Kurz gesagt
- Beim Palomarknoten geht die doppelt gelegte Schnur durch das Öhr, bildet einen lockeren Überhandknoten, und die Schlaufe wird über den ganzen Haken gestülpt. Gewickelt und gezählt wird nichts.
- Am Ende muss die Schlaufe vor das Öhr auf die doppelte Schnur gezogen werden, nicht um den Hakenschaft. Richtig gezogen bleibt der Haken im Knoten drehbar, falsch gezogen geht der Knoten auf.
- Er hält an geflochtener wie an monofiler Schnur und ist die am häufigsten empfohlene Geflecht-Verbindung am Öhr, weil er auch mit kalten Fingern sitzt.
- Zugtests nennen 70 bis nahe 100 Prozent der Schnur-Tragkraft, je nach Schnur, Nässe und Prüfstand. Ein sauber gebundener Palomar liegt um 90 Prozent.
- Seine Grenze ist die Größe des Köders. Die offene Schlaufe muss komplett über ihn passen, und bei einem großen Wobbler mit Drillingen ist der Clinchknoten die einfachere Wahl.
Warum dieser Knoten der erste sein sollte, den du kannst
Die meisten Angelknoten scheitern am Wasser, weil sie dort falsch gebunden werden, und selten an ihrer Konstruktion. Sieben Wicklungen im Halbdunkeln bei kaltem Wind sind schnell sechs, und ein Grinner mit sechs Wicklungen ist ein anderer Knoten als einer mit sieben. Der Palomarknoten hat dieses Problem nicht, denn er hat keine Wicklungen. Er hat neun kurze Handgriffe, und die meisten davon sind Bewegungen, die jeder ohnehin kennt.
Steckbrief Palomarknoten
- Wofür
- Öhrhaken, Wirbel, Karabiner, Snap
- Prinzip
- Überhandknoten aus der doppelten Schnur Die Schlaufe geht über den Haken und legt sich vor dem Öhr auf die Schnur
- Schnurtyp
- geflochten und monofil Für alle üblichen Stärken, an kleinen Öhren mit dem Zweitweg
- Knotenfestigkeit
- rund 85 bis 95 Prozent Zugtests streuen von 70 bis nahe 100, siehe Abschnitt zur Festigkeit
- Schwierigkeit
- leicht Keine Wicklungen zu zählen, im Dunkeln bindbar
- Bindedauer
- rund 1 Minute Neun Handgriffe, aber keiner davon braucht Licht
Alle 10 Angaben
- Bekannte Grenze
- große Köder Die offene Schlaufe muss komplett über Köder und Haken passen
- Schnurbedarf
- 15 bis 30 cm doppelt Je größer das Objekt, über das die Schlaufe muss, desto mehr
- Auftrag
- schlank Ein kompakter Wulst am Öhr, keine Wicklungsstrecke
- Erfunden von
- Chet Palomar Pfadfinderführer in den USA, mehr ist über die Herkunft nicht gesichert
Hier entscheidet sich alles
Ein Hakenöhr ist eine gebogene Drahtschlaufe mit einem Spalt, und dieser Spalt frisst Schnüre. Beim Palomar liegen dort zwei Stränge nebeneinander und teilen sich die Last.
Deshalb lohnt der Blick auf das Öhr, bevor du bindest. Ist der Draht aufgebogen oder scharfkantig, hilft kein Knoten der Welt; dann gehört der Haken in den Müll und nicht ans Vorfach.
Beim Palomar laufen zwei Stränge durch diese Öffnung, nicht einer. AI-Bild
Die Anleitung, Handgriff für Handgriff
Nimm zum Üben eine helle, dicke Schnur und einen großen Haken. Was du an 0,40 mm lernst, sitzt später auch an 0,10 mm, umgekehrt gilt das nicht.
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Etwa 20 cm Schnur zurücklegen
Fasse das Schnurende und lege es parallel neben die Hauptschnur zurück. Es entsteht eine lange Schlaufe. Ab hier läufst du mit zwei Strängen nebeneinander, und darauf beruht die Tragkraft des Knotens.
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Die Schlaufenspitze durch das Öhr schieben
Beide Stränge gehen zusammen durch das Öhr, von der Seite, auf der die Schnur ohnehin liegt. Passt die doppelte Schnur nicht, führst du das Ende einmal durch, legst es zurück und schiebst es von der anderen Seite noch einmal hindurch.
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Die Schlaufe zurück über die Schnur klappen
Führe die Schlaufe wieder nach links, oben über die doppelte Schnur hinweg. Sie liegt jetzt VOR der Schnur, nicht dahinter. Der Haken baumelt dabei lose.
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Die Schlaufe von unten durch die Öffnung ziehen
Unter der Schnur hindurch und in der Öffnung wieder nach oben. Das ist der ganz normale Überhandknoten, den du vom Schnürsenkel kennst. Er bleibt bis zum Schluss locker, sonst kommt die Schlaufe nicht mehr über den Haken.
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Die Schlaufe über den Haken stülpen
Öffne die Schlaufe mit zwei Fingern und führe sie über die Hakenspitze. Hier verdient der Knoten seinen Namen, und hier wird er bei großen Ködern zur Fummelei.
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Die Schlaufe unter dem Hakenbogen hindurchziehen
Weiter, bis sie unterhalb des Hakens ganz frei hängt. Sie ist jetzt um den Schaft gelegt, und dort darf sie nicht bleiben.
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Die Schlaufe vor das Öhr auf die doppelte Schnur ziehen
Zieh die Schlaufe zurück über das Öhr, bis sie auf der doppelten Schnur zwischen Überhandknoten und Öhr liegt. So sitzt sie richtig, und der Haken bleibt im Knoten drehbar.
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Den Knoten befeuchten
Speichel oder Wasser auf die Stelle, bevor du ziehst. Trocken laufen die Fasern beim Zuziehen übereinander und erwärmen sich dort, wo später die Last hängt.
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An beiden Enden gleichzeitig zuziehen
Hauptschnur und Ende zusammen ziehen, damit sich der Knoten gerade ans Öhr legt. Danach das Ende mit der Schere auf etwa 3 mm kürzen.
Woran du siehst, dass er sitzt
Ein Palomar verrät seine Fehler auf den ersten Blick, sobald du weißt, wohin du schauen musst. Der wichtigste Blick geht auf die Schlaufe.
Der fertige Knoten im Detail
4 StellenVier Stellen sagen dir, ob der Knoten sitzt. Die dritte ist die, an der die meisten scheitern, ohne es zu merken.
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Beide Stränge liegen im Öhr
Die doppelt gelegte Schnur läuft durch die Öse, nicht ein einzelner Strang. Daher kommt die Festigkeit, die Last verteilt sich auf zwei Fasern statt auf eine.
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Der Knoten ist aus der doppelten Schnur gebunden
In jeder Kreuzung liegen zwei Fasern nebeneinander, nicht eine. Deshalb braucht der Knoten keine gezählten Wicklungen, und deshalb bleibt der Überhandknoten bis zum Schluss locker.
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Die Schlaufe sitzt vor dem Öhr auf der Schnur
Nicht um den Hakenschaft, sondern auf der doppelten Schnur zwischen Überhandknoten und Öhr. Bleibt sie auf dem Schaft, sitzt der Knoten nicht und geht unter Last auf. Richtig gezogen bleibt der Haken drehbar.
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Das Ende läuft neben der Hauptschnur hinaus
Beide zeigen vom Knoten weg, in dieselbe Richtung. Läuft das Ende auf die andere Seite oder quer, hat sich der Knoten beim Zuziehen verkantet.
Die Alternativen im Vergleich
2 KnotenPasst der Köder nicht durch die Schlaufe, brauchst du einen Knoten, der nur das Ende durch die Öse schickt.
Ein Knoten für das Öhr
Dieser Knoten setzt eine Schnur fest an ein Metallteil. Er verbindet keine zwei Schnüre und lässt nichts pendeln. Für welche Schnur er am Öhr die erste Wahl ist und wo ein anderer übernimmt, sagt die Übersicht. Beim Drop-Shot sitzt er mitten in der Schnur, weil das lange Ende danach als Vorfach zum Blei weiterläuft und der Haken mit der Spitze nach oben stehen bleibt.
Wofür der Palomarknoten taugt
1 Aufgabe-
Haken, Wirbel oder Karabiner anbinden
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Erste Wahl
Geflecht
An geflochtener Schnur die am häufigsten empfohlene Verbindung, weil die doppelte Schnur im Öhr nicht wandert und nichts gezählt wird.
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Erste Wahl
Mono
Hält an Mono genauso, und neun Handgriffe ohne Wicklungszählen sind bei kaltem Wind Gold wert.
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Geht auch
Fluorocarbon
Steifes, dickes Fluorocarbon legt sich beim Zuziehen weniger sauber, und ab rund 20 lb wird die doppelte Schnur sperrig.
Besser geeignet: Grinner-Knoten
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Besser nicht
Stahl
Der doppelte Draht passt durch kein Hakenöhr, und die Schlaufe über den Köder knickt ihn.
Besser geeignet: Achterknoten
-
Was Knotenfestigkeit bedeutet und warum die Zahlen streuen
Knotenfestigkeit ist der Anteil der Schnurtragkraft, der mit Knoten noch übrig bleibt. Eine Schnur mit 10 kg Tragkraft und einem Knoten von 90 Prozent reißt rechnerisch bei 9 kg, am Knoten. Das ist die nützliche Aussage.
Die konkreten Prozentzahlen sind dagegen mit Vorsicht zu lesen. Sie hängen an der Schnurmarke, am Durchmesser, an der Zuggeschwindigkeit im Test und daran, ob befeuchtet wurde. Für den Palomar liegen die veröffentlichten Werte zwischen 70 und nahe 100 Prozent, und deshalb steht auf dieser Seite eine Spanne statt einer Kommazahl.
Knotenfestigkeit im Vergleich
8 KnotenAnteil der Schnur-Tragkraft, den der Knoten übrig lässt. Als Spanne, weil Schnur, Durchmesser und Zuziehen den Wert stärker bewegen als der Knoten selbst.
- FG-Knoten 90 bis 95 %
- Nagelknoten 85 bis 95 %
- Palomarknoten diese Seite 85 bis 95 %
- Verbesserter Clinchknoten 85 bis 95 %
- Achterknoten 80 bis 90 %
- Grinner-Knoten 80 bis 90 %
- Albright-Knoten 80 bis 90 %
- Schlaufenknoten 80 bis 90 %
Spulenknoten und No-Knot fehlen bewusst: der eine sieht nie Last, der andere ist eine Wicklung und liegt nicht in der Zugkette.
Praktisch gilt eine einfachere Regel. Der Unterschied zwischen einem gut und einem schlecht gebundenen Palomar ist größer als der Unterschied zwischen einem Palomar und jedem anderen guten Knoten.
Dazu kommt ein Denkfehler, der teuer wird. Die Tragkraft auf der Schnurpackung ist eine Linearlast im Zugversuch, kein Wert für einen Drill. Ein Hecht, der unter der Rutenspitze abtaucht, erzeugt Lastspitzen, die deutlich über dem Ruhezug liegen, und die Bremse fängt nur ab, was sie mitbekommt. Der Knoten ist in dieser Kette die kürzeste Stelle, an der alles zusammenläuft, und deshalb lohnt sich die Sekunde zum Befeuchten mehr als jede Prozentzahl.
Die vier Fehler, die ihn kosten
Ein gerissener Knoten sieht am Ende immer gleich aus, nämlich nach einem Ringelschwänzchen am Schnurende. Dieses Ringeln zeigt, dass der Knoten aufgerutscht ist und nicht gebrochen, und die Ursache liegt fast immer in einem dieser vier Punkte.
Woran du siehst, was passiert ist
Ein Schnurende mit Spirale war nie gerissen. Die Schnur hat sich unter Last aus dem Knoten gezogen und die Form der Windungen behalten, in denen sie eben noch lag.
Eine gebrochene Schnur endet dagegen glatt oder faserig und ohne Ringel, oft ein Stück über dem Knoten. Dann war eine Scheuerstelle schuld, nicht der Knoten, und das letzte Stück Schnur gehört abgeschnitten.
Das Ringeln entsteht beim Aufrutschen, nicht beim Bruch. AI-Bild
Die Schlaufe bleibt auf dem Hakenschaft
Nach dem Überstülpen hängt die Schlaufe unter dem Haken, und wer dort zuzieht, hat sie um den Schaft gelegt. Diese Lage ist der häufigste Grund, warum ein Palomar versagt. Sie gehört vor das Öhr auf die doppelte Schnur, und dann bleibt der Haken drehbar.
Trocken zugezogen
Beim Zuziehen laufen die Fasern übereinander, und trocken entsteht dabei Wärme an der Stelle, die später die Last trägt. Die Bauform kann sich dabei in sich selbst schneiden, wenn die Schnur dort einen schwachen Punkt hat. Speichel oder Wasser kosten eine Sekunde.
Nur an einem Ende gezogen
Hauptschnur und Ende gehören gleichzeitig angezogen. Zieht nur eines, setzt sich der Knoten schief und liegt nicht sauber am Öhr an. Man sieht es ihm an, die zwei Fasern der doppelten Schnur liegen dann über Kreuz statt nebeneinander.
Die Schlaufe hat sich verdreht
Beim Überklappen dreht sich die Schlaufe leicht in sich. Zugezogen liegt sie dann über Kreuz statt glatt, und der Knoten verliert deutlich. Eine Sichtprüfung vor dem letzten Zug reicht.
Ein fünfter Fehler steht nicht in der Liste, weil er keiner des Knotens ist. Ist die Schnur an der Rutenspitze oder am Ring vorgeschädigt, reißt sie unter Last über dem Knoten, und der Knoten bekommt die Schuld. Wer nach jedem Hänger die letzten 50 cm durch die Finger zieht und bei rauem Griff abschneidet, spart sich diese Fehlersuche.
Sechs Fragen an den fertigen Knoten
Die Liste dauert zehn Sekunden und fängt den einen Fehler, den der Knoten von aussen nicht zeigt.
Bevor der Köder ins Wasser geht
0 von 6Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Wo der Palomar aufhört und ein anderer Knoten anfängt
Die Grenze ist mechanisch. Der Knoten verlangt, dass die Schlaufe über den kompletten Köder geführt wird. Bei einem 6er Haken ist das kein Thema, bei einem Wobbler von 20 cm mit zwei Drillingen schon.
Ab hier wird er zur Fummelei
Der fünfte Schritt verlangt, dass die offene Schlaufe komplett über den Köder wandert. Bei einem Einzelhaken ist das eine Handbewegung, bei diesem Wobbler ein Kampf mit zwei Drillingen, die sich unterwegs verfangen.
Möglich bleibt er, wenn du die Schlaufe groß genug legst. Nur ist der Clinchknoten hier die schnellere Antwort, weil bei ihm nur das Schnurende durch die Öse muss.
Die Schlaufe muss über den ganzen Köder, samt Haken. AI-Bild
Bei sehr kleinen Öhren, etwa an feindrähtigen Forellenhaken, passt die doppelte Schnur oft nicht auf einmal hindurch. Dafür gibt es den Zweitweg: das Ende einmal durch das Öhr, zurücklegen und von der anderen Seite noch einmal hindurch. Dann liegt die doppelte Schnur vor dem Öhr, und der Rest läuft wie gewohnt.
Der zweite Grenzfall ist die Verbindung zweier Schnüre. Der Palomar kann das nicht, dafür sind Verbindungsknoten wie Albright und FG gebaut. Wer geflochtene Hauptschnur auf ein Fluorocarbon-Vorfach setzt, braucht diese Sorte Knoten, und der Palomar sitzt dann am anderen Ende, nämlich am Haken.
Die 99 Prozent, die überall stehen
Kaum eine Zahl wird so oft zitiert wie die Knotenfestigkeit des Palomar. In Foren, Katalogen und Videos steht sie bei 95, 98 oder 99 Prozent, und jede dieser Zahlen klingt nach Messung.
Die Messungen selbst sind ehrlicher. Sie geben dem Palomar mal 70 bis 80 Prozent, mal bei sauberem Sitz nahe 100, ein unabhängiger Zugtest misst 91. Alle reden über denselben Knoten, und der Unterschied liegt in Schnur, Nässe und Prüfstand, nicht im Knoten.
Bei geflochtener Schnur kommt ein zweiter Grund dazu. Die Nennlast auf der Packung liegt oft weit unter der echten Bruchlast, eine 10-lb-Schnur reißt im Test nicht selten erst bei 18. Ein Prozentwert auf diese Nennlast ist eine Zahl ohne Nenner. Nützlich bleibt die Aussage dahinter, der Palomar gehört zu den verlässlichen Öhrknoten, und ob er in deiner Hand hält, entscheidet nicht die Nachkommastelle, sondern ob die Schlaufe am Ende dort sitzt, wo sie hingehört.
Häufige Fragen zum Palomarknoten
7 FragenWie fest hält der Palomarknoten wirklich?
Seriös nur als Spanne. Veröffentlichte Zugtests reichen von 70 bis 80 Prozent über 91 und 95 bis nahe 100, alle über denselben Knoten. Die Zahl hängt an Schnur, Nässe und Prüfstand, und bei Geflecht ist schon der Bezug weich, weil die Nennlast auf der Packung oft weit unter der echten Bruchlast liegt. Ob du ihn sauber bindest, wiegt mehr als jede dieser Zahlen.
Wo muss die Schlaufe am Ende sitzen?
Vor dem Öhr auf der doppelten Schnur, zwischen Überhandknoten und Öhr. Nach dem Überstülpen hängt sie unter dem Haken, und wer dort zuzieht, hat sie um den Schaft gelegt. In dieser Lage kann der Knoten versagen. Richtig gezogen bleibt der Haken im Knoten frei drehbar.
Taugt der Palomarknoten für geflochtene Schnur?
Ja, er ist dort die am häufigsten empfohlene Verbindung am Öhr, weil er ohne gezählte Wicklungen auskommt und auch mit kalten Fingern sitzt. Die Zugtests streiten allerdings, ob er an Geflecht fester hält als ein Grinner. Befeuchte ihn vorher, Geflecht verzeiht Reibungswärme schlechter als monofile Schnur.
Wann sollte ich einen anderen Knoten nehmen?
Sobald die Schlaufe nicht mehr bequem über den Köder passt, also bei großen Wobblern mit Drillingen. Dort ist der Clinchknoten die einfachere Wahl, weil bei ihm nur das Schnurende durch die Öse muss. Zwei Schnüre verbindet der Palomar gar nicht, dafür sind Albright und FG gebaut.
Wie lang muss das Schnurende sein?
15 bis 30 cm doppelt gelegt, je nach Größe des Objekts, über das die Schlaufe muss. Bei Haken und Wirbeln reichen 15 cm, bei einem Köder mit Drillingen brauchst du mehr. Zu wenig Schnur ist der häufigste Grund, warum der Knoten mitten im Binden abgebrochen wird.
Passt die doppelte Schnur auch durch ein kleines Öhr?
Wenn nicht, gibt es den Zweitweg. Das Ende einmal durch das Öhr, zurücklegen und von der anderen Seite noch einmal hindurchschieben, sodass rund 15 cm doppelte Schnur vor dem Öhr liegen. Ab da bindest du wie gewohnt weiter.
Kann ich den Palomar auch für Fluorocarbon nehmen?
Ja, er gilt für alle üblichen Schnurstärken. Steifes, dickes Material legt sich beim Zuziehen weniger sauber, deshalb dort reichlich befeuchten und langsam ziehen. Ab rund 20 lb Schnurklasse ist der Grinner die ruhigere Wahl.
Passt dazu
Halte fest, was an diesem Knoten hing
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