Leine
Auf der Karte
Orte an dieser Strecke
Warum steht der Fluss mehrfach drin?
Ein Eintrag bei CatchHub ist immer ein Angel-Revier, also die Strecke, für die es eine eigene Erlaubnis gibt. An einem langen Fluss sind das mehrere Reviere, jedes mit eigenem Verein und eigenen Regeln. Der Name oben ist der Name des Reviers, nicht der Name des Orts.
Dieses Revier reicht über 7 Orte: Angeln am Leine bei Neustadt, Bordenau und Niedernstöcken. Eine Erlaubnis gilt auf der ganzen Strecke.
Neustadt am Rübenberge Revier-Sitz
Neustadt
Basse
Blumenau (Wunstorf)
Bordenau
Helstorf
Niedernstöcken
Gewässerdaten
Verein
Gewässer-Profil
01. Januar bis 31. Dezember
Ausgewiesene Parkplätze am Wasser gibt es nicht. Fahrzeuge bleiben am Wegesrand stehen, das Befahren der Wiesen ist untersagt. Von dort sind es je nach Stelle wenige Schritte oder ein längerer Fußweg bis ans Ufer.
Die Ufer sind hoch und sehr unterschiedlich aufgebaut, teils dicht bewachsen. Festes Schuhwerk hilft. Mehrere Ortslagen an der Strecke sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
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Beschreibung
Zwischen Blumenau und Niedernstöcken schlängelt sich die Leine in weiten Bögen durch das Neustädter Land. Begradigt ist hier fast nichts. Der Fluss liegt 25 bis 45 Meter breit im Wiesengrund, die Strömung drückt kräftig, und die Tiefe springt an vielen Stellen von einem halben Meter auf fünf. Zwei Plätze, keine zwanzig Schritte auseinander, können sich deshalb wie zwei verschiedene Gewässer anfühlen.
Was hier beißt und wo du ansetzt
Die Artenliste ist lang, und sie hat Spitzen. Barben stehen auf den kiesigen Rauschen, Hechte lauern an den Prallhängen der Außenkurven, und in den tiefen Kolken darunter warten Zander und Aal. Welse gehören ebenfalls dazu, kleinere Exemplare hängen nachts regelmäßig als Beifang am Grundblei. Wer auf Friedfisch geht, findet an den ruhigeren Innenkurven Brachsen, Rotaugen und Alande in Stückzahl. Salmoniden ziehen ebenfalls durch, dazu kommen Karpfen, die deutlich häufiger gefangen werden, als man es einem Fluss mit dieser Strömung zutraut.
Ufer, Untergrund und der Weg ans Wasser
Der Grund wechselt ständig. Über weite Strecken ist er schlammig, dazwischen liegen Kies-, Stein- und Sandbänke, die sich beim Abloten sofort verraten. Die Ufer sind hoch und teilweise stark bewachsen, was Material und Angler fordert. Rechne mit mittleren bis schweren Gewichten, sonst hält nichts auf Position.
- Prallhang der Außenkurve: die tiefste Rinne, erste Wahl auf Raubfisch
- Kiesige Rausche: flach, schnell, das Barbenrevier
- Ruhige Innenkurve mit Schlammgrund: Friedfisch und Aal
- Einmündungen kleinerer Gräben: sammeln Futter, lohnen nach Regen
Anreise und Orientierung an der Strecke
Ausgewiesene Parkplätze am Wasser gibt es nicht. Das Auto bleibt am Wegesrand stehen, und von dort sind es mal wenige Schritte, mal ein ordentlicher Fußweg über die Wiesen. Genau das hält die attraktiven Plätze frei. Als Orientierungspunkte dienen die Ortslagen entlang des Flusses, von Bordenau über Neustadt am Rübenberge, Basse und Helstorf bis Niedernstöcken. Frei sind nur die Abschnitte, die auf der Gewässerkarte zum Erlaubnisschein markiert und am Ufer beschildert sind. Die befischbare Uferseite wechselt dabei mehrfach, und zwischen dem Wasserfall in Neustadt und der Leinebrücke der B6 ist ganzjährig zu. Ein Blick auf die Karte vor der ersten Tour spart viel Lauferei.
Wann sich die Tour lohnt
Nach ergiebigem Regen steigt die Leine schnell und färbt sich ein. Dann ziehen Aale und Welse dicht unters Ufer, während das Spinnfischen schwierig wird. Bei klarem, niedrigem Wasser im Spätsommer dreht sich das um, dann kommen Barbe und Döbel an die Reihe. Der Pegel in Neustadt ist der beste Anhaltspunkt für die Planung. Schonzeiten, Sperrstrecken und die Regeln für Gastangler weichen von den allgemeinen Landesvorgaben ab, deshalb vorher beim bewirtschaftenden Verein prüfen.