Kurz gesagt
- Der Hecht frisst den ganzen Winter, aber nur alle paar Tage und dann groß, deshalb fängt im Winter der Köder mit der meisten Masse, der tote Köderfisch ab 20 cm oder der Gummi ab 20 cm.
- Im tiefen See steht er am Rand des 4-Grad-Lochs, im flachen See am Leeufer, wo wärmeres Wasser nachrückt, und an den Stellen der Seerosen vom Sommer.
- Das Fenster liegt zwischen 11 und 15 Uhr, im Winter taugt die Dämmerung wenig, und ein Biss am Tag ist ein guter Tag.
- Der Köder liegt oder kriecht, mit Pausen von 10 Sekunden, und das Vorfach ist Stahl oder Titan wie im Sommer, weil der Winterhecht groß ist.
- In den meisten Bundesländern beginnt die Schonzeit im Februar, in einem schon im Januar, der Winter auf Hecht ist deshalb ein Fenster von Dezember bis Ende Januar.
Ein Fisch des kalten Wassers, der im Winter nicht aufhört
Der Hecht ist auf kaltes Wasser gebaut. Sein Verbreitungsgebiet reicht bis in die Seen Lapplands und Sibiriens, und seine Laichzeit liegt im zeitigen Frühjahr bei 6 bis 10 Grad, wenn andere Arten noch stehen. Deshalb frisst er im Winter weiter, wo der Karpfen fast ab- und der Aal ganz abstellt. Nur der Takt ändert sich. Unter 8 Grad läuft sein Stoffwechsel auf einem Viertel, er frisst alle zwei bis drei Tage, und wenn er frisst, nimmt er eine große Mahlzeit statt vieler kleiner. Das erklärt den ganzen Winter auf Hecht in einem Satz: wenige Bisse, große Köder, große Fische.
Der Winter hat dabei ein Ende, das nicht der Kalender setzt. In 14 der 16 Bundesländer beginnt die Hecht-Schonzeit im Februar, in Berlin schon im Januar, und ein Land hat keine. Der Winter auf Hecht ist deshalb ein Fenster von Dezember bis Ende Januar, und wer es nutzen will, plant es. Die Tabelle am Ende rechnet den Beginn für dein Land.
Wo der Hecht im Winter steht: zwei Lagen, eine Physik
Wasser ist bei 4 Grad am dichtesten. In einem tiefen See sinkt diese Schicht im Winter auf den Grund, darüber wird es kälter, und der Hecht steht am Rand des tiefsten Lochs, nicht mittendrin wie der Zander, sondern an seiner Kante, wo er Beute sieht. In einer Talsperre kann das 15 bis 20 Meter tief sein, in einem Baggersee 8 bis 12. Er steht dort mit dem Bauch am Grund, oft neben einem Brassenschwarm, und bewegt sich tagelang nicht.
Ein flacher See hat keine Schichtung, dort gilt eine andere Regel. Der Wind schiebt das kalte Oberflächenwasser zum Luvufer, und am Leeufer, von dem der Wind wegbläst, rückt von unten wärmeres Wasser nach, ein halbes Grad, das im Winter alles ist. Dort steht der Hecht, dazu über den Feldern, wo im Sommer die Seerosen standen, weil die abgestorbenen Stängel den Grund weich und den Kleinfisch nah halten. Im Fluss ist es der Hafen, die Bucht und die Einmündung, jede Stelle ohne Strömungsdruck. Auf den Karten stehen die Strukturen des Hechts über das ganze Jahr, und im Winter zählt davon der Krautrand, die Kante und alles, was Ruhe und Tiefe hat.
Wo Hecht steht
3 Ansichten-
Krautfeld
Die Kante zwischen Krautfeld und freiem Wasser ist der klassische Hechtstand: Deckung im Rücken, Sicht nach vorn, Beute davor.
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Totholz
Ein Baum im Wasser hält oft nur einen Fisch, dafür einen guten. Der Wurf geht dicht an die Äste, nicht daneben.
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Scharkante
Ab dem Herbst zieht der Hecht an die Scharkante und folgt dort den Weißfischschwärmen ins tiefere Wasser.
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Schilfgürtel
Im Frühjahr steht er flach vor dem Schilf: dort wird es zuerst warm, und dort steht der Jungfisch.
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Seerosenfeld
Im Sommer die schattige Deckung schlechthin. Der Köder läuft über das Feld, der Biss kommt an der Lücke.
Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Freies Wasser, Untiefe im Freiwasser, Steg.
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Kehrwasser
Der Hecht ist kein Strömungsfisch. Er steht in der ruhigen Kehre hinter dem Hindernis und lässt sich die Beute bringen.
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Totholz
Wurzelstöcke und versunkene Bäume am Ufer sind seine Deckung im Fließgewässer.
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Einmündung
Ein Hecht nutzt die Trübungskante als Deckung: er sieht die Beute darin, sie ihn nicht. Er steht im klaren Wasser dicht an der Grenze, nicht in der Wolke selbst.
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Buhnenfeld
Das ruhige Wasser im Buhnenfeld ist Hechtwasser, die Strömungskante am Kopf die Wurfrichtung.
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Gleithang
Der flache Innenbogen mit Kraut hält im Frühjahr Jungfisch und damit die Hechte.
Gewässertyp im Lexikon: Fluss Strom Bach
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Brückenpfeiler, Krautfahne, Prallhang.
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Steinpackung
Die Blöcke geben Deckung in einem sonst gleichförmigen Gewässer. Parallel zur Kante führen, nicht hinaus.
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Brückenpfeiler
Schatten und Pfeiler: zwei Gründe, warum an fast jeder Brücke ein Hecht steht.
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Liegeplätze
Zwischen Booten ist es dunkel und voller Kleinfisch. Im Hafenbecken steht dort auch tagsüber ein Fisch, während er im offenen Kanal auf die Dämmerung wartet.
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Hafeneinfahrt
An der Enge wechselt die Strömung, und der Grund fällt ab. Hechte stellen sich an solche Übergänge.
Gewässertyp im Lexikon: Kanal Hafen
Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Fahrrinne, Kaimauer.
Der Wind schiebt die kalte Oberfläche zum anderen Ufer, und von unten rückt wärmeres Wasser nach, im Winter reicht dieses halbe Grad. Dazu liegen hier die Stängel der Seerosen vom Sommer, und zwischen ihnen steht der Hecht, mit dem Bauch auf dem Grund. Der Köderfisch liegt 5 Meter vor dem Schilfrand.
Das Leeufer: der Wind bläst weg, das Wasser rückt nach. AI-Bild
| Gewässer | Winterlage | Tiefe | Methode |
|---|---|---|---|
| tiefer See, Baggersee | Rand des tiefsten Lochs, Fuß der Scharkante | 6 bis 12 m | Köderfisch auf Grund, großer Gummi kriechend, vom Boot geschleppt |
| Talsperre | Kante des alten Flussbetts | 10 bis 20 m | Köderfisch geschleppt, Gummi vertikal |
| flacher See, Weiher | Leeufer, alte Seerosenfelder, Warmwasser-Ecke | 1 bis 3 m | Köderfisch unter der Pose, Jerkbait an milden Tagen |
| Fluss | Hafen, Bucht, Einmündung, hinter der Buhne | 2 bis 5 m | Köderfisch auf Grund, Blinker sinken lassen |
| Kanal | Wendebecken, Fuß der Spundwand, Brücke | 3 bis 5 m | Gummi vertikal, Köderfisch an der Wand |
Winterplätze wiederholen sich jedes Jahr, weil die Physik sich wiederholt. Wer im Januar einen Hecht an einer Stelle fängt, schreibt sie ins Fangbuch und findet ihn im nächsten Januar dort wieder. Die Tiefenkarte der Gewässerseite zeigt das Loch, wo es sie gibt, bevor der erste Wurf fällt.
Der Köder: groß, still, mit Masse
Ein Hecht, der alle drei Tage frisst, nimmt keinen Snack. Er nimmt einen Fisch, der die nächsten Tage trägt, und deshalb ist der Winterköder groß. Der tote Köderfisch ab 20 cm, Rotauge oder Brassen, auf Grund oder unter der Pose, ist die erste Wahl, weil er das kann, was kein Kunstköder kann, eine Stunde liegen und riechen. Beim Spinnfischen ist es der Gummifisch von 20 bis 25 cm, so langsam geführt, dass er kriecht, oder der große Blinker, der beim Absinken taumelt und dabei fängt. Die Karten ordnen die Winterköder ein, und die letzte sagt, was wegfällt.
Toter Köderfisch, 20 bis 30 cm
Der Winterköder Nummer eins. Rotauge, Brassen oder Güster, ganz oder als halber Fisch, auf Grund oder unter der Pose knapp über dem Kraut. Er liegt eine Stunde, riecht und bewegt sich nicht, und genau das will ein Hecht, der alle drei Tage frisst. Zwei Drillinge, Anhieb sofort beim zügigen Abzug.
Gummifisch, 20 bis 25 cm
Groß, schlank, mit kleinem Schaufelschwanz oder ganz ohne, am Kopf mit 20 bis 40 Gramm. Eine halbe Umdrehung, zehn Sekunden Pause, der Köder kriecht über den Grund. Mit Angstdrilling, denn der Winterhecht packt hinten.
Großer Blinker, 30 bis 40 Gramm
Der älteste Winterköder und einer der besten, weil er beim Absinken taumelt und dabei fängt. Auswerfen, bis zum Grund zählen, drei Umdrehungen, wieder sinken lassen. Kupfer oder Silber, im trüben Wasser Weiß.
Jerkbait, langsam
Nur an milden Tagen und im flachen Wasser über den Krautresten. Ein Schlag, dann fünf Sekunden liegen lassen, der Köder taucht auf und kippt. Im tiefen Winterwasser fällt er weg.
Köderfisch am System, geschleppt
Vom Boot über der Kante des Lochs, so langsam, dass die Pose gerade steht. Der tote Fisch am Zweihaken-System taumelt, wo der Gummi läuft, und liegt, wo der Gummi hängt. Die Methode der alten Winterangler an großen Seen.
Was wegfällt
Der Spinner, weil er zu hoch läuft, der kleine Gummi, weil er auf die Kleinen zielt, die im Winter kaum fressen, und der Oberflächenköder. Und der Wobbler, außer über dem Kraut an einem milden Tag.
So groß, dass ein 60er Hecht ihn liegen lässt und ein 90er ihn nimmt. Das ist im Winter Absicht. Der erste Drilling sitzt am Kopf, der zweite kommt vor die Schwanzwurzel, bevor der Fisch ins Wasser geht, das Vorfach ist Stahl, und angeschlagen wird beim ersten zügigen Abzug, nicht später.
Rotauge, 22 Zentimeter, die Wintergröße. AI-Bild
Welche Köderfischgröße zu dem Hecht passt, den du erwartest, sagt der Rechner aus der Länge des Fisches, vorbelegt mit einem 90er, denn das ist der Winterhecht. Er gibt die Spanne, das Gewicht und das Zweihaken-System dazu aus, und die Regel darunter gilt im Winter besonders, denn ein großer Köder sortiert die kleinen aus, und die kleinen fressen ohnehin kaum.
Welcher Köderfisch zu deinem Zielfisch passt
RechnerEin Räuber ist durch sein Maul begrenzt, und das Maul wächst mit der Länge. Der Rechner nimmt den Fisch, den du fangen willst, und sagt dir, wie lang der Köderfisch sein darf, was er wiegt und wie das System dazu aussieht.
Köderfisch-Rechner
Zielfisch und Köderform rein, Ködergröße und System raus
- Köderfisch, Länge …
- Gewicht, und was davon im Wasser bleibt …
- Das System dazu …
Die Spanne ist die Grenze des Mauls, nicht die Vorliebe des Tages. Im Winter nimmt der Hecht das untere Ende, im Herbst das obere. Ein Fisch, der schon einmal aufgetaut war, zerfällt beim Wurf, ganz gleich, wie gut die Größe passt.
Führung und Anhieb in Zahlen
Der Winterhecht verfolgt nicht, er nimmt, was in Reichweite kommt, und die Führung liefert ihm das. Der Gummifisch bekommt eine halbe Kurbelumdrehung, steigt dabei eine Handbreit vom Grund und liegt dann bis zu zehn Sekunden, bevor die nächste halbe kommt. Der Blinker wird bis zum Grund gezählt, drei Umdrehungen bewegt und wieder sinken gelassen, und der Biss kommt fast immer im Sinken. Der Köderfisch liegt, eine Stunde, dann wird er 10 Meter versetzt.
Der Biss ist im Winter kein Schlag. Am Gummi ist es ein Gewicht, das plötzlich da ist, ein Hänger, der lebt, und angeschlagen wird alles, was schwerer ist als der Grund, mit der ganzen Rute. Am Köderfisch ist es ein Abzug, der langsam beginnt, und der Anhieb kommt, sobald die Schnur zügig abläuft, nicht später, weil ein Drillingssystem beim Warten im Schlund landet. Das Vorfach ist Stahl oder Titan wie im Sommer, ab 9 Kilo, denn der Winterhecht ist groß, und die Drillinge sind scharf, denn das harte Maul eines kalten Hechts gibt dem stumpfen Haken keine Chance. Der Angstdrilling am großen Gummi ist Pflicht, weil der Winterhecht von hinten packt und den Köder hält, statt ihn zu schlucken.
Der Hecht im Winter vom Boot und vom Eis
Am tiefen See ist das Boot im Winter die halbe Methode, weil das Loch selten in Wurfweite liegt. Der tote Köderfisch am Zweihaken-System wird an der Kante des Lochs geschleppt, so langsam, dass die Pose gerade noch aufrecht steht, ein Ruderschlag alle zehn Sekunden, und der Fisch taumelt in 6 bis 10 Metern über dem Grund entlang. Das ist die Methode der alten Winterangler an den großen Seen, und sie fängt die Hechte, die kein Wurf erreicht. Wer keinen Köderfisch schleppen will, nimmt den großen Gummi vertikal, senkrecht unter dem Boot, angehoben und wieder abgelegt, mit dem Echolot als Auge.
Das Eis ist ein eigenes Kapitel, und in Deutschland ein kurzes. Das Betreten der Eisfläche verbietet meist die Gemeinde, kein Landesgesetz, und wo Verband und Gewässerordnung es zulassen, nennen sie Mindestdicken und Regeln. Wo es geht, ist der Hecht unter dem Eis mit dem Köderfisch am kurzen System die Zielart, und die Auskühlung auf der freien Fläche ist die Gefahr, die der Eintrag zum Eisangeln mit seinem Rechner erklärt.
Die Stunden, die zählen
Unter 8 Grad Wassertemperatur dreht der Fang-Index den Tag um. Die Stunden um den Sonnenhöchststand bekommen 1,0, der Nachmittag danach 0,85, die beiden Dämmerungen 0,4 und die Nacht 0,2. Für den Hecht heißt das ein Fenster von 11 bis 15 Uhr, in dem das flache Wasser seine wärmsten Zehntelgrade hat, und ein Tag, der um zehn beginnt und um vier vorbei ist. Ein Biss in diesem Fenster ist ein normaler Wintertag, zwei sind ein guter.
Das Wetter darüber entscheidet über den Tag. Bedeckt und mild nach einer Frostperiode ist die beste Lage, weil das Wasser sich erholt und der Hecht nachholt. Klar und frostig nach Tagen ist die zäheste, weil der Hecht dann steht wie eingefroren, und dann bleibt nur die Mittagsstunde am Warmwassereinlauf oder am Leeufer. Die Feldstudie vom Döllnsee hat für den Hecht Wassertemperatur und Wind als Treiber gefunden und den Luftdruck nicht, und der Winter bestätigt das. Es ist die Temperatur, nicht das Barometer.
Was das Fangbuch über Winterhechte sagt
Der Block zählt nur die Hechte, die von Dezember bis Februar gemeldet wurden, mit Stunde, Köder und Revier. Er zeigt, ob die Mittagsregel an den Gewässern der Community stimmt und ob der Köderfisch im Winter wirklich vorn liegt. Er bleibt leer, bis genug Wintermeldungen zusammenkommen.
Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung
Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.
Die Winterhechte mit Foto, jeder mit Revier und Datum:
Noch kein Fang mit Foto gemeldet
Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.
Fänge eintragenWann der Winter endet: die Schonzeit je Land
In den meisten Ländern beginnt die Hecht-Schonzeit Anfang oder Mitte Februar und läuft bis in den April oder Mai, eines beginnt schon im Januar, eines hat keine Frist. Was in deinem Land heute gilt, steht in der Tabelle, und im Winter ist sie die wichtigste Zeile dieser Seite, denn wer Ende Februar mit dem Köderfisch auf Hecht sitzt, tut das fast überall in der Schonzeit. Die Gewässerordnung darf strenger sein, der Erlaubnisschein gilt am Wasser.
Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland
16 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 40 und 60 cm
| Bundesland | Schonzeit | Maß, Mindestmaß in Zentimetern |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg Im Main 1. Februar bis 30. April | 15. Feb. bis 15. Mai | 50 cm |
| Bayern | 15. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 50 cm |
| Berlin Die Schonzeit gilt, soweit mit der Handangel nachgestellt wird | 1. Jan. bis 30. Apr. heute frei | 45 cm |
| Brandenburg Gilt für die Handangel. Für Geräte der Erwerbsfischerei legt der Hegeplan vier zusammenhängende Wochen fest | 1. Feb. bis 31. März heute frei | 45 cm |
| Bremen | 1. Feb. bis 15. Mai heute frei | 60 cm |
| Hamburg Entnahmefenster bis 75 cm, höchstens zwei Fische am Tag | 1. Feb. bis 31. Mai heute frei | 45 cm |
| Hessen Höchstmaß 90 cm | 1. Feb. bis 15. Apr. heute frei | 50 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern An der Küste 50 cm, Schonzeit 1. März bis 30. April, höchstens drei am Tag | keine Schonzeit | 45 cm |
| Niedersachsen | 1. Feb. bis 15. Apr. heute frei | 40 cm |
| Nordrhein-Westfalen | 15. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 45 cm |
| Rheinland-Pfalz | 1. Feb. bis 31. Mai heute frei | 50 cm |
| Saarland | 15. Feb. bis 31. Mai heute frei | 50 cm |
| Sachsen | 1. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 50 cm |
| Sachsen-Anhalt | 15. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 50 cm |
| Schleswig-Holstein In den Küstengewässern dauert die Schonzeit bis Ende April | 15. Feb. bis 15. Apr. | 45 cm |
| Thüringen | 15. Feb. bis 30. Apr. heute frei | 50 cm |
Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.
Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein
Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.
Dazu das Entnahmefenster. Ein Winterhecht über 90 cm ist fast immer ein Weibchen mit Laich für das Frühjahr, und viele Gewässerordnungen setzen dafür eine Obergrenze. Wo sie gilt, geht der Fisch zurück, und das Foto wird dann im Wasser gemacht, mit nassen Händen und ohne Kiemengriff.
Die vier Winterfehler auf Hecht
Der erste ist der Sommerköder, der 12er Gummi, der im Januar auf die kleinen Hechte zielt, die kaum fressen, und an den großen vorbeiläuft. Der zweite ist die Sommerstelle, die Krautkante in 2 Metern im tiefen See, an der im Winter kein Hecht mehr steht. Der dritte ist der Morgen, der Aufbau in der Dämmerung, die im Winter 0,4 wert ist. Und der vierte ist der Kalender, das Gefühl, dass der Winter bis März geht, wo die Schonzeit im Februar beginnt.
Vor dem Wintertag auf Hecht
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Der Januarhecht
Er kommt an einem grauen, milden Tag um halb eins, nach zwei Tagen Tauwetter, am Leeufer eines flachen Sees oder am Rand des Lochs, auf einen Köderfisch, der seit 40 Minuten liegt. Der Abzug ist langsam, der Anhieb kommt, sobald die Schnur zügig läuft, und das Gewicht am anderen Ende ist das größte des Jahres, träge und schwer und ohne die Flucht des Sommers.
Es ist der Fisch, für den sich der Winter lohnt, und es ist fast immer ein Weibchen mit Laich, das im Frühjahr an dieser Stelle ablaicht, wenn ein Entnahmefenster es zurückschickt. Die Stelle steht im Fangbuch, mit Datum, Wassertemperatur und Uhrzeit, und die drei Zahlen sind der Plan für den nächsten Winter.
Zum Nachschlagen
10 EinträgeHäufige Fragen
8 FragenBeißen Hechte im Winter?
Ja, den ganzen Winter, weil der Hecht ein Fisch des kalten Wassers ist. Er frisst nur seltener, alle zwei bis drei Tage, und dann groß. Deshalb bringt der Winter wenige Bisse und große Fische. Die besten Wochen sind der Dezember und der Januar, bevor in den meisten Ländern die Schonzeit beginnt.
Wo stehen Hechte im Winter?
Im tiefen See am Rand des tiefsten Lochs, weil dort das 4-Grad-Wasser liegt, in einer Talsperre auch 15 bis 20 Meter tief. In einem flachen See am Ufer, von dem der Wind wegbläst, weil dort wärmeres Wasser nachrückt, und über den Feldern, wo im Sommer die Seerosen standen. Im Fluss im Hafen und in ruhigen Buchten. Die Plätze wiederholen sich jedes Jahr.
Welcher Köder für Hecht im Winter?
Der tote Köderfisch von 20 bis 30 cm, Rotauge oder Brassen, auf Grund oder unter der Pose. Beim Spinnfischen ein Gummifisch von 20 bis 25 cm, langsam über den Grund gezogen, oder ein großer Blinker, der beim Absinken fängt. Kleine Köder zielen im Winter auf kleine Hechte, und die fressen kaum.
Wann beißen Hechte im Winter am besten?
Zwischen 11 und 15 Uhr, sobald das flache Wasser seine Wärme hat. Unter 8 Grad gibt der Fang-Index diesen Stunden den vollen Wert, der Dämmerung nur 0,4 und der Nacht 0,2. Bedeckte, milde Tage nach einer Kälteperiode sind die besten Tage des Winters.
Wie führe ich den Gummifisch im Winter auf Hecht?
Kriechend. Eine halbe Kurbelumdrehung hebt den Köder 20 bis 30 Zentimeter an, dann liegt er bis zu zehn Sekunden, dann wieder. Gebissen wird in der Pause oder beim Anheben, und es fühlt sich an wie ein Hänger. Ein Angstdrilling im hinteren Drittel ist Pflicht, weil der Winterhecht von hinten packt.
Ab wann ist der Hecht geschont?
In den meisten Bundesländern ab Anfang oder Mitte Februar bis in den April oder Mai, in Berlin schon ab Januar, und ein Land hat keine Frist. Was heute in deinem Land gilt, rechnet die Tabelle im Text. Wer in der zweiten Februarhälfte auf Hecht angelt, tut das in fast allen Ländern in der Schonzeit.
Kann ich im Winter Hecht vom Ufer fangen?
Ja, im flachen See sogar besser als vom Boot, weil der Hecht dort am Leeufer und über den alten Krautfeldern steht, in Wurfweite. Im tiefen See braucht das Loch meist das Boot oder den Steg am Steilufer. Der Köderfisch auf Grund am Fuß der Kante ist die Ufermethode des Winters.
Warum sind Winterhechte so groß?
Weil die großen weiterfressen, während die kleinen fast aufhören, und weil die Weibchen vor der Laichzeit im Frühjahr Reserven anlegen. Ein Hecht über 90 cm im Januar ist praktisch immer ein laichtragendes Weibchen, und viele Gewässerordnungen setzen dafür ein Entnahmefenster, dann geht er zurück.
Quellen und Stand
5 Quellen-
Hecht: Steckbrief, Standplätze und Schonzeiten, Angel-Guide von CatchHub Standplatz-Karten und die Schonzeit-Tabelle je Land, die auch dieser Ratgeber zeigt
-
Fang-Index von CatchHub: Herleitung und Gewichtung der neun Faktoren Kaltwasser-Profil (Mittag 1,0, Dämmerung 0,4, Nacht 0,2), Tor der Wassertemperatur
-
Kuparinen, A., Klefoth, T., Arlinghaus, R.: Abiotic and fishing-related correlates of angling catch rates in pike, Fisheries Research 105, 2010 Feldstudie am Döllnsee: Wassertemperatur und Wind als Treiber der Fangraten, Luftdruck ohne Effekt
-
Clarke, A., Johnston, N. M.: Scaling of metabolic rate with body mass and temperature in teleost fish, Journal of Animal Ecology 68, 1999 Stoffwechsel folgt der Temperatur, der Grund für die seltenen, großen Mahlzeiten im Winter
-
Schonzeiten und Mindestmaße der 16 Bundesländer, aus den Landesfischereiverordnungen Hecht-Fristen je Land, 14 beginnen im Februar
Zuletzt geprüft am . Fischereirecht ist Landesrecht, verbindlich ist immer der Erlaubnisschein deines Gewässers.
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