Hände verbinden eine Schnur mit einem kleinen Wirbel über einer offenen Ködertasche AI
Angelknoten

Grinner-Knoten binden: Anleitung und Einsatz

Der Grinner ist der vielseitigste Knoten im Angeln. Er hält an Haken, Wirbeln und auf der Spule, funktioniert an monofiler wie an geflochtener Schnur und verbindet als doppelte Variante zwei Schnüre miteinander. Wer nur einen Knoten lernen will, lernt diesen.

Kurz gesagt

  • Beim Grinner-Knoten laufen die Wicklungen innerhalb der eigenen Schlaufe um Hauptschnur und zurückgelegtes Ende zusammen. Der Clinch wickelt nur um die Hauptschnur, und daran hängt, dass der Grinner auch auf glattem Geflecht greift.
  • Ein Ablauf deckt drei Aufgaben ab: Haken oder Wirbel am Öhr, die Schnur am Spulenkern und als doppelter Grinner die Verbindung zweier Schnüre.
  • An monofiler Schnur sind 5 bis 6 Wicklungen richtig, an geflochtener 7 bis 8. Am Öhr hält er rund 80 bis 90 Prozent der Schnur-Tragkraft, als Schnurverbindung rund 70 bis 80.
  • Zugezogen wird in zwei Zügen. Erst am Schnurende, damit sich die Wicklungen ordnen, dann an der Hauptschnur, bis der Knoten am Öhr anliegt.
  • International heißt er Uni-Knoten, nicht ganz zugezogen Duncan Loop. Diese Schlaufe läuft beim Anhieb zu, für eine bleibende Schlaufe ist der Schlaufenknoten gedacht.

Ein Knoten für fast alles

Der Grinner befestigt Haken und Wirbel, hält die Schnur auf der Spule und verbindet als doppelte Variante zwei Schnüre miteinander. Drei Aufgaben, ein Bewegungsablauf, und das ist der Grund, warum er in vielen Angelkisten der einzige Knoten ist, den jemand wirklich sicher kann.

3 Aufgaben Öhr, Spule, Schnurverbindung
4 bis 8 Wicklungen nach Stärke und Material
80 bis 90 % der Schnur-Tragkraft am Öhr

Steckbrief Grinner-Knoten

Wofür
Haken, Wirbel, Spule, Schnurverbindung
Prinzip
Wicklungen um beide Stränge Das Ende wickelt innerhalb der eigenen Schlaufe um Hauptschnur und sich selbst
Schnurtyp
monofil, Fluorocarbon, geflochten An Geflecht mit mehr Wicklungen
Wicklungen
5 bis 6 bei Mono, 7 bis 8 bei Geflecht Sehr dickes Material kommt mit 4 aus, siehe Rechner
Knotenfestigkeit
rund 80 bis 90 Prozent Als Schnurverbindung rund 70 bis 80 Prozent
Schwierigkeit
leicht Ein Ablauf ohne Fädelstelle, deshalb auch im Dunkeln machbar
Alle 11 Angaben
Grenze
nicht als bleibende Schlaufe Nicht ganz zugezogen ist er der Duncan Loop, und die läuft beim Anhieb zu
Auftrag
mittel Länger als ein Clinch, weil die Wicklungen über zwei Stränge laufen
Bindedauer
rund 1 Minute Am Spulenkern und als doppelter Grinner länger
Weitere Namen
Uni-Knoten, Duncan Loop Bei Ashley 1944 als Gallows Knot, Grinner ist der britische Name
Entwickelt von
Norman Duncan Anfang der 1960er als Angelknoten, 1970 von Vic Dunaway als Uni-Knoten verbreitet

Schritt für Schritt gebunden

Der Ablauf unterscheidet sich vom Clinchknoten in einem wichtigen Punkt. Gewickelt wird um beide Schnurstränge gleichzeitig, nicht nur um die Hauptschnur, und jede Windung läuft dabei durch die eigene Schlaufe.

  1. Das Ende durch das Öhr ziehen

    Rund 20 cm Schnur durch das Öhr. Das ist mehr, als der Knoten am Ende braucht, aber die Schlaufe im nächsten Schritt lebt davon.

  2. Das Ende parallel zur Hauptschnur zurücklegen

    Dicht neben der Hauptschnur zurück, sodass zwischen Öhr und Ende eine längliche Schlaufe entsteht. Beide Stränge zwischen Daumen und Zeigefinger halten.

  3. Durch die Schlaufe um beide Stränge wickeln

    Jede Windung läuft durch die Schlaufe und um Hauptschnur und Ende zusammen. Fünf bis sechs an monofiler Schnur, sieben bis acht an geflochtener.

  4. Befeuchten und am Schnurende ziehen

    Speichel oder Wasser auf die Wicklungen, dann am Ende ziehen, bis die Windungen eng nebeneinander liegen. Der Knoten sitzt jetzt kompakt auf der Schnur, noch nicht am Öhr.

  5. An der Hauptschnur ziehen, bis er am Öhr anliegt

    Den geformten Knoten mit Zug an der Hauptschnur an seinen Platz schieben. Das Ende bleibt 2 bis 3 mm stehen, an Geflecht etwas mehr.

Das Merkmal, an dem du ihn erkennst

Zwei Öhrknoten sehen im fertigen Zustand ähnlich aus. Eine Stelle trennt sie zuverlässig, und vier weitere sagen, ob dein Knoten sauber sitzt.

Der fertige Knoten im Detail

5 Stellen

Ein Merkmal trennt den Grinner von jedem anderen Öhrknoten, und es ist das erste in dieser Liste.

1 2 3 4 5
  1. Die Wicklungen umfassen beide Stränge

    Hier liegt der ganze Unterschied zum Clinch. Dort laufen die Windungen nur um die Hauptschnur, hier um Hauptschnur und zurückgelegtes Ende zusammen. Deshalb greift der Grinner auch auf glattem Geflecht.

  2. Die Kehre über dem Öhr

    Das Ende kommt aus dem Öhr und legt sich über den Ring zurück. Was von der großen Schlaufe bleibt, ist diese enge Kehre. Steht sie weit ab, ist der Knoten nicht zu Ende gezogen.

  3. Der fertige Knoten sitzt am Öhr

    Erst nach dem Formen wird er an seinen Platz geschoben. Bleibt ein Spalt zum Öhr, wandert er beim ersten Zug dorthin und zieht sich dabei ungleichmäßig zusammen.

  4. Die Hauptschnur läuft gerade in den Knoten

    Sie bleibt gestreckt und knickt vor der ersten Windung nicht ab. Ein Knick dort heißt, dass zuerst an der Hauptschnur gezogen wurde statt am Ende.

  5. Das Ende steht über, nicht bündig

    2 bis 3 mm bleiben stehen. Bündig abgeschnitten hat eine Windung, die unter Last rutscht, keine Reserve mehr, und an Geflecht ist das der häufigste Grund für einen aufgegangenen Grinner.

Die Alternativen im Vergleich

2 Knoten

Am Öhr lösen diese beiden dieselbe Aufgabe. Was sie unterscheidet, steht unter jedem Knoten.

Wie viele Wicklungen für deine Schnur

Vier bis acht ist eine große Spanne, und beide Enden sind an der falschen Schnur ein Fehler. Durchmesser und Material grenzen sie ein.

Deine Stärke, deine Windungszahl

Rechner

Vier bis acht, sagt die Faustregel, und das ist eine große Spanne. Der Durchmesser grenzt sie ein, das Material verschiebt sie. Glattes Geflecht braucht zwei Windungen mehr als monofile Schnur.

Wicklungs-Rechner

Durchmesser eintragen, Wicklungszahl ablesen

10 bis 12 Wicklungen

Zu wenige Wicklungen führen dazu, dass der Knoten unter Last langsam aufrutscht, oft ohne dass es beim Binden auffällt. Bei Geflecht im Zweifel eine Wicklung mehr, das schadet nie.

Für welche Aufgabe er die erste Wahl ist

Ob der Grinner am Öhr, am Kern oder zwischen zwei Schnüren die erste Wahl ist, hängt an Material und Stärke. Die Übersicht sagt es je Fall und nennt den Knoten, der es dort besser kann.

Wofür der Grinner-Knoten taugt

3 Aufgaben
  • Haken, Wirbel oder Karabiner anbinden

    • Erste Wahl

      Mono, Fluorocarbon, Geflecht

      Hält an jedem Material, an Geflecht mit zwei Wicklungen mehr. Wer nur einen Knoten lernt, lernt diesen.

    • Geht auch

      Stahl

      An 7x7-Stahl mit drei bis vier Windungen brauchbar, an Titan wird die Wicklung um beide Stränge zu steif.

      Besser geeignet: Achterknoten

  • Schnur auf der Rolle befestigen

    • Erste Wahl

      Mono, Fluorocarbon, Geflecht

      Um den Spulenkern gelegt hält er so gut wie der Arbor-Knoten und ist derselbe Ablauf wie am Haken.

  • Zwei Schnüre miteinander verbinden

    • Geht auch

      Mono, Fluorocarbon

      Zwei gegeneinander gebundene Grinner verbinden zwei Schnüre ähnlicher Stärke sicher.

    • Besser nicht

      Geflecht

      Der doppelte Grinner wird zwischen Geflecht und dickem Vorfach zu einem Klumpen, der an jedem Ring hängt.

      Besser geeignet: FG-Knoten

Diese Vielseitigkeit ist sein eigentlicher Vorteil. Wer ihn beherrscht, deckt mit einem einzigen Bewegungsablauf mehrere Aufgaben ab, und das zahlt sich am Wasser aus, wenn es kalt, dunkel oder eilig ist.

Was den Grinner so brauchbar macht

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Warum er sich verschieben lässt

Eine Eigenheit des Grinners ist, dass er nach dem Zusammenziehen noch nicht am Öhr sitzt. Er bildet zunächst einen kompakten Knoten auf der Schnur, und erst der Zug an der Hauptschnur schiebt ihn an seinen Platz. Bauartlich ist er eine Schlinge, und eine Schlinge läuft auf ihrer Schnur.

Das hat einen praktischen Vorteil. Der Knoten kann vor dem endgültigen Festziehen kontrolliert und ausgerichtet werden, und eine Montage mit Schlaufe lässt sich einstellen, bevor alles fest ist. Nicht ganz zugezogen ist der Grinner der Duncan Loop.

Die Schlaufe hält aber nicht, was sie verspricht. Sie ist einstellbar, solange nichts zieht, und beim Anhieb läuft sie auf das Öhr zu. Wer eine Schlaufe braucht, die unter Last offen bleibt, nimmt den Schlaufenknoten.

Am Spulenkern und zwischen zwei Schnüren

Die zweite Aufgabe ist der Spulenkern. Die Schnur wird um ihn gelegt und mit einem Grinner an sich selbst befestigt, mit demselben Handgriff wie am Haken.

Schnur wird von einer Vorratsspule auf die Rolle gespult, Hände führen die Schnur

Am Kern zählt die Unterfütterung

Beim Bespulen liegt die Schnur um den Kern und wird mit einem Grinner an sich selbst befestigt. Der Handgriff ist derselbe wie am Öhr, die Wicklungszahl nicht. Am Kern liegt keine echte Last, die Füllung trägt; englische Anleitungen nennen deshalb ein bis zwei Windungen, deutsche für Geflecht mindestens acht, weil es auf blankem Aluminium durchrutscht.

Bei geflochtener Schnur gehört eine Unterfütterung oder ein Streifen Klebeband dazu. Sonst hält zwar der Knoten, aber die ganze Füllung dreht sich auf dem blanken Kern durch, und das merkst du erst im Drill.

Am Spulenkern bindest du denselben Knoten wie am Haken. AI-Bild

Die dritte Aufgabe ist die Schnurverbindung. Zwei gegeneinander gebundene Grinner halten Hauptschnur und Vorfach zusammen, und bei ähnlicher Stärke ist das eine schnelle, verlässliche Verbindung.

Hände verbinden zwei monofile Schnüre ähnlicher Stärke über einem Holztisch

Zweimal derselbe Knoten ergibt eine Verbindung

Für den doppelten Grinner legst du die Enden parallel gegeneinander und bindest auf jeder Schnur einen Grinner um die andere. Dann ziehst du beide zusammen, bis sie aneinanderstoßen. An Geflecht sind es je vier bis acht Windungen, an dicker Mono reichen zwei bis drei.

Bei ähnlicher Stärke ist das eine schnelle und verlässliche Verbindung, die rund 70 bis 80 Prozent der Tragkraft hält. Sobald die Durchmesser weit auseinanderliegen, wird der Knoten zum Klumpen, und dann sind Albright oder FG die Antwort.

Zwei gegeneinander gebundene Grinner halten zwei Schnüre zusammen. AI-Bild

Ihre Grenze liegt beim Durchmesserunterschied und beim Auftrag. Zwischen einer dünnen geflochtenen Hauptschnur und einem dicken Fluorocarbon-Vorfach wird der Knoten sperrig und schlägt beim Werfen gegen die Ringe. Für solche Kombinationen sind Albright oder FG die besseren Antworten, für Verbindungen ähnlicher Stärke reicht der doppelte Grinner völlig.

Was er verzeiht und was nicht

Der Grinner ist gutmütig. Eine Wicklung zu viel oder zu wenig merkt niemand, und eine leicht ungleichmäßige Windung auch nicht. Vier Dinge kosten ihn trotzdem Tragkraft.

In der falschen Reihenfolge gezogen

Der Grinner wird zuerst am Schnurende geformt und erst danach an seinen Platz geschoben. Wer gleich an der Hauptschnur zieht, verkantet die Wicklungen, und der Knoten setzt sich schief. Man sieht es an den Windungen, sie liegen dann nicht parallel.

häufigster Fehler

Zu wenige Wicklungen an Geflecht

An monofiler Schnur reichen fünf bis sechs, an geflochtener sind es sieben bis acht. Geflecht ist glatt und dehnt sich kaum, deshalb braucht es mehr Windungen für dieselbe Haltekraft. Im Zweifel eine mehr, das schadet nie.

rutscht auf

Die Schlaufe zu kurz gelegt

Das zurückgelegte Ende bildet die Schlaufe, durch die jede Windung läuft. Ist sie zu kurz, reicht die Schnur für die letzten Wicklungen nicht, und du fängst von vorn an. Rund 20 cm zurücklegen.

geht nicht auf

Bündig abgeschnitten

Beim Grinner laufen die Windungen über zwei Stränge, und eine davon rutscht unter Last immer ein Stück. Steht das Ende 2 bis 3 mm über, hat sie dafür Reserve. Die Schere setzt deshalb nie direkt an der letzten Windung an, und befeuchtet wird vor dem Zuziehen, nicht danach.

kostet Reserve

Wo er zwischen den anderen steht

Im Feld der gängigen Knoten liegt er oben, ohne der Stärkste zu sein. Sein Argument ist, dass er überall gut ist, statt irgendwo der Beste.

Knotenfestigkeit im Vergleich

8 Knoten

Anteil der Schnur-Tragkraft, den der Knoten übrig lässt. Als Spanne, weil Schnur, Durchmesser und Zuziehen den Wert stärker bewegen als der Knoten selbst.

Spulenknoten und No-Knot fehlen bewusst: der eine sieht nie Last, der andere ist eine Wicklung und liegt nicht in der Zugkette.

Warum derselbe Knoten drei Namen hat

Im Ashley Book of Knots steht er 1944 als Gallows Knot, fast 20 Jahre bevor irgendjemand damit angelte. Anfang der 1960er Jahre entwickelte ihn Norman Duncan unabhängig davon als Angelknoten, und als Duncan Loop wird die Schlaufen-Variante bis heute geführt.

1970 nahm Vic Dunaway, Redakteur beim Miami Herald, den Knoten in sein Buch „Baits, Rigs and Tackle" auf und nannte ihn Uni Knot. Mit dem Namen kam die Idee, die den Knoten trägt: ein Handgriff für Öhr, Spule und Schnurverbindung. Grinner ist der britische Name, und den hat die deutsche Angelliteratur übernommen.

Von aussen sieht er wie ein Henkersknoten aus, innen ist er ein anderer Knoten. Aus dieser Ähnlichkeit stammen die Anleitungen, die beide Namen als Synonym führen, und die Suchfalle dahinter ist einfach. Wer Duncan Loop sucht, findet die Schlaufe, wer Uni Knot sucht, den festgezogenen Öhrknoten. Es ist derselbe Knoten in zwei Zuständen.

Mit kalten Fingern und im Dunkeln

Der eigentliche Prüfstein für einen Knoten ist die Lage, in der er gebraucht wird. Beim Nachtangeln, im Winter oder wenn der Fisch gerade beißt, zählt allein, ob der Ablauf ohne Hinsehen funktioniert.

Der Grinner eignet sich dafür gut, weil er aus einer einzigen Wiederholung besteht. Die Schlaufe wird gelegt, dann wird gewickelt, bis es genug ist, und dann gezogen. Es gibt keine Stelle, an der ein Ende durch eine bestimmte Öffnung gefädelt werden muss.

Hände in fingerlosen Handschuhen halten nachts im Lampenlicht eine Schnur und einen kleinen Haken über dem Fluss

Der Ablauf, der ohne Hinsehen geht

Der Clinch endet mit zwei Rückführungen durch kleine Öffnungen, der Palomar mit der Schlaufe über dem Köder, und beides will gesehen werden. Der Grinner kommt ohne solche Stelle aus, Schlaufe legen, wickeln, ziehen.

Ein Kniff für die Nacht ist der Korkgriff der Rute. Steckt der Haken darin, hat die Schnur einen festen Punkt, und beide Hände bleiben für die Wicklungen frei.

Nachts zählt nur, ob die Finger den Ablauf kennen. AI-Bild

Wer ihn blind binden will, übt ihn tagsüber mit geschlossenen Augen, und zwei Abende reichen dafür. Hilfreich ist ausserdem, die Schnur zwischen Daumen und Zeigefinger zu klemmen, statt sie zwischendurch loszulassen. Was bei Dunkelheit einmal aus der Hand fällt, findet sich nur schwer wieder.

Häufige Fragen zum Grinner-Knoten

7 Fragen
Sind Grinner und Uni-Knoten dasselbe?

Ja, und der Duncan Loop ist es auch. Grinner ist der britische Name, den die deutsche Literatur übernommen hat, Uni-Knoten der amerikanische, und Duncan Loop heißt derselbe Knoten, solange er nicht ganz zugezogen ist. Im Ashley Book of Knots steht er 1944 als Gallows Knot.

Wie viele Wicklungen brauche ich?

Bei monofiler Schnur fünf bis sechs, bei geflochtener sieben bis acht. Geflecht ist glatter und braucht mehr Reibung, damit der Knoten nicht aufrutscht. Nur sehr dickes Material kommt mit vier aus, weil sich mehr dort nicht mehr sauber zuziehen lässt.

Grinner oder Palomar, welcher hält besser?

Die Zugtests widersprechen sich. Salt Strong misst an Geflecht den Grinner rund 8 Prozent über dem Palomar, andere Tests sehen den Palomar vorn, und beide liegen sauber gebunden über 90 Prozent. Was nicht streut, ist die Bauform. Der Palomar braucht die Schlaufe über den Köder, der Grinner nicht.

Der Grinner rutscht auf meinem Geflecht, was mache ich falsch?

Meist eines von drei Dingen. Zu wenige Wicklungen, an Geflecht sind sieben bis acht das Minimum. Bündig abgeschnitten, 2 bis 3 mm müssen stehen bleiben. Oder trocken zugezogen. Hilft alles nichts, führst du das Ende zweimal durch das Öhr und wickelst zehn- bis zwölfmal. Diese Fassung heißt in der deutschen Literatur verbesserter Grinner-Knoten, im Englischen Braid Uni.

Kann ich den Grinner als Schlaufe binden?

Ja, nicht ganz zugezogen ist er der Duncan Loop. Die Schlaufe lässt sich einstellen, solange nichts zieht, beim Anhieb läuft sie aber auf das Öhr zu. Für eine Schlaufe, die unter Last offen bleibt, ist der Schlaufenknoten gebaut.

Was ist ein doppelter Grinner?

Zwei Grinner-Knoten, die gegeneinander auf zwei Schnüren gebunden und dann zusammengezogen werden. So lassen sich Hauptschnur und Vorfach ähnlicher Stärke verbinden, mit rund 70 bis 80 Prozent der Tragkraft. Bei großem Durchmesserunterschied wird er sperrig, dort sind Albright oder FG die bessere Wahl.

Wie viele Wicklungen brauche ich am Spulenkern?

Weniger, als du denkst, und mehr, als englische Anleitungen sagen. Dort reichen ein bis zwei Windungen, weil am Kern keine echte Last anliegt. Deutsche Anleitungen nennen für Geflecht mindestens acht, weil es auf blankem Aluminium durchrutscht. Wichtiger als die Zahl ist die Unterfütterung unter dem Geflecht.

Quellen und Stand

1 Quelle
  1. Wikipedia: Uni knot Gallows Knot 1944, Norman Duncan und Vic Dunaway, Tragkraft am Öhr und als Verbindung, abgerufen am 10.09.2026

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René Seidel

Zusammengestellt von

René Seidel

Ich angle seit 2002: angefangen mit acht Jahren an den Weihern, die mein Vater gepachtet hatte, heute vor allem am Neckar bei Heilbronn, an der Wörnitz und am Main. Mit CatchHub baue ich die Angel-Community, in der ich meine Praxis am Wasser mit echten Fangdaten zusammenbringe.

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