Havel
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Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 3 Orte: Angeln am Havel bei Potsdam, Brandenburg an der Havel und Deetz. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Potsdam
Brandenburg an der Havel
Deetz Revier-Sitz
Gewässerdaten
Verein
Gewässer-Profil
Die Ufer sind von den Havelorten Ketzin, Schmergow und Deetz aus erreichbar. In Ketzin setzt eine Fähre über die Havel ans Südufer.
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Beschreibung
Havel von Ketzin bis zur Vorstadtschleuse Brandenburg
Ab Ketzin verliert die Havel jede Eile. Der Fluss zieht als breite Wasserstraße durch das flache Havelland, fächert sich zwischendurch in Nebenrinnen und Bruchwiesen auf und sammelt sich im Trebelsee wieder zu einer offenen Fläche. Bis zur Vorstadtschleuse in Brandenburg an der Havel wechseln sich Stromstrecke, Seenweite und stille Buchten ab. Bewirtschaftet wird der Abschnitt von der Fischereischutzgenossenschaft Havel Brandenburg, die hier auch Berufsfischerei betreibt. Deren Reusen und Netze stehen im Wasser, ein großzügiger Bogen darum gehört zum guten Ton.
Fahrrinne, Kanten und Schilfgürtel
Prägend ist die unterhaltene Fahrrinne der Unteren Havel-Wasserstraße. Im Trebelsee wird sie auf rund vier Meter gehalten, während die Flächen daneben flach auslaufen und deutlich unter zwei Meter bleiben. Diese Kante zwischen Fahrwasser und Flachwasser ist der spannendste Streifen der ganzen Strecke: Raubfisch steht dort im Bereich des Nahrungsangebots, ohne die Deckung des Krauts zu verlieren. Die Sichttiefe bleibt meist unter anderthalb Metern, das Wasser trägt also dauerhaft Trübung. Zander und Wels kommen damit bestens zurecht, helle und stark vibrierende Köder bringen entsprechend mehr Kontakte als filigrane Montagen.
Auf dem Fluss verkehren Güterschiffe von bis zu 125 Metern Länge. Wer vom Boot fischt, sucht sich seinen Platz abseits des Fahrwassers und behält die Rinne im Blick. Das bewachsene Uferband aus Röhricht, Rohrkolben und Seerosen ist Laichplatz und Kinderstube zugleich und damit der empfindlichste Teil der Strecke.
Der Trebelsee als Herzstück
Etwa zweieinhalb Kilometer lang und an der breitesten Stelle rund 1,2 Kilometer misst der Trebelsee, eingerahmt von Zachow und Gutenpaaren im Norden sowie Schmergow und Deetz im Süden. Der See ist durchflossen, es gibt also eine spürbare Grundströmung, die sich an Engstellen und Einläufen bemerkbar macht. Für Angler bedeutet das: Standplätze verschieben sich mit dem Wasserstand und dem Wind, und ein Platz, der im Frühjahr trägt, kann im Hochsommer leer sein. Im Sommer verkrautet der See in den flachen Bereichen großflächig.
Lohnend sind vor allem diese Strukturen:
- Außenkanten der Röhrichtfelder, wo Kraut in freies Wasser übergeht
- Übergänge vom Flachwasser zur Fahrrinne, besonders an Kurven
- Mündungsbereiche der Altarme zwischen Ketzin und dem Trebelsee
- windzugewandte Ufer nach mehreren Tagen gleicher Windrichtung
Zielfische und Taktik
Zander und Hecht stehen ganz oben auf der Wunschliste, dazu kommen kräftige Barsche, Welse und Aale. Friedfischangler finden in den ruhigen Buchten Brassen, Güstern und Plötzen in guten Stückzahlen, Karpfen und Schleien halten sich gern an den verkrauteten Flachbereichen auf. Rapfen jagen im Sommer an Strömungskanten und lassen sich mit schnell geführten Ködern überlisten.
Gewässerkenntnis zählt auf dieser Strecke mehr als Technik. Wer sich eine Handvoll Kanten und Krautfelder merkt und diese zu unterschiedlichen Tageszeiten abklappert, fängt auf Dauer besser als jemand, der großflächig sucht. Ein ruhiger Ansitz an einer Schilfkante am frühen Morgen bringt oft mehr als ein hektischer Wechsel über den halben See.