Havel
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Am Lindenufer in der Spandauer Altstadt stehen gebührenpflichtige Stellplätze, von dort sind es keine 100 Meter ans Wasser. Mit der U-Bahn steigst du am Bahnhof Altstadt Spandau aus und läufst rund 250 Meter bis ans Ufer.
Das Westufer erschließt die Promenade am Lindenufer, sie führt von der Juliusturmbrücke flussab. Nördlich der Brücke reicht der historische Kolk bis dicht unter die Schleuse. Die Ufer sind durchgehend befestigt, einen flachen Einstieg gibt es nicht.
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Beschreibung
Havel unterhalb der Schleuse Spandau
Kaum ein anderer Berliner Angelabschnitt ist so kurz und so klar umrissen wie dieser. Zwischen dem Unterhaupt der Schleuse Spandau und der Stelle, an der die Spree einmündet, liegen gut 600 Meter Havel. Genau dort beginnt die Zählung der Unteren Havel-Wasserstraße bei Kilometer null. Östlich an der Spree liegt die Zitadelle, am Westufer drängt sich die Spandauer Altstadt bis an die Kante. Oberhalb der Schleuse zweigt nach Westen der Mühlengraben ab und legt sich als schmaler Seitenlauf um den alten Stadtkern.
Was Schleuse und Wehr mit dem Wasser machen
Die Anlage prägt den Abschnitt stärker als jede Uferstruktur. Im Mittel laufen rund 60 Kubikmeter pro Sekunde über das Wehr, dazu kommt der Schwall aus der Schleusenkammer, die 115 Meter lang sowie 12,5 Meter breit ist und seit 2002 arbeitet. Die mittlere Fallhöhe von 2,81 Metern hält das Wasser unterhalb des Bauwerks dauerhaft in Bewegung. Diese Strömungskante ist der eigentliche Grund, hier zu angeln. Kleinfisch sammelt sich in der Verwirbelung, Räuber warten an deren Rand.
Weiter flussab wird es ruhiger, ruhig ist es trotzdem nie. Der Abschnitt gehört zu einer stark befahrenen Bundeswasserstraße. Fahrgastschiffe und Sportboote ziehen dicht an den befestigten Ufern vorbei und schicken regelmäßig Welle und Sog hinterher. Drei Dinge lohnt es sich deshalb mitzudenken:
- Nach jeder Schleusung ändert sich die Strömung für einige Minuten spürbar.
- Leichte Montagen halten an der Kante schlecht, mehr Gewicht spart Ärger.
- Rutenauflagen und Kescher gehören gesichert, der Wellenschlag kommt ohne Vorwarnung.
Zielfische auf engem Raum
Berlins Gewässer führen einen recht gleichmäßigen Artenmix, und der Schleusenbereich macht davon keine Ausnahme. Häufig sind Plötze, Barsch, Rotfeder, Hecht, Schleie, Brachse und Aal. Dazu kommen Zander, Karpfen und Wels. Karpfen, Schleien, Hechte und Welse setzt das Fischereiamt im Herbst nach. Wer im Sog der Schleusung auf Raubfisch geht, arbeitet meist mit der Spinnrute, während sich die Friedfischangel eher in den beruhigten Randbereichen lohnt. Die eingewanderte Schwarzmundgrundel ist längst angekommen und muss nach dem Fang entnommen werden.
Vor Ort am Lindenufer
Den Zugang bekommst du über die Promenade am Lindenufer, die auf dem Westufer von der Juliusturmbrücke flussab führt. Nördlich der Brücke reicht der historische Kolk bis dicht unter die Schleuse. Die Ufer sind hier durchgehend befestigt, einen flachen Einstieg ins Wasser gibt es nicht. Abgestellt wird am Lindenufer, vom Stellplatz sind es keine zwei Minuten ans Wasser. Wer mit der U-Bahn kommt, steigt am Bahnhof Altstadt Spandau aus und läuft ein kurzes Stück durch die Altstadt. Bewirtschaftet wird die Strecke vom Fischereiamt Berlin. Welche Auflagen im Einzelnen gelten, steht im Erlaubnisvertrag, den du vor dem ersten Wurf einmal in Ruhe lesen solltest.