Kurz gesagt
- Ein bundesweites Schleppangel-Recht gibt es nicht. Brandenburg verbietet es von Booten unter Segel oder Motor, Mecklenburg-Vorpommern sperrt acht Küstenbezirke ganzjährig, der Bodensee erlaubt es mit höchstens 8 Haken je Angler und einer Sperrzeit im Winter, überall sonst entscheidet die Angelkarte.
- Geschleppt wird mit 2 bis 4 km/h, auf träge Winterhechte mit 1,5 bis 2 km/h, auf Meerforelle mit 4 bis 5 km/h. Entscheidend ist das Tempo am Köder, nicht die Fahrt über Grund.
- Ein Wobbler läuft hinter dem Boot etwa doppelt so tief wie beim Werfen. Die Packungsangabe ist die Wurftiefe, und sie ist beim Schleppen eine Untergrenze.
- Eine allgemeine Tiefenformel gibt es nicht. Belastbare Tauchkurven werden je Köder von Tauchern gemessen, deshalb führen Schleppangler Notizen und kaufen Downrigger.
- Die Rutenzahl ist die Stelle, an der Technik und Recht zusammenstoßen. Wer mit Kunstködern schleppt, fischt mit der Spinnangel, und in Brandenburg ist davon nur eine erlaubt.
Die Erlaubnis steht vor der Technik
Schleppangeln ist die Technik mit den meisten Verboten und den genauesten Regeln, und beides hat denselben Grund. Ein fahrendes Boot mit Ködern hinter sich befischt in einer Stunde mehr Fläche als jeder Ansitz, und es teilt sich diese Fläche mit Seglern, Schwimmern und der Berufsfischerei.
Deshalb steht auf dieser Seite das Recht vor der Technik. Wer die Karte nicht gelesen hat, fährt an vielen Seen bereits mit dem ersten ausgelegten Köder ins Verbot, und die Rutenzahl, die am Ufer selbstverständlich ist, gilt auf dem Boot oft nicht.
Steckbrief Schleppangeln
- Was es ist
- Köder hinter dem fahrenden Boot auf Tiefe Der Köder sucht den Fisch, indem er Fläche abfährt
- Rechtliches
- kein Bundesrecht, Brandenburg verbietet es unter Motor und Segel Küste MV in 8 Bezirken gesperrt, sonst entscheidet die Angelkarte
- Rutenzahl
- von 1 bis 8 Haken je Angler Brandenburg 1 Spinnangel, Müritz 1 plus Zusatzkarte, Bodensee 8 Haken
- Tempo
- 2 bis 4 km/h Winterhecht 1,5 bis 2, Meerforelle 4 bis 5 km/h
- Zielfische
- Hecht, Seeforelle, Meerforelle, Lachs, Zander Dorsch bleibt für Angler gesperrt
- Gewässer
- Talsperren, Voralpenseen, Ostsee Auf Flüssen selten und oft unzulässig
Alle 12 Angaben
- Lauftiefe
- doppelt so tief wie geworfen Schaufel, Schnurlänge, Tempo und Durchmesser entscheiden
- Schnur hinter dem Boot
- 20 bis 30 m binnen, 30 bis 50 m Ostsee Innere Rute kürzer, äußere länger, 10 bis 15 m Unterschied
- Rute
- innen 2,10 bis 2,40 m, außen 2,70 bis 3,20 m Ostsee 2,70 m mit 40 bis 80 g, semiparabolisch
- Schnur
- 0,30 mm mono oder 0,15 mm Geflecht Plus 1,5 m monofiles Vorfach
- Köder
- Wobbler 6 bis 20 cm, Großhecht bis 30 cm Apex-Blinker und Löffel auf Salmoniden
- Saison
- Frühjahr und Herbst Bodensee vom 1. November bis 10. Januar gesperrt
Was Schleppen von Driften und Vertikal trennt
Beim Vertikalangeln ist die Bewegung des Bootes der Feind, die Schnur soll senkrecht stehen. Beim Schleppangeln ist die Bewegung das Werkzeug, und die Schnur liegt flach hinter dem Boot. Der Angler sucht nicht den Fisch, der Köder tut es, indem er eine Strecke auf eingestellter Tiefe abfährt.
Driften ist etwas Drittes. Dort treiben nur Wind und Strömung das Boot, kein Motor und kein Ruder. Die Gewässerordnungen unterscheiden das ausdrücklich, am Chiemsee heißt es Treib- oder Schleppfischerei, und die erlaubte Rutenzahl kann zwischen beidem verschieden sein.
Was das Land regelt und was die Karte
Ein bundesweites Schleppangel-Recht gibt es nicht. Ein Bundesland regelt es in seiner Verordnung, zwei Küstenordnungen sperren Gebiete, und der Rest ist Sache des Fischereiberechtigten.
| Wo | Was gilt | Fundstelle |
|---|---|---|
| Brandenburg | Schleppangeln nicht von Fahrzeugen unter Segel oder Motorkraft; höchstens 2 Handangeln, mit Kunstködern nur 1 | Fischereiordnung § 4 Abs. 2, § 7 Abs. 3 |
| Bodensee-Obersee | erlaubt, höchstens 8 Haken je Angler, mehr als 2 Geräte zulässig, nicht unter Segel, gesperrt vom 1. November bis 10. Januar | Bodenseefischereiverordnung § 12 |
| Küste Mecklenburg-Vorpommern | in 8 Fischereibezirken ganzjährig verboten, darunter Wismarbucht, Strelasund, Greifswalder Bodden und Stettiner Haff; an bestimmten Außenstränden vom 15. September bis 15. März | Küstenfischereiverordnung § 9 |
| Müritz und Plauer See | 1 Handangel mit 1 Köder, Zusatzkarte für 2 weitere; Rute im Halter, unter 7 m Rumpflänge nicht aktiv geworfen | Angelregeln der Müritzfischer |
| Chiemsee | 2 Handangeln mit je 3 Anbissstellen; kein Motor während der Fischerei, Antrieb sichtbar hochgeklappt; Schafwaschner Winkel gesperrt | Erlaubnisschein 2025 |
Für Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt fand sich keine Landesregelung. Die kursierenden Sätze, vom Boot sei es dort verboten oder nur mit einer Rute erlaubt, stammen aus den Ordnungen einzelner Vereine. Genau das ist die Kernaussage: wo das Land schweigt, entscheidet die Karte, und sie kann jedes Jahr anders lauten.
Die zweite Zeile der Tabelle ist die, die am häufigsten übersehen wird. Wer mit Kunstködern schleppt, fischt mit der Spinnangel, und in Brandenburg ist davon nur eine erlaubt. Ein Fächer aus 4 Ruten ist dort doppelt ausgeschlossen.
Die Zahl auf der Packung ist die Wurftiefe
Der verbreitetste Irrtum der Technik steht auf jeder Wobblerpackung. Die Tiefenangabe gilt für den geworfenen Köder, und geschleppt läuft derselbe Köder etwa doppelt so tief. Hersteller tief laufender Wobbler geben deshalb oft 2 Zahlen an, für einen 10 cm langen Köder etwa rund 3 m geworfen und rund 6 m geschleppt.
Die Schaufel bestimmt die Tiefe
Die Tauchschaufel drückt den Köder nach unten, und je länger und steiler sie ist, desto tiefer läuft er. Beim Werfen zieht jede Kurbelumdrehung ihn wieder hoch, beim Schleppen arbeitet die Schaufel über die ganze Strecke.
Deshalb stehen für denselben Köder oft zwei Tiefen auf der Packung, und deshalb läuft ein Wobbler mit 3 m auf der Packung hinter dem Boot auf 6 m.
Kurze Schaufel für die Kante, lange für die Tiefe, und geschleppt läuft jede doppelt so tief. AI-Bild
Der Grund ist einfach. Beim Wurf wird die Schnur mit jeder Kurbelumdrehung kürzer und zieht den Köder nach oben. Beim Schleppen bleibt die Länge konstant, und die Schaufel darf über die ganze Strecke arbeiten. Wer die Wurfzahl für die Schlepptiefe hält, fischt 2 bis 3 m unter den Fischen durch, und an einer Kante in 5 m ist das der ganze Unterschied.
Die zweite Zahl ist dabei keine Garantie, sondern eine Obergrenze. Wie viel davon ankommt, entscheiden Schnurlänge, Schnurdurchmesser und Tempo, und die kennt nur, wer sie notiert.
Die Montage beim Schleppangeln: vier Wege auf Tiefe statt einer Formel
Vier Größen bestimmen, wie tief ein Köder hinter dem Boot läuft. Die Tauchschaufel, die Länge der ausgelegten Schnur, das Tempo und der Schnurdurchmesser. Eine dünnere Schnur läuft tiefer, mehr Schnur läuft tiefer, mehr Tempo läuft bei den meisten Ködern flacher. Was fehlt, ist die Formel, die das zusammenrechnet, und sie fehlt nicht aus Nachlässigkeit.
Die einzige Tiefe, die eine Zahl ist
Der Downrigger führt die Schnur an einer schweren Kugel auf die eingestellte Tiefe, und eine Klemme gibt sie beim Biss frei. Er ist die einzige Methode, bei der die Tiefe abgelesen wird statt geschätzt.
Solange das Kabel senkrecht steht. Bei Fahrt stellt es sich schräg, und bei 40 Grad fehlt fast ein Viertel der abgelesenen Tiefe. 20 m Kabel sind dann 15 m Wasser.
Das Kabel steht schräg, und genau diese Schräge kostet Tiefe. AI-Bild
Belastbare Tauchkurven entstehen, indem Taucher den Köder unter Wasser beobachten, je Modell, bei 2 festen Geschwindigkeiten und mit einer Referenzschnur von 0,34 mm. Schon 0,3 km/h Abweichung verändern das Ergebnis messbar. Diese Daten sind je Köder verschieden und werden verkauft, nicht verschenkt. Jede allgemeine Formel wäre erfunden, und deshalb steht hier keine.
Die Montage im Detail
5 BauteileVom Boot bis zum Köder sind es 20 bis 30 m, und auf dieser Strecke entscheidet sich alles, was die Packung nicht sagt.
-
Das Boot fährt, und es fährt langsam
2 bis 4 km/h über Grund, ein zügiger Spaziergang. Ein 5-PS-Motor im Standgas ist dafür oft schon zu schnell, dann hilft ein Schleppsack oder der Elektromotor.
-
Die Rute steht im Halter
An Müritz und Plauer See ist der Halter unter 7 m Rumpflänge Pflicht, am Bodensee müssen die Geräte ständig beaufsichtigt sein. Die Bremse ist so eingestellt, dass der Biss Schnur nimmt.
-
Das Tempo am Köder ist nicht das Tempo über Grund
Im Fluss und bei Wind sieht der Köder eine andere Geschwindigkeit als der Plotter. Mit dem Strom läuft er zu langsam, gegen den Strom zu schnell, und nur die Anströmung zählt.
-
Die Schnur liegt flach, 20 bis 30 m lang
Je mehr Schnur draußen ist, desto tiefer läuft der Köder, aber die Kurve flacht ab. Ab einer bestimmten Länge bringt mehr Schnur kaum noch Tiefe, weil sie selbst Widerstand erzeugt.
-
Die Schaufel bestimmt die Tiefe
Geschleppt arbeitet sie über die ganze Strecke und drückt den Köder etwa doppelt so tief wie beim Werfen. Ein Wobbler mit 3 m auf der Packung läuft hinter dem Boot auf 6 m.
Was es stattdessen gibt, sind 4 Wege auf Tiefe, und sie unterscheiden sich vor allem in der Genauigkeit.
| Weg | Wie es funktioniert | Wie genau |
|---|---|---|
| Tauchschaufel | Der Köder selbst drückt sich nach unten | Schätzung, ab einer gewissen Schnurlänge kommt kaum noch Tiefe dazu |
| Schleppblei | Blei vor dem Vorfach zieht den Köder tiefer | Grob, jede Tempoänderung ändert die Tiefe stark |
| Tiefschnur | Bleiseele im Geflecht, in Farben von 9 m eingeteilt | Regel: rund 1,5 m je Farbe bei 3 km/h, jede 0,3 km/h mehr nehmen 0,3 m weg |
| Downrigger | Winde mit Bleikugel führt die Schnur auf eingestellte Tiefe | Eine Zahl, solange das Kabel senkrecht steht |
Am Downrigger gilt reine Geometrie. Steht das Kabel bei Fahrt 20 Grad schräg, fehlen 6 Prozent der abgelesenen Tiefe, bei 40 Grad fast ein Viertel. 20 m Kabel sind dann 15 m Tiefe. Wer das nicht einrechnet, fährt mit dem genauesten Gerät an Bord am Fisch vorbei.
Tempo, und was der Köder davon sieht
Geschleppt wird mit 2 bis 4 km/h. Auf träge Winterhechte mit 1,5 bis 2 km/h, gerade so, dass die Köder noch wackeln, auf Meerforelle und Lachs mit 4 bis 5 km/h. Ein 5-PS-Motor im Standgas ist dafür oft zu schnell, dann hilft ein Schleppsack oder der Elektromotor.
Die Zahl auf dem Plotter ist aber die Fahrt über Grund, und der Köder kennt sie nicht. Er spürt nur, wie schnell das Wasser an ihm vorbeizieht. Auf einem See ohne Wind sind das dieselben Zahlen. Im Fluss und bei kräftigem Wind sind es zwei völlig verschiedene, und ein Köder, der mit dem Strom geschleppt wird, hängt bei 3 km/h über Grund womöglich nur noch im Wasser.
Läuft dein Köder wirklich?
RechnerDer Köder kennt keine Fahrt über Grund. Er spürt nur, wie schnell das Wasser an ihm vorbeizieht. Auf dem See sind das dieselben Zahlen, im Fluss und bei kräftigem Wind zwei völlig verschiedene.
Anströmungs-Rechner
Fahrt, Strömung und Richtung rein, Tempo am Köder raus
- So schnell sieht dein Köder das Wasser …
- Gegenüber dem Plotter …
- Fahrt für 3 km/h am Köder …
Gerechnet wird mit der Strömung an der Oberfläche. In tieferen Schichten läuft sie langsamer, und ein Köder auf 10 m sieht deshalb weniger davon als das Boot. Die Rechnung nennt den Ausschlag, nicht den Messwert.
Deshalb wird im Strom flussauf geschleppt, und deshalb läuft in der Kurve der äußere Köder schneller als der innere. Wer das Tempo am Köder konstant hält, statt die Fahrt über Grund, fischt auf jeder Bahn gleich.
Mehrere Ruten, Planerboards und die Rutenzahl
Wo mehrere Ruten erlaubt sind, werden sie gefächert. Die innere Rute ist kürzer, 2,10 bis 2,40 m, und führt rund 20 m Schnur. Die äußere ist länger, 2,70 bis 3,20 m, und führt rund 30 m. 10 bis 15 m Unterschied verhindern, dass sich die Schnüre in der Kurve kreuzen, und die Köder laufen auf verschiedenen Bahnen und Tiefen.
Der Köder läuft, wo das Boot nicht gefahren ist
Ein Planerboard ist ein Brett, das der Zug des Bootes seitlich wegdrückt. Die Schnur läuft über das Board, der Köder fischt 20 m neben dem Kielwasser, und mehrere Köder laufen nebeneinander.
Rechtlich ist das die heikelste Stelle der Technik. Jede Schnur am Board ist eine Handangel, und in Brandenburg ist mit Kunstködern nur eine erlaubt.
Das Brett zieht die Montage aus dem Kielwasser, und die Rutenzahl zählt trotzdem. AI-Bild
Ein Planerboard zieht die Montage seitlich aus dem Kielwasser. Mehrere Köder laufen nebeneinander, die Spur wird breiter, und der Köder läuft dort, wo das Boot nicht gefahren ist. Genau hier stoßen Technik und Recht zusammen. Ein Fächer aus 4 Ruten überschreitet die erlaubte Zahl an den meisten deutschen Gewässern, und an der Müritz braucht schon die zweite Rute eine Zusatzkarte.
Flach mit dem Wobbler
Wobbler mit 2 bis 4 m Wurftiefe, 20 bis 30 m hinter dem Boot, 3 km/h. Läuft hinter dem Boot auf 4 bis 8 m und deckt die Kante der meisten Talsperren ab.
Tief mit dem Downrigger
Eine Winde mit Bleikugel führt die Schnur auf die eingestellte Tiefe, eine Klemme gibt sie beim Biss frei. Die einzige Methode, bei der die Tiefe eine Zahl ist und keine Schätzung, solange das Kabel senkrecht steht.
Mit der Tiefschnur
Bleiseele im Geflecht, in Farben von je 9 m eingeteilt. Bei rund 3 km/h bringt jede Farbe rund 1,5 m Tiefe, und jede 0,3 km/h mehr nehmen 0,3 m davon weg.
Seitlich mit dem Planerboard
Ein Brett zieht die Montage seitlich aus dem Kielwasser, und mehrere Köder laufen nebeneinander. Rechtlich heikel, weil die erlaubte Rutenzahl schnell überschritten ist.
Ultralangsam im Winter
1,5 bis 2 km/h mit großen, flach laufenden Wobblern, gerade so, dass sie noch wackeln. Ein Tempo, das ein Motor kaum hält und ein Ruderer gut.
Ostsee, Lachs und Dorsch
Schleppen auf Lachs ist die bekannteste deutsche Schleppfischerei und der einzige Fall, in dem eine europäische Regel direkt auf die Technik durchschlägt. Für Angler bleibt in den ICES-Untergebieten 22 bis 31 ein Lachs je Tag mit abgeschnittener Fettflosse zulässig, Wildlachse werden zurückgesetzt. Der Dorsch bleibt für Angler gesperrt, und ein gehakter Dorsch geht zurück.
Diese Regeln werden jährlich neu beschlossen. Was für die Ostsee gilt, steht deshalb bei der Küste und in der Länderübersicht, nicht hier als Zahl mit Verfallsdatum.
Wo geschleppt wird
Talsperren und Voralpenseen sind die deutschen Schleppgewässer, dazu die Ostsee. Auf Flüssen ist Schleppen selten und häufig unzulässig, deshalb zeigt die Karte nur See und Küste.
Wo du beim Schleppangeln fischst
2 Ansichten-
Freies Wasser
Der Fall, für den es die Technik gibt. Verteilte Salmoniden über tiefem Wasser, ohne Kante, an der du auf sie warten könntest, und der Köder fährt die Fläche ab.
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Scharkante
Die Scharkante wird der Länge nach abgefahren statt quer überworfen, und der Köder bleibt dabei minutenlang auf der richtigen Tiefe.
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Untiefe im Freiwasser
Eine Erhebung im Freiwasser lässt sich im Kreis umfahren. Der äußere Köder steigt dabei genau dort, wo die Flanke ansteigt.
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Zufluss
Der Einlauf bringt kühleres, sauerstoffreiches Wasser, und im Sommer sammelt sich davor die Beute, der Seeforelle und Hecht folgen.
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Krautfeld
Die Außenkante des Krautfelds ist die eine Linie, an der flach laufende Wobbler ohne Dauerhänger geschleppt werden können.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Totholz, Schilfgürtel, Seerosenfeld, Steg.
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Untiefe
Riffe und Steingründe sind die Meerforellenadresse, und sie lassen sich vom Boot nur schleppend absuchen. Der Köder läuft über der Kante, nie über dem Stein.
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Seegraswiese
Die Wiese trägt die Nahrung, geschleppt wird ihre Kante. Wer darüber fährt, sammelt Kraut, wer daneben fährt, sammelt Fisch.
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Sandbank
Die Abbruchkante der Bank führt den Fisch an einer Linie entlang, und genau diese Linie fährst du ab.
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Rinne hinter der Bank
Die Rinne hinter der Bank ist der Weg, auf dem die Meerforelle bei ablandigem Wind wandert. Im Frühjahr die erste Bahn des Tages.
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Mole und Hafeneinfahrt
Hafeneinfahrt und Molenkopf bündeln Strömung und Beute, aber der Bootsverkehr setzt hier die Grenze, und in vielen Häfen ist Angeln untersagt.
Gewässertyp im Lexikon: Küste Meer Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Priel, Buhne.
Allen Plätzen ist gemeinsam, dass sie eine Linie haben. Eine Kante, eine Krautgrenze, eine Rinne. Der Köder fährt sie der Länge nach ab, statt sie zu kreuzen, und bleibt dabei minutenlang auf der richtigen Tiefe.
Vom Ablegen bis zum Biss
Beim Schleppen ersetzt die Vorbereitung am Steg, was am Ufer der Wurf wäre. Ein Köder, der falsch läuft, läuft falsch über die ganze Bahn.
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Die Erlaubnis für dieses Gewässer klären
Darf hier geschleppt werden, mit wie vielen Ruten und Haken, mit Motor oder nur mit Rudern, und in welcher Zeit. Das steht auf der Angelkarte und in der Gewässerordnung, nicht im Landesrecht.
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Den Köder am Boot prüfen
Neben dem Rumpf ins Wasser, kurz mitlaufen lassen und zusehen, ob er bei diesem Tempo sauber wackelt. Ein Wobbler, der seitlich ausbricht, braucht weniger Fahrt oder eine gebogene Öse.
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Die Schnur abgezählt ausgeben
Kurbelumdrehungen zählen oder die Schnur in Rutenlängen ablesen, bis 20 bis 30 m draußen sind. Nur wer die Länge kennt, kann sie beim nächsten Biss wiederholen.
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Die Ruten fächern
Innere Rute mit rund 20 m Schnur, äußere mit rund 30 m, nach außen gestellt. So kreuzen sich die Schnüre in der Kurve nicht, und die Köder laufen auf verschiedenen Bahnen.
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Die Bremse auf Biss einstellen
So fest, dass der Köder arbeitet, und so weich, dass ein Fisch Schnur nimmt. Bei einem Biss im Halter setzt sich der Fisch selbst, der Anhieb ist nur ein Nachfassen.
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Das Tempo am Köder halten, nicht am Plotter
Gegen den Wind Fahrt zugeben, mit dem Wind Fahrt nehmen, in der Kurve die Außenseite beachten. Der Köder kennt nur das Wasser, das an ihm vorbeizieht.
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Nach dem Biss die Bahn merken
Tiefe, Schnurlänge, Tempo und Ort notieren. Beim Schleppen gibt es keine Tabelle, die das ersetzt, und der zweite Fisch des Tages steht fast immer auf derselben Bahn.
Was vor dem Ablegen geklärt ist
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Welche Seen die Technik tragen
An welchen Revieren geschleppt wird und in welchen Monaten die Meldungen kommen, zeigen die Fänge, die Angler eingetragen haben.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenHäufige Fragen zur Angeltechnik Schleppangeln
10 FragenIst Schleppangeln in Deutschland erlaubt?
Ein bundesweites Recht dazu gibt es nicht. Brandenburg verbietet das Schleppangeln von Fahrzeugen unter Segel oder Motorkraft, in Mecklenburg-Vorpommern sind 8 Küstenbezirke ganzjährig gesperrt, am Bodensee ist es erlaubt und genau geregelt. Überall sonst entscheidet der Fischereiberechtigte auf der Angelkarte.
Wie schnell wird geschleppt?
2 bis 3,5 km/h allgemein, 3 bis 4 km/h als Standard auf Hecht und Zander, 1,5 bis 2 km/h auf träge Winterhechte, 4 bis 5 km/h auf Meerforelle. Wichtiger als die Zahl ist, ob der Köder bei diesem Tempo arbeitet, und das zeigt ein Blick neben das Boot.
Wie tief läuft mein Wobbler beim Schleppen?
Rund doppelt so tief wie beim Werfen. Hersteller geben für tief laufende Wobbler oft 2 Tiefen an, geworfen rund 3 m, geschleppt rund 6 m. Wie viel davon ankommt, entscheiden Schaufel, Schnurlänge, Tempo und Schnurdurchmesser, und belastbare Kurven gibt es nur je Köder aus Tauchermessungen.
Wie viel Schnur lasse ich hinter dem Boot?
Binnen 20 bis 30 m, die innere Rute mit rund 20 m, die äußere mit rund 30 m. Auf der Ostsee mindestens 30 m, üblich sind 40 bis 50 m für 6 bis 8 m Lauftiefe. Bei glattem Wasser eher mehr, weil der Fisch das Boot früher bemerkt.
Wie viele Ruten darf ich beim Schleppen benutzen?
Das ist die Frage, an der es am häufigsten scheitert. Brandenburg erlaubt 2 Handangeln, mit Kunstködern nur 1, weil das Spinnangeln ist. Der Bodensee nimmt die Schleppfischerei von der Zwei-Geräte-Grenze aus und begrenzt auf 8 Haken je Angler. An der Müritz ist es 1 Handangel, mit Zusatzkarte 3. Am Chiemsee 2 Handangeln mit je 3 Anbissstellen.
Was ist ein Downrigger und brauche ich einen?
Eine Winde mit schwerer Kugel an eigenem Kabel, eine Klemme gibt die Schnur beim Biss frei. Die einzige Methode, bei der die Tiefe eine eingestellte Zahl ist. Achte auf den Kabelwinkel: bei 20 Grad fehlen 6 Prozent der Tiefe, bei 40 Grad fast ein Viertel, 20 m Kabel sind dann nur 15 m Tiefe.
Was unterscheidet Schleppangeln von Driftangeln?
Beim Schleppen treiben Motor oder Ruder das Boot, beim Driften nur Wind und Strömung. Die Gewässerordnungen unterscheiden beides ausdrücklich, der Chiemsee spricht von Treib- oder Schleppfischerei, und die erlaubte Rutenzahl kann sich zwischen beiden unterscheiden.
Darf ich in der Ostsee auf Dorsch schleppen?
Der Dorsch bleibt für Angler gesperrt, ein gehakter Dorsch geht zurück. Auf Lachs bleibt 1 Fisch je Tag mit abgeschnittener Fettflosse zulässig, Wildlachse werden zurückgesetzt. Die Regeln gelten für die ICES-Untergebiete 22 bis 31 und werden jährlich neu beschlossen.
Welche Rute und Rolle brauche ich zum Schleppen?
Innen 2,10 bis 2,40 m, außen 2,70 bis 3,20 m, damit sich die Schnüre nicht kreuzen. Auf der Ostsee rund 2,70 m semiparabolisch mit 40 bis 80 g Wurfgewicht, dazu 0,30 mm Mono oder 0,15 mm Geflecht mit 1,5 m monofilem Vorfach. Rutenhalter sind vielerorts Pflicht.
Darf ich mit dem Motor schleppen?
In Brandenburg nicht, dort ist es nur ohne Segel und Motorkraft zulässig. Am Chiemsee ist während der Fischerei jeder Antrieb außer Muskelkraft verboten und ein vorhandener Motor muss sichtbar hochgeklappt sein. Am Starnberger See sind Verbrennungsmotoren verboten, geschleppt wird mit Rudern oder Elektromotor.
Quellen und Stand
6 Quellen-
Fischereiordnung des Landes Brandenburg, § 4 Abs. 2 und § 7 Abs. 3 Schleppangeln nicht von Fahrzeugen unter Segel oder Motorkraft, höchstens 2 Handangeln und mit Spinnangel nur 1, abgerufen am 11.09.2026
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Bodenseefischereiverordnung, Stand 22.02.2023, § 12 Höchstens 8 Haken bei der Schleppfischerei, Ausnahme von der Zwei-Geräte-Grenze, Verbot unter Segel, Sperrzeit vom 1. November bis 10. Januar, abgerufen am 11.09.2026
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LALLF Mecklenburg-Vorpommern: Verhalten beim Angeln Küstenfischereiverordnung § 9 Ziffer 6, Schleppangelverbot in 8 Fischereibezirken ganzjährig und an Außenstränden vom 15. September bis 15. März, abgerufen am 11.09.2026
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Müritzfischer: Angelregeln 2026 1 Handangel beim Schleppen, Zusatzerlaubnis für 2 weitere, Rutenhalterpflicht unter 7 m Rumpflänge, abgerufen am 11.09.2026
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Fischereigenossenschaft Chiemsee: Erlaubnisschein 2025, Nr. 4, 6, 7 und 16 2 Handangeln mit je 3 Anbissstellen, Motorverbot, Antrieb bei Treib- und Schleppfischerei hochgeklappt, Sperrbereich Schafwaschner Winkel, abgerufen am 11.09.2026
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DAFV: Ostsee, Angler können weiterhin einen Lachs pro Tag entnehmen Beschluss der Fischereiminister vom 28.10.2025 für die ICES-Untergebiete 22 bis 31, Dorsch bleibt gesperrt, abgerufen am 11.09.2026
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
Passt dazu
Sieh nach, wo Schleppangeln gerade funktioniert
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