Angler von hinten auf einem Stuhl am bereiften Ufer eines kleinen Sees, zwei Karpfenruten auf dem Rod-Pod mit Bissanzeigern, ein Kescher daneben, tiefstehende Sonne über dem glatten Wasser AI
Friedfisch

Karpfen im Winter: Futter, Köder und die zwei Stunden

Der Karpfen ist ein Fisch des warmen Wassers, und im Winter fällt sein Stoffwechsel auf ein Viertel. Er frisst trotzdem, nur so wenig und so selten, dass die Sommermethode ihn eher sättigt als fängt. Wer im Winter Karpfen will, füttert fast nichts, fischt einen kleinen Köder an der sonnigsten Stelle des Sees und ist in den zwei Stunden am Wasser, die der Tag hat. Hier steht, was unter 8 Grad passiert, wie wenig Futter richtig ist, welche Köder bleiben, wo der Karpfen steht und was die Winterfänge der Community zeigen.

Winter ab unter 8 Grad, Tor 0,62
Futter eine Handvoll, nicht mehr
Köder Pop-up oder Wafter, 10 bis 12 mm
Fenster 11 bis 15 Uhr, Sonnenseite

Kurz gesagt

  • Unter 8 Grad Wassertemperatur frisst der Karpfen alle zwei bis vier Tage und dann wenig, das Tor des Fang-Index steht dann auf 0,62 und fällt unter 4 Grad auf 0,50.
  • Gefüttert wird fast nichts, eine Handvoll Partikel oder ein Dutzend kleine Boilies, ein Futterplatz des Sommers sättigt im Winter jeden Fisch, bevor der Haken kommt.
  • Der Köder ist klein und auffällig, ein Pop-up oder Wafter von 10 bis 12 mm, Mais oder ein Stück Boilie, knapp über dem Grund.
  • Der Karpfen steht im flachen See auf der Sonnenseite und im Windschatten, im tiefen am Rand des 4-Grad-Lochs, und er steht dort in Trupps, die sich kaum bewegen.
  • Die Bisse kommen zwischen 11 und 15 Uhr, an einem sonnigen Tag nach Frost eher gegen zwei, und ein einziger Fisch macht den Wintertag.
Karpfen: Steckbrief, Schonzeit, Maß und Zuchtformen Spiegel-, Schuppen-, Zeil- und Lederkarpfen sind eine einzige Art in vier Zuchtformen. Genauso hartnäckig …

Ein Fisch des warmen Wassers, der im Winter nicht ganz aufhört

Der Karpfen ist ein Fisch des warmen Wassers, sein Optimum liegt bei 20 bis 25 Grad, und mit jedem Grad darunter fällt sein Stoffwechsel. Unter 8 Grad läuft er auf einem Viertel des Sommers, unter 4 Grad auf noch weniger, und der Karpfen frisst dann alle zwei bis vier Tage eine kleine Mahlzeit, verdaut sie tagelang und steht dazwischen still. Der Fang-Index rechnet das als Tor, 0,62 zwischen 4 und 8 Grad, 0,50 zwischen 2 und 4, und ein perfekter Wintertag kommt auf 50, wo der Juni 90 gäbe.

Aber er hört nicht ganz auf. In jedem Winter gibt es Tage, an denen ein Trupp Karpfen am sonnigen Ufer frisst, und wer an diesem Tag an dieser Stelle einen kleinen Köder liegen hat, fängt einen der schwersten Fische des Jahres, weil der Karpfen die Reserven des Herbstes trägt. Alles am Winterkarpfen folgt aus dem Viertel: wenig Futter, kleiner Köder, warme Stelle, kurze Zeit.

8 °C Wassertemperatur, unter der der Karpfen vom täglichen Fressen auf alle zwei bis vier Tage wechselt
1/4 des Sommer-Stoffwechsels bleibt unter 8 Grad, und das ist die Obergrenze für das Futter
11 bis 15 Uhr die Stunden, die das Kaltwasser-Profil des Fang-Index am höchsten bewertet, davor und danach fällt es ab

Die Futtermenge als Rechnung

Im Sommer frisst ein Karpfen von 10 Kilo am Tag zwei bis drei Prozent seines Gewichts, 200 bis 300 Gramm, und ein Futterplatz mit einem Kilo Boilies hält einen Trupp einen Tag beschäftigt. Im Winter frisst derselbe Fisch alle drei Tage 50 bis 80 Gramm. Ein Kilo Boilies auf dem Platz reicht damit für einen Trupp bis in den März, und der Hakenköder ist eines von tausend Teilen. Das ist der Grund, warum der Sommerfutterplatz im Winter nicht anlockt, sondern sättigt.

Die Regel lautet deshalb: so wenig, dass der Hakenköder das Auffälligste ist, was dort liegt. Eine Handvoll Partikel, ein Dutzend Boilies von 10 bis 12 Millimetern, oder ein PVA-Stick mit Pellets und Flüssigfutter, der Geruch hinterlässt, keine Masse. Nachgefüttert wird nicht, solange kein Fisch gefangen ist, und nach einem Fisch kommt wieder eine Handvoll, nicht mehr. Wer im Januar füttert wie im Juli, hat im Februar einen gemästeten Trupp und keinen Biss.

Wassertemperatur Fressrhythmus Menge je Mahlzeit (10-Kilo-Fisch) Futter je Rute Köder
über 14 Grad täglich, mehrfach 200 bis 300 g 500 g bis 2 kg Boilie 16 bis 20 mm
8 bis 14 Grad täglich, einmal 100 bis 150 g 200 bis 500 g Boilie 14 bis 16 mm
4 bis 8 Grad alle zwei bis drei Tage 50 bis 80 g eine Handvoll Pop-up oder Wafter 10 bis 12 mm
unter 4 Grad alle drei bis vier Tage 30 bis 50 g ein Stick oder nichts Pop-up 10 mm, Mais

Der Köder: klein, hell, über dem Grund

Ein Karpfen, der im Winter frisst, senkt den Kopf ungern und lange. Er nimmt, was vor seinem Maul steht, und ein Köder, der 2 bis 5 Zentimeter über dem Grund schwebt, steht genau dort. Deshalb ist der Pop-up der Winterköder und der Wafter sein leiser Bruder, beide in 10 bis 12 Millimetern, hell und fruchtig, weil der Karpfen im kalten Wasser Süßes und Saures besser wahrnimmt als Fischmehl. Die Karten zeigen die Köder, die bleiben, und die, die wegfallen.

Pop-up, 10 bis 12 mm

Der Winterköder. Klein, hell, 2 bis 5 Zentimeter über dem Grund, wo der Karpfen ihn sieht, ohne den Kopf zu senken. Weiß, Gelb oder Pink, mit Fruchtaroma, weil süß und sauer im kalten Wasser besser wahrgenommen wird als fischig.

erste Wahl über Grund hell

Wafter, 10 bis 14 mm

Schwebt, statt zu steigen. Der Köder für klaren, sauberen Grund, auf dem ein Pop-up zu auffällig wäre. Er liegt so leicht, dass der Karpfen ihn einsaugt, ohne den Haken zu spüren, und der Haken sitzt beim ersten Zug.

Sauberer Grund leicht unauffällig

Mais, zwei bis drei Körner

Der Naturköder des Winters, weil er billig ist, süß, hell, und weil zwei Körner am Haar keinen satt machen. Dazu eine Handvoll gekochter Mais als Futter, mehr nicht. Am Fluss mit einem Körnchen Kunstmais darüber, damit er steht.

Naturköder günstig Fluss

Made und Wurm

Ein Bündel Maden am Haar oder ein halber Tauwurm, für den Tag, an dem der Karpfen nichts Süßes will. Fängt im Winter auch Brassen und Schleie, die nebenher kommen, und das ist dann kein Fehler.

Beifang lebendig zäher Tag

Flüssigfutter und Stick

Statt Boilies eine Wolke. Ein kleiner PVA-Stick mit Pellets und Flüssigfutter um den Köder, der Geruch bleibt, die Menge fehlt. Das ist die Art, im Winter anzulocken, ohne zu sättigen.

Duft statt Masse PVA anlocken

Was wegfällt

Der Futterplatz mit Kilos Boilies, der 20er Boilie, das Fischmehl und alles, was der Karpfen im Winter langsamer verdaut als er es aufnimmt. Wer im Januar füttert wie im Juli, füttert den Frühling.

kein Futterplatz kein 20er kein Fischmehl
Haarmontage mit einem kleinen hellgelben Pop-up über einem kurzen Vorfach und Haken, daneben vier Maiskörner und ein kleiner PVA-Beutel mit Pellets auf einer bereiften Abhakmatte

Ein Pop-up von 12 Millimetern wiegt fast nichts und steht drei Zentimeter über dem Grund, wo der Karpfen ihn sieht, ohne den Kopf zu senken. Der Beutel daneben löst sich in einer Minute auf und lässt einen Geruch zurück, keine Mahlzeit. Mehr liegt im Winter nicht auf dem Platz, und mehr würde den Fisch satt machen.

Klein, hell, über dem Grund: der ganze Winterköder. AI-Bild

Wie viel Auftrieb ein Pop-up gegen Haken und Vorfach hat, entscheidet darüber, ob er steht oder kippt, und im Winter, mit dem kleinen Köder und dem kleinen Haken, ist die Balance enger als im Sommer. Der Rechner ist mit dem Winterköder vorbelegt, 12 Millimeter Pop-up an einem 8er Haken, und sagt, was im Wasser vom Rig übrig bleibt und wie es am Grund liegt.

Was dein Boilie mit dem Haken im Wasser wiegt

Rechner

Der Karpfen saugt den Köder ein, und ob der Haken mitkommt, entscheidet das Gewicht von beidem zusammen unter Wasser. Der Rechner nimmt Größe, Sorte und Haken und sagt dir, ob das Rig liegt, schwebt oder abhebt.

Auftriebs-Rechner

Ködergröße, Sorte und Haken rein, Verhalten im Wasser raus

Sorte
Ein Wafter treibt für sich allein leicht auf, ein Pop-up deutlich
Hakengröße
Mittelstarker Draht, so wie ihn ein Haar-Rig braucht
  • Im Wasser wiegt das Rig …
  • Am Grund …
  • Gegengewicht …

Die Dichte gekochter Boilies schwankt zwischen Rezepten, und ein Pop-up der einen Marke trägt doppelt so viel wie der einer anderen. Der Rechner nimmt Mittelwerte, die Probe im Glas Wasser ersetzt er nicht.

Die Montage dazu ist die Karpfenmontage mit kurzem Vorfach von 10 bis 15 Zentimetern, einem Haken der Größe 8 bis 6 und einem Blei, das so leicht ist, wie der Wurf zulässt, 40 bis 60 Gramm. Ein langes Vorfach lässt dem Karpfen im Winter Zeit, den Köder auszuspucken, ein kurzes hakt beim ersten Zug.

Wo der Karpfen im Winter steht, nach Sonne, Wind und Tiefe

Ein flacher See hat im Winter keine warme Tiefe, dafür eine warme Seite. Die Sonne steht so flach, dass sie nur das Nordufer erreicht, das nach Süden schaut, und dort legt das Wasser mittags ein halbes Grad zu, im Winter der ganze Unterschied. Dazu kommt der Wind, der das kalte Oberflächenwasser zum Luvufer schiebt und am Leeufer wärmeres nachrücken lässt. Wo Sonne und Windschatten zusammenfallen, meist über weichem Grund und zwischen den Resten der Seerosen, steht der Winterkarpfen, in einem Trupp, der sich den ganzen Tag um 10 Meter bewegt.

Kleiner See im Winter, die sonnenbeschienene Seite links mit offenem Wasser und braunen Schilfstängeln, die schattige Seite rechts mit Eisrand und verschneiten Bäumen

Die tiefe Wintersonne erreicht nur ein Ufer, und dort hat das Wasser um die Mittagszeit einen Vorsprung von einem halben Grad. Zwischen den Stängeln der Seerosen und über dem weichen Grund steht der Karpfen in einem Trupp, der kaum von der Stelle weicht. Die Rute liegt auf dieser Seite, die andere kann zu Hause bleiben.

Sonnenseite links, Eis rechts, ein halbes Grad Unterschied. AI-Bild

Im tiefen Baggersee liegt das warme Wasser am Grund des tiefsten Lochs, weil 4 Grad die größte Dichte haben, und der Karpfen steht an dessen Rand, in 6 bis 10 Metern, mit dem Bauch im Schlamm. Am Fluss steht er im Altarm, im Hafen und in jeder Bucht ohne Strömung, oft dicht am Warmwassereinlauf, wo es einen gibt. Die Karten zeigen die Strukturen des Karpfens, und im Winter zählt davon alles, was warm, ruhig oder tief ist.

Wo Karpfen steht

3 Ansichten

Stillwasser: Baggersee, Weiher, Talsperre

Seerosenfeld 1 Untiefe im Freiwasser 2 Totholz 3 Schilfgürtel 4 Freies Wasser 5
  1. Seerosenfeld

    Die Kante des Feldes ist im Sommer erste Wahl: Schatten, Deckung und Nahrung auf engem Raum.

  2. Untiefe im Freiwasser

    Der Rand eines Plateaus im Baggersee ist die Stelle, an der Karpfen vom Tiefen ins Flache ziehen, um zu fressen.

  3. Totholz

    Unter überhängenden Bäumen fällt Nahrung ins Wasser, und die Fische stehen dort auch mittags.

  4. Schilfgürtel

    Im Frühjahr die wärmste Ecke des Sees. Blasen im Schilfgürtel sind der beste Hinweis, den es gibt.

  5. Freies Wasser

    Bei anhaltendem Wind zieht das windzugewandte Ufer die Fische an: dort sammelt sich Plankton und damit die Nahrungskette.

Gewässertyp im Lexikon: See Baggersee Weiher

Auch auf der Karte, hier aber zweite Wahl: Zufluss, Krautfeld, Scharkante, Steg.

Gewässer Winterstelle Tiefe Warum
flacher See, Weiher Südlage mit Sonne, Windschatten, alte Seerosenfelder 1 bis 2 m wärmstes Wasser mittags, weicher Grund
Baggersee, Talsperre Rand des tiefsten Lochs 6 bis 10 m 4-Grad-Wasser am Grund
Fluss Altarm, Hafen, Bucht, Warmwassereinlauf 2 bis 4 m kein Strömungsdruck, Wärme
Kanal Wendebecken, Hafen, hinter der Spundwand 3 bis 5 m Ruhe und Tiefe
Vereinsteich tiefste Stelle, meist am Ablass 2 bis 3 m einziges Winterquartier

Die zwei Stunden, die zählen

Unter 8 Grad dreht der Fang-Index den Tag um. Um den Sonnenhöchststand steht das Profil auf 1,0, am späteren Nachmittag auf 0,85, in den Dämmerungen auf 0,4 und nachts auf 0,2. Für den Karpfen ist das Fenster noch enger als für den Zander, weil er auf die Wärme des flachen Wassers wartet, und die kommt an einem sonnigen Wintertag gegen halb zwei. Der Wintertag auf Karpfen dauert von elf bis drei, und die Bisse fallen in ein Fenster von oft nur zwei Stunden. Bei Tauwetter nach einer Frostperiode werden Stunden daraus, weil die Fische nachholen, und das ist der Tag, den erfahrene Winterangler abwarten.

Die Nacht fällt aus, und das ist die härteste Umstellung für den Karpfenangler, dessen Sommer aus Nächten besteht. Das flache Wasser kühlt nach Sonnenuntergang in zwei Stunden auf den Grundzustand zurück, und der Karpfen steht still bis zum nächsten Mittag. Zwei Ausnahmen gibt es, die milde Nacht über 6 Grad nach Tauwetter und der Warmwassereinlauf, und beide liest du an der Wassertemperatur ab, am Thermometer oder am Pegel-Chip der Beiß-Karte, wo es einen gibt. Die Regel hinter den zwei Profilen steht im Ratgeber zu den Beißzeiten.

Zwei Ruten, zwei Lagen, kein Lärm

Der Winteransitz hat zwei Ruten, und sie fischen verschiedene Fragen. Eine liegt flach auf der Sonnenseite mit dem Pop-up über dem weichen Grund, die andere am Rand der Tiefe mit dem Wafter, und die, die den Biss bringt, sagt, wo der Trupp heute steht. Danach liegen beide dort. Gewechselt wird nicht nach Stunden, sondern nach dem Fenster, und wer um drei ohne Biss ist, packt ein, statt die Nacht abzuwarten.

Was der Winter nicht verzeiht, ist Lärm. Ein Karpfentrupp, der im Januar auf 10 Metern steht, verlässt bei einem schweren Blei, das neben ihm einschlägt, die Stelle für den Tag. Das Blei ist leicht, der Wurf ist einer, nicht zehn, und der Platz wird nicht mit der Futterrakete beschossen, sondern mit der Hand gefüttert oder gar nicht. Am Ufer bleibt der Angler im Windschatten sitzen, mit dem Rücken zur Sonne, und der Kescher liegt im Wasser, bevor der Biss kommt.

Was das Fangbuch über Winterkarpfen sagt

In diesen Block gehen nur Karpfen aus Dezember, Januar und Februar ein, jeder mit Uhrzeit, Köder und Revier. Zu sehen ist, ob das Mittagsfenster an den Gewässern der Community hält und welcher Köder im Winter vorn liegt, Boilie, Mais oder Made. Solange die Wintermeldungen nicht reichen, steht hier der Leerzustand, und mit jedem Winter füllt er sich.

Noch zu wenige Meldungen für eine Auswertung

Dazu liegen bisher zu wenige Fänge mit Datum und Revier vor. Sobald genug zusammenkommen, stehen hier die stärksten Monate, die beste Tageszeit und die Reviere mit den meisten Fängen.

Dazu die Fotos der gemeldeten Winterkarpfen samt Revier:

Noch kein Fang mit Foto gemeldet

Hier stehen Fänge aus der Community, sobald der erste öffentlich eingetragen wurde. Jede Kachel führt dann zum Revier dahinter.

Fänge eintragen

Maß, Schonzeit und der Fisch bei Frost

Der Karpfen hat in den meisten Ländern ein Mindestmaß und keine Schonzeit, in einem Land eine Frist im Frühjahr für die Wildform, die das Laichen deckt. Beides steht für heute in der Tabelle, strengere Gewässerordnungen gehen vor, und viele Vereinsgewässer setzen für Karpfen ein Entnahmefenster oder eine Rückgabepflicht.

Schonzeit und Mindestmaß nach Bundesland

14 Bundesländer, Mindestmaß zwischen 35 und 45 cm

Schonzeit und Mindestmaß für Karpfen nach Bundesland
Bundesland Schonzeit Maß, Mindestmaß in Zentimetern
Baden-Württemberg keine Schonzeit heute frei 35 cm
Bayern keine Schonzeit heute frei 35 cm
Berlin keine Schonzeit heute frei 35 cm
Brandenburg keine Schonzeit heute frei 35 cm
Hamburg Einzige Art ohne Obermaß, keine Tagesbegrenzung keine Schonzeit heute frei 35 cm
Hessen Nur die Wildform. Höchstmaß 60 cm 15. März bis 31. Mai 45 cm
Mecklenburg-Vorpommern keine Schonzeit heute frei 40 cm
Nordrhein-Westfalen keine Schonzeit heute frei 35 cm
Rheinland-Pfalz keine Schonzeit heute frei 35 cm
Saarland keine Schonzeit heute frei 35 cm
Sachsen keine Schonzeit heute frei 40 cm
Sachsen-Anhalt keine Schonzeit heute frei 35 cm
Schleswig-Holstein keine Schonzeit heute frei 35 cm
Thüringen keine Schonzeit heute frei 35 cm

Alle Angaben aus den Landesfischereiverordnungen, Stand und Quelle je Land auf der jeweiligen Schonzeiten-Seite. Der Status gilt für 11.10.2026.

Ohne Gewähr, und dein Erlaubnisschein darf strenger sein

Diese Tabelle gibt den Stand der Landesverordnungen wieder und ist keine Rechtsauskunft. Verein, Pächter und Gewässerordnung dürfen zusätzliche Schonzeiten, größere Mindestmaße und Entnahmefenster festlegen, und sie tun es häufig. Verbindlich ist immer das Papier, das du am Wasser dabei hast.

Bei Frost kommt eine Regel dazu, die im Sommer keine ist. Die Schleimhaut des Karpfens gefriert an der Frostluft innerhalb von Minuten, und ein Fisch, der bei minus 5 Grad drei Minuten auf einer trockenen Matte liegt, trägt Schäden davon, die er im Frühjahr nicht mehr heilt. Die Matte ist nass, nicht gefroren, der Haken kommt im Wasser oder in Sekunden heraus, das Foto entsteht am Ufer mit nassen Händen, und ein Fisch, der zurückgeht, ist im Wasser, bevor die Hände kalt werden.

Eine Regel für den ganzen Winter

Der Karpfen läuft im Winter auf einem Viertel des Sommers, und alles, was du ans Wasser bringst, muss mit ihm schrumpfen. Mehr Regel braucht der Winterkarpfen nicht, und die vier Gewohnheiten des Sommers verstoßen alle gegen sie. Der Sommervorrat auf dem Futterplatz sättigt den Trupp bis März, weil ein Fisch, der alle drei Tage eine kleine Mahlzeit nimmt, ein Kilo nie aufbraucht. Die Session von Freitag bis Sonntag, deren einzige Bisse um halb zwei am Samstag kommen, hat zwei Nächte zu viel, weil das Fenster bei diesem Stoffwechsel zwei Stunden lang ist. Der Futterplatz am tiefen Ufer bleibt leer, während der Trupp auf der Sonnenseite steht, weil im Winter ein halbes Grad Sonne über den Platz entscheidet. Und der 20er Boilie mit Fischmehl bleibt liegen, weil ein Karpfen mit einem Viertel Stoffwechsel an ihm vorbeischwimmt und den Kopf nur für das Kleine und Helle senkt, das vor seinem Maul steht.

Vor dem Wintertag auf Karpfen

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Der Winterkarpfen, für den es sich lohnt

Die Rute liegt seit halb zwölf auf der Sonnenseite, ein gelber Pop-up, eine Handvoll Mais darum, und um Viertel vor zwei, an einem sonnigen Tag nach einer Frostwoche, zupft es. Kein Run, ein Zupfer und dann ein langsames Wegziehen, und der Fisch am anderen Ende ist schwer und träge, so schwer wie kaum einer im Sommer, weil er den ganzen Herbst gefressen hat und seit November nicht mehr.

Wo die Gewässerordnung ihn zurückschickt, geht er zurück, nass, schnell, ohne ein Foto auf gefrorenem Gras. Und die Stelle, die Uhrzeit und die Wassertemperatur stehen im Fangbuch, denn Winterplätze wiederholen sich, und der nächste Januar ist die Wiederholung, nicht die Suche.

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8 Einträge

Häufige Fragen

8 Fragen
Beißen Karpfen im Winter?

Ja, aber selten. Unter 8 Grad Wassertemperatur frisst ein Karpfen alle zwei bis vier Tage und dann wenig, unter 4 Grad noch seltener. Der Winter bringt deshalb wenige Bisse, aber die Fische sind schwer, weil sie im Herbst gefressen haben. Ein Fisch am Tag ist ein guter Wintertag, und ein milder Tag nach Frost ist der beste.

Wie viel füttern beim Karpfenangeln im Winter?

Fast nichts. Eine Handvoll Partikel oder ein Dutzend kleine Boilies um den Köder, oder ein PVA-Stick mit Pellets und Flüssigfutter. Der Stoffwechsel des Karpfens läuft im Winter auf einem Viertel, ein Futterplatz des Sommers sättigt ihn tagelang, bevor er den Hakenköder findet. Der Köder soll das Einzige sein, was dort liegt.

Welcher Köder für Karpfen im Winter?

Ein kleiner, heller Pop-up von 10 bis 12 mm, ein Wafter, zwei bis drei Körner Mais oder ein Bündel Maden. Klein, weil der Karpfen wenig aufnimmt, hell und fruchtig, weil er im kalten Wasser Süßes und Saures besser wahrnimmt als Fischmehl. Der 20er Boilie mit Fischmehl gehört in den Sommer.

Wo stehen Karpfen im Winter?

Im flachen See auf der Sonnenseite und im Windschatten, wo das Wasser mittags ein halbes Grad wärmer wird, oft über weichem Grund und zwischen den Resten der Seerosen. Im tiefen See an der Kante des tiefsten Lochs, wo das 4-Grad-Wasser liegt. Sie stehen in Trupps auf engem Raum und bewegen sich kaum, wer sie findet, fängt mehrere.

Wann beißen Karpfen im Winter?

Zwischen 11 und 15 Uhr, wenn das flache Wasser seine wärmsten Zehntelgrade hat, an sonnigen Tagen eher gegen zwei. Die Nacht fällt im Winter aus, und der Morgen ist die schlechteste Zeit. Im Kaltwasser-Profil des Fang-Index steht das Mittagsfenster auf 1,0 und die Dämmerung auf 0,4.

Welche Montage für Karpfen im Winter?

Die Haarmontage mit kurzem Vorfach von 10 bis 15 cm und einem kleinen Haken der Größe 8 bis 6, das Blei so leicht wie möglich, 40 bis 60 Gramm. Der Pop-up steht 2 bis 5 cm über dem Grund, der Wafter liegt knapp darauf. Der Rechner im Text sagt, wie viel Auftrieb der kleine Köder gegen den Haken hat.

Lohnt sich das Nachtangeln auf Karpfen im Winter?

Selten. Unter 8 Grad Wassertemperatur kühlt die Nacht das flache Wasser wieder auf den Grundzustand, und der Karpfen steht still. Der Fang-Index gibt der Winternacht 0,2. Ausnahmen sind milde Nächte über 6 Grad und Warmwassereinläufe. Der Tag ist im Winter die Session, nicht die Nacht.

Darf ich den Karpfen im Winter mitnehmen?

In den meisten Ländern ja, mit Mindestmaß, in einem Land gilt für die Wildform im Frühjahr eine Schonzeit für das Laichen. Die Tabelle im Text rechnet Frist und Maß für heute. Der Winterkarpfen wird kurz und auf nasser Matte abgehakt, weil seine Haut bei Frost schnell Schaden nimmt, und das Foto entsteht am Wasser, nicht am Auto.

René Seidel

Geschrieben von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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