Zwei Hände spannen geflochtene Schnur, während ein Fluorocarbon-Vorfach darüber gelegt wird AI
Angelknoten

FG-Knoten binden: Anleitung und Einsatz

Der FG-Knoten ist die schlankste Verbindung zwischen geflochtener Hauptschnur und Fluorocarbon-Vorfach. Er läuft praktisch ohne Widerstand durch die Ringe und hält dabei erstaunlich viel aus. Dafür ist er der schwierigste der gängigen Knoten, und daran ändert keine Anleitung etwas.

Kurz gesagt

  • Der FG-Knoten verbindet geflochtene Hauptschnur mit einem Vorfach aus Fluorocarbon oder Mono. Das Geflecht legt sich in gekreuzten Wicklungen um das Vorfach, das Vorfach läuft gerade hindurch und bekommt keinen Knick.
  • Er ist die schlankste aller Schnurverbindungen und läuft ohne Anschlagen durch die Rutenringe, bis auf die Spule einer Baitcaster.
  • Gebunden wird gegen das gespannte Geflecht, bewegt wird das Vorfachende. Beide Schnüre stehen dabei die ganze Zeit unter Zug, und daran scheitern die meisten ersten Versuche.
  • 10 bis 16 Kreuzungen oder 1,5 bis 2 cm Hülse reichen. Die kursierenden Zahlen streuen, weil manche Anleitungen den einzelnen Durchgang zählen und andere das Paar.
  • Sauber zugezogen hält er rund 90 bis 95 Prozent der Tragkraft des Geflechts. Schlecht gebunden reißt er nicht, er rutscht heraus, und die Festigkeit entsteht beim Zuziehen, nicht beim Wickeln.

Warum es diesen Knoten gibt

Geflochtene Hauptschnur und ein Vorfach aus Fluorocarbon sind beim Spinnfischen die übliche Kombination. Das Geflecht überträgt jeden Kontakt, das Fluorocarbon ist unter Wasser unauffällig und abriebfest. Nur müssen die beiden so verbunden werden, dass die Verbindung durch die Rutenringe passt.

10 bis 16 Kreuzungen je nach Paarung
sehr schlank der geringste Auftrag von allen
zwei Schnüre beide unter Zug, die ganze Zeit

Steckbrief FG-Knoten

Wofür
Geflecht auf Fluorocarbon oder Mono Die klassische Vorfachverbindung beim Spinnfischen
Prinzip
Geflecht wickelt sich gekreuzt um das Vorfach Die Hülse verklemmt sich unter Zug selbst, wie eine Fingerfalle
Kreuzungen
10 bis 16 Oder nach Länge: 1,5 bis 2 cm Hülse
Auftrag
sehr gering Der wichtigste Vorteil, er läuft durch die Ringe
Knotenfestigkeit
rund 90 bis 95 Prozent Bezogen auf das Geflecht, sauber zugezogen; sonst rutscht er
Schwierigkeit
sehr schwer Braucht Übung, zwei gespannte Schnüre und Geduld
Alle 11 Angaben
Bindedauer
rund 5 Minuten Geübt in drei Minuten, beim ersten Mal ein Vielfaches
Hilfsmittel
Zähne, Klemme oder Knotenhilfe Das Geflecht muss verankert sein, sonst hast du keine dritte Hand
Grenze
Vorfach nicht schwächer als das Geflecht Sonst schneidet die Hülse ins Vorfach, statt zu klemmen
Herkunft
Japan Die Abkürzung ist nicht gesichert, meist als Fine Grip gelesen
Weitere Namen
Sebile-Knoten, GT-Knoten GT nach der Giant-Trevally-Fischerei, für die er gebaut wurde

Das leistet der FG-Knoten. Statt einen dicken Knoten zu bilden, wickelt sich das Geflecht in vielen Lagen um das Vorfach und verklemmt sich unter Zug selbst, nach demselben Prinzip wie eine Fingerfalle. Übrig bleibt eine lange, schlanke Verbindung, die kaum aufträgt.

Geflochtene Schnur läuft durch drei Rutenringe einer Spinnrute im Morgenlicht

Der Grund für den ganzen Aufwand

Beim Spinnfischen läuft die Verbindung bei jedem Wurf und bei jedem Einholen durch diese Ringe, hunderte Male am Tag. Ein Knoten, der dabei anschlägt, kostet Wurfweite und schlägt gegen die Keramik.

Der FG ist keine Verdickung, sondern eine langgezogene Hülse mit fließendem Übergang. Deshalb nehmen viele den Aufwand beim Binden in Kauf, obwohl es einfachere Verbindungen gibt.

Ein FG-Knoten läuft hier durch, ohne anzuschlagen. AI-Bild

Der Ablauf, Handgriff für Handgriff

Die Reihenfolge ist einfach, die Ausführung nicht. Gespannt wird das Geflecht, bewegt wird das Vorfachende, und beide Schnüre bleiben von Anfang bis Ende unter Zug. Wer das Vorfach zwischen die Zähne nimmt und das Geflecht wickelt, hat die Rollen vertauscht und wundert sich, warum es so schwer geht.

  1. Das Geflecht verankern und spannen

    Das Ende der geflochtenen Schnur zwischen die Zähne, in eine Klemme am Rutengriff oder in eine Knotenhilfe. Die Schnur muss straff sein, aber nachgeben können.

  2. Das Vorfach quer darüber legen

    Rund 30 cm Vorfach über das gespannte Geflecht, das Ende in der freien Hand. Auch das Vorfach bleibt ab jetzt unter Zug.

  3. Das Vorfachende über das Geflecht und darunter zurück

    Eine Bewegung: über das Geflecht, dann von der anderen Seite darunter zurück. Jede dieser Kreuzungen legt eine Windung Geflecht um das Vorfach.

  4. Wiederholen, bis die Hülse 1,5 bis 2 cm lang ist

    10 bis 16 Kreuzungen, je dünner das Geflecht im Verhältnis zum Vorfach, desto mehr. Nach jeder Kreuzung leicht nachziehen, damit nichts aufgeht.

  5. Kräftig an Geflecht und Vorfach ziehen

    Der Zug macht die Festigkeit. Die Hülse schiebt sich zusammen und bettet sich ins Vorfach, und das Geflecht wird an dieser Stelle sichtbar dunkler und durchscheinend.

  6. Die Hülse mit Halbschlägen sichern

    Vier bis sechs Halbschläge mit dem Geflechtende um das Vorfach, dicht an der Hülse. Sie tragen nichts zur Festigkeit bei, sie verhindern das Aufarbeiten und bauen den Übergang zu den Ringen.

  7. Beide Enden kürzen

    Das Vorfachende dicht vor der Hülse, das Geflechtende hinter den Halbschlägen, jeweils 1 bis 2 mm stehen lassen. Wer den Übergang noch flacher will, setzt vor dem Kürzen zwei Halbschläge nur um das Geflecht.

Was du am fertigen Knoten sehen musst

Eine gelungene Hülse und eine gescheiterte sehen sich ähnlicher, als dir lieb sein kann. Vier Stellen geben Auskunft, und die Farbe des Geflechts eine fünfte.

Der fertige Knoten im Detail

4 Stellen

Ein fertiger FG ist eine schlanke Hülse, kein Knoten im üblichen Sinn. Vier Stellen sagen dir, ob sie hält.

1 2 3 4
  1. Gekreuzte Wicklungen, keine gleichlaufenden

    Das Geflecht geht abwechselnd von der einen und von der anderen Seite über das Vorfach, und von vorn kippt die Neigung bei jeder Windung. Laufen alle gleich herum, hast du eine Spirale gebunden und keinen FG.

  2. Halbschläge, enger als die Hülse

    Am Ende der Hülse sitzen die Halbschläge, kleiner und dichter als die Wicklungen davor. Sie tragen nichts zur Festigkeit bei, sie halten das Ende und bauen den Übergang zu den Ringen.

  3. Das Vorfach läuft gerade hindurch

    Es bleibt gestreckt und bekommt keinen Knick. Daher stammt die hohe Festigkeit, die dickere Schnur wird nicht um sich selbst gebogen. Ihr Ende steht als kurzer Stummel vor der Hülse.

  4. Das Geflecht als Hauptschnur

    Es kommt von der Rolle und bildet die Hülse. Andersherum funktioniert der Knoten nicht, das dickere Material lässt sich nicht sauber um das dünnere wickeln.

Die Alternativen im Vergleich

2 Knoten

Beide verbinden zwei Schnüre. Der Unterschied ist der Aufwand beim Binden gegen den Auftrag im fertigen Knoten.

Wie viele Kreuzungen er braucht

Die Länge der Hülse macht hier die Tragkraft aus. Anders als bei einem zugezogenen Knoten hält allein die Reibung des Geflechts auf dem Vorfach, und Reibung wächst mit der Strecke, über die es aufliegt.

Von der Paarung zur Hülsenlänge

Rechner

Der FG hält allein über die Reibung der gekreuzten Wicklungen. Je dicker das Vorfach im Verhältnis zum Geflecht, desto mehr Durchgänge braucht die Hülse, um sich unter Zug festzuziehen.

Wicklungs-Rechner

Durchmesser eintragen, Wicklungszahl ablesen

10 bis 12 Kreuzungen

Eine Kreuzung ist dabei ein Paar, einmal über und einmal unter dem Geflecht. Wer im Netz 20 oder 25 liest, hat eine Anleitung erwischt, die jeden einzelnen Durchgang zählt, und meint denselben Knoten. Verlässlicher als jede Zahl ist die Länge, 1,5 bis 2 cm Hülse reichen bei jeder üblichen Paarung.

Was ihn scheitern lässt

Vier Ursachen decken praktisch jeden misslungenen FG ab, und drei davon fallen erst auf, wenn die Hülse fertig ist.

Eine der beiden Schnüre wird locker

Der FG entsteht nur, solange beide Schnüre unter Zug stehen. Wird eine zwischen zwei Kreuzungen locker, legen sich die vorherigen Wicklungen auseinander, und du merkst es erst beim Zuziehen. Das Geflecht gehört zwischen die Zähne oder in eine Klemme, das Vorfachende in eine Hand, die nie nachlässt.

der eine Fehler

Alle Wicklungen laufen gleich herum

Von der einen und von der anderen Seite im Wechsel, sonst entsteht eine Spirale statt einer Klemmung. Eine Spirale rutscht unter Last einfach über das Vorfach, ohne sich festzuziehen. Der fertige Knoten sieht dabei täuschend ordentlich aus.

hält nicht

Zu zaghaft zugezogen

Die Form allein hält nichts, der Zug macht den Knoten. Erst wenn die Hülse sich ins Vorfach bettet, klemmt sie, und das erkennst du daran, dass das Geflecht dort dunkler und durchscheinend wird. Bleibt es hell, war der Zug zu schwach.

rutscht heraus

Zum ersten Mal am Wasser

Dieser Knoten ist der einzige der gängigen, der wirklich Übung verlangt. Wer ihn bei Wind, Kälte und schwindendem Licht zum ersten Mal versucht, verliert eine Stunde. Zu Hause auf dem Sofa sind es zehn Versuche in 20 Minuten.

kostet den Abend

Die Ursache ist fast immer dieselbe. Irgendwo war eine der beiden Schnüre nicht straff, und dafür gibt es Hilfsmittel, von der Klemme am Rutengriff bis zur Knotenhilfe, die das Geflecht hält und beide Hände frei macht. Welche du wählst, ist zweitrangig. Dass Geflecht und Vorfach durchgehend unter Zug stehen, nicht.

Prüfen, bevor er Last sieht

Ein FG verabschiedet sich nicht mit einem Riss, sondern rutscht heraus, und das meist im Drill. Die Liste geht in einer Minute durch.

Bevor die Verbindung ans Wasser darf

0 von 6

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Wann sich der Aufwand lohnt

Nicht jede Montage braucht diesen Knoten. Beim Ansitzangeln, beim Feedern und überall dort, wo die Verbindung nicht durch die Ringe läuft, tut ein doppelter Grinner oder ein Albright dieselbe Arbeit in einem Bruchteil der Zeit.

Wofür der FG-Knoten taugt

1 Aufgabe
  • Zwei Schnüre miteinander verbinden

    • Erste Wahl

      Geflecht

      Die Wicklungen verklemmen sich unter Zug selbst und legen sich flach an das Vorfach an.

    • Erste Wahl

      Fluorocarbon

      Der Standard beim Spinnfischen, weil der Knoten ständig durch die Ringe läuft und dabei nicht anschlägt.

    • Geht auch

      Mono

      Funktioniert, verschenkt aber seinen Vorteil: zwischen zwei Monoschnüren ähnlicher Stärke tut es ein einfacherer Knoten.

      Besser geeignet: Grinner-Knoten

    • Besser nicht

      Fliegenschnur

      Die Wicklungen brauchen einen festen Kern; auf der weichen Beschichtung einer Fliegenschnur finden sie keinen Halt.

      Besser geeignet: Albright-Knoten

Sein Vorteil zeigt sich beim Werfen. Wer stundenlang Spinnköder wirft, spürt jeden Knoten, der gegen die Ringe schlägt, und bei feinem Gerät kostet er zusätzlich Wurfweite. Über einen ganzen Wurftag summiert sich das, und der FG zahlt sich dann in Ausdauer aus.

Gebogene Spinnrute im Wurf über einem nebligen See bei Tagesanbruch

Im Wurf zeigt sich der Unterschied

Beim Wurf beschleunigt der Köder die Schnur auf ein Vielfaches der Einholgeschwindigkeit. Was dabei an einem Ring hängen bleibt, bremst nicht nur, es schlägt mit voller Wucht dagegen.

Wer den ganzen Tag wirft, sammelt so tausende kleine Schläge auf denselben Knoten. Am wenigsten leidet die Verbindung, die du beim Werfen gar nicht bemerkst.

Im Moment der Beschleunigung schießt die Schnur durch alle Ringe. AI-Bild

Wo er unter den Knoten steht

In der Festigkeit liegt er an der Spitze der gängigen Knoten, und das hat einen Grund in der Bauform. Das Vorfach bekommt keinen Knick, es wird nur umwickelt.

Knotenfestigkeit im Vergleich

8 Knoten

Anteil der Schnur-Tragkraft, den der Knoten übrig lässt. Als Spanne, weil Schnur, Durchmesser und Zuziehen den Wert stärker bewegen als der Knoten selbst.

Spulenknoten und No-Knot fehlen bewusst: der eine sieht nie Last, der andere ist eine Wicklung und liegt nicht in der Zugkette.

Üben, bevor es darauf ankommt

Dieser Knoten gehört zu den wenigen, die zu Hause geübt gehören. Mit dicker, heller Schnur bei gutem Licht lässt sich der Ablauf in einer halben Stunde verstehen, und danach funktioniert er auch am Wasser.

Wer keine Zeit dafür hat, bereitet mehrere Vorfächer zu Hause vor und tauscht sie am Wasser über einen kleinen Wirbel. Das kostet etwas Sensibilität, ist aber allemal besser als eine schlecht gebundene Verbindung zwischen dir und dem Fisch.

Er reißt nicht, er rutscht

Kaum ein Knoten wird so bedingungslos empfohlen wie dieser. In Videos und Foren gilt er als der stärkste, den es gibt, und wer etwas anderes bindet, gilt schnell als bequem.

Die Zugwerte stützen das, solange er sauber sitzt. Im selben Versuchsaufbau hielt ein FG knapp 90 Prozent der Geflecht-Tragkraft, ein Albright deutlich weniger. Nur sagt der FG nicht, wann er schlecht sitzt. Er verliert bei schwacher Ausführung nicht ein Stück Tragkraft, er verlässt das Vorfach ganz, und das meist im Drill.

Spule mit dünner grüner Geflechtschnur neben einer Spule mit dickem klarem Fluorocarbon, die losen Enden liegen nebeneinander

Die Paarung entscheidet vor der ersten Kreuzung

Der FG lebt davon, dass sich das dünne, harte Geflecht in das weichere Vorfach drückt. Dafür muss das Vorfach der dickere und tragfähigere Partner sein, ein Geflecht von 0,12 mm an einem Fluorocarbon von 0,30 mm ist die übliche Paarung.

Ist das Vorfach schwächer als das Geflecht, schneidet die Hülse ein, statt zu klemmen, und die Verbindung rutscht unter Last ab. Die Zahl der Kreuzungen hilft dann nicht mehr, weil sie auf einem Vorfach liegen, das nachgibt.

Dünnes Geflecht, dickes Vorfach, so klemmt die Hülse. AI-Bild

Es gibt eine Probe dafür. Richtig zugezogen bettet sich das Geflecht ins Vorfach und wird im Wickelbereich dunkler und durchscheinend. Bleibt es hell und liegt es nur obenauf, war der Zug zu schwach, und dann hilft kein Halbschlag der Welt.

Wer ihn oft bindet, fährt mit ihm am besten. Wer ihn zweimal im Jahr braucht, ist mit einem Knoten besser bedient, der auch bei mäßiger Ausführung noch trägt.

Häufige Fragen zum FG-Knoten

8 Fragen
Wofür brauche ich den FG-Knoten?

Zum Verbinden von geflochtener Hauptschnur mit einem Vorfach aus Fluorocarbon oder monofiler Schnur. Sein Vorteil ist der geringe Auftrag. Er läuft flach durch die Rutenringe und stört beim Werfen kaum.

Wofür steht die Abkürzung FG?

Gesichert ist es nicht. Am häufigsten wird sie als Fine Grip gelesen, daneben kursieren Friggin Good und ein angeblicher Urheber namens Fred Goldman. Der Knoten stammt aus Japan und heißt dort auch Sebile-Knoten oder GT-Knoten, nach der Giant-Trevally-Fischerei. Wer eine der Varianten als die richtige nennt, hat sie abgeschrieben.

Wie viele Wicklungen brauche ich?

10 bis 16 Kreuzungen, oder nach Länge 1,5 bis 2 cm Hülse. Die Zahlen im Netz streuen bis 25, weil manche Anleitungen jeden einzelnen Durchgang zählen und andere das Paar aus über und unter. 16 Durchgänge und 8 Kreuzungen sind derselbe Knoten. Bei dünnem Geflecht an dickem Vorfach eher mehr.

Warum rutscht mein FG-Knoten heraus?

Weil der FG nicht reißt, sondern rutscht, und dafür gibt es drei Gründe. Zu schwach zugezogen, dann hat sich die Hülse nicht ins Vorfach gebettet und das Geflecht ist dort hell geblieben. Ein Vorfach, das schwächer ist als das Geflecht, dann schneidet die Hülse ein statt zu klemmen. Oder die Spannung ist zwischen zwei Kreuzungen weggefallen.

Wie viele Halbschläge braucht der Abschluss?

Vier bis sechs um das Vorfach, und die Quellen streuen von drei bis zwölf, weil es niemand messen kann. Zur Tragkraft tragen sie nichts bei, sie verhindern das Aufarbeiten und bauen den Übergang zu den Ringen. Wer es flacher will, kappt danach das Vorfachende und setzt zwei weitere nur um das Geflecht.

Brauche ich eine Knotenhilfe?

Nein, aber sie löst genau das Problem, an dem der Knoten scheitert. Sie hält das Geflecht unter Zug und lässt beide Hände für das Vorfach frei. Ohne Werkzeug tun es die Zähne, eine Klemme am Rutengriff oder das Knie. Das Bobbin gehört übrigens zum PR-Knoten, nicht zum FG.

Gibt es eine einfachere Alternative?

Ja, den Albright-Knoten. Er ist deutlich leichter zu binden, trägt aber mehr auf und läuft dadurch weniger geschmeidig durch die Ringe. Für Montagen, bei denen der Knoten nicht durch die Ringe muss, ist er die pragmatische Wahl.

Kann ich ihn am Wasser binden?

Mit Übung ja, ohne Übung besser nicht. Wer ihn zum ersten Mal bei Wind, Kälte und schwindendem Licht versucht, verliert mehr Zeit als der Knoten wert ist. Ein vorbereitetes Vorfach in der Tasche ist dann die bessere Lösung.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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