Angler von hinten sitzt am frühen Morgen auf einem kleinen Holzsteg an einem ruhigen Vereinssee, eine einzelne Rute liegt im Halter, die Pose steht im Wasser, Nebel über dem Schilf AI
Angel-Wissen

Angeln für Anfänger: zehn Schritte zum ersten Fisch

Angeln lernen heißt in Deutschland zuerst, das Recht zu verstehen, dann ein Gewässer zu finden, und erst dann eine Rute zu kaufen. Wer die Reihenfolge umdreht, steht mit einem Set aus dem Baumarkt vor einem See, an dem er nicht angeln darf. Hier stehen die zehn Schritte vom Fischereischein bis zum gemeldeten Fang, jeder mit dem, was du dafür wirklich brauchst, und mit den Fischen, die Anfänger im ersten Jahr laut Fangbuch tatsächlich fangen.

Schritt 1 Fischereischein mit Prüfung
Schritt 2 Erlaubnisschein fürs Wasser
Eine Rute für alles 2,70 m, 20 bis 60 g
Erster Fisch Rotauge oder Barsch an der Pose

Kurz gesagt

  • Der erste Schritt ist der Fischereischein mit Prüfung, in den meisten Ländern ab 14 Jahren, und ohne ihn geht nur der Urlauberschein an der Küste, der Friedfischschein in Brandenburg oder der Angelteich in wenigen Ländern.
  • Für das Wasser brauchst du zusätzlich den Erlaubnisschein des Vereins oder Pächters, und die Gewässersuche zeigt, wo es Tageskarten gibt und was dort gilt.
  • Eine Rute von 2,70 Metern mit 20 bis 60 Gramm Wurfgewicht, eine Rolle der Größe 3000 und 0,25er Schnur fischen Pose und Grund auf Rotauge, Barsch, Schleie und Karpfen.
  • Die Posenmontage mit Made oder Wurm ist der Einstieg, weil du den Biss siehst, und der Anhieb kommt, wenn die Pose weg ist, nicht wenn sie wackelt.
  • Die besten Stunden sind die Dämmerung im Sommer und der Mittag im Winter, und der Fang-Index des Gewässers rechnet dir das für heute aus.

Die Reihenfolge, die den Einstieg ausmacht

Angeln lernen läuft in Deutschland in einer Reihenfolge, und sie beginnt nicht im Angelladen. Sie beginnt beim Recht, weil das Fischereirecht Landesrecht ist und in allen 16 Ländern vor der ersten Rute ein Fischereischein steht, in den meisten mit Prüfung. Danach kommt das Wasser, weil kein Gewässer in Deutschland herrenlos ist und du für jedes einen Erlaubnisschein brauchst. Erst dann kommt die Rute, und sie wird eine andere, wenn du weißt, an welchem Wasser sie fischen soll. Die zehn Schritte unten folgen dieser Reihenfolge, und jeder verweist auf die Seite, die ihn im Einzelnen erklärt.

60 Fragen im Prüfungsbogen der meisten Länder, 45 davon müssen richtig sein
2,70 m Rutenlänge, mit der Pose, Grund und ein leichter Kunstköder gehen, die eine Rute des ersten Jahres
2 s Wartezeit nach dem Abtauchen der Pose bis zum Anhieb, damit der Fisch den Köder ganz hat

Schritt 1: der Fischereischein

Der Schein ist eine Prüfung und ein Papier. Die Prüfung, in den meisten Ländern Fischerprüfung genannt, hat 60 Fragen aus fünf bis sieben Sachgebieten, von denen 45 richtig sein müssen, und davor steht in den meisten Ländern ein Lehrgang von rund 30 Stunden, der in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen freiwillig ist und in Hessen und Schleswig-Holstein nur den Praxisteil verlangt. Der Antritt ist je nach Land mit 10, 12, 13 oder 14 Jahren möglich, den eigenen Schein gibt es meist ab 14. Das Papier stellt danach die Gemeinde oder das Landratsamt aus, in zwölf Ländern auf Lebenszeit, dazu kommt die Fischereiabgabe des Landes.

Ohne Prüfung geht es nur auf den Wegen, die einzelne Länder eröffnen, der Friedfischschein in Brandenburg, der Touristenfischereischein in Mecklenburg-Vorpommern und der Urlauberfischereischein in Schleswig-Holstein für je 28 Tage, der Vierteljahresschein in Thüringen, der Angelteich mit Unterweisung in Sachsen und die gewerbliche Anlage in Schleswig-Holstein. Jede andere Anlage verlangt denselben Schein wie der Fluss. Für alles andere ist der Schein der erste Schritt, und wer ohne ihn am Wasser steht, begeht eine Ordnungswidrigkeit, wer ohne Erlaubnisschein fischt, Fischwilderei.

Schritt 2: ein Wasser, an dem du darfst

Jedes Gewässer gehört jemandem, dem Staat, einem Verein, einem Berufsfischer, einem Verpächter, und der Erlaubnisschein ist die Karte, die dieser Bewirtschafter ausgibt. Als Tageskarte für Gäste, als Jahreskarte, als Vereinskarte mit Mitgliedschaft. Die Gewässersuche zeigt für jedes Revier, wer die Karte ausgibt, was auf dem Erlaubnisschein steht, welche Fische gemeldet sind und welche Regeln der Bewirtschafter gemeldet hat, und der Filter nach Fischart grenzt die Liste ein.

Für den Anfang ist ein Vereinssee mit Tageskarte die beste Adresse, ein See oder Teich von wenigen Hektar mit Weißfisch, Barsch und Schleie, oder ein Kanal mit Spundwand und Steinschüttung, an dem der Barsch an jeder Kante steht. Der große Fluss und der Baggersee mit 20 Metern Tiefe sind das zweite Jahr.

Schritt 3: der Fisch, der zuerst kommt

Die Frage nach dem Zielfisch entscheidet über Köder, Montage und Uhrzeit, und die ehrliche Antwort für das erste Jahr heißt Weißfisch und Barsch. Das Rotauge steht in fast jedem Wasser, nimmt Made und Mais an der Pose und beißt den ganzen Tag. Der Barsch nimmt den Wurm an der Pose, den Spinner und den kleinen Gummi und steht an jeder Kante. Die Schleie kommt im Sommer am frühen Morgen dazu, der Karpfen mit Mais am Grund, und an der Anlage die Regenbogenforelle, für die kein Verein nötig ist.

Was die Community im Fangbuch meldet, zeigt der Block. Er zählt alle Fänge über alle Arten, und die Rangliste darin ist die Antwort auf die Frage, was in Deutschland wirklich gefangen wird, nicht, was in Katalogen abgebildet ist.

Aus 86 gemeldeten Fängen

06/2019 bis 10/2026 · 34 Gewässer · Stand 10.10.2026

Gemeldete Fänge je Monat

Gemeldete Fänge im Tagesverlauf

Die meisten Meldungen fallen in das Fenster von 16 bis 19 Uhr.

Womit gefangen wurde

Mit welcher Methode

Welche Arten gemeldet werden

Größenverteilung

  • unter 30 cm 19,5 %15
  • 30 bis 49 cm 26,0 %20
  • 50 bis 69 cm 27,3 %21
  • 70 bis 89 cm 22,1 %17
  • 90 bis 109 cm 3,9 %3
  • ab 110 cm 1,3 %1

Diese Zahlen stammen aus Fängen, die Angler selbst in CatchHub eingetragen haben. Sie zeigen, was gemeldet wurde, nicht was in einem Gewässer lebt. Niemand meldet Tage ohne Fang, deshalb sind es Fangzahlen und keine Fangchancen.

Die letzten Fänge mit Foto, jeder mit Revier und Datum, als Bild dessen, was dich erwartet:

Fänge aus der Community

zuletzt gemeldet

Schritt 4: eine Rute, die drei Dinge kann

Die erste Rute ist 2,70 Meter lang und trägt ein Wurfgewicht von 20 bis 60 Gramm, mit einer Rolle der Größe 3000 und 0,25er monofiler Schnur. Diese eine Rute fischt die Pose auf Weißfisch, das Laufblei auf Schleie und Aal und einen leichten Spinner auf Barsch, und sie bleibt im Schrank, wenn später eine Feederrute und eine Spinnrute dazukommen. Ein Set aus dem Baumarkt mit Rute, Rolle und 20 Ködern fischt meist keines von dreien richtig, weil die Rute zu weich und die Rolle zu ungleichmäßig ist. Was sonst noch in die Tasche gehört, steht in der Checkliste unten, und die Grundausstattung im Einzelnen trägt die Themen-Seite Ausrüstung.

Dazu zwei Knoten, mehr nicht. Der Clinchknoten bindet den Haken und den Wirbel an die Schnur, der Schlaufenknoten hängt ein fertiges Vorfach ein. Beide sind in zehn Minuten auf dem Küchentisch gelernt.

Schritt 5: die Posenmontage, weil du den Biss siehst

Die Pose ist die Montage des ersten Tages, weil sie den Biss zeigt, bevor du ihn spürst, und weil sie den Köder in der Tiefe hält, in der der Fisch steht. Eine Pose mit 2 bis 4 Gramm Tragkraft auf der Hauptschnur, darunter das Bleischrot, so verteilt, dass nur die Spitze aus dem Wasser ragt, am Ende ein fertiges Vorfach mit Haken 14 bis 16 für die Made, 8 bis 10 für den Wurm. Die Tiefe wird ausgelotet, ein Lotblei am Haken, und die Pose so gesetzt, dass der Köder 20 bis 30 Zentimeter über dem Grund hängt.

Die feste Posenmontage: Pose, Schrotkette, Vorfach mit Haken.

Die Zeichnung zeigt den Aufbau, die Seite der Posenmontage die Schritte, das Ausbleien und den Rechner dazu. Die Grundmontage mit Laufblei ist die zweite, für den Wurm am Grund und den Abend auf Aal, und sie braucht nur ein Blei, einen Wirbel und dasselbe Vorfach.

Rote Posenspitze steht im ruhigen Wasser eines Vereinssees, daneben treiben zwei Ringe, im Hintergrund unscharf das Schilf im Morgenlicht

Richtig ausgebleit meldet die Spitze jedes Zupfen. Steht die Pose zu hoch, weil zu wenig Blei am Vorfach hängt, spürt der Fisch den Widerstand und lässt los. Die zwei Ringe daneben sind der Moment kurz davor, und die nächste Bewegung entscheidet, ob es ein Biss war oder ein Fisch, der vorbeischwamm.

Die Pose zeigt den Biss, bevor du ihn spürst. AI-Bild

Schritt 6: drei Köder, die überall gehen

Made, Tauwurm, Mais. Die Made für den Weißfisch an der Pose, der Tauwurm für Barsch, Aal und Schleie am Grund, der Mais für den Nachmittag, an dem die Kleinfische jede Made in zehn Sekunden zerlegen. Alle drei gibt es im Angelladen oder im Supermarkt, alle drei sind an fast jedem Wasser erlaubt, und alle drei fangen im ersten Jahr mehr Fische als jeder Kunstköder. Der Spinner kommt im zweiten Monat dazu, für den Barsch an der Kante, und mit ihm beginnt das Spinnfischen.

Made am Haken 14 bis 16

Der Köder, mit dem fast jeder seinen ersten Fisch fängt. Zwei Maden quer durch die Haut, unter der Pose 30 Zentimeter über Grund. Rotauge, Barsch, Güster und Brassen nehmen sie das ganze Jahr, im Sommer auch die Schleie.

Pose Weißfisch ganzjährig

Tauwurm am Haken 6 bis 8

Der Köder für den größeren Fisch. Ein ganzer Tauwurm am Grund fängt Barsch, Aal, Schleie und Karpfen, ein halber unter der Pose jeden Weißfisch. Er ist überall erlaubt, wo Naturköder erlaubt sind, und hält im kalten Wasser besser als jede Made.

Grund Barsch Aal

Mais aus der Dose

Zwei bis drei Körner am Haken 10 bis 12, an der Pose oder am Grund, für Karpfen, Schleie, Brassen und Rotauge. Der Köder, den Kleinfische in Ruhe lassen, und deshalb der für den Nachmittag, an dem die Made nach zehn Sekunden weg ist.

Karpfen Sommer günstig

Spinner Größe 2 für den zweiten Monat

Der erste Kunstköder, weil er von allein läuft. Werfen, kurbeln, fertig, und der Barsch nimmt ihn an jeder Kante. Nach dem ersten Barsch auf Spinner ist der Weg zum Spinnfischen offen, mit derselben Rute.

Kunstköder Barsch aktiv

Schritt 7: die Stunde, in der es passiert

Fische fressen nicht den ganzen Tag gleich, und die Stunde entscheidet öfter als der Köder. Über 12 Grad Wassertemperatur liegen die Bisse in den beiden Dämmerungen, unter 8 Grad um die Mittagszeit, dazwischen wandert das Fenster. Der Fang-Index rechnet für jedes Gewässer aus Wassertemperatur, Wind, Druck, Dämmerung und fünf weiteren Größen, welche Stunden heute die stärksten sind, und die Beiß-Karte auf der Gewässerseite zeigt sie. Der Rechner hier ist mit einem Maitag am See vorbelegt, 16 Grad Wassertemperatur, und gibt die Fenster aus, die der Index dafür bewertet.

Wann beißt es heute an deinem Wasser?

Rechner

Der Fang-Index kennt zwei Tagesprofile, und die Wassertemperatur entscheidet, welches gilt. Der Rechner nimmt sie, die Jahreszeit und die Art des Gewässers und gibt die Stunden aus, die der Index heute am höchsten bewertet, dazu das Tor, das sagt, wie viel der ganze Tag taugt.

Beißfenster-Rechner

Wassertemperatur rein, die besten Stunden raus

Jahreszeit
Bestimmt Sonnenauf- und -untergang
Gewässer
Salmonidenwasser hat sein eigenes Profil
  • Beste Stunden heute …
  • Tagesprofil des Fang-Index …
  • Tor der Wassertemperatur …

Die Uhrzeiten gelten für die Mitte Deutschlands zur Mitte der Jahreszeit. Am Rand einer Saison oder im Norden verschieben sie sich um bis zu einer Stunde, die Beiß-Karte deines Gewässers rechnet mit den echten Sonnenzeiten des Tages.

Welche Art in welchem Fenster am stärksten ist, steht als Rangliste aus den gemeldeten Fängen im Block darunter, sobald genug zusammengekommen sind, und im Ratgeber zu den Beißzeiten das Warum dazu.

Noch keine Art mit genug Fängen für ein Fenster

Sobald zu einer Art mindestens 30 Fänge mit Uhrzeit gemeldet sind, steht hier ihr stärkstes Drei-Stunden-Fenster und ihr stärkster Monat.

Schritt 8: der Biss, der Anhieb und der Kescher

Die Pose zittert, wenn ein Fisch am Köder zupft, und sie taucht ab, zieht seitlich weg oder legt sich flach, wenn er ihn genommen hat. Dann zwei Sekunden warten, damit er den Köder ganz hat, und die Rute zügig anheben, ohne Ruck, das ist der Anhieb. Am Grund ist der Biss ein Zucken oder Krummziehen der Spitze, und dort gilt dasselbe. Danach die Schnur unter Spannung halten, die Rute gebogen, und den Fisch mit gleichmäßigem Zug zum Ufer führen, ohne zu pumpen und ohne die Bremse so fest zu stellen, dass die Schnur reißt.

Angler von hinten kniet am Ufer, die Rute gebogen, und hebt einen kleinen Barsch über den Kescher, Morgenlicht auf dem See

Der Fehler des ersten Fisches ist der Kescher, der dem Fisch hinterherjagt. Er liegt vorher im Wasser, die Rute bringt den Fisch über den Rand, bis er darüber steht, dann wird gehoben. Die Biegung der Rute ist dabei der Puffer, der jeden Fluchtversuch abfedert, bevor er am Haken ankommt.

Der Kescher wartet, der Fisch kommt zu ihm. AI-Bild

Der Kescher liegt schon im Wasser, bevor der Fisch kommt, und der Fisch wird über ihn geführt, nicht mit ihm gejagt. Ein gummiertes Netz schont die Schleimhaut, nasse Hände ebenso, und der Hakenlöser holt den Haken, ohne dass die Finger im Maul sind. Beim Barsch die Rückenflosse anlegen, beim Rotauge den Fisch flach in der Hand.

Schritt 9: messen, entscheiden, versorgen

Der erste Griff nach der Landung geht zum Maßband. Ist der Fisch untermaßig oder in der Schonzeit seines Landes, geht er sofort zurück, mit nassen Händen, kopfüber ins Wasser, ohne Foto auf trockenem Gras. Die Fristen und Maße stehen auf der Schonzeiten-Seite deines Bundeslands, für heute gerechnet, und die Regeln des Gewässers dürfen strenger sein.

Ein Rotauge liegt auf einem nassen Maßband am Ufer, daneben eine Hand mit dem Hakenlöser, das Wasser des Sees im Hintergrund

Das Maßband liegt nass am Ufer, bevor der erste Fisch kommt, damit er nicht auf trockenem Gras liegt. Von der Maulspitze bis zum Ende der Schwanzflosse wird gemessen, und die Zahl entscheidet, ob der Hakenlöser oder der Fischtöter als Nächstes in die Hand kommt.

Messen, bevor irgendetwas anderes passiert. AI-Bild

Willst du den Fisch mitnehmen und darfst es, wird er sofort betäubt und getötet. Ein kräftiger Schlag mit dem Fischtöter auf den Kopf oberhalb der Augen, dann der Herzstich oder der Kiemenschnitt, in dieser Reihenfolge und ohne Pause, das ist in jedem Land Tierschutzrecht und Teil der Prüfung. Ein Eimer mit Wasser oder ein Setzkescher sind kein Zwischenlager für die Entscheidung. Die Entscheidung fällt am Maßband.

Schritt 10: der Fang im Fangbuch

Der letzte Schritt ist der, den die meisten auslassen und der die nächsten Fische bringt. Jeder Fang bekommt einen Eintrag mit Art, Länge, Köder, Uhrzeit und Gewässer, und die App speichert das Wetter, den Luftdruck und die Wassertemperatur des Moments dazu. Nach zehn Fängen siehst du, welche Stunde und welcher Köder an deinem Wasser tragen. Nach 100 Fängen weißt du mehr über den See als der Nachbar mit 20 Jahren Erfahrung, weil der sich an die guten Tage erinnert und du an alle.

Und der Eintrag zählt für alle. Die Beißzeiten je Art, die Köder-Ranglisten der Ratgeber und der Fang-Index werden aus diesen Meldungen gerechnet, mit jeder Meldung ein Stück genauer, und die erste kommt von dir.

Welcher Fisch dich weiterführt

Wohin die zehn Schritte führen, entscheidet der Fisch, der dir am meisten bedeutet hat. Der Barsch führt zum Spinnfischen, der Karpfen zum Ansitz mit Boilie, die Forelle zum Bach und irgendwann zur Fliegenrute. Die Ratgeber je Art tragen das, und die zehn Schritte hier bleiben dieselben, nur die Rute wird länger.

Bis dahin sind es meist ein Rotauge von 18 Zentimetern an einer Made unter der Pose, an einem Vereinssee im Mai, und ein Barsch am Wurm, dazu der Tag, an dem die Pose dreimal abtaucht und du dreimal zu früh anschlägst, und der Tag, an dem nichts beißt und der Nachbar drei Karpfen fängt. Beide Tage gehören dazu.

Was du am ersten Tag wirklich brauchst

0 von 7

Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Passende Gewässer in der App

5 von 34

Fang-Index heute, live aus der App: je höher (0 bis 100), desto besser stehen die Chancen.

Zum Nachschlagen

14 Einträge

Häufige Fragen

8 Fragen
Wie fange ich an zu angeln?

In dieser Reihenfolge. Fischereischein machen, in den meisten Ländern mit Lehrgang und Prüfung ab 14 Jahren. Ein Gewässer mit Tageskarte oder einen Verein finden. Eine Rute von 2,70 Metern mit 20 bis 60 Gramm kaufen. Mit Pose und Made an einem Vereinssee auf Rotauge und Barsch anfangen. Alles Weitere kommt mit dem ersten Fisch.

Kann ich ohne Angelschein angeln lernen?

Nur auf den Wegen, die ein Land dafür eröffnet. Brandenburg erlaubt das Friedfischangeln ohne Prüfung, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben einen Urlauberschein für 28 Tage, Thüringen einen Vierteljahresschein, und an der Anlage reicht die Tageskarte nur in Sachsen mit Unterweisung und an gewerblichen Anlagen in Schleswig-Holstein. Überall sonst steht die Prüfung am Anfang, und sie ist mit einem Lehrgang gut zu schaffen.

Welche Rute ist für Anfänger die richtige?

Eine Rute von 2,70 Metern mit 20 bis 60 Gramm Wurfgewicht, dazu eine Rolle der Größe 3000 mit 0,25er monofiler Schnur. Sie fischt die Pose, das Laufblei und einen leichten Kunstköder, und sie bleibt auch dann im Schrank, wenn später eine Feederrute und eine Spinnrute dazukommen. Ein Set aus dem Baumarkt fischt meist keines von dreien richtig.

Welcher Fisch ist für Anfänger am leichtesten?

Das Rotauge und der Barsch. Beide stehen in fast jedem See und Kanal, nehmen Made und Wurm an der Pose, beißen den ganzen Tag und sind an keinem Gerät anspruchsvoll. Die Regenbogenforelle an der Anlage ist der dritte Kandidat, weil sie mit der Tageskarte ohne Verein geht. Der Karpfen und der Hecht sind das zweite Jahr.

Wann sollte ich als Anfänger angeln gehen?

Im Sommer in der Morgendämmerung und am Abend, im Winter um die Mittagszeit, und im April und Mai an fast jedem Tag. Der Fang-Index auf der Seite jedes Gewässers rechnet die Wassertemperatur, den Wind und die Dämmerung zusammen und sagt dir für heute, welche Stunden am stärksten sind.

Wie merke ich einen Biss und wann schlage ich an?

An der Pose siehst du ihn. Sie zittert, wenn der Fisch am Köder zupft, und sie taucht ab oder legt sich flach, wenn er ihn hat. Dann zwei Sekunden warten und die Rute zügig anheben, ohne Ruck. Am Grund ist der Biss ein Zucken oder Krummziehen der Rutenspitze, und dort gilt dasselbe.

Was mache ich mit dem Fisch, wenn ich ihn gefangen habe?

Messen. Ist er untermaßig oder in der Schonzeit, geht er mit nassen Händen und ohne Zögern zurück. Willst du ihn mitnehmen und darfst es, wird er sofort betäubt und getötet, mit dem Schlag auf den Kopf und dem Herzstich, das ist in jedem Land Pflicht. Ein Setzkescher oder ein Eimer sind kein Zwischenlager.

Was kostet der Einstieg ins Angeln?

Vier Posten: Lehrgang und Prüfung, der Fischereischein mit der Abgabe des Landes, die erste Ausrüstung und der Erlaubnisschein als Tageskarte oder Vereinsbeitrag. Gebühren sind Landesrecht und ändern sich, deshalb nennt der Angelschein-Ratgeber die Spannen je Posten, und sein Schein-Rechner legt deine Zahlen auf den Angeltag um. Die Ausrüstung ist der kleinste Posten, wenn du sie in der Reihenfolge der Grundausstattung kaufst.

René Seidel

Geschrieben von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

Mehr über René

Plane deinen nächsten Fang mit CatchHub

Fang-Index, Wetter-Prognose, echte Fänge und Spots der Community für Tausende Gewässer. 100 Prozent kostenlos, alle Funktionen. Direkt im Browser oder als App auf deinem Handy.

Weiterlesen

Alle zu Angel-Wissen
Angel-Wissen

Jugendfischereischein: ab wann Kinder angeln dürfen

Der Jugendfischereischein ist das Papier, nach dem Eltern suchen, und in fünf Ländern gibt es ihn seit 2025 nicht mehr, in fünf weiteren gab es ihn nie. Was es überall gibt, ist ein Weg für Kinder ans Wasser, nur führt er in Bayern über die Begleitung bis 18, in Brandenburg ab 8 allein auf Friedfisch und in Berlin nur über den Verein. Hier steht, ab welchem Alter ein Kind in deinem Land angeln darf, welches Papier es braucht, wer dabei sein muss und ab wann die Prüfung geht, als Tabelle für alle 16 Länder. 8 Min.
Angel-Wissen

Angeln ohne Angelschein: wo es in Deutschland geht

Angeln ohne Angelschein ist in Deutschland kein Wunsch, sondern an vier Stellen Gesetz. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein stellen ohne Prüfung einen Touristenschein für 28 Tage aus, Brandenburg lässt jeden dauerhaft auf Friedfisch angeln, Thüringen hat den Vierteljahresschein, und an manchen Anlagen reicht die Karte des Betreibers. Überall sonst beginnt der Weg mit der Prüfung, und wer sie umgeht, riskiert ein Bußgeld, ohne Erlaubnisschein sogar ein Strafverfahren. Hier steht, welcher Weg wo gilt, was er kostet an Zeit und Papier, und wo er endet. 10 Min.
Angel-Wissen

Angelschein machen: Ablauf, Kosten, Alter je Land

Angelschein ist das Wort, das alle benutzen, und es steht in keinem Gesetz. Was du brauchst, sind drei Dinge, ein Fischereischein, den das Land nach der Prüfung ausstellt, in 13 Ländern eine Fischereiabgabe, und für jedes Wasser der Erlaubnisschein des Bewirtschafters. Hier steht, wie die drei zusammenhängen, wie der Weg in fünf Schritten läuft, was er kostet und wie sich das auf deine Angeltage verteilt, ab welchem Alter er offensteht, wie lange der Schein gilt, wo es ohne Prüfung geht und was bei Umzug, Verlust und im Nachbarland passiert, alles 16-mal, für jedes Bundesland. 11 Min.
Lädt...