Kurz gesagt
- Beim Method-Feeder presst du das Futter außen um einen flachen Korb, und der Hakenköder liegt mit im Ballen. Der Korb fällt immer mit der flachen Seite nach unten und legt den Köder obenauf.
- Das Vorfach ist mit rund 10 cm sehr kurz. Erst dadurch spürt der Fisch das Gewicht des Korbs, während der Köder noch im Maul ist.
- Ab etwa 30 g Korbgewicht hakt sich der Fisch zuverlässig selbst. Das ist weniger als bei der Karpfenmontage, weil der kurze Hebel des 10-cm-Vorfachs die Kraft direkter überträgt.
- Mehr Gramm haken nicht besser. 15 bis 30 g decken den Angelteich ab, 28 g reichen auf 50 m im Flachen, 45 g braucht es erst tief und weit.
- Der Korb muss sich bei Schnurbruch lösen können. Freilaufende Inline-Körbe sind deshalb an vielen Gewässern vorgeschrieben, fest gebundene Elastik-Versionen verboten.
Das Futter sitzt aussen, und deshalb liegt der Köder mittendrin
Ein normaler Futterkorb ist ein Transportmittel. Er bringt Futter zum Grund, gibt es frei, und der Köder liegt daneben. Der Method-Korb dreht das um. Das Futter wird von aussen um ihn gepresst, und der Hakenköder steckt mit im Ballen.
Daraus folgt alles Weitere. Der Fisch findet nicht erst das Futter und dann den Köder, sondern frisst sich zum Haken. Das Vorfach kann dafür extrem kurz sein, und genau diese Kürze macht die Montage zur Selbsthakmontage. Wie ein Korb im Strom eingesetzt wird, steht im Ratgeber zum Feedern; hier geht es um den Korb, der eine Verpackung ist.
Steckbrief Method-Feeder
- Zielfische
- Karpfen, Brassen, Schleie, Rotauge Am Angelteich fast alles, was Futter annimmt
- Gewässer
- Angelteich, See, Baggersee, Kanal Im Fluss die Ausnahme, dort braucht der Mix mehr Bindung
- Prinzip
- Futter aussen um den Korb, Köder mittendrin Der Fisch frisst sich zum Haken, statt ihn zu suchen
- Vorfachlänge
- 7 bis 15 cm, meist rund 10 Kürzer bringt den Köder ins Futter, länger mehr Bewegung
- Korbgewicht
- 15 bis 45 g Nach Wurfweite und Tiefe, siehe Rechner
- Rechtliches
- Futtermenge und Korbverbote prüfen Manche Gewässer schreiben freilaufende Körbe vor
Alle 14 Angaben
- Bauform
- Flatbed, Inline, Elastik oder Hybrid Flatbed ist der Standard, Hybrid die Wahl für weite Würfe
- Haken
- Größe 16 bis 8 nach Köder Kurzer Schenkel, weiter Bogen, feiner aber starker Draht
- Köder
- Wafter, harter Pellet, Mini-Boilie, Mais Hartes ans Haar, Weiches direkt auf den Haken
- Futter
- 2-mm-Micropellets, oft mit Grundfutter Gewässert, abgegossen und gequollen, nie trocken verwendet
- Rute
- 3,00 bis 3,30 m, Wurfgewicht 60 bis 110 g Ein gefüllter Korb wiegt rund das Doppelte seiner Aufschrift
- Rolle
- Größe 3000 bis 4000
- Hauptschnur
- monofil 0,20 bis 0,25 mm Die Dehnung verhindert Ausschlitzer auf kurze Distanz
- Schwierigkeit
- leicht Die einsteigerfreundlichste Grundmethode überhaupt
Vier Bauformen, vier Aufgaben
Der offene Flatbed-Korb mit flacher Grundplatte ist der Standard, und seine Form ist kein Zufall. Weil das Blei in der Platte sitzt, landet er immer mit derselben Seite unten, und der Köder liegt danach oben statt unter dem Korb begraben.
Die Montage im Detail
5 BauteileVier Teile, und drei davon sitzen anders als bei jedem anderen Futterkorb. Fünf Stellen erklären, warum sich der Fisch hier selbst hakt.
-
Monofile Hauptschnur, keine geflochtene
Auf kurze Distanz federt die Dehnung den Kopfstoss ab. Geflecht ohne Dehnung reisst den feinen Haken aus dem weichen Maul, sobald der Fisch am Kescher dreht.
-
Der Korb ist flach, nicht rund
Die flache Grundplatte trägt das Blei und sorgt dafür, dass der Korb immer mit derselben Seite nach unten landet. Der Köder liegt danach oben, wo der Fisch ihn findet.
-
Das Futter sitzt aussen
Der Mantel aus gequollenen Micropellets löst sich am Grund und legt einen handtellergrossen Teppich um den Korb. Der Köder liegt mitten darin, nicht daneben.
-
Das Vorfach ist kurz
Rund 10 cm. Diese Länge entscheidet über den Selbsthakeffekt: je länger die Strecke zwischen Korb und Haken, desto flacher zieht der Fisch und desto weniger Kraft steht an der Hakenspitze an.
-
Der Köder hängt am Haar
Ein harter Pellet oder Wafter am Haar hält den Hakenbogen frei. Saugt der Fisch ihn ein, kippt der Haken in die Unterlippe, statt im Köder stecken zu bleiben.
Verwandte Montagen
3 MontagenDerselbe Korb in drei anderen Bauformen. Unter jeder Zeichnung steht, welches Problem sie löst.
Inline
Die Schnur läuft durch einen Kanal mitten durch den Korb. Der Widerstand steht sofort an, und bei Schnurbruch streift der Fisch den Korb ab. An vielen Gewässern die vorgeschriebene Bauform.
Elastik
Ein Gummizug im Schaft dämpft den Kopfstoss und rettet Fische, die sonst am Kescher aussteigen. Fest gebunden ist sie allerdings genau die Bauform, die bei Schnurbruch am Fisch bleibt.
Hybrid
Geschlossene Seitenwände halten das Futter auch beim weiten Wurf. Der Teppich fällt enger aus, was auf grosse Distanz und bei wenig Fisch die bessere Wahl ist.
Umgeschaltet wird nach Aufgabe, nicht nach Vorliebe. Der offene Method-Korb trägt mehr Futter und baut den Platz schneller auf, der geschlossene Hybrid hält es beim weiten Wurf zusammen. Wer eine Stelle erst füllt und dann Fisch für Fisch abfischt, beginnt mit dem Method und wechselt zum Hybrid, sobald die Bisse regelmässig kommen.
Warum sich der Fisch selbst hakt
Drei Grössen wirken zusammen, und sie stehen in dieser Rangfolge.
Sauber in der Unterlippe
Das kurze Vorfach und der schwere Korb setzen den Haken, bevor der Fisch den Widerstand versteht, und fast immer sitzt er in der Unterlippe. Das ist kein Zufall, sondern der Grund, warum die Methode als fischschonend gilt.
Vorausgesetzt, der Korb kann sich lösen. Ein Inline-Korb, der auf der Schnur läuft, oder eine Montage mit Sollbruchstelle sind Pflicht, sonst schleppt ein abgerissener Fisch das Gewicht mit sich.
Kurzes Vorfach, schwerer Korb, und der Haken sitzt dort, wo er hingehört. AI-Bild
Der Korb bleibt liegen, weil er schwer genug ist. Der Fisch zieht gegen ein Gewicht, das er nicht bewegt. Das Vorfach ist kurz, deshalb kommt dieser Widerstand an, während der Köder noch im Maul ist. Und der Haken liegt oben im Futter, sodass er beim Abwenden in die Unterlippe kippt.
Der zweite Punkt ist der, an dem die meisten Montagen scheitern. Zwischen 10 cm und 60 cm liegt kein gradueller Unterschied, sondern ein anderer Hebel. Je länger die Strecke, desto flacher der Zugwinkel und desto weniger Kraft steht an der Hakenspitze an.
Deshalb reichen hier rund 30 g Korbgewicht, während eine Karpfenmontage mit ihrem 20 bis 30 cm langen Vorfach erst ab etwa 80 g zuverlässig hakt. Beide Zahlen stimmen, sie beschreiben nur verschiedene Hebel.
Welcher Korb für welche Weite
Das Gewicht folgt der Wurfweite und der Tiefe, nicht dem Zielfisch. Ein schwererer Korb hakt nicht besser, er fliegt nur weiter und schlägt lauter auf.
Trocken ist Kies, gequollen ist Futter
Micro-Pellets kleben erst, wenn sie Wasser gezogen haben. Trocken fallen sie beim Wurf vom Korb, zu nass werden sie zu Brei, der den Korb nicht verlässt. Dazwischen liegt ein Fenster von wenigen Minuten Quellzeit.
Der Rechner weiter unten nennt das Korbgewicht für deine Weite. Ob der Korb ankommt, entscheidet aber die Schale rechts, nicht das Gewicht.
Rechts kleben die Pellets aneinander und lassen sich pressen. AI-Bild
Welchen Korb nimmst du?
RechnerDas Korbgewicht folgt der Wurfweite, nicht dem Zielfisch. Ab rund 30 g hakt sich der Fisch zuverlässig selbst, und jedes Gramm darüber kauft nur Weite und kostet einen lauteren Aufschlag.
Korb-Rechner
Wurfweite und Tiefe rein, Korbgewicht raus
- Passendes Korbgewicht …
- Handelsgröße dazu …
- Wurfgewicht der Rute …
Ausgegeben wird die Handelsgröße, die es wirklich gibt. Zwischen 36 und 45 g baut kein Hersteller etwas, deshalb rundet der Rechner auf das, was du kaufen kannst.
Auf dem Angelteich decken 15 bis 30 g fast alles ab. Im flachen Wasser auf mittlere Distanz sind 28 g der Normalfall, und erst tief und weit werden 45 g daraus. Was auf dem Korb steht, ist dabei nur sein Eigengewicht: gefüllt wiegt er ungefähr das Doppelte, und danach richtet sich das Wurfgewicht der Rute.
Pellets, Mix und die Presse
Das Futter ist bei dieser Methode kein Zubehör, sondern das halbe Ergebnis. Es muss den Wurf überstehen, am Grund aufgehen und dabei einen kompakten Teppich hinterlassen statt einer Wolke.
Der Köder liegt unter dem Futter
Die Presse macht aus dem Korb eine Kugel mit sauberer Form, und sie entscheidet, wo der Hakenköder liegt. Er kommt zuerst in die Mulde, das Futter darüber, der Korb wird hineingedrückt.
So sitzt der Köder nach dem Wurf mitten im Futterballen und nicht daneben. Ein Fisch, der den Ballen abfrisst, findet den Haken in der Mitte, und das ist der Moment, in dem der Selbsthakeffekt greift.
Erst der Hakenköder in die Mulde, dann das Futter, dann der Korb. AI-Bild
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Die Micropellets wässern
2-mm-Pellets in eine Schale geben und so viel Wasser darüber, dass alles bedeckt ist. Nach 30 Sekunden bis 2 Minuten ist genug Wasser aufgenommen, je kleiner der Pellet, desto kürzer.
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Das Wasser vollständig abgiessen
Durch ein Sieb, und zwar restlos. Steht danach noch eine Pfütze in der Schale, wird der Mix zu Brei und löst sich schon im Flug vom Korb.
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Quellen lassen und zwischendurch schütteln
Die Hersteller nennen zwischen 10 und 30 Minuten. Warte die längere Zeit ab, wenn du unsicher bist, und schüttle die Schale zwischendurch, damit nichts verklebt.
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Die Konsistenz mit der Hand prüfen
Eine Handvoll fest zusammendrücken, der Ballen muss halten. Dann mit dem Finger antippen, er muss zerbröseln. Hält er nicht, fehlt Bindung, zerbröselt er nicht, ist er zu nass.
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Den Köder zuerst in die Pressform legen
Erst der Hakenköder in die Mulde, dann das Futter darüber, dann den Korb hineindrücken. Der Köder liegt danach eingebettet im Ballen und niemals lose unter dem Korb.
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Den Korb auf denselben Punkt werfen
Schnurclip setzen und eine Landmarke am gegenüberliegenden Ufer suchen. Beim Method entsteht der Platz erst durch die Würfe, und verteilte Würfe ergeben keinen Platz.
Die Quellzeiten der Hersteller widersprechen sich: die einen nennen 10 Minuten, die anderen 30. Das liegt an unterschiedlichen Pellet-Rezepturen, und deshalb ist die Handprobe verlässlicher als jede Uhr. Wer mischt, beginnt mit etwa 70 Prozent Grundfutter und 30 Prozent Micropellets und verschiebt im Sommer zugunsten der Pellets.
Wo der Korb hingehört
Der Method-Feeder ist eine Stillwasser-Methode, und er hat einen Vorteil, den keine andere Grundmontage teilt: der Platz entsteht erst durch die Würfe. Deshalb funktioniert er auch dort, wo es keine sichtbare Struktur gibt.
Wo du beim Method-Feeder fischst
2 Ansichten-
Scharkante
Die Scharkante ist die Linie, an der Brassen und Schleien das Ufer abgehen. Sie liegt meist genau in der Weite, in der ein 28er Korb noch sauber fliegt.
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Untiefe im Freiwasser
Eine harte Erhebung im Freiwasser ist der beste Grund für diesen Korb: er sinkt nicht ein, und der Futterteppich bleibt obenauf liegen.
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Freies Wasser
Der Platz entsteht hier erst durch den Korb. Deshalb funktioniert freies Wasser beim Method besser als bei jeder anderen Grundmethode.
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Schilfgürtel
Die Kante vor dem Schilf ist die Adresse für Schleie und Karpfen. Gefischt wird davor und nie hinein, ein 10-cm-Vorfach hat im Kraut keine Chance.
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Steg
Fische stehen dort an feste Fütterungszeiten gewöhnt, und der Wurf lässt sich am Steg entlang auf den Meter wiederholen.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Seerosenfeld, Krautfeld.
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Fahrrinne
Die Fahrrinnenkante am gegenüberliegenden Ufer ist die klassische Method-Distanz: weit genug für einen 28er Korb, tief genug, dass der Teppich liegen bleibt.
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Liegeplätze
Unter liegenden Booten steht Fisch dauerhaft im Schatten, und ein kompakter Futterballen holt ihn die letzten Meter heraus.
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Brückenpfeiler
Der Pfeiler bricht die Schifffahrtswelle. Das Futter bleibt liegen, statt sich über die Strecke zu verteilen.
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Hafeneinfahrt
An der Hafeneinfahrt sammelt sich, was der Kanal transportiert. Hier lohnt der schnelle Aufbau mit engem Wurfintervall.
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Kaimauer
Vor der Kaimauer steht Tiefe direkt am Ufer. Der Korb landet mit wenigen Metern Wurf genau dort, wo der Fisch entlangzieht.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Steinpackung.
Was er dagegen nicht verträgt, ist Kraut und Hindernis. Mit 10 cm Vorfach hat der Köder keine Chance, sich freizulegen, wenn der Korb in Halme sinkt.
Der Korb, der am Fisch bleibt
Das ist der ernste Teil der Methode, und er hat wenig mit Fangerfolg zu tun. Reisst die Hauptschnur, während ein Fisch gehakt ist, entscheidet die Bauform darüber, was mit ihm passiert. Ein Korb, der sich nicht lösen kann, wird zum Anker, den der Fisch mitschleppt.
| Bauart | Was bei Schnurbruch passiert |
|---|---|
| Inline, Schnur läuft frei durch | Der Korb rutscht ab, der Fisch kommt frei |
| Inline mit Schlagschnur | Kritisch, der Korb muss über den Verbindungsknoten laufen können |
| Gummiperle bis zum Anschlag aufgeschoben | Der häufigste Anwenderfehler, die Lösekraft wird zu hoch |
| Fest gebundener Elastik-Korb ohne Löse-System | Der Fisch schleppt Korb und Vorfach mit |
Die Hersteller selbst nennen fest gebundene Elastik-Aufbauten inzwischen „tether-style", also anleinend, und werben ihre Löse-Systeme genau damit. An vielen Fischereien steht deshalb in den Regeln, dass nur freilaufende Körbe erlaubt sind. Ein deutsches Verbot der Bauart gibt es nicht; hier greift die allgemeine Sorgfaltspflicht und die Gewässerordnung.
Anfüttern oder nicht, und was der Korb rechtlich ist
Ist das Füllen eines Method-Korbs schon Anfüttern? Die Frage klingt spitzfindig und hat handfeste Folgen, denn mehrere Länder und viele Vereine begrenzen die Futtermenge je Angeltag.
Die Ordnungen fallen unterschiedlich aus. Manche Vereine nehmen das Feederangeln ausdrücklich von ihrem Anfütterverbot aus, andere erlauben Futterkörbe im selben Satz, in dem sie die Tagesmenge deckeln. In Berlin liegt die Grenze seit November 2025 bei 500 g Lockfutter je Person und Angeltag, wobei das Füttern am Tag davor gar nicht mehr zulässig ist. Für die Verbandsgewässer in Brandenburg gilt eine Obergrenze von 2 kg.
Bei 500 g ist die Rechnung schnell gemacht. Ein 36er Korb trägt je Wurf etwa eine Handvoll feuchtes Futter, und ein Nachmittag mit engem Wurfintervall verbraucht sie. Was für dein Gewässer gilt, steht auf der Angelkarte und in der Übersicht deines Bundeslandes.
Der hartnäckigste Irrtum: mehr Gramm hakt besser
Die Erklärung „der Fisch hakt sich am Gewicht" legt nahe, dass mehr Gewicht mehr Wirkung bedeutet. Das stimmt bis rund 30 g, und danach nicht mehr.
Oberhalb dieser Schwelle bringt jedes zusätzliche Gramm keine bessere Hakwirkung, sondern nur mehr Wurfweite und einen härteren Aufschlag. Im flachen Wasser scheucht dieser Aufschlag vorsichtige Fische von genau dem Platz, den du gerade aufbaust. Wettkampfangler fischen auf 30 bis 50 m im Flachen deshalb 28 g und nicht 60.
Die eigentliche Hakwirkung sitzt woanders: in den 10 cm Vorfach, in der Hakenform mit kurzem Schenkel und weitem Bogen, und im Auftrieb eines Wafters, der beim Einsaugen ins Maul fliegt, statt am Grund liegen zu bleiben.
Die Spitze geht rund und bleibt stehen
Der Fisch hat sich gehakt und zieht ab. Rute aufnehmen und Kontakt herstellen, nicht anschlagen: der Korb hat den Anhieb längst gesetzt.
Zittern, dann ein kurzer Zug
Brassen saugen vorsichtiger und drehen dann ab. Warte den Zug ab, ein Anhieb ins Zittern hinein zieht den Köder aus dem Maul.
Dauerhaftes Kribbeln ohne Ausschlag
Rotaugen und Ukelei am Futterteppich. Ein grösserer Hakenköder oder ein harter Pellet statt Wafter sortiert sie aus.
Nichts, über zwanzig Minuten
Am Anfang normal. Der Platz muss erst entstehen, dafür sind drei bis fünf Minuten Wurfintervall gedacht. Bleibt es auch nach einer Stunde still, stimmt die Weite oder der Grund nicht.
Ein harter Schlag, dann nichts mehr
Der Fisch hat den Köder ausgestossen, bevor der Haken fasste. Meist ist das Vorfach zu lang, seltener der Haken zu gross oder der Köder zu schwer.
Woran der Method-Feeder meistens scheitert
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Was die Meldungen zum Method-Feeder zeigen
Welche Arten der Korb tatsächlich bringt und zu welcher Jahreszeit, steht nicht in der Anleitung, sondern in den Fangmeldungen.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenHäufige Fragen zur Angeltechnik Method-Feeder
11 FragenWas ist der Unterschied zwischen Method-Feeder und normalem Feedern?
Das Futter sitzt aussen um den Korb statt darin, das Vorfach misst 10 statt 60 cm, und der Fisch hakt sich selbst, statt auf den Anhieb zu warten. Der Method-Feeder ist eine Stillwasser-Methode, das klassische Feedern kommt aus der Strömung.
Wie lang muss das Vorfach beim Method-Feeder sein?
Rund 10 cm, sinnvoll sind 7 bis 15. Kürzer legt den Köder mitten ins Futter, länger gibt ihm mehr Bewegung und hilft bei scheuen Fischen. Ab etwa 20 cm bricht der Selbsthakeffekt ein.
Welches Korbgewicht brauche ich?
15 bis 30 g decken den Angelteich ab, auf 30 bis 50 m im flachen Wasser sind 28 g üblich, tief und weit werden 45 g daraus. Ab rund 30 g wirkt der Selbsthakeffekt zuverlässig, darüber kauft jedes Gramm nur Weite.
Muss ich beim Method-Feeder anschlagen?
Nein, anheben. Der Korb hat den Haken schon gesetzt, und ein harter Schlag auf kurze Distanz reisst ihn aus dem weichen Maul. Aus demselben Grund gehört monofile Hauptschnur an die Rolle.
Welche Pellets nehme ich und wie bereite ich sie zu?
2-mm-Micropellets. Kurz wässern, das Wasser vollständig abgiessen, dann quellen lassen; die Hersteller nennen zwischen 10 und 30 Minuten. Entscheidend ist nicht die Uhr, sondern die Probe. Der Ballen muss beim Drücken halten und beim Antippen zerbröseln.
Haar oder direkt angeködert?
Harte Pellets, Mini-Boilies, Wafter und Fleisch gehören ans Haar, weil der Haken sonst im Köder verschwindet und nicht mehr fassen kann. Weiche Expander-Pellets und Mais kommen direkt auf den Haken.
Welche Bauform ist die richtige?
Der offene Flatbed für den Normalfall, der Inline dort, wo das Gewässer freilaufende Körbe vorschreibt, der Hybrid für weite Würfe und der Elastik-Korb, wenn viele Fische am Kescher aussteigen. Prüfe vorher die Gewässerordnung, manche Fischereien verbieten fest gebundene Körbe.
Ist der Method-Feeder gefährlich für den Fisch?
Nicht die Methode, sondern die Frage, ob sich der Korb bei Schnurbruch löst. Ein freilaufender Inline-Korb, eine nicht bis zum Anschlag aufgeschobene Gummiperle und die Kontrolle, ob der Korb über den Knoten einer Schlagschnur läuft, und das Problem ist gelöst.
Darf ich mit dem Method-Feeder angeln, wenn Anfüttern verboten ist?
Das entscheidet die Gewässerordnung, und sie fällt unterschiedlich aus. Manche Vereine nehmen das Feederangeln ausdrücklich vom Anfütterverbot aus, andere zählen den Korbinhalt zur Tagesmenge. Berlin begrenzt auf 500 g je Person und Angeltag. In Brandenburg gelten auf den Verbandsgewässern 2 kg.
Wie oft werfe ich den Method-Feeder neu aus?
Beim Aufbau des Platzes alle 3 bis 5 Minuten, damit schnell ein Futterteppich entsteht. Sobald die ersten Bisse kommen, reichen 10 bis 20 Minuten je Wurf, im Winter auch länger, weil das Futter dann kaum noch gefressen wird und ein voller Korb den Platz überfüttert.
Funktioniert Method-Feeder auch im Fluss?
Ja, aber es ist die Ausnahme. Der Mix muss deutlich steifer sein und wird am besten am Vorabend angerührt, das Vorfach wird geflochten und der Haken eine Nummer grösser. Zielfische sind dann Karpfen, Döbel und Barbe.
Quellen und Stand
2 Quellen-
Landesanglerverband Berlin: Zweite Änderungsverordnung zur Landesfischereiordnung 500 g Lockfutter je Person und Angeltag, in Kraft seit 21.11.2025, abgerufen am 10.09.2026
-
Gewässerordnung des Landesanglerverbandes Brandenburg 2 kg Futter je Angeltag, Punkt 3.3, abgerufen am 10.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Method-Feeder gerade funktioniert
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