bis 4 m | Fuß der Kanten, Schwärme zerstreuen sich und stehen tiefer |
| Winter, Stillwasser | 3,5 bis 4 m, Futterfisch ab 2,5 m | Yachthafen-Einmündungen, Bootsstege, Nebenarme, Brücken |
| Winter, Stadthafen | 2 bis 8 m | Spundwände, Hafeneinfahrt, beleuchtete Ecken |
Die Großen halten sich an eine eigene Regel. Sie stehen ein bis zwei Etagen tiefer als der Trupp und näher am Grund. Wo die 20er oben auf der Kante stehen, liegen die 40er an ihrem Fuß.
Der Trupp verrät sich, und der Futterneid hält ihn
Im Spätsommer und Herbst jagen Barsche oft an der Oberfläche, und das siehst du von weitem. Kleine Fische springen, das Wasser kräuselt sich auf wenigen Metern, manchmal stehen Möwen darüber. Solche Rauber dauern selten länger als eine Minute, und in dieser Minute fängst du mit fast jedem Wurf. Wirf an den Rand, nicht in die Mitte, und führe den Köder aus der Unruhe heraus. Eine Polarisationsbrille zeigt dir jagende Trupps, Kanten und Kraut, die du ohne sie nie siehst.
Wo ein Barsch beißt, stehen fast immer weitere, und zwar in derselben Größe. Ein Trupp ist sortiert, und die Großen stehen nicht darin, sondern darunter oder am Rand. Der schnellste Weg zum zweiten Fisch ist der zweite Köder, der noch während des Drills in die Stelle fliegt.
Barsche stehen selten allein, und gleich groß nebeneinander. AI-Bild
Der bekannteste Trick beim Barschangeln ist der Futterneid, und er widerspricht dem Instinkt. Sobald ein Fisch hängt, folgen ihm die anderen. Wer zu zweit angelt, wirft jetzt sofort den zweiten Köder neben den gehakten Fisch, und Doppeldrills sind die Regel. Wer allein ist, drillt zügig, lässt den Fisch kurz im Kescher und wirft in denselben Winkel zurück, bevor die Unruhe verflogen ist. Ein Trupp, der frisst, ist gierig, und diese Gier hält ihn zusammen.
Hören die Bisse auf, ist der Trupp meist gewarnt, nicht weg. Zehn Minuten Ruhe, 50 Meter weiterfischen, zurückkommen, eine Nummer kleiner anbieten. Sehr oft steht er dann wieder, als wäre nichts gewesen.
Barschköder nach Situation, mit Größe, Haken und Jigkopf
Beim Barsch entscheidet weniger das Modell als das Maß, und das Maß wandert mit dem Jahr und mit dem Ziel. Der Haken wächst mit dem Köder, der Jigkopf mit der Tiefe.
Die Ködergröße entscheidet, welche Fische antworten, und sie wandert mit dem Jahr. Mit 3 Zentimetern fängst du im Frühjahr fast immer, mit 5 bis 7 den Rest des Jahres, mit 10 bis 12 im Winter die Großen. Der Haken wächst mit, von Größe 4 bis 4/0, sonst sitzt der Biss nicht.
Von der Brut bis zum Großbarsch: 3, 5, 7, 10 und 12 Zentimeter. AI-Bild
| Köderlänge | Haken | Jigkopf | Wann |
|---|---|---|---|
| 3 bis 4 cm | 4 | 2 bis 3 g | Frühjahr, Brut, Hitze, Bisse, die nicht sitzen |
| 5 bis 6 cm | 2 | 3 bis 5 g | Standard von Mai bis September |
| 7 bis 8 cm | 1 bis 1/0 | 5 bis 7 g | Herbst, Finesse-Shads ohne Schaufel |
| 9 bis 11 cm | 3/0 | 7 bis 18 g | Winter, Kanten, Yachthafen |
| 12 cm | 4/0 | 10 bis 18 g | gezielt Großbarsch, selektiv |
Gummifisch am Jigkopf
Der Standard. 5 bis 7 Zentimeter an 3 bis 5 Gramm im Stillwasser, Haken der Größe 2 bis 1. Zwei Kurbelumdrehungen, absinken lassen, der Biss kommt beim Fallen. Im Winter 9 bis 12 Zentimeter an 7 bis 18 Gramm, dann mit V-Schwanz statt Schaufel.
Dropshot
Der Köder schwebt 50 bis 70 Zentimeter über dem Blei und zittert auf der Stelle. Blei 7 Gramm im ruhigen Wasser, bis 21 in der Drift, Fluorocarbon 0,25 bis 0,28. Die Methode für Kanten, kaltes Wasser und Fische, die stehen statt jagen.
Kleiner Crankbait
3 bis 5 Zentimeter, Lauftiefe 1,5 Meter, im Herbst 2,5 bis 3,5. Läuft in fester Tiefe und deckt Flächen schnell ab, deshalb der Suchköder: 5 bis 6 Würfe je Stelle, dann weiter, bis der Trupp gefunden ist.
Spinner in Größe 1 bis 3
Auswerfen, gleichmäßig einholen, fertig. Am kleinen Fluss und über flachen Kanten fängt er, weil die Druckwelle auch trübes Wasser durchdringt. Kupferblatt, wenn bei Sonne nichts beißt.
Finesse: No-Action-Shad, Carolina, Wacky
Gezittert, nicht gezupft. Ein schlanker 5- bis 8-Zentimeter-Shad ohne Schaufel an 2 bis 3 Gramm in 1 bis 3 Metern, oder ein Wurm am Carolina-Rig mit 40 Zentimeter Vorfach und Pausen von 10 Sekunden. Für Barsche, die alles gesehen haben.
Naturköder an der Feststellpose
Tauwurm nur im Kopf angeködert oder ein Köderfisch von 3 bis 8 Zentimetern an einem Haken der Größe 4 bis 6, Mono 0,18 bis 0,20. Den Köder in Bewegung halten und sofort anschlagen. Ruhig, kindertauglich und bei Beißflaute oft die Rettung.
Bei den Farben reichen zwei Regeln. Natürliche Töne in Grün und Blau im klaren Wasser, Signalfarben im trüben, und Weiß oder Silber, wenn du unsicher bist. Rot wird mit der Tiefe schwarz. Und der Barsch frisst Barsch, ein Köder im Barschdekor ist im Sommer oft der beste von allen.
Die Tabelle nennt das Kopfgewicht für den Normalfall. Steht dein Platz in der Strömung oder in 8 Metern, rechnet der Jigkopf-Rechner es für deine Stelle aus, mit der Absinkzeit, die dir sagt, ob du den Aufsetzer noch spürst.
Wie schwer muss dein Jigkopf sein?
RechnerDas Kopfgewicht entscheidet, wie schnell der Köder fällt und wie lange er zwischen zwei Sprüngen in der Schwebe bleibt. Es richtet sich nach der Größe des Köders und der Strömung, kaum nach der Tiefe.
Jigkopf-Rechner
Tiefe, Strömung und Ködergröße rein, Kopfgewicht raus
- Kopfgewicht …
- Absinkzeit auf Grund …
- Passende Hakengröße …
Die Werte sind ein Startpunkt, kein Messergebnis. Schnurstärke, Wind und Rutenwinkel verschieben das Absinken deutlich, und am Wasser entscheidet der Grundkontakt, nicht die Zahl.
Methoden-Matrix nach Situation
Die Methoden werden in jedem Ratgeber nacheinander beschrieben. Am Wasser stellt sich die Frage aber andersherum. Was tun die Fische gerade, und was passt dazu?
| Situation | Methode | Zahlen |
|---|---|---|
| Trupp jagt offen, Sommer und Herbst | Crankbait, Spinner, Gummi zügig | Crank 3 bis 5 cm, 1,5 m tief; Spinner Größe 2 |
| Trupp steht an der Kante, frisst zögerlich | Dropshot | Blei 7 bis 21 g, Haken 50 bis 70 cm darüber, Fluorocarbon 0,25 bis 0,28 |
| Klares Wasser, Angeldruck | Finesse, gezittert | No-Action-Shad 5 bis 8 cm an 2 bis 3 g, 1 bis 3 m |
| Unter 8 Grad, gegen 0 | Carolina-Rig mit Wurm | Vorfach 40 cm, Pausen 10 Sekunden |
| Unbekanntes Wasser, Trupp suchen | Crankbait als Suchköder | 5 bis 6 Würfe je Stelle, dann weiter; nach dem Fund 2 Stunden bleiben |
| Kinder dabei, Beißflaute | Naturköder an der Feststellpose | Haken 4 bis 6, Mono 0,18 bis 0,20, Köderfisch 3 bis 8 cm |
| Fluss, Einlauf, Strömungskante | Jig im Strömungsschatten | 5 bis 10 g, seitlich der Strömung, wenige Würfe je Stelle |
Der Biss kommt beim Jig fast immer in der Absinkphase, und du erkennst ihn als Ticken in der Spitze oder als Schnur, die zu früh stehen bleibt. Der Zeigefinger liegt beim Absinken unter der Schnur, dann spürst du beides. Beim Naturköder schlägst du sofort an, beim Dropshot ziehst du bei Gewicht kontrolliert hoch.
Sommer über 24 Grad und die Nacht als Ausnahme
Der Sommer ist für den Barsch keine gute Zeit, und je heißer, desto klarer wird das. Ab 20 Grad bildet sich in tiefen Seen die Sprungschicht in 6 bis 12 Metern, die Fische stehen darüber oder ziehen mit den Weißfischschwärmen ins Freiwasser. Ab 22 bis 24 Grad stellen sie das Fressen fast ein, und dann bleiben nur zwei Fenster: 5 bis 8 Uhr morgens mit aggressiver Führung im Flachen, und 19:30 bis 21 Uhr am Abend. Dazwischen suchst du ab 4 Metern abwärts, an Plateaus in 8 bis 10 Metern, im Schatten von Stegen, Brücken und Nordufern, mit Ködern unter 6 Zentimetern.
Die Nacht ist beim Barsch die Ausnahme, aber sie existiert. An beleuchteten Häfen, Spundwänden und Hafeneinfahrten und bei Vollmond kommen zwischen Oktober und Februar Dickbarsche im Dunkeln, mit langsam am Grund geklopften Ködern. Ohne Licht bringt die Nacht nichts, der Barsch braucht seine Augen.
Barsch fischen im Herbst und Winter: kurz suchen, lang bleiben
Der Herbst ist die beste Zeit. Sinkende Temperaturen bringen die Trupps eng zusammen, sie fressen sich Reserven an und jagen offen. Die Suchtaktik ist jetzt eine andere als im Sommer. Mit einem Crankbait als Suchköder fischst du 5 bis 6 Würfe je Stelle und ziehst weiter, bis der erste Kontakt kommt. Dann bleibst du, denn gefundene Trupps liefern oft zwei Stunden lang.
Beste Saison
Die Kurve zeigt Stückzahl. Im Spätsommer und Herbst ziehen die Trupps eng zusammen und jagen offen, im Winter kommen weniger Fische, aber die größten. Eine Schonzeit für den Barsch kennt nur Bremen, die meisten Länder nennen nicht einmal ein Mindestmaß.
Im Winter kommen weniger Fische, aber die größten des Jahres. Yachthäfen, Hafeneinmündungen, Bootsstege und Brücken halten die Fische in 3,5 bis 4 Metern, in Stadthäfen zwischen 2 und 8. Die Bisse kommen in den wärmsten Stunden um die Mittagszeit, morgens sind die Fische oft passiv. Der Köder wird 9 bis 12 Zentimeter lang an 7 bis 18 Gramm, zuerst mit Schaufelschwanz, dann mit V-Schwanz, wenn nichts kommt. Und an Hechtgewässern liegt im Winter Fluorocarbon von mindestens 0,40 vor dem Dropshot, weil auch der Hecht dort steht. Wie du den Winterschwarm findest und was der flache Schnurwinkel vom Ufer mit dem Dropshot macht, steht im Ratgeber Barsch im Winter.
Beißaktivität im Tagesverlauf
Frühjahr bis Herbst. Im Sommer über 20 Grad bleiben nur die Fenster von 5 bis 8 und 19:30 bis 21 Uhr, im Winter rückt alles in die wärmsten Stunden um die Mittagszeit. Nachts beißen Barsche nur an beleuchteten Häfen und Spundwänden oder bei Vollmond.
Was die gemeldeten Barschfänge zeigen
Kalender und Uhr oben sind Erfahrung. Was die Angler in CatchHub tatsächlich eintragen, steht hier, mit Monat, Tageszeit, Köder und Revier. Zwei Dinge fallen dabei regelmäßig auf: der Herbstberg ist höher, als die meisten glauben, und die Mittagsstunden im Winter tragen mehr, als der Sommerangler vermutet.
Aus 8 gemeldeten Fängen
07/2026 bis 10/2026 · 4 Gewässer · Stand 10.10.2026Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.
Zu den Zahlen die Bilder. Jede Kachel ist ein öffentlich gemeldeter Barsch mit Foto und führt auf das Revier, an dem er gefangen wurde.
Barsch aus der Community
zuletzt gemeldetWie du an die Großen kommst
Zwischen dem Fisch von 15 Zentimetern und dem von 40 liegt mehr als Zeit, denn große Barsche verhalten sich anders, und wer sie gezielt will, gibt dafür etwas auf.
Sie stehen selten im Trupp, sondern am Rand, ein bis zwei Etagen tiefer und näher am Grund. Daraus folgen drei Handgriffe. Größer anbieten, 10 bis 12 Zentimeter, auch wenn die Bisse seltener werden. Tiefer suchen, vor allem im Herbst, wenn die Trupps an den Fuß der Kanten rutschen. Und langsamer führen, denn ein alter Barsch verfolgt den Köder länger, bevor er zupackt.
Zwei Dinge kommen dazu. Fehlbisse sind nicht immer zu große Köder, oft sind es Anfasser großer Fische, die den Köder anknabbern und ausspucken. Dann hilft kein Verkleinern, sondern ein Offset-Haken mit breitem Bogen oder das Dropshot-Rig. Und die Tageszeit. Die größten Fische fressen oft in der letzten Stunde vor der Dämmerung, wenn die kleinen sich zurückgezogen haben, und im Winter bei voller Sonne am Mittag.
Gerät: drei Kombos statt einer
Für den Barsch braucht es leichtes Gerät, mit einer Hechtrute spürst du die Bisse nicht. Aber eine Kombo reicht nicht für alle Ufer, und die Talsperre verlangt eine andere als der Steg.
| Kombo | Rute | Rolle | Geflecht (mm) | Fluorocarbon (mm) |
|---|---|---|---|---|
| Ultraleicht, Steg und Boot | 1,80 bis 2,10 m, bis 10 g | 1000 | 0,08 bis 0,10 | 0,20 |
| Allround, Jig und Dropshot | 2,10 bis 2,40 m, bis 15 oder 20 g | 2000 bis 2500 | 0,10 bis 0,12 | 0,20 bis 0,25 |
| Distanz vom Ufer, großer See | 2,40 bis 3,00 m, bis 30 g | 4000 | 0,13 bis 0,15 | 0,30 |
Das Vorfach ist der Punkt, an dem viele Barschangler einen Fehler in Kauf nehmen, den sie nicht in Kauf nehmen dürfen. Fluorocarbon unter 0,9 Millimetern ist nicht hechtsicher, und ein Hecht, der mit dem Köder im Maul davonzieht, ist kein Köderverlust, sondern ein verletzter Fisch. Wo Hechte stehen, kommt dünnes Stahl 7x7 mit 4 bis 6 Kilo oder Titan von 0,25 Millimetern vor den Köder, und der Barsch stört sich nicht messbar daran. Kleinteile: kein Wirbel außer beim Spinner, ein Snap in Größe 0 oder 00, und die Bremse locker, weil das Barschmaul dünnhäutig ist und ausschlitzt.
Recht, Verbuttung und der Griff
Der Barsch ist der Fisch mit den wenigsten Auflagen, aber die Ausnahmen sind real. Bremen ist das einzige Land mit einer Schonzeit im Frühjahr, Mecklenburg-Vorpommern setzt ein Mindestmaß mit einem höheren Wert an der Küste, und Hamburg schützt seine Großbarsche über ein Entnahmefenster nach oben. Die übrigen Länder nennen weder Schonzeit noch Maß, aber immer mehr Vereine und Gewässerordnungen setzen ein Fenster, das die Fische über 35 Zentimetern schützt. Die Tabelle zeigt den Stand für heute je Land, und darüber steht der Erlaubnisschein, denn Vereine dürfen strenger sein.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
3 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 10 und 17 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Bayern | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
| Berlin Steht in Anlage 2, das Land nennt für ihn weder Schonzeit noch Maß | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
| Bremen | 1. Feb. bis 15. Mai heute frei | 15 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 35 cm, keine Tagesbegrenzung | keine Schonzeit heute frei | 10 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern An der Küste 20 cm | keine Schonzeit | 17 cm |
| Schleswig-Holstein | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Fachlich sinnvoll ist ein solches Fenster überall. Ein Gewässer verbuttet, wenn zu viele kleine Barsche um Nahrung konkurrieren und keiner groß wird. Die Großen sind die Räuber, die die Kleinen fressen und den Bestand sortieren. Wer ein paar mittlere mitnimmt und die über 35 zurücksetzt, tut dem Gewässer den größeren Gefallen als jede Schonzeit.
Beim Griff geht die nasse Hand von oben über den Rücken, die Stachelflosse legt sich an, die zweite Hand stützt den Bauch, die Zange löst den Haken. Beim Maulgriff bleibt der Fisch senkrecht oder wird gestützt, sonst reißt die dünne Maulpartie.
Für den Barsch-Ansitz
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Der Nachmittag, an dem es klick macht
Beim Barschangeln liegt zwischen zwei und 20 Fischen kein Geheimnis, sondern eine Reihenfolge. Erst die Struktur, dann die Tiefe, dann die Größe des Köders, und beim ersten Fisch der zweite Wurf in dieselbe Stelle. Wer das an einem Nachmittag einmal in dieser Reihenfolge durchgespielt hat, wiederholt es an jedem fremden Gewässer.
Such dir eine Stelle mit sichtbarer Struktur, einen Steg oder eine Steinpackung. Fisch sie eine halbe Stunde konsequent ab, mit drei Ködergrößen und zwei Tiefen, und miss vorher die Wassertemperatur. Liegt sie über 24 Grad, kommst du abends wieder. Liegt sie zwischen 16 und 20, ist alles möglich. Welche Reviere in deiner Nähe Barsche führen und was dort zuletzt gemeldet wurde, steht auf den Gewässerseiten, und wenn danach der nächste Räuber dran ist, sind Hecht und Zander die Nachbarn.
Passende Gewässer in der App
6 GewässerRhein
Nordstrecke Breisach – Jechtingen
Breisach am Rhein, Baden-Württemberg
Rhein
Strecke Daxlanden km 356,5–359,8
Karlsruhe, Baden-Württemberg
Rhein
Verbandsgewässer Bruhrain (LFV BW)
Philippsburg, Baden-Württemberg
Rhein
Landesstrecke Pfalz linksrheinisch – SGD Süd
Speyer, Rheinland-Pfalz
Rhein
Generalschein NRW (Rheinfischereigenossenschaft)
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Rhein
Staatliches Rheinlos 39 Ottenheim (km 268,1 bis 274,4)
Schwanau, Baden-Württemberg
Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.
Zum Nachschlagen
7 EinträgeHäufige Fragen
9 FragenWann beißen Barsche am besten?
Am hellen Tag, weil der Barsch auf Sicht jagt. Im Frühjahr und Herbst fast den ganzen Tag mit einer Spitze am Vormittag und in der letzten Stunde vor der Dämmerung. Im Sommer über 20 Grad nur von 5 bis 8 und von 19:30 bis 21 Uhr. Im Winter in den wärmsten Stunden um die Mittagszeit. Nachts nur an beleuchteten Häfen und Spundwänden oder bei Vollmond.
Welcher Köder für Barsch fängt am besten?
Ein Gummifisch von 5 bis 7 Zentimetern am Jigkopf von 3 bis 5 Gramm deckt die meisten Tage ab. Jagt der Trupp offen, geht ein Spinner in Größe 2 oder ein kleiner Crankbait. Im Winter und für große Fische wird der Köder 9 bis 12 Zentimeter lang. Bei Bissen, die nicht sitzen, gehst du eine Nummer kleiner oder auf einen Offset-Haken mit breitem Bogen.
Wie schwer muss der Jigkopf beim Barschangeln sein?
Im Stillwasser bis 3 Meter reichen 3 bis 5 Gramm, mit Finesse-Ködern 2 bis 3. In der Strömung, im Wind und in 4 bis 8 Metern Tiefe 7 bis 12 Gramm, im Winter an 9 bis 12 Zentimeter langen Ködern bis 18. Der Kopf ist richtig, wenn du den Aufsetzer noch spürst und der Köder 2 bis 3 Sekunden bis zum Grund braucht.
Braucht man zum Barschangeln ein Stahlvorfach?
Überall, wo Hechte stehen, und das ist fast überall. Fluorocarbon unter 0,9 mm ist nicht hechtsicher, und ein Hecht mit Köder im Maul ist kein Kollateralschaden. Dünnes Stahl 7x7 mit 4 bis 6 Kilo Tragkraft oder Titan von 0,25 mm stört den Barsch nicht messbar. Ohne Hechte reicht Fluorocarbon von 0,20 bis 0,25 mm.
Wie groß und wie alt wird ein Barsch?
Die meisten gefangenen Fische liegen zwischen 15 und 30 Zentimetern. Ab 40 gilt er als groß, und nur etwa jeder zehnte erreicht diese Marke. Ein Barsch von 45 Zentimetern ist mindestens 10 Jahre alt, einer über 50 meist 15 bis 20. Das Höchstalter liegt bei 22 Jahren, die Höchstlänge bei 60 Zentimetern.
Warum hören die Bisse plötzlich auf?
Meist ist der Trupp gewarnt, nicht weg. Prüfe in dieser Reihenfolge. Steht die Wassertemperatur über 24 Grad, dann ist Schluss bis zum Abend. Hast du den Fisch durch den Trupp gedrillt, dann 10 Minuten Ruhe. Stimmt die Größe noch, dann eine Nummer kleiner. Stimmt die Tiefe noch, dann eine Etage tiefer. Und beim nächsten Biss fliegt sofort der zweite Köder in die Stelle.
Wo stehen Barsche bei Hitze?
Ab 22 bis 24 Grad Wassertemperatur unter der Sprungschicht, die sich ab 20 Grad in 6 bis 12 Metern bildet, an Plateaus in 8 bis 10 Metern und im Schatten von Stegen, Brücken und Nordufern. Gesucht wird ab 4 Metern abwärts, mit Ködern unter 6 Zentimetern, in den Fenstern 5 bis 8 und 19:30 bis 21 Uhr.
Gibt es für den Barsch eine Schonzeit?
Nur in Bremen, dort im Frühjahr und mit einem Mindestmaß. Mecklenburg-Vorpommern setzt ein Maß mit einem höheren Wert an der Küste, Hamburg ein Entnahmefenster nach oben. Die übrigen Länder nennen weder Schonzeit noch Maß, aber viele Vereine und einzelne Gewässerordnungen schützen Großbarsche über ein Entnahmefenster. Die Tabelle im Kapitel zum Recht zeigt den Stand für heute je Bundesland, der Erlaubnisschein sagt dir den Rest.
Kann man Barsche vom Ufer aus gut fangen?
Der Barsch ist der zugänglichste Räuber überhaupt. Stege, Steinpackungen, Hafenbecken und Brückenpfeiler sind vom Ufer erreichbar, und genau dort steht er. An großen Seen und Talsperren braucht das Ufer allerdings die längere Rute von 2,40 bis 3 Metern bis 30 Gramm, weil die Kanten weiter draußen liegen.
Quellen und Stand
4 Quellen-
Schonzeiten und Mindestmaße der 16 Bundesländer, aus den jeweiligen Landesfischereiverordnungen Je Land mit Quelle und Stand, gepflegt von CatchHub
-
Mindestmaße und Schonzeiten, Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern Barsch 17 cm im Binnenland, 20 cm an der Küste
-
Fiogbé und Kestemont (2003): Optimum daily ration for Eurasian perch reared at its optimum growing temperature Wachstumsoptimum des Flussbarschs in der Aquakultur
-
Fang-Index von CatchHub: Herleitung und Gewichtung der Faktoren Licht, Wassertemperatur und Wind je Gewässer
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Plane deinen nächsten Fang mit CatchHub
Fang-Index, Wetter-Prognose, echte Fänge und Spots der Community für Tausende Gewässer. 100 Prozent kostenlos, alle Funktionen. Direkt im Browser oder als App auf deinem Handy.