Kurz gesagt
- Im Winter steht der Barsch im tiefsten Wasser seines Gewässers, in Schwärmen nach Größe sortiert, am Grund des Beckens, in der Hafenmitte oder am Fuß der Spundwand.
- Gesucht wird schnell mit Jig oder Blech, gefangen langsam mit Drop-Shot oder Vertikal, und ein gefundener Schwarm gibt an einer Stelle oft zehn Fische.
- Vom Ufer frisst der flache Schnurwinkel die Höhe des Drop-Shot-Köders, bei 20 m Wurfweite und 8 m Tiefe bleiben von 40 cm Abstand noch 17 cm, deshalb wird das Vorfach im Winter länger.
- Der Barsch ist ein Sichtjäger und frisst im Winter zwischen 11 und 15 Uhr, in der Dämmerung kaum und nachts gar nicht.
- Die meisten Länder kennen für den Barsch weder Schonzeit noch Maß, eines schont ihn ab Februar, drei setzen ein Maß, die Tabelle rechnet den Stand für heute.
Der Barsch zieht um, und der Grund ist die Physik
Wasser ist bei 4 Grad am schwersten. Wenn ein See im Herbst auskühlt, sinkt diese Schicht zum Grund, alles darüber wird kälter, und im tiefsten Becken liegt den ganzen Winter ein Polster aus dem wärmsten Wasser, das es gibt. Der Barsch weiß das, ohne es zu wissen. Er zieht ab November aus dem Flachen, das im Sommer sein Jagdrevier war, in genau dieses Becken und bleibt dort bis zum März. Der Stoffwechsel läuft unter 8 Grad auf einem Bruchteil, er frisst seltener und kleiner, aber er frisst, und er tut es dort, wo das Wasser die 4 Grad hat.
Das zweite, was sich ändert, ist die Ordnung. Im Sommer jagen die Barsche in lockeren Trupps über die Krautkante, im Winter stehen sie in Schwärmen, die nach Größe sortiert sind und dichter zusammenrücken als zu jeder anderen Zeit. Ein Winterschwarm ist eine Sichel dicht über dem Grund, 30 oder 300 Fische, fast alle gleich groß, und die ganz großen stehen oft ein Stück daneben, allein oder zu zweit. Das erklärt den Winter auf Barsch in einem Satz. Er ist eine Suche, und wer findet, fängt.
Wo der Schwarm steht: im See, im Hafen, im Kanal
Im tiefen Baggersee und in der Talsperre steht der Winterschwarm am Grund des tiefsten Beckens oder an dessen Kante, in 8 bis 15 Metern, über hartem oder wenigstens festem Grund, gern neben einem Brassenschwarm, der dasselbe Wasser sucht. Im flachen See ohne Becken bleibt der Barsch beweglicher, dann sind es die tiefste Rinne, der alte Bachlauf oder das Loch vor dem Auslauf. Im Hafen steht er in der Beckenmitte und am Fuß der Spundwand, wo das Wasser 5 bis 8 Meter tief ist und nichts strömt, im Kanal im Wendebecken, unter der Brücke und an der Einfahrt zur Schleuse, und im Fluss im Hafen, im Altarm und in jeder Bucht ohne Strömung. Die Karten zeigen die Strukturen des Barschs im Jahr, und im Winter zählen davon die tiefe Kante, der Steg am tiefen Wasser, die Spundwand und die Brücke. Der Krautrand und die Seerosen sind Sommer.
Wo Barsch steht
3 Ansichten-
Steg
Schatten, senkrechte Kanten, Kleinfisch zwischen den Pfählen. Die Barsche stehen unter dem Bauwerk und schauen heraus, nicht daneben.
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Schilfgürtel
Die Schilfkante ist die erste Adresse im Frühjahr: flaches, warmes Wasser, Deckung und Jungfisch auf engem Raum.
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Scharkante
Die Scharkante trägt ab dem Herbst die größeren Fische. Sie ziehen an ihr entlang, statt sich im Flachen zu verteilen.
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Krautfeld
Krautfelder im Flachen halten im Frühjahr und Sommer den Nachwuchs, und damit die Schwärme, die ihn jagen.
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Seerosenfeld
Nicht die Außenkante zum Freiwasser, sondern die Lücken im Feld. Dort treiben kleine Barsche ihre Beute in Sackgassen.
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Untiefe im Freiwasser
Eine Kuppe im Freiwasser ist die Stelle für große Einzelbarsche im Herbst. Ohne Echolot oder Tiefenkarte findest du sie nicht.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Totholz, Freies Wasser.
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Buhnenfeld
Das Buhnenfeld ist der Standplatz schlechthin: Steine, ruhiges Wasser und direkt daneben die Strömungskante. Der Buhnenkopf zuerst.
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Brückenpfeiler
Jeder Pfeiler wirft einen Strömungsschatten und einen echten Schatten. Beides sammelt Kleinfisch, und der Barsch steht dahinter.
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Prallhang
Die verbaute Außenkurve hat Tiefe direkt am Ufer und Lücken zwischen den Blöcken. Ein Wurf parallel zur Steinkante reicht.
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Kehrwasser
Hinter jedem Hindernis dreht das Wasser. Dort steht der Fisch mit dem Kopf gegen die Strömung und wartet auf das, was vorbeikommt.
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Totholz
Ein Baum im Wasser hält oft nur wenige Fische, dafür größere. Kurz anwerfen, nicht ausfischen.
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Einmündung
Ein einmündender Graben spült Kleintiere in den Fluss, und der Kleinfisch sammelt sich in der Trübungsfahne. Der Schwarm treibt ihn dort gegen die Kante. Nach Regen lohnt die Stelle zuerst.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Gleithang, Krautfahne.
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Steinpackung
Zwischen den Blöcken leben Krebse und Kleinfisch. Der Barsch steht dort in unter einem Meter Wasser, direkt vor den Füßen.
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Liegeplätze
Boote sind Dauer-Deckung: Schatten, Bewuchs am Rumpf, Kleinfisch dazwischen. Im Hafenbecken hält diese Kante auch mittags Fisch, wenn die offene Wand längst leer ist.
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Kaimauer
Der Barsch hängt oben an der Wand, im ersten Meter unter der Oberfläche, wo der Bewuchs sitzt. Ein leichter Köder dicht am Stahl geführt findet ihn, ein schwerer fällt darunter durch.
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Brückenpfeiler
Der Schatten der Fahrbahn bricht das Licht über die ganze Breite. Kleinbarsche stehen an dessen Kante, und die größeren Fische kommen von unten dazu.
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Hafeneinfahrt
An der Hafeneinfahrt wechselt die Strömung und der Grund fällt ab. Barsche sammeln sich an dieser Enge.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Fahrrinne.
| Gewässer | Winterstand | Tiefe | Vom Ufer erreichbar |
|---|---|---|---|
| Baggersee, Talsperre | Grund des tiefsten Beckens, Fuß der Kante | 8 bis 15 m | vom Steilufer oder Steg, sonst Boot |
| flacher See, Weiher | tiefste Rinne, Loch vor dem Auslauf | 3 bis 6 m | ja, mit Drop-Shot |
| Hafen | Beckenmitte, Fuß der Spundwand, Liegeplätze | 5 bis 8 m | ja, senkrecht an der Wand |
| Kanal | Wendebecken, Brücke, Schleuseneinfahrt | 3 bis 5 m | ja, an Spundwand und Steinpackung |
| Fluss | Hafen, Altarm, Bucht ohne Strömung | 3 bis 6 m | ja, im Hafen und Altarm |
Die Tiefenkarte auf der Gewässerseite zeigt das Becken, bevor der erste Wurf fällt, und im Winter ist sie das Werkzeug, mit dem der Tag beginnt. Wo sie fehlt, sagt das Echolot dasselbe vom Boot, und vom Ufer sagt es das Blei, das an der Kante plötzlich viel länger sinkt.
Die Suche in drei Schritten
Der erste Schritt ist schnell. Ein 5 cm Gummifisch am 3 bis 7 g Kopf, gefaulenzt mit zwei Umdrehungen und einer Sinkphase, oder ein Blechköder, der von allein flattert, und damit klopfst du die Kante des Beckens ab, fächerförmig, alle 20 Meter eine neue Stelle. Der Winterschwarm meldet sich nicht mit einem Biss, sondern mit einem Zupfer, einem Nachläufer, einem Barsch von 15 cm. Das reicht. Wo der Kleine steht, steht der Schwarm, und die Großen stehen daneben.
So sieht ein Winterschwarm auf dem Bildschirm aus, eine dichte, geschlossene Sichel, die auf dem Grund aufsitzt, nicht die aufgelösten Bögen des Sommers. Das Boot bleibt darüber stehen, nicht daneben, und der Köder fällt lotrecht bis auf den Grund. Angehoben wird eine Handbreit.
Der Schwarm im Echolot: eine Sichel dicht über dem Grund. AI-Bild
Der zweite Schritt ist langsam. Am Fundort wird gewechselt, auf Drop-Shot vom Ufer oder auf das Vertikalfischen vom Boot, und der Köder wird auf die Stelle gestellt statt durch sie gezogen. Der Winterbarsch verfolgt nicht weit, er nimmt, was vor ihm steht und lang genug bleibt. 5 bis 10 Sekunden auf dem Platz, ein Zittern, das nur den Schwanz des Gummis bewegt, dann 20 Zentimeter weiter. Der dritte Schritt ist die Geduld, den Platz nicht zu verlassen. Ein gefundener Schwarm gibt an einer Stelle zehn Fische, und wer nach dem dritten weiterzieht, sucht den Schwarm, den er gerade hatte.
Drop-Shot vom Ufer: die Höhe, die der Winkel frisst
Das Drop-Shot-Rig ist im Winter die Methode vom Ufer, weil es das kann, was kein Jig kann, den Köder über dem Grund stehen lassen, während das Blei liegt. Es hat einen Haken, den kaum jemand rechnet. Vom Boot steht die Schnur senkrecht, und der Abstand zwischen Haken und Blei ist die Höhe des Köders über Grund. Vom Ufer kommt die Schnur dagegen flach an, und die Höhe schrumpft mit dem Winkel. Bei 20 Metern Wurfweite und 8 Metern Tiefe steht die Schnur in 25 Grad, und aus 40 Zentimetern Hakenabstand werden 17 Zentimeter Höhe. Der Köder schleift dann fast über den Grund, wo der Winterbarsch mit dem Bauch liegt und nach oben schaut.
An der Wand steht die Schnur lotrecht, der Hakenabstand ist dann die volle Höhe. Der Köder hängt eine Handbreit über dem Grund vor dem Stahl, und die Rutenspitze zittert nur so viel, dass der Schwanz des Gummis spielt. Wer den Biss nicht sieht, sieht die Schnur, die plötzlich einen Zentimeter durchhängt.
Drop-Shot an der Spundwand, senkrecht und still. AI-Bild
Deshalb wird das Vorfach im Winter länger, 60 bis 80 Zentimeter für den Uferwurf, und deshalb ist die Spundwand mit senkrechter Schnur die bessere Stelle als das flache Ufer mit weitem Wurf. Der Rechner nimmt Wurfweite, Tiefe und Hakenabstand und sagt, wie hoch der Köder wirklich steht und wie viel Abstand du für 30 Zentimeter Höhe brauchst. Vorbelegt ist der Winterwurf, 20 Meter auf 8 Meter Tiefe.
Wie hoch steht dein Köder wirklich?
RechnerDer Abstand zwischen Haken und Blei ist die Höhe über Grund, solange die Schnur senkrecht steht. Vom Ufer läuft sie flach, und aus 40 cm Abstand werden schnell 10 cm Höhe. Die Rechnung sagt, wie viel davon übrig bleibt.
Drop-Shot-Rechner
Wurfweite, Tiefe und Abstand rein, Höhe raus
- Winkel der Schnur …
- So hoch steht der Köder …
- Abstand für 30 cm Höhe …
Gerechnet wird mit gestreckter Schnur. Hängt sie durch, steht der Köder tiefer; treibt geflochtene Schnur an der Oberfläche ab, steht er höher. Die Rechnung nennt die Obergrenze, entschieden wird am Wasser über die Bisse.
Dazu die Köder, und die Frage nach der Größe hat im Winter zwei Antworten. Für den Schwarm und die Zahl 5 bis 7 Zentimeter, schlank, mit kleinem Schaufelschwanz oder als Twister, am 1er bis 4er Drop-Shot-Haken durch die Nase gehakt. Für den Großbarsch, der am Rand des Schwarms und im Hafen steht, 9 bis 12 Zentimeter mit V-Schwanz, wie es der Barsch-Ratgeber für den Winter beschreibt, denn die großen Weibchen nehmen jetzt die großen Happen und lassen die kleinen liegen. Im klaren Winterwasser Braun, Grün und Motoroil, im trüben Weiß und Chartreuse. Und der halbe Tauwurm am selben Haken, wenn die Barsche den Gummi nur anstupsen, das ist im Januar häufiger, als es sich anfühlt.
Drop-Shot vom Ufer
Die Wintermethode Nummer eins, weil der Köder steht, ohne dass das Blei sich bewegt. 5 bis 7 cm Gummi für den Schwarm, 9 bis 12 für den Großbarsch, oder ein halber Tauwurm, Blei 5 bis 10 g, Hakenabstand 60 bis 80 cm, weil der flache Schnurwinkel die Höhe frisst. Zittern, 10 Sekunden stehen lassen, 20 cm ziehen.
Vertikal vom Boot
Über dem Schwarm, den das Echolot zeigt, senkrecht unter der Rutenspitze. 7 cm Gummi am 10 bis 20 g Kopf, angehoben und abgelegt, mit Pausen, in denen der Köder auf dem Grund liegt. Die Methode, die im Winter die großen Barsche bringt.
Kleiner Jig, gefaulenzt
Zum Suchen. 5 cm Gummi am 3 bis 7 g Kopf, zwei Kurbelumdrehungen, absinken lassen, wieder zwei. Damit klopfst du eine Kante in 20 Minuten ab, und der erste Biss sagt, wo der Schwarm steht. Danach wird gewechselt.
Blech und Zocker
Ein 5 bis 15 g Blechköder oder ein Zocker sinkt schnell, flattert dabei und reizt den Schwarm, wo der Gummi zu langsam ist. Vom Boot senkrecht, vom Ufer ausgeworfen und mit Sinkpausen eingeholt. Bei sehr passiven Fischen zu viel.
Tauwurm am Drop-Shot
Der Naturköder des Winters. Ein halber Tauwurm am 6er Haken, aufgezogen, im Drop-Shot-Rig, still gehalten. Wenn die Barsche den Gummi nur anstupsen, nehmen sie den Wurm ganz. Wo Naturköder am Drop-Shot erlaubt sind.
Was im Winter nichts bringt
Der Spinner, der zu hoch und zu schnell läuft, der Wobbler, der nicht stehen kann, der Oberflächenköder und jede Führung, die den Köder nicht stehen lässt. Und die Uferkante des Sommers.
Vertikal vom Boot: der Winter der großen Barsche
Wo der See tief ist, führt im Winter kaum ein Weg am Boot vorbei, weil das Becken in 12 Metern selten in Wurfweite liegt. Das Echolot findet den Schwarm als Sichel über dem Grund, das Boot bleibt mit Elektromotor oder Anker darüber stehen, und der Köder geht senkrecht hinunter. Vertikalangeln im Winter heißt 7 cm Gummi am 10 bis 20 g Kopf, je nach Tiefe und Drift, angehoben um eine Handbreit, abgelegt, 3 Sekunden liegen gelassen, wieder angehoben. Der Biss kommt beim Ablegen oder in der Pause und fühlt sich an, als hätte jemand die Schnur festgehalten.
Die Methode bringt im Winter die größten Barsche des Jahres, weil die großen Weibchen vor der Laichzeit im März und April Reserven anlegen und weil sie am Rand des Schwarms stehen, wo der senkrechte Köder sie erreicht und der geworfene nicht. Ein Barsch über 40 Zentimeter im Januar ist fast immer ein Rogner, und wo die Gewässerordnung ein Entnahmefenster setzt, geht er zurück.
Die Stunden, in denen der Sichtjäger sieht
Der Barsch jagt mit den Augen, und das ist im Winter die Uhr. Unter 8 Grad Wassertemperatur schaltet der Fang-Index auf sein Kaltwasser-Profil, in dem der Mittag mit 1,0 die Spitze ist, der Nachmittag mit 0,85 folgt, die Dämmerung auf 0,4 fällt und die Nacht auf 0,2. Für den Barsch stimmt das genauer als für jede andere Art, denn er frisst im Winter fast nur, wenn er sieht, und in 10 Metern Tiefe sieht er im Dezember zwischen 11 und 15 Uhr. Ein Winterbarschtag beginnt um zehn am Wasser und ist um vier vorbei, und die Dämmerung, die im Sommer die Spitze ist, bringt jetzt nichts.
Das Wetter darüber entscheidet über den Tag. Mild und bedeckt nach Frost ist der Tag, den du willst, weil das Wasser ein Zehntelgrad zurückgewinnt und der Schwarm aus dem Becken an die Kante rückt. Klar und frostig mit hohem Druck ist die zäheste, dann steht der Schwarm wie festgefroren, und es bleibt der Mittag mit dem Tauwurm. Eis ist in Deutschland selten tragfähig, und ob du es betreten darfst, entscheiden Gewässerordnung und Gemeinde, der Eintrag zum Eisangeln erklärt, wo und wie.
Gerät für den Winterbarsch
Die Rute ist leicht und hat eine Spitze, die einen Biss zeigt, der sich anfühlt wie ein Blatt am Haken, 3 bis 15 Gramm Wurfgewicht, 2,10 bis 2,40 Meter vom Ufer, kürzer vom Boot. Ultralight mit 1 bis 7 Gramm ist am kleinen Hafen und am Kanal die richtige Klasse und macht aus einem 25er Barsch einen Fisch, am großen See mit 15 Metern Tiefe ist sie für das Blei zu schwach. Die Schnur ist Geflecht in 0,08 bis 0,10, weil sie den Biss überträgt und nicht dehnt, davor 80 Zentimeter Fluorocarbon in 0,20 bis 0,25, am Palomarknoten an den Drop-Shot-Haken, weil der Knoten den Haken aufrecht stehen lässt.
Zwei Dinge, die der Winter dazu verlangt. Ein Frostschutz für die Ringe, sonst friert das nasse Geflecht bei Minusgraden fest, und Handschuhe mit freien Fingerkuppen, weil der Winterbiss über die Schnur zwischen den Fingern kommt. Wer beides vergisst, hat um zwölf die Rute in der Tasche.
Was das Fangbuch über Winterbarsche sagt
Der Block unten zählt ausschließlich Barsche aus Dezember, Januar und Februar, jeden mit Uhrzeit, Köder und Gewässer. Er wird zeigen, ob das Mittagsfenster an den Revieren der Community trägt und ob der Gummi im Winter wirklich vor dem Wurm liegt, und dafür braucht er den ersten Winter mit Meldungen.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Winterbarsche mit Foto, Gewässer und Tag:
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenSchonzeit und Maß: der Barsch im Landesrecht
Der Barsch ist in den meisten Ländern ein Fisch ohne Regel, weder Schonzeit noch Mindestmaß, weil sein Bestand in fast jedem Gewässer groß ist. Ein Land schont ihn ab Februar bis in den Mai, drei setzen ein Maß zwischen 10 und 17 Zentimetern, an der Küste 20, eines davon mit einem Entnahmefenster nach oben, das die großen Weibchen schützt. Die Tabelle zeigt den Stand deines Landes für heute, und der Verein darf strenger sein als das Land, gerade am Vereinssee, wo ein Barschbestand aus wenigen großen Fischen besteht.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
3 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 10 und 17 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Bayern | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
| Berlin Steht in Anlage 2, das Land nennt für ihn weder Schonzeit noch Maß | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
| Bremen | 1. Feb. bis 15. Mai heute frei | 15 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 35 cm, keine Tagesbegrenzung | keine Schonzeit heute frei | 10 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern An der Küste 20 cm | keine Schonzeit | 17 cm |
| Schleswig-Holstein | keine Schonzeit heute frei | kein Maß |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Der Winter hat beim Barsch keinen Kalender, der ihn beendet, außer in dem einen Land. Er endet mit dem Wasser, das im März auf 6 Grad steigt, wenn der Schwarm sich auflöst und die Barsche ins Flache ziehen, um zu laichen. Bis dahin steht er im Becken, und bis dahin gilt dieser Text.
Woran du merkst, dass der Sommer noch mitfischt
Kein Zupfer an der Krautkante in 2 Metern Tiefe, an der du den Sommer über gefangen hast. Das ist der Sommerplatz, an dem im Januar nur noch das Kraut steht, und der Schwarm liegt derweil im Becken. Ein Einzelgänger auf den 10er Gummi und danach nichts mehr. Schuld ist der Sommerköder, der im Winter an den Schwärmen vorbeiläuft und höchstens den einen reizt, der Schwarm will die 5 bis 7 Zentimeter von oben. Und nach drei Fischen ziehst du weiter, oder nach zehn Minuten ohne Biss lässt du die Stelle liegen, an der das Echolot die Sichel zeigt. Das ist die Ungeduld, und der Schwarm hätte noch zehn gehabt. Der Winterbarsch braucht Zeit, keine Strecke.
Bevor du im Winter auf Barsch losziehst
0 von 7Tippe zum Abhaken. Dein Stand bleibt auf diesem Gerät gespeichert.
Der Januartag am Hafen
Er beginnt um elf an der Spundwand, mit einem Drop-Shot, der senkrecht neben dem Stahl hängt, 5 cm Gummi in Braun, 7 Gramm Blei, 60 Zentimeter Abstand. Der erste Biss ist ein Tock, das sich anfühlt wie ein Hänger, ein 20er, und das ist die Nachricht. Der zweite Wurf geht an dieselbe Stelle, der dritte auch, und um halb eins liegen acht Barsche im Fangbuch, alle zwischen 20 und 28 Zentimetern, alle aus einem Quadratmeter Hafen.
Um zwei kommt der Große, ein Stück weiter an der Ecke, wo die Wand in die Steinpackung übergeht, auf den halben Tauwurm, 41 Zentimeter, schwer und träge und voller Laich. Ein Foto im Kescher, nasse Hände, und wo der Verein ein Entnahmefenster setzt, schwimmt sie zurück. Die Stelle steht im Fangbuch, mit Uhrzeit und Wassertemperatur, und sie steht im nächsten Januar wieder dort, weil das Wasser wieder 4 Grad hat.
Zum Nachschlagen
11 EinträgeHäufige Fragen
8 FragenBeißen Barsche im Winter?
Ja, aber anders. Unter 8 Grad frisst der Barsch seltener und nimmt kleinere Beute, dafür steht er in Schwärmen, die dichter sind als im Sommer. Wer den Schwarm findet, fängt an einer Stelle viele Fische, wer ihn nicht findet, gar keinen. Die Suche ist im Winter die halbe Methode.
Wo stehen Barsche im Winter?
Im tiefsten Wasser des Gewässers, weil dort das 4-Grad-Wasser liegt, das dichteste und im Winter wärmste. Im See am Grund des tiefsten Beckens und an seiner Kante, im Hafen in der Beckenmitte und am Fuß der Spundwand, im Kanal am Wendebecken und unter Brücken, im Fluss im Hafen und im Altarm. Die Sommerstellen im Flachen sind leer.
Welcher Köder für Barsch im Winter?
Langsam, und in zwei Größen. Gummifische von 5 bis 7 cm am Drop-Shot oder am leichten Kopf für den Schwarm und die Zahl, 9 bis 12 cm mit V-Schwanz für den Großbarsch am Hafen, dazu ein halber Tauwurm, wenn der Gummi nur angestupst wird, und zum Suchen ein Blechköder oder Zocker. Gedeckte Farben im klaren Winterwasser, Weiß und Chartreuse, wenn es trüb ist.
Wie fische ich Drop-Shot im Winter?
Mit längerem Vorfach und mehr Geduld. Vom Ufer kommt die Schnur flach an, und aus 40 cm Hakenabstand werden bei 20 m Wurfweite und 8 m Tiefe nur 17 cm Höhe über Grund. Deshalb 60 bis 80 cm Abstand, Blei 5 bis 10 g, den Köder 10 Sekunden auf der Stelle zittern lassen, dann 20 cm ziehen. Der Biss ist ein leichtes Tock oder eine Schnur, die plötzlich schlaff wird.
Wann beißen Barsche im Winter am besten?
Zwischen 11 und 15 Uhr. Der Barsch ist ein Sichtjäger, und im Winter ist das die Zeit, in der das Wasser am hellsten und am wärmsten ist. Im Kaltwasser-Profil des Index bekommen diese Stunden 1,0 und die Dämmerung nur noch 0,4. Bedeckte, milde Tage nach Frost sind die besten.
Kann ich im Winter Barsche vom Ufer fangen?
Ja, wenn das Ufer an tiefes Wasser grenzt. Spundwände im Hafen, Brückenpfeiler im Kanal, Steilufer am Baggersee und der Steg am tiefen See sind die Stellen, an denen der Uferangler im Winter senkrecht in 6 bis 10 Meter fischt. Am flachen Ufer des Sommers steht im Winter kein Barsch.
Hat der Barsch eine Schonzeit?
In den meisten Bundesländern nicht, und auch kein Mindestmaß. Ein Land schont ihn ab Februar bis in den Mai, drei setzen ein Maß zwischen 10 und 17 cm, eines davon mit einem Entnahmefenster nach oben. Die Tabelle im Text zeigt den Stand deines Landes für heute, und der Verein darf strenger sein.
Welche Rute für Barsch im Winter?
Eine leichte Spinnrute mit 3 bis 15 g Wurfgewicht und weicher Spitze, die den zaghaften Winterbiss zeigt, 2,10 bis 2,40 m vom Ufer, 1,80 bis 2,10 m vom Boot. Ultralight mit 1 bis 7 g ist am kleinen Hafen oder Kanal die richtige Klasse, an einem großen See mit 15 m Tiefe zu schwach für das Blei.
Quellen und Stand
6 Quellen-
Barsch: Steckbrief, Standplätze und Schonzeiten, Angel-Guide von CatchHub Standplatz-Karten und die Schonzeit-Tabelle je Land, die auch dieser Ratgeber zeigt
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Drop-Shot: Aufbau, Führung und der Rechner für die Köderhöhe, Angel-Guide von CatchHub Die Rechnung aus Wurfweite, Tiefe und Hakenabstand, mit Winter-Vorbelegung in diesem Ratgeber
-
Fang-Index von CatchHub: Herleitung und Gewichtung der neun Faktoren Kaltwasser-Profil (Mittag 1,0, Dämmerung 0,4, Nacht 0,2), Tor der Wassertemperatur
-
Hokanson, K. E. F.: Temperature requirements of some percids and adaptations to the seasonal temperature cycle, Journal of the Fisheries Research Board of Canada 34, 1977 Temperaturansprüche der Barschartigen, Winterruhe und Fressminimum im kalten Wasser
-
Craig, J. F.: Percid Fishes: Systematics, Ecology and Exploitation, Blackwell, 2000 Schwarmbildung nach Größe, Sichtjagd und Winterverhalten des Flussbarschs
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Schonzeiten und Mindestmaße der 16 Bundesländer, aus den Landesfischereiverordnungen Barsch-Regeln je Land, ein Land mit Schonzeit ab Februar, drei mit Maß
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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