Angler an der Reling eines Ostseekutters in der Dämmerung, alle Schnüre laufen im selben Winkel in die graue See AI
Angeltechnik

Pilken: Gewicht, Drift und was noch erlaubt ist

Pilken ist die klassische Methode auf dem Kutter. Ein schwerer Metallköder geht senkrecht nach unten und wird ruckartig geführt. Die ganze Technik hängt an einer Frage, und das ist nicht die nach der Farbe, sondern die nach dem Gewicht.

Kurz gesagt

  • Beim Pilken geht ein schwerer Metallköder senkrecht zum Grund und wird mit Rutenschlägen von 50 bis 80 cm geführt. Der Biss kommt fast immer beim Absinken, nicht beim Anheben.
  • Die Freizeitfischerei auf Dorsch ist in der Ostsee ganzjährig gesperrt. Die Fischereibehörde in Schleswig-Holstein wertet Pilken mit Beifängern über Dorschgründen ausdrücklich als gezieltes Angeln auf Dorsch.
  • Was bleibt, sind Makrele in der Nordsee im Sommer, Wittling in der Ostsee im Winter, Köhler an den Kanten und Plattfisch vom driftenden Boot.
  • Das Gewicht folgt der Tiefe und der Drift: rund 3 g je Meter bei ruhiger Lage, bei zügiger Drift die Hälfte mehr. Auf 20 m sind das 60 bis 100 g.
  • Ob der Pilker schwer genug ist, sagt der Winkel der Schnur. Läuft sie flacher als etwa 45 Grad ins Wasser, hast du den Grund verloren.

Ein Stück Metall, senkrecht geführt

Beim Pilken geht ein schwerer Metallköder vom driftenden Boot senkrecht zum Grund zu schicken und ihn dort mit Rutenschlägen zu führen. Der Pilker sinkt dabei taumelnd, weil sein Schwerpunkt nicht in der Mitte liegt, und genau dieses Taumeln macht ihn zum Köder.

rund 3 g je Meter Wassertiefe
45° die Grenze für den Schnurwinkel
gesperrt Dorsch in der Ostsee

Die Technik ist in zehn Minuten erklärt und in einer Stunde gelernt. Schwierig ist nur eine einzige Entscheidung, und sie fällt vor dem ersten Wurf: wie schwer.

Steckbrief Pilken

Zielfische
Makrele, Wittling, Köhler, Plattfisch, Hering Dorsch ist in der Ostsee für Angler gesperrt
Gewässer
Nordsee und Ostsee, vom Kutter oder Kleinboot In Norwegen dieselbe Technik mit deutlich schwererem Gerät
Prinzip
Metallköder senkrecht am Grund, ruckartig geführt Das Anheben stellt nur die Absinkphase wieder her
Pilkergewicht
50 bis 175 g in der Ostsee Nach Tiefe und Drift, siehe Rechner
Rechtliches
Dorsch gesperrt, Hakenzahl je Land geregelt In MV höchstens sechs Anbissstellen je Handangel
Beifänger
ein bis zwei über dem Pilker 30 bis 50 cm Abstand, Mundschnur 15 bis 20 cm
Alle 12 Angaben
Rute
2,40 bis 3,00 m, Wurfgewicht 50 bis 130 g Für Norwegen 200 bis 500 g
Rolle
Größe 4000, salzwasserfest Metallspule, rund 100 m Fassung bei 0,40 mm
Hauptschnur
Geflecht bis 0,18 mm Dünner ist besser: weniger Fläche im Strom, weniger Blei nötig
Vorfach
monofil 50 bis 80 cm, 0,50 bis 0,80 mm
Führung
Rutenschläge von 50 bis 80 cm Dazwischen 2 bis 3 Sekunden Pause, kontrolliert absinken lassen
Schwierigkeit
leicht Die Technik ist in zehn Minuten erklärt, die Gewichtswahl braucht länger

Warum diese Seite nicht mit Dorsch anfängt

Jahrzehntelang war Pilken in Deutschland gleichbedeutend mit Dorschangeln. Das ist vorbei, und der Grund steht in einer EU-Verordnung.

Die Freizeitfischerei auf Dorsch ist in der Ostsee ganzjährig gesperrt. Das Verbot gilt seit Anfang 2024 durchgehend und wurde für 2026 erneut verlängert. Ein Dorsch, der trotzdem ans Vorfach geht, muss unverzüglich und schonend zurück ins Wasser.

Der zweite Teil wiegt für diese Seite schwerer. Die Fischereibehörde in Schleswig-Holstein beschreibt in ihrer amtlichen FAQ, was als gezieltes Angeln auf Dorsch gilt, und nennt dafür ein Beispiel: wer vom Boot aus mit Pilkern und Beifängern über Dorschgründen angelt, erfüllt diesen Tatbestand. Damit ist nicht nur die Entnahme betroffen, sondern die Handlung selbst.

Dieselbe Quelle sagt aber auch, was weiterhin geht: wenn Dorsche Beifang beim Plattfischangeln sind, darf auf Flunder, Scholle und Co. weiter geangelt werden. Die Grenze verläuft also zwischen Absicht und Zufall, und sie ist am Gerät ablesbar.

Über die Fangmengen entscheidet die EU in jedem Herbst aufs Neue. Ein festes Datum steht deshalb nicht hier. Was für dein Revier gilt, steht beim Dorsch und bei der Fischereibehörde deines Landes.

Was die Technik jetzt trägt

Ohne Dorsch bleibt mehr übrig, als die meisten erwarten. Vier Fischereien tragen das Pilken durch das Jahr.

Eine geöffnete Köderbox auf dem Deck eines Kutters mit Pilkern in mehreren Größen

Von 40 bis 150 g in einer Kiste

Ein Kuttertag verlangt keine 30 Pilker, sondern 5 Gewichte, die die Spanne zwischen ruhiger Lage und zügiger Drift abdecken. Schlank und leicht für die Flachkante am Morgen, ein langer, schwerer Stabpilker für die Rinne bei Wind.

Die Farbe ist zweitrangig. Was zählt, ist das Gewicht zur Tiefe und zur Drift, und das rechnet der Rechner oben aus.

Für einen Kuttertag reichen 5 Gewichte, wenn sie die Spanne abdecken. AI-Bild

Zielfisch Wo und wann Womit
Makrele Nordsee, Juni bis August, Kutter ab der ostfriesischen Küste Paternoster von 2 m mit Federhaken, Blei 150 bis 200 g
Wittling Ostsee, November bis März, 10 bis 25 m über Sand und Schlick Pilker mit Naturköder-Beifänger, Heringsfetzen oder Wurm
Köhler Helgoländer Kanten und Norwegen, ganzjährig Klassischer Pilker, schnelle Führung im Mittelwasser
Plattfisch Ostsee über Sandgrund um 10 m, Mai bis September Buttlöffel oder Paternoster, 40 bis 80 g, Wattwurm

Der Plattfisch ist dabei mehr als ein Ersatz. Die Führung ist eine andere, deutlich sanfter als beim klassischen Pilken, und sie verlangt Grundkontakt statt Rhythmus.

Das Gewicht richtet sich nach der Drift

Hier liegt der Unterschied zu jeder anderen Ködertechnik. Beim Gummifisch sinkt der Köder in 12 m Wasser genauso schnell wie in 3 m, die Tiefe kostet nur Zeit. Beim Pilken ist das anders, weil die Schnur über die ganze Wassersäule im driftenden Wasser steht und quer angeströmt wird. Ihr Widerstand wächst mit der Tiefe, mit dem Durchmesser und mit der Drift.

Vier Schnüre laufen von der Reling eines driftenden Kutters im gleichen schrägen Winkel ins Wasser

Der Winkel sagt, ob das Gewicht stimmt

Der Kutter treibt, und mit ihm die Schnur über die ganze Wassersäule. Je schneller die Drift und je tiefer das Wasser, desto schräger stehen die Schnüre, und desto mehr Pilkergewicht braucht es, um den Grund zu spüren.

Ein Blick entlang der Reling zeigt, ob dein Gewicht stimmt. Steht deine Schnur schräger als die der Nachbarn, ist dein Pilker zu leicht oder deine Schnur zu dick.

Alle Schnüre stehen gleich schräg, so weit treibt der Kutter. AI-Bild

Wie schwer muss dein Pilker sein?

Rechner

Nicht das Gewicht allein hält den Pilker unten, sondern sein Verhältnis zum Widerstand der Schnur. Und der wächst mit der Tiefe, weil über die ganze Wassersäule Schnur im driftenden Wasser steht.

Pilker-Rechner

Tiefe, Drift und Schnur rein, Gewicht raus

Drift
Wie schnell das Boot über den Grund läuft
  • Passendes Gewicht …
  • Handelsgröße dazu …
  • Wurfgewicht der Rute …

Gerechnet wird mit gestreckter Schnur und senkrechter Drift. Wind gegen Strom verschiebt die Werte nach oben, Wind mit Strom nach unten, und auf einem vollen Kutter zählt ohnehin, dass alle Schnüre im selben Winkel hängen.

Daraus folgt eine Rangfolge, die viele umdrehen. Ein Zehntelmillimeter dünneres Geflecht spart im tiefen Wasser mehr Gramm als jede Bleizugabe, weil weniger Fläche im Strom steht. Und schwerer ist nicht die sichere Seite: ein zu schwerer Pilker durchsinkt, statt zu taumeln, und verschenkt genau die Phase, in der die Bisse kommen.

Was eine Kutterfahrt entscheidet

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Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Woran du siehst, dass der Pilker zu leicht ist

Die verlässlichste Kontrolle hängt nicht an einer Tabelle, sondern an der Schnur, die du in der Hand hast. Läuft sie steil ins Wasser und du spürst das Aufsetzen am Grund, stimmt das Gewicht. Läuft sie flacher als etwa 45 Grad vom Boot weg, hängt der Pilker hinterher.

Die Montage im Detail

5 Bauteile

Vier Teile, senkrecht übereinander. Ihre Reihenfolge erklärt, warum diese Montage im tiefen Wasser funktioniert und im flachen selten nötig ist.

1 2 3 4 5
  1. Das Boot driftet, der Pilker folgt

    Gefischt wird im freien Trieb, nicht am Anker. Wie schnell das Boot über den Grund läuft, entscheidet über das Gewicht: bei mehr als rund 1 km/h lässt sich der Köder kaum noch führen.

  2. Der Winkel der Schnur ist dein Messgerät

    Läuft sie steil nach unten, stimmt das Gewicht. Flacher als etwa 45 Grad heisst, dass der Pilker hinterherhängt statt zu sinken. Dann aufholen und neu ablassen.

  3. Der Beifänger fischt eine Etage höher

    Ein kleiner Haken mit Twister oder Federkleid, 30 bis 50 cm über dem Pilker. Einer bis zwei genügen; mehr verheddert und ist je nach Land auch nicht erlaubt.

  4. Der Pilker taumelt beim Absinken

    Genau in dieser Phase kommen die Bisse. Ein zu schwerer Pilker durchsinkt, statt zu taumeln, und verschenkt sie. Deshalb ist zu schwer nicht die sichere Seite.

  5. Der Grund ist der Bezugspunkt

    Erst wenn der Pilker aufgesetzt hat, weisst du, in welcher Schicht du fischst. Danach ein paar Meter aufholen, statt dauerhaft über den Grund zu schleifen.

Auf einem vollen Kutter ist dieser Winkel zugleich eine Frage der Nachbarschaft. Wer deutlich leichter fischt als die anderen, treibt mit seiner Schnur in fremde und legt drei Angeln gleichzeitig lahm. Deshalb sagt die Besatzung vor dem Ablassen, welches Gewicht gefischt wird, und daran halten sich alle.

An-Drift und Ab-Drift sind zwei Techniken

Ein Boot hat eine Luv- und eine Leeseite, und beide verlangen eine eigene Führung.

Auf der Leeseite, wo das Boot vom Wind wegtreibt, wird der Pilker abgelassen und läuft mit. Die Schnur bleibt steil, der Rhythmus ruhig, und diese Seite ist für Einsteiger die einfachere.

Auf der Luvseite treibt das Boot auf die Schnur zu. Hier wird geworfen statt abgelassen, und die Pilkbewegungen fallen deutlich kräftiger aus, weil sonst Schnur durchhängt und der Kontakt verloren geht. Wer den Unterschied nicht kennt, wundert sich, warum dieselbe Führung auf der anderen Bordseite nicht funktioniert.

Beifänger, und was davon erlaubt ist

Über dem Pilker sitzen ein bis zwei kleine Haken mit Twister, Gummifisch oder Federkleid, 30 bis 50 cm darüber, an Mundschnüren von 15 bis 20 cm. Sie fischen eine Etage höher und fangen oft die kleineren Arten, während der Pilker unten arbeitet.

Wie viele davon erlaubt sind, entscheidet das Land. Mecklenburg-Vorpommern nennt eine Zahl: höchstens sechs Anbissstellen je Handangel und höchstens drei Handangeln, ständig beaufsichtigt. Schleswig-Holstein nennt keine im Gesetz. Praktisch sind Pilker plus ein bis zwei Beifänger überall unkritisch, ein Heringsvorfach mit zehn Haken dagegen nicht.

Ein Ruck in der Absinkphase

Der häufigste Biss überhaupt. Der Fisch nimmt den taumelnden Pilker im Fall, und die Schnur wird kurz locker statt straff. Anhieb sofort, sonst ist er wieder ab.

Normalfall

Kurzes Zittern ohne Gewicht

Ein kleiner Fisch am Beifänger, oft Wittling oder Makrele. Weiterführen statt einholen: der zweite und dritte Fisch hängt sich häufig dazu.

Beifänger

Der Pilker setzt hart auf und bleibt

Stein oder Wrack. Schnur straff halten und mit der Rute in die Gegenrichtung ziehen, nicht reissen. Über Steinen hilft ein Pilker mit Einzelhaken statt Drilling.

Hänger

Die Schnur läuft flach weg

Kein Biss, sondern eine Diagnose. Der Pilker hängt hinterher, statt zu sinken. Schwerer werden oder warten, bis die Drift nachlässt.

zu leicht

Ein Dorsch am Haken

Kommt vor, auch beim Plattfischangeln. Der Fisch geht unverzüglich und schonend zurück: Haken möglichst im Wasser lösen, nasse Hände, nicht auf Deck legen.

zurücksetzen

So bereitest du eine Kutterfahrt vor

Auf dem Wasser lässt sich wenig nachholen. Was zählt, entscheidet sich vorher.

  1. Papiere und Regeln vorher klären

    In Mecklenburg-Vorpommern brauchst du Fischereischein, Abgabemarke und Küstenerlaubnis. In Schleswig-Holstein entfällt der Fischereischein auf gewerblichen Angelkuttern, wenn eine Aufsicht an Bord ist; die Fischereiabgabe bleibt.

  2. Gewichte in Stufen einpacken, nicht in einer Zahl

    Drei bis vier Gewichtsklassen um den erwarteten Wert herum. Wind und Drift ändern sich im Tagesverlauf, und wer nur eine Klasse dabeihat, fischt den halben Tag falsch.

  3. Am Platz das Gewicht der Nachbarn übernehmen

    Auf einem vollen Kutter zählt, dass alle Schnüre im selben Winkel hängen. Wer deutlich leichter fischt, treibt in die Nachbarschnüre und ruiniert drei Angeln auf einmal.

  4. Ablassen, aufsetzen, ein paar Meter aufholen

    Der Grundkontakt ist der Bezugspunkt, nicht der Fischplatz. Nach dem Aufsetzen 2 bis 3 m aufholen und dort führen.

  5. Rhythmus finden statt Tempo machen

    Anheben um 50 bis 80 cm, kontrolliert absinken lassen, 2 bis 3 Sekunden Pause. Hektik kostet Bisse, weil sie die Absinkphase verkürzt.

Zurücksetzen ist beim Dorsch keine Geste mehr

Ein verbreiteter Satz lautet, ein Dorsch aus 20 oder 30 Metern sei beim Zurücksetzen ohnehin verloren, weil die Schwimmblase ihn an der Oberfläche hält. Daraus folgt dann entweder, das Verbot bringe nichts, oder das Zurücksetzen sei Formsache. Beides ist falsch.

Ein Dorsch wird neben der Bordwand eines Kutters im Wasser gehalten und zurückgesetzt

Im Wasser lösen, nicht an Deck

Ein Dorsch, der zurück muss, geht am besten gar nicht erst an Deck. Über die Reling gebeugt, mit der Zange am Haken, bleibt er im Wasser und schwimmt ab, ohne den Druckunterschied und die Luft aushalten zu müssen.

Aus großer Tiefe geholte Fische haben es schwerer, deshalb wird bei der Sperre nicht gezielt tief auf Dorsch gefischt, sondern flach auf das, was erlaubt ist.

Der Fisch bleibt im Wasser, der Haken wird mit der Zange gelöst. AI-Bild

Eine Untersuchung in der westlichen Ostsee kam auf eine Rückwurfsterblichkeit von im Mittel rund 11 Prozent. Entscheidend waren nicht die Fangtiefe, sondern Blutungen und die Wassertemperatur: jedes Grad wärmer erhöhte das Risiko messbar, und rund 85 Prozent der Todesfälle traten in den ersten 24 Stunden ein.

Eine zweite Studie sah sich die Tiefe genauer an. 97,8 Prozent der freigelassenen Dorsche tauchten selbständig ab, und bei Fischen, die auf Fangtiefe zurückgeführt wurden, war keine Sterblichkeit festzustellen. Umgekehrt starben mindestens 40 Prozent der Tiere, die aus über 50 m gefangen und dann an der Oberfläche gehalten wurden.

Die praktische Folge sind drei Handgriffe: Haken möglichst im Wasser lösen, nasse Hände, und den Fisch über die Bordwand zurückgeben, statt ihn erst auf Deck zu legen. Im Sommer bei warmem Oberflächenwasser zählt jede Sekunde doppelt.

Wo gefischt wird

Pilken ist eine Kantentechnik. Gesucht werden Übergänge, an denen flaches in tiefes Wasser fällt, dazu Steinkuppen, Wracks und Fahrrinnenkanten. Die Karte zeigt den ufernahen Teil davon; der Kutter sucht dieselben Übergänge in grösserer Tiefe.

Wo du beim Pilken fischst

1 Ansicht

Ostsee und Nordsee: Strand, Mole, Priel

Untiefe 1 Rinne hinter der Bank 2 Seegraswiese 3 Sandbank 4
  1. Untiefe

    Eine Steinkuppe im tieferen Wasser ist der klassische Pilkplatz. Gefischt wird nicht ihr Scheitel, sondern die Kante, an der sie abfällt.

  2. Rinne hinter der Bank

    Die Rinne zwischen den Bänken trägt Plattfisch, und dort arbeitet das driftende Boot mit dem Buttlöffel besser als mit dem Pilker.

  3. Seegraswiese

    Die Aussenkante des Feldes sammelt Garnelen und Kleinfisch. Im Feld selbst kostet jeder zweite Wurf Gerät.

  4. Sandbank

    Der schwächste Grund von allen, und deshalb hier genannt: gleichförmig flach, wenig Struktur, wenig Fisch. Zum Überfahren, nicht zum Ankommen.

Gewässertyp im Lexikon: Küste Meer Hafen

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Priel, Buhne, Mole und Hafeneinfahrt.

Was auf einem vollen Kutter dazugehört

20 Angler an einer Reling funktionieren nur mit denselben Regeln. Dasselbe Gewicht wie die Nachbarn, ein lautes Ansagen, wenn ein Fisch kommt, und der Kescher früh statt spät. Wer einen Fisch quer über mehrere Schnüre drillt, sollte den Ruf abwarten, statt selbst zu keschern.

Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung

Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.

Noch kein Fang mit Foto gemeldet

Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.

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Häufige Fragen zur Angeltechnik Pilken

10 Fragen
Wie schwer muss mein Pilker sein?

Als Faustregel rund 3 g je Meter Wassertiefe bei ruhiger Lage, bei zügiger Drift die Hälfte mehr. Auf 20 m sind das 60 bis 100 g, auf 30 m bis 175 g. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern ob du den Grundkontakt spürst und die Schnur steil steht.

Darf ich in der Ostsee noch auf Dorsch pilken?

Nein, und zwar in zwei Stufen. Die Entnahme ist ganzjährig verboten, jeder Beifang geht unverzüglich zurück. Und die Fischereibehörde wertet Pilken mit Beifängern über Dorschgründen bereits als gezieltes Angeln auf Dorsch, also auch ohne Entnahme. Beim Plattfischangeln ist ein Dorsch dagegen ein echter Beifang.

Auf was kann ich stattdessen pilken?

Auf Makrele in der Nordsee von Juni bis August, auf Wittling in der Ostsee von November bis März, auf Köhler an den Kanten bei Helgoland und in Norwegen. Plattfisch geht vom driftenden Boot mit Buttlöffel und Wurm, Hering am Paternoster im Frühjahr und Herbst.

Wie viele Haken darf ich beim Pilken benutzen?

Das regelt das Land. Mecklenburg-Vorpommern erlaubt höchstens sechs Anbissstellen je Handangel und höchstens drei Handangeln. Schleswig-Holstein nennt keine Zahl im Gesetz. Pilker plus ein bis zwei Beifänger ist überall unkritisch, ein Heringsvorfach mit zehn Haken nicht.

Warum kommen die Bisse beim Absinken?

Weil der fallende Pilker taumelt und dabei aussieht wie ein Fisch, der die Kontrolle verloren hat. Das Anheben stellt diese Phase nur immer wieder her. Wer durchkurbelt, verschenkt sie, und wer zu schwer fischt, verkürzt sie.

Woran sehe ich, dass mein Pilker zu leicht ist?

Am Winkel der Schnur. Läuft sie flacher als etwa 45 Grad vom Boot weg, hängt der Pilker hinterher, statt zu sinken, und der Grundkontakt geht verloren. Auf dem Kutter ist das zugleich ein Nachbarschaftsproblem, weil deine Schnur in fremde treibt.

Brauche ich für eine Kutterfahrt einen Fischereischein?

In Schleswig-Holstein auf gewerblichen Angelkuttern nicht, wenn eine Aufsicht an Bord die tierschutzrechtlichen Vorgaben sicherstellt; die Fischereiabgabe bleibt fällig. In Mecklenburg-Vorpommern brauchst du Fischereischein oder Touristenfischereischein, Abgabemarke und die Angelerlaubnis für Küstengewässer.

Überlebt ein zurückgesetzter Dorsch das überhaupt?

Meist ja. In einer Ostseestudie lag die Rückwurfsterblichkeit im Mittel bei rund 11 Prozent, und in einer Tiefenstudie tauchten 97,8 Prozent der freigelassenen Fische selbständig ab. Entscheidend sind Blutungen und warmes Wasser, nicht die Tiefe. Was tötet, ist die Zeit an der Luft.

Wie schnell darf das Boot driften?

Bis etwa 1 km/h lässt sich senkrecht fischen, ideal sind 0,2 bis 0,8. Darüber steht die Schnur zu flach, und der Grundkontakt geht auch mit schwererem Pilker verloren. Auf dem Kleinboot hilft ein Driftsack.

Was darf ich aus Norwegen mitbringen?

2026 sind es 15 kg Fisch je Person, zweimal im Jahr, und nur wenn der Fang über einen registrierten Angeltourismusbetrieb läuft. Ab 2027 sinkt die Menge auf 10 kg.

Passt dazu

René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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