Ruderboot im Morgenlicht auf einem klaren Voralpensee, zwei Schleppruten nach außen gefächert, dahinter Berge mit Schnee auf den Gipfeln AI
Raubfisch

Seeforelle angeln: Köder, Schleppen, Halde und Recht

Die Seeforelle ist die Forelle, die im See groß wird, 60, 70, manchmal 90 Zentimeter, und sie ist der Fisch, für den am Bodensee die Regeln gerade neu geschrieben wurden. Gefangen wird sie im Frühjahr vom Ufer auf der Halde und den Rest des Jahres vom Boot, geschleppt in der Tiefe, in der das Wasser ihre Temperatur hat. Hier steht, welche Köder an der Spange und am Wurfblinker fangen, wie tief und wie schnell geschleppt wird, wo die Halde liegt, was die Sender am Bodensee über Sommer und Winter verraten haben, warum der Einzelhaken bei dieser Art alles entscheidet und was seit 2026 am Bodensee und an den bayerischen Seen gilt.

Beste Zeit März bis Mai am Ufer, Sommer vom Boot
Standplatz Halde im Frühjahr, Freiwasser 8 bis 16 m im Sommer
Köder Spange 7 bis 12 cm, Wobbler 8 bis 10 cm, Wurfblinker 18 bis 25 g
Recht 60 cm Bodensee, 50 bis 60 cm je Land, Einzelhaken

Kurz gesagt

  • Seeforellen stehen im Sommer laut Bodensee-Telemetrie in 8 bis 16 Metern über der Sprungschicht und im Winter dicht unter der Oberfläche, das Uferfenster liegt von März bis Mai bei 7 bis 12 Grad an der Halde.
  • Der Schleppköder ist eine leichte, schlanke Spange aus Perlmutt oder Blech von 7 bis 12 Zentimetern oder ein Minnow-Wobbler von 8 bis 10 Zentimetern, am Ufer ein Wurfblinker von 18 bis 25 Gramm oder ein Gummifisch von 8 bis 10 Zentimetern.
  • Geschleppt wird mit 3 bis 4,5 Stundenkilometern in Zickzack-Bahnen, im Frühjahr flach, im Sommer mit Schleppblei, Tiefschnur oder Downrigger auf 8 bis 16 Meter.
  • Am Bodensee starben nach dem Fang 27,2 Prozent der Seeforellen am Drilling und 16,8 Prozent am Einzelhaken, und nur 3,9 Prozent der Fänge waren maßig, deshalb ist der Einzelhaken die wichtigste Entscheidung.
  • Das Mindestmaß liegt am Bodensee seit 2026 bei 60 Zentimetern, in den Ländern bei 50 bis 60, die Schonzeit meist von Oktober bis Februar oder März, am Bodensee vom 1. November bis 10. Januar mit Schleppverbot.
Seeforelle: Steckbrief, Schonzeit und Bestand Die Seeforelle ist biologisch dieselbe Art wie die Bachforelle und trotzdem ein völlig anderer …

Eine Forelle, die im See groß wird

Die Seeforelle ist biologisch dieselbe Art wie Bach- und Meerforelle, nur mit einem anderen Lebensweg. Sie schlüpft im Kies eines Zuflusses, wandert nach ein bis zwei Jahren als Smolt in den See, frisst dort Stichlinge, kleine Renken, Barsche und seit einigen Jahren im Bodensee auch die eingewanderte Schwebegarnele, und kehrt nach drei bis fünf Jahren im See laichreif in ihren Bach zurück. Am Bodensee fanden mehr als die Hälfte der markierten Fische den Weg in ihr Heimatgewässer.

Was sie für den Angler ausmacht, ist ihr Temperaturfenster. Zwischen 3 und 18 Grad fühlt sie sich wohl, über 23 Grad hält sie nur kurz aus, bei 25 bis 30 Grad stirbt sie. Im Sommer, wenn die Oberfläche des Bodensees 25 Grad erreicht, steht sie deshalb tief, im Winter und Frühjahr, wenn das Wasser kalt ist, oben. Die Sender an 13 erwachsenen Fischen haben das gemessen. Im Sommer standen sie in 8 bis 16 Metern im Freiwasser über der Sprungschicht, im Winter oft keine 10 Zentimeter unter der Oberfläche und im flachen Uferbereich, und tagsüber waren sie in sieben von zehn Versuchen aktiver als nachts.

8 bis 16 m Sommertiefe adulter Seeforellen im Bodensee, im Winter dicht unter der Oberfläche (Telemetrie, Schulz 1986 bis 1994)
27,2 zu 16,8 % Sterblichkeit gefangener Seeforellen am Drilling gegenüber dem Einzelhaken (Bodensee-Studie)
2.449 kg Seeforellen fingen Angler 2024 am Bodensee, die Berufsfischer 1.188 kg, im Rekordjahr 2007 waren es zusammen 12 Tonnen (IBKF)

Der Bestand ist ein anderes Thema als bei den meisten Arten. Am Bodensee ist der Ertrag von rund 12 Tonnen im Jahr 2007 auf unter 3 Tonnen gefallen, die Rote Liste Deutschlands führt die Forelle seit 2023 als gefährdet, und seit 2024 fangen die Angler am Bodensee mehr Seeforellen als die Berufsfischer. Das ist der Hintergrund, vor dem die Anrainer das Maß auf 60 Zentimeter gesetzt haben, und der Grund, warum dieser Ratgeber beim Haken anfängt.

März bis Mai am Ufer, Sommer tief, Winter oben

Das Seeforellenjahr beginnt dort, wo der See offen ist. Am Bodensee ist das der 10. Januar, wenn Schonzeit und Schleppverbot enden, und die Fische stehen dann dicht unter der Oberfläche, geschleppt wird flach auf 1,5 bis 3 Metern, an bedeckten Tagen und am späteren Nachmittag. Die Länder öffnen im März, Baden-Württemberg am 1., Bayern und Nordrhein-Westfalen am 16.

März bis Mai ist die einzige Uferzeit. Bei 7 bis 12 Grad an der Oberfläche stehen die Fische auf 2 bis 5 Metern über der Halde, vor den Mündungen und über Kieskanten mit Kraut, in Wurfweite. Am Bodensee kamen im April bei 7 Grad die Fische vom Vormittag bis zum Nachmittag, auf Streamer an der Sinkschnur und auf Tauwurm am Seitenarm. Am Biggesee läuft in diesen Wochen der Spinner der Größe 3 vom Ufer. Die Schneeschmelze trübt die Zuflussbereiche kurz ein, am Walchensee für Tage.

Juni bis August ist Bootszeit mit Tiefenhilfe. Die Schichtung baut sich auf, die Fische ziehen ins Freiwasser über der Sprungschicht, im Bodensee in 8 bis 16 Meter, und ohne Schleppblei, Tiefschnur oder Downrigger läuft der Köder über ihnen. Im September kühlt das Wasser, die Fische kommen hoch, und die Vorlaicher sammeln sich vor den Mündungen, die dann fast überall gesperrt sind. Im Oktober beginnt in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Sachsen die Schonzeit, am Bodensee am 1. November zusammen mit dem Schleppverbot, und der Walchensee schließt für Forellen schon Ende September.

Beste Saison

Beißphase (je höher, desto besser) Schonzeit Aktueller Monat

Die Kurve zeigt die Fänge, nicht die erlaubte Zeit. Januar und Februar tragen nur dort, wo offen ist, am Bodensee ab dem 10. Januar. Im Oktober beginnt in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Sachsen die Schonzeit, am Bodensee am 1. November. Der Sommer ist Bootszeit mit Tiefenhilfe, das Frühjahr die einzige Uferzeit.

Halde, Mündung, Freiwasser: wo sie steht

Die Halde ist der Platz des Frühjahrs. So heißt die Uferbank bis zur Abbruchkante, am Bodensee amtlich bis 25 Meter Tiefe, und an ihrem oberen Rand über Kies und Kraut jagt die Seeforelle in den Wochen, in denen das Wasser 7 bis 12 Grad hat. Wo die Kante in Wurfweite liegt, fängt der Uferangler, und wo ein Bach mündet, sammelt sich Nahrung im kühlen Schmelzwasser.

Klares Ufer eines Voralpensees im Frühjahr, Kiesgrund mit Krautflecken fällt sichtbar in dunkles tiefes Wasser ab, ein Angler wirft von der Kante in die Tiefe

Die Farbe des Wassers ist die Karte. Wo es hell bleibt, liegt die Halde flach unter dir, wo es innerhalb weniger Meter dunkel wird, bricht sie ab, und genau auf diese Linie zielt der Wurf. Eine Polarisationsbrille macht die Kante sichtbar, ohne sie siehst du nur Blau. Steht die Sonne tief, wirf von der Schattenseite, sonst bist du für den Fisch der einzige dunkle Fleck am Ufer.

Hell über der Halde, dunkel dahinter. Der Wurf geht in den Übergang. AI-Bild

Die Mündungen sind zugleich die Plätze mit den meisten Verboten. Vor Rotach, Schussen und Argen gilt vom 1. Oktober bis 31. Januar ein Fangverbot, an der Bregenzerach schon vom 15. Juli bis 15. September und wieder ab November, in der Fußacher Bucht ist das Schleppen von November bis April untersagt, und auf der Schweizer Seite sind die Mündungen von Goldach bis Hornbach im Winter gesperrt. Die Karte der Kommission zeigt jedes Gebiet, und die Bojen vor Ort markieren die Grenze.

Die Karte des Sees trägt Halde, Mündung und Freiwasser mit Nummern nach ihrem Rang, die Karte des Flusses die Standplätze der Laichwanderung im Herbst.

Wo Seeforelle steht

2 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Scharkante 1 Zufluss 2 Freies Wasser 3 Untiefe im Freiwasser 4 Totholz 5
  1. Scharkante

    In Voralpenseen fällt der Grund dicht am Ufer ab. Diese Kante ist im zeitigen Frühjahr die einzige Stelle, an der sie in Wurfweite jagt.

  2. Zufluss

    Vor jeder Mündung schiebt der Bach eine Halde in den See. Ab dem Spätsommer sammeln sich dort die aufstiegsbereiten Fische, weshalb der Bereich fast überall Schonbezirk ist.

  3. Freies Wasser

    Große Fische hängen an den Renkenschwärmen und ziehen mit ihnen über die größte Tiefe. Diese Zone gehört dem Boot.

  4. Untiefe im Freiwasser

    Eine Kuppe mitten im See staut Kleinfisch über einer klaren Kante. Beim Schleppen ist sie auf jeder Runde einen Bogen wert.

  5. Totholz

    Versunkene Bäume am Steilufer halten einzelne große Fische, am ehesten in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Schilfgürtel, Seerosenfeld, Krautfeld, Steg.

Im Sommer ist das Freiwasser der Platz, das zentrale Pelagial über der Tiefe, in 8 bis 16 Metern, wo Renkenschwärme und Barsche stehen. Untiefen, Kuppen und die Kanten davor sind die Bahnen für das Boot. In Talsperren mit Besatz wie dem Biggesee steht die Seeforelle im Sommer in den tiefen Schichten und ist nur bei ausgeprägter Sprungschicht gezielt zu erreichen, und dort rechnen die Schleppangler mit rund 100 Kilometern Strecke je maßigem Fisch.

Tagaktiv, klar, und die Physik des Luftdrucks

Die Seeforelle ist ein Fisch des Tages. Die Telemetrie fand sie am Tag aktiver als in der Nacht, und am Bodensee ist das Angeln ohnehin nur von einer Stunde vor dem Sonnenaufgang bis zur ersten Stunde nach dem Sonnenuntergang erlaubt. Gefangen wird vom Hellwerden bis zum Nachmittag und noch einmal vor dem Dunkelwerden, im Winter an bedeckten Tagen und gegen Abend.

Beißaktivität im Tagesverlauf

Ein Apriltag am Voralpensee. Die Seeforelle ist am Tag aktiver als in der Nacht, die Fänge kommen vom Hellwerden bis zum Nachmittag und noch einmal vor dem Dunkelwerden. Im Winter sind bedeckte Tage und der spätere Nachmittag die Zeit. Am Bodensee ist das Angeln nur von einer Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang erlaubt.

100 Kilometer je Fisch ist die Zahl der Schleppangler, und das Fangbuch der Community hält dagegen, was tatsächlich gemeldet wird: alle in CatchHub eingetragenen Seeforellen nach Monat, Stunde, Köder und See. Der April vom Ufer gegen den Sommer vom Boot ist die Zeile, die diesen Fisch erklärt.

Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung

Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.

Die zuletzt öffentlich geteilten Seeforellen mit Foto, jede mit ihrem See:

Noch kein Fang mit Foto gemeldet

Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.

Fänge eintragen

Bedeckter Himmel und leichte Welle sind im Klarwasser der Alpenseen besser als grelle Sonne über glatter Fläche, dann läuft der Köder tiefer und der Kontrast stimmt. Ein Kälteeinbruch mit Schneefall im April hat am Bodensee die Fische nicht gestört. Für den Föhn gibt es keinen Beleg, weder dafür noch dagegen, und für den Luftdruck eine einfache Rechnung. Ein Meter Wassersäule entspricht rund 98 Hektopascal, ein Luftdrucksturz von 20 Hektopascal ist für den Fisch dasselbe wie ein Aufstieg um 20 Zentimeter, und ein Fisch in 12 Metern merkt davon nichts. Was wirkt, ist das Wetter, das den Druck begleitet, Wind, Wolken und Licht. Diese drei rechnet der Fang-Index mit dem Wassertemperatur-Trend je Gewässer.

Die Wassertemperatur entscheidet über die Tiefe, nicht über den Tag. Über 18 Grad an der Oberfläche steht die Seeforelle sicher darunter, unter 7 Grad im Frühjahr wartet sie noch, und dazwischen liegt das Uferfenster.

Seeforellenköder: Spange, Wobbler, Wurfblinker

Der Seeforellenköder ist schlank, silbrig und kleiner als die meisten denken. Beim Schleppen ist er leicht, weil das Blei oder der Downrigger die Tiefe bringen, vom Ufer ist er schwer, weil die Weite zählt.

Perlmuttspange

Der klassische Schleppköder der Alpenseen, 7 bis 12 Zentimeter, schlank und leicht, aus Perlmutt oder Blech in Weiß, Kupfer oder Chrom. Sie braucht Blei oder Downrigger, um auf Tiefe zu kommen, und zwei Sprengringe, weil sich die Seeforelle im Drill um die Achse dreht.

Schleppen Klassiker

Minnow-Wobbler

Schlank, 8 bis 10 Zentimeter, schwimmend oder sinkend, in Silber oder natürlichem Fischdesign. Im Winter und Frühjahr flach auf 1,5 bis 3 Metern geschleppt, geschleppt läuft er doppelt so tief wie geworfen.

Schleppen Frühjahr Winter

Wurfblinker für die Halde

Lang und schmal wie ein Küstenblinker, 18 bis 25 Gramm, in Silber oder Kupfer. Der Köder für das Uferfenster von März bis Mai, wenn die Fische auf 2 bis 5 Metern über der Kante stehen und die Weite den Unterschied macht.

Ufer Frühjahr

Gummifisch am Jigkopf

8 bis 10 Zentimeter, silbrig, über die Halde geführt, wo er absinken und anziehen kann. Bringt im Frühjahr die meisten Kontakte vom Ufer, weil er wie ein Stichling oder eine junge Renke wirkt.

Ufer Frühjahr

Toter Köderfisch am System

Laube, Rotauge oder kleine Renke von 8 bis 10 Zentimetern am Schleppsystem. Am Bodensee dürfen nur Kaulbarsche und Weißfische aus dem See verwendet werden, lebende Köderfische sind überall verboten.

Schleppen Recht
Köder Maß Wo Wann
Perlmuttspange, Schleppblinker 7 bis 12 cm, leicht, Weiß, Kupfer, Chrom Schleppen am Blei oder Downrigger ganzjährig
Minnow-Wobbler 8 bis 10 cm, schwimmend oder sinkend Schleppen flach Winter, Frühjahr
Wurfblinker 18 bis 25 g, lang und schmal Ufer, Halde März bis Mai
Gummifisch 8 bis 10 cm, silbrig, am Jigkopf Ufer, Halde März bis Mai
Spinner Größe 3, rund 15 g, läuft 1,5 bis 2 m tief Ufer und Schleppen, Talsperre Frühjahr
Streamer, Wooly Bugger grün, an der Sinkschnur, Klasse 8 Ufer, Bodensee April
Tauwurm am Seitenarm Haken 4, 70 cm Seitenarm, 20 g Blei Ufer, Bodensee April
Toter Köderfisch 8 bis 10 cm am System, am Bodensee nur aus dem See Schleppen ganzjährig

Die Spange ist der Köder der Alpenseen, oft aus Perlmutt, das im Klarwasser schimmert und spröde ist. Die Farbe folgt dem Kontrast, Perlmutt und Silber im klaren Wasser bei Sonne, Kupfer bei bedecktem Himmel. Zwei Sprengringe zwischen Köder und Haken sind die Regel, weil sich die Seeforelle im Drill um die eigene Achse dreht und ein einzelner Ring dabei aufhebelt. Der Einzelhaken gehört an jeden dieser Köder, warum, steht unten bei den Zahlen.

Schleppen: Blei, Downrigger, Tiefschnur und 3 bis 4,5 km/h

Geschleppt wird mit zwei Ruten, innen kürzer und außen länger, mit abgezählter Schnur und in Zickzack-Bahnen, damit die Köder in jeder Kurve das Tempo wechseln. Das Tempo liegt bei 3 bis 4,5 Stundenkilometern, schneller als auf Hecht und wie auf Meerforelle, gemessen am Köder neben dem Boot, nicht über Grund. Die 6 bis 10 Stundenkilometer mancher Portale hat niemand gemessen.

Montage Tiefenhilfe Vorfach Einsatz
Flachschleppen keine oder Schleppblei 7 bis 30 g Fluorocarbon 0,30 bis 0,40 mm, 1,5 m Winter und Frühjahr, 1,5 bis 3 m
Schleppblei vor dem Vorfach 100 bis 150 g an 40 m Schnur, rund 10 m Tiefe Mono 0,25 bis 0,30 mm, 5 bis 15 m Zügel Sommer, 8 bis 16 m
Tiefschnur Bleikern, rund 1,5 m Tiefe je 9-Meter-Farbe bei 3 km/h 30 m Mono hinter dem Bleikern Sommer, wiederholbar
Downrigger Kugel 2 bis 4 kg, Köder 2 bis 5 m hinter dem Auslöser Fluorocarbon 0,30 mm Sommer, jede Tiefe
Schleppmontage mit Blei vor dem Vorfach. Der Zügel zwischen Blei und Köder ist am Voralpensee 5 bis 15 Meter lang, damit der Köder frei läuft.

Das Schleppblei ist die einfachste Tiefenhilfe. 100 bis 150 Gramm an 40 Metern Schnur bringen rund 10 Meter, jede weitere Tiefe kostet mehr Blei oder mehr Schnur, und bis 200 Gramm ist das kein Problem. Die Tiefschnur ist wiederholbar, weil jede Farbe von 9 Metern bei 3 Stundenkilometern etwa 1,5 Meter Tiefe bringt und jede 0,3 Stundenkilometer mehr 0,3 Meter nehmen. Der Downrigger bringt jede Tiefe auf den Meter, mit dem Kabelwinkel als Fehlerquelle, den das Lexikon zum Schleppangeln erklärt. Ein Wobbler läuft geschleppt etwa doppelt so tief wie geworfen. Enge Kurven verheddern die Zügel, deshalb liegen sie mindestens 5 bis 6 Meter auseinander.

Ob dein Köder bei 3,5 Stundenkilometern überhaupt noch läuft oder nur gezogen wird, hängt daran, wie schnell das Wasser tatsächlich an ihm vorbeizieht, und das ändert sich mit jeder Kurve und jedem Wind. Der Rechner rechnet Fahrt, Strömung und Richtung zur Anströmung zusammen und sagt, welche Köder dabei arbeiten.

Läuft dein Köder wirklich?

Rechner

Der Köder kennt keine Fahrt über Grund. Er spürt nur, wie schnell das Wasser an ihm vorbeizieht. Auf dem See sind das dieselben Zahlen, im Fluss und bei kräftigem Wind zwei völlig verschiedene.

Anströmungs-Rechner

Fahrt, Strömung und Richtung rein, Tempo am Köder raus

Fahrtrichtung
Bei Wind: mit dem Wind, quer, gegen den Wind
  • So schnell sieht dein Köder das Wasser …
  • Gegenüber dem Plotter …
  • Fahrt für 3 km/h am Köder …

Gerechnet wird mit der Strömung an der Oberfläche. In tieferen Schichten läuft sie langsamer, und ein Köder auf 10 m sieht deshalb weniger davon als das Boot. Die Rechnung nennt den Ausschlag, nicht den Messwert.

Am Bodensee gelten dazu eigene Grenzen. Höchstens acht Haken je Boot, Drillinge nur ohne Widerhaken, seit 2026 mindestens 6 Millimeter Hakenweite an Ködern mit mehr als einer Anbissstelle, kein Schleppen unter Segel und keines vom 1. November bis 10. Januar. Am Chiemsee, Walchensee und Starnberger See fahren die Boote ohne Verbrennungsmotor, der Antrieb ist Muskelkraft oder Elektromotor, und am Chiemsee wie am Ammersee ist das Live-Sonar verboten.

Vom Ufer auf der Halde: Wurfblinker, Gummifisch, Streamer

Das Uferangeln ist das Fenster von März bis Mai, und es ist das Fenster für alle ohne Boot. Der Platz ist die Kante der Halde in Wurfweite, die Kieszone mit Krautflecken davor, die Mündung, soweit sie offen ist. Der Wurfblinker von 18 bis 25 Gramm bringt die Weite, wird an der Kante abgezählt bis kurz über den Grund und dann über den Kies heraufgeführt, mit Stopps, in denen er absinkt. Der Gummifisch von 8 bis 10 Zentimetern am Jigkopf bringt vom Ufer die meisten Kontakte, weil er wie ein Stichling wirkt.

Am Bodensee kamen die Aprilfische auf langsam über Kies geführte Streamer an der Fliegenrute der Klasse 8 mit Sinkschnur und einem Meter Vorfach in 0,25 Millimetern, und auf Tauwurm an einem 70 Zentimeter langen Seitenarm mit 20 Gramm Blei. Das Gerät ist leicht, eine Rute von 2,40 bis 3,00 Metern mit 15 bis 35 Gramm, eine 2500er Rolle mit Geflecht in 0,14 Millimetern und ein Meter Fluorocarbon in 0,28 bis 0,35. Am Bodensee bleibt auch vom Ufer der Widerhaken am Drilling verboten, und Naturköder laufen nur tot.

Gerät: Schlepprute, Uferrute, Einzelhaken

Teil Wert Warum
Schleppruten zwei, 2,40 bis 3,00 m, 30 bis 80 g, innen kürzer, außen länger Fächern, Bleigewichte tragen
Rolle Schleppen mit Schnurzähler oder Kurbelumdrehungen zählen, Mono 0,30 mm oder Geflecht 0,15 mm Schnurlänge wiederholbar, dünner läuft tiefer
Uferrute 2,40 bis 3,00 m, 15 bis 35 g Wurfweite auf der Halde
Rolle Ufer Größe 2500, Geflecht 0,14 mm Weite, Bisserkennung
Vorfach Fluorocarbon 0,28 bis 0,40 mm, 1 bis 1,5 m Klarwasser, kein Stahl außer bei Hechtgefahr
Wirbel und Ringe Tönnchenwirbel vor dem Vorfach, zwei Sprengringe am Köder Drall, drehender Fisch
Haken Einzelhaken, am Bodensee Drillinge nur ohne Widerhaken Sterblichkeit, siehe unten
Kescher groß, gummiert, für Fische ab 60 cm Maß und Schonung
Boot Rutenhalter, Elektromotor oder Ruder, Schleppsack für 3 bis 4 km/h Tempo halten, Motorregeln der Seen
Pflicht am Bodensee Maßband, Fangbuch, Kühlbox statt Hältern Verordnung

Die Rolle mit Schnurzähler gehört beim Schleppen dazu, denn ein Fisch in 12 Metern wird nur wiedergefunden, wenn Schnurlänge und Tempo beim nächsten Mal dieselben sind. Ohne Zähler zählst du Kurbelumdrehungen. Ein Stahlvorfach braucht die Seeforelle nicht, Fluorocarbon in 0,30 ist im Klarwasser die bessere Wahl, und nur wo Hechte stehen, wechselt es.

Biss im Halter, Drill aus der Tiefe, Einzelhaken für 96 Prozent

Beim Schleppen setzt sich der Fisch im Rutenhalter selbst, der Anhieb ist ein Nachfassen, und die Bremse ist so weich eingestellt, dass der Biss Schnur nehmen kann. Dann beginnt ein Drill, in dem die Seeforelle springt, sich um die Längsachse dreht und einen harten Metallkörper als Hebel nutzt. Ein Fisch aus 15 Metern wird langsam gedrillt, damit er nicht am Druck stirbt, und er kommt in einen großen, gummierten Kescher.

Silbrige Seeforelle liegt nass im gummierten Kescher an der Bordwand, ein Maßband liegt daneben, die schwarzen x-förmigen Flecken sind zu sehen, ein Einzelhaken sitzt im Maulwinkel

Am Bodensee ist das Maßband Pflicht, und die Antwort fällt meist gegen den Fisch aus, im Versuch waren nur 4 von 100 Seeforellen maßig. Der Einzelhaken im Maulwinkel ist der Grund, warum dieser Fisch zurück kann. Am Drilling starb nach dem Fang mehr als jeder vierte, am Einzelhaken jeder sechste, und beim Lösen bleibt der Fisch im Netz im Wasser.

Maßband, Einzelhaken, nasser Kescher. So wird die Frage nach den 60 Zentimetern beantwortet. AI-Bild

Dann kommt die Zahl, die alles bestimmt. In der Bodensee-Versuchsfischerei erreichten von 1.275 gefangenen Seeforellen nur 3,9 Prozent das damalige Maß von 50 Zentimetern, mit den heutigen 60 sind es noch weniger. Fast jeder gefangene Fisch geht also zurück, und wie er das übersteht, hängt am Haken. Am Drilling starben 27,2 Prozent der Fische, am Einzelhaken 16,8. Darum sitzt an jedem Seeforellenköder ein Einzelhaken, darum verbietet der Bodensee beim Schleppen Drillinge mit Widerhaken, und darum wird im Wasser gelöst, mit dem Fisch im Netz.

Ein maßiger Fisch wird am Bodensee unverzüglich getötet und darf nicht lebend mitgeführt werden, das Hältern ist verboten, und der Fang steht vor dem Verlassen des Platzes im Fangbuch. Auf der Schweizer Seite ist das Angeln mit der Absicht, alle Fische zurückzusetzen, ausdrücklich untersagt. Gesucht wird also der eine Fisch, und alle anderen werden behandelt wie der Bestand, der sie sind.

Recht am Bodensee, in den Ländern und an Chiemsee und Biggesee

Für die Seeforelle gelten drei Ebenen, das Landesrecht, das eigene Recht des Bodensee-Obersees und die Ordnung des Bewirtschafters. Nach Landesrecht führen sieben Länder die Art namentlich, mit 50 Zentimetern in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen und 60 in Bayern, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen, die Schonzeit läuft meist von Oktober bis Februar oder März, in Berlin, Brandenburg und Sachsen bis in den Frühling, Rheinland-Pfalz nennt nur ein Maß. Hessen fasst Bach-, See- und Meerforelle als Atlantische Forelle mit einem Höchstmaß von 60 Zentimetern zusammen, Brandenburg schützt wild aufgewachsene Seeforellen ganzjährig, und acht Länder führen die Art nicht. Jede dieser Regeln steht in der Tabelle so, wie sie heute gilt, Fundstelle und Stand je Verordnung auf den Landesseiten.

Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland

8 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 25 und 60 cm

Schonzeit und Mindestmaß für Seeforelle nach Bundesland
Bundesland Schonzeit Maß, Mindestmaß in Zentimetern
Baden-Württemberg 1. Okt. bis 28. Feb. heute geschont 50 cm
Bayern Gilt im Donau- und im Rheingebiet 1. Okt. bis 15. März 60 cm
Berlin 1. Okt. bis 31. Mai heute geschont 60 cm
Brandenburg Nur für eingesetzte Satzfische. Wild aufgewachsene Seeforellen sind ganzjährig geschützt 16. Okt. bis 15. Apr. 60 cm
Hessen Bachforelle, Meerforelle und Seeforelle. Höchstmaß 60 cm 1. Okt. bis 31. März heute geschont 25 cm
Nordrhein-Westfalen 20. Okt. bis 15. März heute frei 50 cm
Rheinland-Pfalz keine Schonzeit heute frei 60 cm
Sachsen 1. Okt. bis 30. Apr. heute geschont 60 cm

Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.

Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein

Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.

Am Bodensee-Obersee gilt das Recht der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz, umgesetzt je Anrainer. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt das Mindestmaß für See- und Bachforelle 60 Zentimeter, weil viele Seeforellen erst ab etwa 55 Zentimetern laichreif werden und mit dem alten Maß von 50 rund ein Drittel der Rogner vor dem ersten Laichen gefangen werden durfte. Die Schonzeit läuft vom 1. November bis 10. Januar, jeweils mittags, in derselben Zeit ist das Schleppen verboten, ein Tageslimit für die Seeforelle gibt es nicht, für Barsche und Saiblinge schon. Dazu kommen die Angelzeit, die Halde bis 25 Meter als Grenze der Uferkarten, die Köderfische nur aus dem See und die Schongebiete an den Mündungen.

Mündung eines Alpenbachs in einen klaren See, eine trübe Schmelzwasserfahne trifft auf grünblaues Seewasser, am Ufer eine gelbe Boje als Grenze des Schongebiets

Vor den Mündungen sammeln sich im Frühjahr die Fische, weil das Schmelzwasser Nahrung und kühles Wasser bringt, und im Herbst die Vorlaicher. Aus diesem Grund sind diese Bereiche am Bodensee ab Oktober gesperrt, an der Bregenzerach schon ab Mitte Juli, und die Bojen und Tafeln markieren die Grenze. Ein Wurf dahinter ist kein Kavaliersdelikt.

Die Fahne bringt Nahrung, die Boje sagt, bis wohin du darfst. AI-Bild

An den bayerischen Seen regeln die Genossenschaften. Der Chiemsee verlangt 60 Zentimeter für alle Forellen, höchstens drei Raubfische am Tag inklusive zurückgesetzter Forellen, erlaubt Boote erst ab 1. Mai ohne Motor und verbietet Live-Sonar, der Walchensee öffnet für Forellen vom 16. März bis 30. September mit 60 Zentimetern und zwei Anbissstellen beim Schleppen, der Ammersee erlaubt eine Seeforelle je Woche und das Boot erst ab Mitte April. Der Biggesee in Nordrhein-Westfalen setzt 50 Zentimeter, zwei Forellen am Tag und die Schonzeit vom 20. Oktober bis 15. März. In Österreich und der Schweiz gelten die Landesregeln, in Vorarlberg 60 Zentimeter, in Salzburg und Niederösterreich 50, in der Schweiz mindestens 35 mit strengeren Kantonen und Patenten je See. Der Königssee gehört dem Berufsfischer allein.

Vor dem Tag auf dem See

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100 Kilometer je Fisch, und der eine Nachmittag im April

Am Biggesee rechnen die Schleppangler mit rund 100 Kilometern Strecke je maßiger Seeforelle, und die Zahl ist ehrlich. Ein maßiger Fisch im ersten Jahr ist ein gutes Jahr, und zwei untermaßige an einem Aprilnachmittag an der Halde, am Einzelhaken zurückgesetzt, sind die Lektion, wo sie stehen. Der zweite Nachmittag ist dann der, an dem es klappt.

Welche Seen und Talsperren in deiner Nähe Seeforellen führen, mit Bootsregeln und den Fängen anderer Angler, steht auf den Gewässerseiten. Die Physik hinter Tiefschnur und Downrigger trägt das Lexikon unter Schleppangeln, und für die silberne Verwandte an der Küste, die mit denselben Ködern beißt, gibt es den Ratgeber zum Meerforellen angeln.

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Häufige Fragen

10 Fragen
Welcher Köder ist der beste für Seeforelle?

Beim Schleppen eine schlanke, leichte Spange aus Perlmutt oder Blech von 7 bis 12 Zentimetern oder ein Minnow-Wobbler von 8 bis 10 Zentimetern, in Silber, Weiß oder Kupfer, dazu ein toter Köderfisch am System. Vom Ufer im Frühjahr ein Wurfblinker von 18 bis 25 Gramm oder ein Gummifisch von 8 bis 10 Zentimetern über der Halde. Alle mit Einzelhaken und zwei Sprengringen.

Wie tief schleppe ich auf Seeforelle?

Im Winter und zeitigen Frühjahr flach, 1,5 bis 3 Meter, denn dann stehen die Fische dicht unter der Oberfläche. Ab Juni tiefer, im Bodensee laut Telemetrie in 8 bis 16 Metern über der Sprungschicht. Ein Schleppblei von 100 bis 150 Gramm an 40 Metern Schnur bringt rund 10 Meter, der Downrigger jede Tiefe, die Tiefschnur etwa 1,5 Meter je Farbe.

Wie schnell schleppe ich auf Seeforelle?

3 bis 4,5 Stundenkilometer, schneller als auf Hecht und ähnlich wie auf Meerforelle, in Zickzack-Bahnen, damit die Köder in den Kurven Tempo wechseln. Das Tempo zählt am Köder, nicht über Grund. Die 6 bis 10 Stundenkilometer, die manche Portale nennen, hat niemand gemessen.

Wann ist die beste Zeit für Seeforellen?

Von März bis Mai, wenn das Oberflächenwasser 7 bis 12 Grad hat und die Fische in Wurfweite über der Halde stehen. Der Sommer ist Bootszeit mit Tiefenhilfe, der Herbst bringt die Vorlaicher vor die Mündungen, die dann meist Schongebiet sind, und der Winter gehört den Seen, die offen sind, am Bodensee ab dem 10. Januar dicht unter der Oberfläche.

Kann ich Seeforellen vom Ufer fangen?

Ja, im Frühjahr. Von März bis Mai stehen sie auf 2 bis 5 Metern über der Halde, an Kieskanten mit Kraut und vor Zuflüssen, und ein Wurfblinker, ein Gummifisch oder ein Streamer an der Sinkschnur erreicht sie. Am Bodensee kamen im April bei 7 Grad Fische auf langsam über Kies geführte Streamer und auf Tauwurm am Seitenarm.

Welches Mindestmaß gilt für Seeforellen am Bodensee?

60 Zentimeter, seit dem 1. Januar 2026. Die Anrainer haben das frühere Maß von 50 Zentimetern angehoben, weil viele Seeforellen erst ab etwa 55 Zentimetern geschlechtsreif werden und mit dem alten Maß rund ein Drittel der Rogner vor dem ersten Laichen gefangen werden durfte. Die Schonzeit läuft vom 1. November bis 10. Januar, in dieser Zeit ist auch das Schleppen verboten.

Welche Schonzeit hat die Seeforelle?

Meist von Oktober bis Februar oder März, in Berlin, Brandenburg und Sachsen bis in den Frühling, Rheinland-Pfalz nennt nur ein Maß. Die Maße liegen bei 50 Zentimetern in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen und bei 60 in Bayern, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Bodensee, Chiemsee und Walchensee setzen eigene Regeln, und acht Länder führen die Art nicht.

Welche Rute für Seeforelle?

Zum Schleppen zwei Ruten von 2,40 bis 3,00 Metern mit 30 bis 80 Gramm, innen kürzer, außen länger, mit Schnurzähler oder abgezählter Schnur. Vom Ufer eine Rute von 2,40 bis 3,00 Metern mit 15 bis 35 Gramm, eine Rolle der Größe 2500 mit Geflecht in 0,14 Millimetern und ein Fluorocarbon-Vorfach in 0,28 bis 0,35. Ein Stahlvorfach ist nur nötig, wo Hechte stehen.

Darf ich am Bodensee mit Drilling schleppen?

Nur ohne Widerhaken. Beim Schleppen sind insgesamt höchstens acht Haken erlaubt, als Einzelhaken mit oder ohne Widerhaken oder als Zwillings- und Drillingshaken ohne Widerhaken, und seit 2026 muss an Angeln mit mehr als einer Anbissstelle die Hakenweite mindestens 6 Millimeter betragen. Unter Segel ist Schleppen verboten, und vom 1. November bis 10. Januar ganz.

Wie unterscheide ich Seeforelle und Regenbogenforelle?

Die Regenbogenforelle trägt ein rosa Längsband und Tupfen bis in die Schwanzflosse, die Seeforelle ist silbrig mit schwarzen, oft x-förmigen Flecken und einer ungetupften Schwanzflosse. Am Bodensee hat die Regenbogenforelle kein Maß und keine Schonzeit, die Seeforelle 60 Zentimeter, eine Verwechslung ist deshalb ein Verstoß. Die Merkmale mit Zeichnung stehen im Lexikon.

René Seidel

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René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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